Kunreuth

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kunreuth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kunreuth
Kunreuth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kunreuth hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Gosberg
Höhe: 313 m ü. NHN
Fläche: 9,79 km2
Einwohner: 1394 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91358
Vorwahl: 09199
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 145
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Reuther Str. 1
91361 Pinzberg
Webpräsenz: www.gemeinde-kunreuth.de
Bürgermeister: Konrad Ochs (CSU/BB)
Lage der Gemeinde Kunreuth im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
Über dieses Bild

Kunreuth ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg mit Sitz in Pinzberg. Im Ort befinden sich die Kirche und das Schloss Kunreuth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunreuth gliedert sich in vier Ortsteile[2]:

In Regensberg befindet sich die Burgruine Regensberg mit der Burgkapelle.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Leutenbach, Gräfenberg, Igensdorf, Hetzles, Effeltrich, Pinzberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde Kunreuth erstmals 1109 als „Chunesrut“ im Gründungsbuch des Collegiat-Stiftes St. Jacob zu Bamberg erwähnt. Die Burg von Regensberg ist seit 1251 als Lehen des Hochstifts Bamberg nachweisbar. Das im 14. Jahrhundert entstandene Wasserschloss der Herren von Egloffstein war seit 1412 ebenfalls Lehen des Hochstifts Bamberg. 1426 erfolgte der Bau der Kirche. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurden der Ort, das Schloss und die Kirche durch Albrecht Alcibiades zerstört. 1560 wurde Kunreuth evangelisch, nachdem die Herren von Egloffstein einen evangelischen Pfarrer eingesetzt hatten. Im Jahr 1700 befreite sich Kunreuth von der Bamberger Herrschaft, das Schloss wurde Sitz der Kanzlei des Kantons Gebürg der Reichsritterschaft in Franken. 1805 fiel Kunreuth an das Königreich Bayern, bis 1845 existierte noch ein Patrimonialgericht der Freiherren und Grafen von und zu Egloffstein.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Januar 1952 wurde der Name der Gemeinde Cunreuth in Kunreuth geändert.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ermreus eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Weingarts hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Konrad Ochs (CSU/Bürgerblock), der ohne Gegenkandidaten 90 % der Stimmen erhielt. Er ist der Nachfolger des jetzigen Landrats Hermann Ulm (CSU) [als Bürgermeister für Demokratie/SPD], der bei der Wahl am 2. März 2008 mit 65,11 % der Stimmen gewählt wurde. Sein Herausforderer Helmut Rahner (CSU/Bürgerblock) kam auf 34,89 % der gültigen Stimmen. Sein Vater Helmut Ulm (Demokratie/SPD) amtierte bis 2008.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Kunreuth hat einschließlich des Bürgermeisters 13 Mitglieder.

CSU* SPD Demokratie Junge Bürger Bürgerliste Ermreus Gesamt
2002 3 1 6 2 1 13 Sitze
2008 4 1 5 2 1 13 Sitze
2014 5 1 3 2 2 13 Sitze
    • 2014 angetreten als CSU/Bürgerblock

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter von Schwarz und Gold gespaltenem Zinnenschildhaupt, gespalten von Silber und Schwarz, vorne ein links gewendeter, rot gezungter, schwarzer Bärenrumpf, hinten eine goldene Saufederklinge.“


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Kunreuth im Dezember 2010
Lukaskirche im Dezember 2010
  • Lukaskirche
  • Kulturweg
Rathaus in Kunreuth im Dezember 2010
Ausleger des früheren Gasthauses zur Krone

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/211123&attr=OBJ&val=1207
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 461
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kunreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien