KBStV Rhaetia München

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KBStV Rhaetia

Wappen Zirkel
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Basisdaten
Hochschulort: München
Hochschule/n: Münchner Universitäten und Hochschulen
Gründung: 23. Juli 1881
Korporationsverband: Verbandsfrei
Kürzel: R!
Farbenstatus: farbentragend
Farben:
Fuchsenfarben:
Mütze: Kirschrote Münchner Tellermütze
Art des Bundes: Männerbund
Religion / Konfession: katholisch
Stellung zur Mensur: nichtschlagend
Wahlspruch: Cum fide virtus!
Mitglieder insgesamt: 400 (2014)
Aktive: 45 (2016)
Website: www.rhaetia.de

Die Katholische Bayerische Studentenverbindung Rhaetia ist eine katholische bayerische Studentenverbindung in München mit rund 400 Mitgliedern. Sie ist farbentragend und nichtschlagend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenstein am Rhaetenhaus

Die KBStV Rhaetia München wurde am 23. Juli 1881[1] von 18 Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität gegründet. Diese Studenten waren ehemals Mitglieder der KDStV Aenania München,[2] welche dem farbentragenden katholischen Cartellverband (CV) angehörte. Hintergrund für die Trennung waren zum einen die damaligen Zeitumstände sowohl des Kulturkampfes mit der Ablehnung des Ultramontanismus als auch der staatspolitischen Auffassungen. Die Rhaeten wollten sich damals von den Befürwortern des Deutschen Reiches absetzen und traten nachhaltig für die Stärkung einer Autonomie Bayerns und seines Königshauses ein. Dies führte auch zur Ablehnung des über den gesamten deutschsprachigen Raum verteilten Cartellgedankens des CV und KV, dem seinerzeit alle drei katholischen Münchener Verbindungen verfolgten. So kam es innerhalb der Verbindung zu einem Disput, der damit endete, dass am 17. Juli gegen diejenigen dreizehn Burschen ein Antrag auf Dimission gestellt wurde, „welche die Loslösung Aenanias vom Kartellverband bezweckten“. Diese Gruppe formierte sich und fasste den Plan, eine gesonderte Verbindung zu gründen, was später dann im „Gasthaus zum Morgenstern“ (St.-Anna-Vorstadt) vollzogen wurde. Damit setzte man den Schwerpunkt von einer katholischen deutschen hin zu einer betont katholischen und bayerischen Studentenverbindung. Der Name „Rhaetia“ gründet auf die römische Provinz Raetia, das vor allem das heutige Südwestbayern abdeckt. Der zuerst erwogene Name Bavaria war schon vergeben.

Gründungszeit bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Front des Rhaetenhauses mit der Aufschrift Rhaetenhaus, den Wappen von Bayern, München und die Wissenschaft

In der Anfangszeit war das Erreichen einer sinnvollen Mitgliederzahl für die Verbindung schwierig, da drei Theologiestudenten ins Priesterseminar Georgianum übersiedelten. Der Rhaetia kam der Umstand zugute, dass in der nicht farbentragenden KStV Ottonia München aus dem katholischen Kartellverband (KV) eine Anzahl süddeutscher Studenten aus demselben Grund ihren Verein verlassen und sich entschlossen hatten, der Rhaetia beizutreten. Dabei wurde auch zum ersten Mal das Bayern-Prinzip in Frage gestellt, weil drei von ihnen Württemberger waren. Jedoch einigte man sich einvernehmlich darauf, den dreien die Mitgliedschaft im Sinne des Prinzips zu verwehren.

Am 19. November 1884 fasste man den Beschluss, von der ersten Kneipe ab offiziell Couleur zu tragen. Dieser Beschluss wurde am 10. Januar 1885 mit einem Couleurantrittskommers feierlich umgesetzt. Zum 7. Stiftungsfest wurde außerdem von einem der Gründer, Mayerhofer, ein Festgedicht verfasst, welches zum Bundeslied proklamiert wurde. Am 19. Dezember dieses Jahres wurde die erste Tochterverbindung der Rhaetia in Eichstätt unter dem Namen „Rhaetia Eystettensis“ gegründet, welche aber nach zwei Semestern wieder aufgelöst wurde.

1900 bis 1930[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rhaetia hat außerdem die Tochterverbindung KDStV Franco-Raetia Würzburg, welche am 2. Dezember 1905 unter dem Namen „Rhaetia Herbipolensis“ als Filialverbindung gegründet wurde. Somit hatte die Rhaetia zwei Aktivenbetriebe an zwei Standorten und einen gemeinsamen Altherrenverband. 1925 erfolgte die Abspaltung der Würzburger aufgrund von Mitgliederschwund, sodass die Verbindung das Bayern-Prinzip aufgab, den Namen in „KDStV Franco-Raetia“ abänderte und dann dem CV beitrat. Sie besteht noch heute und pflegt einen regen Austausch mit ihrer Mutterverbindung.

Zum 25. Stiftungsfest nahm zum ersten Mal ein Mitglied der königlichen Familie, Prinz Ludwig von Bayern, an der Zeremonie teil. Diese Tradition setzte Kronprinz Rupprecht von Bayern fort, der sein Leben lang oft bei der Rhaetia zu Besuch war. Außerdem zeichnete er die Verbindung als solche mit der „Kronprinz Rupprecht Medaille“ aus.

Während des Ersten Weltkrieges verblieben nur zwei Burschen in der Aktivitas, während 200 Mitglieder der Verbindung Militärdienst leisteten, von denen 40 starben. Ab 1923 wurde das vierteljährlich, später monatlich, erscheinende einheitliche Verbindungsblatt „Der Rhaetenherold“ herausgebracht.

Die traditionell guten und engen Verbindungen Rhaetias zum Haus Wittelsbach ergaben sich aus dem rhaetischen Lebensprinzip "bavaria" wie auch aus der langen monarchischen Tradition, die Bayern so nachhaltig prägte. Demzufolge wurde in den 20er Jahren auch sehr intensiv über eine staatliche Neuordnung Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg diskutiert. Das galt vor allem im Hinblick auf die Berücksichtigung bayerischer Belange in der Weimarer Republik, auch im Sinne bayerisch-rhaetischer Patrioten wie etwa eines Johann Baptist Sigl oder eines Georg Heim (siehe bekannte Mitglieder).[3][4]

1930 bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Verbindung zu dieser Zeit über 600 Mitglieder mit 130 Aktiven besaß, wurde ein eigenes Verbindungshaus angestrebt, welches im Januar 1933 in der Luisenstraße 31 erworben werden konnte. Weil die NS-Ideologie mit dem katholischen Prinzip unvereinbar war, wurden 1932 nach vielen zeitbedingten Diskussionen über die politischen Entwicklungen die NS-Verfechter letztlich dazu aufgefordert, freiwillig die Verbindung zu verlassen, was 13 Burschen und 22 Philister daraufhin taten. Auch ein Artikel der Münchner Zeitung befasste sich mit dem inneren Zwist der Rhaetia. So verließen bis 1942 noch weitere 40 Philister die Verbindung, weil sie nicht mit dem rigorosen Widerspruch zur NS-Weltanschauung einverstanden waren. Davor hatten sie noch durch Mittelsmänner die Forderung zur Amtsniederlegung an den Philistervorstand und den Ausschuss gestellt und dabei gedroht, weitere amtliche und öffentliche Schritte folgen zu lassen. Jedoch blieb der Vorstand um Max Lebsche (Philistersenior Rhaetias von 1933 bis 1957) hart und hielt am regimekritischen Kurs fest, bestärkt durch die Erklärung der deutschen Bischöfe vom 28. März 1933 und den katholischen Widerstand. Auf diese Erklärung hin gab es bereits im Juni 1933 eine offizielle Erklärung des Philisterausschusses Rhaetias zu der neuen politischen Situation, nach welcher die "Kundgebung der Fuldaer Bischofskonferenz über die nationalsozialistische Bewegung" vom 28. März 1933 für die Verbindung maßgebend sei. In dieser Erklärung bleiben die deutschen Bischöfe trotz gewisser Relativierungen und der Hoffnung auf ein für die Kirche günstiges Konkordat bei ihrer grundsätzlichen Verurteilung bestimmter religiös-sittlicher Irrtümer des Nationalsozialismus.[5] Insofern konnte sich Rhaetia damit durchaus bestärkt fühlen. Die Erklärung Rhaetias schließt mit den Worten "Unsere Liebe und unsere Kraft gehört unseren Idealen: Gott und Vaterland. Ihnen zu dienen sind wir wie in der Vergangenheit so auch jetzt und in aller Zukunft bereit."[6] Auch deshalb rühmte Kardinal Michael von Faulhaber, Erzbischof von München und Freising, Rhaetia bereits 1936 mit folgenden Worten: "Auf einem weiten Trümmerfeld ragt eine einzige Säule. Rhaetia ist ihr Name".[7] Dies beurteilte Kardinal Faulhaber auch nach dem Krieg noch so. Gegenüber seinem Sekretär, Domkapitular Josef Thalhamer, erklärte er 1949, er habe nicht vergessen, dass Rhaetia 1933 bis 1945 "in Treue zur Kirche - ihrem Glauben, ihrer Sitte, ihrer Heimat zugetan - ausgehalten hat".[8] Beredtes Zeugnis dafür ist die Tatsache, dass sich Rhaetia mit zahlreichen Aktiven und Philistern noch 1935 mit Chargen in Wichs und Fahne an der Fronleichnamsprozession in München beteiligte und damit öffentlich ihre Treue zu Glaube und Kirche unterstrich.[9] Aus der unnachgiebigen Haltung Rhaetias gegen das NS-Regime resultierte dann unter anderem der Ausschluss aus der Bündischen Kammer der Studentenschaft, die Entlassung Max Lebsches als Professor aus dem Staatsdienst und die Enteignung des Rhaetenhauses 1938. Damit hatte die Rhaetia ihr Zentrum verloren, durch das der vereinte Widerstand erst in dieser Form möglich war. 1938 wurde Rhaetia wie alle anderen katholischen Korporationen verboten. Bereits im Wintersemester 1938/39 wurde das Rhaetenhaus in der Luisenstraße 31 von der NS-Kameradschaft Prinz Eugen (als Teil der Altherrenschaft des Corps Suevia und deren Aktivitas) bezogen.[10] Laut Notariatsurkunde vom 11. Januar 1943 wurde das Verbindungsanwesen ohne Entschädigung an den NS-Altherrenbund der Studenten übertragen.[11] Die Fahnen, Schläger (die traditionell zur studentischen Wichs gehören, bei Rhaetia als nicht-schlagender Verbindung jedoch grundsätzlich nicht als solche für Schläge oder Duelle verwendet wurden und werden) und das übrige Chargenzubehör wurden an verschiedenen Orten aufbewahrt und konnten so größtenteils nach dem Zweiten Weltkrieg gerettet werden. Am 7. September 1943 wurde das Rhaetenhaus von einer Brandbombe der britischen Royal Air Force zerstört.

Seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rhaetenhaus im Jahre 1958 (links)

Am 23. Juli 1947 wurde die Rhaetia im Hotel „Schottenhamel“ in München wiedergegründet und setzte schon im folgenden Jahr die Tradition des Fronleichnamszuges bis heute fort. Am 1. August 1948 wurde außerdem der erste Nachkriegs-„Herold“ veröffentlicht und die Rückgabe des Verbindungsvermögens, das heißt der Rhaetenhaus-Ruine, nach langen Verhandlungen möglich. 1951 waren wieder 60 Aktive zu verzeichnen. 1957 wurde dann mit dem Bau des neuen Rhaetenhauses begonnen. Auch in dieses Jahr fiel der Tod des langjährigen Philisterseniors Max Lebsche, ihm folgte Hans Babl in sein Amt. Dessen Nachfolger waren bis heute Günter Jäckle, der Ministerialrat Maximilian Wilhelm und Ministerialdirigent Berndt Jäger.

Als Zeichen zur Verbundenheit mit der katholischen Kirche wurde beispielsweise 1989 Benedikt XVI., damals als Kardinal und ehemaliger Bischof von München und Freising, und Odilo Lechner sowie Johannes Eckert, Äbte der gegenüberliegenden Verbindungskirche „Abtei St. Bonifaz“, als Ehrenmitglieder aufgenommen. Der Ausdruck zur Verbindung zum Hause Wittelsbach und dem Freistaat Bayern zeigt sich in der Aufnahme des Herzogs Franz von Bayern als Ehrenmitglied Rhaetiae im Jahre 1997.

Farben, Wahlspruch und Zirkel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhaeten-Zirkel im Rhaetenhaus

Rhaetia ist eine farbentragende Verbindung. Ihre Farben sind kirschrot-weiß-hellblau.[12] Diese stellen eine Kombination der bayerischen Landesfarben und der Urfarben der Grafen von Scheyern-Wittelsbach dar. Letzteres weist auf die stets enge Verbindung der Rhaetia zum Hause Wittelsbach hin. Die Farben sind außerdem Zeichen für Liebe, Unschuld und Treue. Dies ist auch der Grund, wieso das Fuchsenband die Farben „rot-weiß“ besitzt.

Der Wahlspruch Rhaetiae lautet „Cum fide virtus“, was die lateinische Übersetzung des Wahlspruches des Wittelsbacher Hausritterordens vom Hl. Hubertus und der bayerischen Armee „In Treue fest“ ist.

Der Zirkel besteht aus den Buchstaben „V“, „C“, „F“ und „R“. Die ursprüngliche Bedeutung ist umstritten, steht aber wohl für „Vivat, crescat, floreat Rhaetia!“ (zu deutsch: Es lebe, wachse, blühe Rhaetia!).

Prinzipien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Prinzipien sind Religio, Amicitia, Scientia und Bavaria. Dies bedeutet, dass nur Bayern, also Studenten, die in Bayern geboren oder aufgewachsen sind, in die Verbindung aufgenommen werden. So beginnt auch das Bundeslied Rhaetiae mit den Worten Lass dein Bayernbanner fliegen und es wird nach jeder offiziellen Verbindungsveranstaltung die Bayernhymne gesungen. Damit wurden die Prinzipien der Aenania übernommen, lediglich das Prinzip Patria wurde durch Bavaria ersetzt.

Auch aus der Gründungszeit stammt es, dass sie in ihren Prinzipien eine freie Studentenverbindung ist und deshalb auch keinem Kartell (Dachverband) angehört. Des Weiteren wird seit 1885 das studentische Leibverhältnis praktiziert. Dabei gibt es die vier Leibfamilien „Autharis“, „Faßl“, „Gambrinus“ und „Kapfer“.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gaue innerhalb Bayerns

Die Verbindung hat etwa 35 aktive Mitglieder und 370 Philister, die in 14 Gaue eingeteilt sind:[13]

  1. Allgäu-Mittelschwaben
  2. Augsburg/Nordschwaben/Uhlgau
  3. Donau-Naab
  4. Franken
  5. Ingolstadt-Eichstätt
  6. Landshut
  7. Mühldorf
  8. München und Umgebung
  9. Pfaffenwinkel
  10. Passau
  11. Rosenheim/Rupertigau

Außerhalb Bayerns für verzogene Philister:

Rhaetenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian I. an der Nordseite des Rhaetenhauses
Das Gartentor des ehemaligen Rhaetenhauses

Das Rhaetenhaus ist das Herz des Verbindungslebens und wurde in seiner heutigen Form 1958 errichtet.

In der Anfangszeit der Verbindung hat man sich zunächst in verschiedenen Gaststätten getroffen. 1928 konnte dann der wichtige Schritt erfolgen sich ein eigenes Verbindungshaus anzuschaffen. Dieses befand sich in der Ludwigsvorstadt. Dies sollte aber nicht lange die Heimstätte für die Rhaeten bleiben und so erfolgte 1933 der Umzug in die Hirth-Villa, einem von Leonhard Romeis geschaffenen Gebäude in der Maxvorstadt. Jedoch wurde die Rhaetia nach dem allgemeinen Verbot aller katholischen Studentenverbindungen 1938 durch die Nationalsozialisten enteignet. Durch zahlreiche Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges auf die Maxvorstadt glich das Haus 1945 einer Ruine. Die Rhaeten machten das durch die amerikanischen Besatzer wieder zurück erhaltene Haus in mühevoller Handarbeit nach dem Abtragen von 700 Schutt wieder bewohnbar. Jedoch waren die großen Schäden am Haus irreparabel und so wurde auf Drängen der Stadt München hin, die an dieser Stelle eine Berufsschule errichten wollte, die alte Hirth-Villa abgerissen. Der Baubeginn des neuen Rhaetenhauses war im Mai 1958. Dabei erhielt es eine sehr seltene Dekoration an der Front beziehungsweise der Nordseite in der Kunsttechnik „Sgraffito“. Das 1958 erstellte Sgraffito wurde von einem Rhaetia-Mitglied selbst, dem Künstler Erich Horndasch erstellt, was das Haus zu einem in der Nachkriegszeit erschwinglichen Preis in besonderem Maße verschönert und es für die Rhaetia individualisiert hat. Das Sgraffito stellt unter anderem Maximilian I. in einer Größe von ungefähr acht Metern dar und zeigt den Schriftzug „Rhaetia“. Mit dem Stiftungsfest am 8. November 1958 wurde das Haus offiziell eingeweiht.

