Liste bedeutender Schiffsversenkungen

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Dieser Artikel enthält eine chronologische Auflistung gewaltsamer Schiffsversenkungen in der Geschichte der Seefahrt. Schiffe, die aus anderen Gründen untergegangen sind, finden sich in den Listen schwerer Seeunfälle.

Ursachen oder Auslöser sind Krieg, Terror, Verbrechen, Unfälle an Minen aus einem Krieg, Militärübung.

Versenkungen mit der Absicht ein Schiff gezielt, mitunter auch versteckt abzulagern sind eher noch nicht enthalten. Ebenso Versenkungen um mit einem Schiff ein Riff zu bilden, um Lebensraum für die Natur zu gestalten oder Erlebnisraum für Taucher. Motive können sein: Versicherungsbetrug, Entsorgen von radioaktiver Last, Müll und Sondermüll oder auch nur dem eventuell havarierten Schiff selbst, nachdem die Preise für Stahl und Eisenschrott in den letzten Jahren stark gesunken sind.

Bis 1800[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
10. Aug. 1512 Marie de la Cordelière und Regent ≈ 1.580 Während des Krieges der Heiligen Liga treffen vor der Westspitze der Bretagne 25 englische und 22 verbündete französische und bretonische Kriegsschiffe aufeinander (Seeschlacht von Saint Mathieu). Das französische Flaggschiff Marie de la Cordelière (1.000 t) legt sich dabei während der Schlacht zum Enterkampf neben das englische Kriegsschiff Regent (600 t). Während des Gefechtes explodiert die Pulverkammer des französischen Schiffes, was wiederum eine Explosion der Pulverkammer des englischen Schiffes nach sich zieht. Beide Kriegsschiffe sinken, wobei nur wenige Crewangehörige (30?) überleben. Schätzungsweise 400 britische Seeleute und 1.180 Crewangehörige der Marie de la Cordelière kommen ums Leben. Unter den Toten ist auch der Kommandant des französischen Schiffes, der bretonische Korsar und Seeheld Hervé de Portzmoguer.
30./31. Mai 1564 Mars ≈ 400 Während des Nordischen Siebenjährigen Krieges zwischen Schweden, Dänemark und der Deutschen Hanse treffen nahe Gotland 27 verbündete dänische und Hanse-Schiffe und 23 schwedische Kriegsschiffe aufeinander. Im Verlauf des Gefechtes entern Kräfte der Verbündeten das schwedische 107-Kanonen-Linienschiff Mars (1.800 t), zugleich das Flaggschiff der schwedischen Flotte und zum damaligen Zeitpunkt das größte Kriegsschiff in der Ostsee. Das Schiff gerät aber beim Enterkampf in Brand und sinkt inmitten der Nacht des 30./31. Mai 1564 nach einer Pulverkammerexplosion. Bei der Explosion kommen rund 400 Seeleute und Seesoldaten ums Leben, darunter auch zahlreiche Soldaten der Verbündeten (200?).
11. Juni 1676 Svärdet ≈ 620 Während der Seeschlacht bei Öland wird das schwedische 94-Kanonen-Linienschiff Svärdet (1.700 t) durch Geschützfeuer der vereinigten dänisch-holländischen Flotte schwer getroffen und sinkt in den Nachmittagsstunden, etwa gegen 16.40 Uhr, nach einer Explosion der Pulverkammer, nachdem ein Brander das Schiff zuvor in Brand gesetzt hatte. Beim Untergang sterben rund 620 Seeleute, darunter auch Admiral Claas Uggla (1614–1676). Nur etwa 20 Mann überleben.
08. Juni 1708 San José 578 Etwa 16 Seemeilen vor dem Hafen von Cartagena (Kolumbien) attackieren vier britische Kriegsschiffe unter dem Kommando von Captain Charles Wager einen spanischen Schatzkonvoi (Wager’s Action), bestehend aus 14 Handelsseglern und drei Galeonen. Während eines fast zehn Stunden dauernden Gefechtes wird die spanische Galeone San José (1.700 t) in Brand geschossen und sinkt nach einer Explosion der Pulverkammer. 578 Seeleute, Soldaten und Passagiere finden dabei den Tod. Nur elf Überlebende werden später gerettet. An Bord der Galeone befanden sich 344 Tonnen Gold- und Silbermünzen sowie 116 Kisten mit Smaragden aus Peru. Der heutige Wert dieser Ladung beträgt (geschätzt) etwa drei bis vier Milliarden Euro.
04. Okt. 1710 Dannebrog ≈ 600 Vor der Køge Bucht treffen im Großen Nordischen Krieg 31 dänische und 24 schwedische Kriegsschiffe aufeinander. Während der Schlacht, etwa gegen 15.30 Uhr, explodiert die Pulverkammer des dänischen 94-Kanonen-Linienschiffes Dannebrog (1.800 t) aus nicht sicher geklärten Gründen. Von den rund 600 Mann Besatzung des Schiffes überleben nur drei. Unter den Toten ist auch der Kommandant des Schiffes, der dänische Seeheld Ivar Huitfeldt.
07. Mär. 1778 USS Randolph 301 Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges trifft die amerikanische Fregatte USS Randolph (1.100 t) östlich von Barbados auf das wesentlich stärkere britische Linienschiff HMS Yarmouth. Nach einem kurzen Artilleriegefecht explodiert die Pulverkammer des amerikanischen Schiffes nach einem Volltreffer. Die USS Randolph wird völlig zerstört und sinkt in wenigen Minuten. Von den 305 Crewangehörigen der Fregatte überleben nur vier Mann.
25. Sep. 1779 USS Bonhomme Richard ≈ 170 Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg trifft die amerikanische Fregatte USS Bonhomme Richard (1.014 t), als Teil eines Geschwaders von fünf Schiffen, am 23. September auf die britische Fregatte Serapis und eine kleinere Sloop, welche einen Konvoi vor der Küste von Yorkshire eskortieren. Im sich daraus entwickelnden Gefecht bei Flamborough Head wird die britische Fregatte nach einem erbitterten Artillerieduell von den Amerikanern erobert. Die USS Bonhomme Richard, auf welcher rund 170 Mann den Tod finden, wird allerdings ebenfalls schwer getroffen und sinkt am 25. September infolge der erlittenen Gefechtsschäden.
16. Jan. 1780 Santo Domingo ≈ 680 Während der Seeschlacht bei Kap St. Vincent wird das spanische 74-Kanonen-Linienschiff Santo Domingo (1.800 t) durch englisches Geschützfeuer schwer getroffen, gerät in Brand und sinkt nach einer Explosion der Pulverkammer. Von den rund 680 Seeleuten und Seesoldaten an Bord überlebt (vermutlich) niemand. Verschiedentlich wird aber dargelegt, dass ein einziger Überlebender später von den Briten gerettet wurde (?), was aber nicht vollständig gesichert ist.
01. Juni 1794 Vengeur du Peuple ≈ 220 Etwa 400 Seemeilen westlich Ouessant, während der Seeschlacht am 13. Prairial (Glorious First of June) zwischen der französischen Revolutionsflotte und der britischen Flotte, wird das französische Linienschiff Vengeur du Peuple (1.550 t) durch Geschützfeuer schwer beschädigt, völlig entmastet und sinkt schließlich infolge von zahlreichen Wassereinbrüchen und Bränden. Etwa 220 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, rund 400 Mann werden von britischen Schiffen gerettet.
13./14. Jan. 1797 Droits de l'Homme ≈ 1.000 Vor der Insel Ouessant trifft das französische Linienschiff Droits de l'Homme (2.900 t), auf dem Weg von Irland nach Brest und mit 1.300 Soldaten und Seeleuten an Bord, auf die beiden britischen Fregatten HMS Indefatigable und HMS Amazon. In einem 15 Stunden dauernden erbitterten Gefecht wird das Linienschiff zusammengeschossen und strandet schließlich in einem aufziehenden Sturm an der bretonischen Küste. Von den rund 1.300 Menschen an Bord kommen etwa 250 während des Artilleriegefechtes zu Tode; rund 750 Mann ertrinken zudem während des Schiffbruchs. Nur etwa 300 Mann überleben.
01. Aug. 1798 L'Orient ≈ 1.000 Während der Seeschlacht bei Abukir wird das große französische Linienschiff L'Orient (5.000 t), zugleich das Flaggschiff der französischen Flotte, von britischen Schiffen schwer getroffen und gerät in Brand. Gegen 22.00 Uhr erreichen die Flammen die Hauptpulverkammer und lösen eine verheerende Explosion aus. Das Schiff wird völlig zerstört, Trümmerstücke werden fast eine Seemeile weit weg geschleudert. Etwa 1.000 Besatzungsangehörige kommen in dem Inferno um; unter den Toten befindet sich auch der französische Geschwaderchef, Admiral François-Paul Brueys d’Aigalliers. Nur rund 70 Mann überleben das Desaster.

1801–1913[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
16./17. Feb. 1804 USS Philadelphia 0 Die amerikanische Fregatte USS Philadelphia (1.240 ts), welche im Oktober 1803 während eines Einsatzes gegen die Barbaresken vor Tripolis aufgelaufen und von den Barbaresken erobert worden war, wird von einem von der Ketsch USS Intrepid herangebrachten Kommando der United States Navy geentert und in Brand gesetzt, um einen Einsatz des Schiffes durch die Barbaresken zu verhindern. Das Schiff wird völlig zerstört. Bei der Aktion gibt es nur einen Verwundeten auf Seiten der Barbaresken-Wachen an Bord.
21. Okt. 1805 Achille 481 Während der Seeschlacht bei Trafalgar wird das französische Linienschiff Achille (1.630 ts) durch englisches Geschützfeuer schwer getroffen und sinkt in den Nachmittagsstunden, etwa gegen 17.45 Uhr, nach einer Explosion der Pulverkammer. 481 Seeleute kommen dabei ums Leben. 158 Crewangehörige werden von englischen Schiffen gerettet.
22. Okt. 1805 Santissima Trinidad ≈ 550 Das spanische 126-Kanonen-Linienschiff Santissima Trinidad (4.500 ts), Flaggschiff der spanischen Flotte und zum Zeitpunkt des Untergangs das größte Linienschiff der Welt, sinkt einen Tag nach der Schlacht von Trafalgar infolge der erlittenen Gefechtsschäden. Der Untergangsort liegt etwa 15 Seemeilen nordwestlich der Straße von Gibraltar. Etwa 150 Verwundete an Bord gehen mit dem Schiff unter, womit die Besatzung insgesamt 550 Tote zu beklagen hat, da bereits während der Schlacht rund 400 Mann gefallen waren.
22. Okt. 1805 Indomptable ≈ 1.050 Das französische 80-Kanonen-Linienschiff Indomptable (1.800 ts), schwer beschädigt in der vorhergegangenen Schlacht von Trafalgar, sinkt nordwestlich der Straße von Gibraltar infolge der erlittenen Gefechtsschäden. Da zum Zeitpunkt des Untergangs ein Sturm tobt, können nur wenige Schiffbrüchige gerettet werden. An Bord der Indomptable befinden sich etwa 700 Crewmitglieder und 500 Schiffbrüchige des zuvor gesunkenen Linienschiffes Bucentaure. Nur etwa 150 Mann werden von britischen Schiffen geborgen. Schätzungsweise 1.050 Seeleute finden den Tod.
13. Mär. 1811 Favorite ≈ 200 Vor der Insel Lissa fangen vier britische Kriegsschiffe, darunter drei Fregatten, einen aus sechs Fregatten bestehenden französisch-venezianischen Verband, welcher Truppen auf Lissa hätte anlanden sollen, ab und besiegen ihn (Seegefecht bei Lissa). Im Verlauf des Gefechtes wird die französische 44-Kanonen-Fregatte Favorite (800 ts) zusammengeschossen und läuft auf Grund. Das Schiff wird später von der eigenen Crew in Brand gesteckt und zerstört. Schätzungsweise 200 Crewangehörige und eingeschiffte Soldaten kommen ums Leben.
20. Nov. 1820 Walfänger Essex 12 Das amerikanische Walfängerschiff Essex (238 BRT) wird im Südostpazifik von einem Wal angegriffen und sinkt dadurch. Die Mannschaft rettet sich auf drei kleine Walfängerboote und durchquert in einer 3.500 Seemeilen langen Reise den halben Südpazifik. Drei Männer bleiben auf der kleinen Pazifikinsel Henderson zurück, es kommt zu Kannibalismus in den Booten. Mit den Männern auf Henderson überleben acht der 20 Mann starken Besatzung. Diese Katastrophe diente als Vorlage für Herman Melvilles Roman Moby Dick.
08. Mär. 1862 Cumberland und Congress 231 Im Sezessionskrieg versenkt auf der Reede vor Hampton Roads das konföderierte Panzerrammschiff Virginia die zur Marine der Nordstaaten gehörenden Fregatten Cumberland (1.726 ts) und Congress (1.867 t) durch Rammstoß und Artilleriebeschuss. Dabei sterben 121 Seeleute an Bord der Cumberland und 110 an Bord der Congress. Es ist das erste Gefecht zwischen einem Panzerschiff und hölzernen Kriegsschiffen.
24. Apr. 1862 CSS Governor Moore 64 Auf dem Mississippi, nahe New Orleans, wird das konföderierte Kanonenboot CSS Governor Moore (1.215 ts), nach der Rammung des zur Unionsflotte gehörenden Kanonenbootes USS Varuna, von der Artillerie des ebenfalls zur Marine der Nordstaaten gehörenden Kanonenbootes USS Cayuga schwer getroffen und läuft auf Grund. 64 Mann der Besatzung werden getötet. Das Wrack wird später in Brand gesteckt und zerstört.
06. Aug. 1862 Arkansas 2 Das konföderierte Panzerrammschiff Arkansas (800 ts), das zuvor eine gewichtige Rolle beim Kampf um Vicksburg gespielt hatte und dabei Schäden am Antrieb hatte hinnehmen müssen, gerät während eines Vorstoßes Richtung Baton Rouge mit dem Nordstaaten-Panzerkanonenboot Essex ins Gefecht und läuft, nach einem überraschenden Zusammenbruch der Maschinen und der Ruderanlage, nördlich Baton Rouge auf Grund. Die Crew steckt das Schiff in Brand und schwimmt ans Ufer, wobei zwei Mann ertrinken. Das brennende Wrack wird schließlich durch Beschuss von der Essex aus völlig zerstört.
12. Dez. 1862 USS Cairo 1 Auf einem Seitenarm des Mississippi Rivers, nahe Haynes Bluff, läuft das zur Marine der Nordstaaten gehörende Panzer-Kanonenboot USS Cairo (512 ts) auf eine elektrische Kontaktmine der Konföderierten auf und sinkt. Die Besatzung kann sich fast vollständig retten, lediglich ein Crewmitglied ertrinkt. Es ist die erste Versenkung eines gepanzerten Kriegsschiffes durch eine elektrisch gezündete Mine.
08. Apr. 1863 USS Keokuk 1 Während eines Angriffs von sieben gepanzerten Kanonenbooten der Nordstaaten auf das dem Hafen von Charleston vorgelagerte konföderierte Fort Sumter, wird das Unions-Panzerschiff USS Keokuk (677 ts) von mehr als 90 Granaten getroffen und schwer beschädigt. Das Schiff sinkt wenig später nahe der Küste. Ein Crewmitglied findet den Tod, 22 Mann werden verwundet.
17. Feb. 1864 USS Housatonic (1861) 5 + 9 Im Sezessionskrieg versenkt vor dem Hafen von Charleston (South Carolina) das Südstaaten-U-Boot CSS Hunley das Nordstaaten-Blockadeschiff USS Housatonic (1.930 ts) mit einem primitiven Spierentorpedo. Dabei sterben fünf Crewmitglieder der USS Housatonic. Es ist der erste Versenkungserfolg eines U-Bootes mit einem Torpedo gegen ein Kriegsschiff überhaupt. Allerdings geht das U-Boot bei diesem Angriff ebenfalls mit der gesamten Crew (neun Mann) verloren, vermutlich infolge der Schockwelle der Torpedoexplosion.
19. Juni 1864 Alabama 41 Vor Cherbourg trifft während des Sezessionskrieges die Nordstaaten-Korvette Kearsarge auf das konföderierte Kaperschiff Alabama (1.050 ts) unter dem Kommando von Captain Raphael Semmes. Dem artilleristisch überlegenen Kriegsschiff der Union gelingt es, den Handelsstörer in einem erbitterten Duell niederzukämpfen und zu versenken. 41 Seeleute an Bord der Alabama finden dabei den Tod, etwa 120 Mann überleben, darunter auch Semmes. Mit 65 aufgebrachten Schiffen war die Alabama der erfolgreichste Kaperkreuzer der Konföderierten.
05. Aug. 1864 Tecumseh 93 Während der Schlacht in der Mobile Bay läuft der Nordstaaten-Monitor Tecumseh (2.100 ts) auf eine fest verankerte konföderierte Mine auf. Die Explosion ist so heftig, dass das Panzerschiff innerhalb von nur 25 Sekunden kentert und sinkt. Von den 114 Mann Besatzung können sich nur 21 retten. 93 Crewmitglieder, darunter auch der Kommandant, finden beim Untergang den Tod.
15. Jan. 1865 USS Patapsco 62 Im Hafen von Charleston läuft der zur Marine der Nordstaaten gehörende Monitor USS Patapsco (1.875 ts) auf eine noch nicht entdeckte Mine der Konföderierten auf und sinkt innerhalb von einer Minute. Der Hafen befindet sich zum Zeitpunkt des Untergangs bereits unter Kontrolle der Nordstaaten, hätte aber noch von Minen geräumt werden müssen. Mit dem Schiff gehen 62 Crewmitglieder unter, etwa 40 Mann überleben.
28. Mär. 1865 USS Milwaukee 0 Der Nordstaaten-Monitor USS Milwaukee (1.300 ts) gerät während eines Vorstoßes Richtung Spanish Fort (Alabama) auf einem Seitenarm des Mississippi River auf eine konföderierte Mine und sinkt innerhalb von etwa einer Stunde. Die komplette Crew von 138 Mann kann von anderen Schiffen der Nordstaaten gerettet werden. Das Schiff wird drei Jahre später wieder gehoben.
20. Juli 1866 Re d'Italia 381 Während der Seeschlacht von Lissa rammt das österreichisch-ungarische Flaggschiff SMS Erzherzog Ferdinand Max das italienische Panzerschiff Re d'Italia (5.610 ts), welches zugleich das Flaggschiff der italienischen Flotte ist. Die Schäden sind so groß, dass das italienische Schiff innerhalb von drei Minuten nach Backbord kentert und sinkt. Mit dem Schiff gehen 381 Seeleute unter.
20. Juli 1866 Palestro 231 Während der Seeschlacht von Lissa wird die italienische Panzerkorvette Palestro (2.200 ts) von der SMS Erzherzog Ferdinand Max gerammt und durch österreichisches Artilleriefeuer schwer getroffen und gerät in Brand. Etwa 30 Minuten nach Ende der Schlacht, gegen 14.30 Uhr, wird die Korvette von einer Munitionsexplosion zerrissen. Mit der Palestro gehen 231 Seeleute unter, nur 19 Mann überleben.
02. Sep. 1866 Rio de Janeiro 53 Während der Schlacht um Fort Curuzú (im Kontext des Tripel-Allianz-Krieges) geriet das brasilianische Panzerkanonenboot Rio de Janeiro (870 ts) auf dem Río Paraguay auf eine improvisierte paraguayische Schwarzpulver-Flussmine und sank. 53 Besatzungsangehörige kamen dabei ums Leben, 61 Mann überlebten. Es handelte sich um das einzige Panzerschiff, das während des Tripel-Allianz-Krieges versenkt wurde.
30. Dez. 1873 Tetuán 7 Während der revolutionären Unruhen in Spanien kommt es im Hafen von Cartagena zu einer Revolte von meuternden Kantonisten des dortigen Flottengeschwaders. Das von den Aufständischen besetzte Panzerschiff Tetuán (6.880 ts) wird dabei, nach Beschädigungen bei einem Gefecht mit dem Panzerschiff Vitoria der rivalisierenden Zentralregierung, von der eigenen Crew in Brand gesetzt und schließlich durch eine Explosion zerstört. Sieben Mann finden während des Gefechtes den Tod.
21. Mai 1879 Esmeralda 143 Während des Salpeterkrieges zwischen Chile, Peru und Bolivien wird im Rahmen der Seegefechte von Iquique und von Punta Gruesa die chilenische Fregatte Esmeralda (850 ts) von dem peruanischen Panzerschiff Huascar und der Fregatte Independencia zusammengeschossen und nach einem erfolglosen Enterversuch versenkt. Mit dem Schiff gehen 143 Mann unter.
23. Apr. 1891 Blanco Encalada 182 Während des Chilenischen Bürgerkrieges greifen in der Morgendämmerung zwei Torpedokreuzer der zum Präsidenten stehenden Flottenkräfte das in der Bucht von Caldera liegende Panzerschiff Blanco Encalada (3560 ts) der rivalisierenden Kongresspartei an. Das Panzerschiff erhält einen Torpedotreffer von der Almirante Lynch und sinkt, wobei 182 Seeleute sterben. Es ist die erste Versenkung eines Panzerschiffes durch selbstangetriebene Torpedos, die von einem Überwasserkriegsschiff abgeschossen wurden.
14./15. Okt. 1893 Rio de Janeiro ≈ 500 Während der Revolte der Marine in Brasilien unter der Führung des Marineministers, Konteradmiral Josè de Mello, rammte in der Nacht des 14./15. Oktober der Rebellenkreuzer Republica vor dem Hafen von Rio de Janeiro den Truppentransporter Rio de Janeiro der Regierungstruppen, welcher Verstärkungen in die Stadt hätte bringen sollen. Das mit rund 1.100 Soldaten und Seeleuten beladene Schiff sank so schnell, dass sich nur etwa 600 Personen retten konnten. Rund 500 Menschen fanden beim Untergang den Tod.
25. Juli 1894 Gaosheng ≈ 840 Der in chinesischen Diensten stehende britische Frachter Gaosheng (2.134 BRT) wurde vor Asan (Korea) von dem japanischen Geschützten Kreuzer Naniwa angehalten und, da sich an Bord über 1.100 chinesische Soldaten sowie rund 40 britische Seeleute und ein deutscher Militärberater befinden, zur Übergabe aufgefordert. Nach vier Stunden Verhandlungen sprang die Crew über Bord, da sie eine Meuterei der chinesischen Soldaten im Falle einer Übergabe befürchtete. Die Japaner eröffneten darauf das Feuer auf die Gaosheng und versenkten sie innerhalb von 30 Minuten, wobei (geschätzt) 800 chinesische Soldaten und 37 Briten ums Leben kamen. Nur etwa 300 Überlebende erreichten das Ufer oder wurden von den Japanern gerettet. Der Zwischenfall führte nicht nur zu einer diplomatischen Krise zwischen Japan und Großbritannien, sondern auch zum Ausbruch des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges am 1. August 1894.
04./05. Feb. 1895 Dingyuan ≈ 30 Während des ersten Krieges zwischen Japan und China attackieren vier japanische Torpedoboote in einem überraschenden Nachtangriff die im Hafen von Wēihǎiwèi (Shandong) liegenden chinesischen Kriegsschiffe. Dabei wird das chinesische Panzerschiff Dingyuan (7.144 ts) von zwei Torpedos getroffen und schwer beschädigt. Das sinkende Schiff wird an der Küste auf Grund gesetzt und zum Totalverlust. Etwa 30 Mann kommen bei der Attacke ums Leben, rund 310 Seeleute retten sich ans Ufer.
03. Juli 1898 Infanta Maria Teresa 87 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wird in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Infanta Maria Teresa (6.890 ts) durch Geschützfeuer amerikanischer Kriegsschiffe, darunter die Linienschiffe USS Iowa und USS Oregon, schwer getroffen und muss brennend an der Küste Kubas auf Grund gesetzt werden. 87 Crewmitglieder finden den Tod, rund 480 Seeleute werden von den Amerikanern gerettet.
03. Juli 1898 Almirante Oquendo 126 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wird in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Almirante Oquendo (6.890 ts) durch amerikanisches Geschützfeuer schwer getroffen und gerät in Brand. Das Schiff wird schließlich von der eigenen Crew etwa sieben Seemeilen westlich von Santiago de Cuba in Ufernähe auf Grund gesetzt. 126 Mann der Besatzung finden während des Gefechtes den Tod, etwa 370 Mann werden von den Amerikanern gerettet oder erreichen das Ufer.
03. Juli 1898 Cristóbal Colón 21 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wird in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Cristóbal Colón (7.972 ts) von dem amerikanischen Linienschiff USS Oregon und den Panzerkreuzern USS New York und USS Brooklyn fast zwei Stunden lang verfolgt und beschossen. Nachdem das fliehende Schiff mindestens sechs Treffer erhalten und infolgedessen an Geschwindigkeit eingebüßt hatte, setzt die Crew den Kreuzer etwa 50 Seemeilen westlich von Santiago de Cuba in Ufernähe auf Grund. Mehrere Crewangehörige (5?), die sich ans Ufer hatten retten können, werden dort von kubanischen Aufständischen durch Gewehrfeuer getötet. Insgesamt kommen 21 Mann der Besatzung zu Tode. Rund 570 Seeleute überleben.
03. Juli 1898 Vizcaya 76 Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wird in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba der spanische Panzerkreuzer Vizcaya (6.890 ts) durch Geschützfeuer des amerikanischen Panzerkreuzers USS Brooklyn schwer getroffen und muss sich brennend in Ufernähe, etwa 18 Seemeilen westlich von Santiago de Cuba, auf Grund setzen. 76 Crewmitglieder finden den Tod. 422 Mann, darunter der Kommandant, werden von amerikanischen Schiffen gerettet.
09. Feb. 1904 Warjag 33 Während des Russisch-Japanischen Krieges wird im Hafen von Tschemulpo (Korea) der russische Geschützte Kreuzer Warjag (6500 ts) von der eigenen Crew versenkt. Zuvor war das Schiff bei einem erfolglosen Ausbruchsversuch aus Tschemulpo mit 14 japanischen Schiffen ins Gefecht geraten und stark beschädigt worden (wobei auch 33 Crewmitglieder getötet und 97 verwundet worden waren). Der Kreuzer wird später von den siegreichen Japanern wieder gehoben und als Soya bis 1916 in Dienst gehalten.
11. Feb. 1904 Jenissei ≈ 100 In der Bucht von Dalian stößt der russische Minenleger Jenissei (3.000 ts) während des Legens von einer Minensperre versehentlich mit einer eigenen Mine zusammen (die sich zuvor losgerissen hatte), wodurch acht weitere Minen an Bord des Schiffes zur Explosion gebracht werden. Die Jenissei, einer der ersten hochseefähigen Minenleger der Welt, wird völlig zerstört und sinkt innerhalb von etwa 20 Minuten. Rund 100 Seeleute kommen ums Leben.
13. Apr. 1904 Petropawlowsk 638 Das russische Linienschiff Petropawlowsk (10.960 ts) gerät während des Russisch-Japanischen Krieges vor dem Hafen von Port Arthur auf eine japanische Minensperre und erleidet zwei Treffer. Eine verheerende Folgeexplosion der eigenen Munition und der Schiffskessel reißt das Schiff in zwei Teile, dessen Reste innerhalb von 15 Minuten sinken. Mit der Petropawlowsk gehen 638 Seeleute unter, darunter auch Vizeadmiral Stepan Ossipowitsch Makarow, der Befehlshaber des russischen 1. Pazifikgeschwaders. Der Tod des beliebten und fähigen Strategen und Ozeanographen belastet in den Folgemonaten die Moral der Seeleute der russischen Flotte im Pazifik erheblich. Insgesamt überleben nur etwa 80 Mann der Besatzung der Petropawlowsk den Untergang.
15. Mai 1904 Hatsuse und Yashima ≈ 700 Während des Russisch-Japanischen Krieges laufen die japanischen Linienschiffe Hatsuse (15.255 ts) und Yashima (12.320 ts) vor dem noch von den Russen gehaltenen Hafen von Port Arthur auf eine russische Minensperre auf, die zuvor von dem russischen Minenleger Amur gelegt worden war. Beide Schiffe erleiden je zwei Treffer und sinken. Mit der Hatsuse gehen 496 Mann unter, weitere rund 200 japanische Seeleute sterben an Bord der Yashima. Etwa 900 Mann von beiden Schiffen werden gerettet. Es sind dies die schlimmsten Verluste der japanischen Marine während des gesamten Russisch-Japanischen Krieges.
15. Juni 1904 Hitachi Maru ≈ 850 Der japanische Truppentransporter Hitachi Maru (6.716 BRT), mit rund 1.000 Soldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Shimonoseki nach Gushan, wird in der Koreastraße von dem russischen Panzerkreuzer Gromoboi gestellt und durch Artilleriefeuer versenkt. Von den rund 1000 Menschen an Bord überleben nur 152. Es ist dies der opferreichste Untergang eines einzelnen japanischen Schiffes während des Russisch-Japanischen Krieges.
14. Aug. 1904 Rurik 204 Während des Russisch-Japanischen Krieges treffen in der Koreastraße drei russische Panzerkreuzer auf einen aus sechs Kreuzern bestehenden japanischen Verband. Im sich daraus entwickelnden Seegefecht bei Ulsan wird der russische Panzerkreuzer Rurik (10.933 ts) von japanischem Artilleriefeuer schwer getroffen und manövrierunfähig geschossen. Das Schiff wird schließlich von der eigenen Crew versenkt, um eine Kaperung zu vermeiden. 204 Seeleute an Bord werden durch den Beschuss getötet, 625 Mann (davon 305 verwundet) werden von den Japanern gerettet.
13. Dez. 1904 Takasago 273 Vor Port Arthur läuft im Russisch-Japanischen Krieg der japanische Geschützte Kreuzer Takasago (4160 ts) auf eine russische Mine auf und sinkt nach einer starken Folgeexplosion der eigenen Munition. 273 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, etwa 200 Mann werden später von japanischen Schiffen gerettet.
27. Mai 1905 Osljabja 597 Bereits zu Beginn der Seeschlacht bei Tsushima (Russisch-Japanischer Krieg) wird das russische Linienschiff Osljabja (13.500 ts) von mehreren schweren 30,5-cm-Granaten des japanischen Linienschiffes Mikasa im Bugbereich und unterhalb der Wasserlinie getroffen. Das Vorschiff läuft langsam voll Wasser, weswegen die Osljabja gegen 15.15 Uhr kentert und sinkt. Etwa 250 Mann können von russischen Zerstörern abgeborgen werden, aber 597 Seeleute gehen mit dem Schiff unter. Die Osljabja ist das erste große russische Kriegsschiff, das in der Schlacht bei Tsushima versenkt wird.
27. Mai 1905 Borodino 829 Während der Seeschlacht bei Tsushima wird das russische Linienschiff Borodino (13.516 ts) durch japanisches Artilleriefeuer schwer beschädigt. Nach einem Volltreffer durch eine 30,5-cm-Granate, die vermutlich vom japanischen Linienschiff Fuji stammte, explodiert ein Munitionsmagazin, worauf das Schiff kentert und sinkt. Von den 830 Besatzungsangehörigen der Borodino kann nur ein einziger Überlebender später von den Japanern gerettet werden.
27. Mai 1905 Imperator Alexander III. 778 Während der Seeschlacht bei Tsushima wird das russische Linienschiff Imperator Alexander III. (13.516 ts) durch japanisches Artilleriefeuer schwer beschädigt und muss aus der Gefechtslinie ausscheren. Das Schiff kentert und sinkt schließlich in den Abendstunden, wobei nur vier Mann den Untergang überleben. 778 Besatzungsangehörige gehen mit dem Schiff unter.
27. Mai 1905 Knjas Suworow 734 Während der Seeschlacht bei Tsushima wird das russische Linienschiff Knjas Suworow (14.151 ts), zugleich das Flaggschiff der russischen Flotte, durch japanisches Artilleriefeuer am Tage schwer beschädigt und in den Abendstunden, etwa gegen 19.00 Uhr, von japanischen Zerstörern durch insgesamt vier Torpedotreffer versenkt. Mit dem Schiff gehen rund 734 Seeleute unter. Der verwundete russische Oberbefehlshaber, Vizeadmiral Sinowi P. Roschestwenski, und einige Stabsoffiziere war bereits gegen 17.00 Uhr von dem russischen Torpedoboot Buinij abgeborgen worden. Insgesamt überleben nur etwa 25 Mann den Untergang.
27./28. Mai 1905 Nawarin 678 Das russische Linienschiff Nawarin (10.206 ts), ein aus dem Jahre 1891 stammendes älteres Linienschiff, wird während der Seeschlacht bei Tsushima von japanischen Zerstörern in den Nachtstunden angegriffen und gegen 2.00 Uhr von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen. Das Schiff kentert und sinkt innerhalb weniger Minuten. Von der 681 Mann starken Besatzung überleben nur drei Mann. Sie werden erst vier Tage später von japanischen und englischen Schiffen gefunden und gerettet. Unter den Toten ist auch Baron Bruno von Vietinghoff, der Kommandant der Nawarin.
28. Mai 1905 Sissoi Weliki ≈ 64 Das russische Linienschiff Sissoi Weliki (10.400 ts), das in der Seeschlacht bei Tsushima schwere Treffer erhalten hatte und in Brand geraten war, ergibt sich nach der Schlacht japanischen Hilfsschiffen. Der Versuch der Japaner, das stark beschädigte Linienschiff einzubringen, misslingt jedoch und das aufgegebene Schiff sinkt um 10.05 Uhr am 28. Mai etwa 50 Seemeilen nordöstlich von Tsushima. Während der Schlacht hatte es an Bord 59 Tote und 66 Verletzte gegeben. Von den 613 Gefangenen, darunter etwa 30 Schwerverwundete, die von den Japanern gerettet wurden, erlagen mindestens noch fünf an den Folgetagen ihren erlittenen Verwundungen.
28. Mai 1905 Wladimir Monomach ≈ 10 Der alte russische Panzerkreuzer Wladimir Monomach (5.593 ts) hatte in der Seeschlacht bei Tsushima etliche Treffer und dazu noch in der Nacht einen Torpedotreffer erhalten. Am Morgen des 28. Mai versuchte der Kommandant des Schiffes das koreanische Ufer zu erreichen und das Schiff dort auf Grund zu setzen. Auf Höhe der Insel Tsushima wurde er jedoch von dem japanischen Zerstörer Shiranui und dem Hilfskreuzer Sado Maru gestellt. Als die japanischen Schiffe die aussichtslose Lage des schwer beschädigten russischen Kreuzers erkannten, stellten sie das Feuer ein. Nach dem Öffnen der Flutventile durch die Besatzung sank der Kreuzer um 10.20 Uhr. Die Besatzung wurden von den japanischen Hilfskreuzern Sado Maru und Manshu Maru an Bord genommen. Die Personalverluste an Bord während der Schlacht liegen (vermutlich) bei etwa zehn Toten und 40 Verwundeten (?).
28. Mai 1905 Admiral Nachimow 18 Der alte russische Panzerkreuzer Admiral Nachimow (8473 ts) war in der Seeschlacht bei Tsushima durch etwa 20 Treffer erheblich beschädigt worden. Am Morgen des 28. Mai fuhr das halbversunkene Schiff mit dem Achtersteven voraus, da der Bug durchlöchert war. Beim Auftauchen japanischer Schiffe wurde das Schiff von seiner Besatzung versenkt. Der japanische Hilfskreuzer Sado Maru nahm 523 Mann der Besatzung gefangen, 103 Mann gelang zunächst die Flucht in Booten, sie wurden jedoch später von den Japanern aufgegriffen. 18 Mann der Besatzung wurden getötet bzw. sind vermisst.
28. Mai 1905 Swetlana 169 Der russische Geschützte Kreuzer Swetlana (3862 ts) wurde am zweiten Tag der Seeschlacht bei Tsushima von den japanischen Kreuzern Niitaka und Otowa gestellt und sank brennend nach Öffnung der Seeventile. 169 Mann ließen im Gefecht und bei der Versenkung der Swetlana ihr Leben.
28. Mai 1905 Admiral Uschakow ≈ 100 Das russische Küstenpanzerschiff Admiral Uschakow (4.648 ts), das der Niederlage der russischen Flotte bei Tsushima am Vortag und in der Nacht hatte entkommen können, wird in den Abendstunden des 28. Mai von den japanischen Panzerkreuzern Azuma und Yakumo nordöstlich von Pusan gestellt und beschossen. Nach rund 15 Treffern durch 15,2-cm- und 20,3-cm-Granaten versenkt die russische Crew ihr brennendes Schiff selbst. Etwa 100 Mann kommen ums Leben. Die restliche Besatzung wird von den Japanern gerettet.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
05. Aug. 1914 Königin Luise 105 Vor der Themsemündung wird der deutsche Hilfsminenleger SMS Königin Luise (2.150 ts) von britischen Seestreitkräften, darunter dem Spähkreuzer Amphion und drei Zerstörern, während des Legens einer Minensperre überrascht und nach einem einstündigen Verfolgungsgefecht versenkt. 46 der 151 Besatzungsangehörigen werden von den Briten gerettet. 105 Mann kommen ums Leben.
06. Aug. 1914 Amphion 151 Vor der Themsemündung gerät der britische Spähkreuzer Amphion (3.440 ts) auf dem Rückweg nach Harwich mit 38 deutschen Gefangenen an Bord auf eine Minensperre, die am Vortag von der Königin Luise gelegt worden war. Der Kreuzer erleidet zwei Minentreffer und sinkt innerhalb von 15 Minuten. Mit dem Schiff gehen 132 britische Seeleute und 19 deutsche Gefangene von der Königin Luise unter.
09. Aug. 1914 SM U 15 23 In der nördlichen Nordsee, nahe Fair Isle, stößt der britische Leichte Kreuzer HMS Birmingham in dichtem Nebel überraschend auf das an der Oberfläche liegende deutsche U-Boot SM U 15 (535 ts), dessen Crew im Inneren gerade einen Motorschaden behebt. Der Kreuzer rammt das U-Boot und versenkt es. Mit SM U 15 geht die gesamte Crew von 23 Mann unter. SM U 15 ist das erste deutsche U-Boot, das im Ersten Weltkrieg versenkt wird.
13. Aug. 1914 Baron Gautsch 147 Auf einer Fahrt von Veli Lošinj (Dalmatien) nach Triest läuft der Luxusdampfer Baron Gautsch (2.069 BRT) des Österreichischen Lloyd in der nördlichen Adria auf eine Seemine, die kurz zuvor von der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine gelegt worden war. Das Schiff sinkt etwa sieben Meilen vor Brijuni an der Küste Istriens, wobei 147 der 306 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kommen.
16. Aug. 1914 SMS Zenta 174 In der südlichen Adria, nahe Bar (Montenegro), wird der österreichisch-ungarische Kleine Kreuzer SMS Zenta (2.543 ts), auf dem Rückweg von einem Vorstoß in Richtung Montenegro, von überlegenen Einheiten der Mittelmeerflotte der Entente-Mächte, darunter das Schlachtschiff Courbet und acht Kreuzer, gestellt und in einem 40 Minuten dauernden Gefecht durch Artilleriebeschuss versenkt. Mit dem Schiff gehen 174 Crewangehörige unter. Rund 150 Mann erreichen später die Küste und werden in Montenegro interniert.
26. Aug. 1914 SMS Kaiser Wilhelm der Große 104 Vor der Westküste Afrikas, nahe Río de Oro (Spanisch-Sahara), überrascht der britische Geschützte Kreuzer HMS Highflyer den deutschen Hilfskreuzer SMS Kaiser Wilhelm der Große (14.349 BRT), der gerade Kohle an Bord nimmt. Obwohl sich das deutsche Schiff innerhalb spanischer Hoheitsgewässer befindet, greift der britische Kreuzer an, woraus sich ein 90 Minuten dauerndes Artillerieduell entwickelt. Nachdem der Kaiser Wilhelm der Große die Munition ausgegangen war, versenkt die Crew das durch Treffer beschädigte Schiff schließlich selbst. 104 Seeleute kommen durch den Beschuss ums Leben, etwa 480 Mann können sich ans Ufer retten.
28. Aug. 1914 SMS Cöln 484 Während des Seegefechtes bei Helgoland versenken überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Cöln (4.300 ts) durch Artilleriebeschuss. Mit dem Schiff gehen 484 Besatzungsangehörige unter. Nur ein einziger Überlebender wird 76 Stunden nach dem Gefecht aus einem zerschossenen Beiboot heraus gerettet.
28. Aug. 1914 SMS Mainz 169 Während des Seegefechtes bei Helgoland versenken überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Mainz (4.300 ts) durch Artilleriebeschuss. 169 Mann gehen mit dem Schiff unter, rund 200 Überlebende werden von den Briten gerettet und gehen in Gefangenschaft.
28. Aug. 1914 SMS Ariadne 64 Während des Seegefechtes vor Helgoland schießen überlegene britische Seestreitkräfte, darunter fünf Schlachtkreuzer, den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Ariadne (2.650 ts) zum Wrack. Das zerschossene Schiff bleibt aber nach dem Gefecht noch knapp zwei Stunden lang schwimmfähig, weswegen 229 Mann später von heraneilenden deutschen Schiffen abgeborgen werden können. 64 Mann kommen allerdings durch den Beschuss zu Tode und gehen mit dem Kreuzer unter.
05. Sep. 1914 Pathfinder 259 Vor der schottischen Küste, nahe St. Abbs Head, torpediert das deutsche U-Boot U 21 den britischen Spähkreuzer Pathfinder (2.940 ts). Der Torpedotreffer verursacht eine Munitionsexplosion, die den Kreuzer innerhalb von wenigen Minuten zum Sinken bringt. Mit dem Schiff gehen 259 Seeleute unter, nur elf überleben. Es ist dies der erste erfolgreiche Torpedoangriff eines U-Bootes auf ein Kriegsschiff auf offener See, bei dem das U-Boot zudem die Attacke unbeschadet überstand.
20. Sep. 1914 HMS Pegasus 38 Auf der Reede des Hafens von Sansibar versenkt der deutsche Kleine Kreuzer SMS Königsberg in einem überraschenden Angriff den britischen Kleinen Kreuzer HMS Pegasus (2.200 ts) durch Artilleriebeschuss. Die Crew der HMS Pegasus hat 38 Tote und 55 Verwundete zu beklagen. Etwa 150 Mann werden später von dem Lazarettschiff Gascon geborgen.
22. Sep. 1914 HMS Aboukir, HMS Cressy und HMS Hogue 1.464 Vor der niederländischen Küste, nahe dem Hoek van Holland, versenkt das deutsche U-Boot SM U 9 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Weddigen in den Morgenstunden aus einem britischen Verband zunächst den Panzerkreuzer HMS Aboukir (12.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sinkt innerhalb von etwa 30 Minuten und reißt 527 Mann mit in die Tiefe. SM U 9 kann in den nachfolgenden 70 Minuten zudem noch die beiden britischen Panzerkreuzer HMS Cressy (12.000 ts) und HMS Hogue (12.000 ts) torpedieren, welche beide ebenfalls sinken. Dabei sterben 562 Seeleute an Bord der HMS Cressy und 375 Besatzungsmitglieder der HMS Hogue. Insgesamt finden beim Untergang der drei Kreuzer 1.464 britische Seeleute den Tod.
11. Okt. 1914 Pallada 597 Im Finnischen Meerbusen versenkt das deutsche U-Boot SM U 26 den russischen Panzerkreuzer Pallada (7.780 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo trifft eine der Munitionskammern des Schiffes und verursacht eine verheerende Explosion, die den Panzerkreuzer innerhalb von nur einer Minute versenkt. Mit dem Schiff geht die gesamte Besatzung von 597 Mann unter; es gibt keine Überlebenden.
15. Okt. 1914 HMS Hawke 527 Vor Aberdeen, nahe Peterhead, gelingt dem deutschen U-Boot SM U 9 die Versenkung des britischen Geschützten Kreuzers HMS Hawke (7.750 ts) durch einen Torpedotreffer. Der aus dem Jahr 1891 stammende Kreuzer sinkt innerhalb von wenigen Minuten und geht mit 527 Besatzungsangehörigen unter. Nur 64 Mann überleben.
17. Okt. 1914 Takachiho 271 Während der Belagerung von Tsingtau gelingt es dem deutschen Torpedoboot SMS S 90 aus dem Hafen auszubrechen und den zur alliierten Blockadeflotte gehörenden japanischen Geschützten Kreuzer Takachiho (3.650 ts) zu torpedieren. Der Kreuzer explodiert und zerbricht in zwei Teile. Beim Untergang kommen 271 japanische Seeleute ums Leben, nur 86 Mann überleben. Es ist dies der schwerste Verlust der japanischen Marine während des gesamten Ersten Weltkrieges.
17. Okt. 1914 SMS S 115 und SMS S 117 und SMS S 118 und SMS S 119 218 In der Nordsee, nahe der Insel Texel, trifft ein britischer Flottenverband, bestehend aus dem Leichten Kreuzer HMS Undaunted und vier großen Zerstörern, auf die zur 7. Torpedoboot-Halbflottille gehörenden deutschen Torpedoboote SMS S 115 (315 ts), SMS S 117 (315 ts), SMS S 118 (317 ts) und SMS S 119 (317 ts). Die deutschen Schiffe werden von den überlegenen britischen Seestreitkräften in einem rund 30 Minuten dauernden Gefecht zusammengeschossen und versenkt. Mit den Torpedobooten gehen 218 deutsche Seeleute unter (55 Mann gehen mit S 115 unter, 64 mit S 117, 52 mit S 118 und 47 mit S 119), darunter auch der Befehlshaber der 7. Halbflottille, Korvettenkapitän Georg Thiele, nur 34 Mann überleben und werden von britischen und neutralen Schiffen gerettet.
18. Okt. 1914 HMS E3 28 Vor der Ems-Mündung versenkt das deutsche U-Boot SM U 27 das in Richtung Borkum marschierende britische U-Boot HMS E3 (725 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem U-Boot geht die gesamte Besatzung von 28 Mann unter. Es ist dies die erste Versenkung eines U-Bootes durch ein gegnerisches U-Boot in der Seekriegsgeschichte. Das Wrack wird 1994 entdeckt.
20. Okt. 1914 Glitra 0 14 Seemeilen vor der norwegischen Küste versenkt das deutsche U-Boot SM U 17 den von Schottland nach Stavanger dampfenden britischen Frachter Glitra (866 BRT). Das Schiff wird gemäß den Cruiser Rules gestoppt und durchsucht; der Mannschaft wird Zeit gegeben, das Schiff zu verlassen. Nachdem alle von Bord sind, werden die Seeventile des Schiffs geöffnet. Die 17 Besatzungsmitglieder werden von einem norwegischen Torpedoboot an Land gebracht. Die Glitra ist das erste im Ersten Weltkrieg versenkte Handelsschiff.
27. Okt. 1914 HMS Audacious 1 In der nordirischen See, nahe Lough Swilly, läuft das britische Linienschiff HMS Audacious (23.400 ts) auf eine Mine auf, die zuvor von dem deutschen Hilfskreuzer SMS Berlin gelegt worden war. Die Crew des Schlachtschiffes kämpft fast zwölf Stunden lang gegen die Wassereinbrüche an, dann kentert das Schiff und sinkt. Da die Besatzung zuvor weitestgehend abgeborgen worden war, entstehen an Bord der HMS Audacious keine Personalverluste. Ein Crewmitglied des Leichten Kreuzers HMS Liverpool wird allerdings durch herumfliegende Trümmer getötet, als während des Sinkens eine Folgeexplosion den Rumpf des Schlachtschiffes erschüttert und Wrackteile bis zur etwa 800 Meter entfernt liegenden HMS Liverpool geschleudert werden. Der Verlust der HMS Audacious wiegt für die Royal Navy so schwer, dass der Untergang vorerst geheim gehalten wird.
28. Okt. 1914 Schemtschug 89 Im Hafen von Penang (Malaysia) versenkt der deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden den vor Anker liegenden russischen Leichten Kreuzer Schemtschug (3.100 ts) durch Artilleriebeschuss und einen Torpedotreffer. 89 russische Seeleute finden dabei den Tod, etwa 240 Mann werden gerettet.
28. Okt. 1914 Mousquet 40 Vor der Hafenausfahrt von Penang, nach dem Gefecht mit dem Kreuzer Schemtschug, versenkt der deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden den von einer Patrouille zurückkehrenden französischen Torpedobootzerstörer Mousquet (298 ts) durch Artilleriebeschuss. 40 Mann gehen mit dem Schiff unter, 36 Seeleute werden von den Deutschen gerettet.
31. Okt. 1914 HMS Hermes 22 In der Straße von Dover, nahe der Ruylingen Bank, versenkt das deutsche U-Boot SM U 27 den zu einem Flugzeugtender umgebauten britischen Leichten Kreuzer HMS Hermes (5.650 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 22 Crewmitglieder und drei Flugzeuge unter. Etwa 420 Mann können von Hafenfahrzeugen aus Dünkirchen gerettet werden.
01. Nov. 1914 HMS Good Hope 901 Vor der Küste Chiles wird der britische Panzerkreuzer HMS Good Hope (14.100 ts) im Seegefecht bei Coronel vom deutschen Kreuzergeschwader von Vizeadmiral Maximilian von Spee zusammengeschossen und sinkt in den Abendstunden nach einer Munitionsexplosion. Mit der HMS Good Hope gehen Konteradmiral Sir Christopher Cradock und 900 Besatzungsangehörige unter. Es gibt keine Überlebenden.
01. Nov. 1914 HMS Monmouth 734 Vor der Küste Chiles wird der britische Panzerkreuzer HMS Monmouth (9.950 ts) im Seegefecht bei Coronel vom deutschen Kreuzergeschwader von Vizeadmiral Maximilian von Spee zusammengeschossen und sinkt in den Abendstunden nach einem Torpedotreffer des deutschen Kleinen Kreuzers SMS Nürnberg. Mit dem Schiff gehen 734 Seeleute unter, es gibt keine Überlebenden.
09. Nov. 1914 SMS Emden 136 Im Indischen Ozean, nahe der Kokosinseln, wird der als Handelsstörer eingesetzte deutsche Kleine Kreuzer SMS Emden (3.660 ts) von dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney gestellt und in einem erbitterten Artillerieduell niedergekämpft. Das zerschossene deutsche Schiff wird schließlich von der eigenen Crew auf den Strand von North Keeling aufgesetzt und geht verloren. Insgesamt kommen 136 deutsche Seeleute ums Leben, 247 Mann werden gerettet oder können fliehen und kehren später nach Deutschland zurück.
17. Nov. 1914 SMS Friedrich Carl 7 Während eines offensiven Vorstoßes der deutschen Flotte gegen den russischen Hafen Liepāja (Libau) gerät der deutsche Panzerkreuzer SMS Friedrich Carl (9.087 ts) auf eine russische Defensivminensperre und erleidet zwei Minentreffer. Das Schiff sinkt innerhalb von 45 Minuten, wobei sieben Seeleute den Tod finden. Das Gros der Besatzung, etwa 580 Mann, wird von dem deutschen Kleinen Kreuzer SMS Augsburg gerettet.
08. Dez. 1914 SMS Scharnhorst 860 Beim Versuch, einen Handstreich gegen die britische Marinebasis Port Stanley durchzuführen, wird das deutsche Ostasiengeschwader unter Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee von einem britischen Geschwader mit den beiden Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible sowie weiteren Panzerkreuzern und Leichten Kreuzern gestellt. Graf von Spee nimmt den Kampf mit seinen beiden Panzerkreuzern auf, um den Kleinen Kreuzern ein Entkommen zu ermöglichen. Die SMS Scharnhorst (11.600 ts) kann mehrere Treffer auf der HMS Invincible erzielen, wird jedoch selbst stark beschädigt und sinkt knapp drei Stunden nach Feuereröffnung um 16.17 Uhr. Mit der SMS Scharnhorst gehen ihre gesamte Besatzung und Graf von Spee unter.
08. Dez. 1914 SMS Gneisenau 598 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln wird die SMS Gneisenau (11.600 ts) von den britischen Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible und dem Panzerkreuzer HMS Carnarvon zusammengeschossen. Nachdem die Geschwindigkeit auf 5 kn gesunken und die Munition verschossen ist, öffnet die deutsche Besatzung um 17.30 Uhr die Flutventile und versenkt die SMS Gneisenau selbst. 598 Mann der Besatzung werden während des Gefechts getötet oder ertrinken im kalten Wasser, 187 können durch britische Schiffe gerettet werden.
08. Dez. 1914 SMS Nürnberg 327 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln wird der deutsche Kleine Kreuzer SMS Nürnberg (3.408 ts) von der HMS Kent verfolgt. Beide Kreuzer liefern sich ein Artillerieduell, wobei die SMS Nürnberg zusammengeschossen wird. Sie sinkt um 19.27 Uhr mit dem größten Teil ihrer Besatzung. Nur 18 Mann können von den Briten gerettet werden, von denen fünf kurze Zeit später ihren Verletzungen erliegen.
08. Dez. 1914 SMS Leipzig 315 Während des Seegefechtes bei den Falklandinseln nehmen die HMS Cornwall und die HMS Glasgow den deutschen Kleinen Kreuzer SMS Leipzig (3.250 ts) unter Beschuss. Nach einem fast fünfstündigen Kampf wird um 19.17 Uhr auf der SMS Leipzig der Befehl zur Selbstversenkung erteilt und das Schiff verlassen. Es sinkt nach nochmaligem Beschuss durch die Briten um 21.23 Uhr. 315 Seeleute kommen ums Leben, nur 18 können gerettet werden.
13. Dez. 1914 Mesudiye 38 Vor den Dardanellen versenkt das britische U-Boot HMS B11 das alte türkische Küstenpanzerschiff Mesudiye (9.270 ts) durch einen Torpedotreffer. Das aus dem Jahr 1875 stammende Schiff sinkt sofort und reißt 38 Crewangehörige mit in die Tiefe. Da das Schiff in der Nähe zur Küste sinkt, kann sich aber der überwiegende Teil der Crew schwimmend an Land retten.

