Münsing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Münsing
Münsing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Münsing hervorgehoben

Koordinaten: 47° 54′ N, 11° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 666 m ü. NHN
Fläche: 52,23 km2
Einwohner: 4277 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82541
Vorwahlen: 08177, 08171, 08801
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 137
Gemeindegliederung: 24 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weipertshausener Straße 5
82541 Münsing
Website: www.muensing.de
Erster Bürgermeister: Michael Grasl[2] (FW)
Lage der Gemeinde Münsing im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger SeeAmmerseeÖsterreichLandkreis EbersbergLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauWolfratshauser ForstPupplinger AuPupplinger AuBad HeilbrunnBad TölzBenediktbeuernBichlDietramszellEglingEurasburg (Oberbayern)GaißachGeretsriedGreilingIckingJachenauKochel am SeeKönigsdorf (Oberbayern)LenggriesMünsingReichersbeuernSachsenkamSchlehdorfWackersbergWolfratshausenKarte
Über dieses Bild
Münsing vor dem Panorama der Zugspitze

Münsing ist eine Gemeinde, die im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen am Starnberger See liegt. Ihr Gemeindegebiet erstreckt sich vom Ufer des Starnberger Sees bis auf den Münsinger Rücken, der sich zwischen dem See und dem Tal der Isar erhebt, und schließt auch den westlichen Tischberg mit ein, der die südliche Kuppe des Rückens bildet. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 24 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von Münsing
Münsing, Bachstraße
Hügelgrab an der „Biber“

Münsing wurde im Frühmittelalter von den Bajuwaren besiedelt. Die urkundliche Ersterwähnung Munigisingun lässt auf einen Ursiedler namens Munigis schließen. Münsing war später ein Teil der geschlossenen Hofmark Ammerland der Grafen von Baumgarten. Die Gemeinde wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinde Holzhausen am Starnberger See und ein Teil der Gemeinde Degerndorf eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3440 auf 4301 um 851 Einwohner bzw. um 30,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat 16 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,5 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Gemeinderatswahl Münsing 2020
Wahlbeteiligung: 70,5 %
 %
30
20
10
0
20,9
16,7
13,5
11,3
11,2
9,4
9,1
7,9
n. k.
WGMb
WGAd
EDe
WGHg
BLh
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
+20,9
−5,5
+1,8
−2,8
−0,4
−4,9
−1,6
−1,7
−5,8
WGMb
WGAd
EDe
WGHg
BLh
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Wählergruppe Münsing
d Wählergruppe Ammerland
e Einigkeit Degerndorf
g Wählergruppe Holzhausen
h Bürgerliste
Sitzverteilung im Gemeinderat Münsing 2020
        
Insgesamt 16 Sitze
  • Grüne: 3
  • WGA: 2
  • WGH: 1
  • WGM: 3
  • ED: 2
  • BL: 1
  • FW: 2
  • CSU: 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Grasl ist seit April 2005 Erster Bürgermeister. Bei der Wahl im März 2014 erhielt er 91,4 % der Stimmen.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Münsing
Blasonierung: „Über silbernen Wellen von Rot und Blau geteilt, darauf nebeneinander eine goldene heraldische Lilie und schräg gekreuzt ein goldener Schlüssel und ein goldenes Schwert.“[6]

Das Wappen wird seit 1985 geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es heute keinen Bahnhof. Im Ortsteil Degerndorf befand sich bis 1972 ein Bahnhof der ehemaligen Isartalbahn von München nach Bichl. Die A 95 verläuft bei Münsing und bietet so eine schnelle Verbindung nach München. Es gibt eine Schiffsanlegestelle der Bayerischen Seenschifffahrt in Ambach. Außerdem fahren Busse nach Starnberg, Wolfratshausen, Seeshaupt und Innsbruck.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Grundschule in Münsing gibt es in der Gemeinde auch drei Kindergärten, die sich in Holzhausen (kirchlich), Degerndorf (kommunal) und Ammerland (privat) befinden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell findet in Münsing alle vier Jahre, zuletzt 2016, das Münsinger Ochsenrennen statt.

Jedes Jahr wird in einem Ortsteil von Münsing (Münsing-West, Münsing-Ost, Ammerland) und den anderen Dörfern in der Gemeinde (Holzhausen und Degerndorf) ein Maibaum aufgestellt. Im Jahre 2009 wurde der Maibaum in Münsing-Ost sowie in Degerndorf neu errichtet.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Vicco von Bülow (Loriot; 1923–2011), Humorist, verstorben in Ammerland

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Münsing verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maximilian Schmidt: Die Fischerrosl von St. Heinrich. 2000 ISBN 3-935115-11-3
  • Dirk Heisserer: Wellen: Wind und Dorfbanditen: Literarische Erkundungen am Starnberger See. 1996 ISBN 3-424-01242-4
  • Festschrift 1200 Jahre Münsing. Münsing 1979
  • Friedrich Schnell und Hans-Peter Uenze: Orts- und Pfarrgeschichte von Münsing, 740–1400, Eigenverlag 1966
  • Alma Lanzinger und Gemeinde Münsing: Ammerland anno dazumal. Eigenverlag 2005
  • Reihe Chronik Münsing, Band 1, Pfarrbeschreibungen, Familienbücher und Katasterkarten – Quellen zu den Familien Münsings, Holzhausens, Höhenrains und Degerndorfs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, herausgegeben von Johannes Bernwieser und Sarah Ewerling im Auftrag der Gemeinde Münsing, Ambacher Verlag, 2013, ISBN 978-3-9816330-0-9
  • Reihe Chronik Münsing, Band 2, Die Ortschaft Münsing von 1900 bis 2000 in Bildern, Geschichten und Erinnerungen – ein Bürgerprojekt, herausgegeben von Johannes Bernwieser im Auftrag der Gemeinde Münsing, Ambacher Verlag, 2013, ISBN 978-3-9816330-3-0
  • Dorf & See – Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten. Die schönsten Motive aus der historischen Postkartensammlung der Gemeinde Münsing, Ambacher Verlag, 2016, ISBN 978-3-9816330-5-4
  • See & Dorf – Das Münsinger Ostufer in historischen Bildern und Fotografien. Der zweite Band mit Motiven aus der Postkartensammlung der Gemeinde Münsing, Ambacher Verlag, 2017, ISBN 978-3-9816330-6-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Münsing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Münsing – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. RIS: Herr Michael Grasl. Gemeinde Münsing, abgerufen am 27. September 2020.
  3. Gemeinde Münsing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 6. September 2019.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 568.
  5. https://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Eintrag zum Wappen von Münsing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 2. September 2020.
  7. Lauterbach tritt Grund für Radweg ab. In: Merkur.de. 28. März 2009, abgerufen am 11. November 2020.
  8. Volker Ufertinger: Christian Tramitz, ein begnadeter Komiker. In: Merkur.de. 9. Oktober 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  9. Barbara Rudnik starb in der Kreisklinik. In: Merkur.de. 24. Mai 2009, abgerufen am 11. November 2020.
  10. Konstantin Kaip: Warum sich der Fernseh-Bösewicht mit dem Staatlichen Bauamt anlegt. In: sueddeutsche.de. 23. April 2016, abgerufen am 11. November 2020.