Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelJim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch, Englisch
Erscheinungsjahr2018
Länge110 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
JMK 6[2]
Stab
RegieDennis Gansel
DrehbuchDirk Ahner,
Andrew Birkin,
Sebastian Niemann
ProduktionChristian Becker
MusikRalf Wengenmayr
KameraTorsten Breuer
SchnittUeli Christen
Besetzung
Synchronisation

Die Original-Außenkulisse von Lummerland im Filmpark Babelsberg

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist eine Realverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Michael Ende. Die Regie übernahm Dennis Gansel. Der Film wurde produziert von Christian Becker. Für die filmische Umsetzung stand mit fast 25 Mio. Euro eines der größten Budgets zur Verfügung, das je für eine deutsche Filmproduktion bereitgestellt wurde.[3][4]

Die offizielle Weltpremiere von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer fand am 18. März 2018 im Cinestar-Kino am Potsdamer Platz in Berlin statt.[3] In deutschen Kinos startete der Film am 29. März 2018.[5] Der Film wurde zunächst nur in Deutschland, Litauen und Estland in die Kinos gebracht.[6]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film folgt weitgehend der Buchvorlage, wonach Jim Knopf als Waisenkind auf der winzigen Insel Lummerland landet und von Frau Waas großgezogen wird. Einige Zeit später bricht Jim Knopf mit Lokomotivführer Lukas zu einem großen Abenteuer auf, bei dem die beiden auf wilde Piraten, den Kaiser von Mandala und den Drachen Frau Mahlzahn treffen.[7]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Koproduktion wurde vom FFF Bayern im Rahmen des Sonderprogramms Internationale Koproduktionen und VFX mit 1,8 Mio. Euro gefördert und von Rat Pack Filmproduktion, Malao Film und Studio Babelsberg Motion Pictures[8] produziert.[9][8]

Nach Angaben der beteiligten Produktionsgesellschaften ist der Film mit fast 25 Millionen Euro eine der aufwendigsten und teuersten Kinoproduktionen der deutschen Filmgeschichte.[3]

Die Dreharbeiten starteten im Herbst 2016 in Bayern[9] in den Bavaria-Studios.[10] Wüstenszenen entstanden in Kapstadt[11]. Der überwiegende Teil des Films entstand in Potsdam-Babelsberg. Im Studio Babelsberg wurde beispielsweise der Kaiserpalast von Mandala aufgebaut.[11] Die Kulissenbauer errichteten weiterhin die Kulissen der Insel Lummerland, darunter den Bahnhof von Lummerland, Gebirge und Tunnel mit Gleisen und das Haus von Frau Waas, auf dem Gelände des benachbarten Themenparks Filmpark Babelsberg.[12] Inklusive der Lokomotive Emma kann es als Teil der Attraktionen des Filmparks besichtigt werden.[13][11]

Die von Ralf Wengenmayr komponierte Filmmusik wurde vom Deutschen Filmorchester Babelsberg eingespielt.[14]

Einspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 1. Juli 2018 hatte der Film in Deutschland mit 1.561.473 Kinobesuchern 10.739.315 Euro eingespielt.[15] Der Film konnte sich nach der Startwoche in den Kinocharts mehrere Wochen in der unteren Hälfte der Top-10 halten.[15]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

epd Film urteilte, dass die Inszenierung steif und blutleer erschiene, woran auch die Akteure nichts änderten. Die tricktechnische Umsetzung sei zwar sympathieweckend, brächte aber die Bebilderung nicht zu eigenem Leben.[16] Die überbordende Menge an Computereffekten war auch dem Spiegel negativ aufgefallen, der dadurch die Fantasie in den Köpfen der Zuschauer letztlich ausgeschlossen sah. Damit wäre auch „das Glück, das es bedeutet, ganz und gar in andere Welten abzutauchen - und dort sich selbst zu begegnen“ ausgeschlossen.[17]

Ein milderes Fazit zog Die Nacht der lebenden Texte, wo zwar bemängelt wurde, dass die Moral der Geschichte „mit dem Holzhammer in die Zuschauer gehauen“ werde, der Film aber letztlich sowohl Jüngere als auch Ältere mitnehme, was nicht alle Filme schafften.[18] Diesen Eindruck teilte auch Filmaffe, zumal der Film älteren Zuschauern die Gelegenheit gebe, wieder in ein Abenteuer aus der Erinnerung der eigenen Kindheit einzutauchen.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ostern 2020 soll auch die Verfilmung des zweiten Bands „Jim Knopf und die Wilde 13“ in die deutschen Kinos kommen. 2018 werde hierfür das Drehbuch erarbeitet, die Dreharbeiten sollen im Januar 2019 beginnen.[19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; abgerufen am 21. März 2018).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Louisa Lenz: Kinderbuchklassiker verfilmt „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ feiert Premiere in Berlin. Der Tagesspiegel, 18. März 2018, abgerufen am 19. März 2018.
  4. a b Lena Gerlach: JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER (2018) - Eine Insel mit zwei Bergen… In: filmaffe. Abgerufen am 25. April 2018.
  5. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Filmstarts, abgerufen am 23. August 2017.
  6. Release Info. Internet Movie Database, abgerufen am 25. April 2018 (englisch).
  7. Julius Vietzen: Neuer Trailer zu „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“: Der erste Blick auf Frau Mahlzahn und die Wilde 13. In: Filmstarts. 22. Dezember 2017, abgerufen am 18. Januar 2018.
  8. a b Studio Babelsberg AG, Referenzen „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“: Studio Babelsberg Motion Pictures. In: Studio Babelsberg. Abgerufen am 18. März 2018.
  9. a b 1,8 Mio. Euro aus Bayern für Dennis Gansels „Jim Knopf“. In: mediabiz.de. Blickpunkt:Film, 20. April 2016, abgerufen am 21. April 2016.
  10. Bavaria Film, Newsroom. In: Bavaria Filmstadt. Abgerufen am 18. März 2018.
  11. a b c Sarah Kugler: Eine Insel mit zwei Tunneln. Potsdamer Neueste Nachrichten, 15. April 2017, abgerufen am 23. August 2017.
  12. Ildiko Röd: Kult-Insel empfängt Besucher – Jim Knopfs Lummerland liegt im Filmpark. Märkische Allgemeine, 13. April 2017, abgerufen am 18. März 2018.
  13. Filmpark Babelsberg, Der Park „Backlot-Tour“. In: Filmpark Babelsberg. Abgerufen am 18. März 2018.
  14. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Original Motion Picture Soundtrack). In: amazon. Abgerufen am 2. April 2018.
  15. a b Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer Film Teil 1. In: Wulfmansworld. Abgerufen am 6. Juli 2018.
  16. Manfred Riepe: Kritik zu Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer. In: epd-film. Abgerufen am 25. April 2018.
  17. Oliver Kaever: Lummerland ist abgebrannt. In: Spiegel online. 30. März 2018, abgerufen am 25. April 2018.
  18. Matthias Holm: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Eine Insel mit zwei Bergen. In: Spiegel online. 28. März 2018, abgerufen am 25. April 2018.
  19. Christian Becker: „Der allergrößte Film“. In: mediabiz.de. Blickpunkt:Film, 29. März 2018, archiviert vom Original am 29. März 2018; abgerufen am 1. April 2018.