1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1915 HMS Formidable 547 Im Ärmelkanal, nahe der Isle of Portland, versenkt das deutsche U-Boot SM U 24 in einem Nachtangriff das britische Linienschiff HMS Formidable (14.160 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sinkt etwa zwei Stunden nach dem Angriff. Da aber zum Zeitpunkt des Untergangs ein starker Orkan tobt, können nur wenige Boote zu Wasser gebracht werden. Zudem werden Rettungsbemühungen anderer Schiffe durch den Sturm stark erschwert. Insgesamt sterben 547 Seeleute, darunter auch der Kommandant des Schiffes, Captain Noel Loxley; etwa 200 Mann können gerettet werden. Die HMS Formidable ist das erste britische Linienschiff, das im Ersten Weltkrieg durch Feindeinwirkung verloren geht.
13. Jan. 1915 HMS Viknor 295 Vor der Küste von Donegal, nahe Tory Island, läuft der britische Hilfskreuzer HMS Viknor (5.386 BRT) während eines starken Sturmes vermutlich auf eine deutsche Treibmine, die wahrscheinlich vom Hilfskreuzer SMS Berlin gelegt worden war, auf. Das aus dem Jahr 1888 stammende Schiff sinkt innerhalb weniger Minuten. Infolge des schnellen Sinkens und wegen des Sturms kann sich niemand retten; alle 295 Crewmitglieder der HMS Viknor finden den Tod. Da von dem Schiff auch kein Notruf empfangen wird, wird der Verlust erst einige Tage später bekannt, als die Leichen von mehreren Besatzungsangehörigen nahe Tory Island angeschwemmt werden.
24. Jan. 1915 SMS Blücher 792 Während des Gefechts auf der Doggerbank wird der deutsche Panzerkreuzer SMS Blücher (15.842 ts) mehrfach getroffen und bleibt infolge von Schäden an der Maschinenanlage hinter den deutschen Schlachtkreuzern zurück. Aufgrund eines falsch verstandenen Befehls konzentrieren die britischen Schiffe ihr Feuer auf den Panzerkreuzer. Die SMS Blücher erhält sieben Torpedo- und rund 70 Granattreffer, sie kentert um 13.13 Uhr. 792 Seeleute sterben, 260 werden von britischen Schiffen gerettet.
03. Feb. 1915 HMS Clan MacNaughton 281 Der britische Hilfskreuzer HMS Clan MacNaughton (4.985 BRT) gerät um den 3. Februar 1915 südwestlich der Hebriden mit der gesamten Crew in Verlust. Vermutlich stieß das Schiff mit einer vom deutschen Hilfskreuzer SMS Berlin gelegten Mine zusammen und sank. Ein Notruf wurde keiner empfangen, weswegen erst mit einer Suche begonnen wurde, nachdem das Schiff Mitte Februar überfällig geworden war. Mit der HMS Clan MacNaughton gehen der Kommandant, Commander Robert Jeffreys, und 280 Crewmitglieder unter. Der Verlustzeitpunkt und der Untergangsort sind nicht genau gesichert. Später aufgefundene Trümmerstücke, die Explosionsspuren aufwiesen, hatten aber den Rückschluss auf einen Minentreffer als wahrscheinlichste Verlustursache zugelassen.
11. Mär. 1915 HMS Bayano 195 Im Nordkanal zwischen Irland und Schottland, etwa zehn Seemeilen westlich des Corsewall Lighthouse, versenkt das deutsche U-Boot SM U 27 den britischen Hilfskreuzer HMS Bayano (5.948 BRT) durch einen Torpedotreffer. Der Hilfskreuzer sinkt innerhalb von nur fünf Minuten und reißt den Kommandanten, Commander H. C. Carr, und 194 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur 26 Mann überleben und werden von dem britischen Dampfer Castlereagh gerettet.
18. Mär. 1915 Bouvet 660 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, läuft das französische Linienschiff Bouvet (12.007 ts) auf eine Mine auf, die die Steuerbordseite aufreißt, und erhält zusätzlich acht Treffer von osmanischen Küstenbatterien in der Nähe der gleichen Stelle. Dies verursacht eine starke Explosion im Turm eines 27,4-cm-Geschützes, welche das Schiff innerhalb von nur zwei Minuten zum Sinken bringt. Mit dem Schiff gehen 660 Seeleute unter. Es gibt keine Überlebenden.
18. Mär. 1915 Irresistible 150 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, läuft das britische Linienschiff HMS Irresistible (14.685 ts) auf eine Mine auf und wird stark beschädigt. Mit starker Schlagseite und gefluteten Maschinenräumen treibt die Irresistible manövrierunfähig auf die türkischen Forts zu und wird in den Abendstunden schließlich durch Artilleriebeschuss versenkt. Der überwiegende Teil der Crew kann von anderen Schiffen abgeborgen werden, aber 150 Mann finden durch den Minentreffer und den Beschuss den Tod.
18. Mär. 1915 Ocean 1 Während des Versuchs der Entente-Mächte, die Durchfahrt durch die Dardanellen mit starken Flottenkräften zu erzwingen, läuft das britische Linienschiff Ocean (12.950 ts) beim Versuch, die Irresistible zu unterstützen, auf eine Mine auf und erleidet große Schäden. Nach dem Abbergen der Crew durch Zerstörer treibt das Schiff in die Mortobucht und wird dort von türkischen Küstenbatterien in den Abendstunden, etwa gegen 22.30 Uhr, versenkt. Lediglich ein Besatzungsmitglied wird getötet.
28. Mär. 1915 Falaba 104 Das britische Passagierschiff Falaba (4.086 BRT) der Elder Dempster Lines wird im St. Georgskanal vor der Küste von Pembrokeshire (Wales) vom deutschen U-Boot U 28 durch einen Torpedotreffer versenkt. 104 Menschen kommen dabei ums Leben. 143 Überlebende werden von den britischen Fischkuttern Emma Eileen und Wenlock geborgen. Unter den Toten ist auch der 30 Jahre alte US-Amerikaner Leon Chester Thresher, was in der Folge heftige Reaktionen in den Vereinigten Staaten und den Austausch mehrerer diplomatischer Noten zwischen den USA und Deutschland auslöst.
03. Apr. 1915 Mecidiye 14 Während eines Vorstoßes gegen den russischen Schiffsverkehr westlich der Halbinsel Krim läuft der türkische Geschützte Kreuzer Mecidiye (3.250 ts), unter deutschem Kommando stehend und mit einer türkischen Crew bemannt, etwa 15 Seemeilen südwestlich von Odessa auf eine russische Minensperre auf und sinkt. 14 Mann der Crew finden dabei den Tod. Etwa 300 Seeleute werden von sichernden türkischen Torpedobooten abgeborgen. Das Wrack des in seichtem Wasser gesunkenen Kreuzers wird im Juni 1915 von den Russen gehoben, die das Schiff unter dem Namen Prut reaktivieren und bis 1917 als Minenleger nutzen.
26./27. Apr. 1915 Léon Gambetta 684 Vor der Küste Süditaliens, etwa 15 Seemeilen südlich der Halbinsel Salento, versenkt das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 5 den französischen Panzerkreuzer Léon Gambetta (12.400 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sinkt in nur zehn Minuten und reißt 684 Besatzungsangehörige, darunter auch Konteradmiral Victor Baptistin Sénès, mit in die Tiefe. Nur 137 Mann überleben.
07. Mai 1915 RMS Lusitania 1.198 Auf der Fahrt von New York nach Liverpool, etwa zwölf Seemeilen vor der Südküste Irlands, wird das große britische Passagierschiff RMS Lusitania (31.550 BRT) der britischen Cunard Line gegen 14 Uhr von einem Torpedo des deutschen U-Bootes SM U 20 getroffen und sinkt innerhalb von nur 18 Minuten. Eine Staubexplosion in einem leeren Kohlebunker im Vorschiff, ausgelöst durch den Torpedotreffer, richtet große Schäden an und beschleunigt das Sinken erheblich. Von den 1959 Menschen an Bord kommen 1198 ums Leben, darunter auch 124 US-Amerikaner. Diese Versenkung löst einen Proteststurm in den USA aus und bewirkt, dass sich nach und nach die deutsch-amerikanischen Beziehungen nachhaltig verschlechtern.
12./13. Mai 1915 HMS Goliath 569 Während der Schlacht um die Dardanellen erzielt das türkische Torpedoboot Muavenet-i Milliye, während eines Nachtangriffs auf die vor Kap Helles liegende Flotte der Entente-Mächte, drei Torpedotreffer auf dem britischen Linienschiff HMS Goliath (12.950 ts). Das Linienschiff kentert und sinkt innerhalb von nur zwei Minuten, wobei 569 Crewmitglieder den Tod finden. Etwa 140 Mann können sich retten. Es ist die einzige Versenkung eines britischen Linienschiffes durch ein Torpedoboot im Ersten Weltkrieg und die einzige, die von einem türkischen Überwasserkriegsschiff verursacht wird.
22. Mai 1915 Jenissei 298 Das deutsche U-Boot SM U 26 torpediert den russischen Minenleger Jenissei (3.200 t) vor Odensholm, der innerhalb von 10 Minuten sinkt. 298 Seeleute finden beim Untergang den Tod.
25. Mai 1915 Triumph 78 Während der Schlacht um die Dardanellen torpediert das deutsche U-Boot U 21 vor Gallipoli, im Rahmen der Landung am Kap Helles, das britische Linienschiff Triumph (11.985 ts). Innerhalb von 30 Minuten läuft das Schiff voll Wasser, kentert und sinkt. 78 Seeleute finden beim Untergang den Tod.
27. Mai 1915 Majestic 49 Während der Schlacht um die Dardanellen torpediert das deutsche U-Boot U 21 vor Gallipoli, im Rahmen der Landung am Kap Helles, das britische Linienschiff Majestic (14.900 ts). Das Linienschiff wird von einer starken Folgeexplosion erschüttert und sinkt innerhalb von neun Minuten. Mit der Majestic gehen 49 Seeleute unter.
31. Mai 1915 Merion 4 In der Ägäis, nahe der Insel Ai Strati, versenkt das deutsche U-Boot UB 8 den großen britischen Passagierdampfer Merion (11.621 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, welches zu Kriegsbeginn stark umgebaut worden war und das als Attrappe des britischen Schlachtkreuzers Tiger („dummy ship“) vor den Dardanellen hätte eingesetzt werden sollen, bleibt zunächst schwimmfähig, sinkt aber nach über 20 Stunden dennoch, da die Crew die Wassereinbrüche nicht abdichten kann. Vier Seeleute kommen dabei ums Leben.
28. Juni 1915 Armenian 29 Vor der Küste von Cornwall, nahe Trevose Head, versenkt das deutsche U-Boot U 24 den britischen Passagierdampfer Armenian (8.825 BRT) durch Sprengladungen. Das Schiff war zuvor gemäß der geltenden Prisenordnung von dem U-Boot gestoppt worden, beim Verlassen des Schiffes ertrinken aber 29 Menschen, weil ein Rettungsboot kentert.
07. Juli 1915 Amalfi 67 Vor Venedig versenkt das deutsche U-Boot SM UB 14 den von einem Aufklärungseinsatz zurückkehrenden italienischen Panzerkreuzer Amalfi (9.832 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sinkt etwa 30 Minuten nach dem Einschlag des Torpedos. Beim Untergang finden 67 italienische Seeleute den Tod. Da zum Zeitpunkt des Angriffs zwischen Italien und Deutschland offiziell noch kein Kriegszustand herrschte, tarnte sich das deutsche U-Boot als das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 26. Nach dem Verlust der Amalfi verbleiben die in Venedig stationierten italienischen Panzerkreuzer wegen der U-Boot-Bedrohung für fast ein Jahr im Hafen.
11. Juli 1915 SMS Königsberg 19 Der seit Oktober 1914 von überlegenen alliierten Seestreitkräften im Rufiji-Delta (Tansania) blockierte deutsche Kleine Kreuzer SMS Königsberg (3.390 ts) wird durch den Beschuss von zwei britischen Monitoren schwer beschädigt und schließlich von der eigenen Besatzung versenkt. 19 Besatzungsangehörige kommen dabei durch den Beschuss ums Leben. Das Gros der Besatzung, etwa 320 Mann, sowie ein Teil der Bewaffnung des Kreuzers wird danach im Kampf an Land eingesetzt.
18. Juli 1915 Giuseppe Garibaldi 57 In der Adria, südlich von Dubrovnik, versenkt das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 4 den italienischen Panzerkreuzer Giuseppe Garibaldi (7.698 ts) durch einen Torpedotreffer. Beim Untergang kommen 57 Seeleute ums Leben. Etwa 540 Mann werden von Begleitzerstörern gerettet.
08. Aug. 1915 India 166 Der britische Hilfskreuzer India (7.911 BRT), ein umgebautes Passagierschiff der Reederei P & O, wird vor Bodø an der Küste der norwegischen Provinz Nordland von dem deutschen U-Boot U 22 torpediert und versenkt. Zehn Offiziere und 156 Soldaten sterben. Die 141 Überlebenden wurden nach Narvik gebracht.
08. Aug. 1915 SM U 12 17 Vor Venedig läuft das österreichisch-ungarische U-Boot SM U 12 (273 ts) auf eine italienische Mine auf und sinkt. Es ist dies der erste k. u. k.-U-Boot-Verlust im Ersten Weltkrieg. Die gesamte Crew von 17 Mann findet beim Untergang den Tod. Das Wrack von SM U 12 wird 1916 von den Italienern gehoben und abgewrackt.
08. Aug. 1915 Barbaros Hayreddin 253 Im Marmarameer, nahe Bolayir, versenkt das britische U-Boot HMS E11 das in Richtung der Dardanellen marschierende türkische Linienschiff Barbaros Hayreddin (10.500 ts) durch einen Torpedotreffer. Das aus dem Jahre 1891 stammende Schiff, unter deutschem Kommando stehend und mit einer türkischen Besatzung bemannt, kentert und sinkt innerhalb weniger Minuten. 253 Seeleute gehen mit dem Linienschiff unter, etwa 330 Mann können von Küstenfahrzeugen gerettet werden.
09. Aug. 1915 HMS Lynx 70 Der britische Zerstörer HMS Lynx (957 ts) sinkt im Moray Firth (Schottland), etwa 24 Seemeilen südöstlich von Wick, auf einer Minensperre des deutschen Hilfskreuzers SMS Meteor. Mit dem Schiff gehen 70 Seeleute unter, nur etwa 20 Mann überleben und werden von Fischern gerettet.
13. Aug. 1915 HMT Royal Edward 935 In der östlichen Ägäis, nahe der Insel Kandeloussa, versenkt das deutsche U-Boot SM UB 14 den mit 1.637 Soldaten und Besatzungsmitgliedern beladenen und in Richtung der Dardanellen fahrenden britischen Truppentransporter HMT Royal Edward (11.117 BRT). Das Schiff erhält einen Torpedotreffer und sinkt in nur sechs Minuten. 935 Soldaten und Seeleute gehen mit dem Transporter unter. Etwa 460 Überlebende können von dem britischen Lazarettschiff HMHS Soudan gerettet werden.
19. Aug. 1915 SM U 27 37 Westlich der Scilly-Inseln wird das deutsche U-Boot SM U 27, nach dem Stoppen des Frachters Nicosian, von der britischen U-Boot-Falle HMS Baralong (Lieutenant Commander G. Herbert) überrascht und durch Artilleriefeuer versenkt. Nach dem Untergang des U-Bootes töten die Briten die im Wasser schwimmenden deutschen Überlebenden durch Gewehrfeuer. Somit finden alle 37 Besatzungsangehörigen von U 27, darunter auch der Kommandant, Kapitänleutnant B. Wegener, den Tod. Seeleute der Nicosian, die Zeuge des so genannten Baralong-Zwischenfalls werden, informieren darüber auch die Presse, wodurch dieser als Kriegsverbrechen einzustufende Vorfall öffentlich bekannt wird. Trotz formalen deutschen Protestes bestreitet die britische Seite diesen Vorfall, wodurch es auch nie zu einer Verurteilung von Lieutenant Commander Herbert und der Crew der HMS Baralong kommt.
19. Aug. 1915 Arabic 44 Der britische Passagierdampfer Arabic (15.801 BRT) der White Star Line wird vor dem Old Head of Kinsale an der Küste Südirlands ohne Vorwarnung vom deutschen U-Boot U 24 versenkt. Unter den 44 Toten befinden sich zwei US-Amerikaner, was erneut zu politischen Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland führt. Die Arabic ist das erste Schiff, das die White Star Line im Ersten Weltkrieg verliert.
04. Sep. 1915 RMS Hesperian 32 Der britische Passagierdampfer RMS Hesperian (10.920 BRT) der Allan Line wird wenige Stunden nach dem Auslaufen aus Liverpool vor Fastnet Rock vom deutschen U-Boot SM U 20 gesichtet und ohne Vorwarnung versenkt. Es ist das gleiche U-Boot unter dem gleichen Kommandanten, der bereits die Lusitania versenkt hat.
23. Okt. 1915 SMS Prinz Adalbert 672 Etwa 20 Seemeilen vor dem Hafen von Libau gelingt dem britischen U-Boot HMS E8 die Torpedierung des deutschen Panzerkreuzers SMS Prinz Adalbert (9.087 ts). Der Torpedo trifft die vordere Munitionskammer und verursacht eine starke Explosion, die das Schiff in zwei Teile sprengt und versenkt. Mit der SMS Prinz Adalbert gehen 672 Crewmitglieder unter, nur drei Mann überleben.
23. Okt. 1915 Marquette 167 Etwa 35 Seemeilen vor Thessaloniki (Griechenland) wird der zum Truppentransporter umgerüstete ehemalige Passagierdampfer Marquette (7057 BRT) von dem deutschen U-Boot U 35 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt. 167 Menschen kommen ums Leben, darunter 29 Besatzungsmitglieder, 10 Krankenschwestern und 128 Soldaten.
08. Nov. 1915 Ancona 208 Der 8.210 BRT große italienische Passagierdampfer Ancona wird im Mittelmeer vom deutschen U-Boot U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner gestoppt und torpediert, bevor alle Passagiere und Mannschaftsmitglieder das Schiff verlassen konnten. 208 Menschen sterben.
17. Nov. 1915 HMHS Anglia 134 Das britische Hospitalschiff HMHS Anglia (1.862 BRT), mit 390 Verwundeten und Crewangehörigen an Bord, läuft eine Seemeile vor Folkestone auf eine Seemine, die von dem deutschen U-Boot SM UC 5 (Oberleutnant zur See Herbert Pustkuchen) gelegt worden war. Das Schiff sinkt innerhalb von zehn Minuten. Vier Offiziere, eine Krankenschwester und 129 Patienten und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
03. Dez. 1915 Yarhisar 42 Der türkische Zerstörer Yarhisar (280 ts), auf U-Boot-Jagd im Marmarameer, wird vor İzmit von dem britischen U-Boot HMS E11 torpediert und versenkt. Beim Untergang des Schiffes, das unter deutschem Kommando steht und mit einer türkischen Crew bemannt ist, sterben 42 von 85 Besatzungsangehörigen, darunter 36 türkische Seeleuten und sechs deutsche Offiziere.
17. Dez. 1915 SMS Bremen und SMS V 191 ≈ 300 Während eines Vorstoßes gegen den Hafen von Windau läuft das deutsche Torpedoboot SMS V 191 (650 ts) auf eine russische Minensperre auf und sinkt. Der Kleine Kreuzer SMS Bremen (3270 ts) versucht dem Havaristen zu Hilfe zu eilen, erleidet dabei aber selbst zwei Minentreffer und sinkt ebenfalls. Beim Untergang der Schiffe sterben rund 300 Seeleute, nur etwa 50 Überlebende von beiden Schiffen können von dem Torpedoboot SMS V 186 gerettet werden.
24. Dez. 1915 Ville de La Ciotat 81 Auf einer Fahrt von Shanghai nach Marseille wird an Heiligabend 1915 der französische Passagierdampfer Ville de La Ciotat (6.461 BRT) mit 316 Menschen an Bord vor der griechischen Halbinsel Mani von dem deutschen U-Boot SM U 34 torpediert. Das Schiff sinkt sehr schnell, 35 Passagiere und 46 Besatzungsmitglieder kommen durch die Explosion ums Leben oder ertrinken.
30. Dez. 1915 Persia 343 Südlich von Kreta wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Persia (7.974 BRT), der sich auf dem Weg von England nach Persien befindet, vom deutschen U-Boot SM U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner torpediert. Das Schiff sinkt in nur sieben Minuten, weswegen nur wenige Passagiere die Rettungsboote besteigen können. Von den 519 Menschen an Bord sterben 343, darunter der größte Teil der Frauen und Kinder.

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
06. Jan. 1916 HMS King Edward VII. 0 Das britische Linienschiff HMS King Edward VII. (16.350 ts), auf einem Verlegungsmarsch von Scapa Flow nach Belfast, läuft nahe Cape Wrath in ein Minenfeld des deutschen Hilfskreuzers SMS Möve und erleidet einen Minentreffer. Neun Stunden lang kämpft die Crew vergebens gegen die Wassereinbrüche, dann kentert das Linienschiff und sinkt. Die gesamte Besatzung kann von Begleitschiffen gerettet werden.
08. Feb. 1916 Amiral Charner 374 Vor dem Hafen von Beirut versenkt das deutsche U-Boot U 21 den französischen Geschützten Kreuzer Amiral Charner (4.750 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Kreuzer zerbricht in zwei Teile und sinkt in nur vier Minuten. Mit dem Schiff gehen 374 Seeleute unter. Nur ein einziger Überlebender wird am 13. Februar auf einem Rettungsfloß entdeckt und geborgen.
11. Feb. 1916 Arethusa 6 Vor der Küste von Suffolk, nahe Felixstowe, läuft der britische Leichte Kreuzer Arethusa (3.500 ts) auf eine Mine auf und sinkt innerhalb von etwa drei Stunden. Versuche, das Schiff auf Grund zu setzen, schlagen fehl. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot UC 7 gelegt worden. Sechs Mann kommen bei der Minenexplosion ums Leben, der Rest der Crew kann gerettet werden.
26. Feb. 1916 La Provence 990 Vor dem Peloponnes, etwa 65 Seemeilen südlich von Kap Matapan, versenkt das deutsche U-Boot U 35 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Perière den mit 1.960 Soldaten beladenen französischen Hilfskreuzer und Truppentransporter La Provence (13.752 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sinkt innerhalb von zehn Minuten. Da infolge eines starken Sturms viele Rettungsboote zudem nicht zu Wasser gelassen werden können oder in den Wellen umschlagen, kommen insgesamt 990 Soldaten und Seeleute ums Leben.
27. Feb. 1916 Maloja 155 Der britische Passagierdampfer Maloja (12.431 BRT) befindet sich auf dem Weg von Tilbury nach Bombay, als er zwei Seemeilen vor Dover an der englischen Südküste auf eine Mine des deutschen U-Boots UC 6 läuft und untergeht. Von rund 460 Crewangehörigen und Passagieren an Bord finden 155 den Tod. Die Maloja ist das größte Schiff, das P&O im Ersten Weltkrieg verliert.
29. Feb. 1916 Greif 192 Nordwestlich von Bergen wird der deutsche Hilfskreuzer Greif (4.962 BRT) von britischen Seestreitkräften bei dem Versuch gestellt, die britische Blockadelinie zu durchbrechen und in den Atlantik vorzustoßen. Der Hilfskreuzer sinkt nach einem erbitterten Artillerieduell mit dem britischen Hilfskreuzer Alcantara, der allerdings ebenfalls sinkt, sowie dem Hilfskreuzer Andes und dem Leichten Kreuzer Comus. 192 Crewmitglieder gehen mit dem Schiff unter, 117 Mann werden später von den Briten gerettet.
29. Feb. 1916 Alcantara 72 Nordwestlich von Bergen sinkt der britische Hilfskreuzer Alcantara (16.034 BRT) nach einem Artilleriegefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer Greif. Das Schiff erhält zudem einen Torpedotreffer von dem deutschen Schiff und geht mit 72 Besatzungsangehörigen an Bord unter. Rund 300 Überlebende wurden von anderen britischen Schiffen aufgenommen.
27. Apr. 1916 HMS Russell 126 Vor Malta sinkt das britische Linienschiff HMS Russell (13.745 ts) nach zwei Minentreffern. Die Minen waren zuvor von dem deutschen U-Boot SM U 73 gelegt worden. Beim Untergang sterben 126 Crewangehörige, etwa 600 Mann können gerettet werden.
30. Mär. 1916 Portugal 115 Im Schwarzen Meer, an der Küste der türkischen Provinz Rize, wird das russische Hospitalschiff Portugal (5.357 BRT) von dem deutschen U-Boot SM U 33 mit einem Torpedotreffer versenkt. Der Dampfer sinkt in zwei Minuten. 115 Menschen (Russen und Franzosen) kommen durch die Versenkung ums Leben.
08. Mai 1916 Cymric 5 140 Meilen vor Fastnet Rock wird der 13.000 BRT große britische Passagierdampfer Cymric der White Star Line auf dem Weg von New York nach Liverpool vom deutschen U-Boot U 20 unter Kapitänleutnant Walther Schwieger ohne Vorwarnung versenkt. Von den 112 Personen an Bord kommen fünf ums Leben.
31. Mai 1916 HMS Indefatigable 1.017 Der britische Schlachtkreuzer HMS Indefatigable (19.100 ts) wird während der Skagerrakschlacht von dem deutschen Schlachtkreuzer SMS Von der Tann unter Feuer genommen. Das deutsche Schiff trifft den vorderen Geschützturm des britischen Schiffes mit mehreren 28-cm-Granaten, wodurch Flammen in die Munitionskammer durchschlagen. Die HMS Indefatigable wird von mehreren Explosionen zerrissen und sinkt. 1.017 Seeleute verlieren ihr Leben, nur vier können gerettet werden.
31. Mai 1916 HMS Queen Mary 1.245 Im konzentrierten Feuer der deutschen Schlachtkreuzer SMS Derfflinger und SMS Seydlitz erhält der britische Schlachtkreuzer HMS Queen Mary (26.250 ts) während der Skagerrakschlacht mehrere 28-cm- und 30,5-cm-Treffer, welche eine verheerende Folgeexplosion in einer vorderen Munitionskammer verursachen. Der Schlachtkreuzer explodiert und zerbricht in zwei Teile. Von der 1.254 Mann starken Besatzung überleben nur neun Mann.
31. Mai 1916 HMS Defence 893 Während der Skagerrakschlacht gerät der britische Panzerkreuzer HMS Defence (14.600 ts) bei einem Angriff auf die bewegungsunfähig zwischen den Kampflinien liegende SMS Wiesbaden in das Feuer der deutschen Schlachtkreuzer SMS Derfflinger und SMS Lützow. Das Schiff sinkt gegen 18.15 Uhr nach zahlreichen 30,5-cm-Artillerietreffern. Mit der HMS Defence geht die gesamte Besatzung von 893 Mann unter, es gibt keine Überlebenden. Unter den Toten ist auch Konteradmiral Sir Robert Arbuthnot, der Befehlshaber des britischen 1. Kreuzer-Geschwaders.
31. Mai 1916 HMS Invincible 1.026 Der britische Schlachtkreuzer HMS Invincible (17.526 ts), das Flaggschiff von Admiral Horace Hood, erhält während der Skagerrakschlacht mehrere schwere 30,5-cm-Treffer durch den deutschen Schlachtkreuzer SMS Lützow. Einer davon bringt eine Munitionskammer zur Explosion. Das Schiff wird in zwei Teile gerissen und geht in kürzester Zeit unter. Nur sechs Mann der Besatzung überleben, 1.026 Seeleute, darunter auch Hood, nimmt die HMS Invincible mit in die Tiefe.
31. Mai/01. Juni 1916 SMS Frauenlob 321 Während des Nachtgefechtes der Skagerrakschlacht gerät die deutsche IV. Aufklärungsgruppe in einen Kampf mit britischen Leichten Kreuzern. Der Kleine Kreuzer SMS Frauenlob (2.706 ts) erhält dabei einen Torpedotreffer von der HMS Southampton. Außerdem gerät durch einen 15,2-cm-Granattreffer die achtere Bereitschaftsmunition in Brand und explodiert. Das Schiff kentert und sinkt gegen Mitternacht mit fast der gesamten Besatzung. Nur acht Mann überleben.
31. Mai/01. Juni 1916 HMS Black Prince 857 Der britische Panzerkreuzer HMS Black Prince (13.550 ts) hatte den Anschluss an die eigene Flotte bereits vor dem Kontakt mit der deutschen Hochseeflotte verloren und konnte diesen während der ganzen sich entwickelnden Schlacht nicht wiederherstellen. Gegen Mitternacht sichtet die Crew des Schiffes mehrere Silhouetten und will sich den vermeintlich eigenen Schiffen wieder anschließen. Es handelt sich jedoch um deutsche Großkampfschiffe. Der Fehler wird zu spät bemerkt und der Panzerkreuzer von den Scheinwerfern der SMS Thüringen erfasst. Innerhalb von zwei Minuten wird die HMS Black Prince von den deutschen Schlachtschiffen SMS Thüringen, SMS Ostfriesland und SMS Friedrich der Große auf rund 1.000 Metern Entfernung durch 30,5-cm-Artilleriefeuer zum Wrack geschossen. Das brennende Schiff bleibt hinter der deutschen Linie zurück und sinkt zu einem unbekannten Zeitpunkt. Von der Besatzung überlebt niemand.
01. Juni 1916 SMS Lützow 116 Der deutsche Schlachtkreuzer SMS Lützow (26.730 ts), der am Tage während der Skagerrakschlacht durch 24 schwere Artillerie- und einen Torpedotreffer schwer beschädigt worden war, muss in den Nachtstunden aufgegeben werden, da die starken Wassereinbrüche eine weitere Fahrt in Richtung der deutschen Küste verhindern. Da zudem die britische Schlachtflotte sich nähert und ein Abschleppen als erfolglos angesehen wird, wird die SMS Lützow, nach dem Abbergen der Crew durch Torpedoboote, vom Torpedoboot SMS G 38 durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Die Besatzung hat insgesamt 116 Tote zu beklagen. Rund 1000 Mann werden gerettet.
01. Juni 1916 SMS Pommern 839 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wird das deutsche Linienschiff SMS Pommern (13.190 ts) vom britischen Zerstörer HMS Faulknor angegriffen und erhält einen oder zwei (?) Torpedotreffer. Dies löst eine starke Explosion an Bord des Linienschiffes aus, vermutlich in einer vorderen Munitionskammer. Die SMS Pommern zerbricht in zwei Teile und sinkt mit ihrer gesamten Besatzung von 839 Mann. Es gibt keine Überlebenden.
01. Juni 1916 SMS Rostock 14 Der deutsche Kleine Kreuzer SMS Rostock (4.900 ts) wird während der Skagerrakschlacht in den frühen Morgenstunden des 1. Juni von britischen Zerstörern attackiert und erhält einen Torpedotreffer. Da die Maschinen daraufhin ausfallen und das Schiff bewegungsunfähig im Wasser liegt, wird die Crew abgeborgen und der Kreuzer von zwei deutschen Torpedobooten gegen 5.25 Uhr versenkt. 14 Besatzungsangehörige kommen durch den Torpedoeinschlag ums Leben, rund 370 Mann werden gerettet.
01. Juni 1916 HMS Tipperary 185 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wird der britische Zerstörer und Flottillenführer HMS Tipperary (1.700 ts) während eines Torpedoangriffs auf das Gros der deutschen Schlachtflotte von der 15-cm-Mittelartillerie des deutschen Schlachtschiffes SMS Westfalen schwer getroffen und sinkt innerhalb weniger Minuten. Mit dem brennenden Schiff gehen der Kommandant, Captain J. Wintour, und 184 Crewmitglieder unter. Nur zwölf Mann überleben.
01. Juni 1916 HMS Sparrowhawk 6 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wird der britische Zerstörer HMS Sparrowhawk (984 ts) während eines Torpedoangriffs auf das Gros der deutschen Schlachtflotte nacheinander von den britischen Zerstörern HMS Broke, dessen Rudergänger durch deutschen Beschuss zuvor getötet worden war und welcher deswegen aus dem Ruder lief, und HMS Contest, der während des Torpedoangriffs mit voller Fahrt von achtern herankommt und nicht mehr ausweichen kann, gerammt. Das schwer beschädigte Schiff sinkt kurze Zeit später mit sechs Mann an Bord. Die restliche Crew, etwa 90 Mann, wird von verschiedenen anderen Schiffen gerettet.
01. Juni 1916 HMS Turbulent 90 Im Nachtgefecht der Skagerrakschlacht wird der britische Zerstörer HMS Turbulent (1.098 ts) von der Artillerie deutscher Schlachtkreuzer schwer getroffen und sinkt innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff gehen 90 Seeleute unter.
01. Juni 1916 SMS Wiesbaden 589 Der bereits am Vortag zu Beginn der Skagerrakschlacht manövrierunfähig geschossene deutsche Kleine Kreuzer Wiesbaden (5.160 ts) liegt über mehrere Stunden zwischen den feindlichen Linien und wird mehrfach von britischen Schiffen angegriffen. Er erhält zahlreiche Treffer, sinkt jedoch erst in den Morgenstunden des 1. Juni, etwa gegen 4.00 Uhr. 589 Mann, darunter der norddeutsche Dichter Johann Kinau, kommen ums Leben, nur ein einziges Besatzungsmitglied wird zwei Tage später von dem norwegischen Dampfer Willy gerettet.
05. Juni 1916 HMS Hampshire 643 Der britische Panzerkreuzer HMS Hampshire (10.850 ts) verlässt den Hauptstützpunkt der britischen Flotte Scapa Flow durch den Hoy Sound in Richtung Archangelsk. Wenig später läuft das Schiff westlich der Orkneyinseln auf eine Mine, die vermutlich am 23. Mai vom deutschen U-Boot SM U 75 gelegt worden war. Der Panzerkreuzer versinkt innerhalb von 15 Minuten. Von der 655 Mann starken Besatzung überleben lediglich 12 Seeleute den Untergang. Unter den Getöteten befindet sich neben dem 65-jährigen Lord Herbert Kitchener auch ein großer Teil seines militärischen Stabs.
08. Juni 1916 Principe Umberto ≈ 1.750 Der italienische Hilfskreuzer und Truppentransporter Principe Umberto (7.929 BRT), im Konvoi mit zwei weiteren Transportern fahrend und gesichert durch zwei Zerstörer, wird etwa 15 Seemeilen südwestlich des Capo Linguetta (Albanien) von dem österreichisch-ungarischen U-Boot SM U 5 torpediert. Das Schiff, mit Truppenverstärkungen auf dem Weg von Italien nach Valona, bricht auseinander und sinkt sehr schnell. Von den rund 2.200 Seeleuten und Soldaten an Bord können nur etwa 450 von den Geleitfahrzeugen gerettet werden. Schätzungsweise 1.750 Menschen finden den Tod. Es ist dies bis heute (2010) die opferreichste Versenkung eines unter italienischer Flagge fahrenden Schiffes.
19. Aug. 1916 HMS Nottingham 38 In der Nordsee versenkt das deutsche U-Boot SM U 52 aus einem britischen Verband den Leichten Kreuzer HMS Nottingham (5.440 ts). Das Schiff sinkt nach drei Torpedotreffern, wobei 38 Crewmitglieder den Tod finden. Das Gros der Besatzung kann von anderen britischen Schiffen gerettet werden.
20. Aug. 1916 HMS Falmouth 11 In der Nordsee versenkt das deutsche U-Boot SM U 63 den Leichten Kreuzer HMS Falmouth (5.250 ts) durch zwei Torpedotreffer. Der Kreuzer war zuvor bereits durch zwei Torpedos des deutschen U-Bootes SM U 66 beschädigt worden und befindet sich im Schlepp zweier Schlepper auf dem Heimweg. Da der Großteil der Crew nach dem ersten Torpedotreffer von den Begleitschiffen von Bord abgeborgen worden war, kommen bei der Versenkung nur elf Mann ums Leben.
15. Sep. 1916 Foucault 0 In der Adria, etwa zehn Seemeilen von Cattaro entfernt, versenken zwei österreichisch-ungarische Lohner-Wasserflugzeuge das französische U-Boot Foucault (397 ts). Das U-Boot wird durch vier Bombenabwürfe stark beschädigt und tauchunklar. Die französische Crew verlässt daraufhin ihr U-Boot und versenkt dieses selbst. Die beiden Flugboote landen danach auf dem Wasser und retten die gesamte 28 Mann starke U-Boot-Besatzung. Es ist dies die erste Versenkung eines U-Bootes durch einen Luftangriff in der Seekriegsgeschichte.
04. Okt. 1916 RMS Franconia 12 Östlich von Malta wird der britische Passagierdampfer RMS Franconia (18.150 BRT), auf dem Weg von Liverpool nach Thessaloniki, von dem deutschen U-Boot SM UB 47 unter Oberleutnant Wolfgang Steinbauer torpediert und versenkt. Zwölf der 314 Menschen an Bord kommen ums Leben. Ihr Schwesterschiff, die RMS Laconia, wird vier Monate später ebenfalls von einem deutschen U-Boot versenkt.
04. Okt. 1916 Gallia 927 35 Seemeilen südwestlich der Insel San Pietro bei Sardinien wird der französische Truppentransporter Gallia (14.966 BRT) auf dem Weg von Toulon (Frankreich) nach Thessaloniki (Griechenland) von dem deutschen U-Boot SM U 35 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Perière mit einem Torpedo versenkt. Von den 2.350 Besatzungsmitgliedern und Soldaten an Bord kommen etwa 600 ums Leben. Etwa 1200 Schiffbrüchige werden am Tag darauf von dem französischen Geschützten Kreuzer Châteaurenault aufgenommen. Nach anderen Angaben gab es 867 französische Gefallene: Besatzung: 41, Marineangehörige als Passagiere: 4, Armeeangehörige als Passagiere: 822 (davon: Infanterieregiment 35: 177, Infanterieregiment 55: 214, Infanterieregiment 59: 236, Infanterieregiment 113: 180, Nachschubkompanie 75: 15). An Bord waren zudem noch 350 Serben, von denen etwa 220 gefallen sind.
23. Okt. 1916 HMS Genista 73 Vor der Westküste Irlands torpediert das deutsche U-Boot SM U 57 die britische Minensuch-Korvette HMS Genista (1.250 ts). Das Schiff fliegt sofort in die Luft und geht mit 73 Mann an Bord unter. Es gibt keine Überlebenden.
28. Okt. 1916 HMHS Galeka 19 Das britische Hospitalschiff HMHS Galeka (6.772 BRT) läuft fünf Seemeilen vor La Hague auf eine Mine, die von dem deutschen U-Boot SM UC 26 gelegt worden war. Das Schiff kann bei La Hague auf Grund gesetzt werden, ist aber ein Totalverlust. 19 Mitglieder des medizinischen Personals sterben. Patienten waren auf dieser Fahrt nicht an Bord.
06. Nov. 1916 Arabia 11 Das britische Passagierschiff Arabia (7.903 BRT) befindet sich mit 720 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Australien nach England, als es 112 Seemeilen vor dem Kap Tenaro an der griechischen Küste von dem deutschen U-Boot UB 43 torpediert wird. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten, wobei elf Menschen ums Leben kommen.
21. Nov. 1916 HMHS Britannic 30 Das große britische Lazarettschiff HMHS Britannic (48.158 BRT), ein Schwesterschiff der RMS Titanic, läuft vor der griechischen Küste, nahe der Insel Kea, auf eine Mine, die vermutlich vom deutschen U-Boot SM U 73 gelegt worden war. Das Schiff sinkt innerhalb von etwa 55 Minuten. Die Evakuierung des Schiffes erfolgt geordnet. Dennoch sterben 30 Menschen, da zwei Rettungsboote in den Sog der noch laufenden Propeller geraten. Die HMHS Britannic ist das größte alliierte Schiff, welches im Ersten Weltkrieg in Verlust gerät.
26. Nov. 1916 Suffren 648 Vor der portugiesischen Küste, nahe Lissabon, torpediert das deutsche U-Boot U 52 das französische Linienschiff Suffren (12.527 ts). Der Torpedo trifft eine Munitionskammer. Die nachfolgende Explosion bringt das Schiff innerhalb von nur zwei Minuten zum Sinken. 648 Mann gehen mit der Suffren unter. Es gibt keine Überlebenden.
11. Dez. 1916 Magellan 36 Zehn Meilen südlich der Mittelmeerinsel Pantelleria versenkt das deutsche U-Boot U 63 das französische Passagierschiff Magellan (6.357 ts), das sich in einem Geleitzug fahrend auf dem Weg nach Marseille befindet. 10 Besatzungsmitglieder und 26 Passagiere kommen um. Die Überlebenden werden von dem Dampfer Sinaï und dem Torpedoboot Sagaie aufgenommen.
12. Dez. 1916 Regina Margherita 675 Vor dem Hafen von Valona läuft das italienische Linienschiff Regina Margherita (13.427 ts), auf dem Weg von Tarent nach Valona, auf eine Minensperre auf und erleidet zwei Minentreffer. Die Minen waren bereits ein Jahr zuvor von dem deutschen U-Boot UC 14 gelegt worden. Die Minendetonationen verursachen eine Folgeexplosion der Munition und bringen das Schiff innerhalb von nur drei Minuten zum Sinken. Mit der Regina Margherita gehen 675 Besatzungsangehörige unter, nur 270 Mann können gerettet werden.
27. Dez. 1916 Gaulois 4 Vor der Südküste Griechenlands, etwa 30 Seemeilen südlich der Insel Cerigo, torpediert das deutsche U-Boot SM UB 47 das französische Linienschiff Gaulois (11.300 ts). Das Schiff wird schwer beschädigt und sinkt etwa 25 Minuten nach dem Torpedotreffer. Fast die komplette Besatzung kann von Begleitschiffen gerettet werden, nur vier Seeleute, die sich bei der Torpedierung in der getroffenen Rumpfsektion aufgehalten hatten, kommen ums Leben.

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1917 HMT Ivernia 120 Etwa 58 Seemeilen südöstlich von Kap Matapan entfernt wird der britische Truppentransporter HMT Ivernia (13.799 BRT) von dem deutschen U-Boot SM UB 47 versenkt. 84 Soldaten und 36 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
04. Jan. 1917 Pereswet 261 Das russische Linienschiff Pereswet (12.877 ts), das während des Russisch-Japanischen Krieges von den Japanern erbeutet und welches 1916 von den Russen zurückgekauft worden war, läuft während des Rückmarsches nach Russland im Mittelmeer, etwa zehn Seemeilen nördlich von Port Said, auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM U 73. Das Schiff kentert und sinkt in nur sechs Minuten. 261 russische Seeleute finden dabei den Tod, etwa 500 Mann überleben.
09. Jan. 1917 HMS Cornwallis 15 Im östlichen Mittelmeer, etwa 60 Seemeilen östlich von Malta, versenkt das deutsche U-Boot SM U 32 das britische Linienschiff HMS Cornwallis (14.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sinkt langsam, weswegen fast die gesamte Besatzung gerettet werden kann. 15 Seeleute sterben allerdings bei dem Torpedotreffer.
11. Jan. 1917 HMS Ben-my-Chree 0 Der britische Seeflugzeugträger HMS Ben-my-Chree (3.800 ts) wird nahe der griechischen Insel Kastelorizo, während das Schiff dicht unter der Küste liegt, von türkischen Küstenbatterien unter Mustafa Ertuğrul Aker beschossen. Der Träger wird mehrfach getroffen, gerät in Brand und muss aufgegeben werden. Die gesamte Crew von rund 250 Mann wird gerettet. Die HMS Ben-my-Chree ist bis heute der einzige jemals von Küstengeschützen versenkte Seeflugzeugträger.
25. Jan. 1917 Laurentic 354 Der britische Hilfskreuzer und Truppentransporter Laurentic (14.892 BRT), vormals als Passagierschiff der White Star Line angehörend, läuft vor Lough Swilly (Nordirland) mit hoher Fahrt in ein deutsches Minenfeld, welches zuvor von dem U-Boot U 80 gelegt worden war. Das Schiff erleidet zwei oder drei (?) Minentreffer und sinkt innerhalb von etwa zehn Minuten. Von 475 Menschen an Bord kommen 354 ums Leben. Viele springen in der Dunkelheit über Bord und erfrieren im eiskalten Wasser. Die Überlebenden werden erst am folgenden Tag gerettet. Zur verlorenen Ladung gehören auch 35 Tonnen Gold für die Regierung der Vereinigten Staaten.
07. Feb. 1917 California 41 38 Seemeilen südwestlich des Fastnet-Felsens torpediert das deutsche U-Boot SM U 85 den britischen Passagierdampfer California (8.662 BRT) der Anchor Line, der mit 202 Menschen auf dem Weg nach Glasgow ist. Das Schiff sinkt in neun Minuten. Fünf Menschen kommen durch die Torpedodetonation ums Leben, 36 weitere ertrinken während der Evakuierung, da das Schiff während des raschen Sinkens immer noch Fahrt macht und mehrere Rettungsboote kentern.
08. Feb. 1917 HMS Ghurka 74 Vor der Küste von Kent, nahe Dungeness, läuft der britische Zerstörer HMS Ghurka (880 ts) auf eine Mine auf und sinkt. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot SM UC 47 gelegt worden. Mit dem Schiff gehen 74 Crewangehörige unter, nur fünf Mann überleben.
17. Feb. 1917 Athos 754 Der französische Passagier- und Frachtdampfer Athos (12.644 BRT), mit etwa 1.950 Passagieren, Soldaten und Crewangehörigen an Bord und auf dem Weg von Marseille nach Yokohama, wird 200 Seemeilen südöstlich von Malta von dem deutschen U-Boot SM U 65 torpediert und versenkt. Das im Geleit von zwei Torpedobooten fahrende Schiff sinkt innerhalb von 14 Minuten und reißt 754 Menschen mit in die Tiefe. Rund 1.200 Überlebende werden von den Eskortfahrzeugen gerettet.
25. Feb. 1917 RMS Laconia 12 In der Nähe von Fastnet Rock, an der südirischen Küste, wird der britische Passagierdampfer RMS Laconia (18.099 BRT) der Cunard Line von dem deutschen U-Boot SM U 50 zweimal torpediert und versenkt. Zwar können die meisten der etwa 300 Menschen an Bord gerettet werden, der Tod zweier amerikanischer Staatsbürger sorgt jedoch für weitere politische Spannungen und trägt letztlich dazu bei, dass die USA im April 1917 in den Krieg eintreten.
01. Mär. 1917 HMS Pheasant 88 Westlich der Insel Hoy (Orkney) läuft der britische Zerstörer HMS Pheasant (1.025 ts) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM U 80 auf und explodiert. Mit dem Schiff gehen 88 Besatzungsangehörige unter, es gibt keine Überlebenden.
01. Mär. 1917 Drina 15 Vor Milford Haven an der walisischen Küste läuft das britische Passagierschiff Drina (11.483 BRT) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM UC 65 auf und sinkt. Alle 189 Passagiere können gerettet werden, aber 15 der 148 Besatzungsmitglieder kommen um. Die Drina war das erste im Ersten Weltkrieg zum Hospitalschiff umgerüstete Handelsschiff. Zum Zeitpunkt ihres Untergangs war sie jedoch wieder im zivilen Passagierverkehr.
16. Mär. 1917 SMS Leopard 325 Nordöstlich der Färöer-Inseln wird der deutsche Hilfskreuzer SMS Leopard (4.652 BRT) bei dem Versuch in den Atlantik auszubrechen, von überlegenen britischen Seestreitkräften, darunter der Panzerkreuzer HMS Achilles, gestellt und in einem etwa einstündigen Artilleriegefecht versenkt. Mit dem Schiff geht die gesamte Crew von 319 Mann unter. Zusätzlich sterben sechs Angehörige eines britischen Prisenkommandos, das vor Beginn des Gefechtes an Bord des getarnten deutschen Schiffes gegangen war.
19. Mär. 1917 Danton 296 Im westlichen Mittelmeer, etwa 30 Seemeilen südlich von Sardinien, versenkt das deutsche U-Boot SM U 64 das französische Linienschiff Danton (18.318 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff sinkt etwa 45 Minuten nach den Treffern. 296 Mann gehen mit der Danton unter. Die Eskorte kann 806 Besatzungsangehörige retten.
19. Mär. 1917 Alnwick Castle 40 Das britische Passagierschiff Alnwick Castle (5.893 BRT) der Union-Castle Line wird 310 Seemeilen südwestlich von Bishop Rock von dem deutschen U-Boot U 81 durch einen Torpedos versenkt. Alle 139 Menschen an Bord können sich vor dem Untergang retten, doch zwei der Boote verschwinden in der ersten stürmischen Nacht auf See und die anderen werden erst nach Tagen gefunden. Insgesamt 40 der Bootsinsassen kommen auf dem offenen Atlantik ums Leben.
04. Apr. 1917 City of Paris 122 Auf einer Fahrt von Karatschi über Marseille nach Liverpool wird der britische Passagierdampfer City of Paris (9.191 BRT) 46 Seemeilen südöstlich von Cap d'Antibes (Côte d’Azur) von dem deutschen U-Boot UC 35 zweimal torpediert und versenkt. Alle 109 Besatzungsmitglieder und 13 Passagiere kommen ums Leben.
10. Apr. 1917 HMHS Salta 130 Am Eingang zum Hafen von Le Havre läuft das britische Hospitalschiff HMHS Salta (7.284 BRT) trotz Warnungen in ein Minenfeld, das am Vortag von dem deutschen U-Boot SM UC 26 gelegt worden war. Das Schiff erleidet einen Minentreffer und sinkt innerhalb von zehn Minuten, wobei 79 Besatzungsmitglieder, 42 Angehörige des medizinischen Personals und neun Krankenschwestern ums Leben kommen. Die Rettung der Schiffbrüchigen durch Hafenfahrzeuge aus La Havre wird zudem durch einen starken Sturm erschwert. Das Schiff war mit insgesamt 205 Menschen aus Southampton gekommen und wollte in Le Havre neue Patienten aufnehmen.
15. Apr. 1917 Cameronia 210 Der ehemalige britische Luxusliner Cameronia (10.983 BRT), ein zum Truppentransporter umgewandeltes Schiff der britischen Reederei Anchor Line, wird 150 Seemeilen östlich von Malta, mit 2.650 Soldaten und Crewangehörigen an Bord und auf einer Fahrt von Marseille nach Alexandria, von dem deutschen U-Boot U 33 torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von 40 Minuten. 210 Menschen kommen ums Leben.
15. Apr. 1917 Arcadian 277 Der britische Truppentransporter Arcadian (8.939 BRT) wird nordöstlich der griechischen Insel Milos im östlichen Mittelmeer mit 1.335 Soldaten und Besatzungsmitgliedern an Bord und auf einer Fahrt von Thessaloniki nach Alexandria von dem deutschen U-Boot UC 74 torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von sechs Minuten. 277 Menschen kommen ums Leben, darunter 19 Offiziere, 214 weitere Army-Ränge und 34 Besatzungsmitglieder.
16. Apr. 1917 Sontay 49 Etwa 100 Seemeilen südöstlich von Malta wird das französische Passagierschiff Sontay (7.247 BRT) auf dem Weg nach Marseille von dem deutschen U-Boot SM U 33 torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von 6 Minuten. 49 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän, kommen ums Leben.
17. Apr. 1917 Lanfranc 40 42 Seemeilen nordöstlich von Le Havre im Ärmelkanal wird das Hospitalschiff Lanfranc (6.287 BRT) mit 387 Patienten an Bord von dem deutschen U-Boot UB 40 (Kapitänleutnant Hans Howaldt) torpediert und versenkt. 22 britische Besatzungsmitglieder und 18 deutsche Patienten sterben. Die Überlebenden werden von britischen Zerstörern nach Portsmouth gebracht.
17. Apr. 1917 Donegal 41 19 Seemeilen südlich von Dean im Ärmelkanal wird das Hospitalschiff Donegal (1.885 BRT) mit 610 Patienten an Bord von dem deutschen U-Boot UC 21 (Oberleutnant zur See Reinhold Saltzwedel) torpediert und versenkt. 12 britische Besatzungsmitglieder und 29 britische Patienten sterben, darunter der Titanic-Überlebende Archie Jewell.
24. Apr. 1917 Abosso 65 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Abosso (7.782 BRT) der britischen Elder Dempster Lines wird 180 Seemeilen westlich vom Fastnet-Felsen von dem deutschen U-Boot U 43 durch einen Torpedo versenkt. Der Dampfer macht während des Untergangs immer noch Fahrt und sinkt bei schwerer Schlagseite, sodass mehrere Rettungsboote nach dem Abfieren kentern. 65 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.
28. Apr. 1917 Medina 6 Der britische Passagierdampfer Medina (12.358 BRT) befindet sich auf dem Weg von Sydney nach London, als er drei Seemeilen vor der Landzunge Start Point an der Küste von Devon von dem deutschen U-Boot UB 31 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt wird. Durch die Explosion des Torpedos kommen im Maschinenraum sechs Besatzungsmitglieder ums Leben.
04. Mai 1917 Transylvania 412 Der britische Truppentransporter Transylvania (14.348 BRT), ein ehemaliger Luxusliner, befindet sich mit einem 2.700 Mann umfassenden Truppenkontingent an Bord auf dem Weg von Marseille nach Alexandria. Er wird von den japanischen Zerstörern Matsu und Sakaki der Kaba-Klasse eskortiert. Am 4. Mai 1917 wird der Dampfer von dem deutschen U-Boot U 63 im Golf von Genua angegriffen und durch zwei Torpedotreffer versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von 35 Minuten. Zehn Besatzungsmitglieder, 29 Offiziere und 373 Soldaten sterben.
05. Mai 1917 Feltria 45 Acht Seemeilen südöstlich von Mine Head an der Küste der irischen Grafschaft Waterford wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Feltria (5.254 BRT) der Cunard Line von dem deutschen U-Boot SM UC 48 torpediert und versenkt. 45 Menschen sterben.
11. Mai 1917 Medjerda 344 Fünf Seemeilen vor der katalanischen Küste wird der französische Passagier- und Frachtdampfer Medjerda (1.918 BRT), der auch Truppen befördert, von dem deutschen U-Boot SM U 34 torpediert und sinkt in zwei Minuten. Von den 575 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kommen 344 ums Leben. Neben hunderten Soldaten waren auch 48 zivile Passagiere an Bord, darunter Frauen und Kinder.
25. Mai 1917 HMS Hilary 4 Etwa 40 Seemeilen westlich der Shetlandinseln versenkt das deutsche U-Boot SM U 88 den britischen Hilfskreuzer HMS Hilary (6.329 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sinkt langsam, weswegen sich bis auf vier Mann fast die gesamte Crew (320 Mann) retten kann.
26. Mai 1917 Dover Castle 7 Das in einem Geleitzug fahrende britische Hospitalschiff Dover Castle (8.271 BRT) wird vor der algerischen Küste von dem deutschen U-Boot UC 67 attackiert und durch zwei Torpedotreffer versenkt. Die anderen Schiffe des Konvois können die Besatzung und die Patienten retten, aber durch die Detonation des ersten Torpedos kommen sieben Heizer ums Leben.
11. Juni 1917 Sakaki 68 Südlich des Peloponnes, nahe der Insel Cerigotto, torpediert das österreichisch-ungarische U-Boot U-27 den japanischen Zerstörer Sakaki (665 ts). Das Schiff wird schwer beschädigt und muss nahe Cerigotto auf Grund gesetzt werden. 68 Mann kommen durch den Torpedotreffer ums Leben. Der Zerstörer wird später wieder gehoben und repariert. Die Sakaki, im Rahmen der japanischen Unterstützung der Alliierten im Mittelmeer seit Mai 1917 zum Konvoischutz eingesetzt, ist das einzige japanische Kriegsschiff, das im Ersten Weltkrieg in europäischen Gewässern torpediert wird. Zudem ist es der einzige japanische Zerstörer in diesem Krieg, der durch Feindeinwirkung erhebliche Personalverluste erlitt.
24. Juni 1917 Mongolia 23 Etwa 50 Seemeilen südwestlich von Bombay läuft der Passagier- und Frachtdampfer Mongolia (9.505 BRT) der britischen Reederei P&O auf einer Fahrt von London nach Sydney auf eine Seemine, die von den deutschen Hilfskreuzer Wolf gelegt worden war. Von den etwa 500 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kommen 23 ums Leben.
27. Juni 1917 Ultonia 1 190 Seemeilen südwestlich vom Fastnet-Felsen wird der 10.402 BRT große Passagier- und Frachtdampfer Ultonia der Cunard Line auf einer Fahrt von New York nach London von dem deutschen U-Boot U 53 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Rose versenkt. Ein Mensch kommt ums Leben.
27. Juni 1917 Kléber 42 Vor dem Hafen von Brest, nahe dem Leuchtturm Pierres Noires, läuft der französische Panzerkreuzer Kléber (7.578 ts), auf dem Weg von Dakar nach Brest, auf eine Minensperre auf, die zuvor von dem deutschen U-Boot SM UC 61 gelegt worden war. 42 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, die restliche Crew kann von Geleitzerstörern gerettet werden.
30. Juni 1917 HMS Cheerful 40 Vor Lerwick läuft der britische Zerstörer HMS Cheerful (370 ts) auf eine Mine des deutschen U-Bootes SM UC 33. Das aus dem Jahr 1897 stammende Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt in nur vier Minuten. 40 Crewangehörige kommen dabei ums Leben. Etwa 25 Mann werden gerettet.
30. Juni 1917 Calédonien 51 30 Meilen nördlich von Port Said läuft der in einem Geleitzug fahrende französische Hilfskreuzer Calédonien (4.248 ts) in ein Minenfeld, das von dem deutschen U-Boot UC 34 gelegt worden war. Das 1882 in Dienst gestellte Schiff wird von zwei Minen getroffen und sinkt vier Minuten nach der zweiten Detonation. 23 Besatzungsmitglieder und 28 Passagiere, darunter sechs Zivilisten, kommen ums Leben. Die Überlebenden werden von den beiden Geleitfahrzeugen gerettet.
19. Juli 1917 Eloby 156 Etwa 75 Seemeilen südöstlich von Malta versenkt das deutsche U-Boot U 38 unter Kapitänleutnant Max Valentiner den britischen Truppentransporter Eloby (6.545 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 56 Seeleute und 100 französische Soldaten unter.
20. Juli 1917 Salsette 15 15 Seemeilen westlich der Isle of Portland versenkt das deutsche U-Boot SM UB 40 das britische Passagierschiff Salsette (5.842 BRT) durch einen Torpedotreffer. 15 Besatzungsmitglieder kommen durch die Torpedodetonation ums Leben.
23. Juli 1917 Otway 10 Südlich der Färöer-Inseln, nahe Butt of Lewis, versenkt das deutsche U-Boot UC 49 den britischen Hilfskreuzer Otway (12.077 BRT) durch einen Torpedotreffer. Zehn Crewmitglieder finden beim Untergang den Tod. Die restliche Besatzung, etwa 340 Mann, kann sich in die Beiboote retten.
26. Juli 1917 HMS Ariadne 38 Vor der Küste von Sussex, nahe Beachy Head, versenkt das deutsche U-Boot SM UC 65 den zu einem Minenleger umgerüsteten britischen Geschützten Kreuzer HMS Ariadne (11.000 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 38 Seeleute unter, rund 400 Mann werden gerettet.
13. Aug. 1917 Turakina 2 (4?) 120 Seemeilen westlich von Bishop Rock am Eingang zum Ärmelkanal versenkt das deutsche U-Boot SM U 86 den neuseeländischen Truppentransporter (ex- Passagierschiff) Turakina (8.349 BRT) durch einen Torpedotreffer. Zwei bis vier Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, weil eines der Rettungsboote kentert. Ebenfalls an Bord waren 200 US-amerikanische Soldaten, die alle überleben.
16. Aug. 1917 Athenia 15 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Athenia (8.668 BRT) der Donaldson Line wird sieben Seemeilen vor Inishtrahull Island an der nordirischen Küste von dem deutschen U-Boot SM U 53 versenkt. 15 Menschen sterben.
25. Aug. 1917 Malda 64 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Malda (7.884 BRT) der British India Steam Navigation Company wird 130 Seemeilen vor Bishop Rock (Scilly-Inseln) von dem deutschen U-Boot U 70 versenkt. 64 Menschen sterben.
02. Sep. 1917 Olive Branch und SM U 28 1 + 39 Etwa 85 Seemeilen nordöstlich des Nordkaps torpediert das deutsche U-Boot SM U 28 den britischen Munitionstransporter Olive Branch (4.649 BRT), wobei ein britischer Seemann ums Leben kommt. Die restliche britische Crew rettet sich in die Beiboote. Da das Schiff aber zunächst noch schwimmfähig bleibt, beschießt das U-Boot den Dampfer mit dem Bordgeschütz und schließt zur Olive Branch auf. Eine Granate von SM U 28 trifft dabei allerdings die Munitionsladung des britischen Schiffes und verursacht eine gewaltige Explosion. Der Transporter wird dadurch versenkt, aber herumfliegende Trümmer treffen auch das U-Boot und bringen es innerhalb kürzester Zeit zum Sinken. Mit SM U 28 geht die gesamte Crew von 39 Mann unter.
07. Sep. 1917 Minnehaha 43 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Minnehaha (13.443 BRT) der Atlantic Transport Line wird zwölf Seemeilen vor dem Fastnet-Felsen an der Südküste Irlands von dem deutschen U-Boot U 48 versenkt. Von den 153 Besatzungsmitgliedern kommen 43 ums Leben. Passagiere waren auf dieser Fahrt nicht an Bord.
18. Sep. 1917 HMS Contest 35 In den Western Approaches, etwa 100 Seemeilen südwestlich von Irland, versenkt das deutsche U-Boot SM U 106 den britischen Zerstörer HMS Contest (957 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 35 Besatzungsangehörige unter. Etwa 60 Überlebende werden von dem britischen Frachter City of Lincoln gerettet, welcher von dem U-Boot zuvor durch einen Torpedotreffer beschädigt worden war und auf dessen Notruf sich der Zerstörer in das Seegebiet begeben hatte. Da das U-Boot den mit der Rettung beschäftigten Frachter nicht mehr attackiert, können die City of Lincoln und ihre Crew sowie die geborgenen Überlebenden der HMS Contest später einen britischen Hafen erreichen.
23. Sep. 1917 Médie 250 120 Seemeilen nordwestlich von Kap Bougaroni (Algerien) wird der französische Passagier- und Frachtdampfer Médie (4.770 BRT), der auch Truppen befördert, von dem deutschen U-Boot SM UC 27 torpediert und sinkt in sieben Minuten. Von den 630 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kommen 250 ums Leben. Neben Soldaten waren auch zivile Passagiere an Bord, darunter Frauen und Kinder.
29. Sep. 1917 Ochotnik 52 In der Irbenstraße läuft der russische Zerstörer Ochotnik (615 ts) auf eine deutsche Mine auf und zerbricht in zwei Teile. 52 Besatzungsangehörige gehen mit dem Schiff unter, etwa 40 Mann können sich retten. Die Mine war zuvor aus der Luft von deutschen Wasserflugzeugen abgeworfen worden. Es ist die erste Versenkung eines Kriegsschiffes durch eine Mine, die aus der Luft gelegt wurde.
02. Okt. 1917 HMS Drake 18 Vor der Nordküste Irlands torpediert das deutsche U-Boot SM U 79 den britischen Panzerkreuzer HMS Drake (14.100 ts). Das Schiff wird schwer beschädigt und im Rathlin Sound auf Grund gesetzt. Es wird später aufgegeben und zum Totalverlust. 18 Mann finden bei dem Einschlag des Torpedos den Tod, der Rest der Crew kann gerettet werden.
09. Okt. 1917 HMS Champagne 58 Im Nordkanal zwischen Irland und Schottland, etwa acht Seemeilen südwestlich der Isle of Man, versenkt das deutsche U-Boot SM U 96 den britischen Hilfskreuzer HMS Champagne (5.630 BRT) durch einen Torpedotreffer. 58 Mann gehen mit dem Schiff unter, etwa 250 Überlebende werden von Fischkuttern gerettet und auf der Isle of Man gelandet.
17. Okt. 1917 HMS Strongbow und HMS Mary Rose 135 In der nördlichen Nordsee, etwa 65 Seemeilen östlich von Lerwick, greifen in den Morgenstunden die beiden deutschen Kleinen Kreuzer SMS Brummer und SMS Bremse einen aus zwölf Handelsschiffen und zwei Zerstörern bestehenden britischen Geleitzug an. In einem erbitterten Gefecht versenken die deutschen Schiffe die beiden britischen Zerstörer HMS Strongbow (1.100 ts), mit welchem 47 Seeleute untergehen, und HMS Mary Rose (994 ts), dessen Crew 88 Mann verliert. Insgesamt sterben 135 britische Seeleute. Etwa 60 Überlebende von beiden Schiffen können gerettet werden.
17. Okt. 1917 Slawa 16 Während der Schlacht im Moon-Sund kommt es zu einem Gefecht zwischen den beiden deutschen Schlachtschiffen SMS König und SMS Kronprinz sowie dem russischen Linienschiff Slawa (13.516 ts). Das russische Schiff erhält mindestens sieben schwere Treffer und wird, da es infolge eines durch Wassereinbrüche vergrößerten Tiefgangs nicht mehr durch den flachen Sund fliehen kann, von russischen Zerstörern schließlich versenkt. Durch den Beschuss kommen insgesamt 16 Mann ums Leben, etwa 50 werden verletzt.
11. Nov. 1917 Staunch und M15 34 Vor der Küste Palästinas, nahe Gaza, versenkt das deutsche U-Boot UC 38 mit zwei Torpedoschüssen den britischen Monitor M15 (540 ts) sowie den diesen eskortierenden Zerstörer Staunch (750 ts). Mit dem Monitor gehen 26 Seeleute unter, weitere acht Mann sterben an Bord des Zerstörers. Insgesamt etwa 120 Seeleute können gerettet werden.
28. Nov. 1917 Apapa 77 Der Passagier- und Frachtdampfer Apapa (7.832 BRT) der britischen Elder Dempster Lines, mit 249 Menschen an Bord aus Westafrika kommend, wird drei Seemeilen nordöstlich von Lynas Point vor der Insel Anglesey von dem deutschen U-Boot U 96 durch zwei Torpedos versenkt. 40 Passagiere und 37 Besatzungsmitglieder sterben. Die meisten Opfer sind dadurch zu beklagen, dass der zweite Torpedo direkt unter einem Rettungsboot detoniert.
06. Dez. 1917 Jacob Jones 64 Nahe der Scilly-Inseln versenkt das deutsche U-Boot U 53 den amerikanischen Zerstörer Jacob Jones (1.060 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 64 Seeleute unter. Nach dem Untergang des Zerstörers nimmt das U-Boot zwei Verletzte auf, versorgt die Schiffbrüchigen mit Proviant und gibt eine genaue Positionsmeldung über die Untergangsstelle an die Landstellen weiter, damit die Überlebenden gerettet werden können. Die USS Jacob Jones ist der erste amerikanische Zerstörer im Ersten Weltkrieg und überhaupt, der durch Feindeinwirkung in Verlust gerät.
09./10. Dez. 1917 SMS Wien 46 Das österreichisch-ungarische Küstenpanzerschiff SMS Wien (5.640 ts) wird im Hafen von Triest von italienischen Torpedoschnellbooten in der Nacht des 9. Dezember 1917 überraschend angegriffen und zweimal torpediert. Das über 20 Jahre alte Schiff kentert und sinkt in nur fünf Minuten. 46 Crewangehörige finden dabei den Tod, 423 Überlebende retten sich ans Ufer oder werden von Sicherungsfahrzeugen geborgen.
14. Dez. 1917 Châteaurenault und SM UC 38 270 + 8 Der französische Geschützte Kreuzer Châteaurenault (7.900 ts), mit 985 Mann Truppen an Bord auf dem Weg von Tarent nach Itea (Griechenland), wird vor dem Kanal von Korinth von dem deutschen U-Boot SM UC 38 zweimal torpediert. Der Kreuzer sinkt langsam, weswegen die das Schiff sichernden französischen Zerstörer 1.162 Personen von den 1432 an Bord retten können. Beim 2.Angriff wird SM UC 38 jedoch von den französischen Zerstörern Mameluck und Lansquenet entdeckt, mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen und schließlich durch Geschützfeuer versenkt. Acht deutsche Seeleute kommen dabei ums Leben, 20 Mann der U-Boot-Crew werden gerettet.
22. Dez. 1917 HMS Torrent und HMS Surprise und HMS Tornado 252 Vor der niederländischen Küste, nahe der Maas-Mündung, gerät eine aus vier Schiffen bestehende britische Zerstörergruppe in ein deutsches Minenfeld. Nachdem zunächst der Zerstörer HMS Torrent (975 ts) einen Minentreffer erhalten hat und sinkt, laufen auch die beiden zu Hilfsmaßnahmen herankommenden Zerstörer HMS Surprise (910 ts) und HMS Tornado (1.091 ts) auf Minen auf und sinken. Lediglich ein Schiff bleibt unbeschädigt und kann entkommen. Insgesamt sterben 252 britische Seeleute, alleine 99 gehen mit dem Zerstörer HMS Surprise unter. Nur zwölf Mann überleben und werden von Küstenfahrzeugen gerettet.
30. Dez. 1917 Aragon 610 Dem britischen Truppentransporter Aragon (9.588 BRT), der rund 2.200 Soldaten für die britische Palästina-Front an Bord hat, wird bei seiner Ankunft in Alexandria das Einlaufen in den Hafen verwehrt, sodass er ungeschützt vor dem Hafen ankern muss. Sie stellt ein einfaches Ziel dar und wird kurz darauf von dem deutschen U-Boot SM UC 34 (Oberleutnant zur See Horst Obermüller) torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten. 610 britische Soldaten und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
31. Dez. 1917 Osmanieh 199 Der britische Truppentransporter Osmanieh (4.041 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Khedivial Mail Steamship and Graving Dock Company, läuft auf eine der Seeminen, die kurz zuvor von dem deutschen U-Boot UC 34 vor der Einfahrt zum Hafen von Alexandria gelegt worden waren. Das Schiff sinkt in wenigen Minuten, wodurch der Kommandant, Captain David R. Mason, 23 Besatzungsmitglieder, 167 Soldaten und acht Krankenschwestern (199 Menschen) ums Leben kommen.

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
04. Jan. 1918 HMHS Rewa 4 Das deutsche U-Boot SM U 55 versenkt im Bristolkanal bei Hartland Point ohne Vorwarnung das unbewaffnete britische Hospitalschiff HMHS Rewa (3.708 BRT). Zwar können alle 279 Patienten gerettet werden, aber durch die Explosion werden vier Maschinisten getötet.
20. Jan. 1918 HMS Raglan und HMS M28 138 Am Eingang zu den Dardanellen, nahe der Insel Imbros, versenken der Schlachtkreuzer Yavuz Sultan Selim und der Kleine Kreuzer Midilli die britischen Monitore HMS Raglan (6.150 tn.l.) und HMS M28 (540 tn.l.) im Artilleriegefecht. Mit der HMS Raglan gehen 127 Seeleute unter, elf weitere sterben an Bord von HMS M28. Insgesamt finden 138 Menschen den Tod. Etwa 130 Besatzungsmitglieder beider Monitore können gerettet werden.
20. Jan. 1918 Midilli 330 Nach der Versenkung der beiden Monitore Raglan und M28 gerät der Kleine Kreuzer Breslau (5.281 t), ab dem 16. August 1914 unter türkischer Flagge fahrend und in Midilli umbenannt, nahe der Insel Imbros auf eine Minensperre. Er erhält fünf Minentreffer und sinkt um 9.10 Uhr. 330 Mann der Besatzung ertrinken, 133 werden gerettet und geraten in britische Gefangenschaft.
27. Jan. 1918 RMS Andania 7 Auf einer Überfahrt von Liverpool nach New York wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Andania (13.405 BRT) der Cunard Line etwa zwei Seemeilen nordöstlich von der Insel Rathlin von dem deutschen U-Boot SM U 46 einmal torpediert und versenkt. Sieben Menschen kommen ums Leben.
04. Feb. 1918 RMS Aurania 9 Auf einer Überfahrt von Liverpool nach New York wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Aurania (13.936 BRT) der Cunard Line 15 Seemeilen nordwestlich der Insel Inishtrahull, an der Küste der irischen Grafschaft Donegal, von dem deutschen U-Boot SM UB 67 torpediert. Das stark beschädigte Schiff bleibt zunächst noch schwimmfähig und kann von einem Bergeschiff in Schlepp genommen werden. In schwerem Seegang bricht aber wenig später die Schleppleine und das Schiff strandet nahe der Stadt Tobermory. Das Wrack wird nach und nach vom Seegang zerschlagen und schließlich zum Totalverlust erklärt. Insgesamt kommen neun Seeleute ums Leben.
05. Feb. 1918 Tuscania 166 Der britische Truppentransporter Tuscania (14.348 BRT), mit 2.030 amerikanischen Soldaten und 205 Crewangehörigen an Bord, wird sieben Seemeilen nördlich der nordirischen Insel Rathlin von dem deutschen U-Boot UB 77 durch einen Torpedotreffer versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von vier Stunden. Übereilt werden jedoch mehrere Rettungsboote nur halbvoll besetzt abgefiert, was dazu führt, dass zahlreiche Menschen vorerst an Bord zurückbleiben. Insgesamt finden beim Untergang 166 Soldaten und Seeleute den Tod. Die Versenkung der Tuscania sorgt in den USA für einige Verärgerung, da man zu der Ansicht gelangte, dass die britischen Eskortmaßnahmen nicht ausgereicht hätten.
12. Feb. 1918 Eleanor 34 Vor der Isle of Wight, etwa neun Seemeilen von St. Catherine's Point entfernt, versenkt das deutsche U-Boot SM UB 57 den von Immingham nach Falmouth laufenden britischen Munitionsfrachter Eleanor (1.980 BRT). Das Schiff fliegt nach dem Torpedotreffer sofort in die Luft und geht mit der gesamten Crew von 34 Mann unter.
26. Feb. 1918 HMHS Glenart Castle 153 In den frühen Morgenstunden versenkt das deutsche U-Boot SM UC 56 im Bristolkanal ohne Vorwarnung das britische Hospitalschiff HMHS Glenart Castle (6.757 BRT), das sich mit 120 Besatzungsmitgliedern und einem 62-köpfigen Krankenpflegepersonal auf dem Weg nach Brest befand, um dort Verwundete aufzunehmen. Die Glenart Castle, die hell erleuchtet und eindeutig als Hospitalschiff erkennbar war, sinkt in acht Minuten. Dabei kommen 153 Menschen, darunter alle acht Krankenschwestern an Bord, ums Leben.
01. Mär. 1918 Calgarian 49 Im Nordkanal zwischen Schottland und Irland, nahe der Insel Rathlin, versenkt das deutsche U-Boot U 19 mit vier Torpedotreffern den britischen Hilfskreuzer Calgarian (17.515 BRT). Mit dem Schiff gehen 49 Crewangehörige unter. Rund 300 Mann können gerettet werden.
18. Mär. 1918 Linz ≈ 2700 Der 1909 erbaute und als Truppentransporter genutzte Luxusdampfer Linz (3.819 BRT) des Österreichischen Lloyd wird vor Albanien (Kap Rodon) entweder durch eine Minenexplosion oder durch einen Torpedo versenkt. Die "Linz" war als Truppentransporter der österreichischen Marine von Zelenika in Montenegro nach Durazzo (Durres) in Albanien unterwegs. An Bord waren Soldaten eines ungarischen und eines Kärntner Regiments, Fronturlauber und italienische Gefangene. Zeitgenössische Angaben gehen davon aus, dass 663 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kommen und eine unbekannte Zahl von Passagieren gerettet werden. Heute geht man jedoch von einer sehr viel höheren Opferzahl aus. Demnach war das Schiff etwa mit mehr als 3000 Personen belegt als es sank, 291 Passagiere wurden gerettet. Daraus ergibt sich die Zahl von etwa 2700 Opfern.
26. Mär. 1918 RFA Lady Cory-Wright 39 Der britische Marine-Munitionstransporter RFA Lady Cory-Wright (2.516 BRT), mit Munition und Sprengstoffen beladen und auf dem Weg von Plymouth nach Malta, wird etwa 14 Seemeilen südsüdwestlich von The Lizard von dem deutschen U-Boot SM UC 17 torpediert. Das Schiff fliegt sofort in die Luft und sinkt innerhalb weniger Minuten. Von 40 Crewangehörigen kommen 39 ums Leben.
30. Mär. 1918 SMS G 94 und SMS G 93 und SMS G 87 66 In der Deutschen Bucht, nahe Helgoland, gerät die deutsche 14. Torpedoboot-Halbflottille in ein neu ausgelegtes britisches Minenfeld. Dabei laufen zunächst die Torpedoboote SMS G 94 und SMS G 93 (je 975 ts) auf Minen und sinken. Das Führungsboot der Flottille, SMS G 87 (1.051 ts), versucht daraufhin den beiden Havaristen zu Hilfe zu kommen, läuft aber ebenfalls auf eine Mine und sinkt. Insgesamt sterben 66 deutsche Seeleute, alleine 43 an Bord von SMS G 87. An Bord dieses Schiffes stirbt auch der Kommandant der 14. Torpedoboot-Halbflottille, Kapitänleutnant Richard Beitzen, nach welchem später ein Zerstörer der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg benannt wird. Etwa 190 Seeleute von allen drei Schiffen werden gerettet.
15. Apr. 1918 Pomeranian 55 Neun Seemeilen nordwestlich des Kreidefelsens Isle of Portland wird das als Frachtschiff fahrende kanadische Passagierschiff Pomeranian (4.364 BRT) der Canadian Pacific Line ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot UC 77 torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb weniger Minuten. Von den 56 Crewmitgliedern an Bord überlebt nur ein Maschinist.
11. Mai 1918 Santa Anna 638 Im Mittelmeer, südlich der Insel Pantelleria, versenkt das deutsche U-Boot SM UC 54 den als Truppentransporter genutzten französischen Hilfskreuzer Santa Anna (9.350 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem schnell sinkenden Schiff gehen 638 Seeleute und Soldaten, zumeist französische Kolonialtruppen, unter.
11. Mai 1918 Verona 880 In der Straße von Messina, vor Kap Peloro, versenkt das deutsche U-Boot UC 52 den von Genua nach Messina laufenden italienischen Truppentransporter Verona (8.261 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem schnell sinkenden Schiff gehen insgesamt 880 Seeleute und Soldaten unter.
12. Mai 1918 Omrah 1 40 Seemeilen südwestlich von Sardinien versenkt das deutsche U-Boot UB 52 den britischen Truppentransporter Omrah (8.130 BRT), der kurz zuvor Soldaten der 52. und 74. Division in Marseille gelandet hatte. Bis auf einen Kohlentrimmer überleben alle an Bord befindlichen Personen.
13. Mai 1918 Bregenz 234 Auf der Reede vor Durrës (Albanien) versenken italienische Torpedoboote in einem überraschenden Angriff in der Morgendämmerung mit zwei Torpedoschüssen den österreichisch-ungarischen Truppentransporter Bregenz (3.905 BRT). 234 Soldaten und Seeleute gehen mit dem Schiff unter. 969 Überlebende werden von drei Wachschiffen gerettet.
23. Mai 1918 Moldavia 56 Im Ärmelkanal, nahe Beachy Head, versenkt das deutsche U-Boot UB 57 den mit 477 amerikanischen Soldaten beladenen britischen Hilfskreuzer Moldavia (9.505 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Beim Untergang sterben 56 amerikanische Soldaten.
26. Mai 1918 Kyarra 6 Bei Swanage an der englischen Kanalküste versenkt das deutsche U-Boot SM UB 57 das australische Passagierschiff Kyarra (6.593 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Sechs Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
30. Mai 1918 Ausonia 44 (?) Etwa 620 Seemeilen südwestlich von Fastnet versenkt das deutsche U-Boot SM U 62 den von Liverpool nach New York laufenden britischen Passagier- und Frachtdampfer Ausonia (7.907 BRT) der Cunard Line. Das Schiff wird zunächst torpediert und dann durch Geschützfeuer versenkt. Vermutlich kommen beim Untergang 44 Menschen ums Leben. Allerdings könnte die Opferzahl nach verschiedenen Quellen höher gelegen haben.
31. Mai 1918 SM UC 75 und HMS Fairy 19 + 2 Vor der Küste von Yorkshire, nahe Flamborough Head, wird das deutsche U-Boot SM UC 75, während eines Angriffs auf einen Konvoi, von dem britischen Frachter Blaydonian gerammt und wird tauchunklar. Der herankommende britische Zerstörer HMS Fairy (380 ts), ein veraltetes Schiff aus dem Jahre 1897, rammt das an der Oberfläche liegende U-Boot zwei weitere Male und versenkt es, wobei 19 Crewmitglieder den Tod finden. Durch die Rammstöße gegen SM UC 75 (434 ts) wird die HMS Fairy jedoch so schwer beschädigt, dass sie kurze Zeit später ebenfalls sinkt. Beim Untergang des Schiffes ertrinken zwei Mann. Insgesamt werden 14 deutsche U-Boot-Fahrer und rund 60 Seeleute der Zerstörercrew gerettet.
31. Mai 1918 President Lincoln 26 Im Nordatlantik, etwa 600 Seemeilen westlich von Brest, versenkt das deutsche U-Boot U 90 den amerikanischen Truppentransporter President Lincoln (18.084 BRT) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff, auf dem Rückweg von Frankreich (wo Truppen entladen worden waren) nach den Vereinigten Staaten, sinkt innerhalb von 30 Minuten. Von 715 Menschen an Bord (zumeist Crewangehörige) finden 26 den Tod. Die President Lincoln ist das größte im Ersten Weltkrieg versenkte amerikanische Passagierschiff.
02. Juni 1918 Isabel B. Wiley und Jacob M. Haskell und Edward H. Cole und Winneconne und Texel und Carolina 13 Das deutsche U-Boot SM U 151 versenkt am Sonntag, dem 2. Juni 1918, vor der amerikanischen Nordostküste innerhalb von zwölf Stunden sechs Schiffe unter US-Flagge, darunter die Schoner Isabel B. Wiley (776 BRT), Jacob M. Haskell (1.778 BRT) und Edward H. Cole (1.791 BRT) sowie die beiden Frachter Winneconne (1.869 BRT) und Texel (3.210 BRT). Ferner versenkt das U-Boot den Passagierdampfer Carolina (5.093 BRT), wobei 13 Menschen hierbei später den Tod finden, da eines der beladenen Rettungsboote in einem aufziehenden Sturm kentert. Die Besatzungen von allen anderen Schiffen überleben vollständig, da das U-Boot die Crews vor der Versenkung warnt und in die Beiboote gehen lässt. Das Ereignis wurde als Black Sunday (Schwarzer Sonntag) bekannt und löste in den Vereinigten Staaten weitläufig große Beunruhigung aus, so wurde auch die Skyline New Yorks nach diesen Angriffen verdunkelt. In der Folgezeit steigt ferner die Anzahl der Freiwilligen bei der United States Navy erkennbar an.
10. Juni 1918 SMS Szent István 89 Während eines letzten Versuches der österreichisch-ungarischen Marine, die alliierte Sperrung der Straße von Otranto zu durchbrechen, gelingt dem italienischen Schnellboot MAS-15 in einem Angriff in den frühen Morgenstunden die zweimalige Torpedierung des k.u.k.-Schlachtschiffes SMS Szent István (22.500 ts). Knapp zweieinhalb Stunden lang kämpft die Crew gegen die Wassereinbrüche, dann kentert das Schiff und sinkt nahe der Insel Molat. 89 Seeleute finden dabei den Tod, etwa 1.000 Mann können gerettet werden.
25. Juni 1918 RMS Orissa 6 Vor der Felseninsel Skerryvore an der Westküste Schottlands versenkt das deutsche U-Boot SM UB 73 das britische Passagierschiff RMS Orissa (5358 ts) der Pacific Steam Navigation Company durch Torpedobeschuss. 6 Menschen sterben.
27. Juni 1918 HMHS Llandovery Castle 234 116 Seemeilen südwestlich der Südküste Irlands versenkt das deutsche U-Boot SM U 86 das britische Lazarettschiff HMHS Llandovery Castle (11.423 BRT), obwohl das Schiff hell erleuchtet und eindeutig als Hospitalschiff zu erkennen ist, durch einen Torpedotreffer. Nach dem Untergang des Schiffes rammt das U-Boot mehrere Rettungsboote und versenkt auch diese, um mögliche Zeugen zu beseitigen. Insgesamt kommen bei diesem Kriegsverbrechen 234 Menschen, darunter 14 Krankenschwestern, ums Leben. Nur 24 Personen in einem Rettungsboot, welches von dem U-Boot nicht gefunden wird, überleben und berichten später von dem Angriff. Der Kommandant des U-Bootes, Oberleutnant zur See Helmut Patzig, wird später von einem deutschen Gericht für dieses Verbrechen angeklagt, flieht aber außer Landes.
14. Juli 1918 Djemnah 436 Auf einer Fahrt von Marseille nach Madagaskar wird der französische Passagierdampfer Djemnah (3.716 BRT) der Reederei Messageries Maritimes 69 Seemeilen nordöstlich von Derna an der libyschen Küste von dem deutschen U-Boot UB 105 torpediert und sinkt innerhalb von zwei Minuten. Von den 754 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kommen 436 ums Leben. Zwei britische Schiffe können 328 Überlebende bergen und diese nach Alexandria bringen.
16. Juli 1918 HMS Anchusa 78 Vor der Nordküste Irlands, nordwestlich von Inishtrahull, versenkt das deutsche U-Boot SM U 54 das zur U-Boot-Jagd umgerüstete britische Kanonenboot HMS Anchusa (1.290 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo trifft das Wasserbombenlager und verursacht eine heftige Explosion, welche das Kanonenboot innerhalb von einer Minute versenkt. Mit dem Schiff gehen 78 Seeleute unter, es gibt keine Überlebenden.
19. Juli 1918 Australien 20 Bei der Versenkung des französischen Ozeandampfers Australien (6.376 BRT) der Messageries Maritimes rund 26 Seemeilen nordöstlich von Cap Bon an der Küste von Tunesien durch das deutsche U-Boot SM UC 54 kommen 17 Besatzungsmitglieder und drei Passagiere ums Leben. Das Schiff hatte insgesamt 951 Menschen an Bord.
19. Juli 1918 USS San Diego 6 Vor dem Hafen von New York, etwa acht Seemeilen südöstlich von Long Island, läuft der amerikanische Panzerkreuzer USS San Diego (13.680 ts) auf eine Seemine auf und sinkt innerhalb von 28 Minuten. Die Mine war zuvor von dem deutschen U-Boot SM U 156 gelegt worden. Beim Untergang kommen sechs Seeleute ums Leben. Die USS San Diego ist das einzige große Kriegsschiff, das die United States Navy im Ersten Weltkrieg durch Feindeinwirkung verliert.
20. Juli 1918 Justicia und SM UB 124 10 + 2 Nordwestlich von Irland, etwa 25 Seemeilen von Malin Head entfernt, versenkt das deutsche U-Boot SM UB 124 den britischen Truppentransporter Justicia (32.324 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Der Riesendampfer, nach der HMHS Britannic das größte alliierte Schiff, welches im Ersten Weltkrieg verloren geht, war bereits am Vortag durch vier Torpedotreffer des U-Bootes SM UB 64 stark beschädigt worden und befand sich im Schlepp. Da sich nach dem Angriff vom Vortag nur noch eine Rumpfcrew an Bord aufhält, kommen beim Untergang nur zehn Mann ums Leben. Beim Ablaufen wird SM UB 124 allerdings von drei britischen Zerstörern der Sicherung des Schleppzuges entdeckt und durch Artilleriefeuer versenkt, wobei zwei deutsche Seeleute sterben.
03. Aug. 1918 HMAHS Warilda 123 Im Ärmelkanal, nahe der Owers Bank, torpediert das deutsche U-Boot SM UC 49 das mit deutlich erkennbaren Rot-Kreuz-Kennzeichen versehene australische Hospitalschiff HMAHS Warilda (7.713 BRT). Das Schiff sinkt innerhalb von etwa zwei Stunden, weswegen Rettungsschiffe heraneilen und die Masse der Menschen an Bord abbergen können. Von den 801 Personen an Bord kommen aber 123 durch den Torpedoeinschlag ums Leben.
07. Aug. 1918 Dupetit-Thouars 13 Im Nordatlantik, etwa 400 Seemeilen westlich von Brest, wird der französische Panzerkreuzer Dupetit-Thouars (9.510 ts), gemeinsam mit amerikanischen Kriegsschiffen zur Sicherung eines alliierten Konvois eingesetzt, von dem deutschen U-Boot SM U 62 zweimal torpediert. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten. Da aber zahlreiche Rettungsschiffe schnell zur Stelle sind, kann fast die gesamte Crew gerettet werden. 13 Seeleute finden den Tod, die meisten in den von den Torpedos getroffenen Rumpfsektionen. Die Dupetit-Thouars ist das einzige auf dem offenen Atlantik versenkte große französische Kriegsschiff im Ersten Weltkrieg.
11. Aug. 1918 Euterpe 453 Nahe der Insel Pag, nur etwa eineinhalb Seemeilen von der Küste entfernt, versenkt das italienische U-Boot R. Smg. F 7 den von Fiume nach Cattaro laufenden k.u.k.-Truppentransporter Euterpe (2.302 BRT), auf welchem sich 910 Soldaten und Crewangehörige befinden, durch einen Torpedotreffer. 453 Menschen werden von dem schnell sinkenden Schiff mit in die Tiefe gerissen. Insgesamt 450 Überlebende werden von österreichisch-ungarischen Eskorteinheiten gerettet, weitere sieben Schiffbrüchige nimmt später das britische U-Boot HMS C21 auf.
15. Aug. 1918 HMS Scott 22 Nahe IJmuiden sinkt der britische Zerstörer und Flottillenführer HMS Scott (1.801 ts) nach zwei Minentreffern. Die Minensperre war am 22. Juli 1918 von dem deutschen U-Boot SM UC 17 gelegt worden. Beim Untergang sterben 22 britische Seeleute, etwa 150 Mann werden gerettet.
16. Aug. 1918 Balkan ≈ 380 Etwa sieben Seemeilen nordwestlich von L’Île-Rousse (Korsika) versenkt das deutsche U-Boot SM UB 48 den von Marseille nach Korsika laufenden französischen Truppentransporter Balkan (1.709 BRT). Das Schiff, auf welchem sich etwa 300 Soldaten, 150 Zivilisten und 32 Crewangehörige befinden, wird von einem Torpedo getroffen und sinkt in nur zwei Minuten. 102 Überlebende erreichen später die Küste oder werden von Wasserflugzeugen gerettet. Etwa 380 Menschen finden jedoch den Tod.
27. Aug. 1918 Pampa 117 84 Seemeilen östlich von Malta versenkt das deutsche U-Boot UC 22 das zum Hospitalschiff umgebaute ehemalige französische Passagierschiff Pampa (4.471 BRT) mit einem Torpedotreffer. 117 Menschen kommen dabei ums Leben.
09. Sep. 1918 Missanabie 45 52 Seemeilen südöstlich des Daunt Rock an der südirischen Küste wird die Missanabie (12.469 BRT), ein Passagier- und Frachtdampfer der Canadian Pacific Steamship Company, von dem deutschen U-Boot UB 87 durch zwei Torpedos versenkt. 45 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter mindestens zwei Frauen, kommen ums Leben. Die Missanabie fuhr in einem Geleitzug und war das einzige Schiff des Konvois, das Passagiere und Post an Bord hatte.
12. Sep. 1918 Galway Castle 143 200 Seemeilen südwestlich von Land’s End wird der britische Passagierdampfer Galway Castle (7.988 BRT), auf dem Weg von Plymouth nach Port Natal, von dem deutschen U-Boot U 82 torpediert. Obwohl der Rumpf durch die starke Explosion in der Mitte gebrochen ist und das Schiff mittschiffs einsinkt, hält es sich noch drei Tage über Wasser, bis es am 15. September untergeht. Von den 950 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sterben 143, da mehrere Rettungsboote in der stürmischen See verunglücken.
04. Okt. 1918 SM UB 68 1 Im Mittelmeer, etwa 150 Seemeilen östlich von Malta, muss das deutsche U-Boot SM UB 68, infolge eines Defekts an den Tauchzellen, inmitten eines alliierten Konvois auftauchen und wird durch den Beschuss eines Frachters stark beschädigt. Da britische Kriegsschiffe sich nähern, versenkt die Crew das U-Boot selbst, um eine Kaperung zu vermeiden. Ein Crewmitglied kommt dabei ums Leben. Unter den 33 Gefangenen, die später von der britischen Korvette HMS Snapdragon gerettet werden, befindet sich auch der Kommandant von SM UB 68, Oberleutnant zur See Karl Dönitz. Dönitz (1891–1980) wird später im Zweiten Weltkrieg Befehlshaber der U-Boote (BdU) und Großadmiral sowie Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine. Zum Ende des Krieges wird Dönitz als Nachfolger Hitlers letzter Reichspräsident.
10. Okt. 1918 RMS Leinster 501 Das irische Passagierschiff RMS Leinster (2.646 BRT) wird in der Bucht von Dublin, nahe der Kish Bank, von dem deutschen U-Boot SM UB 123 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 771 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sterben 501. Es handelt sich um das bis heute schwerste Schiffsunglück in der Irischen See und einen der größten Verluste von Menschenleben durch Versenkung eines zivilen Schiffs im Ersten Weltkrieg.
01. Nov. 1918 SMS Viribus Unitis ≈ 400 Im Hafen von Pola versenken zwei italienische Kampfschwimmer mit 200-Kilogramm-Haftminen das ehemalige österreichisch-ungarische Schlachtschiff SMS Viribus Unitis (22.500 ts). Das Schlachtschiff war, eine Folge des Zerfalls der k.u.k.-Monarchie, am Vortag von den Österreichern an den neu gegründeten Staat der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat, das spätere Königreich Jugoslawien) übergeben worden. Obwohl Serbien mit Italien im Ersten Weltkrieg verbündet war, führen die Italiener den Angriff aus, da sie das Entstehen einer neuen Flottenmacht in der Adria verhindern wollen. Die Minen explodieren gegen 6.45 Uhr morgens und versenken das Schiff in nur 15 Minuten. Etwa 400 Mann gehen mit der SMS Viribus Unitis unter. Unter den Toten befindet sich auch Konteradmiral Janko Vuković-Podkapelski, der Flottenchef des neu gegründeten SHS-Staates.
09. Nov. 1918 HMS Britannia 51 Nahe Kap Spartel versenkt das deutsche U-Boot SM UB 50 das britische Linienschiff HMS Britannia (16.350 ts) durch zwei Torpedotreffer. Der Einschlag der Torpedos verursacht eine heftige Explosion in der Munitionskammer eines 23,4-cm-Geschützturms und einen Kordit-Brand, der die Crew zum Verlassen des Schiffes zwingt. Über zwei Stunden nach dem Angriff sinkt das Linienschiff. 51 Seeleute fanden beim letzten Verlust eines britischen Kriegsschiffes im Ersten Weltkrieg den Tod.

Zwischenkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
16. Nov. 1918 Cesare Rossarol 93 Der italienische Zerstörer und Flottillenführer Cesare Rossarol (1.028 ts), auf dem Weg von Pola nach Rijeka, läuft auf eine noch nicht geräumte ehemalige österreichisch-ungarische Seemine vor dem Hafen von Ližnjan. Das Schiff bricht auseinander und sinkt mit 93 Crewangehörigen an Bord. Nur etwa 30 Mann überleben und werden von anderen italienischen Schiffen geborgen.
05. Dez. 1918 HMS Cassandra 11 Der britische Leichte Kreuzer HMS Cassandra (4.190 ts), eingesetzt im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg, läuft im Rigaischen Meerbusen, nahe der Insel Ösel, auf eine noch nicht geräumte und nicht in den Seekarten verzeichnete deutsche Minensperre auf. Das Schiff erhält einen Minentreffer und sinkt innerhalb einer Stunde. Elf Seeleute kommen dabei ums Leben, rund 420 Mann werden von anderen britischen Schiffen gerettet. Das Wrack wird 2010 gefunden.
16. Jan. 1919 Chaouia 476 In der Straße von Messina läuft der französische Passagierdampfer Chaouia (4.334 BRT) mit 660 Menschen an Bord kurz nach Mitternacht auf eine Mine, die kurz vor Kriegsende von einem deutschen U-Boot gelegt worden war. Das Schiff sinkt innerhalb von vier Minuten. 476 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
23. Apr. 1919 Borez sa Swobodu 0 In Sewastopol versenken während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg die sich zurückziehenden Entente-Mächte durch Sprengladungen das ehemalige russische Linienschiff Borez sa Swobodu (12.582 ts), welches sie im November 1918 erobert hatten, um zu vermeiden, dass das Schiff den Bolschewisten in die Hände fällt. Es handelt sich hierbei um das ehemalige Linienschiff Knjas Potjomkin Tawritscheski, das vor allem durch die Meuterei auf diesem Schiff im Jahre 1905 Bekanntheit erlangt hatte (s. auch Sergei Eisensteins Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin). Das Wrack wird nach dem Bürgerkrieg gehoben und ab 1923 verschrottet.
09. Juni 1919 HMS L55 34 Im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg versenken die auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Zerstörer Azard und Gavril im Finnischen Meerbusen das britische U-Boot HMS L55 (960 ts) durch Artilleriefeuer. Die gesamte Crew von 34 Mann findet dabei den Tod. Das U-Boot wird 1928 von den Sowjets gehoben und als Trainings-U-Boot wieder in Dienst gestellt und letztlich erst in den 1960er Jahren verschrottet. HMS L55 ist bis heute (2010) das einzige jemals von russischen oder sowjetischen Kriegsschiffen versenkte britische U-Boot.
17./18. August 1919 Andrei Pervozvanny 1 Im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg attackieren britische Flugzeuge und acht Schnellboote die im Hafen von Kronstadt liegenden Schiffe der auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Flottenkräfte. Dabei versenkt das Schnellboot HMS CMB-31 das Linienschiff Andrei Pervozvanny (17.320 ts) durch einen oder zwei Torpedotreffer (?). Das Schiff sinkt in flachem Wasser, wobei ein Seemann ums Leben kommt. Obwohl im Jahr 1920 gehoben und provisorisch repariert, wird die Andrei Pervozvanny bereits 1921 außer Dienst gestellt und ab 1922 abgewrackt.
01. Sep. 1919 HMS Vittoria 8 Im Finnischen Meerbusen, nahe der Insel Seskar, wird der britische Zerstörer HMS Vittoria (1.100 ts) von dem auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen U-Boot Pantera versenkt. Der im Rahmen der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg eingesetzte Zerstörer wird während des Legens von einer Minensperre überrascht und durch einen Torpedoschuss schwer beschädigt, wobei acht Crewmitglieder getötet werden. Da der Kiel des Schiffes durchbricht und ein Abschleppen nicht möglich ist, wird der Zerstörer nach dem Bergen der Crew von anderen britischen Schiffen versenkt.
04. Sep. 1919 HMS Verulam 16 Während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg sinkt der britische Zerstörer HMS Verulam (1100 ts) im Finnischen Meerbusen, nahe der Insel Seskar, auf einer von den Bolschewisten gelegten Minensperre. 16 Crewangehörige finden dabei den Tod, etwa 90 Mann werden von anderen britischen Schiffen gerettet. Das Wrack wird später Finnland zugesprochen; Absichten, das Wrack zu heben, werden aber wegen der starken Schäden am Schiff 1925 verworfen.
21. Okt. 1919 Gavril und Konstantin und Svoboda ≈ 300 Während der alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg geraten die drei ehemals auf Seiten der Bolschewisten stehenden russischen Zerstörer Gavril, Konstantin und Svoboda (je 1.260 ts) westlich von Kronstadt auf eine britische Minensperre und sinken nach mehreren Treffern. Alle drei Schiffe hatten nach Estland fliehen wollen, um sich dort den Alliierten anzuschließen. Beim Untergang sterben etwa 300 Seeleute. Nur rund 90 Überlebende können von dem russischen Zerstörer Azard gerettet werden.
21. Juli 1920 Carlo Alberto Racchia 19 Im Schwarzen Meer, nördlich des Bosporus, sinkt während alliierten Intervention in den Russischen Bürgerkrieg der italienische Zerstörer Carlo Alberto Racchia (1.784 ts) nach einem Minentreffer. 19 Crewangehörige finden dabei den Tod. Rund 150 Mann werden gerettet. Unklar ist, ob es sich hierbei um eine russische oder eine türkische Mine gehandelt hat (?).
29. Sep. 1936 Almirante Ferrándiz 129 Während des Bürgerkrieges in Spanien greifen der nationalspanische Schwere Kreuzer Canarias und der Leichte Kreuzer Almirante Cervera überraschend das aus zwei Zerstörern bestehende republiktreue Wachgeschwader vor der Straße von Gibraltar an. Im sich daraus entwickelnden Gefecht nahe Kap Spartel wird der republikanische Zerstörer Almirante Ferrándiz (1.536 ts) von sechs 20,3-cm-Granaten der Canarias getroffen und sinkt innerhalb von zehn Minuten. Von den 160 Mann Besatzung werden später nur 31 von der Canarias und einem französischen Handelsschiff gerettet. Das Gefecht hat strategische Bedeutung, da den nationalspanischen Truppen die Straße von Gibraltar von diesem Zeitpunkt an für Seetransporte offen steht.
12. Dez. 1936 C-3 37 Während des Bürgerkrieges in Spanien versenkt das deutsche U-Boot U 34, im Rahmen des geheimen deutschen U-Boot-Einsatzes vor der spanischen Küste (Unternehmen Ursula), etwa vier Seemeilen südöstlich von Málaga das auf Seiten der spanischen Republikaner stehende U-Boot C-3 (925 ts) durch einen Torpedotreffer. Von der 40 Mann starken Crew überleben nur drei; sie werden später von dem spanischen Lazarettschiff Artabro geborgen. Lange Zeit wurde dieser Torpedoangriff einem italienischen U-Boot zugeschrieben, erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges klärt sich auf, dass diese Versenkung auf einen geheimen Einsatz deutscher U-Boote zurückzuführen ist.
30. Apr. 1937 España 5 Während des Bürgerkrieges in Spanien sinkt nahe Santander das auf Seiten der spanischen Nationalisten stehende Dreadnought-Schlachtschiff España (15.452 ts) versehentlich auf einer eigenen Minensperre. Bis auf fünf Seeleute kann die gesamte Crew vom nahestehenden Zerstörer Velasco abgeborgen werden.
30. Mai 1937 Ciudad de Barcelona 191 Der auf Seiten der spanischen Republikaner stehende Dampfer Ciudad de Barcelona (3.946 BRT), ohne Geleitschutz auf dem Weg von Marseille nach Valencia, wird vor Lloret de Mar von dem nationalspanischen U-Boot General Sanjurjo, das zuvor von den Italienern an die Franco-Truppen übergeben worden war, mit zwei Torpedos angegriffen. Einer der Torpedos trifft mittschiffs und versenkt das Schiff in nur drei Minuten. Von den 312 Passagieren und Crewangehörigen an Bord kommen 191 ums Leben. Unter den Toten sind auch zahlreiche Militär- und Zivilpiloten, die als Freiwillige im Rahmen der Einsätze der Internationalen Brigaden auf Seiten der Republikaner hätten eingesetzt werden sollen.
12. Dez. 1937 USS Panay 3 Auf dem Jangtsekiang, westlich von Nanking, versenken japanische Flugzeuge während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges das amerikanische Flusskanonenboot USS Panay (474 ts). Drei Crewmitglieder kommen dabei ums Leben, 48 Menschen werden verletzt. Dieser sogenannte Panay-Vorfall sorgt in der Folgezeit für erhebliche Verstimmungen in den USA und führt zu einer Verschlechterung der japanisch-amerikanischen Beziehungen. Die japanische Regierung offeriert später Schadensersatz und entschuldigt sich für den Zwischenfall.
06. Mär. 1938 Baleares 765 Während des Bürgerkrieges in Spanien wird der auf Seiten der spanischen Nationalisten kämpfende Schwere Kreuzer Baleares (10.000 ts) im Nachtgefecht bei Cabo de Palos von den drei auf Seiten der spanischen Republikaner stehenden Zerstörern Sanchéz Barcáiztegui, Lepanto und Almirante Antequera attackiert und von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen. Eine Folgeexplosion der Munition im Vorschiff setzt den Kreuzer in Brand und tötet rund 300 Crewangehörige. Etwa zweieinhalb Stunden nach der Torpedierung sinkt die Baleares. Von den 1.206 Mann Besatzung kommen insgesamt 765 ums Leben, darunter auch der Geschwaderchef, Vizeadmiral Manuel Vierna Belando. Ein Teil der Crew wird später von in der Nähe stehenden britischen Schiffen gerettet.
07. Mär. 1939 Castillo de Olite 1.476 Während des Bürgerkrieges in Spanien wird vor Cartagena der nationalspanische Truppentransporter Castillo de Olite (3.545 BRT), welcher fast 2.100 Mann Landungstruppen (welche bei der Eroberung des Hafens hätten eingesetzt werden sollen) und etwa 30 Crewangehörige an Bord hat, von schweren Küstenbatterien der spanischen Republikaner beschossen. Das Schiff erhält drei 38,1-cm-Treffer, zerbricht in zwei Teile und sinkt sehr schnell. 1.476 Soldaten und Crewangehörige finden dabei den Tod. Etwa 650 Mann überleben und werden von Fischerbooten und Wachschiffen gerettet. Es ist dies bis heute (2010) der verlustreichste Schiffsuntergang in spanischen Gewässern und zugleich auch der opferreichste des Spanischen Bürgerkrieges.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1939[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
03. Sep. 1939 Athenia 112 Der 13.465 BRT große britische Passagierdampfer der Anchor-Donaldson Line ist mit über 1.100 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Glasgow nach Montreal, als er 250 Meilen nordwestlich von Irland ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot U 30 versenkt wird. 112 Menschen sterben durch die Folgen der Torpedo-Detonation und in einem Rettungsboot, das vom Heck eines der Rettungsschiffe zerquetscht wird. Die Athenia ist das erste Schiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wird. Unter den Toten sind auch 28 US-Amerikaner.
03. Sep. 1939 ORP Wicher 1 In der Danziger Bucht versenken deutsche Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber den vor Anker liegenden polnischen Zerstörer ORP Wicher (1.540 ts), welcher bereits an den beiden Tagen zuvor bei Luftangriffen Schäden erlitten hatte, durch vier Bombentreffer. Da die Crew teils bereits vom Schiff abgezogen worden war, kommt nur ein Seemann ums Leben, 22 Mann werden verwundet. Die ORP Wicher ist der einzige polnische Zerstörerverlust im Septemberkrieg 1939.
10. Sep. 1939 HMS Oxley 52 Rund 30 Seemeilen westlich von Stavanger versenkt das britische U-Boot HMS Triton irrtümlich das große britische U-Boot HMS Oxley (1.835 ts) durch zwei Torpedotreffer. Zuvor hatte das U-Boot nicht auf Identifikationsaufrufe reagiert. Mit der HMS Oxley gehen 52 Seeleute unter, nur zwei Mann überleben und werden von der HMS Triton gerettet, wodurch der tragische Irrtum aufgeklärt wird. Die Ursache für den Zwischenfall, so stellt es eine Untersuchung später fest, ist, dass die Oxley den zugewiesenen Patrouillenabschnitt infolge eines Navigationsfehlers verlassen hatte. Es ist dies die einzige Versenkung eines britischen U-Bootes durch ein eigenes U-Boot in der Seekriegsgeschichte und zugleich der erste britische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
14. Sep. 1939 U 39 0 Nordwestlich von Irland attackiert das deutsche U-Boot U 39 erfolglos eine britische U-Boot-Jagd-Gruppe um den Flugzeugträger HMS Ark Royal und wird beim Gegenangriff von drei britischen Zerstörern mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen. Bevor das beschädigte U-Boot sinkt, kann die komplette Crew von 43 Mann sich von Bord retten und wird von den Briten später geborgen. U 39 ist das erste deutsche U-Boot, das im Zweiten Weltkrieg in Verlust gerät.
17. Sep. 1939 HMS Courageous 518 Etwa 200 Seemeilen südwestlich der Südküste Irlands versenkt das deutsche U-Boot U 29 den britischen Flugzeugträger HMS Courageous (22.600 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff kentert und sinkt in nur 15 Minuten. Der Träger hatte zuvor seine Eskortzerstörer entlassen, um einem Handelsschiff beizustehen. 518 Mann gehen mit dem Träger unter, darunter auch der Kommandant, Captain William Tofield Makeig-Jones. 741 Besatzungsangehörige können gerettet werden. Nach diesem Verlust setzt die Royal Navy ihre großen Flottenträger vorerst nicht mehr zu U-Boot-Jagd-Missionen ein. Die HMS Courageous ist der erste Flugzeugträger im Zweiten Weltkrieg und überhaupt, der auf offener See von einem U-Boot versenkt wird.
14. Okt. 1939 HMS Royal Oak 833 Auf der Reede von Scapa Flow versenkt das deutsche U-Boot U 47 das vor Anker liegende britische Schlachtschiff HMS Royal Oak (29.150 ts) durch zwei oder drei Torpedotreffer. Das Schlachtschiff kentert und sinkt innerhalb von 13 Minuten. Eine Munitionsexplosion zerstört zudem weite Teile des Schiffes. Die HMS Royal Oak reißt insgesamt 833 Besatzungsangehörige, darunter auch den Befehlshaber des 2. Schlachtschiffgeschwaders, Konteradmiral Henry Blagrove, mit in die Tiefe. Etwa 400 Mann können gerettet werden. Die Versenkung des Schiffes im eigenen Heimatstützpunkt sorgt in der Folgezeit bei der Royal Navy für einige Verunsicherung hinsichtlich der Sicherheit der eigenen Stützpunkte.
13. Nov. 1939 HMS Blanche 2 In der Themsemündung läuft der britische Zerstörer HMS Blanche (1.360 ts) auf eine Mine auf und sinkt einige Stunden später während eines Bergeversuchs. Die Minen waren zuvor von deutschen Zerstörern gelegt worden. Zwei Mann der Crew des Zerstörers finden den Tod, zwölf Mann werden verwundet. Die HMS Blanche ist der erste britische Zerstörerverlust im Zweiten Weltkrieg.
18. Nov. 1939 Simon Bolivar 102 Der niederländische Ozeandampfer Simon Bolivar, mit 265 Passagieren und 132 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Rotterdam nach Curaçao über Tilbury, läuft bei Harwich in ein Minenfeld, welches kurz zuvor von deutschen Zerstörern gelegt worden war. Die Explosionen sind so heftig, dass die Masten umstürzen und viele Rettungsboote zerstört werden. 102 Menschen sterben.
23. Nov. 1939 Rawalpindi 265 Während eines Vorstoßes in den Nordatlantik versenken die beiden deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau südlich von Island, etwa 145 Seemeilen nordwestlich der Färöer-Inseln, den britischen Hilfskreuzer Rawalpindi (16.695 BRT) durch Artilleriebeschuss. Mit dem Schiff gehen 265 Seeleute unter, 37 Mann überleben und werden von den deutschen Schiffen (26 Geborgene) und dem Hilfskreuzer Chitral (11 Geborgene) gerettet. Der ehemalige Passagierdampfer Rawalpindi ist der erste im Zweiten Weltkrieg versenkte Hilfskreuzer.
26. Nov. 1939 Piłsudski 2 Das Motorschiff Piłsudski (14.294 BRT), ein ehemaliger Ozeandampfer der polnischen Reederei Gdynia America Line, der wenige Wochen zuvor in einen alliierten Truppentransporter umgerüstet worden war, läuft auf einer Fahrt von Newcastle nach Neuseeland 25 Seemeilen vor Withernsea an der Küste der englischen Grafschaft Yorkshire auf deutsche Minen und sinkt. Zwei Männer kommen ums Leben, darunter der Kommandant der Piłsudski, Konteradmiral Mamert Stankiewicz.
17. Dez. 1939 Admiral Graf Spee 36 In der Mündung des Río de la Plata wird das deutsche Panzerschiff Admiral Graf Spee (12.340 ts) mit Sprengladungen selbstversenkt, da der Kommandant das beschädigte Schiff, für das es keine Reparaturmöglichkeit vor Ort gibt, von überlegenen britischen Kräften umstellt glaubt und auf einen Ausbruchsversuch verzichtet. Zuvor war das Schiff im Gefecht mit drei britischen Kreuzern beschädigt worden, wobei 36 Crewangehörige ums Leben gekommen waren.
19. Dez. 1939 Columbus 4 Der große deutsche Passagierdampfer Columbus (32.565 BRT), alleine fahrend und auf dem Weg von Veracruz (Mexiko) nach Deutschland, wird etwa 200 Seemeilen östlich von Norfolk von dem britischen Zerstörer Hyperion gestellt und daraufhin, um eine Aufbringung zu vermeiden, von der eigenen Besatzung versenkt. Vier Angehörige des Maschinenpersonals ertrinken dabei versehentlich in den unteren Schiffsräumen. Zuvor war das deutsche Schiff von dem amerikanischen Schweren Kreuzer Tuscaloosa beschattet worden, welcher die Position der Columbus entgegen den Neutralitätsverpflichtungen ständig an die Royal Navy weitergemeldet hatte. Bis heute (2010) ist die Columbus das größte Passagierschiff, das jemals durch Selbstversenkung zerstört wurde.

1940[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
02. Jan. 1940 S-2 50 Etwa auf halber Strecke zwischen den Åland-Inseln und der schwedischen Küste, nordöstlich Grisslehamn, gerät das sowjetische U-Boot S-2 (840 ts) versehentlich auf eine schwedische Minensperre und sinkt nach zwei Treffern. Zuvor hatte S-2 finnische Minensperren in diesem Seegebiet umgehen wollen. Mit dem Boot geht die gesamte Besatzung von 50 Mann unter. Es ist dies der erste sowjetische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg. Das Wrack wird im Jahr 2009 entdeckt.
16. Jan. 1940 Inverdargle 49 Der britische Tanker Inverdargle (9.456 BRT), auf dem Weg von Trinidad nach Avonmouth, sinkt im Bristolkanal, nahe Nash Point, auf einer vom deutschen U-Boot U 33 gelegten Mine (die im November 1939 gelegt worden war). Der mit über 12.000 Tonnen Flugbenzin beladene Tanker explodiert sofort und bricht auseinander. Von den 49 Seeleuten an Bord überlebt niemand.
21. Jan. 1940 HMS Exmouth 189 Im Moray Firth, nahe Wick, versenkt das deutsche U-Boot U 22 in dichtem Nebel den britischen Zerstörer HMS Exmouth (1.495 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo trifft eine Munitionskammer des Schiffes und verursacht eine verheerende Explosion, die den Zerstörer innerhalb einer Minute versenkt. Mit der HMS Exmouth geht die gesamte Besatzung von 189 Mann unter.
18. Feb. 1940 HMS Daring 157 Vor der schottischen Ostküste, etwa 40 Seemeilen östlich des Pentland Firth, versenkt das deutsche U-Boot U 23 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Otto Kretschmer den zur Sicherung des Konvois HN-12 gehörenden britischen Zerstörer HMS Daring (1.375 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo trifft das Wasserbombenlager, weswegen der Zerstörer sofort explodiert. Mit dem Schiff gehen 157 Besatzungsangehörige unter, nur fünf Mann überleben.
22. Feb. 1940 Leberecht Maass und Max Schultz 590 Während eines offensiven Vorstoßes der deutschen 2. Zerstörerflottille in Richtung der Doggerbank (Unternehmen Wikinger) wird der Zerstörer Leberecht Maass (2.232 ts) in den frühen Morgenstunden irrtümlicherweise und infolge von Kommunikationsfehlern von einem einzelnen deutschen He 111-Bomber angegriffen. Das Schiff wird von einer Bombe getroffen und sinkt kurze Zeit später. Unklar ist hierbei aber, ob der Untergang durch den Bombentreffer selbst verursacht wurde oder ob das Schiff beim Ausweichen auf eine Mine lief. Die übrigen fünf Schiffe der Flottille laufen zu Rettungsmaßnahmen heran, wobei aber der Zerstörer Max Schultz (2232 ts) auf eine neu ausgelegte britische Minensperre läuft und nach zwei Minentreffern ebenfalls sinkt. Da die verbleibenden vier Zerstörer in der Dunkelheit und wegen der unklaren Lage zunächst nur wenige Überlebende bergen können, sterben insgesamt 590 deutsche Seeleute, darunter die gesamte Crew des Zerstörers Max Schultz (308 Tote). Nur 60 Mann werden gerettet.
03. Mär. 1940 Arucas 14 Vor der Südostküste von Island stellt der britische Schwere Kreuzer HMS York den zuvor aus Vigo ausgelaufenen deutschen Blockadebrecher Arucas (3.359 BRT). Trotz stürmischem Wetter entschließt sich die deutsche Crew zur Selbstversenkung ihres Schiffes, um eine Kaperung zu vermeiden. 14 Seeleute ertrinken dabei, weil die Rettungsboote im Sturm kentern. Die restliche Besatzung, 19 Mann, wird von dem britischen Kreuzer gerettet.
08. Apr. 1940 Rio de Janeiro 183 Nahe Lillesand versenkt das auf britischer Seite kämpfende polnische U-Boot Orzeł den zur ersten Welle der deutschen Invasionsstreitkräfte gehörenden und in Richtung Bergen laufenden Truppentransporter Rio de Janeiro (5.177 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 19 Seeleute und 164 deutsche Soldaten unter. Etwa 180 Überlebende werden später gerettet. Es ist dies die erste Versenkung eines Schiffes im Zweiten Weltkrieg durch ein polnisches Kriegsschiff.
08. Apr. 1940 HMS Glowworm 111 Der britische Zerstörer HMS Glowworm (1.350 ts) wird vor der norwegischen Küste vom Schlachtkreuzer HMS Renown zur Suche nach einem über Bord gegangen Seemann zurückgelassen. In einem starken Schneesturm wird er dabei nahe Trondheim von zwei deutschen Zerstörern entdeckt, welche den Schweren Kreuzer Admiral Hipper herbeirufen. Die HMS Glowworm wird zusammengeschossen. Der Zerstörer schießt drei Torpedos ab und versucht dann, die Admiral Hipper zu rammen. Dabei gerät er unter den Bug des Kreuzers, sein Vorschiff wird bis zur Brücke abgerissen. Das Wrack kentert nach einigen Minuten und geht mit 111 Besatzungsangehörigen unter. Es gibt nur 39 Überlebende.
09. Apr. 1940 Eidsvold 175 Während der deutschen Invasion Norwegens versenken deutsche Zerstörer im Hafen von Narvik das norwegische Küstenpanzerschiff Eidsvold (4.233 ts) durch drei Torpedotreffer. Das aus dem Jahr 1900 stammende Schiff zerbricht sofort in zwei Teile, sinkt innerhalb von Sekunden und nimmt 175 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur fünf Mann überleben.
09. Apr. 1940 Norge 101 Während der deutschen Invasion Norwegens versenken deutsche Zerstörer im Hafen von Narvik das norwegische Küstenpanzerschiff Norge (4.233 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das veraltete, aus dem Jahr 1901 stammende Schiff sinkt innerhalb von nur einer Minute, wobei 101 Mann der Besatzung den Tod finden. 90 Besatzungsmitglieder, darunter auch der Kommandant, können gerettet werden.
09. Apr. 1940 Blücher ≈ 830 Der deutsche Schwere Kreuzer Blücher (14.247 ts), mit über 2.100 Seeleuten und eingeschifften Soldaten sowie deren Ausrüstung an Bord, wird während der deutschen Besetzung Norwegens im Oslofjord bei dem Versuch die Döbrak-Enge zu durchfahren, von norwegischen Küstenbatterien und einer Torpedobatterie beschossen. Das Schiff wird von mehreren 28-cm- und 15-cm-Granaten getroffen und erhält zudem zwei Torpedotreffer. In der engen Fahrrinne können andere deutsche Schiffe dem Kreuzer nicht zu Hilfe kommen. Etwa zwei Stunden nach den ersten Treffern, gegen 6.25 Uhr, kentert die brennende und manövrierunfähige Blücher nahe Askholmen und sinkt. Von rund 2.100 Heeressoldaten und Seeleuten an Bord finden etwa 830 den Tod.
09. Apr. 1940 Königsberg 19 Bei einem Angriff von 16 britischen Sturzkampfbombern vom Typ Blackburn B-24 Skua auf den Hafen von Bergen wird der deutsche Leichte Kreuzer Königsberg (6.650 ts) von drei 227-Kilogramm-Bomben schwer getroffen. Das Schiff kentert und sinkt am Pier. 19 Besatzungsangehörige finden dabei den Tod, rund 600 Mann können sich retten. Das Wrack wird am 17. Juli 1942 gehoben und als U-Boot-Pier verwendet. Es kentert am 22. September 1944 abermals.
09. Apr. 1940 Karlsruhe 11 Der deutsche Leichte Kreuzer Karlsruhe (6.650 ts) wird im Skagerrak gegen 19.58 Uhr vom britischen U-Boot HMS Truant torpediert. Das Schiff ist so schwer beschädigt, dass es um 22.50 Uhr, nach dem Abbergen der Crew, vom Torpedoboot Greif durch zwei Torpedos versenkt werden muss. Elf Mann der Besatzung sterben bei der Torpedierung durch das U-Boot, etwa 600 Mann werden von dem Torpedoboot Jaguar gerettet.
09. Apr. 1940 Roda und Æger 0 + 8 Vor Stavanger versenkt der kleine norwegische Zerstörer Æger (735 ts) den zu den deutschen Invasionsstreitkräften gehörenden einlaufenden Transporter Roda (6.780 BRT), wobei es keine Personalverluste gibt. Der Zerstörer wird selbst aber nur kurze Zeit später von Junkers Ju 88-Bombern attackiert, durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben schwer beschädigt und muss an der Küste auf Grund gesetzt werden. Das Schiff wird zum Totalverlust. Acht Besatzungsangehörige kommen durch die Bombentreffer ums Leben, 67 Mann können gerettet werden. Das Wrack der Roda wird im Jahr 1953 gehoben.
10. Apr. 1940 Rauenfels und Wilhelm Heidkamp und Anton Schmitt und HMS Hunter und HMS Hardy Erstes Gefecht von Narvik.

Um 01:00 Uhr passieren die brit. Zerstörer HMS Hardy (Flottillenführer), HMS Hunter, HMS Havock, HMS Hotspur und HMS Hostile die Lotsenstation Tranöy in dieser Reihenfolge. Um 04:20 Uhr wird das Gefecht mit der ersten Breitseite der HMS Hardy eröffnet. Wilhelm Heidkamp erhält einen Torpedotreffer im achteren Magazin und sinkt mit dem größten Teil der Besatzung. Darunter auch Kommodore Bonte. 2 Torpedos lassen den Zerstörer Anton Schmitt auf Grund gehen. Durch Torpedos werden auch 6 deutsche und alliierte Handelsschiffe versenkt. HMS Hardy wird von den Zerstörern Georg Thiele und Bernd von Arnim beschossen und um 6:30 Uhr im seichten Wasser ca. 250 Meter vom Ufer auf Grund gesetzt. Captain Warburton-Lee (VC) gefallen. HMS Hunter außer Gefecht und von HMS Hotspur gerammt. HMS Hunter sinkt um 6:30 Uhr. 50 Überlebende von deutschen Booten gerettet. Der deutsche Versorger Rauenfels wird von HMS Havock gestoppt und geentert. Die Besatzung wird von der HMS Havock geborgen. Mit 2 Sprenggranaten wird die Rauenfels versenkt. Ihre Trümmer fliegen bis zu 1.000 Meter weit. Dadurch verlieren die deutschen Zerstörer ihren letzten Munitionsnachschub. Die deutschen Zerstörer Hermann Künne, Hans Lüdemann, Diether von Roeder, Bernd von Arnim und Georg Thiele werden bei diesem Gefecht teilweise schwer beschädigt.

01. Mai 1940 Dronning Maud 18 Der Hurtigruten-Dampfer Dronning Maud (1.489 BRT) wird beim Anlegen in Foldvik bei Gratangen von drei deutschen Jagdbombern bombardiert und unter Maschinengewehrfeuer gestellt. Das Schiff gerät in Brand, driftet ab und sinkt. An Bord sind neben der Besatzung 119 medizinische und sanitäre Hilfskräfte. Acht Besatzungsmitglieder und zehn Mediziner kommen um, 31 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Die Dronning Maud war nicht bewaffnet, hatte keine Soldaten an Bord und hatte die Flagge des Roten Kreuzes gehisst.
03. Mai 1940 Bison und HMS Afridi 228 Während der Räumung von Namsos (Nord-Trøndelag) durch die Alliierten wird der französische Zerstörer Bison (2.436 ts) bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von einer 500-Kilogramm-Bombe getroffen und sinkt gegen 14.00 Uhr nach einer Munitionskammerexplosion. 136 französische Seeleute gehen mit dem Schiff unter. Nur kurze Zeit später wird auch der britische Zerstörer HMS Afridi (1.850 ts), der zu Rettungsmaßnahmen herangeeilt war, von zwei Bomben getroffen und kentert, wobei 62 britische Seeleute und Soldaten sowie 30 zuvor gerettete Crewmitglieder der Bison den Tod finden. Insgesamt sterben 228 alliierte Seeleute und Soldaten. Die Bison ist der erste französische Zerstörerverlust im Zweiten Weltkrieg, der durch Feindeinwirkung verursacht wird.
04. Mai 1940 ORP Grom 59 Vor dem Hafen von Narvik versenken deutsche He 111-Bomber des Kampfgeschwaders 100 den polnischen Zerstörer ORP Grom (1.975 ts). Nach einem Volltreffer in einen geladenen Torpedorohrsatz bricht das Schiff in zwei Teile und sinkt. 59 polnische Seeleute kommen ums Leben. Etwa 150 Mann werden von britischen Schiffen gerettet.
26. Mai 1940 HMS Curlew 9 Im Lavangsfjord nahe Narvik versenken deutsche Junkers Ju 88-Bomber den britischen Flakkreuzer HMS Curlew (4.190 ts) durch drei Bombentreffer. Neun Crewmitglieder kommen dabei ums Leben, etwa 350 Mann können gerettet werden. Der Verlust des Schiffes bedeutet eine erhebliche Schwächung der Flugabwehrkapazität der vor Norwegen eingesetzten alliierten Flottenkräfte, da zu diesem Zeitpunkt nur wenige feuerstarke Flakschiffe zur Verfügung stehen.
28. Mai 1940 Brazza 379 Das französische Passagier- und Frachtschiff Brazza (10.387 BRT) wird etwa 100 Seemeilen westlich von Porto (Portugal) auf einer Fahrt von Bordeaux nach Französisch-Westafrika von dem deutschen U-Boot U 37 mit zwei Torpedos versenkt. Von den 576 Passagieren und Besatzungsmitgliedern kommen 379 ums Leben.
29. Mai 1940 HMS Wakeful 750 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wird der britische Zerstörer HMS Wakeful (1.100 ts) im Ärmelkanal, auf dem Weg von Dünkirchen nach Dover und mit über 640 alliierten Soldaten an Bord, in den frühen Morgenstunden von dem deutschen Schnellboot S 30 torpediert. Der Zerstörer zerbricht in zwei Teile und sinkt innerhalb kürzester Zeit. Mit dem Schiff gehen 639 alliierte Soldaten sowie 111 Besatzungsangehörige unter. Nur etwa 25 Mann überleben und werden von anderen alliierten Schiffen gerettet.
29. Mai 1940 Crested Eagle ≈ 325 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wird der zu Evakuierungszwecken eingesetzte britische Raddampfer Crested Eagle (1.110 BRT) vor Dünkirchen von deutschen Flugzeugen mit Bomben in Brand geworfen und läuft an der Küste auf Grund. Das Schiff wird zum Totalverlust. Von etwa 600 zuvor eingeschifften Soldaten und 25 Seeleuten an Bord können sich nur etwa 300 retten.
30. Mai 1940 Bourrasque ≈ 190 Während der alliierten Räumung von Dünkirchen wird der französische Zerstörer Bourrasque (1.298 ts), der bereits zuvor durch einen Minentreffer beschädigt worden war, vor Nieuwpoort von deutschen Küstenbatterien beschossen. Das Schiff, welches rund 600 zuvor aus Dünkirchen evakuierte französische Soldaten an Bord hat, kentert nach mehreren Artillerietreffern und sinkt. Von rund 750 Menschen an Bord (etwa 600 Soldaten und 147 Crewangehörige) werden 559 von Begleit- und Hafenfahrzeugen gerettet. Etwa 190 Personen finden jedoch den Tod.
01. Juni 1940 HMS Basilisk und HMS Havant und HMS Keith 53 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen werden die britischen Zerstörer HMS Basilisk (1.360 ts), HMS Havant (1.340 ts) und HMS Keith (1.400 ts) von deutschen Flugzeugen attackiert und sinken nach Bombentreffern. Insgesamt sterben dabei 53 Seeleute, alleine 36 an Bord der HMS Keith; etwa 500 Mann sowie etwa 800 eingeschiffte Soldaten werden von anderen britischen und französischen Schiffen gerettet.
01. Juni 1940 Scotia 333 Während der alliierten Evakuierung von Dünkirchen wird der britische Passagierdampfer Scotia (3.454 BRT), beladen mit rund 2.500 französischen Soldaten und auf dem Weg nach Sheerness, vor dem Hafen von Dünkirchen von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern durch mehrere Bombentreffer versenkt. 33 Crewangehörige und 300 französische Soldaten finden dabei den Tod. Etwa 2.200 Menschen können sich ans Ufer retten oder werden von Wachfahrzeugen aufgenommen.
08. Juni 1940 Orama 19 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen südsüdwestlich von Narvik, versenkt der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Hipper den einzeln fahrenden und bewaffneten britischen Truppentransporter Orama (19.777 BRT). Das Schiff, das keine Truppen an Bord hat und auf dem Weg nach Harstad ist (um dort Soldaten an Bord zu nehmen), wird mit Artillerie beschossen und schließlich von einem der Begleitzerstörer der Admiral Hipper durch einen Torpedoschuss versenkt. 19 britische Seeleute finden dabei den Tod. Etwa 280 Überlebende werden danach von den Deutschen gerettet.
08. Juni 1940 Glorious und Acasta und Ardent 1.792 + 48 Im Nordatlantik, etwa 190 Seemeilen westlich von Harstad, treffen die deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau, während eines Vorstoßes in den Nordatlantik (Unternehmen Juno), auf einen von Harstad nach Scapa Flow fahrenden britischen Evakuierungsverband, bestehend aus dem Flugzeugträger Glorious (22.360 ts) und den beiden Zerstörern Acasta und Ardent (je 1.350 ts). In einem rund 70 Minuten dauernden Artilleriegefecht werden alle drei britischen Schiffe versenkt, wobei insgesamt 1.792 Seeleute den Tod finden. Nur 37 Überlebende von allen drei Schiffen können gerettet werden. Auf deutscher Seite wird das Schlachtschiff Scharnhorst durch einen Torpedotreffer eines Zerstörers beschädigt, der 48 Tote fordert.
12. Juni 1940 Calypso 39 Etwa 50 Seemeilen südlich von Kap Lithinon (Kreta) versenkt das italienische U-Boot R. Smg. Bagnolini den britischen Leichten Kreuzer HMS Calypso (4.120 ts) durch einen Torpedotreffer. 39 Mann gehen mit dem Schiff unter, etwa 320 Überlebende werden gerettet. Die HMS Calypso ist das erste britische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von der italienischen Marine versenkt wird.
17. Juni 1940 R. Smg. Provana 61 Vor Oran wird das italienische U-Boot R. Smg. Provana (1.060 ts), nach einem erfolglosen Angriff auf einen Konvoi, von der französischen Korvette La Curieuse und dem Minensuchboot Commandant Bory gerammt und versenkt. Mit dem Boot gehen 61 Seeleute unter, nur ein einziges Crewmitglied kann gerettet werden. Es ist dies der erste italienische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
17. Juni 1940 RMS Lancastria ≈ 2.000 Der zum Abtransport britischer Truppen aus Frankreich eingesetzte Passagierdampfer RMS Lancastria (16.243 BRT) wird vor Saint-Nazaire von deutschen Junkers Ju 88-Bombern des Kampfgeschwaders 30 angegriffen und kentert nach drei oder vier Bombentreffern. An Bord befinden sich über 6.000 britische Soldaten, Zivilisten und Besatzungsangehörige. Ältere Schätzungen gingen von bis zu 5.000 Toten aus, neuere Forschungen haben eine Opferzahl von etwa 2.000 ergeben. Die Versenkung der RMS Lancastria gilt als die schlimmste Schiffskatastrophe der britischen Geschichte. Auf Befehl Winston Churchills wird der Vorfall lange Zeit geheim gehalten.
02. Juli 1940 Arandora Star 805 Der als Lazarett- und Transportschiff eingesetzte ehemalige britische Luxusdampfer Arandora Star (15.501 BRT) verlässt Liverpool mit 1.213 italienischen und deutschen Zivilinternierten sowie rund 460 Crewmitgliedern und Soldaten. Er wird an der Nordwestküste Irlands von dem deutschen U-Boot U 47 torpediert und versenkt, wobei 805 Menschen sterben, darunter 713 Internierte. Rund 870 Überlebende werden von dem kanadischen Zerstörer HMCS St. Laurent gerettet.
03. Juli 1940 Bretagne 977 Während des britischen Angriffs auf den französischen Kriegshafen Mers-el-Kébir (Operation Catapult) wird das französische Schlachtschiff Bretagne (22.200 ts) von mehreren 38,1-cm-Granaten britischer Schlachtschiffe getroffen, die eine schwere Folgeexplosion in einer achteren Munitionskammer auslösen. Das Schiff kentert und sinkt im Hafen. 977 Seeleute gehen mit der Bretagne unter, nur etwa 300 Mann überleben. Das Wrack wurde in den 1950er Jahren gehoben und verschrottet. Es ist das erste Gefecht zwischen britischen und französischen Schiffen seit den Napoleonischen Kriegen.
04. Juli 1940 HMS Foylebank 176 Vor dem Hafen der Isle of Portland versenken deutsche Junkers Ju 87-Bomber das britische Hilfs-Flakschiff HMS Foylebank (5.582 BRT), welches zuvor den Konvoi OA-178 eskortiert hatte, durch zahlreiche Bombentreffer. Mit dem Schiff gehen 176 Crewangehörige unter. 122 Mann überleben die Attacke.
19. Juli 1940 Bartolomeo Colleoni 121 Nordwestlich von Kreta wird der italienische Leichte Kreuzer Bartolomeo Colleoni (5.069 ts), gemeinsam mit dem Schwesterschiff Giovanni delle Bande Nere auf dem Weg von Tripolis nach Leros, von dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney und fünf britischen Zerstörern gestellt und im sich daraus entwickelnden Gefecht nahe Kap Spada schwer getroffen. Das Schiff sinkt nach zahlreichen 15,2-cm-Artillerietreffern und mindestens zwei Torpedotreffern. 121 italienische Seeleute, darunter auch der Kommandant, Capitano di Vascello Umberto Novaro (der zwar von den Briten gerettet wird, aber zwei Tage später an seinen Verletzungen stirbt) finden dabei den Tod. Rund 500 Mann werden von den Alliierten gerettet.
25. Juli 1940 Meknés 422 Im Ärmelkanal wird der französische Repatriierungsdampfer Meknés (6.127 BRT), welcher rund 1.100 französische Soldaten nach der französischen Kapitulation im Juni 1940 von Southampton nach Frankreich hätte zurücktransportieren sollen, bei einem Angriff deutscher Schnellboote von dem Schnellboot S 27 attackiert und von zwei Torpedos getroffen. Das Schiff sinkt in nur acht Minuten, wobei 374 Soldaten und 48 Angehörige der Dampferbesatzung den Tod finden. Die deutsche Seite übernimmt später die Verantwortung für den irrtümlichen Angriff, lehnt aber eine Entschuldigung ab, da sie von den Franzosen nicht über die Repatriierungsaufgabe des Schiffes informiert worden war.
26. Juli 1940 Accra 24 320 Seemeilen westlich der irischen Grafschaft County Donegal versenkt das deutsche U-Boot U 43 das in einem Geleitzug fahrende britische Passagierschiff Accra (9337 BRT) mit einem einzigen Torpedo. Die Accra war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von Liverpool nach Freetown. 12 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder sterben. Die 465 Überlebenden werden von zwei britischen Kriegsschiffen zurück nach Liverpool gebracht.
10. Aug. 1940 Transylvania 36 Etwa 40 Seemeilen nordwestlich von Malin Head (Irland) versenkt das deutsche U-Boot U 56 den britischen Hilfskreuzer Transylvania (16.923 BRT). Das große Schiff erhält gegen 01.00 Uhr nachts einen Torpedotreffer von dem U-Boot, bleibt aber zunächst noch schwimmfähig und nimmt nur wenig Wasser auf, weswegen es in Schlepp genommen wird. Drei Stunden später muss der Hilfskreuzer aber infolge zunehmender Wassereinbrüche aufgegeben werden und sinkt schließlich gegen 4.30 Uhr. Durch den Einschlag des Torpedos kommen insgesamt 36 Seeleute ums Leben, etwa 300 Mann werden von Fischtrawlern und dem britischen Zerstörer Ashanti gerettet.
15. Aug. 1940 Helli 9 Im östlichen Mittelmeer, nahe der Insel Tinos (Kykladen), versenkt das italienische U-Boot R. Smg. Delfino den als Minenleger genutzten griechischen Leichten Kreuzer Helli (2.115 ts). Das aus dem Jahre 1912 stammende Schiff wird von einem Torpedo mittschiffs getroffen und sinkt innerhalb von etwa 90 Minuten, wobei neun Mann der Crew den Tod finden. Rund 230 Mann werden gerettet. Zum Zeitpunkt des Angriffs herrscht zwischen Italien und Griechenland noch kein Krieg, es wird aber vermutet, dass die Attacke eine Kriegserklärung Griechenlands an Italien hätte provozieren sollen. In der Folgezeit streitet Italien die Verantwortung für die Torpedierung ab. Der Krieg zwischen Italien und Griechenland bricht erst im Oktober 1940 aus.
27. Aug. 1940 Dunvegan Castle 27 Etwa 120 Seemeilen südwestlich von Cape Clear Island versenkt das deutsche U-Boot U 46 den zum Konvoi SL-43 gehörenden britischen Hilfskreuzer Dunvegan Castle (15.007 BRT) durch drei Torpedotreffer. Von den 277 Crewangehörigen finden dabei 27 den Tod, 250 Mann überleben und werden von einem Zerstörer und einer Korvette gerettet.
31. Aug. 1940 HMS Esk und HMS Ivanhoe 201 In den Abendstunden des 31. August läuft die britische 20. Zerstörerflottille mit fünf Schiffen in die Nordsee aus, um eine Minensperre anzulegen. Dabei geraten die Schiffe auf eine neu ausgelegte und bis dato unbekannte deutsche Minensperre nahe der Insel Texel. Die britischen Zerstörer HMS Esk und HMS Ivanhoe erleiden dabei mehrere Minentreffer und sinken. Der Zerstörer HMS Express wird zudem schwer beschädigt. Insgesamt sterben 201 britische Seeleute. Weitere 57 Crewangehörige der Zerstörer werden von den Deutschen gerettet und gehen in Kriegsgefangenschaft. Der Zwischenfall wird in der Royal Navy nur als Texel-Desaster bezeichnet.
18. Sep. 1940 City of Benares 248 Der britische Passagierdampfer City of Benares (11.081 BRT), ein Schiff der Ellerman Lines, wird am 18. September etwa 250 Meilen vor der Rockall-Felseninsel vom deutschen U-Boot U 48 torpediert und versenkt. An Bord sind 90 britische Kinder, die im Rahmen eines nationalen Rettungsprogramms nach Kanada geschickt hätten werden sollen. 77 dieser Kinder kommen bei der Versenkung ums Leben. Zu den geretteten Passagieren zählt Monika Mann. Von 406 Personen an Bord sterben insgesamt 248.
20. Sep. 1940 City of Simla 3 52 Seemeilen nördlich von Rathlin (Nordirland) greift das deutsche U-Boot U 138 den Konvoi OB-216 an, der sich auf dem Weg von London über Kapstadt nach Bombay befindet. Drei Schiffe werden getroffen, darunter die City of Simla (10.138 BRT), ein Passagierschiff der britischen Ellerman Lines. Die Passagiere sind hauptsächlich Familienmitglieder von in Indien stationierten Army-Angehörigen. Das Schiff sinkt am Morgen des 21. September. Ein Besatzungsmitglied und zwei Passagiere kommen um. Die 347 Überlebenden werden von einem britischen Zerstörer und einem belgischen Trawler gerettet.
23. Okt. 1940 Prinsesse Ragnhild 299 Der norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Prinsesse Ragnhild (1.590 BRT) wird kurz nach dem Ablegen in Bodø vor der Insel Landegode mit 455 Menschen an Bord von einer Explosion erschüttert und sinkt. Die Ursache ist bis heute unklar; es wird das Auflaufen auf eine Seemine oder Beschuss durch das britische U-Boot HMS Taku vermutet. Dutzende norwegische Passagiere und Besatzungsmitglieder und zahlreiche deutsche Soldaten kommen ums Leben.
28. Okt. 1940 Empress of Britain 45 Der kanadische Ozeandampfer Empress of Britain wird am 26. Oktober an der Nordwestküste Irlands von einer deutschen Focke-Wulf Fw 200 bombardiert und gerät in Brand. Das Schiff bleibt zunächst schwimmfähig, Passagiere und Crew gehen von Bord. Das deutsche U-Boot U 32 wird informiert und torpediert den Dampfer, der schließlich in der Nacht zum 28. Oktober untergeht. 45 Menschen kommen durch den Angriff ums Leben. Mit 42.348 BRT ist die Empress of Britain das größte im Zweiten Weltkrieg durch ein deutsches U-Boot versenkte Schiff.
03./04. Nov. 1940 Laurentic und Patroclus 105 In den Abendstunden des 3. November 1940 sichtet das deutsche U-Boot U 99 vor der Nordwestküste Irlands die beiden britischen Hilfskreuzer Laurentic (18.724 BRT) und Patroclus (11.314 BRT) und versenkt beide Schiffe in einem rund sieben Stunden dauernden Duell. Das U-Boot verbraucht dabei zehn Torpedos. Bei diesem Gefecht sterben insgesamt 105 britische Seeleute, 56 an Bord der Patroclus und 49 an Bord der Laurentic.
05. Nov. 1940 HMS Jervis Bay 190 Im Nordatlantik, etwa 750 Seemeilen südsüdwestlich von Reykjavík (Island), wird der britische Hilfskreuzer HMS Jervis Bay (14.164 BRT) von dem deutschen Schweren Kreuzer Admiral Scheer attackiert und durch Artilleriefeuer versenkt. Der Hilfskreuzer bildet die einzige Sicherung des Konvois HX-84, welcher von dem deutschen Schiff angegriffen wird, und stellt sich dem artilleristisch weit überlegenen Gegner entgegen, um einem Teil der Schiffe des Geleitzuges die Flucht zu ermöglichen. Die HMS Jervis Bay sinkt nach rund 45 Minuten und geht mit 190 Mann an Bord, darunter auch der Kommandant, Captain Edward S. F. Fegen, unter. Nur 65 Überlebende werden etwa acht Stunden später von dem schwedischen Frachter Stureholm gerettet. Captain Fegen wird später, da die Masse der Konvoi-Schiffe wegen dieses Gefechtes entkommen kann, posthum mit dem Victoria Cross ausgezeichnet.
11./12. Nov. 1940 Conte di Cavour 17 Während des britischen Luftangriffs auf Tarent wird das italienische Schlachtschiff Conte di Cavour (28.800 ts) von einem Lufttorpedo getroffen, wobei 17 Crewangehörige den Tod finden. Infolge des falsch konstruierten Pugliese-Schutzsystems erleidet das Schiff schwere Schäden und sinkt im flachen Hafen auf Grund. Bis zum Ausscheiden von Italien aus dem Zweiten Weltkrieg im September 1943 wird das Schlachtschiff, obwohl Ende 1941 gehoben, nicht mehr wieder in Dienst genommen. Das gehobene Wrack wird im Februar 1945 bei einem alliierten Luftangriff erneut versenkt und schließlich 1947 endgültig verschrottet.
15. Nov. 1940 Apapa 26 200 Seemeilen westlich der irischen Grafschaft County Mayo wird das in einem Geleitzug fahrende britische Passagierschiff Apapa (9.333 BRT) von deutschen Focke-Wulf-Langstreckenflugzeugen bombardiert und versenkt. Die Apapa war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von Freetown nach Liverpool. 5 Passagiere und 21 Besatzungsmitglieder sterben. 229 Menschen überleben und werden von Rettungsschiffen geborgen.
25. Nov. 1940 Patria 279 Das in britischen Diensten stehende ehemalige französische Passagierschiff Patria (11.885 BRT), mit welchem die britische Mandatsverwaltung in Palästina 1.771 jüdische Flüchtlinge, welche zuvor mit älteren Schiffen aus Rumänien vor dem Holocaust nach Palästina geflohen waren, nach Mauritius transportieren wollte (da ein Aufenthalt verwehrt wurde), wird im Hafen von Haifa von der jüdischen Untergrundgruppe Hagana mit drei Sprengladungen, die das Schiff lediglich hätten fahruntüchtig machen sollen, um einen Abtransport der Flüchtlinge zu vermeiden, irrtümlich versenkt. Da die Sprengstoffmenge falsch berechnet worden war, werden nicht nur die Maschinen unbrauchbar, sondern zudem große Löcher in den Rumpf gerissen. Die Patria kentert daraufhin im Hafen und versinkt im flachen Wasser bis zu den Davits. 279 Flüchtlinge, zumeist in den unteren Schiffsräumen, finden bei der Tragödie den Tod.
27. Nov. 1940 Rangitane 16 Das neuseeländische Passagierschiff Rangitane (16.733 BRT) wird etwa 300 Seemeilen östlich von East Cape von den deutschen Hilfskreuzern Komet und Orion versenkt. Acht Besatzungsmitglieder und acht Passagiere sterben im Beschuss, darunter fünf Frauen. Ein Großteil der knapp 300 Überlebenden wird mehrere Wochen lang in einem Internierungslager auf der Insel Emirau gefangen gehalten. Die Rangitane ist das größte im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Hilfskreuzer versenkte Passagierschiff.
01. Dez. 1940 Oslofjord 1 Zwei Seemeilen ost-südöstlich der Mündung des Flusses Tyne in der Nähe der englischen Stadt Tynemouth läuft die Oslofjord (18.673 BRT) auf eine vermutlich deutsche Seemine. Ein Besatzungsmitglied stirbt. Die Oslofjord, ein ehemaliger norwegischer Ozeandampfer, der von der britischen Admiralität als Truppentransporter eingesetzt werden sollte, strandet bei Tynemouth und sinkt in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1941 in stürmischem Wetter. Ihr Wrack ist das größte an der englischen Ostküste.
02. Dez. 1940 HMS Forfar 172 Etwa 500 Seemeilen westlich von Irland versenkt das deutsche U-Boot U 99 den einzeln fahrenden britischen Hilfskreuzer HMS Forfar (16.402 BRT), der sich nur Stunden zuvor von dem Konvoi HX-90 getrennt hatte. Das große Schiff sinkt nach fünf Torpedotreffern und reißt 172 Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe. Nur 21 Überlebende werden später von alliierten Geleitfahrzeugen gerettet.
08. Dez. 1940 Calabria 360 295 Seemeilen westlich von Irland wird der dem Ministry of War Transport angehörende britische Dampfer Calabria (9.475 BRT) von dem deutschen U-Boot U 103 unter Kapitän zur See Viktor Schütz mit drei Torpedos versenkt. Von den 381 Menschen an Bord überleben nur 21 Besatzungsmitglieder, die von dem britischen Zerstörer Sikh gerettet werden. Die Calabria hatte 230 indische Seemänner als Passagiere an Bord sowie 4.000 Tonnen Eisen, Tee und Presskuchen geladen.
11. Dez. 1940 Rotorua 22 110 Seemeilen westlich von St. Kilda (Äußere Hebriden) wird der zum Truppentransporter umfunktionierte ehemalige neuseeländische Passagierdampfer Rotorua (10.890 BRT) von dem deutschen U-Boot U 96 unter Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock mit einem Torpedo versenkt. Von den 132 Menschen an Bord kommen 22 ums Leben, darunter der Kapitän und der Konvoi-Kommandant. Zwei Besatzungsmitglieder werden von der U-Boot-Mannschaft gefangen genommen. Die übrigen Überlebenden werden von Trawlern nach Stornoway gebracht.
17. Dez. 1940 HMS Acheron 192 Der britische Zerstörer HMS Acheron (1.350 ts) gerät vor der Isle of Wight in ein deutsches Minenfeld und sinkt. Das Schiff befindet sich gerade auf einer Probefahrt nach einem Werftaufenthalt und läuft mit hoher Fahrt auf zwei Minen, die das gesamte Vorschiff wegsprengen. Die Acheron sinkt sehr schnell mit 167 Crewangehörigen und 25 Werftarbeitern. Nur 19 Überlebende werden später von Küstenfahrzeugen geborgen.
18. Dez. 1940 Napier Star 84 Etwa 300 Meilen südlich von Island versenkt bei stürmischem Wetter und starkem Regen das deutsche U-Boot U 100 unter Joachim Schepke das britische Passagier- und Frachtschiff Napier Star (10.116 BRT) durch zwei Torpedos. 84 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben; nur 15 Menschen werden zwei Tage später von einem schwedischen Handelsschiff gerettet.
25. Dez. 1940 Jumna 108 Nördlich der Azoren versenkt der Schwere Kreuzer Admiral Hipper unter Wilhelm Meisel das allein fahrende britische Passagier- und Frachtschiff Jumna (6.078 BRT) durch Geschützfeuer. Von den 64 Besatzungsmitgliedern und 44 Passagieren an Bord überlebt niemand.

