Liste bedeutender Seeunfälle 1921–1930

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Diese Liste bedeutender Seeunfälle 1921–1930 enthält Unfälle der Seeschifffahrt mit Toten oder hohen Sachschäden im dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Tote Hergang
26./27. Januar 1921 Hewitt 42 Der amerikanische Frachtdampfer Hewitt (5.398 BRT) der Union Sulphur Company, mit einer Landung Schwefel auf dem Weg von Texas nach Portland (Maine), verschwand in einem schweren Sturm vor der Küste von North Carolina. Von dem Schiff und seiner 42 Mann starken Besatzung wurde nie wieder eine Spur gefunden.
31. Januar 1921 Carroll A. Deering 11 Der amerikanische Fünfmastgaffelschoner Carroll A. Deering (2.114 BRT), auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Newport News, strandete in schwerem Sturm auf den Untiefen vor Cape Hatteras und wurde zum Totalverlust. Von der Besatzung (11 Mann) wurde trotz intensiver Suche niemand gerettet, da diese offenkundig das Schiff vor der Strandung in Beibooten verlassen hatte und mit hoher Wahrscheinlichkeit im Sturm zu Tode gekommen war.
6. Februar 1921 (?) Ottawa 34 Der britische Tanker Ottawa (2.742 BRT), auf dem Weg vom Golf von Mexiko nach Manchester, geriet vor der Ostküste der USA, etwa 360 Seemeilen östlich von Delaware, in die Ausläufer eines Hurrikans. Das Schiff sank um den 6. Februar 1921 im Sturm, die genaue Untergangsposition ist unbekannt. Alle 34 Besatzungsangehörigen fanden den Tod. Von dem Tanker wurde nie eine Spur gefunden.
18. März 1921 Hong Moh ~1.000 Das Schiff war von Hongkong in die Städte Amoy und Swatow unterwegs. Diese beiden benachbarten Gemeinden lagen miteinander im Streit. Es gab bereits Konflikte unter den Passagieren und als ein Hafenlotse erklärte, wegen Niedrigwassers müsse zunächst der Hafen von Amoy angefahren werden, eskalierte die Situation. Die Fahrgäste rebellierten und die Besatzung verschanzte sich mit Gewehren am Bug. Das Schiff lief daraufhin führerlos auf die Sandbank in der Hafeneinfahrt Swatows und schlug leck. Die Passagiere begannen, mit Messern, Dolchen, Beilen und Pfeilen um die Plätze in den Rettungsbooten zu kämpfen, bevor der Kapitän den Befehl gab, zu feuern. Andere Schiffe konnten der Hong Moh auf Grund des starken Niedrigwassers nicht zu Hilfe kommen und sie sank. Die meisten Opfer starben nicht durch Ertrinken, sondern bei den Gefechten an Bord.
23. Oktober 1921 Brandaris 4 Von der Rückfahrt von einem vergeblichen Rettungseinsatz, der havarierte deutsche Schoner Liesbet konnte wegen des zu großen Tiefgangs des Bootes nicht erreicht werden, kehrte das auf Terschelling stationierte Motorrettungsboot Brandaris während eines Orkans nicht zurück. Boot und Besatzung wurden nie gefunden. Die Besatzung des Schoners wurde durch ein Ruderrettungsboot gerettet.
23. Februar 1922 H42 22 Vor der Straße von Gibraltar kollidierten in der Morgendämmerung versehentlich der britische Zerstörer Versatile und das britische U-Boot H42 (423 ts) miteinander. Das U-Boot sank sofort und riss die komplette Besatzung von 22 Mann mit in die Tiefe.
20. Mai 1922 Egypt 87 Der britische Passagierdampfer Egypt war auf dem Weg von Tilbury nach Bombay, als er 25 Seemeilen vor der französischen Insel Ouessant in dichtem Nebel von dem französischen Frachtschiff Seine gerammt wurde und innerhalb von 20 Minuten sank. Mit dem Schiff gingen Gold- und Silberbarren im Wert von über 1 Million britischer Pfund verloren, weshalb das Wrack des Dampfers in den 1930ern zum Ziel einer großen Bergungsaktion wurde.
8. August 1922 Raleigh 11 An der Küste von Labrador, in der Belle-Isle-Straße, lief der britische Kreuzer Raleigh im dichten Nebel auf Grund und wurde zum Totalverlust. Elf Seeleute ertranken in den unteren Schiffsräumen. Nach erfolglosen Bergeversuchen wurde das Schiff 1926 durch Sprengungen endgültig zerstört.
26. August 1922 Niitaka 284 An der Küste von Karafuto strandete der japanische Geschützte Kreuzer Niitaka in einem Taifun und zerbrach. 284 Besatzungsangehörige ertranken oder kamen im Sturm um. Nur 14 Mann überlebten die Katastrophe.
26. August 1922 France 3 Bei Quiberon lief das französische Linienschiff France (23.120 t) im Sturm auf einen in den Seekarten nicht verzeichneten Felsen auf und sank innerhalb von drei Stunden. Drei Mann der Besatzung kamen ums Leben.
27. März 1923 Amy Turner 11 Vor der Insel Guam strandete der von Newcastle nach Manila laufende australische Frachtsegler Amy Turner (991 BRT) in einem starken Orkan. Mit dem Schiff gingen elf Seeleute unter. Vier Überlebende konnten sich ans Ufer retten.
6. Mai 1923 Okara 81 Der britische Frachtdampfer Okara der British India Steam Navigation Company war mit einer Ladung Kohle auf dem Weg nach Rangun, als er im Golf von Bengalen in einen Zyklon geriet. Das Schiff setzte Notrufe ab, die von zwei Schiffen empfangen wurden. Die Schiffe trafen jedoch nicht rechtzeitig ein, bevor die Okara unterging. Von den elf britischen Offizieren und 70 indischen Besatzungsmitgliedern überlebte niemand.
15. August 1923 (?) Baron Blantyre 36 Vor der Westküste Australiens verschwand aus ungeklärten Gründen der britische Frachter Baron Blantyre (5.193 BRT). Das Schiff hatte am 9. August den Hafen von Durban in Südafrika mit einer Ladung Kohle verlassen und Kurs auf Adelaide genommen. Am 15. August fand der letzte Funkkontakt mit dem Dampfer statt, danach meldete sich das 1916 gebaute Schiff nicht mehr. Von dem Frachter und seiner 36 Mann starken Crew wurde nie etwas gefunden. Der Untergangsort und die Verlustursache sind unbekannt.
8. September 1923 Schiffskatastrophe bei Honda Point 23 Bei Honda Point in Kalifornien liefen neun Zerstörer der United States Navy auf Grund, von denen sieben verloren gingen. Bei diesem größten Schiffsverlust der US Navy im Frieden starben 23 Seeleute.
November 1923 Hermina 10 Auf der Reise von Danzig nach Kingston upon Hull (England) kenterte der Schoner Hermina (350 BRT) in der Deutschen Bucht vor Sylt. Alle Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unglück ums Leben. Das kieloben treibende mastlose Wrack wurde zunächst bei Hörnum (Sylt) angespült, strandete schließlich jedoch auf dem Amrumer Kniepsand. Im Jahre 1926 wurde das Wrack geborgen und wieder in Fahrt gebracht.
10. Januar 1924 L24 48 Während eines Scheinangriffs bei einem Manöver der Royal Navy kollidierte das britische U-Boot L24 (815/1110 t) bei Unterwasserfahrt mit dem britischen Schlachtschiff Resolution und sank mit der gesamten Besatzung.
16. Januar 1924 Tacoma 5 Der US-amerikanische Geschützte Kreuzer Tacoma (3.200 t) lief wegen Navigationsproblemen vor Veracruz (Mexiko) auf ein Korallenriff und musste nach einer Woche aufgegeben werden. Fünf Menschen kamen bei der Sicherung des Wracks ums Leben.
19./20. Januar 1924 Chilier 39 Im Mittelatlantik verschwand der belgische Frachter Chilier (5.105 BRT) aus ungeklärten Gründen mit der gesamten Besatzung von 39 Mann. Das mit Granit beladene Schiff, auf dem Weg von Antwerpen nach Savannah, meldete sich nach dem Eindringen in ein Sturmtief nicht mehr. Eventuell scheiterte der Dampfer in diesem Sturm, wobei die Steinladung ein sehr schnelles Sinken bewirkt haben könnte. Auch eine Monsterwelle könnte den Verlust des Frachters verursacht haben. Trümmer oder Leichen wurden nie gefunden.
12. Juli 1924 Mississippi 49 Während eines Übungsschießens vor der Küste Kaliforniens (USA) kam es im zweiten vorderen 35,6-cm-Drillingsturm durch Unvorsichtigkeit beim Nachladen zur Explosion einer Kartusche. 49 Mann der Turmbesatzung kamen ums Leben, neun Mann wurden verletzt. Später löste sich vor Los Angeles aus einem noch nicht freigeschossenen Rohr des Hauptkalibers unbeabsichtigt ein Schuss. Die Granate verfehlte einen vorbeifahrenden Passagierdampfer nur knapp.
13. Januar 1925 Cardiff Hall 29 In einem schweren Wintersturm lief der irische Frachter Cardiff Hall (3.994 BRT) nahe Cork auf Grund und wurde vom Seegang zerschlagen. Das mit Mais beladene Schiff, auf dem Weg von Cork nach Rosario, ging mit der kompletten Besatzung von 29 Mann verloren.
21. April 1925 Raifuku Maru 38 Der mit einer Ladung Getreide von Boston nach Hamburg laufende japanische Frachter Raifuku Maru geriet vor der US-Ostküste, etwa 350 Seemeilen südwestlich von Halifax, in einen schweren Sturm und sank. Mit dem Schiff, das nach dem Verrutschen der Getreidefracht kenterte, ging die gesamte Besatzung von 38 Mann unter. Der britische Luxusliner Homeric konnte das Sinken beobachten, aber wegen des Sturms niemanden retten. Der Untergang dieses Schiffes ließ später eine Vielzahl von Legenden entstehen, die vor allem mit dem vermeintlich spurlosen Verschwinden von Schiffen im Bermudadreieck in Verbindung stehen.
18. August 1925 Mackinac 55 Vor Newport an der Küste des US-Bundesstaats Rhode Island kam es an Bord des Ausflugsdampfers Mackinac mit über 600 Menschen an Bord zu einer Kesselexplosion. 55 Passagiere kamen in den Flammen und dem Rauch ums Leben.
4. Oktober 1925 S 2 56 Während einer Ausbildungsfahrt im Bottnischen Meerbusen sank das finnische Torpedoboot S 2 (254 t) im Sturm wegen Fehler der Schiffsführung. Die gesamte Besatzung kam uns Leben. Das Schiff wurde 1926 gehoben und nach einer Untersuchung verschrottet.
12. November 1925 M1 69 Vor der Küste von Devon wurde der knapp unter der Wasseroberfläche marschierende britische U-Kreuzer M1 versehentlich von dem schwedischen Frachter Vidar gerammt. Durch die Kollision wurde der Geschützturm des U-Kreuzers aufgerissen. Innerhalb von Sekunden lief das Boot voll Wasser und versank. Bei dem Unglück starben alle 69 Besatzungsangehörige des U-Bootes. 1999 wurde das Wrack in 73 Metern Tiefe entdeckt.
1./2. Dezember 1925 Cotopaxi 32 Auf dem Weg von Charleston nach Havanna ging der amerikanische Frachter Cotopaxi aus ungeklärten Gründen verloren. Das Schiff sank vermutlich um den 1./2. Dezember in einem Sturm vor der Küste Floridas. Das alte Schiff, ein Segler mit Hilfsdampfmaschine aus dem Jahre 1878, brach wahrscheinlich auseinander und sank innerhalb kürzester Zeit mit der gesamten 32 Mann starken Crew.
19./20. Dezember 1925 (?) Elsdon 17 In der Nordsee geriet der von Immingham nach Odense fahrende britische Frachter Elsdon (1.521 BRT) aus nicht genau geklärten Gründen mit der gesamten 17 Mann starken Crew in Verlust. Das Schiff, ein Segler mit Hilfsmaschine aus dem Jahre 1914, sank vermutlich um den 19./20. Dezember in einem Schneesturm vor der norwegischen Südküste. Erst als Ende Dezember 1925 Leichen und Mitte Januar 1926 Trümmer gefunden wurden, konnte der Verlust bestätigt werden.
25. Januar 1926 Laristan 25 In einem starken Sturm im Nordatlantik erlitt der britische Frachter Laristan (4.293 BRT), nachdem er von einer Monsterwelle getroffen worden war, einen Wassereinbruch und sank. Nach einem Notruf konnte der deutsche Dampfer Bremen dem Havaristen zwar zu Hilfe kommen, aber wegen des schweren Orkans nur sechs Seeleute bergen. 25 Crewangehörige gingen mit dem Frachter unter.
22. Oktober 1926 Valerian 88 Vor den Bermuda-Inseln geriet die britische Sloop Valerian (1.250 ts) in einen schweren Hurrikan und kenterte nach dem Brechen der Ankerketten nahe dem Gibbs Hill Lighthouse in 15 Meter hohen Wellen. Von der Besatzung von 115 Mann konnten sich wegen des Sturms nur 27 retten. 88 Mann ertranken oder fanden in der Brandung den Tod.
