Weilersbach (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weilersbach
Weilersbach (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weilersbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchehrenbach
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 8,61 km2
Einwohner: 2043 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 237 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91365
Vorwahl: 09191
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 171
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Annaberg 18
91365 Weilersbach
Website: www.weilersbach.de
Bürgermeister: Marco Friepes (CSU)
Lage der Gemeinde Weilersbach im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger LandErlangenLandkreis BambergLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthBambergLandkreis BambergWiesenttalIgensdorfHiltpoltsteinGräfenbergHallerndorfForchheimHausen (bei Forchheim)HeroldsbachEggolsheimWeißenoheWiesenthauWeilersbach (Oberfranken)UnterleinleiterPretzfeldPoxdorf (Oberfranken)PinzbergObertrubachNeunkirchen am BrandLeutenbach (Oberfranken)LangensendelbachKunreuthKleinsendelbachKirchehrenbachHetzlesGößweinsteinEffeltrichEbermannstadtDormitzIgensdorfEgloffsteinKarte
Über dieses Bild

Weilersbach ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchehrenbach. In der Gemeinde gibt es keinen Gemeindeteil Weilersbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weilersbach Luftaufnahme (2020)

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Weilersbach hat 5 Gemeindeteilen:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ebermannstadt, Pretzfeld, Kirchehrenbach, Forchheim, Eggolsheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weilersbach (zwischen 1007 und 1062 erstmals erwähnt) und Reifenberg (im Jahr 1140 erstmals erwähnt) gehörten zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberweilersbach, Unterweilersbach und Reifenberg. Die drei selbstständigen Gemeinden schlossen sich am 1. Juli 1970 bei der Gebietsreform zur Gemeinde Weilersbach zusammen.[4] Dies war der erste freiwillige Zusammenschluss von Einzelgemeinden zu einer Großgemeinde in Bayern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und 14 Mitgliedern. Die vergangenen Gemeinderatswahlen führten zu folgenden Ergebnissen:

Wahljahr CSU Bürgerrecht Weilersbach* Gesamt
2020 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2014 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2008 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2002 7 Sitze 7 Sitze 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

* 2002/2008: Freie Wähler – Bürgerrecht-Einigkeit-Freie unabhängige Wähler

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2020 Marco Friepes (CSU). Vorgänger war Gerhard Amon (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Weilersbach
Blasonierung: „Über von Silber und Rot gespaltenem Spitzenschildfuß im Wellenschnitt gespalten von Rot und Silber, der Spaltungslinie aufgelegt eine heraldische Lilie in verwechselten Farben, vorne ein silberner Zinnenturm, hinten ein bewurzelter grüner Laubbaum.“[5]

Die Gemeinde Weilsersbach führt das Wappen seit 1986.

Wappenbegründung: Stellvertretend für die vielen Adelsgeschlechter, die mit dem Ort verbunden waren, bildet das Wappen der Herren von Hetzelsdorf die Grundstruktur des Gemeindewappens. Sie standen im Dienst der Herren von Schlüsselberg und sind 1634 ausgestorben. In der evangelischen Kirche von Beerbach sind Totenschilde aus dem 14. und 15. Jahrhundert überliefert. Der Turm erinnert an die Burg Reifenberg, die 1151 erstmals erwähnt wird, und an die nach ihr genannten Herren von Reifenberg, die im 12. Jahrhundert ausgestorben sind. Der Baum in der hinteren Schildhälfte symbolisiert den Waldreichtum in der Umgebung. Die Lilie ist das Symbol der heiligen Anna. Sie ist Kirchenpatronin der Wallfahrtskirche auf dem St.-Anna-Berg in Unterweilersbach, deren Turmuntergeschoß aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Politische Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Wählergruppierung Bürgerrecht Weilersbach etablierte sich in Weilersbach im Jahre 1977.
  • Die Christlich-Soziale Union stellt seit den Kommunalwahlen im März 2002 den Bürgermeister.
  • Am 14. November 2008 gründete sich der FDP-Ortsverband Weilersbach.

Leben in der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weilersbach verfügt über zwei Banken, einen Zahnarzt, einen Allgemeinarzt, eine Bäckerei, einen Supermarkt mit Tankstelle, verschiedene Handwerksbetriebe, drei Gasthäuser, zwei Freiwillige Feuerwehren (mit Ortsteil Reifenberg), einen Kindergarten (mit Kinderkrippenoption) und eine Grundschule.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leben in der Gemeinde Weilersbach ist durch verschiedene Vereine geprägt. Der mitgliederstärkste Verein ist der SV Gloria Weilersbach mit rund 600 Mitgliedern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wallfahrtskirche St. Anna
  • St.-Nikolaus-Kirche (Vexierkapelle) Reifenberg
  • Maria-Hilf-Kapelle
  • Judenhof und ehemalige jüdische Traufhäuser

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weilersbach (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. BayernPortal - Gemeinde Weilersbach
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 451.
  5. Eintrag zum Wappen von Weilersbach (Oberfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte