Jungfernkopf

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Foto vom Wappen des Kasseler Stadtteil Jungfernkopf
Wappen von Kassel
Jungfernkopf
Stadtteil von Kassel
Lage von Jungfernkopf in Kassel
Koordinaten 51° 20′ 23″ N, 9° 27′ 34″ O51.3398229.459431230Koordinaten: 51° 20′ 23″ N, 9° 27′ 34″ O.
Höhe 230 m ü. NHN
Fläche 1,8 km² (21/23)
Einwohner 3813 (31. Dez. 2010) (22/23)
Bevölkerungsdichte 2118 Einwohner/km² (11/23)
Ausländeranteil 3,9 % (31. Dez. 2010) (21/23)
Neugründung 1917
Postleitzahl 34128
Vorwahl 0561
Website Stadtteilinfo Jungfernkopf
Politik
Ortsvorsteher Manuel Eichler (SPD)
Sitzverteilung (Ortsbeirat)
SPD CDU Grüne
5 2 2
Quelle: Stadtverwaltung im Internet

Jungfernkopf ist einer von 23 Stadtteilen der nordhessischen Großstadt Kassel (Hessen, Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Der Stadtteil Jungfernkopf befindet sich im Norden Kassels. Er wird in dieser Himmelsrichtung durch die Grenze zu Vellmar begrenzt, eine Nachbarstadt, in welche die Bebauung nahtlos übergeht. Im Osten stößt der Stadtteil – jenseits der ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Kassel-Würzburg – an den Stadtteil Rothenditmold. Im Südosten, Süden, Südwesten und Westen grenzt er an den Stadtteil Harleshausen, zu dem der Geilebach, der den Stadtteil Jungfernkopf im Süden tangiert, eine natürliche Abgrenzung bildet.

Ortsbild[Bearbeiten]

Der größte Teil des zumeist dicht bebauten aber dennoch reichlich begrünten Stadtteils Jungfernkopf wird vom langgestreckten Bergrücken des teils dicht bewaldeten Jungfernkopfs eingenommen, ein im Mittel 225 m hoher und von Westen nach Osten hin abfallender Höhenzug. Im Süden des Stadtteils befinden sich einige Bereiche des so genannten Feldlagers mit Wiesen- und Ackerflächen, die an den bereits erwähnten Geilebach stoßen. Im äußersten Nordwesten des Stadtteils und damit nördlich der Straße Am Ziegenberg bzw. östlich der Helmarshäuser Straße entsteht seit Mitte der 1990er ein Neubaugebiet mit einem bereits fertiggestellten Einkaufszentrum. Im äußersten Südosten des Stadtteils befinden sich zahlreiche Schrebergärten an einem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn.

Ab Juni 2011 werden an der Bahnstrecke Kassel–Warburg direkt nordöstlich der Haltestelle Kassel-Jungfernkopf eine Fußgängerbrücke (auf Höhe der Straße Am Kiefernweg) über und eine Unterführung (auf Höhe der Waldecker Straße für die Straßenachse WegmannstraßeEisenbahnwegSchenkebier Stanne) unter der Bahntrasse gebaut. Veranschlagt wurden für dieses Bauprojekt 6 Mio. Euro[1]. Nach deren Fertigstellung wird eine der letzten handbetriebenen Bahnschranken Hessens, die sich am bisherigen Bahnübergang direkt südwestlich der Haltestelle befindet, vermutlich Ende 2012 ihren Dienst einstellen.

Geschichte[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Stadtteil Jungfernkopf entstand 1981 durch die Abtrennung der Stadtbezirke Wegmannspark, Jungfernkopf, Osterberg und Nordend von Harleshausen. Der Name des Stadtteils stammt vom Höhenzug Jungfernkopf, dessen Name wohl von einem Nonnenkloster herrührt, welches auf seiner Bergkuppe gestanden haben soll.