24. August 1927 Warabi 103 Auf dem Rückweg von einem Manöver geriet eine japanische Kreuzer- und Zerstörergruppe in der Nacht des 24./25. August 1927 vor Maizuru in Unordnung. Dabei stieß der Zerstörer Warabi mit dem Kreuzer Jintsū zusammen, kenterte und sank mit 103 Besatzungsangehörigen an Bord. Nur sieben Überlebende wurden von dem Kreuzer in der Dunkelheit gerettet. Auch der Zerstörer Ashi kollidierte mit einem Kreuzer, konnte aber stark beschädigt den Hafen von Maizuru erreichen.
22. Oktober 1927 Eastway 22 Der von Norfolk zum Río de la Plata laufende britische Dampfer Eastway (5.832 BRT) sank in einem Sturm im Bermudadreieck, nachdem hoher Seegang die vorderen Ladelukendeckel weggerissen hatte und Wasser in das Schiff eindringen konnte. Mit dem Schiff gingen 22 Seeleute unter. 12 Mann der Crew konnten vom nahestehenden britischen Frachter Luciline aus einem Rettungsboot gerettet werden.
25. Oktober 1927 Principessa Mafalda 312 Der italienische Luxusdampfer war auf dem Weg von Genua nach Buenos Aires, als er vor der brasilianischen Küste ein Teil der Steuerbordwelle verlor und mit dem Heck voran unterging. Von den über 1.000 Menschen an Bord kamen 312 ums Leben.
17. Dezember 1927 S-4 39 Vor Provincetown (bei Boston, USA) kollidierte das US-amerikanische U-Boot S-4 (920/1110 t) beim Auftauchen mit dem Zolldienst fahrenden US-Coast-Guard-Kutter Paulding (870 t). Durch die Beschädigung des Druckkörpers sank das U-Boot sofort. Sieben Mann der Besatzung konnten sich zunächst in die ungeladenen Bugtorpedorohre retten. Einem Rettungsschiff gelang es am 18. Dezember Kontakt zu den noch lebenden Besatzungsmitgliedern aufzunehmen. Wegen schlechten Wetters mussten die Rettungsmaßnahmen aber abgebrochen werden. Die gesamte U-Boot-Besatzung kam daher ums Leben. Das U-Boot wurde im März 1928 gehoben.
6. und 7. Juli 1928 Angamos 283 In einem Sturm wurde die Ruderanlage des chilenischen Transportschiffs Angamos (5.975 t) beschädigt. Das steuerlose Schiff trieb auf einen 300 m vor Küste bei Puenta Morguillas (Chile) gelegenen Felsen. Wegen des hohen Seegangs gelang es nicht, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen. In der Frühe des 7. Juli brach das Schiff auseinander und sank. Von den 291 Personen an Bord kamen 283 Personen ums Leben.
6. August 1928 F 14 21 In der Adria vor den Brijuni-Inseln kollidierte während eines Manövers der italienischen Marine das U-Boot F 14 (280/320 t) beim Auftauchen mit dem Torpedobootzerstörer Giuseppe Missori (800 t). Wegen der Beschädigung des Druckkörpers sank das U-Boot sofort, ein Drittel der Besatzung kam dabei ums Leben. Trotz der unverzüglich eingeleiteten Rettungsarbeiten starben die noch lebenden Seeleute infolge einer Vergiftung mit Chlorgas, das sich durch die Reaktion von eindringendem Seewasser und der Akkumulatorensäure bildete. Das U-Boot konnte zwei Tage später gehoben werden.
12. November 1928 Vestris 112 250 Seemeilen östlich der Hampton Roads kenterte und sank der britische Passagierdampfer Vestris der Lamport & Holt Line, nachdem ein Sturm Seewasser durch eine offene Ladeluke ins Schiff gedrückt hatte. Ein Drittel der Passagiere und Besatzungsmitglieder kam ums Leben.
12. November 1928 Mary Stanford 17 Auf dem Rückweg von einem aufgehobenen Seenotfall kenterte das in Rye Harbour (England) stationierte Rettungsboot Mary Stanford in schwerer See. Alle 17 Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unfall ums Leben. Die Besatzung des Schiffes, dem das Rettungsboot zu Hilfe kommen wollte, war bereits durch ein anderes Schiff gerettet worden.
