Unterleinleiter

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Unterleinleiter
Unterleinleiter
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterleinleiter hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 11° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Ebermannstadt
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 12,47 km2
Einwohner: 1243 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91364
Vorwahl: 09194
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 168
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 8
91364 Unterleinleiter
Webpräsenz: www.unterleinleiter.de
Bürgermeister: Gerhard Riediger (NWG)
Lage der Gemeinde Unterleinleiter im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
Über dieses Bild

Unterleinleiter ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt.

Lage und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der westlichen Fränkischen Schweiz. Im Norden grenzt sie an Heiligenstadt in Oberfranken, im Osten an Wiesenttal, im Süden an Ebermannstadt und im Westen an Eggolsheim. Ortsteile sind Unterleinleiter und Dürrbrunn.[2]

Der Ort Unterleinleiter liegt im Tal des Leinleiterbaches. In diesen mündet im Ort der aus Richtung Dürrbrunn kommende Dürrbach. Die Staatsstraße 2817 führt durch den Ort. Auf sie trifft die aus Dürrbrunn kommende Kreisstraße FO 9.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterleinleiter war ein Rittergut. Die Herren „Motschiedler von Gerau“ wurden 1372 als erste Besitzer von „Leyreuther“ genannt. Im 16. Jahrhundert ging der Ort an die Herren von Stübig und an die Streitberg über. Das Gut fiel 1523 dem Bauernkrieg zum Opfer, wurde aber bald wieder aufgebaut. 1690 ging fast das ganze Dorf erneut in Flammen auf. Um 1700 saßen die Herren von Lüchau auf dem Rittergut. Ab 1757 erwarben es die Freiherren von Seckendorff durch Heirat. Damit lag die Ortschaft im Fränkischen Ritterkreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Die Rechte der von Seckendorff waren immer durch das Hochstift Bamberg bestritten worden, so dass große Teile des Gemeindegebietes bereits 1803 mit der Säkularisation an Bayern fielen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde. 1952 gaben die Freiherren von Seckendorff ihr Schloss in Unterleinleiter auf. Unterleinleiter gehörte bis zur Gemeindegebietsreform zum Landkreis Ebermannstadt. Am 1. April 1971 wurde der Ort Dürrbrunn aus der aufgelösten gleichnamigen Gemeinde eingegliedert, [3] 1972 ging der Landkreis im Landkreis Forchheim auf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Gerhard Riediger (NWG). Sein Vorgänger war Gerhard Sendelbeck (FWG).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Freie Wählergemeinschaft Neue Wählergemeinschaft Demokratische Wählervereinigung Gesamt
2008 7 4 1 12 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Neue Wählergemeinschaft Demokratische Wählervereinigung Gesamt
2002 7 4 1 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter grünem Wellenschildhaupt in Silber ein schlingenförmig gebogener und außen mit je vier Blättern besetzter roter Lindenzweig, unten belegt mit einem grünen Schild, darin eine silberne Sichel.“

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterleinleiter

Das Schloss Unterleinleiter in einfachen Barockformen befindet sich am nördlichen Ortsrand in erhöhter Lage. Die Anlage mit dem Park wurde gründlich restauriert. Im Park, der während künstlerischer Aufführungen zugänglich ist, sind zahlreiche, meist moderne Kunstwerke zu besichtigen (unter anderem Skulpturen von Harro Frey).

Im Ortskern steht die evangelische Kirche.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterleinleiter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 451