Joncy

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Joncy
Joncy (Frankreich)
Joncy
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Charolles
Kanton Blanzy
Koordinaten 46° 37′ N, 4° 33′ OKoordinaten: 46° 37′ N, 4° 33′ O
Höhe 222–450 m
Fläche 15,15 km²
Einwohner 535 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 35 Einw./km²
Postleitzahl 71460
INSEE-Code
Website www.joncy.fr

Ländlicher Schafstall aus Natursteinen (Cabane en pierre sèche) in Rains

Joncy ist eine französische Gemeinde mit 535 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Charolles, zum Kanton Blanzy und zum Kommunalverband Communauté de communes autour du Mont Saint-Vincent.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joncy liegt im Süden des Burgund am Rand des Gebiets der ehemaligen Grafschaft Charolais, nördlich des Maçonnais, 97 Kilometer nördlich von Lyon, 16 Kilometer südöstlich von Montceau-les-Mines und etwa 12 Kilometer nordöstlich des Kantonshauptorts La Guiche, zwischen den Nachbargemeinden Saint-Clément-sur-Guye im Osten, Burzy im Südosten und Collonge-en-Charollais im Nordwesten. Die Guye, ein Nebenfluss der Grosne verläuft östlich des Ortskerns.[1] Der Weiler Rains gehört zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rains war früher Sitz einer Seigneurie und Joncy Sitz einer Baronie.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Joncy stammt aus dem 16. Jahrhundert.[3]

In Rains steht ein Schafstall aus Natursteinen, der ohne Mörtel gebaut wurde. Auf Französisch werden diese Gebäude Cabane en pierre sèche genannt. Sie wurden in ländlichen Gegenden vom 17. bis zum 19. Jahrhundert erbaut, um landwirtschaftliche Geräte, Nutztiere oder Arbeiter vorübergehend unterzubringen. Die Cabane von Rains steht gegenüber einem Murgers.[4] Murger sind breite Mauern oder Wälle, die beim Weinbau dazu dienen Parzellen voneinander abzugrenzen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kalksteinsteinbruch von Rains wurde gelber und grauer Kalkstein aus dem Bajocium abgebaut.[5] Heutige wichtige Erwerbszweige der Joncynois sind Weinbau, Ackerbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joncy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joncy auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 2. März 2010.
  2. Léonce Lex: Les fiefs du Mâconnais. ouvrage publié sous les auspices de l'Académie de Mâcon. Impr. de Protat frères, Maçon 1897, S. 48+72 (französisch, in Gallica [abgerufen am 2. März 2010]).
  3. Françoise Vignier: Le Guide des Châteaux de France, 71 Saône-et-Loire. Editions Hermé, Paris, 1985, in Französisch.
  4. Bergerie au lieu dit Rains à Joncy (Saône-et-Loire) (französisch) Abgerufen am 3. März 2010.
  5. Joncy im Laboratoire de Recherche des Monuments historiques (französisch) Abgerufen am 3. März 2010.
  6. Economie locale auf joncy.fr in Französisch.