1941[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
11. Jan. 1941 HMS Southampton 81 Im Mittelmeer, etwa 195 Seemeilen südsüdöstlich von Malta, wird der britische Leichte Kreuzer HMS Southampton (9.100 ts) bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von drei 500-Kilogramm-Bomben getroffen und schwer beschädigt. Das manövrierunfähige Schiff wird, da ein Abschleppen wegen der eminenten Bedrohung durch Luftangriffe nicht möglich ist, nach vier Stunden aufgegeben und von Begleitschiffen mit insgesamt fünf Torpedoschüssen versenkt. Die Crew, die zuvor abgeborgen worden war, hat insgesamt 81 Tote zu beklagen, darunter 27 Offiziere.
16. Jan. 1941 Oropesa 106 Südöstlich der Rockall-Felseninsel wird das uneskortiert fahrende britische Passagierschiff Oropesa (14.118 BRT) der Pacific Steam Navigation Company von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock durch drei Torpedotreffer versenkt. Von den 249 Menschen an Bord finden insgesamt 106 den Tod.
17. Jan. 1941 Almeda Star 360 35 Meilen nordöstlich der Rockall-Felseninsel wird das britische Passagierschiff Almeda Star (14.936 BRT) der Blue Star Line von dem deutschen U-Boot U 96 unter Heinrich Lehmann-Willenbrock torpediert und beschossen. Es sinkt in nur drei Minuten. Alle 360 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Unter den Opfern sind auch 142 Angehörige des Fleet Air Arm.
17. Jan. 1941 Zealandic 73 Der uneskortierte britische Passagierdampfer Zealandic (10.578 BRT) der Shaw, Savill & Albion Steamship Co. wird nordwestlich von Rockall von dem deutschen U-Boot U 106 (Korvettenkapitän Jürgen Oesten) durch drei Torpedos versenkt. Keiner der 73 Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebt.
17. Jan. 1941 Thonburi und Songkhla und Chonburi 36 Als Repressalie wegen der Übergriffe Thailands auf die französische Kolonie Kambodscha greift das Vichy-französische Fernostgeschwader (Forces Navales d’Extreme Orient), bestehend aus dem Leichten Kreuzer Lamotte-Picquet und vier Kanonenbooten, Teile der Flotte Thailands auf der Reede von Ko Chang an. Die Franzosen versenken dabei in einem zwei Stunden dauernden Gefecht die beiden thailändischen Torpedoboote Chonburi und Songkhla (je 318 ts) und beschädigen das Küstenpanzerschiff Thonburi (2.265 ts) so schwer, dass es nahe Laem Ngop auf Grund gesetzt werden muss und verloren geht. Insgesamt sterben 36 thailändische Seeleute, davon alleine 20 an Bord des Küstenpanzers, darunter auch dessen Kommandant, Commander Luang Phrom Viraphan. Die Franzosen erleiden keine Verluste.
18. Feb. 1941 Seaforth 59 Der britische Passagier- und Frachtdampfer Seaforth (5.459 BRT) der Elder Dempster Lines wird südlich von Island, auf dem Weg von Monrovia nach Liverpool, von dem deutschen U-Boot U 103 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 47 Besatzungsmitgliedern, zwei Kanonieren und zehn Passagieren an Bord überlebt niemand.
25. Feb. 1941 Armando Diaz 464 Der italienische Leichte Kreuzer Armando Diaz (5.350 ts), eingesetzt zur Sicherung eines Konvois von Neapel nach Tripolis, wird vor der Küste Tunesiens, nahe der Kerkenna-Inseln, von dem britischen U-Boot HMS Upright torpediert. Der Torpedo schlägt zwischen den vorderen beiden Artillerietürmen ein und bringt eine Munitionskammer zur Explosion. Der Kreuzer sinkt daraufhin in nur sechs Minuten und reißt 464 Crewangehörige mit in die Tiefe. Lediglich 147 Mann können von anderen Begleitschiffen gerettet werden.
27. Feb. 1941 RAMB I 1 Westlich der Malediven stellt der neuseeländische Leichte Kreuzer HMNZS Leander den als Hilfskreuzer eingesetzten bewaffneten italienischen Frachter Ramb I (3.667 BRT). Nach einem kurzen Gefecht, in welchem der Hilfskreuzer in Brand geschossen wird, streicht dieser die Flagge, worauf die Neuseeländer das Feuer einstellen. Die gesamte Crew der Ramb I kann infolgedessen von Bord gehen, ehe eine schwere Explosion (Munition?) das Schiff zum Sinken bringt. Alle 114 Crewangehörigen werden von der HMNZS Leander aufgenommen, doch stirbt der Kommandant des italienischen Schiffes kurze Zeit später an seinen erlittenen Verbrennungen.
16. Mär. 1941 Bremen 0 Der große deutsche Luxusliner Bremen (51.656 BRT), der sich in Bremerhaven befindet, um dort zu einem bewaffneten Truppentransporter umgebaut zu werden, wird durch einen Großbrand völlig zerstört. Durch den Brand wird niemand getötet, aber rund 30 Personen erleiden Verletzungen. Später stellt sich heraus, dass das Feuer absichtlich von einem 17-jährigen Schiffsjungen gelegt worden war, der sich von einem Vorgesetzten schlecht behandelt gefühlt hatte und sich dafür rächen wollte. Es bestehen allerdings bis heute Zweifel, ob der Täter alleine gehandelt hat. Der Schiffsjunge wird später zum Tode verurteilt, das Wrack der Bremen muss verschrottet werden. Die Bremen ist bis heute (2010) das mutmaßlich größte Schiff, das jemals durch Brandstiftung zerstört wurde.
25. Mär. 1941 Britannia 249 Der deutsche Hilfskreuzer Thor attackiert und versenkt etwa 600 Seemeilen westlich von Dakar das britische Passagierschiff Britannia (8.799 BRT), das mit 484 Menschen an Bord auf dem Weg nach Bombay ist. Da die Deutschen mit dem Auftauchen feindlicher Kriegsschiffe rechnen, die Britannia hatte zuvor einen langen Notruf ausgesendet, und zudem die Masse an Schiffbrüchigen nicht aufnehmen können, verlässt die Thor den Versenkungsort. Zudem rechnen die Deutschen damit, dass alsbald alliierte Schiffe erscheinen und die Überlebenden bergen, da die Untergangsposition durch den Notruf bekannt gemacht worden war. Die alliierten Stellen werten den Funkspruch und die Positionsdaten jedoch tragischerweise falsch aus und so stößt die Suche ins Leere. Erst Ende März werden erste Überlebende von dem spanischen Frachter Cabo de Hornos zufällig gefunden. Insgesamt überleben nur 235 von 484 Menschen an Bord, die übrigen 249 Crewmitglieder und Passagiere waren ertrunken, verdurstet oder nach und nach an Erschöpfung gestorben.
28./29. Mär. 1941 Fiume und Zara 1.595 Während der Seeschlacht bei Kap Matapan (Peloponnes) werden die beiden italienischen Schweren Kreuzer Fiume (11.326 ts) und Zara (11.680 ts), die gemeinsam mit mehreren Zerstörern die Bergung des beschädigten italienischen Schweren Kreuzers Pola hätten unterstützen sollen (der später aber ebenfalls sank), vom Gros der britischen Mittelmeerflotte, darunter die Schlachtschiffe HMS Warspite, HMS Barham und HMS Valiant, in den Nachtstunden überrascht und in der Dunkelheit auf eine Entfernung von nur etwa 2.000 Metern mit den radargesteuerten schweren 38,1-cm-Schiffsgeschützen innerhalb von nur drei Minuten zusammengeschossen. Die zerschossenen Wracks beider Schiffe sinken in den frühen Morgenstunden des 29. März. An Bord der beiden Kreuzer sterben insgesamt 1.595 Seeleute (813 auf der Fiume, 782 auf der Zara). Nur etwa 300 Überlebende werden von britischen und italienischen Schiffen oder von deutschen Seeflugzeugen am folgenden Tag gerettet.
29. Mär. 1941 Pola 328 Der italienische Schwere Kreuzer Pola (11.545 ts), der am Vortag während der Seeschlacht bei Kap Matapan durch einen Lufttorpedotreffer eines Fairey Swordfish-Torpedobombers des britischen Flugzeugträgers HMS Formidable schwer beschädigt worden und bewegungsunfähig zurückgeblieben war, wird in den Morgenstunden des 29. März, etwa gegen 4.00 Uhr, von den britischen Zerstörern HMS Nubian und HMS Jervis entdeckt und durch vier Torpedoschüsse versenkt. 328 Mann gehen mit dem Schiff unter, rund 500 Seeleute werden gerettet.
31. Mär. 1941 HMS Bonaventure 139 Etwa 100 Seemeilen südsüdwestlich von Kreta wird der britische Flugabwehrkreuzer HMS Bonaventure (5.620 ts), eingesetzt bei der Überführung von Commonwealth-Truppen von Ägypten nach Griechenland (Operation Lustre) und Teil des britischen Konvois GA-8, von dem italienischen U-Boot R. Smg. Axum torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt in nur sechs Minuten und reißt 139 Crewangehörige mit in die Tiefe. 310 Mann werden von britischen und australischen Zerstörern gerettet.
04. Apr. 1941 HMS Voltaire 75 Im Mittelatlantik, etwa 900 Seemeilen westlich von Kap Verde, trifft der Patrouille fahrende britische Hilfskreuzer HMS Voltaire (13.245 BRT) auf den deutschen Hilfskreuzer Thor und wird in einem etwa 75 Minuten dauernden Artillerieduell zusammengeschossen und versenkt. Mit dem Schiff gehen 75 Seeleute unter. 197 Überlebende werden danach von dem deutschen Schiff gerettet.
13. Apr. 1941 HMS Rajputana 40 Westlich von Reykjavík (Island) versenkt das deutsche U-Boot U 108 den britischen Hilfskreuzer HMS Rajputana (16.644 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Zuvor hatte das U-Boot den Dampfer fast zwei Tage lang in dichtem Schneetreiben verfolgt und insgesamt fünf Torpedos erfolglos verschossen. Mit dem Schiff gehen 40 Seeleute unter, 283 Überlebende werden später von dem britischen Zerstörer HMS Legion gerettet.
27. Apr. 1941 Slamat und HMS Diamond und HMS Wryneck ≈ 950 Während der Evakuierung von Commonwealth-Truppen aus Griechenland (Operation Demon), versenken deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber und Bf 109-Jagdbomber südlich von Nafplio den in britischen Diensten stehenden niederländischen Truppentransporter Slamat (11.636 BRT) und die beiden britischen Zerstörer HMS Diamond (1.375 ts) und HMS Wryneck (1.100 ts). Die Flugzeuge versenken zunächst den Transporter und dann auch die beiden zu Hilfe heraneilenden Zerstörer. Mit den drei Schiffen gehen schätzungsweise 950 Seeleute und eingeschiffte Soldaten unter. Nur ein Offizier und 49 Mannschaftsdienstgrade können später gerettet werden.
30. Apr. 1941 Nerissa 207 Südöstlich der Felseninsel Rockall wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Nerissa (5.583 BRT), der mit Militärangehörigen wie auch Zivilisten auf dem Weg nach Liverpool ist, von dem deutschen U-Boot U 552 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos angegriffen und innerhalb weniger Minuten versenkt. Es gibt nur 83 Überlebende.
07. Mai 1941 Pinguin 527 Im Indischen Ozean, nahe der Seychellen, wird der deutsche Hilfskreuzer Pinguin (7.766 BRT) von dem britischen Schweren Kreuzer HMS Cornwall gestellt und im Artilleriegefecht versenkt. Zuvor war die HMS Cornwall durch den Notruf eines Frachters auf die Position des Hilfskreuzers aufmerksam geworden. Eine 20,3-cm-Granate des britischen Schiffes trifft dabei das Seeminen-Lager der Pinguin und verursacht eine massive Explosion, die den Hilfskreuzer innerhalb von zwei Minuten versenkt. Mit dem deutschen Schiff gehen 324 Besatzungsangehörige und 203 alliierte Gefangene, die von zuvor von den Deutschen aufgebrachten Schiffen stammten, unter. Nur 82 Überlebende werden von den Briten gerettet.
22. Mai 1941 HMS York 2 Der in der Bucht von Suda (Kreta) liegende britische Schwere Kreuzer HMS York (8.520 ts) wird am 22. Mai 1941 von der Royal Navy aufgegeben und durch Sprengladungen zerstört. Das Schiff war zuvor bei einem Angriff von italienischen Sprengbooten am 25./26. März und bei deutschen Luftangriffen am 21. April und am 18. Mai schwer beschädigt worden (wobei zwei Crewmitglieder den Tod fanden). Da der Kreuzer nicht mehr fahrbereit war, erfolgte der Befehl zur Aufgabe. Das demolierte Wrack bleibt zunächst in der Bucht im seichten Wasser liegen und wird erst ab 1952 abgewrackt.
22. Mai 1941 HMS Gloucester 722 Während der Schlacht um Kreta versenken deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber nahe Andikythira den britischen Leichten Kreuzer HMS Gloucester (9.400 ts) durch vier Treffer mit 500-Kilogramm-Bomben. Das Schiff kentert und sinkt innerhalb von zehn Minuten. 722 Besatzungsangehörige gehen mit dem Kreuzer unter, nur 85 Mann überleben.
22. Mai 1941 HMS Fiji 241 Während der Schlacht um Kreta versenken deutsche Messerschmitt Bf 109-Jagdbomber und Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber nahe Andikythira den britischen Leichten Kreuzer HMS Fiji (8.530 ts) durch vier oder fünf Bombentreffer sowie zahlreiche Nahtreffer. Das Schiff sinkt in den Abendstunden. Die Crew hat insgesamt 241 Tote zu beklagen. 523 Mann werden von britischen Zerstörern gerettet.
24. Mai 1941 HMS Hood 1.415 In der Dänemarkstraße versenken das deutsche Schlachtschiff Bismarck und der Kreuzer Prinz Eugen im Rahmen ihres Vorstoßes in den Nordatlantik (Unternehmen Rheinübung) den britischen Schlachtkreuzer HMS Hood (41.200 ts), welcher gemeinsam mit dem Schlachtschiff HMS Prince of Wales die deutschen Schiffe hätte abfangen sollen. Nach schweren Treffern explodiert eine Hauptmunitionskammer der HMS Hood, der Schlachtkreuzer bricht auseinander und sinkt mit 1.415 Besatzungsangehörigen an Bord. Nur drei Mann überleben und können später von einem Zerstörer gerettet werden.
24. Mai 1941 Conte Rosso 1.291 Der im Konvoi fahrende italienische Truppentransporter Conte Rosso (18.017 BRT), mit 2729 italienischen Soldaten an Bord auf dem Weg von Neapel nach Tripolis und gesichert von fünf Zerstörern und Torpedobooten, wird südöstlich von Sizilien, etwa neun Seemeilen vor Capo Passero, von dem britischen U-Boot HMS Upholder zweimal torpediert und versenkt. Mit dem schnell sinkenden Schiff gehen 1.212 Soldaten und 79 Crewangehörige unter, etwa 1.680 Überlebende werden von den italienischen Eskortschiffen geborgen.
27. Mai 1941 Bismarck 2.092 Im Nordatlantik, etwa 650 Seemeilen westlich von Frankreich, wird das deutsche Schlachtschiff Bismarck (40.900 ts), das zuvor von Torpedoflugzeugen an der Ruderanlage beschädigt worden war, von weit überlegenen britischen Seestreitkräften, darunter die Schlachtschiffe HMS Rodney und HMS King George V sowie Kreuzer und Zerstörer, gestellt und in einem zwei Stunden dauernden Gefecht zusammengeschossen. Schließlich versenkt die deutsche Crew das brennende und kampfunfähige Wrack selbst. Beim Untergang kommen 2092 Seeleute ums Leben. Nur 116 Mann überleben und werden von britischen Schiffen sowie deutschen U-Booten geborgen.
28. Mai 1941 HMS Mashona 46 Etwa 70 Seemeilen westlich von Galway (Irland) versenken deutsche Junkers Ju 88-Bomber aus einem Zerstörerverband den britischen Zerstörer HMS Mashona (1.854 ts) durch einen Volltreffer mit einer 250-Kilogramm-Bombe in den Maschinenraum. Zuvor hatte sich das Schiff an der Jagd auf das deutsche Schlachtschiff Bismarck beteiligt. 46 Mann gehen mit der HMS Mashona unter. 184 Überlebende werden von anderen Zerstörern gerettet.
01. Juni 1941 HMS Calcutta 118 Der britische Flugabwehrkreuzer HMS Calcutta (4.190 ts) wird während der Schlacht um Kreta im östlichen Mittelmeer, rund 100 Seemeilen nordwestlich von Alexandria, von deutschen Junkers Ju 88-Bombern attackiert und von zwei 500-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff kentert daraufhin und sinkt. 109 Crewangehörige sterben beim Untergang des Schiffes, 264 Mann können vom Flugabwehrkreuzer HMS Coventry geborgen werden. Neun der Geretteten erliegen aber in den folgenden Tagen ihren Verwundungen. Insgesamt finden somit 118 von 373 Besatzungsmitgliedern den Tod.
08. Juni 1941 Adda 10 82 Seemeilen west-südwestlich von Freetown wird die Adda (7.816 BRT), ein Passagierschiff der britischen Elder Dempster Lines, von dem deutschen U-Boot U 107 mit einem Torpedo versenkt. Das Schiff war als Teil des Konvois OB-323 auf dem Weg nach Lagos und hatte neben Besatzung und Kanonieren den Konvoi-Kommandanten Commodore William H. Kelly und 266 Passagiere an Bord. Commodore Kelly, sieben Crewmitglieder und zwei Passagiere sterben. Die 425 Überlebenden werden von einer Korvette aufgenommen und nach Freetown zurückgebracht.
12. Juni 1941 Silverpalm 68 Der einzeln fahrende britische Frachter Silverpalm (6.373 BRT), auf dem Weg von Kalkutta nach Glasgow, wird im Nordatlantik, etwa 600 Seemeilen westlich von Irland, von dem deutschen U-Boot U 371 in den frühen Morgenstunden zweimal torpediert und versenkt. Da kein Notruf abgesetzt wurde, erfahren die Alliierten nichts von dem Verlust und melden den Dampfer als vermisst. Erst nach Kriegsende wird das Schicksal des Schiffes bekannt. Von den 68 Menschen an Bord der Silverpalm überlebt niemand.
23. Juni 1941 M-78 15 In der Ostsee, etwa neun Seemeilen vor dem Hafen von Windau (Lettland), versenkt das deutsche U-Boot U 144 mit zwei Torpedoschüssen das kleine sowjetische U-Boot M-78 (206 ts). Die gesamte Crew von 15 Mann geht mit dem U-Boot unter. Es ist dies die erste Versenkung eines sowjetischen U-Bootes durch ein deutsches im Zweiten Weltkrieg und zugleich der erste Verlust der sowjetischen Marine überhaupt im Rahmen des Unternehmens Barbarossa.
05. Juli 1941 HMT Anselm 254 Der britische Truppentransporter HMT Anselm (5.954 BRT), stark gesichert von drei Korvetten und dem Hilfskreuzer HMS Cathay und auf dem Weg von Gourock (Schottland) nach Freetown, wird etwa 300 Seemeilen nördlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 96 attackiert und erhält zwei Torpedotreffer. Das Schiff, mit 1.210 Angehörigen der Royal Air Force und 106 Crewmitgliedern an Bord, sinkt innerhalb von 22 Minuten. 254 Menschen finden dabei den Tod, 1.062 Überlebende werden von den Begleitschiffen gerettet.
20. Juli 1941 Stremitelny 121 Im Kolafjord, nahe Poljarny, versenken deutsche Junkers Ju 88-Kampfflugzeuge durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben den sowjetischen Zerstörer Stremitelny (1.850 ts), der sich gerade auf einer Probefahrt nach einem Werftaufenthalt befindet. Das Schiff kentert und sinkt in nur fünf Minuten. 121 Menschen, darunter 109 Crewangehörige und zwölf Werftarbeiter, finden dabei den Tod. Etwa 100 Überlebende werden von Minensuchbooten gerettet.
30. Juli 1941 Shahristan 65 Der britische Frachter Shahristan (6.935 BRT), ein einzeln fahrender Nachzügler des Konvois OS-1, wird südöstlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 371 gesichtet und durch einen Torpedoschuss versenkt. 65 Seeleute, darunter auch der Kapitän, kommen ums Leben. 76 Überlebende werden in den folgenden Tagen von einem spanischen Tanker und britischen Kriegsschiffen gerettet.
10. Aug. 1941 Schemtschug 61 Die sowjetische Korvette Schemtschug (550 ts), auf Patrouillenfahrt im Weißen Meer, wird nahe Kap Kanin Nos von dem deutschen U-Boot U 451 gesichtet und durch einen Torpedoschuss versenkt. Mit der Korvette geht die gesamte Crew von 61 Mann unter.
19. Aug. 1941 Aguila 157 Südwestlich von Fastnet wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Aguila (3.255 BRT), Teil des aus 21 Schiffen bestehenden Konvois OG-71, von dem deutschen U-Boot U 201 versenkt. 58 Besatzungsmitglieder, fünf Artilleristen, fünf Konvoibegleiter und 89 Passagiere sterben. Nur 16 Menschen überleben. Zehn von ihnen und werden von der britischen Korvette Wallflower nach Gibraltar gebracht. Die übrigen sechs werden von dem Schlepper Empire Oak aus demselben Konvoi aufgenommen, die aber drei Tage später von U 564 versenkt wird, wobei alle sechs umkommen.
03. Sep. 1941 Andrea Gritti 347 Der italienische Frachter Andrea Gritti (6.338 BRT), mit Treibstoff und Truppenverstärkungen an Bord auf dem Weg von Neapel nach Tripolis, wird etwa 25 Seemeilen südlich von Capo Spartivento von auf Malta stationierten britischen Fairey Swordfish-Torpedobombern attackiert und erhält einen Lufttorpedotreffer, der die Treibstoff- und Munitionsladung trifft. Das Schiff explodiert sofort und reißt 347 Seeleute und Soldaten mit in die Tiefe. Nur zwei Überlebende werden später von italienischen Zerstörern gerettet.
13. Sep. 1941 Barøy 112 Auf einer Überfahrt von Trondheim nach Narvik wird das kleine unbewaffnete norwegische Passagierschiff Barøy (424 BRT) im Vestfjord vom Torpedo eines britischen Fairey Albacore-Torpedobombers getroffen und sinkt so schnell, dass keine Rettungsboote zu Wasser gelassen werden können. Die Passagiere müssen in das 7 bis 8 °C kalte Wasser springen. 35 deutsche Soldaten und 77 norwegische Zivilisten, darunter über 30 Frauen und Kinder, sterben.
13. Sep. 1941 Richard With 99 Der kleine norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Richard With (905 BRT) wird vor der Insel Rolvsøy an der Küste der nordnorwegischen Finnmark von dem britischen U-Boot Tigris versenkt. 28 Besatzungsmitglieder und 71 Passagiere (alles norwegische Zivilisten) sterben. 31 Menschen können von einem Fischerboot gerettet werden.
13. Sep. 1941 Ilmarinen 271 Im Rahmen der deutsch-finnischen Eroberung der Inseln Ösel und Dagö (Unternehmen Beowulf) stößt das finnische Küstenpanzerschiff Ilmarinen (3.900 ts), das Flaggschiff der finnischen Flotte, südlich von Ösel mit zwei Treibminen zusammen und sinkt in nur sieben Minuten. 271 Seeleute finden dabei den Tod. Nur 132 Mann werden von Sicherungsfahrzeugen gerettet. Es ist der schwerste Verlust der finnischen Marine während des gesamten Zweiten Weltkrieges.
23. Sep. 1941 Marat 326 Im Hafen von Kronstadt versenken deutsche Ju 87-Sturzkampfbomber des Sturzkampfgeschwaders 2 das sowjetische Schlachtschiff Marat (25.400 ts) durch einen Volltreffer mit einer 1000-Kilogramm-Bombe, welche den vordersten Geschützturm der Hauptartillerie durchschlägt und eine darunter liegende Munitionskammer trifft. Eine heftige Folgeexplosion der Munition reißt der Marat das komplette Vorschiff weg und lässt das Schiff im seichten Hafen auf Grund sinken. 326 Mann der Besatzung werden dabei getötet. Teile der Artillerie mittschiffs und achtern werden später, soweit sie aus dem Wasser ragen, reaktiviert und zur Artillerieunterstützung gegen Landziele eingesetzt. Das Schlachtschiff wird 1950 gehoben, aber bereits 1952 endgültig abgewrackt.
26. Sep. 1941 Avoceta 123 Nördlich der Azoren wird der britische Passagier- und Frachtdampfer Avoceta (3.442 BRT), Teil des aus 25 Schiffen bestehenden Konvois HG-73 von Lissabon nach Liverpool, von dem deutschen U-Boot U 203 torpediert und sinkt innerhalb von zwei Minuten. 43 Besatzungsmitglieder, vier Artilleristen und 76 Passagiere sterben. 43 Menschen überleben, darunter der Kapitän und der Kommandant des Konvois.
06. Okt. 1941 Thistlegorm 9 Der britische bewaffnete Frachter SS Thistlegorm (4.898 BRT), der Nachschub für die britische Armee nach Ägypten bringen soll, wird als Teil eines Konvois von 20 Schiffen im Roten Meer von einer Heinkel He 111 der II./KG 26 mit Bomben versenkt. Neun Besatzungsmitglieder sterben, 30 werden gerettet.
25. Okt. 1941 HMS Latona 27 Der britische Minenkreuzer HMS Latona (2.650 ts), eingesetzt zur Versorgung der vom Deutschen Afrikakorps belagerten Festung Tobruk und mit rund 1.000 polnischen Soldaten an Bord, wird nördlich von Bardia von deutschen Junkers Ju 88-Bombern angegriffen und durch einen Treffer mit einer 500-Kilogramm-Bombe schwer beschädigt. Das Schiff gerät in Brand und muss zwei Stunden nach der Attacke aufgegeben werden. 20 Crewangehörige und sieben eingeschiffte polnische Soldaten finden den Tod, rund 1.200 Seeleute und Soldaten werden von britischen Zerstörern gerettet.
27. Okt. 1941 HMS Cossack 159 Westlich von Gibraltar torpediert am 24. Oktober 1941 das deutsche U-Boot U 563 den britischen Zerstörer HMS Cossack (1.854 ts). Der Torpedo schlägt unterhalb der Kommandobrücke ein und tötet 159 Seeleute, darunter auch den Kommandanten, Captain Edward L. Berthon. Etwa 80 Mann überleben und gehen von Bord. Obwohl das Schiff schwer beschädigt wird, bleibt es zunächst schwimmfähig und kann von einem Bergeschiff abgeschleppt werden. Der langsame Schleppzug gerät aber zwei Tage später westlich von Gibraltar in einen schweren Sturm, der die behelfsmäßige Leckabdichtung beschädigt. Am 27. Oktober kentert die HMS Cossack und sinkt.
31. Okt. 1941 USS Reuben James 115 Im Nordatlantik versenkt das deutsche U-Boot U 552 beim Angriff auf den Konvoi HX-156 den amerikanischen Zerstörer USS Reuben James (1.190 ts) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt mit 115 Mann an Bord. 44 Seeleute überleben. Die USS Reuben James ist das erste amerikanische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wird. Das Ereignis ist zudem insofern bemerkenswert, als der Torpedoangriff und der Untergang vor dem eigentlichen Kriegsausbruch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten im Dezember 1941 stattfinden.
04. Nov. 1941 Smetlivy 416 Während der Evakuierung von Hangö gerät der mit rund 300 Heeressoldaten beladene sowjetische Zerstörer Smetlivy (1.850 ts) beim Rückmarsch nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und erleidet zwei Treffer. Das Schiff sinkt innerhalb von vier Minuten und geht mit 416 Seeleuten und Soldaten unter. Nur etwa 80 Überlebende werden später von anderen sowjetischen Schiffen, die allerdings wegen der Minen-Gefahr sich kaum nähern können, aufgenommen.
07. Nov. 1941 Armenija ≈ 5.000 Vor Jalta wird das sowjetische Transport- und Lazarettschiff Armenija (4.727 BRT) von mehreren deutschen Heinkel He 111-Bombern angegriffen und durch mindestens einen oder zwei Lufttorpedotreffer versenkt. Das Schiff ist unterwegs nach Gurzuf. Offiziell befinden sich etwa 4.000 Verletzte aus dem belagerten Sewastopol und weitere 800 Menschen aus Jalta an Bord. Die wirkliche Anzahl der Passagiere dürfte jedoch deutlich höher gewesen sein. Das Schiff sinkt mit mindestens 5.000 Personen an Bord. Lediglich acht Personen können sich retten.
13. Nov. 1941 Tscherwona Ukraina 21 Der in der Südbucht von Sewastopol liegende sowjetische Leichte Kreuzer Tscherwona Ukraina (7.480 ts) wird bei einem Angriff deutscher Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber von drei Bomben getroffen und schwer beschädigt. Das Schiff wird von der Crew aufgegeben und sinkt langsam auf Grund. 21 Besatzungsangehörige finden beim Luftangriff den Tod. 1947 wird das Wrack gehoben.
14. Nov. 1941 HMS Ark Royal 1 Der britische Flugzeugträger HMS Ark Royal (22.000 ts) wird am 13. November 1941 etwa 150 Seemeilen östlich von Gibraltar von dem deutschen U-Boot U 81 torpediert. Der Träger bleibt zunächst schwimmfähig, sinkt aber am 14. November infolge von mangelhaft ausgeführten Lecksicherungsmaßnahmen. 1.487 Crewangehörige können gerettet werden, nur ein Seemann kommt bei der Torpedoexplosion ums Leben.
14. Nov. 1941 Gordy 103 Der sowjetische Zerstörer Gordy (1.695 ts), eingesetzt bei der Räumung des sowjetischen Stützpunktes Hangö, gerät nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und sinkt nach zwei Minentreffern. 103 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, 88 Mann überleben und werden von sowjetischen Minensuchbooten und U-Boot-Jägern gerettet.
19. Nov. 1941 HMAS Sydney 645 Vor der Nordwestküste Australiens, etwa 130 Seemeilen westlich der Shark Bay, trifft der australische Leichte Kreuzer HMAS Sydney (6.830 ts) auf den getarnten deutschen Hilfskreuzer Kormoran. Bei dem Versuch, das nicht identifizierte Schiff zu kontrollieren, nähert sich die HMAS Sydney zu stark an das deutsche Schiff an und wird von einem überraschenden Feuerüberfall der Kormoran schwer getroffen. Der australische Kreuzer erhält mindestens 40 15-cm-Treffer und einen Torpedotreffer im Vorschiff. Die HMAS Sydney gerät darauf in Brand, treibt in die hereinbrechende Nacht hinein und von dem deutschen Schiff weg. Vermutlich ist der Leichte Kreuzer, außer Sicht der Deutschen, gegen 23 Uhr nach einer Munitionsexplosion gesunken (?). Mit dem Schiff geht die gesamte Crew von 645 Mann unter. Das Verschwinden des Schiffes bleibt lange Jahre ein Mysterium. Erst 2008 wird das Wrack von einer Expedition gefunden.
19. Nov. 1941 Kormoran 81 Vor der Nordwestküste Australiens, etwa 130 Seemeilen westlich der Shark Bay, sinkt der deutsche Hilfskreuzer Kormoran (8.736 BRT) nach einem erbitterten Gefecht mit dem australischen Leichten Kreuzer HMAS Sydney. Die Kormoran kann den gegnerischen Kreuzer zwar letztlich versenken, erleidet aber selbst so schwere Schäden, dass sie in der Nacht aufgegeben werden muss und sinkt. Von der 397 Mann starken Crew des Hilfskreuzers finden 81 den Tod. Die Überlebenden werden später von alliierten Schiffen geborgen.
24. Nov. 1941 HMS Dunedin 419 Im mittleren Atlantik, nordöstlich von Recife, versenkt das deutsche U-Boot U 124 den alleine fahrenden britischen Leichten Kreuzer HMS Dunedin (4.850 ts) durch zwei Torpedotreffer. Das Schiff, auf der Suche nach deutschen Versorgungsschiffen, sinkt innerhalb von 17 Minuten. Bereits durch die Torpedierung sterben etwa 200 Crewmitglieder. Rund 280 Seeleute bleiben zunächst auf hoher See zurück, sterben aber an den nachfolgenden Tagen an Entkräftung oder infolge von Hai-Angriffen. Erst am 27. November kann der amerikanische Frachter Nishmaha 72 Schiffbrüchige bergen, von denen aber später noch einmal fünf infolge von Verletzungen oder Erschöpfung sterben. Insgesamt finden 419 britische Seeleute den Tod, 67 Crewangehörige der HMS Dunedin überleben.
25. Nov. 1941 HMS Barham 862 Im östlichen Mittelmeer, nördlich von Sidi Barrani, versenkt das deutsche U-Boot U 331 aus einem britischen Flottenverband das Schlachtschiff HMS Barham (31.100 ts) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff kentert und sinkt nach einer Munitionskammerexplosion. Mit der HMS Barham gehen 862 Seeleute unter, 449 Besatzungsangehörige können gerettet werden. Es ist die einzige Versenkung eines britischen Schlachtschiffes auf hoher See durch ein U-Boot.
26./27. Nov. 1941 HMAS Parramatta 138 Die australische Sloop HMAS Parramatta (1.060 ts), eingesetzt zur Sicherung von Frachtern auf der Route von Alexandria nach Tobruk, wird am 26. November gegen Mitternacht, etwa 25 Seemeilen nördlich von Bardia, von dem deutschen U-Boot U 559 mit drei Torpedos angegriffen. Einer der Torpedos trifft mittschiffs und verursacht eine schwere Munitionsexplosion. Die Sloop kentert und sinkt innerhalb weniger Minuten. 138 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, nur 24 Überlebende werden später von dem britischen Geleitzerstörer HMS Avon Vale gerettet.
03. Dez. 1941 Iosif Stalin ≈ 1.750 Der sowjetische Truppentransporter Iosif Stalin (7.494 BRT), auf dem Weg von Hangö nach Leningrad und mit 5.589 Soldaten an Bord, gerät nahe Baltischport auf die deutsche Corbetha-Minensperre und erleidet drei Minentreffer. Zudem wird das Schiff von finnischen Küstenbatterien beschossen und erhält mindestens einen 30,5-cm-Artillerietreffer, welcher eine schwere Folgeexplosion an Bord (durch mitgeführte Munition?) auslöst. Der Transporter sinkt darauf im seichten Küstengewässer auf Grund, wobei die Aufbauten noch aus dem Wasser ragen. 1.830 Soldaten werden von russischen Minensuchbooten abgeborgen, weitere etwa 2.000 Soldaten von später am Untergangsort eintreffenden deutschen Vorpostenbooten gerettet. Insgesamt kommen durch die Minen und den Beschuss sowie die Explosionen an Bord jedoch schätzungsweise 1.750 Soldaten ums Leben.
07. Dez. 1941 USS Arizona 1.177 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wird das amerikanische Schlachtschiff USS Arizona (33.100 ts) von einer 800-Kilogramm-Bombe getroffen, die eine Munitionskammer zur Explosion bringt. Das Schiff bricht auseinander und sinkt mit 1.177 Mann an Bord. Das Wrack ist heute mit einer Gedenkstätte überbaut.
07. Dez. 1941 USS Oklahoma 415 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wird das amerikanische Schlachtschiff USS Oklahoma (27.500 ts) von fünf oder sechs Lufttorpedos getroffen und kentert am Ankerplatz. Mit dem Schiff gehen 415 Offiziere und Mannschaften unter. Das Wrack wird später wieder gehoben, sinkt aber auf dem Weg zum Abwracken.
07. Dez. 1941 USS Utah 64 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wird das als Ausbildungsschiff eingesetzte amerikanische Schlachtschiff USS Utah (21.825 ts) von einem Lufttorpedo getroffen und kentert am Ankerplatz. Sechs Offiziere und 58 Mannschaftsdienstgrade finden beim Untergang den Tod. Etwa 480 Mann überleben.
07. Dez. 1941 USS West Virginia 105 Während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wird das amerikanische Schlachtschiff USS West Virginia (32.600 ts) von zwei Bomben und mindestens sechs Lufttorpedos getroffen. Das Schiff sinkt im flachen Hafengebiet auf Grund und wird so vor einem Totalverlust bewahrt. 105 Crewangehörige kommen allerdings ums Leben. Die USS West Virginia wird später wieder gehoben und im Juli 1944, nach umfangreichen Reparaturen und Umbauten, wieder in Dienst genommen.
10. Dez. 1941 HMS Prince of Wales 327 Vor der Küste von Malaysia, nahe der Insel Tioman, versenken japanische Mitsubishi G3M-Bomber das britische Schlachtschiff HMS Prince of Wales (38.000 ts). Das zur sogenannten Force Z gehörende Schiff wird in mehreren Wellen attackiert und erhält mindestens sechs Torpedo- und sieben oder acht (?) Bombentreffer. Mit dem Schlachtschiff gehen 327 Besatzungsangehörige unter, darunter auch der Kommandant, Captain John Leach. 1.612 Mann können von den Begleitzerstörern gerettet werden.
10. Dez. 1941 HMS Repulse 513 Vor der Küste von Malaysia, nahe der Insel Tioman, versenken japanische Mitsubishi G3M-Bomber den britischen Schlachtkreuzer HMS Repulse (31.590 ts). Das Schiff, wie die HMS Prince of Wales Teil der Force Z, wird während der Attacke von mindestens fünf Torpedos sowie ein oder zwei 800-Kilogramm-Bomben getroffen und kentert. 513 Mann gehen mit dem Schiff unter, 796 Überlebende werden von Begleitzerstörern geborgen.
13. Dez. 1941 Alberto di Giussano und Alberico da Barbiano 817 Die beiden italienischen Leichten Kreuzer Alberto di Giussano und Alberico da Barbiano (je 5.069 ts), eingesetzt als schnelle Nachschubtransporter und mit rund 2.000 Tonnen Treibstoff für die Achsentruppen in Nordafrika an Bord, werden in den Nachtstunden des 13. Dezember, etwa gegen 3.25 Uhr, vor Cap Bon von den britischen Zerstörern HMS Sikh, HMS Maori und HMS Legion sowie dem holländischen Zerstörer Hr. Ms. Isaac Sweers, die zuvor von der britischen Funkaufklärung (Ultra) über den Transport informiert worden waren, abgefangen und überraschend mit mehreren Torpedofächern angegriffen. Die Alberico da Barbiano wird von drei Torpedos getroffen, explodiert sofort und sinkt mit 534 Seeleuten an Bord, darunter auch der italienische Geschwaderchef, Ammiraglio di Divisione Antonino Toscano. Die Alberto di Giussano wird von zwei Torpedos getroffen, bleibt aber zunächst noch schwimmfähig und sinkt nach etwa 25 Minuten. An Bord dieses Kreuzers sterben weitere 283 Seeleute. Etwa 400 Überlebende von beiden Schiffen werden später von dem italienischen Torpedoboot Cigno gerettet.
15. Dez. 1941 HMS Galatea 470 Etwa 35 Seemeilen westlich von Alexandria wird der britische Leichte Kreuzer HMS Galatea (5.220 ts) von dem deutschen U-Boot U 557 torpediert und versenkt. Das mit hoher Fahrt laufende Schiff, auf dem Rückweg von einer Suche nach einem italienischen Konvoi, wird von zwei Torpedos getroffen, kentert und sinkt innerhalb von nur drei Minuten. 470 Crewangehörige gehen mit dem Schiff unter. Nur 144 Mann können von anderen britischen Schiffen gerettet werden.
17. Dez. 1941 Corregidor 925 In der Manilabucht (Philippinen) läuft das philippinische Frachtschiff Corregidor (1.881 BRT), mit 1.170 Flüchtlingen und 30 Seeleuten an Bord, auf eine Mine des japanischen U-Bootes I 124 auf (die am 9. Dezember 1941 gelegt worden war) und sinkt. Lediglich 282 Schiffbrüchige können von drei amerikanischen Schnellbooten geborgen werden (von denen in den folgenden Tagen aber noch einmal sieben ihren Verletzungen erliegen). Insgesamt kommen beim Untergang somit 925 Menschen ums Leben, 275 Personen werden gerettet.
19. Dez. 1941 HMS Neptune 766 Vor der libyschen Küste, etwa 20 Seemeilen nordöstlich von Tripolis, läuft der britische Leichte Kreuzer HMS Neptune (7.175 ts), während der Verfolgung eines italienischen Konvois, inmitten eines starken Sturms und mit hoher Fahrt in das bereits sechs Monate zuvor angelegte italienische Minenfeld T. Der Kreuzer erleidet insgesamt vier Minentreffer und sinkt in nur fünf Minuten. 766 Crewangehörige, darunter auch der Kommandant, Captain Rory C. O’Connor, gehen mit der HMS Neptune unter. Wegen der Minengefahr und wegen des Sturms können andere britische Schiffe nicht zu Hilfe kommen. Nur ein einziger Überlebender wird am 24. Dezember von einem italienischen Kriegsschiff gerettet. Es ist dies der opferreichste Untergang eines britischen Kreuzers während des Zweiten Weltkrieges. Zugleich ist die HMS Neptune auch das größte alliierte Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg durch Minentreffer in Verlust gerät.
21. Dez. 1941 HMS Audacity 73 Während der Geleitzugschlacht um den Konvoi HG-76 versenkt das deutsche U-Boot U 751 den britischen Geleitflugzeugträger HMS Audacity (11.000 ts). Das Schiff wird rund 500 Seemeilen westlich von Kap Finisterre von drei Torpedos getroffen und sinkt nach einer schweren Folgeexplosion des Flugzeugtreibstoffs. Mit dem Schiff gehen 73 Seeleute und acht Flugzeuge unter. Die HMS Audacity war der erste britische Geleitträger, der im Zweiten Weltkrieg in Dienst genommen wurde. Zugleich ist es auch der erste Verlust eines solchen Schiffes, den die Royal Navy zu beklagen hat.
23./24. Dez. 1941 Shuntien und HMS Salvia ≈ 700 Vor der libyschen Küste, nordöstlich von Tobruk, versenkt das deutsche U-Boot U 559 in den Abendstunden des 23. Dezember, etwa gegen 19.00 Uhr, den britischen Frachter Shuntien (3.059 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, Teil des von Tobruk nach Alexandria laufenden Konvois TA-5, hat 88 Crewangehörige und Soldaten sowie etwa 850 deutsche und italienische Kriegsgefangene an Bord. Bereits bei der Torpedierung sterben schätzungsweise 300 Menschen. Rund 640 Überlebende werden von britischen Geleitfahrzeugen geborgen. Eines dieser Eskortschiffe, die Korvette HMS Salvia (925 ts), wird allerdings nur etwa sechs Stunden später, in den frühen Morgenstunden des 24. Dezember, von dem deutschen U-Boot U 568 torpediert und ebenfalls versenkt. Dabei kommen alle 106 Crewmitglieder der Korvette und 290 zuvor gerettete Schiffbrüchige von der Shuntien ums Leben. Insgesamt sterben beim Untergang der beiden Schiffe somit rund 700 Menschen, darunter (geschätzt) etwa 550 Kriegsgefangene der Achsenmächte.

1942[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
12. Jan. 1942 Cyclops 87 In den frühen Morgenstunden des 12. Januar 1942 torpediert das deutsche U-Boot U 123 vor der Küste von Nova Scotia, etwa 125 Seemeilen südöstlich von Cape Sable Island, den britischen Frachter Cyclops (9.076 BRT). Das Schiff sinkt nach zwei Torpedotreffern und reißt 87 Menschen mit in die Tiefe. 95 Überlebende werden später von einem kanadischen Minensuchboot gerettet. Die Cyclops ist der erste alliierte Frachter, der im Rahmen der deutschen U-Boot-Offensive gegen den Schiffsverkehr vor der nordamerikanischen Küste (Unternehmen Paukenschlag) versenkt wird.
17. Jan. 1942 HMS Matabele 198 Im Nordmeer, nahe der Halbinsel Kola, versenkt das deutsche U-Boot U 454 den zum alliierten Nordmeergeleitzug PQ-8 gehörenden britischen Zerstörer HMS Matabele (1.854 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo trifft das Wasserbombenlager und verursacht eine verheerende Folgeexplosion. Der Zerstörer zerbricht in zwei Teile und sinkt mit 198 Mann an Bord, nur zwei Überlebende werden später gerettet.
18. Jan. 1942 HMS Rosemonde 25 Im Bereich der Azoren verschwindet aus ungeklärten Gründen der britische U-Boot-Jäger HMS Rosemonde (364 ts) mit seiner gesamten Besatzung von 25 Mann. Der bewaffnete Trawler hätte nach zwei im Sturm von einem Konvoi abgedrifteten Frachtern suchen sollen, kehrt aber von dieser Mission nie zurück. Eventuell wird das Schiff in der Nacht des 18./19. Januar von dem deutschen U-Boot U 581 versenkt (?).
19. Jan. 1942 Van Imhoff 466 Westlich von Sumatra versenkt ein japanisches Flugzeug den niederländischen Frachter Van Imhoff (2.980 BRT). Die niederländische Besatzung von 110 Mann geht in die Rettungsboote, 478 deutsche Zivilinternierte indessen werden an Bord ihrem Schicksal überlassen. Der nahestehende holländische Frachter Boelongan bricht einen Rettungsversuch ab, als dessen Kommandant erfährt, dass es sich bei den im Wasser schwimmenden Menschen um deutsche Internierte handelt. Insgesamt überleben nur zwölf Deutsche den Untergang, 466 ertrinken oder sterben auf dem Meer an Entkräftung. Nach Kriegsende wird bekannt, dass niederländische Marinedienststellen auf Sumatra die Kapitäne von Evakuierungsschiffen angewiesen hatten, deutsche Schiffbrüchige in diesen Gewässern nicht zu retten. Dieses Kriegsverbrechen wurde bis heute nicht aufgearbeitet.
19. Jan. 1942 RMS Lady Hawkins 251 Etwa 150 Seemeilen östlich von Cape Hatteras an der Küste des US-Bundesstaats North Carolina versenkt das deutsche U-Boot U 66 den unbewaffneten kanadischen Passagierdampfer RMS Lady Hawkins (7.988 BRT) mit zwei Torpedos. 251 Menschen sterben. Nur 71 Überlebende werden fünf Tage später gerettet.
24. Jan. 1942 USS S-26 43 Im Golf von Panama sichtet der amerikanische U-Boot-Jäger USS PC-460 in der Abenddämmerung das amerikanische U-Boot USS S-26, identifiziert es irrtümlich als deutsches U-Boot und rammt es mit hoher Fahrt. Das U-Boot sinkt fast sofort und reißt 43 Mann mit in die Tiefe. Nur drei Überlebende werden gerettet, die den tragischen Irrtum später aufklären können.
24. Jan. 1942 Victoria 249 Im Golf von Syrte (Nordküste Libyens) wird das zum Truppentransporter umgerüstete ehemalige italienische Passagierschiff Victoria (13.098 BRT) während eines britischen Luftangriffs von mindestens zwei Lufttorpedos getroffen und versenkt. 249 Männer kommen ums Leben.
25. Jan. 1942 Bruno Heinemann 93 Der deutsche Zerstörer Bruno Heinemann (2.171 ts), auf einem Überführungsmarsch von Vlissingen nach Brest, gerät vor Calais auf eine neu ausgelegte britische Minensperre und zerbricht nach zwei Minentreffern. Mit dem Schiff gehen 93 Crewangehörige unter. 222 Mann werden von anderen deutschen Zerstörern gerettet.
27. Jan. 1942 I 73 84 Im Zentralpazifik, etwa 240 Seemeilen westlich von Midway, versenkt das amerikanische U-Boot USS Gudgeon das unter Maschinenproblemen leidende und an der Oberfläche in Richtung Japan laufende japanische U-Boot I 73 (1.400 ts) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem Boot geht die gesamte Crew von 84 Mann unter. Es ist dies die erste Versenkung eines feindlichen Kriegsschiffes durch ein amerikanisches U-Boot im Zweiten Weltkrieg und in der Seekriegsgeschichte überhaupt.
30./31. Jan. 1942 HMS Culver 126 Im Nordatlantik, etwa 560 Seemeilen südwestlich von Irland, torpediert das deutsche U-Boot U 105 während eines Nachtangriffs auf den Konvois SL-98 die britische Huff-Duff-Sloop HMS Culver (1.546 ts). Das Schiff wird von zwei Torpedos getroffen und explodiert. Die gesamte Besatzung von 126 Mann, darunter der Kommandant, Lieutenant Commander Randal T. Gordon-Duff, geht mit dem Schiff unter.
31. Jan. 1942 HMS Belmont 138 Der britische Zerstörer HMS Belmont (1.190 ts), Teil der Sicherung des Konvois NA-2, wird vor der Küste von Nova Scotia, südöstlich von Cape Sable Island, von dem deutschen U-Boot U 82 torpediert und versenkt. Von der 138 Mann umfassenden Crew kann niemand gerettet werden.
11. Feb. 1942 USS Shark 59 In der Molukkensee, etwa 140 Seemeilen östlich von Manado, wird das amerikanische U-Boot USS Shark (1.316 ts) von dem japanischen Zerstörer Yamakaze an der Oberfläche überrascht und durch Geschützfeuer versenkt. Mit dem Boot geht die gesamte Crew von 59 Mann unter. Es ist dies der erste durch Feindeinwirkung verursachte amerikanische U-Boot-Verlust im Zweiten Weltkrieg.
13. Feb. 1942 HMS Giang Bee ≈ 250 Das mit rund 300 Flüchtlingen aus Singapur beladene und mit 30 Besatzungsangehörigen bemannte britische Patrouillenschiff HMS Giang Bee (1.646 BRT), ein bewaffneter Küstendampfer, wird etwa 160 Seemeilen südlich von Singapur, nahe Berhala Island, von japanischen Bombern attackiert und versenkt. Von den rund 330 Menschen an Bord können nur etwa 80 gerettet werden. Schätzungsweise 250 Menschen finden den Tod.
17./18. Februar 1942 Surcouf 130 In der Nacht des 17./18. Februar 1942 wird im Golf von Mexiko das aufgetaucht fahrende französische U-Boot Surcouf, mit über 4.300 ts Wasserverdrängung der größte U-Kreuzer der Welt, versehentlich von dem amerikanischen Frachter Thomson Lykes gerammt. Das zur freifranzösischen Marine (FNFL) gehörende U-Boot sinkt schnell und reißt die gesamte Besatzung von 130 Mann mit in die Tiefe. In der Dunkelheit kann niemand gerettet werden.
24. Feb. 1942 Struma 768 Der unter der Flagge Panamas fahrende kleine bulgarische Dampfer Struma (469 BRT), mit dem sich 763 jüdische Flüchtlinge vor der nationalsozialistischen Judenverfolgung retten wollen, wird im Schwarzen Meer in der Nähe des Bosporus durch das sowjetische U-Boot ShCh-213 versenkt. Die Besatzung hält das Schiff offenbar für ein Fahrzeug der Achsenmächte. Insgesamt sterben 762 Flüchtlinge und sechs Crewangehörige. Es gibt nur vier Überlebende (ein Flüchtling und drei Crewmitglieder). Die aus Constanța ausgelaufene Struma war zuvor von türkischen Behörden zur Rückkehr in das Schwarze Meer gezwungen worden. Man hatte weder eine Weiterreise noch eine Landung der Flüchtlinge gestattet.
26./27. Feb. 1942 Gneisenau 112 Während eines nächtlichen Angriffs von 178 britischen Bombern auf den Hafen von Kiel wird das dort im Dock liegende deutsche Schlachtschiff Gneisenau (32.100 ts) von einer 454-Kilogramm-Bombe ins Vorschiff getroffen. Der Treffer verursacht einen schweren Kartuschenbrand, was zu einer völligen Zerstörung des Vorschiffes führt. 112 Mann der Crew kommen dabei ums Leben. Das Schiff geht zwar nicht verloren, ist aber so schwer beschädigt, dass es im Juli 1942, nach einem nicht mehr realisierten Umbauplan, außer Dienst gestellt und im März 1945 schließlich in Gotenhafen von der eigenen Mannschaft versenkt wird.
27. Feb. 1942 USS Langley 16 Vor Tjilatjap (Java) versenken japanische G4M-Bomber den als Flugzeugtransporter genutzten alten amerikanischen Flugzeugträger USS Langley (13.990 ts). Mit dem Schiff gehen 16 Crewmitglieder und 32 transportierte Flugzeuge unter. Die USS Langley war der erste Flugzeugträger der Vereinigten Staaten gewesen.
27. Feb. 1942 R. P. Resor 49 Vor der Küste von New Jersey torpediert das deutsche U-Boot U 578 in den Morgenstunden des 27. Februar 1942 den von Baytown (Texas) nach Fall River (Massachusetts) laufenden amerikanischen Tanker R. P. Resor (7.541 BRT). Das mit über 100.000 Barrel Öl beladene Schiff gerät sofort in Brand. In den Flammen kommen 49 Seeleute um, nur zwei Überlebende werden später von einem Küstenwachschiff gerettet.
28. Feb. 1942 Hr. Ms. De Ruyter 344 Während der Schlacht in der Javasee versenkt der japanische Schwere Kreuzer Haguro durch zwei Torpedotreffer den holländischen Leichten Kreuzer Hr. Ms. De Ruyter (6.440 ts). Mit dem Schiff gehen Konteradmiral Karel Doorman und 343 Seeleute unter.
28. Feb. 1942 Java 512 Während der Schlacht in der Javasee versenkt der japanische Schwere Kreuzer Nachi den holländischen Leichten Kreuzer Java (6.670 ts) durch einen oder zwei Torpedotreffer (?). Eine nachfolgende Explosion der Munition bringt das Schiff innerhalb weniger Minuten zum Sinken. Mit dem Kreuzer gehen der Kommandant, Kapitän Ph. van Straelen, und 511 Crewangehörige unter.
01. Mär. 1942 HMS Exeter 54 In der Javasee, nahe der Insel Bawean, versenkt eine überlegene japanische Kampfgruppe, darunter drei Kreuzer und zwei Zerstörer, den sich nach der Schlacht in der Javasee, in welcher das britische Schiff bereits Schäden im Maschinenraum hatte hinnehmen müssen, zurückziehenden britischen Schweren Kreuzer HMS Exeter (8.520 ts). Das Schiff kentert nach zahlreichen 20,3-cm-Artillerie- und mindestens zwei Torpedotreffern. 54 Mann gehen mit dem Schiff unter, 651 Überlebende werden später von den Japanern gerettet.
01. Mär. 1942 HMAS Perth 357 In der Schlacht in der Sundastraße versenkt eine überlegene japanische Kampfgruppe, bestehend aus drei Kreuzern und neun Zerstörern, den australischen Leichten Kreuzer HMAS Perth (6.830 ts) durch vier Torpedotreffer und zahlreiche Artillerietreffer. Die Crew hat 357 Tote zu beklagen, darunter auch den Kommandanten, Captain H. Waller. Rund 330 Mann werden gerettet.
01. Mär. 1942 USS Houston 693 In der Schlacht in der Sundastraße versenkt eine überlegene japanische Kampfgruppe, bestehend aus drei Kreuzern und neun Zerstörern, den amerikanischen Schweren Kreuzer USS Houston (9.050 ts) durch zahlreiche Artillerie- und mindestens vier Torpedotreffer. 693 Besatzungsangehörige, darunter auch der Kommandant, Captain A. H. Rooks, finden den Tod. Nur etwa 370 Mann können gerettet werden.
11. Mär. 1942 HMS Naiad 82 Nordwestlich von Marsa Matruh wird der britische Flugabwehrkreuzer HMS Naiad (5.650 ts), der zuvor zu einem erfolglosen Vorstoß mit zwei weiteren Kreuzern in Richtung Tripolis ausgelaufen war und sich auf dem Rückmarsch nach Alexandria befindet, von dem deutschen U-Boot U 565 torpediert. Das Schiff kentert und sinkt innerhalb von 35 Minuten. Mit der HMS Naiad gehen 82 Crewangehörige unter, 582 Mann werden gerettet.
29. Mär. 1942 City of New York 24 Östlich von Kap Hatteras an der amerikanischen Ostküste versenkt das deutsche U-Boot U 160 das amerikanische Motorschiff City of New York (7.282 ts), das mit 41 Passagieren und 6612 Tonnen Fracht auf dem Weg von Kapstadt nach New York war. Das Schiff sinkt 20 Minuten nach dem zweiten Torpedotreffer. 16 Besatzungsmitglieder, ein Kanonier und sieben Passagiere, darunter zwei Frauen, kommen um. Drei Rettungsboote werden 36 Stunden nach der Versenkung geborgen, aber das vierte wird erst am 11. April von einem amerikanischen Flugzeug entdeckt.
01. Apr. 1942 Giovanni delle Bande Nere 287 Der von Messina nach La Spezia laufende italienische Leichte Kreuzer Giovanni delle Bande Nere (5.069 ts) wird etwa elf Seemeilen vor dem Stromboli von dem britischen U-Boot Urge gesichtet und mit zwei Torpedoschüssen versenkt. Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt mit 287 Crewangehörigen an Bord. Etwa 300 Mann werden von zwei Begleitschiffen gerettet.
05. Apr. 1942 Dorsetshire 234 Während des japanischen Vorstoßes in Richtung Ceylon versenken etwa 50 Aichi D3A-Sturzkampfbomber der japanischen Flugzeugträger Akagi, Sōryū und Hiryū südöstlich von Ceylon den britischen Schweren Kreuzer Dorsetshire (9.975 ts). Das Schiff wird von mindestens zehn 250-Kilogramm-Bomben getroffen und sinkt in nur acht Minuten. Mit dem Kreuzer gehen 234 Seeleute unter. Etwa 540 Mann können von britischen Schiffen gerettet werden.
05. Apr. 1942 HMS Cornwall 198 Während des japanischen Vorstoßes in Richtung Ceylon wird der britische Schwere Kreuzer HMS Cornwall (10.900 ts) südöstlich von Ceylon, im Verband mit der HMS Dorsetshire fahrend, von den gleichen japanischen Trägerstreitkräften angegriffen, die auch die HMS Dorsetshire zuvor zum Sinken gebracht hatten. Der Kreuzer wird dabei von neun 250-Kilogramm-Bomben direkt getroffen und zudem durch sechs Nahtreffer schwer beschädigt. Etwa 30 Minuten nach Beginn der Attacke kentert das Schiff und sinkt. 198 Mann finden dabei den Tod, rund 580 Crewangehörige werden später von britischen Schiffen gerettet.
09. Apr. 1942 Hermes 306 Vor der Küste Ceylons, nahe Batticaloa, versenken etwa 80 Flugzeuge der japanischen Flugzeugträger Akagi, Sōryū und Hiryū den britischen Flugzeugträger Hermes (10.850 ts). Das Schiff, das zum Zeitpunkt der Attacke selbst keine einsetzbaren Flugzeuge an Bord hat, wird von schätzungsweise 40 Bomben getroffen und sinkt innerhalb von nur zehn Minuten. Mit dem Träger gehen der Kommandant, Captain Richard F. J. Onslow, und 305 Crewangehörige unter. Etwa 590 Mann überleben.
02. Mai 1942 HMS Edinburgh 78 In der Barentssee wird der zur Sicherung des Nordmeer-Konvois QP-11 gehörende britische Leichte Kreuzer HMS Edinburgh (10.550 ts), der bereits am 30. April von dem deutschen U-Boot U 456 zweimal torpediert und stark beschädigt worden war, bei einem Angriff deutscher Zerstörer von dem Zerstörer Z 24 nochmals mit einem Torpedo getroffen und muss schließlich aufgegeben werden. Nach der Bergung der Crew versenkt der britische Zerstörer HMS Foresight das Wrack. Die Besatzung hat insgesamt 78 Tote zu beklagen. 790 Mann können gerettet werden.
05. Mai 1942 RMS Lady Drake 12 Nördlich von Bermuda wird das allein fahrende kanadische Passagierschiff RMS Lady Drake (7.985 ts) von dem deutschen U-Boot U 106 mit zwei Torpedos beschossen, von denen einer trifft. Das Schiff sinkt in 25 Minuten. 6 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder sterben. Die 256 Überlebenden werden drei Tage später von einem amerikanischen Minenräumer gerettet.
07. Mai 1942 USS Sims und USS Neosho 297 Der amerikanische Flottentanker USS Neosho (11.335 BRT) und der diesen eskortierende Zerstörer USS Sims (1.764 ts) werden während der Schlacht im Korallenmeer von Flugzeugen der japanischen Flugzeugträger Shōkaku und Zuikaku angegriffen. Der Zerstörer wird von drei 250-Kilogramm-Bomben getroffen und sinkt innerhalb weniger Minuten. Die USS Neosho wird in Brand bombardiert, bleibt aber zunächst noch schwimmfähig. Mit der USS Sims gehen 176 Besatzungsmitglieder unter, nur 14 Mann überleben und retten sich später an Bord des Tankers. Das ausgebrannte und treibende Wrack der USS Neosho, dessen Besatzung selbst 121 Tote zu beklagen hat, wird am 11. Mai von dem amerikanischen Zerstörer USS Henley gefunden, welcher insgesamt noch 123 Überlebende der beiden Schiffe abbergen kann und der das Wrack schließlich versenkt.
07. Mai 1942 Shōhō 631 Während der Schlacht im Korallenmeer wird der japanische Flugzeugträger Shōhō (11.262 ts) von rund 90 Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Lexington und USS Yorktown angegriffen. Das Schiff erhält mindestens sieben Lufttorpedo- und 13 Bombentreffer und sinkt innerhalb von rund 23 Minuten. Von der Besatzung können nur 132 Mann, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Ishinosuke Izawa, durch den Zerstörer Sazanami gerettet werden. 631 Crewangehörige gehen mit der Shōhō unter.
08. Mai 1942 USS Lexington 231 Während der Schlacht im Korallenmeer wird der amerikanische Flugzeugträger USS Lexington (38.746 ts) von Flugzeugen der japanischen Träger Shōkaku und Zuikaku attackiert und von insgesamt zwei Lufttorpedos und drei 250-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff gerät in Brand und muss etwa sechs Stunden nach dem Angriff aufgegeben werden. Das verlassene Wrack wird in den Abendstunden des 8. Mai schließlich von einem US-Zerstörer mit zwei Torpedoschüssen versenkt. 231 Crewangehörige kommen durch die japanischen Angriffe und das Feuer ums Leben, etwa 2.600 Mann werden gerettet.
14. Mai 1942 Felix Dscherschinski 288 Während einer Versorgungsfahrt nach der belagerten Festung Sewastopol läuft der mit rund 170 Soldaten beladene sowjetische Zerstörer Felix Dscherschinski (1.308 ts) vor dem Hafen von Sewastopol auf eine aus der Luft gelegte deutsche Grundmine, bricht auseinander und sinkt. Mit dem Schiff gehen 288 Crewmitglieder und Soldaten unter, nur rund 30 Überlebende werden später von anderen sowjetischen Schiffen gerettet.
15. Mai 1942 HMS Trinidad 63 Im Nordmeer, etwa 100 Seemeilen nordwestlich des Nordkaps, versenken deutsche Junkers Ju 88-Bomber durch einen Volltreffer mit einer 500-Kilogramm-Bombe den britischen Leichten Kreuzer HMS Trinidad (8.660 ts). Das Schiff, auf dem Weg von Murmansk nach Großbritannien, war bereits am 29. März 1942 durch einen eigenen Torpedo (Kreisläufer) beschädigt worden und hatte fast sechs Wochen in Murmansk zur Notreparatur gelegen. Der Bombeneinschlag verursacht starke Brände und beschädigt die notdürftigen Leckabdichtungen, worauf das Schiff aufgegeben werden muss. Das treibende Wrack wird schließlich von britischen Zerstörern versenkt. Insgesamt kommen 63 Seeleute ums Leben.
21. Mai 1942 Faja de Oro 10 Vor Key West versenkt das deutsche U-Boot U 106 den von Marcus Hook (Pennsylvania) nach Tampico laufenden mexikanischen Tanker Faja de Oro (6.067 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Zehn von 37 Besatzungsangehörigen kommen dabei ums Leben. Diese Versenkung (sowie die Versenkung des mexikanischen Tankers Potrero del Llano am 13. Mai 1942 durch U 564) führt schließlich zur Kriegserklärung Mexikos an das Deutsche Reich am 1. Juni 1942.
04. Juni 1942 Sōryū 713 Während der Schlacht um Midway wird der japanische Flugzeugträger Sōryū (15.900 ts) von Douglas SBD Dauntless-Sturzkampfbombern des amerikanischen Flugzeugträgers Yorktown überraschend attackiert und von drei oder vier 454-Kilogramm-Bomben getroffen. Die Bomben schlagen direkt vor dem vordersten der drei Aufzüge ein. Die auf dem Flugdeck stehenden vollgetankten und bewaffneten Flugzeuge verwandeln das Flugdeck in ein Flammenmeer. Etwa 30 Minuten nach dem Angriff wird der Befehl gegeben, dass Schiff aufzugeben. Das verlassene Wrack wird in den Abendstunden des 4. Juni, etwa gegen 19.20 Uhr, vom Zerstörer Isokaze mit drei Torpedoschüssen versenkt. Insgesamt sterben an Bord des Trägers 713 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Yanagimoto Ryusaku.
04. Juni 1942 Kaga 814 Während der Schlacht um Midway wird der japanische Flugzeugträger Kaga (38.200 ts) von Sturzkampfbombern des amerikanischen Trägers Enterprise überraschend angegriffen und erhält mindestens fünf Bombentreffer. Da Flugzeuge für einen Angriff vollgetankt und bewaffnet im Hangar bereitstehen, kommt es zu unkontrollierbaren Feuern und Explosionen. Das Schiff muss nach knapp zwei Stunden aufgegeben werden und sinkt in den Abendstunden, etwa gegen 19.25 Uhr, nachdem der Zerstörer Hagikaze zwei Torpedos in das brennende Wrack hineingeschossen hatte. An Bord der Kaga sterben insgesamt 814 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Okada Jisaku.
05. Juni 1942 Akagi 263 Während der Schlacht um Midway wird der japanische Flugzeugträger Akagi (36.500 ts) am 4. Juni 1942 von Sturzkampfbombern des amerikanischen Trägers Enterprise attackiert und erhält mindestens zwei direkte 454-Kilogramm-Bombentreffer und einen Nahtreffer, der das Ruder blockiert. Es entstehen unkontrollierbare Brände. Das Schiff kann trotz Bemühungen nicht gerettet werden und muss nach rund fünf Stunden aufgegeben werden. In den frühen Morgenstunden des 5. Juni versenken vier japanische Zerstörer das verlassene und brennende Schiff mit insgesamt vier Torpedoschüssen. An Bord finden 263 Besatzungsangehörige den Tod, etwa 1.800 Mann werden gerettet.
05. Juni 1942 Hiryū 383 Während der Schlacht um Midway wird der japanische Flugzeugträger Hiryū (17.300 ts) gegen 17.00 Uhr am 4. Juni von amerikanischen Sturzkampfbombern der USS Enterprise mit mindestens vier 454-Kilogramm-Bomben schwer getroffen. Das Schiff gerät in Brand und wird, da die Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden können, durch den japanischen Zerstörer Makigumo mit vier Torpedoschüssen in den Morgenstunden des 5. Juni versenkt. Mit dem Schiff gehen 383 Crewangehörige unter, darunter auch der Befehlshaber der japanischen 2. Trägerdivision, Konteradmiral Tamon Yamaguchi, und der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaku Tomeo. Etwa 700 Besatzungsangehörige überleben und werden von Zerstörern gerettet.
06. Juni 1942 USS Hammann 80 Etwa 120 Seemeilen westlich von Midway torpediert und versenkt das japanische U-Boot I-168 den amerikanischen Zerstörer USS Hammann (1.764 ts). Das Schiff liegt zum Zeitpunkt des Angriffs längsseits des beschädigten Flugzeugträgers USS Yorktown (der von dem U-Boot ebenfalls torpediert wird), um diesen mit Frischluft und Strom zu versorgen. Der Zerstörer bricht nach dem Torpedotreffer auseinander und sinkt mit 80 Mann an Bord. Etwa 170 Seeleute überleben.
07. Juni 1942 USS Yorktown 91 Der amerikanische Flugzeugträger USS Yorktown (19.800 ts), der bereits am 4. Juni während der Schlacht um Midway von japanischen Trägerflugzeugen durch zwei Lufttorpedo- und drei Bombentreffer stark beschädigt und von der Besatzung weitgehend verlassen worden war, wird am Nachmittag des 6. Juni, etwa 120 Seemeilen westlich von Midway, vom japanischen U-Boot I-168, während sich das Schiff im Schlepp befindet, zwei weitere Male torpediert und muss schließlich aufgegeben werden. Die USS Yorktown sinkt in den frühen Morgenstunden des 7. Juni. Insgesamt finden an Bord des Trägers 91 Seeleute den Tod.
15. Juni 1942 Trento 549 Der italienische Schwere Kreuzer Trento (10.511 ts), der nur wenige Stunden zuvor bei einem Angriffsversuch auf den britischen Malta-Konvoi MW-11 (Operation Vigorous) durch den Lufttorpedo eines Bristol Beaufort-Torpedobombers erheblich beschädigt worden war und sich im Schlepp eines Zerstörers befindet, wird in den Mittagsstunden nordöstlich von Malta von dem britischen U-Boot HMS Umbra gesichtet und zwei weitere Mal torpediert. Das Schiff bricht daraufhin auseinander und sinkt. Mit der Trento gehen 549 Seeleute unter, 609 Mann werden von dem sichernden Zerstörer gerettet.
16. Juni 1942 HMS Hermione 87 im östlichen Mittelmeer, nördlich von Sollum, versenkt das deutsche U-Boot U 205 aus einem Kreuzerverband den britischen Flugabwehrkreuzer HMS Hermione (5.650 ts) durch einen Torpedotreffer. Der Torpedo zerstört die Maschinenräume, was den Zusammenbruch der Bordstromversorgung und einen Pumpenausfall nach sich zieht. Das Schiff sinkt innerhalb von 21 Minuten und geht mit 87 Besatzungsangehörigen unter. Rund 440 Mann werden gerettet.
16. Juni 1942 Cherokee 86 Nordöstlich von Cape Cod versenkt das deutsche U-Boot U 87 den amerikanischen Passagierdampfer Cherokee (5.896 ts) durch zwei Torpedotreffer an der Backbordseite. Das in einem Geleitzug fahrende Schiff sinkt innerhalb von sechs Minuten. 65 Besatzungsmitglieder, ein Angehöriger der Geschützmannschaft und 20 Passagiere (US Army) sterben. 83 Menschen werden von einem Handelsdampfer und einem Schiff der Küstenwache gerettet.
21. Juni 1942 HMS P514 42 Vor der Küste von Neufundland wird das britische U-Boot HMS P514 (569 ts) von dem kanadischen Minensuchboot HMCS Georgian gesichtet, für ein deutsches U-Boot gehalten und in der Nacht mit hoher Fahrt gerammt. Das Boot sinkt fast augenblicklich und reißt die komplette Crew von 42 Mann mit in die Tiefe. Eine Untersuchung spricht den Kommandanten des Minensuchers später von jeder Verantwortung frei, da das U-Boot auf zuvor gesendete Identifikationsaufrufe nicht reagiert hatte.
26. Juni 1942 Bezuprechny 330 Der mit Nachschubfahrten in die von der Wehrmacht belagerte Festung Sewastopol betraute sowjetische Zerstörer Bezuprechny (1.695 ts) wird südlich der Halbinsel Krim von deutschen Junkers Ju 88-Bombern angegriffen und durch zwei Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben versenkt. An Bord des Schiffes befinden sich 220 Crewangehörige und 113 verwundete Soldaten, die aus Sewastopol evakuiert worden waren. 330 Menschen gehen mit dem schnell sinkenden Schiff unter, darunter auch der Kommandant. Nur drei Überlebende werden zwei Tage später von einem Flugboot gerettet.
01. Juli 1942 Montevideo Maru ≈ 1.125 Das japanische Passagier- und Frachtschiff Montevideo Maru (7.266 BRT) läuft am 22. Juni 1942 aus Rabaul (Papua-Neuguinea) aus. Es hat 1.053 überwiegend australische Kriegsgefangene und Zivilinternierte sowie etwa 90 japanische Soldaten und Seeleute an Bord, als es am 1. Juli in der Philippinischen See durch das amerikanische U-Boot USS Sturgeon torpediert und versenkt wird. Das Schiff war nicht als Gefangenentransporter markiert oder angekündigt. Insgesamt überleben nur 18 Japaner den Untergang, schätzungsweise 1.125 Personen kommen ums Leben.
02. Juli 1942 Taschkent 76 Der sowjetische Flottillenführer und Zerstörer Taschkent (2.893 ts) sinkt im Hafen von Noworossijsk infolge erlittener Gefechtsschäden. Bereits am 28. Juni und am 30. Juni war das Schiff, während einer Versorgungsfahrt nach der belagerten Festung Sewastopol, von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern mehrfach attackiert und durch Bordwaffenbeschuss und Bombennahtreffer schwer beschädigt worden. Insgesamt finden 76 Crewangehörige bei den Attacken den Tod, etwa 260 Mann überleben.
05. Juli 1942 Avila Star 84 Der britische Passagierdampfer Avila Star (14.443 BRT) wird östlich der Azoren vom deutschen U-Boot U 201 ohne Vorwarnung mit drei Torpedos versenkt. Das letzte Rettungsboot wird erst nach 20 Tagen gefunden. 84 Passagiere, Kanoniere und Besatzungsmitglieder sterben, 121 Menschen können von portugiesischen Kriegsschiffen gerettet werden.
12. Juli 1942 Port Hunter 88 Nordwestlich der Azoren versenkt das deutsche U-Boot U 582 den britischen Frachter Port Hunter (8.826 BRT). Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois OS-33 und mit Munition und Wasserbomben beladen, fliegt nach einem Torpedotreffer sofort in die Luft und geht mit 88 Crewangehörigen unter. Nur drei Überlebende, die vor dem Treffer an Oberdeck geschlafen hatten und ins Wasser geschleudert worden waren, werden später von der britischen Korvette HMS Rother geborgen.
15. Juli 1942 Empire Attendant 59 Südlich der Kanaren torpediert das deutsche U-Boot U 582 den britischen Frachter Empire Attendant (7.524 BRT). Der Dampfer, ein Nachzügler des Konvois OS-33 und mit Lastwagen beladen, zerbricht in zwei Teile und sinkt innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff geht die gesamte Besatzung von 59 Mann unter, es gibt keine Überlebenden.
15. Juli 1942 Gloucester Castle 93 Der britische Passagierdampfer Gloucester Castle (7.999 BRT) wird 1.300 Seemeilen vor Freetown im Südatlantik ohne Vorwarnung von dem deutschen Hilfskreuzer Michel unter Beschuss genommen. Die Rettungsboote werden größtenteils zerstört. Das Schiff sinkt in weniger als zehn Minuten. 93 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter Frauen und Kinder, sterben. Die 61 Überlebenden verbringen den Rest des Kriegs in japanischer Kriegsgefangenschaft, in der zwei von ihnen sterben. Wegen der warnungslosen Beschießung wird der Kommandant des Hilfskreuzers, Kapitän zur See Hellmuth von Ruckteschell, nach Kriegsende von einem britischen Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt.
06. Aug. 1942 Mamutu 86 Nördlich von Murray Island wird der australische Küstendampfer Mamutu (300 BRT), mit 114 Flüchtlingen und Crewangehörigen an Bord und auf dem Weg von Port Moresby nach Daru, von dem japanischen U-Boot RO 33 mit dem Deckgeschütz beschossen und versenkt. Anschließend beschießen die Japaner die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen mit Maschinengewehren. Von 114 Menschen an Bord des Schiffes überleben nur 28 die Versenkung. Das Kriegsverbrechen, Schiffbrüchige beschossen zu haben, bleibt ungesühnt, da RO 33 mit der gesamten Crew, darunter auch der für das Massaker verantwortliche Kommandant, Kaigun-Shōsa Kuriyama Shigeshi, Ende August 1942 vor Port Moresby von dem australischen Zerstörer HMAS Arunta versenkt wird.
09. Aug. 1942 Mendanau 69 Vor der Küste von Sierra Leone versenkt das deutsche U-Boot U 752 den niederländischen Frachter Mendanau (6.047 BRT) durch einen Torpedotreffer. Alleine durch den Einschlag des Torpedos sterben bereits 18 Seeleute. Nach dem Untergang des Schiffes weigern sich allerdings 16 niederländische Seeleute, die in einem Beiboot Schutz gefunden hatten, einen weiteren Teil der Crew, hauptsächlich dunkelhäutige Indonesier, ebenfalls zu retten, wodurch sich die Zahl der Opfer weiter erhöht. Schätzungsweise 30 bis 35 indonesische Crewmitglieder bleiben auf dem Meer zurück und ertrinken. Insgesamt überleben von 85 Menschen an Bord nur die 16 niederländischen Besatzungsangehörigen die Versenkung.
09. Aug. 1942 HMAS Canberra 193 Während der Schlacht bei Savo Island wird der australische Schwere Kreuzer HMAS Canberra (9.850 ts), etwa ab 1.42 Uhr, von den japanischen Schweren Kreuzern Chōkai und Aoba beschossen und bis 2.20 Uhr rund 30 Mal von 20,3-cm-Granaten getroffen. Das völlig zerschossene Schiff schert daraufhin aus der Gefechtslinie aus und bleibt brennend hinter den beiden gegnerischen Flotten zurück. An Bord sterben 193 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain F. Getting. Die ganze Nacht hindurch kämpft die restliche Crew gegen die Wassereinbrüche und das Feuer, dann wird gegen 6.30 Uhr morgens der Befehl zum Aufgeben des Schiffes und zur Selbstversenkung gegeben. Die HMAS Canberra sinkt aber erst, nachdem die beiden Zerstörer USS Selfridge und USS Ellet 263 Granaten auf das zerschlagene Schiff abgefeuert hatten, durch fünf Torpedotreffer.
09. Aug. 1942 USS Astoria 216 Der amerikanische Schwere Kreuzer USS Astoria (9.950 ts) wird in der Schlacht vor Savo Island, etwa gegen 1.50 Uhr, von den Scheinwerfern der japanischen Schweren Kreuzer Kinugasa, Chōkai und Aoba erfasst und sofort beschossen. Nach mehreren deckenden 20,3-cm-Breitseiten und etwa 30 bis 35 Treffern brennt der Schwere Kreuzer und bleibt manövrierunfähig liegen. Insgesamt sterben an Bord 216 Seeleute. Die ganze Nacht hindurch und während des folgenden Morgens versucht die restliche Crew, das zerschossene Schiff noch zu retten, aber in den Mittagsstunden des 9. August 1942, etwa gegen 12.15 Uhr, kentert der Kreuzer und sinkt.
09. Aug. 1942 USS Quincy 529 In der Schlacht vor Savo Island wird der Schwere Kreuzer USS Quincy (10.136 ts) gegen 1.50 Uhr von japanischen Schiffen überraschend angegriffen und erhält innerhalb von rund 20 Minuten 25 Artillerie- und einen Torpedotreffer. Nach einem weiteren Torpedotreffer gegen 2.25 Uhr, dieser Torpedo stammte vermutlich vom japanischen Leichten Kreuzer Yūbari, kentert das brennende Schiff und sinkt um 2.30 Uhr. 529 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain S. Moore, gehen mit dem Schiff unter.
09. Aug. 1942 USS Vincennes 332 Während der Schlacht vor Savo Island wird der amerikanische Schwere Kreuzer USS Vincennes (10.136 ts) von etwa 40 japanischen Granaten vom Kaliber 14 cm und 20,3 cm getroffen und gerät in Brand. Die Besatzung verlässt etwa ab 2.30 Uhr das brennende Schiff, das gegen 2.50 Uhr kentert und sinkt. 332 Mann gehen mit dem Schiff unter.
09. Aug. 1942 USS Jarvis 233 Der amerikanische Zerstörer USS Jarvis (1.646 ts), der während der Schlacht vor Savo Island durch einen Torpedotreffer stark beschädigt worden war und sich alleine auf dem Marsch in Richtung der Neuen Hebriden befindet, wird etwa 50 Seemeilen südlich von Guadalcanal von 31 japanischen Torpedobombern attackiert und innerhalb weniger Minuten versenkt. Mit dem Schiff geht die gesamte Crew von 233 Mann unter, es gibt keine Überlebenden.
10. Aug. 1942 Kako 34 Nach der Schlacht vor Savo Island wird der von der Schlacht zurückmarschierende japanische Schwere Kreuzer Kako (7.950 ts), nahe dem sicheren Heimatstützpunkt Rabaul, von dem amerikanischen U-Boot USS S-44 gesichtet und dreimal torpediert. Der Kreuzer sinkt innerhalb von 25 Minuten. Die übrigen Schiffe des Verbandes können in einer gut koordinierten Rettungsaktion über 600 Mann retten, nur 34 Crewmitglieder finden den Tod.
10. Aug. 1942 Sevastopol 924 Nahe Tuapse versenkt das deutsche Schnellboot S 102 während eines nächtlichen Angriffs den sowjetischen Frachtdampfer Sevastopol (1.339 BRT) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 924 Passagiere, Soldaten und Besatzungsangehörige unter. Nur etwa 130 Menschen können von Küstenfahrzeugen gerettet werden.
11. Aug. 1942 HMS Eagle 160 Im westlichen Mittelmeer, etwa 70 Seemeilen südlich von Mallorca, versenkt das deutsche U-Boot U 73 den britischen Flugzeugträger HMS Eagle (22.200 ts) durch vier Torpedotreffer. Der Träger hätte einen Teil der Luftsicherung der Operation Pedestal stellen sollen. Mit dem Schiff gehen 160 Mann unter, 927 Überlebende werden von britischen Zerstörern gerettet.
12. Aug. 1942 HMS Cairo 24 Während der Operation Pedestal wird der britische Flugabwehrkreuzer HMS Cairo (4.190 ts) nordöstlich von Bizerta von dem italienischen U-Boot R. Smg. Axum attackiert und mit zwei Torpedos getroffen. Der Kreuzer bleibt trotz weggerissenem Heck zunächst noch schwimmfähig, muss aber in den Abendstunden vom britischen Zerstörer HMS Pathfinder durch Torpedoschuss versenkt werden, da keine Aussichten auf eine erfolgreiche Bergung bestehen. Die Crew hat 24 Tote zu beklagen, etwa 440 Mann werden gerettet.
12./13. Aug. 1942 HMS Manchester 11 Während der Operation Pedestal wird der britische Leichte Kreuzer HMS Manchester (9.100 ts) vor der tunesischen Küste, nahe Cap Bon, von der eigenen Crew versenkt. Zuvor war das Schiff bei einem Nachtangriff von den beiden italienischen Schnellbooten MAS-16 und MAS-22 zweimal torpediert und schwer beschädigt worden. Elf Mann kommen durch die Torpedotreffer ums Leben. 312 Crewangehörige werden von britischen Schiffen gerettet, weitere 400 Seeleute erreichen die Küste und werden dort später von den vichy-französischen Behörden interniert. Wegen der Selbstversenkung wird der Kommandant der HMS Manchester, Captain Harold Drew, später vor ein Kriegsgericht gestellt; er erhält nie wieder ein Kommando in der Royal Navy.
16. Aug. 1942 Araraquara 131 In den frühen Morgenstunden des 16. August 1942 wird der uneskortierte brasilianische Passagierdampfer Araraquara (4.872 BRT) etwa 20 Seemeilen vor der brasilianischen Küste von dem deutschen U-Boot U 507 mit zwei Torpedos angegriffen und sinkt innerhalb von fünf Minuten. 65 Besatzungsmitglieder und 66 Passagiere sterben, nur elf Menschen überleben.
16. Aug. 1942 Annibal Benévolo 150 Am Vormittag des 16. August 1942 wird der uneskortierte brasilianische Passagierdampfer Annibal Benévolo (1.905 BRT) etwa 15 Seemeilen vor der brasilianischen Küste von dem deutschen U-Boot U 507 durch zwei Torpedos versenkt. 67 Besatzungsmitglieder und 83 Passagiere sterben, nur vier Besatzungsmitglieder überleben.
16. Aug. 1942 Baependy 270 Am Abend des 16. August 1942 wird der brasilianische Passagierdampfer Baependy (4.801 BRT) etwa 20 Seemeilen vor Aracaju von dem deutschen U-Boot U 507 mit zwei Torpedos beschossen und sinkt in weniger als fünf Minuten. 55 Besatzungsmitglieder und 215 Passagiere sterben, nur 36 Menschen überleben. Die rücksichtslosen Angriffe von U 507 auf den neutralen brasilianischen Schiffsverkehr führen dazu, dass Brasilien am 22. August 1942 dem Deutschen Reich den Krieg erklärt.
24. Aug. 1942 Ryūjō 120 In der Schlacht bei den Ost-Salomonen wird der japanische Flugzeugträger Ryūjō (12.732 ts) von Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Enterprise und USS Saratoga attackiert und von mindestens vier Bomben und zwei Lufttorpedos getroffen. Das Schiff sinkt knapp vier Stunden nach dem Angriff. 120 Mann der Crew finden dabei den Tod, etwa 800 Seeleute können gerettet werden, darunter auch der Kommandant.
25. Aug. 1942 Alexander Sibirjakow 103 Der sowjetische Eisbrecher und Frachter Alexander Sibirjakow (1.348 BRT) wird in der Karasee von dem im Rahmen des Unternehmens Wunderland dort operierenden deutschen Schweren Kreuzer Admiral Scheer gestellt und, nachdem die sowjetische Crew auf Stoppbefehle nicht reagiert und das Feuer eröffnet hatte, von dem artilleristisch weit überlegenen deutschen Schiff versenkt. Von 131 Menschen an Bord der Alexander Sibirjakow können die Deutschen später nur 27 retten; ein weiteres Crewmitglied erreicht auf einem Floß die Küste und wird später von sowjetischen Schiffen gerettet.
28. Aug. 1942 Asagiri 122 Der japanische Zerstörer Asagiri (2.050 ts), Teil einer aus acht Schiffen bestehenden und mit Nachschub und Truppenverstärkungen in Richtung Guadalcanal laufenden Flottille, wird etwa 60 Seemeilen nordnordwestlich von Savo Island von amerikanischen Douglas SBD Dauntless-Sturzkampfbombern angegriffen und durch einen Treffer mit einer 227-Kilogramm-Bombe, der einen geladenen Torpedorohrsatz zur Explosion bringt, versenkt. Mit dem Schiff gehen 62 Crewangehörige und 60 Heeressoldaten unter. Etwa 270 Überlebende werden von anderen japanischen Schiffen gerettet.
12. Sep. 1942 RMS Laconia 1.649 Das britische Passagierschiff RMS Laconia (19.695 BRT) wird am 12. September von dem deutschen U-Boot U 156 vor der westafrikanischen Küste, nordöstlich von Ascension, torpediert und versenkt. An Bord befinden sich 1.815 italienische Kriegsgefangene, 811 britische Seeleute, Zivilisten und Soldaten sowie 106 polnische Soldaten. Das Schiff ist nicht als Gefangenentransporter gekennzeichnet. Als man auf U 156 die Tragweite der Torpedierung erkennt, leiten die Deutschen Rettungsmaßnahmen ein und erbitten sowohl deutsche und italienische als auch alliierte Hilfe bei der Rettung. Die diesbezüglich abgesetzten offenen Funksprüche werden jedoch auf alliierter Seite falsch interpretiert und als Täuschungsversuch gedeutet, weswegen U 156 am 16. September von einem amerikanischen Bomber angegriffen und leicht beschädigt wird. Die Deutschen brechen danach die Rettungsoperation ab und flüchten. Erst am 17. September werden 1.083 Überlebende von vichy-französischen Schiffen gerettet. Insgesamt sterben 1.649 Menschen, darunter fast 1.300 Italiener. In der Folge erlässt die deutsche U-Boot-Führung den sogenannten Laconia-Befehl.
14. Sep. 1942 HMS Sikh ≈ 275 Im Hafen von Tobruk wird der britische Zerstörer HMS Sikh (1.883 ts), Teil der beim letztlich gescheiterten Commando-Raid gegen den Hafen (Operation Agreement) eingesetzten Flottenkräfte, durch das Feuer einer deutschen 8,8-cm-Flakbatterie schwer getroffen und sinkt. Mit dem Schiff gehen 175 Crewangehörige und rund 100 eingeschiffte Soldaten unter, nur etwa 15 Mann überleben und erreichen das Ufer.
14. Sep. 1942 HMS Coventry 63 Der britische Flugabwehrkreuzer HMS Coventry (4.190 ts), Teil der beim gescheiterten britischen Kommando-Raid gegen den Hafen von Tobruk (Operation Agreement) eingesetzten Seestreitkräfte, wird während des Rückmarsches nach Alexandria von deutschen Junkers Ju 88-Bombern nördlich von Marsa Matruh attackiert und durch vier Treffer mit 250-Kilogramm-Bomben schwer beschädigt. 63 Seeleute finden dabei den Tod. Das manövier- und fahrunfähige Schiff wird schließlich vom britischen Zerstörer HMS Zulu durch einen Torpedoschuss versenkt.
14. Sep. 1942 HMCS Ottawa 114 Im Nordatlantik, etwa 350 Seemeilen östlich von St. John’s, wird der kanadische Zerstörer HMCS Ottawa (1.375 ts), eingesetzt zur Sicherung des alliierten Konvois ON-127, von dem deutschen U-Boot U 91 zweimal torpediert und versenkt. Das Schiff sinkt schnell und reißt 114 Crewangehörige mit in die Tiefe, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander Clark A. Rutherford. 67 Mann überleben und werden von den Konvoischiffen gerettet.
15. Sep. 1942 USS Wasp 193 Südlich von Guadalcanal wird der amerikanische Flugzeugträger USS Wasp (14.700 ts) vom japanischen U-Boot I-19 torpediert und versenkt. Das Schiff wird von drei Torpedos getroffen, die die Bordstromversorgung und die Pumpensysteme kollabieren lassen und welche die Leitungen für das Flugbenzin aufreißen, was verheerende Brände verursacht. Nachdem die Feuer unkontrollierbar werden, muss das Schiff von der Mannschaft verlassen werden. Der Zerstörer USS Lansdowne versenkt die brennende USS Wasp wenig später. Insgesamt sterben 193 Besatzungsangehörige. Etwa 1.600 Mann werden gerettet.
27. Sep. 1942 Stephen Hopkins und Stier 42 + 3 Der im Südatlantik operierende deutsche Hilfskreuzer Stier (4.778 BRT) trifft nahe der Inselgruppe Tristan da Cunha in nebligem Wetter unvermittelt auf den stark bewaffneten amerikanischen Frachter Stephen Hopkins (7.181 BRT). In einem erbitterten Gefecht kann der besser bewaffnete Hilfskreuzer das US-Schiff zwar niederkämpfen und versenken, die Stier wird aber selbst schwer beschädigt. Der Hilfskreuzer muss schließlich aufgegeben werden und wird in den Abendstunden mit Sprengladungen von der eigenen Mannschaft versenkt. Von der 57 Mann starken Crew der Stephen Hopkins überleben nur 15, sie erreichen nach einer 32 Tage dauernden Irrfahrt in einem Rettungsboot die Küste Brasiliens. Die 343 Mann starke Besatzung der Stier wird bis auf drei Mann, die ihren während des Gefechtes erlittenen Verletzungen erliegen, später von dem deutschen Blockadebrecher Tannenfels gerettet und nach dem besetzten Frankreich gebracht. Die Stier ist auch das erste deutsche Überwasserkriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem amerikanischen Schiff versenkt wird.
01. Okt. 1942 Lisbon Maru ≈ 900 Der japanische Frachter Lisbon Maru (7.053 BRT) soll 1.816 britische Kriegsgefangene und 778 japanische Soldaten von Hongkong nach Shanghai transportieren, als er in der südchinesischen See durch das amerikanische U-Boot USS Grouper torpediert und versenkt wird. Beim Untergang des Schiffs sterben 842 Gefangene und etwa 60 japanische Soldaten.
10. Okt. 1942 Duchess of Atholl 5 Die Duchess of Atholl (20.119 BRT), ein Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wird ohne Geleitschutz fahrend 200 Seemeilen nordöstlich von Ascension im Südatlantik von dem deutschen U-Boot U 178 durch zwei Torpedo versenkt. Nach einem Fangschuss drei Stunden nach dem ersten Treffer sinkt das getroffene Schiff. Durch den ersten Torpedoeinschlag sterben fünf Besatzungsmitglieder. Alle anderen 827 Passagiere, Besatzungsmitglieder und Kanoniere werden von der Corinthian aufgenommen und nach Freetown (Sierra Leone) gebracht.
10. Okt. 1942 Orcades 48 Der ohne Geleitschutz fahrende britische Truppentransporter Orcades (23.456 BRT), auf dem Weg von Suez nach Großbritannien, wird im Südatlantik, etwa 280 Seemeilen nordwestlich von Kapstadt, von dem deutschen U-Boot U 172 attackiert und durch insgesamt sieben Torpedotreffer (einer davon ein Blindgänger) versenkt. Von den 1.017 Passagieren, Crewmitgliedern und Kanonieren an Bord verlieren 48 ihr Leben. Die Überlebenden werden am 12. Oktober von dem polnischen Frachter Narwik gerettet. Die Orcades ist eines der größten alliierten Schiffe, welches im Zweiten Weltkrieg durch Feindeinwirkung in Verlust gerät.
11./12. Okt. 1942 Furutaka 110 Der japanische Schwere Kreuzer Furutaka (8.100 ts) wird während des Nachtgefechtes bei Cape Esperance (Salomonen) von einer aus vier Kreuzern und fünf Zerstörern bestehenden US-Kampfgruppe beschossen und zwischen 23.50 Uhr und 0.20 Uhr von rund 90 Granaten und einem Torpedo getroffen. Das brennende und zerschossene Schiff muss knapp zwei Stunden später aufgegeben werden und sinkt um 2.28 Uhr. 110 Crewmitglieder kommen ums Leben. 515 Seeleute werden von japanischen Zerstörern geborgen, weitere 114 Mann werden von US-Streitkräften aufgefischt.
14. Okt. 1942 Komet 351 Der deutsche Hilfskreuzer Komet (3.287 BRT) wird während eines Ausbruchsversuchs in den Atlantik im Ärmelkanal, nahe Kap de la Hague, von acht britischen Schnellbooten angegriffen und von dem Schnellboot HMS MTB 236 mit ein oder zwei Torpedos getroffen (?). Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt sehr schnell. Von der Besatzung kann niemand gerettet werden; 351 Mann, darunter der Kommandant, Kapitän zur See Ulrich Brocksien, gehen mit dem Schiff unter. Die britische Funkaufklärung hatte zuvor von dem Vorhaben der Deutschen erfahren, einen Handelsstörer in den Atlantik ausbrechen zu lassen, weswegen gezielte Gegenmaßnahmen hatten eingeleitet werden können.
14. Okt. 1942 Caribou 136 Die 2.222 BRT große kanadische Fähre Caribou, die an der Küste von Neufundland und Nova Scotia im regelmäßigen Passagierverkehr tätig ist, wird in der Cabotstraße vor Channel Head von dem deutschen U-Boot U 69 torpediert und sinkt in fünf Minuten. 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, darunter dutzende Frauen und Kinder. Es handelt sich um eines der größten Desaster Neufundlands während des Zweiten Weltkriegs und das bisher schwerste Schiffsunglück in der Cabotstraße.
21. Okt. 1942 Palatia 954 Der deutsche Frachter Palatia (3.974 BRT), mit 999 sowjetischen Kriegsgefangenen und 135 deutschen Wachsoldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Kristiansand (Norwegen) nach Narvik, wird etwa acht Seemeilen vor dem Hafen von Kristiansand von einem neuseeländischen Handley Page Hampden-Torpedobomber der 489. Squadron der Royal Air Force angegriffen und sinkt nach einem Lufttorpedotreffer. Da das Schiff schnell sinkt und zudem hoher Wellengang herrscht, kommen die meisten Personen an Bord ums Leben. Insgesamt sterben 954 Menschen, nur 180 Überlebende werden von Küstenfahrzeugen gerettet.
27. Okt. 1942 USS Hornet 111 Der amerikanische Flugzeugträger USS Hornet (19.900 ts) wird während der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln von Flugzeugen der japanischen Träger Shōkaku, Junyō und Zuikaku angegriffen und von drei Bomben getroffen. Zudem stürzen zwei abgeschossene japanische Flugzeuge auf das Schiff und explodieren. Die USS Hornet gerät in Brand und muss kurze Zeit später aufgegeben werden. Das verlassene Wrack wird in den Morgenstunden des 27. Oktober, nachdem Selbstversenkungsabsichten der Amerikaner ohne Erfolg geblieben waren, von japanischen Zerstörern aufgefunden und mit vier Torpedoschüssen versenkt. Insgesamt kommen 111 Crewangehörige durch die Luftangriffe ums Leben, etwa 2.500 Mann können gerettet werden.
29. Okt. 1942 Abosso 362 Das uneskortierte britische Motorschiff Abosso (11.330 BRT) wird, mit 183 Besatzungsmitgliedern und 210 Passagieren an Bord und auf dem Weg nach Liverpool, rund 600 Seemeilen nordwestlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 575 mit mehreren Torpedos angegriffen und versenkt. Nur eines der Rettungsboote entkommt. Die 31 Menschen darin sind die einzigen Überlebenden; sie werden drei Tage nach der Versenkung von einer britischen Korvette geborgen.
29. Okt. 1942 Bic Island 165 Der kanadische Frachter Bic Island (3.921 BRT), ein Nachzügler des von Halifax nach Liverpool laufenden Konvois HX-212, der zuvor insgesamt 121 Überlebende von den ebenfalls von U-Booten versenkten Frachtschiffen Gurney E. Newlin und Sourabaya aufgenommen hatte, wird südwestlich des Rockall-Felsens von dem deutschen U-Boot U 224 in stürmischem Wetter torpediert und versenkt. Von den 165 Menschen an Bord (36 Crewangehörige, acht Kanoniere und 121 Schiffbrüchige) überlebt niemand.
29. Okt. 1942 Kosmos II 33 Während der Schlacht um den Geleitzug HX-212 versenkt das deutsche U-Boot U 624 etwa 600 Seemeilen südöstlich von Kap Farvel das große norwegische Walfangfabrikschiff Kosmos II (16.966 BRT). Das Schiff, ein einzeln fahrender Nachzügler des Konvois, sinkt nach zwei Torpedotreffern. 33 Seeleute finden dabei den Tod, 117 Mann überleben. Die Kosmos II ist das größte norwegische Schiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wird.
30. Okt. 1942 Président Doumer 260 Nordöstlich von Madeira versenkt das deutsche U-Boot U 604 den in britischen Diensten stehenden freifranzösischen Truppentransporter Président Doumer (11.898 BRT). Das Schiff, beladen mit 345 Soldaten und Seeleuten und Teil des Konvois SL-125, wird von einem Torpedo getroffen und sinkt in nur zehn Minuten. Da zum Zeitpunkt des Untergangs ein starker Sturm tobt, können nur wenige Rettungsboote zu Wasser gelassen werden. Zudem bricht unter den Menschen an Bord Panik aus, was dazu führt, dass viele im Chaos über Bord springen und ertrinken. Insgesamt sterben 260 Seeleute und Soldaten, nur 85 Menschen überleben und werden von anderen alliierten Schiffen geborgen.
01. Nov. 1942 Mendoza 150 Der britische Truppentransporter Mendoza (8.285 BRT), ein ehemaliges französisches Passagierschiff, wird bei Durban von dem deutschen U-Boot U 178 durch zwei Torpedos versenkt. 28 Besatzungsmitglieder und 122 Soldaten kommen ums Leben. 256 Menschen überleben.
02. Nov. 1942 Zaandam 134 Das Motorschiff Zaandam (10.909 BRT) der niederländischen Holland-America Line wird, mit 112 Besatzungsmitgliedern, 18 Artilleristen und 169 Passagieren sowie Fracht an Bord auf dem Weg nach New York, etwa 300 Seemeilen vor der brasilianischen Küste ohne Vorwarnung von dem deutschen U-Boot U 174 angegriffen und durch zwei Torpedos versenkt. 134 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, 165 Menschen überleben. Ein Floß mit drei Überlebenden wird erst 84 Tage nach der Versenkung entdeckt.
03./04. Nov. 1942 Hatimura und U 132 4 + 47 Im Nordatlantik, etwa 500 Seemeilen südöstlich von Kap Farvel, torpediert das deutsche U-Boot U 132 in einem Nachtangriff den zum Konvoi SC-107 gehörenden britischen Frachter Hatimura (6.690 BRT), wobei vier Mann der Schiffscrew getötet werden. Die restliche Crew des Dampfers (86 Mann) kann sich in die Beiboote retten. Das mit 450 Tonnen TNT und Munition beladene Schiff gerät in Brand, sinkt aber vorerst nicht. Als U 132 zum Schiff aufschließt, um es mit dem Deckgeschütz zu versenken, wird die Hatimura von einer verheerenden Explosion zerfetzt und sinkt innerhalb weniger Sekunden. Herumfliegende Trümmer treffen jedoch auch das nahe stehende U-Boot und bringen es zum Sinken. Mit U 132 geht die gesamte Besatzung von 47 Mann unter. Anmerkung: Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich auch im Ersten Weltkrieg, als das deutsche U-Boot SM U 28 vor dem Nordkap den Munitionsfrachter Olive Branch versenkte (s. 2. September 1917).
06. Nov. 1942 City of Cairo 104 Das britische Passagierschiff City of Cairo (8.034 BRT) wird vor der westafrikanischen Küste von dem deutschen U-Boot U 68 torpediert und versenkt. Die Rettungsboote verlieren sich im Atlantik, das letzte wird erst 51 Tage später gefunden. Von 311 Menschen an Bord sterben dabei 104.
08. Nov. 1942 Primauguet 45 Während der alliierten Landung in Nordwestafrika geraten die alliierten Verbände mit den dort stationierten vichy-französischen Seestreitkräften ins Gefecht. Dabei schießen das amerikanische Schlachtschiff USS Massachusetts und der Schwere Kreuzer USS Augusta vor dem Hafen von Casablanca den vichy-französischen Leichten Kreuzer Primauguet (7.249 ts) zum Wrack. Das Schiff gerät in Brand, strandet und wird zum Totalverlust. Durch den Beschuss werden 45 Mann getötet, darunter auch der Kommandant, Capitaine De Vaisseau Leon J. M. Mercier, und etwa 200 Seeleute verwundet. Insgesamt etwa 500 Mann können sich ans Ufer retten.
10. Nov. 1942 HMS Martin 161 85 Seemeilen nordöstlich von Algier wird der britische Zerstörer HMS Martin (1.920 ts) von dem deutschen U-Boot U 431 attackiert und durch einen Fächer aus drei Torpedos versenkt. Das zur Sicherung der alliierten Landungsverbände vor Nordafrika eingesetzte Schiff explodiert sofort und sinkt innerhalb weniger Minuten. 161 Crewangehörige finden dabei den Tod, nur 63 Mann überleben.
11. Nov. 1942 Joseph Hewes ≈ 100 Auf der Reede von Fedala (Marokko) versenkt das deutsche U-Boot U 173 den amerikanischen Truppentransporter USS Joseph Hewes (9.359 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff sinkt innerhalb von 25 Minuten und reißt rund 100 Soldaten und Crewangehörige mit in die Tiefe. 258 Menschen werden von Hafenfahrzeugen gerettet.
12. Nov. 1942 USS Edward Rutledge und USS Tasker H. Bliss und USS Hugh L. Scott 74 Das deutsche U-Boot U 130 dringt in den frühen Abendstunden des 12. November auf die Reede von Fedala (Marokko) vor und greift die dort liegende alliierte Landungsflotte an. Das U-Boot versenkt durch insgesamt fünf Torpedoschüsse nacheinander die großen amerikanischen Truppentransporter USS Edward Rutledge (9.360 BRT), USS Tasker H. Bliss (12.568 BRT) und USS Hugh L. Scott (12.479 BRT). Da die Transporter bereits zuvor entladen worden waren, kommen nur 74 Soldaten und Seeleute ums Leben. Es sind dies die schwersten Verluste der United States Navy unter Transport- und Landungsschiffen bei einem einzelnen Unternehmen und an einem einzigen Tag während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Ein später deswegen eingesetzter Untersuchungsausschuss der amerikanischen Marine kann nicht zur Sicherheit erklären, wie es U 130 gelungen ist, diesen Angriff letztlich durchzuführen, da die Transporter zum Zeitpunkt der Attacke von rund 20 Zerstörern und Wachschiffen gesichert wurden und zudem die Reede von Fedala nur maximal etwa 25 Meter tief war.
12. Nov. 1942 HMS Hecla 279 Westlich von Gibraltar wird das große britische Zerstörer-Mutterschiff HMS Hecla (10.850 ts) von dem deutschen U-Boot U 515 durch insgesamt fünf Torpedotreffer versenkt, welche über einen Zeitraum von rund zwei Stunden bei mehreren Angriffen erzielt werden. Das Schiff sinkt schließlich gegen 2.15 Uhr nachts. In der Dunkelheit und wegen der U-Boot-Bedrohung können die Eskortschiffe die Menschen an Bord jedoch nur langsam aufnehmen, weswegen viele mit der HMS Hecla untergehen. Insgesamt sterben 279 Seeleute und Techniker. 568 Überlebende werden von dem britischen Zerstörer HMS Venomous und anderen Begleitfahrzeugen gerettet.
13. Nov. 1942 Hr. Ms. Isaac Sweers 108 Nordwestlich von Algier versenkt das deutsche U-Boot U 431 den holländischen Zerstörer Hr. Ms. Isaac Sweers (1.628 ts). Das zur Sicherung der alliierten Landungsverbände vor Nordafrika eingesetzte Schiff wird von zwei Torpedos getroffen und sinkt innerhalb von zehn Minuten. 108 Mann gehen mit dem Zerstörer unter, 86 Überlebende werden von dem britischen Trawler HMS Loch Oskaig gerettet.
13. Nov. 1942 USS Juneau 683 Der von der Seeschlacht von Guadalcanal zurückkehrende, bereits während des Nachtgefechtes durch einen Torpedotreffer erheblich beschädigte amerikanische Flugabwehrkreuzer USS Juneau (6.718 ts) wird südöstlich von Savo Island von dem japanischen U-Boot I-26 nochmals torpediert. Der Torpedo trifft eine Munitionskammer, deren Explosion den Kreuzer in zwei Teile sprengt. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Sekunden. Mit dem Schiff gehen 683 Seeleute unter, darunter auch die fünf Sullivan-Brüder. Nur zehn Mann überleben. Als Folge des Todes der fünf Geschwister ruft die US-Regierung die sogenannte Sole Survivor Policy ins Leben.
13. Nov. 1942 Atlanta 172 Der amerikanische Flugabwehrkreuzer Atlanta (6.718 ts) wird nach der Seeschlacht von Guadalcanal nahe Lunga Point (Guadalcanal) von der eigenen Crew durch Sprengladungen versenkt. Zuvor war der Kreuzer im verworrenen Nachtgefecht durch 35,6-cm-Granaten des japanischen Schlachtschiffes Hiei und einen Torpedotreffer sowie durch irrtümlichen Beschuss mit 20,3-cm-Granaten durch den amerikanischen Schweren Kreuzer San Francisco schwer beschädigt worden. 172 Besatzungsangehörige, darunter auch Konteradmiral Norman Scott, waren während des Nachtgefechtes getötet worden.
13. Nov. 1942 Hiei 188 Das japanische Schlachtschiff Hiei (32.600 ts), im Nachtgefecht bei Guadalcanal durch rund 85 12,7-cm- und 20,3-cm-Granattreffer amerikanischer Kreuzer und Zerstörer erheblich beschädigt, wird in den Nachmittagsstunden des 13. November, nachdem das Schiff bei amerikanischen Luftangriffen nochmals von drei 454-Kilogramm-Bomben und zwei Lufttorpedos getroffen worden war, von der eigenen Besatzung aufgegeben. Das manövrierunfähige Schiff sinkt in den Abendstunden vermutlich etwa sieben Seemeilen nordnordöstlich von Savo Island, wobei der genaue Untergangsort allerdings nicht bekannt ist. 188 Mann waren während des Nachtgefechts und bei den Luftangriffen gefallen. Rund 1.200 Mann werden gerettet. Wegen der Selbstversenkung muss sich später der Kommandant, Kaigun-Taisa Masao Nishida, vor einem Kriegsgericht verantworten; er erhält nie wieder ein Kommando.
14. Nov. 1942 Scillin 952 Der italienische Frachter Scillin (1.579 BRT) transportiert 814 alliierte Kriegsgefangene von Nordafrika nach Italien. An Bord sind zudem 201 italienische Seeleute und Soldaten. Das britische U-Boot HMS Sahib torpediert und versenkt das Schiff nördlich von Sizilien, etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Milazzo. 787 Kriegsgefangene und 165 Italiener finden dabei den Tod. Das U-Boot kann lediglich 63 Schiffbrüchige aufnehmen und retten.[1]
14. Nov. 1942 Warwick Castle 114 Etwa 200 Seemeilen nordwestlich der Küste Portugals versenkt das deutsche U-Boot U 413 den großen britischen Truppentransporter Warwick Castle (20.107 BRT) mit drei Torpedotreffern. Der zum Konvoi MKF-1 gehörende ehemalige Luxusliner sinkt mit 114 Menschen an Bord. 314 Seeleute werden von Sicherungsschiffen gerettet.
14. Nov. 1942 Narkunda 31 Nach dem Landen alliierter Truppen in Bougie (Algerien) im Rahmen der Operation Torch wird der Truppentransporter Narkunda (16.227 BRT), ein früheres Passagierschiff der britischen Reederei P&Om von deutschen Flugzeugen bombardiert und versenkt. 31 Männer kommen um.
15. Nov. 1942 Kirishima 212 Während des zweiten Nachtgefechtes bei Guadalcanal wird das japanische Schlachtschiff Kirishima (32.670 ts) von der Artillerie des amerikanischen Schlachtschiffes Washington schwer getroffen und sinkt. Die Kirishima erhält mindestens neun 40,6-cm-Treffer und schätzungsweise 35 bis 40 12,7-cm-Treffer, gerät in Brand und sinkt etwa drei Stunden nach dem Kampf, gegen 3.25 Uhr. 212 Besatzungsangehörige finden dabei den Tod, rund 1.100 Mann werden von Begleitschiffen gerettet.
15. Nov. 1942 HMS Avenger 514 In den frühen Morgenstunden des 15. November attackiert das deutsche U-Boot U 155 etwa 120 Seemeilen nordwestlich von Gibraltar den alliierten Konvoi MKF-1Y. Einer der Torpedos von U 155 trifft dabei den britischen Geleitflugzeugträger HMS Avenger (15.120 ts) und bringt dessen Bombenmagazin zur Explosion. Der Träger wird von einer gewaltigen Explosion zerrissen und sinkt innerhalb von nur zwei Minuten. Mit dem Schiff gehen der Kommandant, Captain Anthony P. Colthurst, und 513 Seeleute unter. Nur zwölf Mann überleben und werden von Sicherungsfahrzeugen gerettet.
23. Nov. 1942 Tilawa 280 Der Passagier- und Frachtdampfer Tilawa (10.006 BRT) der British India Steam Navigation Company wird etwa 900 Seemeilen nordnordöstlich der Seychellen, auf dem Weg von Bombay (Indien) nach Durban (Südafrika), von dem japanischen U-Boot I 29 durch zwei Torpedos versenkt. Von den 548 Menschen an Bord kommen 28 Besatzungsmitglieder und 252 Passagiere ums Leben.
28. Nov. 1942 Nova Scotia 858 Der britische Truppentransporter Nova Scotia (6.796 BRT), auf dem Weg von Aden nach Durban und mit rund 780 italienischen Zivilinternierten sowie 270 Soldaten und Crewangehörigen an Bord, wird nordöstlich von Lourenço Marques von dem deutschen U-Boot U 177 mit drei Torpedotreffern versenkt. Als man an Bord von U 177 die Tragweite der Torpedierung erkennt, erbittet der Kommandant des U-Bootes, Kapitänleutnant Robert Gysae, in einem Funkspruch an den BdU weitere Instruktionen. Gemäß dem Laconia-Befehl erhält Gysae aber die Order, seine Feindfahrt ungeachtet der zahlreichen Schiffbrüchigen fortzusetzen und keine Rettungsvorhaben zu unternehmen. Erst einige Tage später kann die portugiesische NRP Afonso de Albuquerque 192 Überlebende bergen. Zwei Italiener waren von U 117 aufgenommen worden. Insgesamt sterben 858 Menschen, darunter schätzungsweise 650 italienische Internierte.
30. Nov. 1942 USS Northampton 50 Während des Nachtgefechtes bei Tassafaronga wird der amerikanische Schwere Kreuzer USS Northampton (9.050 ts) vom japanischen Zerstörer Oyashio mit zwei Torpedos getroffen und schwer beschädigt. Die Treffer zerstören die Kesselräume und die Bordstromversorgung, weswegen das Schiff langsam voll Wasser läuft. Drei Stunden nach dem Gefecht kentert der Kreuzer und sinkt. 50 Crewangehörige gehen mit dem Schiff unter, etwa 800 Mann können von US-Zerstörern gerettet werden.
30. Nov. 1942 Llandaff Castle 3 Südöstlich von Lourenço Marques (heute Maputo) vor der Küste Mosambiks versenkt das deutsche U-Boot U 177 den ohne Geleitschutz fahrenden britischen Passagierdampfer Llandaff Castle (10.799 BRT) der Union-Castle Line mit vier Torpedos. Das Schiff war mit 159 Besatzungsmitgliedern, vier Kanonieren und 150 Passagieren, darunter Frauen und Kinder, auf dem Weg von Daressalem nach Durban. Drei Crewmitglieder kommen ums Leben. Der U-Boot-Kommandant fragt die Überlebenden nach dem Namen des Schiffs, was diese mit Hardship und Queen Mary beantworten. Sie werden zwei Tage später von einem Geleitzerstörer aufgenommen und nach Durban gebracht.
02. Dez. 1942 Coamo 186 Etwa 150 Seemeilen westlich der irischen Südküste versenkt das deutsche U-Boot U 604 den amerikanischen Fracht- und Passagierdampfer Coamo (7.057 BRT) durch einen Torpedotreffer. Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois MKF-3, sinkt innerhalb von nur fünf Minuten und reißt 133 Crewangehörige, 16 Passagiere und 37 Kanoniere mit in die Tiefe. Es gibt keine Überlebenden. Es ist der schwerste Einzelverlust der amerikanischen Handelsmarine, gemessen an der Zahl der umgekommenen Angehörigen der Handelsmarine während des Zweiten Weltkrieges, welcher durch Feindeinwirkung verursacht wurde.
07. Dez. 1942 Ceramic 655 Der britische Passagierdampfer Ceramic (18.713 BRT), ein Nachzügler des Konvois ON-149, wird westlich der Azoren von dem deutschen U-Boot U 515 mit fünf Torpedos versenkt. Während des Untergangs tobt ein starker Sturm, weswegen alle Rettungsboote kentern oder nach und nach im Atlantik versinken. Von den 656 Passagieren und Besatzungsmitgliedern, darunter auch 214 Angehörige der Royal Navy und 30 Krankenschwestern des Queen Alexandra’s Imperial Military Nursing Service (QAIMNS), wird nur ein einziger Überlebender von dem U-Boot gerettet und nach Frankreich gebracht.
20. Dez. 1942 Otina 60 Vor der Westküste Irlands versenkt das deutsche U-Boot U 621 den britischen Tanker Otina (6.217 BRT). Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois ON-153, gerät nach dem Torpedotreffer in Brand und sinkt innerhalb von etwa 40 Minuten. Alliierte Rettungsschiffe können die Position des Havaristen allerdings nicht mehr rechtzeitig erreichen, weswegen die gesamte Crew von 60 Mann mit dem Schiff versinkt.
22. Dez. 1942 Strathallan 16 Etwa zwölf Seemeilen vor dem Hafen von Oran sinkt der britische Truppentransporter Strathallan (23.722 BRT). Das ursprünglich zum Konvoi KMF-5 gehörende große Passagierschiff war am Vortag von dem deutschen U-Boot U 562 mit einem Torpedo getroffen und erheblich beschädigt worden und hatte sich im Schlepp eines Zerstörers befunden. Von den 5.122 Besatzungsmitgliedern, Soldaten und Krankenschwestern können die meisten von Begleitfahrzeugen gerettet werden. Fünf Royal Air Force-Männer, sechs Besatzungsmitglieder und fünf Krankenschwestern kommen ums Leben. Die Strathallan ist nach der Empress of Britain das größte alliierte Schiff, welches im Zweiten Weltkrieg durch einen deutschen U-Boot-Angriff verloren ging.
30. Dez. 1942 HMS Fidelity 369 Nordwestlich der Azoren versenkt das deutsche U-Boot U 435 das ohne Eskorte fahrende britische Special Service Vessel HMS Fidelity (2.456 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Der bewaffnete Frachter, der zudem als Rettungsschiff für die Crews torpedierter Schiffe diente, hatte sich am 28. Dezember wegen Maschinenproblemen von dem Konvoi ON-154 getrennt. Nach der Torpedierung explodiert ein Teil der mitgeführten Munition und das Schiff sinkt in nur zwei Minuten. Mit der HMS Fidelity gehen 369 britische Seeleute und Soldaten, darunter 51 Royal Marines, sowie die zwei kleinen Landungsboote HMS LCV-752 und HMS LCV-754 unter. Unter den Toten sind auch 44 Crewangehörige des am Vortag von U 435 versenkten britischen CAM-Schiffes Empire Shackleton, welche von der HMS Fidelity geborgen worden waren. Nur zehn Überlebende, einer davon von der Empire Shackleton, werden später von kanadischen Kriegsschiffen gerettet.
31. Dez. 1942 HMS Achates 113 Der britische Zerstörer HMS Achates (1.350 ts) wird während der Schlacht um den Konvoi JW-51B von deutschen Kreuzern und Zerstörern angegriffen und während der sich daraus entwickelnden Schlacht in der Barentssee durch Artilleriefeuer versenkt. 113 Mann gehen mit dem Schiff unter, rund 80 werden gerettet.
31. Dez. 1942 HMS Bramble 121 Das britische Hochsee-Minensuchboot HMS Bramble (815 ts) wird während der Schlacht in der Barentssee von dem deutschen Schweren Kreuzer Admiral Hipper im Schneetreiben überrascht und durch mehrere Salven aus den 20,3-cm-Geschützen innerhalb kurzer Zeit zusammengeschossen und versenkt. Mit der HMS Bramble geht die gesamte Crew von 121 Mann unter. Es gibt keine Überlebenden.
31. Dez. 1942 Friedrich Eckoldt 325 Während der Schlacht in der Barentssee versenkt der britische Leichte Kreuzer HMS Sheffield den deutschen Zerstörer Friedrich Eckoldt (2.171 ts). Das Schiff wird von dem Kreuzer in der hereinbrechenden Dunkelheit überrascht und durch Artilleriebeschuss auf eine Distanz von nur etwa 1.000 Metern innerhalb von fünf Minuten versenkt. Mit dem Zerstörer geht die gesamte Crew von 325 Mann unter.

