Kühlgemäßigtes Klima

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • kühlgemäßigte Klimazone der Erde

Das kühlgemäßigte Klima, auch nemorales Klima genannt, ist der wärmere Klimatyp der gemäßigten Zone. Er grenzt sich vom kaltgemäßigten Klima dadurch ab, dass das Temperaturmittel des wärmsten Monats 20 °C übersteigt, und von den Subtropen dadurch, dass das Jahrestemperaturmittel unter 20 °C liegt.

Die typische Vegetation der kühlgemäßigten Zone besteht in humiden Gebieten aus Laubmischwäldern und in kontinentalen, regenärmeren Gebieten aus Nadelwäldern. In sehr niederschlagsarmen Gebieten wie etwa großen Teilen Zentralasiens finden sich auch Grassteppen und Wüsten.

Im Süden schließt sich das subtropische Klima an, wobei es in einigen Publikationen auch als warmgemäßigtes Klima bezeichnet wird.

Überdies reichen die sogenannten warmgemäßigten Regenklimate der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger mit den Seeklimaten Cfb und Cwb in die kühlgemäßigte Zone. Hier besteht Verwechslungsgefahr zwischen Klimazonen und Klimaten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Nolzen (Hrsg.): Handbuch des Geographieunterrichts. Bd.12/2, Geozonen, Aulis Verlag Deubner & Co. KG, Köln 1995, ISBN 978-3-7614-1619-8.
  • Burkhard Hofmeister: Die gemässigten Breiten: insbesondere die kühlgemässigten Waldländer. Westermann, Braunschweig 1985, ISBN 978-3-89057-313-7
  • Jörg Pfadenhauer, Frank Klötzli: Vegetation der Erde: Grundlagen, Ökologie, Verbreitung. Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41949-2.