Effeltrich

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Wappen Deutschlandkarte
Effeltrich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Effeltrich hervorgehoben

Koordinaten: 49° 40′ N, 11° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Effeltrich
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 11,93 km2
Einwohner: 2591 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 217 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91090
Vorwahl: 09133
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 122
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Forchheimer Straße 1
91090 Effeltrich
Website: www.effeltrich.de
Erster Bürgermeister: Peter Lepper (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Effeltrich im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger LandErlangenLandkreis BambergLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthBambergLandkreis BambergWiesenttalIgensdorfHiltpoltsteinGräfenbergHallerndorfForchheimHausen (bei Forchheim)HeroldsbachEggolsheimWeißenoheWiesenthauWeilersbach (Oberfranken)UnterleinleiterPretzfeldPoxdorf (Oberfranken)PinzbergObertrubachNeunkirchen am BrandLeutenbach (Oberfranken)LangensendelbachKunreuthKleinsendelbachKirchehrenbachHetzlesGößweinsteinEffeltrichEbermannstadtDormitzIgensdorfEgloffsteinKarte
Über dieses Bild
Effeltrich, Kirchenburg aus der Vogelperspektive (2018)
Senkrechtansicht (2018)
Kirchenburg
Katholische Pfarrkirche St. Georg in Effeltrich
Linde in Effeltrich

Effeltrich ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Effeltrich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Nürnberg. Zu Effeltrich gehört der am 1. Mai 1978 eingemeindete Ortsteil Gaiganz, ca. drei Kilometer nordöstlich (ca. 450 Einwohner). Durch Effeltrich verläuft der Fränkische Marienweg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Pinzberg, Kunreuth, Hetzles, Langensendelbach und Poxdorf. Mit Letzterer bildet Effeltrich seit dem 1. Januar 1980 eine Verwaltungsgemeinschaft.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Effeltrich hat zwei Gemeindeteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Effeltrich bedeutet Ort mit vielen Apfelbäumen (apfelreich). Der Ort wurde 1174 erstmals urkundlich erwähnt und hat seitdem eine ausgeprägte Obstbaumzucht, die von jeher die Haupterwerbsquelle des Ortes ist. Auch heute noch prägen die Baumschulen und Gartenbaubetriebe das Ortsbild. Im Jahre 1433 wurde die Kapelle von Effeltrich urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Hochstift Bamberg, ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und kam dann zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gaiganz eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Ihm sitzt ein nebenamtlicher Bürgermeister vor.

CSU/ÜWG Die Effeltricher Liste (DEL) FW Bürgerliste-Gaiganz SPD Gesamt
2020 4 5 5 - - 14 Sitze
2014 5 5 3 - 1 14 Sitze
2008 5 (CSU) 2 4 2 1 14 Sitze
2002 4 (CSU) 2 6 2 - 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2020 Peter Lepper (FW). Dessen Vorgängerin war seit 2014 Kathrin Heimann (DEL).[4] Von 1996 bis 2014 amtierte Richard Schmidt (Freie Wähler).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Effeltrich.svg
Blasonierung: „In Rot zwei durch eine silberne Mauer verbundene, spitz bedachte silberne Rundtürme, darüber schwebend ein goldener Apfel mit Stiel und Blatt.“[5]

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1966.

Wappenbegründung: Der Apfel steht redend für den Ortsnamen, der aus dem Althochdeutschen kommt und Apfelbaumbestand bedeutet. Die beiden durch eine Mauer miteinander verbundenen Rundtürme weisen auf den im Mittelalter angelegten, bis heute erhaltenen Friedhof im Ort hin, der ein bedeutendes Baudenkmal darstellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Effeltrich ist bekannt für seine Tracht und sein Brauchtum, die vor allem vom Volkstrachtenverein Effeltrich und den Effeltricher Sängern und Musikanten gepflegt werden.

Effeltrich ist auch für die mindestens 500 Jahre alte, sagenumwobene Tanzlinde auf dem Dorfplatz bekannt, die bei Studentenfesten, Mondscheinnächten und anderen Brauchtumsveranstaltungen das kulturelle Zentrum der Gemeinde bildete.[6] Die Wehrkirche aus dem Mittelalter ist als Kirchenburg bekannt und dem heiligen Georg geweiht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Effeltrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Effeltrich – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. BayernPortal - Gemeinde Effeltrich
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.
  4. fw-effeltrich.de
  5. Eintrag zum Wappen von Effeltrich in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Rainer Graefe: Bauten aus lebenden Bäumen: geleitete Tanz- und Gerichtslinden. Geymüller, Verl. für Architektur, Aachen [u. a.] 2014, ISBN 978-3-943164-08-4.