1943[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
01. Jan. 1943 Arthur Middleton 78 Vor dem Hafen von Casablanca versenkt das deutsche U-Boot U 73 den zum Konvoi UGS-3 gehörenden amerikanischen Frachter Arthur Middleton (7.176 BRT). Das mit Munition und Sprengstoffen beladene Schiff fliegt nach zwei Torpedotreffern sofort in die Luft und sinkt innerhalb von einer Minute. Von den 81 Crewangehörigen überleben nur drei Mann; sie springen vom Heck des Schiffes ins Meer und werden später von einem britischen Zerstörer gerettet.
07. Jan. 1943 HMT Benalbanach 410 Der britische Truppentransporter HMT Benalbanach (7.153 BRT), Teil des von der Clyde-Mündung nach Bône (Algerien) laufenden Konvois KMS-6 und mit 389 Soldaten und 74 Crewmitgliedern an Bord, wird vor Bougie von deutschen Heinkel He 111-Torpedobombern angegriffen. Der Dampfer wird von zwei Lufttorpedos getroffen und explodiert sofort, da die Torpedos die Munitions- und Treibstoffladung treffen. Mit dem Transporter gehen 353 Soldaten und 57 Seeleute unter, nur 53 Überlebende können von Sicherungsfahrzeugen gerettet werden.
26. Jan. 1943 Buyo Maru 282 Vor der Ostküste von Papua-Neuguinea, etwa 90 Seemeilen nördlich von Wewak, versenkt das amerikanische U-Boot USS Wahoo den japanischen Frachter Buyo Maru (5.447 BRT) durch zwei Torpedotreffer. An Bord des Schiffes befinden sich rund 900 indische Kriegsgefangene und etwa 230 japanische Soldaten und Seeleute, von denen etwa 180 bei der Torpedierung umkommen. Nach dem Untergang taucht das U-Boot auf und beschießt die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen fast eine Stunde lang mit dem Bordgeschütz und Maschinengewehren. Schätzungsweise 100 weitere Personen kommen dadurch zu Tode. Danach läuft das U-Boot vom Versenkungsort ab. Am nächsten Tag kann ein japanisches Schiff noch rund 800 Überlebende retten. Insgesamt kommen 282 Menschen ums Leben. Der Kommandant von USS Wahoo, Commander Dudley Walker Morton, wird später nicht für das Kriegsverbrechen, Schiffbrüchige beschossen zu haben, zur Rechenschaft gezogen. Er stirbt im Oktober 1943, als sein U-Boot in der La-Pérouse-Straße versenkt wird.
30. Jan. 1943 USS Chicago 62 Während des Luft- und Seegefechtes bei Rennell Island versenken japanische Mitsubishi G4M-Torpedobomber den amerikanischen Schweren Kreuzer USS Chicago (9.300 ts). Das Schiff wird zunächst am 29. Januar während eines japanischen Nachtangriffs von zwei Lufttorpedos getroffen und stark beschädigt. Am Abend des 30. Januar, der Kreuzer befindet sich im Schlepp, erfolgt ein neuerlicher Angriff in der Dämmerung, in dessen Verlauf die Japaner vier weitere Treffer mit Lufttorpedos erzielen können. Die USS Chicago sinkt daraufhin nahe der Rennell-Inseln (Salomonen), etwa 110 Seemeilen südlich von Guadalcanal. 62 Mann gehen mit dem Kreuzer unter, 1.049 Besatzungsangehörige werden gerettet.
01. Feb. 1943 HMS Welshman 164 Etwa 35 Seemeilen nordöstlich von Tobruk versenkt das deutsche U-Boot U 617 den von Malta nach Alexandria laufenden britischen Minenkreuzer HMS Welshman (2.650 ts). Das Schiff, welches unter anderem eine nicht genau bekannte Zahl von Zivilisten und rund 40 verwundete alliierte Piloten von Malta nach Ägypten hätte transportierten sollen, wird gegen 17.45 Uhr von zwei Torpedos getroffen und sinkt nach einer Folgeexplosion der eigenen Kessel und der mitgeführten Wasserbomben innerhalb von etwa zehn Minuten. Mit dem Kreuzer gehen 155 Crewangehörige, zwei Zivilisten und sieben verwundete Angehörige der Royal Air Force unter. 117 Überlebende können von dem britischen Geleitzerstörer HMS Belvoir gerettet werden.
03. Feb. 1943 Dorchester 675 Der amerikanische Truppentransporter Dorchester (5.649 BRT), Teil des von St. John’s nach Narsarsuaq (Grönland) laufenden Konvois SG-19 und mit 904 Soldaten, Besatzungsangehörigen und Passagieren an Bord, wird etwa 150 Seemeilen westlich von Kap Farvel von dem deutschen U-Boot U 223 torpediert und versenkt. Das Schiff wird von einem Torpedo getroffen und sinkt innerhalb von etwa 35 Minuten. Obwohl die US-Küstenwachschiffe USS Escanaba und USS Comanche schnell die Position des Havaristen erreichen und Schiffbrüchige aufnehmen, gehen 675 Menschen mit dem Schiff unter. Viele hatten bis zuletzt an Bord ausgeharrt, da sie nicht mit dem Sinken des Transporters gerechnet hatten, und werden schließlich von der in der letzten Phase des Untergangs schnell sinkenden Dorchester mit in die Tiefe gerissen. Nur 229 Menschen, darunter 135 GI's, überleben die Katastrophe.
05. Feb. 1943 West Portal 77 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen südlich von Grönland, versenkt das deutsche U-Boot U 413 den amerikanischen Frachter West Portal (5.376 BRT) durch insgesamt drei Torpedotreffer. Das Schiff, ein Nachzügler des Konvois SC-118, sinkt innerhalb weniger Minuten. Von der aus 77 Seeleuten und Kanonieren bestehenden Crew überlebt niemand, da von den Rettungsschiffen des Konvois wegen der U-Boot-Gefahr keines umkehrt.
07. Feb. 1943 Henry R. Mallory 272 Etwa 600 Seemeilen südsüdwestlich von Island wird der amerikanische Truppentransporter Henry R. Mallory (6.063 BRT), Teil des von Halifax nach Reykjavík laufenden Konvois SC-118 und mit 494 Soldaten und Crewangehörigen an Bord, von dem deutschen U-Boot U 402 in stürmischem Wetter torpediert. Das Schiff sinkt innerhalb von 30 Minuten. Da mehrere Rettungsboote zerstört werden oder in den hohen Wellen kentern und zudem die übrigen Schiffe des Geleitzuges im schlechten Wetter nichts vom Untergang erfahren, kommen 272 Soldaten und Seeleute ums Leben. Erst vier Stunden nach dem Untergang retten US-Küstenwachschiffe insgesamt 222 Überlebende.
04. Mär. 1943 City of Pretoria 145 Das uneskortierte britische Passagierschiff City of Pretoria (8.049 BRT) wird im Nordatlantik, nordwestlich der Azoren, von dem deutschen U-Boot U 172 torpediert und versenkt. Von den 114 Besatzungsmitgliedern, 24 Artilleristen und sieben Passagieren überlebt niemand.
11. Mär. 1943 U 444, Harvester und U 432 41 + 183 + 26 Während der Kämpfe um den Nordatlantik-Konvoi HX-228 rammte der britische Zerstörer Harvester (1.340 ts) in den Morgenstunden des 11. März das deutsche U-Boot U 444 und versenkte es, wobei 41 Mann mit dem U-Boot untergingen; nur fünf Crewmitglieder von U 444 überlebten. Der Zerstörer wurde allerdings durch den Rammstoß schwer beschädigt und blieb manövrierunfähig liegen. In diesem Zustand wurde das Schiff nur etwa vier Stunden später von dem deutschen U-Boot U 432 gesichtet und durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Der Zerstörer brach auseinander und sank mit 183 Seeleuten an Bord, nur 60 Mann wurden etwa eine Stunde später von der freifranzösischen Korvette Aconit gerettet. Beim Ablaufen entdeckte die Korvette jedoch mit Radar das noch in der Nähe stehende U-Boot U 432, verfolgte es und versenkt es schließlich ebenfalls durch Rammstoß. Hierbei starben 26 weitere deutsche Seeleute, 20 Mann überlebten und wurden von den Franzosen geborgen.
13. Mär. 1943 Empress of Canada 392 Der britische Truppentransporter Empress of Canada (21.517 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wird ohne Geleitschutz fahrend 400 Seemeilen südlich von Cape Palmas im Südatlantik von dem italienischen U-Boot R. Smg. Leonardo da Vinci zweimal torpediert und sinkt innerhalb von 20 Minuten. An Bord waren 1.346 Menschen, darunter 499 italienische Kriegsgefange sowie polnische und griechische Flüchtlinge. 392 Menschen sterben, darunter 44 Crewangehörige und rund 300 Italiener.
17. Mär. 1943 Harry Luckenbach 80 Der amerikanische Frachter Harry Luckenbach (6.366 BRT), Teil des Geleitzugs HX 229, wird etwa 400 Seemeilen südsüdöstlich von Kap Farvel von dem deutschen U-Boot U 91 torpediert und versenkt. Die Crew kann sich zwar in die Beiboote retten, doch werden die Rettungsboote in schlechtem Wetter und infolge von Kommunikationsfehlern von den Begleitschiffen des Konvois nicht gefunden. Die gesamte Besatzung der Harry Luckenbach, 54 Seeleute und 26 Kanoniere und Wachsoldaten, kommt in den Weiten des Atlantik um.
18. Mär. 1943 Canadian Star 34 Das amerikanische Passagier- und Frachtschiff Canadian Star (8.293 BRT), Teil des Konvois HX-229 und auf Station 23 fahrend, wird südöstlich von Kap Farvel von zwei Torpedos des deutschen U-Boots U 221 getroffen und sinkt innerhalb von 20 Minuten. Die Torpedos waren eigentlich für den auf Station 21 fahrenden Frachter Walter Q. Gresham gedacht gewesen. Die Canadian Star war mit Passagieren und Fracht auf dem Weg von New York nach Liverpool. 34 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, die 54 Überlebenden werden von zwei Korvetten geborgen und nach Gourock gebracht.
27. Mär. 1943 City of Guildford 129 Das Passagier- und Frachtschiff City of Guildford (5.157 BRT) der britischen Ellerman Lines, mit Munition und Flugzeugteilen auf dem Weg von Alexandria nach Tripolis, wird bei Darna von dem deutschen U-Boot U 593 (Kapitänleutnant Gerd Kelbling) mit drei Torpedos versenkt. 70 Besatzungsmitglieder, elf Kanoniere und 48 Passagiere sterben. Nur 13 Menschen überleben, darunter der Kapitän des Schiffs. Sie werden von dem britischen Geleitzerstörer HMS Exmoor aufgenommen und nach Bengasi gebracht.
02. Apr. 1943 Melbourne Star 114 Etwa 480 Seemeilen südöstlich von Bermuda wird das britische Motorschiff Melbourne Star (11.076 BRT) der Blue Star Line von zwei Torpedos des deutschen U-Boots U 129 getroffen, explodiert und sinkt innerhalb von zwei Minuten. Nur vier Besatzungsmitglieder überleben. 72 Besatzungsmitglieder, alle elf Artilleristen und alle 31 Passagiere kommen ums Leben. Die Überlebenden werden erst nach 38 Tagen gefunden.
11. Apr. 1943 Edward B. Dudley 69 Im Nordatlantik, etwa 300 Seemeilen östlich von Neufundland, versenkt das deutsche U-Boot U 615 den amerikanischen Frachter Edward B. Dudley (7.177 BRT) durch vier Torpedotreffer. Das mit Munition beladene Schiff explodiert sofort und sinkt innerhalb von Sekunden. Von der 69 Mann starken Crew überlebt niemand. Da der Transporter, der sich am 5. April wegen Maschinenproblemen von dem Konvoi HX-232 getrennt hatte, ohne Begleitschiffe fuhr, erfährt zunächst niemand etwas von seinem Untergang, weswegen er von alliierter Seite als verschollen gemeldet wird. Erst nach Kriegsende klärt sich das Schicksal des Schiffes auf.
19. Apr. 1943 Francesco Crispi ≈ 800 Etwa 18 Seemeilen westlich der Insel Elba versenkt das britische U-Boot HMS Saracen den italienischen Frachter und Truppentransporter Francesco Crispi (7.464 BRT). Das Schiff, mit rund 1.400 Soldaten und Seeleuten an Bord auf dem Weg von Livorno nach Bastia, wird von zwei Torpedos getroffen und sinkt in nur sechs Minuten. Rund 800 Menschen finden den Tod.
20. Apr. 1943 Sidi Bel Abbès 834 Etwa 60 Seemeilen westlich von Oran (Algerien) versenkt das deutsche U-Boot U 565 den freifranzösischen Truppentransporter Sidi Bel Abbès (4.392 BRT). Der zum alliierten Konvoi UGS-7 gehörende Dampfer, beladen mit 907 französischen Kolonialsoldaten aus dem Senegal und auf dem Weg von Casablanca nach Oran, wird von zwei Torpedos getroffen und sinkt in nur acht Minuten. 834 Menschen gehen mit dem Schiff unter. 453 Überlebende werden von britischen Geleitfahrzeugen gerettet.
22. Apr. 1943 Amerika 86 Das dänische Passagier- und Frachtschiff Amerika (10.218 BRT), das seit 1940 unter britischer Flagge für das Ministry of War Transport (MoWT) fährt, wird mit Passagieren, Fracht und Post an Bord südlich von Kap Farvel (Grönland) von dem deutschen U-Boot U 306 mit einem Torpedo versenkt. Es war Teil des Konvois HX-234 und hatte Mitglieder der kanadischen Luftwaffe an Bord. 42 Besatzungsmitglieder, sieben Kanoniere und 37 Passagiere sterben. 54 Menschen, darunter der Kapitän, überleben und werden von einer britischen Korvette an Land gebracht.
27./28. Apr. 1943 Kamakura Maru 2.205 Der japanische Passagierdampfer Kamakura Maru (17.526 BRT), mit 176 Besatzungsangehörigen und 2.494 Passagieren (darunter rund 1.000 Ölarbeiter) an Bord und auf dem Weg von Manila nach Balikpapan, wird in der Nacht des 27./28. April 1943 in der Sulusee, etwa 30 Seemeilen südwestlich von Panay, von dem amerikanischen U-Boot USS Gudgeon durch zwei Torpedotreffer versenkt. Das große Schiff sinkt in nur zwölf Minuten. Da das Schiff allein fuhr, wird es erst vermisst, als es nicht wie geplant in Balikpapan eintrifft. Erst ab dem 2. Mai laufen Suchkräfte aus, welche im Verlauf der folgenden zwei Tage insgesamt nur 28 Besatzungsmitglieder und 437 Passagiere nach und nach von Flößen abbergen können. 2.205 Menschen kommen bei der Versenkung ums Leben. Die Kamakura Maru ist das größte japanische Passagierschiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wird.
01. Mai 1943 Erinpura 942 Der britische Truppentransporter Erinpura (5.143 BRT), Teil des von Alexandria nach Malta laufenden alliierten Konvois MW-27, wird in den Abendstunden des 1. Mai etwa 30 Seemeilen nördlich von Bengasi von deutschen Heinkel He 111-Bombern angegriffen und durch einen Volltreffer mit einer 250-Kilogramm-Bombe versenkt. Das Schiff sinkt in nur vier Minuten. An Bord befinden sich 179 Crewangehörige, elf Kanoniere und 1.025 Soldaten, darunter über 700 Basotho-Soldaten aus Südafrika und 140 jüdische Kriegsfreiwillige aus Palästina. Nur 273 Menschen überleben den Untergang. Unter den 942 Toten sind 663 schwarzafrikanische Soldaten. Die hohe Opferzahl erklärt sich dadurch, dass den Soldaten bei Beginn des Luftangriffes befohlen worden war, unter Deck zu bleiben, um bei Bordwaffenbeschuss die Verluste gering zu halten. Bedingt durch das sehr schnelle Sinken konnten aber nur wenige Soldaten während des Untergangs das Oberdeck wieder erreichen und wurden mit in die Tiefe gerissen.
07. Mai 1943 ZG 3 Hermes 23 Der deutsche Zerstörer ZG 3 Hermes (1414 ts), der einzige Zerstörer der deutschen Kriegsmarine im Mittelmeer, wird vor La Goulette (Tunis) von der eigenen Besatzung versenkt, um das Schiff einer Erbeutung durch die in Tunesien siegreichen Alliierten zu entziehen. Zuvor war das Schiff bei alliierten Luftangriffen schwer beschädigt und bewegungsunfähig bombardiert worden, wobei 23 Besatzungsmitglieder den Tod gefunden hatten.
07./08. Mai 1943 Kagerō und Kuroshio und Oyashio 192 Während der Rückkehr von einem Versorgungsmarsch nach Vila (Kolombangara) geraten die drei japanischen Zerstörer Kagero, Kuroshio und Oyashio (je 2.033 ts) in den Abendstunden des 7. Mai in der Blackett Straße auf eine neu ausgelegte amerikanische Minensperre, die nur etwa 24 Stunden zuvor von vier US-Zerstörern gelegt worden war, und erleiden nacheinander mehrere Treffer. Die Kuroshio sinkt sofort, die beiden anderen Schiffe bleiben schwer beschädigt zunächst noch schwimmfähig, werden aber am 8. Mai von amerikanischen Bombern angegriffen und versenkt. Insgesamt sterben 192 japanische Seeleute, alleine 91 an Bord der Oyashio. Etwa 620 Mann werden von anderen japanischen Zerstörern gerettet.
14. Mai 1943 Centaur 268 Vor der Küste des australischen Bundesstaats Queensland versenkt das japanische U-Boot I-177 das unbewaffnete, nicht eskortierte australische Hospitalschiff AHS Centaur (3.222 BRT) mit einem einzigen Torpedo. Das Schiff geht in Flammen auf und sinkt in drei Minuten. Von den 332 Besatzungsmitgliedern, Ärzten und Krankenschwestern kommen 268 ums Leben. Die 64 Überlebenden werden 36 Stunden später von dem amerikanischen Zerstörer Mugford gerettet und nach Brisbane gebracht. Die Versenkung hat öffentliche Proteste zur Folge, doch Japan weist die Anschuldigungen der australischen und britischen Regierung zurück und lehnt jede Verantwortung dafür ab.
17. Juni 1943 Yoma 484 Nordwestlich von Derna (Libyen) versenkt das deutsche U-Boot U 81 beim Angriff auf den alliierten Konvoi GTX-2 den britischen Truppentransporter Yoma (8.131 BRT). Das Schiff, beladen mit 1.128 britischen und 665 freifranzösischen Soldaten, wird von zwei Torpedos getroffen und sinkt innerhalb von 15 Minuten. 33 Crewangehörige und 451 Soldaten gehen mit dem Transporter unter. Rund 1.480 Überlebende werden von zwei britischen Minensuchbooten und dem Frachter Fort Maurepas gerettet.
06. Juli 1943 USS Helena 168 Der amerikanische Leichte Kreuzer USS Helena (10.000 ts) gerät im Nachtgefecht im Kula-Golf (Salomonen) mit einer aus zehn Zerstörern bestehenden japanischen Kampfgruppe ins Gefecht und wird um 2.00 Uhr nachts innerhalb kurzer Zeit von insgesamt drei Torpedos getroffen. Der Kreuzer zerbricht in zwei Teile und sinkt innerhalb von etwa 15 Minuten. 168 Mann gehen mit dem Schiff unter. Etwa 900 Besatzungsmitglieder werden von US-Zerstörern gerettet.
10. Juli 1943 USS Maddox 210 Der amerikanische Zerstörer USS Maddox (1.646 ts) wird während der alliierten Landung auf Sizilien etwa 16 Seemeilen vor der Küste, nahe Gela, von deutschen Junkers Ju 87-Sturzkampfbombern versenkt. Das Schiff wird von einer 500-Kilogramm-Bombe in die achtere Munitionskammer getroffen, explodiert und sinkt in zwei Minuten. 210 Mann gehen mit dem Zerstörer unter, 74 Crewangehörige überleben.
11. Juli 1943 Duchess of York 34 Der britische Truppentransporter Duchess of York (20.021 BRT), ein ehemaliges Passagierschiff der Canadian Pacific Steamship Company, wird 300 Seemeilen westlich von Vigo (Nordwestspanien) im Konvoi fahrend von drei Focke-Wulf Fw 200 des Kampfgeschwaders 40 bombardiert. Von den über 600 Mann an Bord sterben 34 durch den Angriff. Das schwer beschädigte Schiff ist nicht mehr zu retten und wird am folgenden Tag von dem Zerstörer Douglas durch Torpedos versenkt. Die Duchess of York ist eines der größten von den Deutschen versenkten alliierten Schiffen im Zweiten Weltkrieg.
13. Juli 1943 Jintsū 482 Während des Nachtgefechtes bei Kolombangara wird der japanische Leichte Kreuzer Jintsū (7.100 ts) von drei alliierten Kreuzern durch 15,2-cm-Artilleriefeuer und einen Torpedotreffer stark beschädigt und bricht gegen 23.45 Uhr auseinander. Mit dem Schiff gehen 482 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Sato Torajiro. Nur etwa 30 Mann überleben.
22. Juli 1943 Nisshin 1.085 Der als schneller Truppentransporter eingesetzte japanische Flugzeugtender Nisshin (11.321 ts) wird, mit 630 Soldaten an Bord und auf dem Weg von Rabaul nach Buin, vor der Südostküste von Bougainville von amerikanischen B-24-Bombern und Douglas SBD-Sturzkampfbombern attackiert. Innerhalb von 14 Minuten erhält das Schiff mindestens sechs Bombentreffer und sinkt. Von 1.263 Menschen an Bord (630 Soldaten und 633 Seeleute) finden 1.085 den Tod. Nur 178 Überlebende können von Begleitzerstörern gerettet werden.
02. Aug. 1943 USS PT 109 2 Nahe Kolombangara kommt es zu einem Gefecht zwischen japanischen Zerstörern und amerikanischen Schnellbooten (PT boats). Dabei rammt und versenkt der japanische Zerstörer Amagiri das Schnellboot USS PT 109 (56 ts), wobei zwei Mann von dessen Besatzung den Tod finden. Elf Überlebende, darunter der Kommandant, können sich an die Küste der nahegelegenen kleinen Insel Kasolo (später Kennedy Island genannt) retten. Der Kommandant von USS PT 109 ist Lieutenant (Junior Grade) John F. Kennedy (1917–1963), der 1961 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten wird.
27. Aug. 1943 HMS Egret 198 In der Biskaya, rund 30 Seemeilen nordwestlich von Vigo, versenken deutsche Do 217-Kampfflugzeuge aus einer aus vier Schiffen bestehenden alliierten U-Boot-Jagd-Gruppe die britische Fregatte HMS Egret (1.200 ts). Das Schiff wird von einer gelenkten Gleitbombe Hs 293 getroffen und explodiert. Mit der Fregatte gehen 198 Mann unter, nur 35 Überlebende können später von dem kanadischen Zerstörer HMCS Athabaskan (der bei diesem Angriff schwer beschädigt wird) geborgen werden. Die HMS Egret ist das erste Schiff in der Seekriegsgeschichte, das von einer gelenkten Bombe versenkt wird.
09. Sep. 1943 Roma 1.352 In der Nähe von Capo Testa (Sardinien) versenken deutsche Do 217-Kampfflugzeuge des Kampfgeschwaders 100 aus einem italienischen Flottenverband, welcher sich im Rahmen der Kapitulation Italiens auf dem Weg nach Malta befindet und dort den Alliierten ergeben soll, das italienische Schlachtschiff Roma (43.624 ts). Das Schiff wird von zwei neuartigen 1.570-Kilogramm-Lenkbomben des Typs Fritz X getroffen, welche eine verheerende Folgeexplosion der Munition auslösen. Das Schiff zerbricht darauf in zwei Teile und geht mit 1.352 Seeleuten unter. Unter den Toten befindet sich auch der italienische Verbandschef, Admiral Carlo Bergamini. 596 Mann werden von Begleitschiffen gerettet.
10. Sep. 1943 HMS Abdiel 168 Der britische Minenkreuzer HMS Abdiel (2.650 ts), beladen mit 250 Soldaten der britischen 1. Luftlandedivision, läuft vor dem Hafen von Tarent auf zwei Grundminen, die nur wenige Stunden zuvor von den deutschen Schnellbooten S 54 und S 61 gelegt worden waren. Die Minen sprengen den Kreuzer in zwei Teile und versenken das Schiff in nur drei Minuten. Insgesamt kommen 48 Crewangehörige und 120 Soldaten ums Leben. Etwa 300 Mann, 130 davon verwundet, werden gerettet.
10./11. Sep. 1943 USS Rowan 202 Vor dem alliierten Landekopf bei Salerno versenken deutsche Schnellboote während eines nächtlichen Angriffs auf die südlichen Sicherungsverbände der Landeflotte den amerikanischen Zerstörer USS Rowan (1.637 ts). Das Schiff wird von zwei Torpedos der Schnellboote S 158 und S 151 (?) getroffen und sinkt nach einer schweren Folgeexplosion der eigenen Wasserbomben. Von 273 Besatzungsangehörigen finden dabei 202 den Tod. Die Überlebenden werden vom amerikanischen Zerstörer USS Bristol gerettet.
13. Sep. 1943 HMHS Newfoundland 21 Das britische Hospitalschiff HMHS Newfoundland (6.791 BRT) wird etwa 40 Seemeilen vor der italienischen Hafenstadt Salerno durch einen deutschen Luftangriff so schwer beschädigt, dass es in Flammen aufgeht und am Folgetag von dem amerikanischen Zerstörer USS Plunkett versenkt wird. Sechs britische Krankenschwestern, vier Besatzungsmitglieder, fünf Ärzte und sechs weitere Angehörige des medizinischen Personals kommen durch den Angriff auf das Schiff ums Leben.
20. Sep. 1943 HMCS St. Croix 148 Der kanadische Zerstörer HMCS St. Croix (1.190 ts), Teil der Sicherung des Geleitzuges ON-202, wird südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 305 durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Das Schiff sinkt in nur sechs Minuten und reißt 148 Crewangehörige mit in die Tiefe. 81 Überlebende werden am nächsten Tag von der britischen Fregatte HMS Itchen gerettet.
21. Sep. 1943 HMS Polyanthus 85 Die britische Korvette HMS Polyanthus (925 ts) wird südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 952 in den Nachtstunden des 21. September torpediert und versenkt. Das zum Konvoi ON-202 gehörende Schiff sinkt in vier Minuten. 85 Crewangehörige kommen dabei ums Leben, nur ein Mann überlebt.
23. Sep. 1943 HMS Itchen 227 Die britische Fregatte HMS Itchen (1.370 ts), wie der Zerstörer HMCS St. Croix eingesetzt zur Sicherung des Konvois ON-202, wird südlich von Island von dem deutschen U-Boot U 666 torpediert. Der Torpedotreffer verursacht eine schwere Folgeexplosion der mitgeführten Wasserbomben und der Munition. Die Fregatte wird völlig zerfetzt und sinkt innerhalb von Sekunden. Beim Untergang der HMS Itchen sterben 147 Crewmitglieder der Fregatte und 80 Schiffbrüchige von der HMCS St. Croix, die am 21. September an Bord genommen worden waren. Nur drei Überlebende, einer davon von der HMCS St. Croix, werden später gerettet.
23. Sep. 1943 Gaetano Donizetti ≈ 1.800 Der unter deutscher Flagge fahrende ehemalige italienische Frachter Gaetano Donizetti (2.428 BRT), auf der Fahrt von Rhodos nach Piräus und von dem deutschen Torpedoboot TA 10 eskortiert, wird in den Abendstunden südlich von Rhodos von dem britischen Zerstörer HMS Eclipse gestellt und durch Artilleriefeuer versenkt. An Bord des Frachters befinden sich 1.576 italienische Militärinternierte, die nach der italienischen Kapitulation von den Deutschen entwaffnet worden waren, und rund 220 deutsche Wachsoldaten und Seeleute. Da das eskortierende Torpedoboot schwer beschädigt zur Flucht gezwungen wird und das britische Schiff nach der Versenkung vom Untergangsort abläuft, überlebt von den Personen an Bord der Gaetano Donizetti niemand. Schätzungsweise 1.800 Menschen finden den Tod.
26./27. Sep. 1943 Vasilissa Olga und HMS Intrepid 86 Während der Kämpfe im Dodekanes attackieren 25 deutsche Junkers Ju 88-Bomber des Lehrgeschwaders 1 in einem Nachtangriff den Hafen der Insel Leros. Dabei versenken sie den auf Seiten der Alliierten kämpfenden griechischen Zerstörer Vasilissa Olga (1.414 ts) und den britischen Zerstörer HMS Intrepid (1.370 ts) durch mehrere Bombentreffer. Insgesamt kommen 86 Seeleute zu Tode, alleine 71 an Bord des griechischen Schiffes. Etwa 280 Mann können sich ans Ufer retten.
30. Sep. 1943 Sanct Svithun 47 Vor der Halbinsel Stadlandet wird das uneskortierte norwegische Passagierschiff Sanct Svithun (1.367 BRT) von sechs alliierten Bristol Beaufighter-Jagdbombern der Royal Canadian Air Force angegriffen. Maschinengewehr- und Kanonenfeuer setzen den Dampfer in Brand, der vor Buholmen strandet und brennend in der Brandung liegt. 35 norwegische Zivilisten und zwölf deutsche Soldaten kommen um. Die Attacke löst heftige Reaktionen seitens der norwegischen Bevölkerung aus.
06. Okt. 1943 Kharkov und Besposhchadny und Sposobny 780 Im Schwarzen Meer, südöstlich der Halbinsel Krim, versenken deutsche Junkers Ju 87-Sturzkampfbomber den sowjetischen Flottillenführer Kharkov (2.150 ts) und die beiden Zerstörer Besposhchadny (1.695 ts) und Sposobny (1.686 ts). Die drei Schiffe hatten zuvor einen Vorstoß gegen den von der Wehrmacht noch gehaltenen Hafen Jalta unternommen und werden auf dem Rückmarsch von den Sturzkampfbombern in mehreren Wellen angegriffen. Die von drei 250-Kilogramm-Bomben getroffene Besposhchadny sinkt zuerst, wobei nur 41 Mann der Crew überleben. Insgesamt sterben 780 sowjetische Seeleute, nur 123 Überlebende von allen drei Schiffen können später gerettet werden. Nach diesem Desaster verbietet Stalin den Einsatz von Überwasserschiffen vom Zerstörer aufwärts ohne seine persönliche Genehmigung.
08. Okt. 1943 ORP Orkan 184 Der polnische Zerstörer ORP Orkan (1.935 ts), Teil der Sicherung des alliierten Konvois SC-143, wird südwestlich von Island von dem deutschen U-Boot U 378 attackiert und mit einem akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo ins Achterschiff getroffen. Eine schwere Folgeexplosion der dort gelagerten Wasserbomben versenkt das Schiff in nur fünf Minuten. 177 polnische Crewangehörige und sieben britische Techniker gehen mit dem Schiff unter, nur 44 Mann überleben und werden kurze Zeit später von dem britischen Zerstörer HMS Musketeer gerettet. Es ist bis heute (2010) die opferreichste Versenkung eines polnischen Kriegsschiffes.
09. Okt. 1943 USS Buck 150 Der amerikanische Zerstörer USS Buck (1.646 ts) wird vor dem alliierten Landekopf bei Salerno (Süditalien) von dem deutschen U-Boot U 616 torpediert und versenkt. Das Schiff, auf Sicherungsposten südlich des Invasionsbereiches, wird in den Nachmittagsstunden von zwei Torpedos des U-Bootes getroffen und sinkt in nur vier Minuten. 150 Crewmitglieder gehen mit der USS Buck unter, 97 Mann überleben.
13. Okt. 1943 USS Bristol 52 Der amerikanische Zerstörer USS Bristol (1.646 ts) wird etwa 70 Seemeilen nordwestlich von Bône (Algerien) von dem deutschen U-Boot U 371 torpediert und zerbricht in zwei Teile. 52 Crewangehörige finden dabei den Tod, rund 200 Mann überleben und werden von anderen US-Zerstörern gerettet.
16./17. Oktober 1943 Michel 263 Vor der Küste von Kantō, etwa 50 Seemeilen östlich von Yokohama, versenkt das amerikanische U-Boot USS Tarpon den nach Yokohama laufenden deutschen Hilfskreuzer Michel (4.740 BRT). Das Schiff, welches seit März 1943 von japanischen Häfen aus operiert hatte, wird in der Nacht von zwei oder drei Torpedos (?) getroffen und sinkt nach einer schweren Folgeexplosion der Munition an Bord. 263 Seeleute gehen mit dem Hilfskreuzer unter, darunter auch der Kommandant, Kapitän zur See Günther Gumprich. 113 Überlebende erreichen nach einer drei Tage dauernden Fahrt in Rettungsbooten die japanische Küste. Es ist dies die einzige Versenkung eines deutschen Überwasserkriegsschiffes durch ein amerikanisches U-Boot im Zweiten Weltkrieg.
18./19. Oktober 1943 Sinfra 1.857 Der unter deutscher Flagge laufende ehemalige französische Frachter Sinfra (4.444 BRT) wird nördlich von Kreta, nur etwa sieben Seemeilen von der Küste entfernt, von amerikanischen B-25 Mitchell-Kampfflugzeugen und britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern in den Abendstunden, etwa gegen 22.00 Uhr, attackiert. An Bord befinden sich 2.389 italienische Militärinternierte und 204 deutsche Wachsoldaten und Seeleute sowie Munition und Bomben. Der Transporter wird von einem Lufttorpedo und einer 227-Kilogramm-Bombe getroffen und gerät in Brand. Gegen 2.30 Uhr nachts, fast viereinhalb Stunden nach dem Angriff, explodiert die Sinfra und sinkt. Die nur sehr langsam herankommenden deutschen Sicherungskräfte retten bevorzugt die Angehörigen der Wehrmacht, weswegen letztlich nur 539 Italiener, aber 197 Deutsche den Untergang überleben. Insgesamt finden 1.857 Menschen den Tod.
22./23. Okt. 1943 HMS Charybdis und HMS Limbourne 506 Im Ärmelkanal, nordwestlich der Île de Batz, wird eine zur Suche nach dem deutschen Blockadebrecher Münsterland eingesetzte britische Kampfgruppe, bestehend aus dem Flugabwehrkreuzer HMS Charybdis (5.450 ts) und acht Geleitzerstörern, von fünf deutschen Torpedobooten, die zur Sicherung des Blockadebrechers gehören, überraschend attackiert. Während des Nachtgefechtes erhält die HMS Charybdis zwei Torpedotreffer von den Torpedobooten T 27 und T 23 und sinkt. Mit dem Schiff gehen 464 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Captain George A. W. Voelcker, unter. Auch der Geleitzerstörer HMS Limbourne (1.050 ts) wird von einem Torpedo getroffen, der vermutlich vom Torpedoboot T 22 stammt, und muss aufgegeben werden; an Bord des Schiffes finden weitere 42 Mann den Tod. Insgesamt sterben 506 britische Seeleute, etwa 200 Überlebende von beiden Schiffen können gerettet werden. Die Deutschen erleiden keine Verluste.
24. Okt. 1943 HMS Eclipse 253 Der britische Zerstörer HMS Eclipse (1.405 ts), im Rahmen der Kämpfe im Dodekanes mit Truppenverstärkungen auf dem Weg nach Leros, läuft südlich der Insel Kalymnos auf eine deutsche Minensperre auf erleidet einen Treffer. Das Schiff bricht nach einer durch den Minentreffer verursachten Kesselexplosion auseinander und sinkt innerhalb von nur fünf Minuten. 119 Crewmitglieder und 134 eingeschiffte Soldaten kommen dabei ums Leben. Nur etwa 80 Mann überleben.
01./02. Nov. 1943 Sendai 185 Während des Nachtgefechtes in der Kaiserin-Augusta-Bucht wird der japanische Leichte Kreuzer Sendai (5.200 ts) gegen Mitternacht von vier amerikanischen Kreuzern beschossen und von rund zwanzig 15,2-cm-Granaten getroffen. Das Schiff gerät daraufhin in Brand und wird nach rund dreieinhalb Stunden von der Crew aufgegeben. Die Sendai sinkt etwa gegen 4.30 Uhr, rund 25 Seemeilen südwestlich von Cape Moltke. 185 Besatzungsangehörige, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Shoji Kiichiro, gehen mit dem Kreuzer unter. Rund 270 Mann werden gerettet.
24. Nov. 1943 USS Liscome Bay 644 Während der amerikanischen Landung auf den Gilbertinseln gelingt dem japanischen U-Boot I 175 nahe Makin die Torpedierung des amerikanischen Geleitflugzeugträgers USS Liscome Bay (7.800 ts). Der Torpedo trifft das Bombenlager des Schiffes und verursacht eine verheerende Folgeexplosion, welche das komplette Heck wegsprengt und die den Träger innerhalb weniger Minuten zum Sinken bringt. Mit der USS Liscome Bay gehen der Kommandant, Captain Irving D. Wiltsie, und der Befehlshaber der Deckungsstreitkräfte, Rear Admiral Henry M. Mulinix, sowie 642 Besatzungsangehörige unter. Nur 272 Mann können von Zerstörern gerettet werden.
26. Nov. 1943 Rohna 1.138 Der britische Truppentransporter Rohna (8.602 BRT), beladen mit rund 2.000 amerikanischen Soldaten und Crewmitgliedern, wird im Mittelmeer, nördlich Bougie (Algerien), durch einen deutschen Heinkel He 177-Bomber mit der Fernlenkwaffe Henschel Hs 293 versenkt. Mit dem zum Konvoi KMF-26 gehörenden Transporter gehen 1.015 amerikanische Soldaten und 123 Crewangehörige unter. Der begleitende Minensucher Pioneer kann 606 Überlebende aus dem Wasser retten. Sieben leere Landungsfahrzeuge beteiligen sich nicht an der Rettung, deshalb gibt es später ein Kriegsgerichtsverfahren. Der Untergang der Rohna wurde in den Einzelheiten bis 1967 geheim gehalten. Dann setzte man den Opfern in Seale (Alabama) ein Denkmal.
02. Dez. 1943 John Harvey ≈ 200 Während eines schweren deutschen Luftangriffs durch 105 Junkers Ju 88-Bomber auf den Hafen von Bari (Süditalien), der zu diesem Zeitpunkt bereits von den Alliierten erobert ist, fliegt der mit Munition beladene amerikanische Frachter John Harvey (7.176 BRT) nach einem Bombentreffer in die Luft. An Bord des Schiffes befinden sich auch etwa 100 Tonnen M47A1-Senfgas-Bomben (von je 45,5 Kilogramm). Durch die verheerende Explosion werden nicht nur 23 weitere Schiffe zerstört oder beschädigt, sondern wird auch die hochgiftige Substanz im Hafenbereich verteilt. Durch die Explosion der John Harvey finden geschätzt 200 Personen den Tod (davon sterben 83 indirekt in den nachfolgenden Tagen und Wochen nachdem sie in Kontakt mit dem Kampfstoff gekommen waren), über 550 Menschen erleiden zudem Verätzungen oder erblinden. Der Hafen fällt für fast drei Monate als Umschlagplatz für Nachschub aus.
04. Dez. 1943 Chūyō 1.270 Etwa 180 Seemeilen östlich von Hachijō Jima versenkt das amerikanische U-Boot USS Sailfish aus einem von Truk nach Yokosuka laufenden japanischen Flottenverband den mit etwa 800 Passagieren, Soldaten und Kriegsgefangenen beladenen Geleitflugzeugträger Chūyō (17.800 ts) durch insgesamt vier oder fünf (?) Torpedotreffer, welche bei drei Angriffen über einen Zeitraum von fast neun Stunden erzielt werden. Die Chūyō sinkt schließlich nach dem letzten Angriff innerhalb von nur sechs Minuten und reißt 513 Crewangehörige, darunter der Kommandant, Kaigun-Taisa Okura Tomasaborou, und 757 Passagiere und Kriegsgefangene mit in die Tiefe. Unter den Toten sind auch 20 gefangene Crewangehörige des amerikanischen U-Bootes USS Sculpin, welches am 19. November 1943 von den Japanern nahe Truk versenkt worden war. Nur 161 Überlebende der Chūyō werden von Begleitschiffen gerettet.
12./13. Dez. 1943 HMS Holcombe und HMS Tynedale und U 593 157 Nordwestlich von Bougie (Algerien) attackiert das deutsche U-Boot U 593 den alliierten Konvoi KMS-34, wird aber von Teilen der Sicherung, darunter fünf Geleitzerstörer, abgedrängt und 32 Stunden lang gejagt. Während der Verfolgung gelingt es U 593 nacheinander die britischen Geleitzerstörer HMS Holcombe (1.037 ts) und HMS Tynedale (1.000 ts) durch akustisch gesteuerte Zaunkönig-Torpedos zu versenken, wobei insgesamt 157 britische Seeleute den Tod finden (84 an Bord von HMS Holcombe und 73 an Bord von HMS Tynedale). Etwa 160 Überlebende von beiden Schiffen werden von alliierten Sicherungsfahrzeugen geborgen. Das U-Boot selbst muss nach der 32 Stunden andauernden Verfolgung auftauchen und wird schließlich von dem amerikanischen Zerstörer USS Wainwright und dem britischen Geleitzerstörer HMS Calpe versenkt. Die komplette Crew von U 593 (51 Mann) kann das U-Boot rechtzeitig verlassen und wird von den Alliierten gerettet.
26. Dez. 1943 Scharnhorst 1.932 Während eines Einsatzes gegen den alliierten Nordmeergeleitzug JW-55B (Unternehmen Ostfront) gerät das deutsche Schlachtschiff Scharnhorst (35.540 ts) in ein Gefecht mit mehreren britischen Schiffen, darunter das Schlachtschiff Duke of York, der Schwere Kreuzer Norfolk und zwei Leichte Kreuzer. Einer der ersten Treffer zerstört das vordere Funkmessgerät des deutschen Schiffes, das dadurch aufgrund der herrschenden Polarnacht ohne effektive Feuerleitung ist. Nach fast zehn Stunden Kampf sinkt das Schlachtschiff, welches von dreizehn 35,6-cm-Granaten, 15 Torpedos und zahlreichen leichten und mittleren Granaten getroffen worden war, gegen 19.45 Uhr. 1.932 Crewmitglieder gehen mit dem Schiff unter. Nur 32 Überlebende können von den Briten aus dem eiskalten Polarmeer gerettet werden.
28. Dez. 1943 Z 27 und T 25 und T 26 401 In der Biskaya, etwa 280 Seemeilen westlich von Südfrankreich, versenken die beiden britischen Leichten Kreuzer HMS Enterprise und HMS Glasgow den deutschen Zerstörer Z 27 (2.543 ts) und die beiden Torpedoboote T 25 und T 26 (je 1.294 ts) im Artilleriegefecht. Alle drei Schiffe gehören zu einem aus insgesamt fünf Zerstörern und sechs Torpedobooten bestehenden Verband, welcher den aus Asien kommenden deutschen Blockadebrecher Alsterufer hätte aufnehmen und nach der Gironde einbringen sollen (Operation Trave). Insgesamt 401 deutsche Seeleute, darunter 220 an Bord des Zerstörers, finden den Tod. 293 Überlebende werden von den britischen Kreuzern oder von spanischen und irischen Schiffen sowie von deutschen U-Booten gerettet.