Dezember 1928 København 80 Die dänische Auxiliar-Fünfmastbark København der Dänisch-Ostasiatischen Kompanie, bei ihrem Bau 1921 das drittgrößte Segelschiff der Welt, verschwand während einer Weltumsegelung auf der Fahrt von Buenos Aires nach Melbourne im Südatlantik spurlos mit der gesamten Besatzung von 60 Mann, davon 45 Kadetten. Trotz intensiver Suche wurden keine Trümmer des Schiffs entdeckt. Vermutet wurde, wie auch bei der Admiral-Karpfanger-Katastrophe im März 1938, eine Kollision mit einem Eisberg.
26. Juli 1929 Devonshire 17 Während eines Übungsschießen im Mittelmeer kam es in einem 20,3 cm-Doppelturm nach einem Zündversager und nachfolgendem Fehlverhalten der Turmbesatzung zur Explosion einer Kartusche. 17 Mann der Turmbesatzung kamen ums Leben, neun Mann wurden schwer verletzt.
29. August 1929 San Juan 73 Der amerikanische Passagierdampfer San Juan (2.152 t), der sich mit 110 Menschen an Bord auf dem Weg von San Francisco nach Los Angeles befand, kollidierte bei Pigeon Point in dichtem Nebel mit dem Öltanker Dodd (7.054 t) und sank innerhalb weniger Minuten. 53 Passagiere und 20 Besatzungsmitglieder starben.
7. September 1929 Kuru 136 Auf dem finnischen Binnensee Näsijärvi in der Nähe von Tampere wurde der Passagierdampfer Kuru bei Windstärke 8 auf der Beaufortskala von hohen Wellen getroffen und kenterte. 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen um. Bis heute ist es das schwerste Unglück in finnischen Gewässern.
6. Oktober 1929 Haakon VII 18 Das norwegische Hurtigruten-Passagierschiff Haakon VII (1.347 BRT) kam südlich von Florø in einem schweren Sturm vom Kurs ab, lief auf Grund und sank. 18 der 74 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Die Überlebenden verbrachten die Nacht auf einer kleinen Schäre und wurden am nächsten Morgen gerettet.
6./7. Dezember 1929 Radyr 21 Im Bristolkanal sank der mit Kohle beladene britische Frachter Radyr (2.357 BRT) in meterhohen Wellen und bei Windstärke 11. Das von Cardiff nach Bordeaux fahrende Schiff setzte in den Morgenstunden des 7. Dezember noch einen Notruf ab, wurde von da an aber nicht mehr wieder gesehen. In den folgenden zwei Wochen wurden Trümmerstücke und mehrere Leichen nahe Hartland Point angespült.
4. Januar 1930 Edgar Quinet 0 Am Cap Blanco bei Oran in Algerien lief das französische Schulschiff Edgar Quinet (ein ehemaliger Panzerkreuzer von 14.000 t) wegen eines Navigationsfehlers auf einen Felsen auf und brach auseinander. Die 1.000 Mann starke Besatzung konnte sich retten, das Schiff ging verloren.
23. Januar 1930 Monte Cervantes 1 Der deutsche Kreuzliner lief nach einem Navigationsfehler im Beagle-Kanal vor Ushuaia auf Grund und schlug leck. Alle Passagiere konnten gerettet werden und die Besatzung schaffte es sogar noch, das Schiff auf einem Felsenriff aufzusetzen und Gepäck auszuladen. Am nächsten Tag kenterte der Havarist und während sich die Offiziere durch Sprünge ins Wasser in Sicherheit bringen konnten, kam der Kapitän an Bord ums Leben.
10. Juni 1930 Fairfax 50 In der Massachusetts Bay vor der Küstenstadt Scituate kam es in dichtem Nebel zur Kollision zwischen dem Passagierschiff Fairfax (5.649 t) und dem Tanker Pinthis (1.111 t), beide unter amerikanischer Flagge. Die Pinthis explodierte und sank, wodurch die Fairfax von einem brennenden Ölteppich umgeben wurde. Das Passagierschiff kam aber am Ende frei. Durch den Vorfall kamen alle 19 Besatzungsmitglieder der Pinthis sowie 31 Menschen an Bord der Fairfax ums Leben.
23. November 1930 Luise Leonhardt 30 Der Frachtdampfer strandete bei schweren Sturm auf den Untiefen des Großen Vogelsand (Sandbank in der Elbmündung vor Cuxhaven). Dabei kamen alle 30 Besatzungsmitglieder ums Leben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]