Joué-lès-Tours

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Joué-lès-Tours
Wappen von Joué-lès-Tours
Joué-lès-Tours (Frankreich)
Joué-lès-Tours
Region Centre-Val de Loire
Département Indre-et-Loire
Arrondissement Tours
Kanton Joué-lès-Tours (Hauptort)
Gemeindeverband Tours Métropole Val de Loire
Koordinaten 47° 21′ N, 0° 40′ OKoordinaten: 47° 21′ N, 0° 40′ O
Höhe 44–96 m
Fläche 32,41 km2
Einwohner 37.535 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 1.158 Einw./km2
Postleitzahl 37300
INSEE-Code
Website www.ville-jouelestours.fr

Joué-lès-Tours ist eine Stadt mit 37.535 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire südlich von Tours, oft als deren Vorort dargestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 6. Jahrhundert wird an dieser Stelle erstmals eine kleine Ansiedlung mit dem Namen Jocondiacum erwähnt, die Menschen lebten wohl von ihrer eigenen Landwirtschaft und bauten frühzeitig Wein an. Nachdem 1807 Kaiser Napoléon die Errichtung von Katasterämtern für alle französischen Kommunen vor allem zur Berechnung der seit 1790 erhobenen Grundsteuern angeordnet hatte, gab es ab 1826 auch in Joué das erste Katasteramt, welches in 17 Sektionen unterteilt wurde. In einer Sektion wurden 2000 Parzellen von Weinbauern erfasst, die einen vorzüglichen Wein mit dem Namen Noble Joué produzierten, der sich aus drei Traubensorten zusammensetzte: der trübe Pinot meunier, der schwarze Pinot noir und der Malvoisie. In einer Veröffentlichung von 1832 (Topographie de tous les vignobles connus) wird dieser Wein wie folgt beschrieben: eine schöne Farbe, ein voller Körper, angenehmer Alkohol, wunderbarer Geschmack – und alles für 3 Francs, man kann ihn vergleichen mit den besten bekannten Weinen der Auxerre-Lagen im Département de l'Yonne. Dieser Wein wird heute als Touraine-noble-joué AOC hergestellt.

Die Sektion B des Katasters enthielt einen Marktflecken, der hier erstmals präzise beschrieben wurde mit: einige Häuser rund um eine Kirche (im Jahre 1846 zählte dieser Marktflecken nur 96 Einwohner, wahrscheinlich weil er abseits von allen Verkehrswegen lag). In der zweiten Hälfte des 19 Jh. gab es eine erste Vergrößerung durch den Bau mehrerer öffentlicher Gebäude (Bahnhof, Post), durch den Beginn der Industrialisierung (eine Brikettfabrik entstand) und durch das damit einhergehende Bevölkerungswachstum. Durch die bessere verkehrsmäßige Anbindung an das Fernstraßen- und das Eisenbahnnetz wuchs dann bald ein industriell geprägter Ort heran.

1964 wurden einige Stadtteile an Tours abgetreten.

Die Kirche "Sankt Peter-und-Paul"
Das moderne Rathaus von Joué-lès-Tours

Wirtschaft und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute befinden sich im Ort rund tausend Unternehmen, darunter auch ein großes Medienzentrum in einem modernen Bau. 1995 erhielt der Ort den Ehrennamen "Stadt des Kunsthandwerks". Seit 1997 findet in dieser Stadt alljährlich ein Kunstfestival auf den Straßen statt (Festival les année Joué), bei dem die Besucher vor allem Artistik und Tanz sehen und Gesangsgruppen hören können.

In der Umgebung wird Weinbau betrieben.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joué-lès-Tours besitzt einen Baseballclub (Les Coyotes) und einen Triathlon-Club.

Gebäude und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ein modernes Rathaus
  • Kirchen St. Peter-und-Paul (Bild), St. Joseph, Maria Verkündigung
  • Kinos, Sportstätten und Schulen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joué-lès-Tours – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite der Städtepartnerschaften auf der Website der Stadt (franz.)