Zeittafel[Bearbeiten]

  • Seit 1951 hat Jungfernkopf eine eigene evangelische Kirchengemeinde, die in der Kirche Jungfernkopf (Waldecker Straße) ansässig ist.
  • 1952 wurde die Grundschule Jungfernkopf eröffnet und besteht seit 1957 selbstständig als Schule Jungfernkopf.
Blick vom Tannenwäldchen nach Nordnordwesten zum Jungfernkopf; im Hintergrund sind links im Bild der Stahlberg (348 m; bei Ahnatal-Heckershausen) und in der Mitte der Staufenberg (361 m; bei Vellmar), beide Landkreis Kassel, im Waldgebiet des Brand zu sehen (15. September 2005)

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

2005: Bahnübergang mit Schranken (handbetrieben) und Bahnwärterhaus an der Wegmannstraße/Schenkebier Stanne, vor dem Bau der RegioTram-Haltestelle

Straße[Bearbeiten]

Der Stadtteil Jungfernkopf ist von Südwesten bzw. Harleshausen kommend von der B 251 (Wolfhager Straße) über die Obervellmarer Straße zu erreichen. Aus Richtung Osten kommend besteht über die Achse Schenkebier Stanne-Wegmannstraße-Am Ziegenberg, die den Stadtteil in West-Ost-Richtung durchschneidet, auch eine Anbindung zur B 7 und B 83, die sich nicht nur innerhalb Kassels die vierspurige und sehr vielbefahrene Holländische Straße teilen. Über diese Bundesstraßen und über von diesen abzweigende Zubringerstraßen besteht durch das Kasseler Stadtgebiet fahrend auch Anbindung zu drei Autobahnen: Über die B 251 (Wolfhager Straße) gelangt man in Richtung Westen zur A 44 (Anschluss-Stelle Zierenberg), über die B 7 (Leipziger Straße) nach Südosten fahrend kommt man zur A 7 (Anschluss-Stelle Kassel-Ost bzw. alternativ Kassel-Nord an Dresdner Straße). Über die B 3 (Frankfurter Straße, Am Auestadion), welche die B 83 in Kassel kreuzt, nach Süden fahrend gelangt man zur A 49 (Anschluss-Stelle Kassel-Auestadion), die in dieser Himmelsrichtung auch über die B 83 (Anschluss-Stelle Kassel-Waldau) zu erreichen ist. Von den eben genannten Autobahnen besteht ebenfalls Anbindung an die eben genannte A 44.

ÖPNV[Bearbeiten]

Am 13. Dezember 2008 wurde an der Harleshäuser Kurve (Bahnstrecke Kassel–Warburg) die RegioTram-Haltestelle Kassel-Jungfernkopf eingeweiht[2]. Seit dem Fahrplanwechsel am darauf folgenden Tag halten dort planmäßig die Linien RT3 und RT4, welche die Fahrzeit zum Beispiel zum Hauptbahnhof Kassel auf 7 Minuten verkürzt[3].

Gewässer[Bearbeiten]

Der Stadtteil Jungfernkopf wird in West-Ost-Richtung unterhalb bzw. südlich des Jungfernkopfs vom kleinen Jungfernbach durchflossen, der an der Grenze der Stadtteile Nord-Holland, in dem er unterirdisch verläuft, und Philippinenhof-Warteberg in die Ahne mündet. Auch in West-Ost-Richtung wird der Stadtteil im äußersten Süden an der Grenze zu Harleshausen vom Geilebach tangiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gefährlicher Bahnübergang am Jungfernkopf wird durch Unterführung ersetzt; abgerufen am 19. März 2011
  2. Regiotram.de: Es ist geschafft! – Zwei weitere Meilensteine des RegioTram-Systems sind erreicht; abgerufen am 6. Januar 2009
  3. Regiotram.de: RT3 und RT4 Kassel-Jungfernkopf – RegioTram-Anbindung Harleshäuser Kurve; abgerufen am 6. Januar 2009