Im Jahre 2007 wurde die Fassade des Hauses umfangreich restauriert, da die Zeit und der Straßenschmutz die Farbe verblassen und grau werden ließen.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufschrift Rhaetia am Haus
  • Johann Baptist Sigl (1839–1902), Gründer und Verleger der Zeitung „Das Bayerische Vaterland“
  • Georg Heim (1865–1938), Führer der katholischen Bauernbewegung und Gründer der Bayerischen Volkspartei
  • Georg Rattel (1882–1950), Kommunalpolitiker (Bayerische Volkspartei) sowie Stadtrat und Bürgermeister von Bamberg
  • Paul Kiem (1882–1960), Musikant und Volksliedsammler
  • Wilhelm Diess (1884–1957), bayerischer Erzähler
  • Max Lebsche (1886–1957), Arzt und NS-Gegner
  • Hugo Lang (1892–1967), Benediktinerabt
  • Anton Graf von Arco auf Valley (1897–1945), Mörder von Kurt Eisner
  • Alois Hundhammer (1900–1974), bayerischer Staatsminister und Landtagspräsident
  • Karl Bosl (1908–1993), Historiker und Inhaber des Lehrstuhls für Bayerische Landesgeschichte an der Universität München
  • Konrad Lax (1914–2007), Politiker (parteilos) und Landrat des Landkreises Füssen
  • Fritz Stippel (1915–1974), Pädagogikprofessor
  • Matthias Defregger (1915–1995), Weihbischof im Erzbistum München und Freising
  • Max Ziegelbauer (1923–2016), Theologe, emeritierter Weihbischof des Bistums Augsburg und Ehrenbürger der Stadt Memmingen
  • Franz Heubl (1924–2001), Politiker (CSU), Mitglied im bayerischen Landtag (1953–1990) und bayerischer Landtagspräsident (1978–1990)
  • Benno Hubensteiner (1924–1985), Historiker
  • Walter Asam (1926–2002), Landrat des Landkreises Schrobenhausen bzw. ab 1972 des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen
  • Walter Brugger (* 1928), Theologe und Autor von Büchern über Kunst- und Landesgeschichte von Altbayern
  • Josef Listl (* 1929), Oberbürgermeister von Ingolstadt
  • Herbert Kempfler (* 1931), Politiker (CSU)
  • Konrad Breitrainer (* 1933), Politiker (CSU)
  • Alfred Bayer (* 1933), Politiker (CSU)
  • Franz Herzog von Bayern (* 1933), Oberhaupt des Hauses Wittelsbach
  • Winfried Zehetmeier, (* 1933), Freischaffender Künstler sowie langjähriger Zweiter Bürgermeister und Stadtrat der Landeshauptstadt München (CSU)
  • Adolf Müller (* 1935), Landrat des Landkreises Ostallgäu
  • Hans Zehetmair (* 1936), ehemaliger Staatsminister für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • Helmut Zöpfl (* 1937), Pädagoge und Professor der Schulpädagogik
  • Anton Mertl (* 1946), Rechtsanwalt
  • Jörg Hillinger (1947–1999), Ltd. Oberstaatsanwalt und Ankläger von Max Strauß[14]
  • Günter Freiherr von Gravenreuth (1948–2010), Rechtsanwalt und Verleger, wurde 2010 dimittiert[15]
  • Ludwig Spaenle (* 1961), Politiker (CSU), seit 2008 Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus und seit Oktober 2013 Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 101.
  2. Christopher Dowe: Auch Bildungsbürger: Katholische Studierende und Akademiker im Kaiserreich (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 171). Göttingen 2011, S. 182.
  3. Ehrenmitglied Dr. Sigl, in: Rhaetenherold Nr. 564/2013, S. 14 ff.
  4. Ehrenmitglied Dr. Heim, in: Rhaetenherold Nr. 565/566/2013, S. 31 f.
  5. Heinrich Schulthess (Hrsg.), Europäischer Geschichtskalender 1933, 57.Aufl., München 1965, S. 79
  6. Rhaetenherold Nr. 182/1950, S. 2.
  7. Handschriftliches Schreiben Kardinal Faulhabers vom 19.02.1936 anlässlich des Dankes an Rhaetia für Glückwünsche zu seinem 25jährigen Bischofsjubiläum, Faksimile im Rhaetenherold Nr. 202/203/1952, S. 2.
  8. Josef Thalhammer, ab 1945 Sekretär von Kardinal Faulhaber, in Rhaetenherold Nr. 177/1949, S. 2.
  9. Text und datiertes Foto in Rhaetenherold Nr. 314/1971, S. 6.
  10. Rhaetenherold Nr. 314/1971, S. 5.
  11. Rhaetenherold Nr. 175/1948, S. 2 f.
  12. Deutscher Universitäts-Kalender. Winter-Semester 1913/14. Leipzig 1913, S. 237.
  13. Einteilung. In: rhaetia.de. Abgerufen am 21. Oktober 2016.
  14. Christian Sturm: Schutzengel auf Erden. Focus, 13. August 2007, abgerufen am 5. September 2012.
  15. Peter Muehlbauer: Günter von Gravenreuth beging Selbstmord. In: Telepolis. Verlag Heinz Heise, 22. Februar 2010, abgerufen am 22. Februar 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]