1944[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
11. Jan. 1944 Kuma 138 Der japanische Leichte Kreuzer Kuma (5.100 ts) wird etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Penang (Malaysia) von dem britischen U-Boot Tally-Ho zweimal torpediert. Das Schiff gerät in Brand und sinkt innerhalb von 30 Minuten. 138 Crewangehörige gehen mit dem Schiff unter, etwa 350 Mann, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Sugino Shuichi, werden von einem Begleitzerstörer gerettet.
23. Jan. 1944 HMS Janus 162 Während der alliierten Landung bei Anzio (Mittelitalien) versenken deutsche Heinkel-He-111-Torpedobomber den vor dem Landekopf liegenden britischen Zerstörer HMS Janus (1.690 ts) durch einen Lufttorpedo. Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt mit 162 Crewangehörigen an Bord. Nur etwa 80 Überlebende werden von zwei anderen britischen Zerstörern gerettet.
29. Jan. 1944 HMS Spartan 46 Während der alliierten Landung bei Anzio (Mittelitalien) versenken deutsche Do-217-Kampfflugzeuge den vor dem Landekopf liegenden britischen Flugabwehrkreuzer HMS Spartan (5.950 ts) durch eine Gleitbombe vom Typ Henschel Hs 293. Der Kreuzer wird nahe dem achteren Schornstein getroffen und sinkt etwa eine Stunde nach dem Einschlag. 46 Crewangehörige finden dabei den Tod. Etwa 530 Mann werden von Zerstörern abgeborgen.
08. Feb. 1944 Petrella ≈ 2.670 Der in deutschen Diensten stehende Dampfer Petrella (4.785 BRT) transportierte 3.173 italienische Kriegsgefangene, als er bei Kreta von dem britischen U-Boot HMS Sportsman torpediert und versenkt wurde. Das Schiff war zum Zeitpunkt des Angriffs deutlich als Gefangenentransporter gekennzeichnet und trug die Kennungen POW (prisoners of war) auf den Rumpfseiten, wurde aber dennoch attackiert. Schätzungsweise 2.670 Gefangene fanden dabei den Tod. Die hohen Verlustzahlen sind auch darauf zurückzuführen, dass die deutschen Wachmannschaften die eingesperrten Italiener teils nicht frei ließen und sogar auf sie schossen.[2]
12. Feb. 1944 Khedive Ismail und I 27 1.297 + 99 Der zu dem Geleitzug KR-8 gehörende britische Truppentransporter Khedive Ismail (7.290 BRT) wird im Indischen Ozean, in der Nähe der Malediven, durch das japanische U-Boot I 27 torpediert und versenkt. Von den 1.511 Menschen an Bord überleben nur 208 Männer und sechs Frauen, 1.297 Menschen finden den Tod. Ein Teil der Opfer wurde durch Wasserbomben der Geleitschiffe getötet, da die Geleitsicherung das U-Boot unterhalb der im Wasser treibenden Schiffbrüchigen vermutete und dennoch ohne Rücksicht Angriffe mit Wasserbomben fuhr. I 27 wird schließlich zum Auftauchen gezwungen und durch den britischen Zerstörer HMS Petard versenkt. Von den 100 Mann Besatzung überlebt nur einer.[3]
13. Feb. 1944 Irma 61 In der Bucht von Hustadvika vor den Toren von Kristiansund wird der norwegische Hurtigruten-Passagierdampfer Irma (1.322 BRT) durch zwei Torpedotreffer und massives Maschinengewehrfeuer versenkt. 61 norwegische Zivilisten sterben. Die Schuld wird zunächst der Royal Navy gegeben. Erst nach Kriegsende kommt heraus, dass die Irma von zwei Motortorpedobooten der norwegischen Marine angegriffen worden war.
17. Feb. 1944 Naka 240 Der japanische Leichte Kreuzer Naka (5.113 ts), der dem beschädigten Leichten Kreuzer Agano hätte zu Hilfe kommen sollen (s. unten), wird etwa 35 Seemeilen nordwestlich des Truk-Atolls von einem US-Großangriff auf das Atoll (Operation Hailstone) überrascht und von Flugzeugen der amerikanischen Flugzeugträger Bunker Hill und Cowpens attackiert. Der Kreuzer sinkt nach einem Lufttorpedo- und einem Bombentreffer. Mit dem Schiff gehen 240 Seeleute unter, rund 210 Mann überlebten.
17./18. Februar 1944 Agano und Oite 898 Der von zwei Begleitschiffen gesicherte japanische Leichte Kreuzer Agano (6.652 ts) wird in den Nachmittagsstunden des 16. Februar 1944 etwa 160 Seemeilen nördlich des Truk-Atolls von dem amerikanischen U-Boot Skate zweimal torpediert und schwer beschädigt. Das Schiff sinkt schließlich in den Morgenstunden des 17. Februar, etwa gegen 5.20 Uhr. Der den Kreuzer begleitende Zerstörer Oite (1.400 ts) kann insgesamt 523 Überlebende an Bord nehmen und läuft in Richtung Truk ab. 203 Mann der Kreuzercrew kommen bei dem U-Boot-Angriff ums Leben. Kurz bevor der Zerstörer die Schiffbrüchigen auf Truk anlanden kann, gerät er jedoch am 18. Februar in einen US-Großangriff auf Truk (Operation Hailstone) und wird von einem Lufttorpedo eines Grumman TBF-Torpedobombers getroffen. Der Zerstörer bricht auseinander und sinkt mit allen 523 Überlebenden der Agano und 172 Crewmitgliedern an Bord. Insgesamt sterben beim Untergang der beiden Schiffe 898 japanische Seeleute. Nur 20 Mann der Zerstörerbesatzung erreichen später die Küste von Truk.
18. Feb. 1944 HMS Penelope 415 Vor der italienischen Westküste, etwa 35 Seemeilen westlich von Neapel, versenkt das deutsche U-Boot U 410 den in Richtung des alliierten Landekopfes bei Anzio laufenden britischen Leichten Kreuzer HMS Penelope (5.220 ts) durch zwei Torpedotreffer. Eine verheerende Folgeexplosion der Munition bringt den Kreuzer innerhalb von etwa zehn Minuten zum Sinken. Mit dem Schiff gehen 415 Seeleute unter, 206 Mann können von Begleitschiffen gerettet werden. Bemerkenswert an dieser Versenkung ist, dass dem U-Boot die Torpedierung gelang, obwohl die HMS Penelope zum Zeitpunkt des Angriffs 26 Knoten lief. Es ist kein anderer Fall im Zweiten Weltkrieg bekannt, bei welchem einem U-Boot ein Torpedotreffer auf einem so schnell laufenden Überwasserkriegsschiff gelang.
25. Feb. 1944 HMS Mahratta 220 Im Nordmeer, etwa 280 Seemeilen nördlich des Nordkaps, versenkt das deutsche U-Boot U 990 den zum alliierten Nordmeer-Geleitzug JW-57 gehörenden britischen Zerstörer HMS Mahratta (1.920 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Der Zerstörer explodiert sofort und sinkt in nur zwei Minuten. 220 Crewangehörige, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander Eric A. F. Drought, gehen mit dem Schiff unter oder erfrieren im eiskalten Wasser. Nur 16 Überlebende werden später von dem britischen Zerstörer HMS Impulsive gerettet.
01. Mär. 1944 HMS Gould und U 358 123 + 50 Nordnordöstlich der Azoren entdeckt am 28. Februar 1944 eine aus vier Fregatten bestehende britische U-Jagd-Gruppe das deutsche U-Boot U 358. Während einer 38 Stunden dauernden Verfolgung gelingt es dem U-Boot am 1. März, die britische Fregatte HMS Gould (1.192 ts) zu torpedieren und zu versenken, wobei 123 Seeleute ums Leben kommen (und nur 14 Mann der Crew der Fregatte überleben). Schließlich wird U 358 aber von der britischen Fregatte HMS Affleck zum Auftauchen gezwungen und durch Geschützfeuer versenkt, wobei 50 deutsche Seeleute sterben. Lediglich ein Crewmitglied des U-Bootes wird gerettet.
09. Mär. 1944 USS Leopold 171 Südlich von Island versenkt das deutsche U-Boot U 255 den zum Konvoi CU-16 gehörenden amerikanischen Geleitzerstörer USS Leopold (1.253 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Der Torpedotreffer verursacht eine schwere Folgeexplosion der Wasserbomben, die das Schiff innerhalb von fünf Minuten versenkt. 171 Mann der USS Leopold finden dabei den Tod, nur 28 Überlebende können von dem Geleitzerstörer USS Joyce später geborgen werden.
13. Mär. 1944 Tatsuta 26 Der japanische Leichte Kreuzer Tatsuta (3.950 ts), eingesetzt als Geleitsicherungsfahrzeug zwischen dem japanischen Mutterland und den Marianen, wird etwa 40 Seemeilen nordnordöstlich von Hachijō Jima von dem amerikanischen U-Boot USS Sand Lance während eines Nachtangriffs zweimal torpediert. Obwohl die Crew fast zwölf Stunden lang die Wassereinbrüche bekämpft, sinkt das Schiff in den Nachmittagsstunden des 13. März dennoch. 26 Seeleute kommen durch die Torpedotreffer ums Leben, die restlich Crew von rund 300 Mann wird von Zerstörern gerettet.
13. Mär. 1944 Peleus 32 Im Mittelatlantik, etwa 500 Seemeilen nördlich von Ascension, versenkt das deutsche U-Boot U 852 den einzeln fahrenden griechischen Frachter Peleus (4.695 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Nach dem Untergang des Schiffes lässt der Kommandant des U-Bootes, Kapitänleutnant Heinz-Wilhelm Eck, Trümmerstücke und Rettungsflöße mit Maschinengewehren und Flak beschießen, um Spuren der Versenkung zu beseitigen. Der Tod von Schiffbrüchigen wird dabei billigend in Kauf genommen. Insgesamt überleben nur drei von 35 Crewmitgliedern der Peleus die Versenkung. Es ist der einzige Fall im Zweiten Weltkrieg, dass Schiffbrüchige von einem deutschen U-Boot aus beschossen und getötet wurden. Nach Kriegsende werden Eck und zwei weitere Besatzungsangehörige von U 852 deswegen von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt (Eck-Prozess) und im November 1945 hingerichtet.
16. Mär. 1944 El Madina 380 Der in britischen Diensten stehende indische Truppentransporter El Madina (3.962 BRT), Teil des von Kalkutta nach Colombo laufenden Konvois HC-44 und mit 32 Crewangehörigen und 1.161 indischen und afrikanischen Kolonialsoldaten an Bord, wird im Golf von Bengalen von dem japanischen U-Boot RO 111 torpediert und versenkt. Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt in nur vier Minuten. 380 Seeleute und Soldaten gehen mit dem Transporter unter, 813 Überlebende werden später von dem norwegischen Frachter Lovstad gerettet.
30. Mär. 1944 HMS Laforey und U 223 189 + 23 Nördlich von Palermo entdeckt eine aus fünf Zerstörern bestehende britische U-Jagd-Gruppe am 29. März das deutsche U-Boot U 223. Nach einer 16 Stunden andauernden Verfolgung mit Wasserbomben wird U 223 in den frühen Morgenstunden des 30. März zum Auftauchen gezwungen. Bevor die sich nähernden Zerstörer das U-Boot allerdings versenken können, feuert U 223 einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo ab, der den britischen Zerstörer HMS Laforey (1.920 ts) trifft und diesen innerhalb von zehn Minuten zum Sinken bringt. Mit dem Zerstörer gehen 189 Besatzungsmitglieder, darunter auch der Kommandant, Captain Harold T. Armstrong, unter. Nur 65 Angehörige der Zerstörercrew werden geborgen. An Bord von U 223 sterben insgesamt 23 Seeleute, 27 Mann überleben und werden von den vier verbleibenden britischen Schiffen gerettet.
20. Apr. 1944 Paul Hamilton 580 Der amerikanische Truppentransporter und Munitionsfrachter Paul Hamilton (7.176 BRT), Teil des alliierten Konvois UGS-38 und mit 504 Soldaten, 29 Kanonieren und 47 Crewangehörigen an Bord, wird etwa 30 Seemeilen nordöstlich von Algier von deutschen Junkers Ju 88-Torpedobombern angegriffen und von einem Lufttorpedo getroffen. Der Torpedotreffer verursacht eine verheerende Folgeexplosion der Munitionsladung, die das Schiff zerfetzt und innerhalb von Sekunden versenkt. Von den 580 Menschen an Bord überlebt niemand. Nur eine einzige Leiche wird später von Begleitschiffen geborgen. Von den anderen Personen an Bord wird keine Spur mehr gefunden.
27./28. Apr. 1944 USS LST 507 und USS LST 531 639 Ein zur Vorbereitung auf den D-Day abgehaltenes großangelegtes alliiertes Landemanöver in der Lyme Bay (Exercise Tiger) wird in der Nacht des 27./28. April Ziel eines überraschenden Angriffs von neun deutschen Schnellbooten. Diese versenken mit Torpedoschüssen die beiden mit je rund 700 Soldaten beladenen amerikanischen Landungsschiffe USS LST 507 und USS LST 531 (je 1.625 ts). Das Landungsschiff USS LST 289 wird zudem durch einen Torpedo schwer beschädigt, kann aber die Küste erreichen. Im Chaos und in der Dunkelheit springen viele Soldaten über Bord und ertrinken, da sie von ihrer Ausrüstung unter Wasser gezogen werden. Insgesamt sterben 441 amerikanische Soldaten und 198 Angehörige der United States Navy.
28./29. Apr. 1944 HMCS Athabaskan und T 27 129 + 11 Während eines Verlegungsmarsches von Saint-Malo nach Brest treffen die beiden deutschen Torpedoboote T 24 und T 27 vor Saint-Brieuc auf die beiden kanadischen Zerstörer HMCS Athabaskan und HMCS Haida. In einem verworrenen Nachtgefecht wird zunächst der Zerstörer HMCS Athabaskan (1.927 ts) von zwei Torpedos von T 24 getroffen, explodiert und sinkt mit 129 Mann an Bord, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander John H. Stubbs. 83 Seeleute überleben und werden später gerettet. Im Gegenzug schießen die Kanadier das Torpedoboot T 27 (1.294 ts) in Brand, welches an der Küste auf Grund gesetzt werden muss und dort zum Totalverlust wird. An Bord von T 27 sterben elf Seeleute, etwa 190 Mann retten sich ans Ufer.
07. Mai 1944 HMCS Valleyfield 125 Die kanadische Fregatte HMCS Valleyfield (1.445 ts), eingesetzt zur Sicherung des Konvois ONM-234, wird etwa 50 Seemeilen östlich von Cape Race von dem deutschen U-Boot U 548 attackiert und durch einen Torpedotreffer versenkt. Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt in nur vier Minuten. 125 Seeleute gehen mit der Fregatte unter, nur 38 Mann überleben.
29. Mai 1944 USS Block Island 6 Im Mittelatlantik, nahe der Kanarischen Inseln, versenkt das deutsche U-Boot U 549 den amerikanischen Geleitträger USS Block Island (7.800 ts) durch drei Torpedotreffer. Das Schiff sinkt langsam, weswegen fast die komplette Crew gerettet werden kann, nur sechs Mann finden den Tod. Die USS Block Island ist der einzige amerikanische Flugzeugträger-Verlust im Atlantik und zugleich auch der einzige, welcher von einem deutschen U-Boot verursacht wird.
01. Juni 1944 USS Herring 84 Vor der Insel Matua (Kurilen), etwa eine Seemeile vor der Küste, wird das amerikanische U-Boot USS Herring (1.525 ts) von japanischen Küstenbatterien getroffen und durch mindestens zwei direkte 14-cm-Treffer versenkt. Die gesamte Besatzung von 84 Mann findet dabei den Tod. Es ist mutmaßlich die einzige Versenkung eines U-Bootes durch Küstengeschütze in der Seekriegsgeschichte.
06. Juni 1944 Svenner 33 Während des Beginns der alliierten Landung in der Normandie greifen vier deutsche Torpedoboote die alliierte Landeflotte an und versenken dabei den norwegischen Zerstörer Svenner (1.710 ts) durch zwei Torpedotreffer. 33 Mann gehen mit dem Schiff unter, etwa 170 Seeleute werden gerettet. Die Svenner ist der einzige alliierte Schiffsverlust am ersten Invasionstag, der durch deutsche Seestreitkräfte verursacht wird.
06. Juni 1944 USS Corry 24 Während der alliierten Landung in der Normandie wird der zur Artillerieunterstützung vor der Küste liegende amerikanische Zerstörer USS Corry (1.830 ts) von der deutschen schweren Marine-Küstenbatterie St. Marcouf beschossen und erhält mindestens drei 21-cm-Treffer, die den Kiel des Schiffes brechen und starke Wassereinbrüche verursachen. Zudem fällt die gesamte Stromversorgung aus, weswegen auch die Pumpen versagen. Die USS Corry sinkt etwa drei Seemeilen von der Küste entfernt. 24 Mann der Crew werden dabei getötet.
09. Juni 1944 USS Meredith 35 Der auf der Seine ankernde amerikanische Zerstörer USS Meredith (2.200 ts) bricht nach einem Bombentreffer während eines deutschen Luftangriffs in zwei Teile und sinkt innerhalb kurzer Zeit. Zwei Tage zuvor war der Zerstörer vor der Seinemündung auf eine Mine gelaufen und dabei schwer beschädigt worden.
09. Juni 1944 Tanais ≈ 520 Nördlich von Kreta, etwa 30 Seemeilen nordöstlich von Iraklio, versenkt das britische U-Boot HMS Vivid den deutschen Frachter Tanais (1.545 BRT) durch zwei Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 263 aus Kreta stammende Juden, die von den Deutschen auf das Festland hätten deportiert werden sollen, und rund 230 italienische Kriegsgefangene sowie 26 deutsche Crewangehörige unter. Schätzungsweise 520 Menschen kommen ums Leben. Ob und inwieweit es Überlebende gegeben hat, ist unklar.
13. Juni 1944 HMS Boadicea 174 Der zum Schutz der alliierten Invasionsstreitkräfte vor der Normandie-Küste eingesetzte britische Zerstörer HMS Boadicea (1.360 ts) wird etwa zwölf Seemeilen südwestlich des Portland Bill Lighthouse von deutschen Do 217-Kampfflugzeugen mit Henschel Hs 293-Gleitbomben angegriffen und sinkt nach zwei Volltreffern. Mit dem Schiff gehen 174 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Commander Frederick W. Hawkins. Nur zwölf Mann überleben.
15. Juni 1944 HMS Mourne 110 Im Ärmelkanal versenkt das deutsche U-Boot U 767 die zum Schutz der alliierten Invasionsstreitkräfte eingesetzte britische Fregatte HMS Mourne (1.370 ts). Das Schiff wird von einem akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo getroffen und von einer Folgeexplosion der eigenen Wasserbomben zerfetzt. 110 Crewangehörige gehen mit der Fregatte unter, nur drei Mann überleben.
19. Juni 1944 Taihō 660 Während der Schlacht in der Philippinensee wird japanische Flugzeugträger Taihō (29.770 ts), zum Zeitpunkt der Schlacht der modernste Träger der japanischen Marine, vom amerikanischen U-Boot Albacore gegen 8.10 Uhr morgens torpediert. Der Torpedotreffer verursacht zwar keine schweren Schäden, doch strömt aus einem beschädigten Treibstofftank unbemerkt Benzin aus und bewirkt die Ansammlung eines hochexplosiven Gasgemisches in den unteren Schiffsräumen. Knapp sieben Stunden später explodieren die Benzindämpfe und verwüsten die Taihō völlig. Der Träger muss aufgegeben werden und sinkt gegen 16.30 Uhr. 660 Mann gehen mit dem Schiff unter, etwa 1.100 Seeleute können gerettet werden.
19. Juni 1944 Shōkaku 1.272 Während der Schlacht in der Philippinensee wird der japanische Flugzeugträger Shōkaku (25.675 ts) vom amerikanischen U-Boot USS Cavalla attackiert und gegen 11.20 Uhr von drei Torpedos getroffen. Knapp 50 Minuten lang kämpft die Crew gegen die Wassereinbrüche und die im Inneren tobenden Brände, dann explodiert in der Hitze ein Bombenlager, was wiederum einen zusätzlichen starken Treibstoffbrand verursacht. Noch ehe die Crew den brennenden Träger verlassen und der Order zum Aufgeben des Schiffes nachkommen kann, sinkt die Shōkaku plötzlich sehr schnell über den Bug und reißt 1.272 Seeleute mit in die Tiefe. Nur 570 Überlebende können vom Leichten Kreuzer Yahagi und zwei Zerstörern gerettet werden.
20. Juni 1944 Hiyō 247 Während der Schlacht in der Philippinensee wird der japanische Flugzeugträger Hiyō (26.949 ts) von Flugzeugen der amerikanischen Träger USS Enterprise und USS Belleau Wood angegriffen und von zwei Bomben und einem Lufttorpedo getroffen, was starke Brände an Bord verursacht. Knapp zwei Stunden nach dem Angriff zerstört eine Folgeexplosion der eigenen Munition das Schiff, das daraufhin aufgegeben werden muss und sinkt. 247 Crewangehörige finden dabei den Tod, etwa 1.000 Überlebende werden von Begleitzerstörern geborgen.
24. Juni 1944 HMT Derrycunihy 214 Der britische Truppentransporter HMT Derrycunihy (7.176 BRT), beladen mit rund 600 Soldaten, Munition und Fahrzeugen, gerät vor den alliierten Landeabschnitten in der Normandie, etwa auf halber Strecke zwischen Juno Beach und Sword Beach, auf eine deutsche akustisch gezündete Seemine, die das Schiff in zwei Teile sprengt und versenkt. Brennender Treibstoff und explodierende Munition verursachen zudem schwere Opfer unter den Soldaten an Bord. Insgesamt kommen 189 Soldaten und 25 Crewangehörige ums Leben, etwa 150 Mann werden verwundet. Es ist dies der schwerwiegendste britische Schiffsverlust vor den Invasionsstränden der Normandie.
25. Juni 1944 Tango Maru und Ryusei Maru ≈ 8.000 Aufgrund entschlüsselter Funksprüche greift das amerikanische U-Boot USS Rasher bei Lombok (Indonesien) einen japanischen Konvoi an und versenkt erst den Frachter Tango Maru (6.200 BRT) mit 3.500 Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen an Bord sowie später auch den Truppentransporter Ryusei Maru, auf dem sich 6.600 Soldaten befinden. An Bord der Tango Maru sterben etwa 3.000 Menschen, mit Ryusei Maru gehen 4.998 Soldaten und Besatzungsmitglieder unter.
29. Juni 1944 H. G. Blasdel 76 Etwa 30 Seemeilen südlich der Isle of Wight torpediert das deutsche U-Boot U 984 den zum Konvoi ECM-17 gehörenden amerikanischen Transporter H. G. Blasdel (7.176 BRT). Das Schiff, beladen mit Panzern, Lastwagen und 436 Soldaten, welche in Richtung der Invasionsstrände an der Normandieküste hätten transportiert werden sollen, wird schwer beschädigt und bricht knapp sechs Stunden später auseinander. Die Masse der insgesamt 508 Personen an Bord (436 Soldaten und 72 Crewangehörige) kann von Landungsschiffen gerettet werden, aber 76 Soldaten sterben durch die Torpedierung. Etwa 180 Soldaten werden zudem verwundet.
29. Juni 1944 Toyama Maru ≈ 5.600 Auf dem total überladenen japanischen Truppentransporter Toyama Maru (7.089 BRT) befinden sich 6.000 Soldaten einer Infanteriebrigade, die von Kyushu (Japan) nach Okinawa gebracht werden sollen, als er von dem amerikanischen U-Boot USS Sturgeon torpediert wird. Etwa 5.600 Soldaten werden durch die Torpedoexplosionen getötet, ertrinken oder verbrennen, als die ebenfalls an Bord befindliche Ladung Benzinfässer in Brand gerät.
02. Juli 1944 Jean Nicolet 77 Südwestlich von Indien, nahe dem Chagos-Archipel, versenkt das japanische U-Boot I 8 den amerikanischen Frachter Jean Nicolet (7.176 BRT) durch Torpedotreffer. Die 100 Mann starke Besatzung wird danach an Bord des U-Bootes geholt, wo die Japaner 77 Schiffbrüchige mit Bajonetten und Pistolenschüssen ermorden. Nach zwei Stunden taucht das U-Boot und lässt 23 noch lebende Crewangehörige der Jean Nicolet auf dem Meer zurück, welche einige Stunden später von einem indischen Schiff geborgen werden. Der Kommandant des U-Bootes I 8, Kaigun-Taisa Ariizumi Tatsunosuke, begeht 1945 Selbstmord und kann später nicht mehr für das Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht werden.
08. Juli 1944 ORP Dragon 23 Vor der Küste der Normandie wird der polnische Leichte Kreuzer ORP Dragon (4.276 ts), während einer Operation zur Beschießung deutscher Stellungen nahe Caen, von deutschen Kleinst-U-Booten vom Typ Neger angegriffen und von einem Torpedo getroffen. Das Schiff wird schwer beschädigt und muss an der Küste auf Grund gesetzt werden. 23 polnische Seeleute finden dabei den Tod. Da eine Bergung als nicht mehr lohnend angesehen wird, wird der Kreuzer am 10. Juli 1944 schließlich aufgegeben und später vor dem Landeabschnitt Juno Beach als künstlicher Wellenbrecher von der eigenen Mannschaft versenkt.
20. Juli 1944 HMS Isis 155 Der britische Zerstörer HMS Isis (1.370 ts) wird vor der Küste der Normandie, etwa fünf Seemeilen nordöstlich des Landeabschnitts Juno Beach, von deutschen Kleinst-U-Booten vom Typ Neger torpediert, bricht auseinander und sinkt innerhalb weniger Minuten. Mit dem Schiff gehen 154 Crewangehörige sowie der Kommandant, Lieutenant Henry D. Durell, unter. Nur 44 Mann überleben und werden von einem britischen Minensuchboot und US-Küstenwachschiffen gerettet.
20. Juli 1944 Vital de Oliveira 100 Vor der Südostküste Brasiliens, etwa 25 Seemeilen südlich São Sebastião, versenkt das deutsche U-Boot U 861 den brasilianischen Truppentransporter Vital de Oliveira (1.737 BRT) durch einen einzelnen Torpedotreffer. Das ältere Schiff sinkt in nur sechs Minuten. 100 Soldaten und Seeleute finden dabei den Tod, 175 Überlebende werden von dem brasilianischen U-Boot-Jäger Javarí und einem Fischerboot gerettet.
03. Aug. 1944 Koshu Maru 1.540 Der japanische Transporter Koshu Maru (2.295 BRT) transportierte 1.513 indonesische Zwangsarbeiter, Rüstungsmaterial und 540 andere Passagiere nach Makassar auf Celebes, als er in der Meeresstraße zwischen Borneo und Celebes von dem amerikanischen U-Boot USS Ray torpediert und versenkt wurde. Beim Untergang des Schiffs sterben 273 Passagiere, 28 Besatzungsmitglieder und 1.239 der Arbeiter.
05. Aug. 1944 Mefkure 305 Der kleine türkische Motorsegler Mefkure (52 BRT) wird im Schwarzen Meer, etwa 25 Seemeilen nordöstlich von İğneada, von dem sowjetischen U-Boot ShCh-215 (unter dem Kommando von Kapitän 3. Ranges A. I. Strizhak) mit dem Deckgeschütz beschossen und innerhalb von 30 Minuten versenkt. An Bord des kleinen Schiffes befinden sich 310 jüdische Flüchtlinge, die von Constanța (Rumänien) aus nach Istanbul fliehen wollten, um dem Holocaust zu entgehen, sowie sechs türkische Seeleute. Bei der Beschießung und beim Untergang sterben 305 Menschen (darunter 37 Kinder), nur elf Überlebende werden am nächsten Tag von dem ebenfalls mit jüdischen Flüchtlingen beladenen und nach Istanbul laufenden türkischen Motorsegler Bulbul gerettet.
12. Aug. 1944 Marina Raskowa und T 114 und T 118 373 Der von Archangelsk nach Port Dikson laufende sowjetische Kleinkonvoi BD-5 wird in der Karasee, nahe der Insel Bely, von dem deutschen U-Boot U 365 angegriffen, welches innerhalb von fünf Stunden sowohl den Frachter Marina Raskowa (5.685 BRT), das einzige Frachtschiff des Geleitzuges, als auch die beiden zur Sicherung eingesetzten sowjetischen Minensuchboote T 114 (625 ts) und T 118 (625 ts) durch insgesamt sieben Torpedoschüsse versenken kann. 373 Menschen gehen mit den drei Schiffen unter. 259 Überlebende werden am nächsten Tag von einem Minensuchboot und sowjetischen Berijew MBR-2-Seenot-Flugbooten gerettet.
21. Aug. 1944 HMS Kite 217 In der Barentssee versenkt das deutsche U-Boot U 344 die zum alliierten Geleitzug JW-59 gehörende britische Sloop HMS Kite (1.350 ts) durch zwei Treffer mit neuartigen sogenannten Flächen-Absuch-Torpedos (FAT). Das Schiff zerbricht in zwei Teile und sinkt innerhalb weniger Minuten. 212 Mann gehen mit dem Schiff unter oder erfrieren im eiskalten Wasser. Nur 14 Mann werden etwa 40 Minuten nach dem Untergang von dem britischen Zerstörer HMS Keppel gerettet. Von den Geretteten sterben aber später noch einmal fünf an Bord des Zerstörers, so dass von insgesamt 226 Crewangehörigen 217 den Tod finden.
22. Aug. 1944 Tsushima Maru 1.529 Der japanische Frachter Tsushima Maru (6.754 BRT), Teil des Geleitzuges NAMO-103, sollte 1.788 japanische Zivilisten, darunter viele Schulkinder mit ihren Lehrern, von Okinawa nach Kagoshima in Sicherheit zu bringen, wird aber kurz nach der Abfahrt nahe Akuseki Jima von dem amerikanischen U-Boot USS Bowfin torpediert und versenkt. 1.529 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, von den 741 Kindern an Bord überleben nur 59. Die Überlebenden werden erst nach drei Tagen von Küstenfahrzeugen gerettet.
30. Aug. 1944 Jacksonville 76 Etwa 50 Seemeilen nördlich von Londonderry torpediert und versenkt das deutsche U-Boot U 482 den zum alliierten Konvoi CU-36 gehörenden amerikanischen Tanker Jacksonville (10.448 BRT). Das Schiff, beladen mit über 140.000 Barrel Benzin, explodiert sofort in einer über 150 Meter hohen Stichflamme. In der Feuersbrunst kommen 76 von 78 Crewangehörigen des Schiffes ums Leben. Der amerikanische Geleitzerstörer USS Poole kann später nur zwei verletzte Überlebende aufnehmen.
08. Sep. 1944 Rex 0 Der italienische Luxusliner Rex (51.062 BRT), das größte jemals in Italien gebaute Passagierschiff, das nach der italienischen Kapitulation 1943 an die Deutschen gefallen und als Stations- und Lazarettschiff genutzt worden war, wird nahe Triest von britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern mit Raketen in Brand geschossen. Der große Dampfer brennt vier Tage lang und kentert schließlich im flachen Küstengewässer nahe der Insel Koper. Zuvor hatten die Alliierten befürchtet, dass die Deutschen das Schiff als Blockschiff im Hafen von Triest versenken wollten, weswegen der Luftangriff angeordnet worden war. Das Wrack wird ab 1947 abgebrochen.
08. Sep. 1944 Empire Heritage 112 Der große britische Tanker Empire Heritage (15.702 BRT), Teil des alliierten Konvois HX-305, wird etwa 25 Seemeilen westnordwestlich von Malin Head von dem deutschen U-Boot U 482 zweimal torpediert. Das Schiff kentert und sinkt innerhalb von 17 Minuten, wobei 112 Menschen den Tod finden (50 Crewangehörige, acht Kanoniere, ein Armeeangehöriger und 53 Passagiere). Nur 51 Überlebende werden später von dem britischen U-Jagd-Trawler HMS Northern Wave gerettet.
09. Sep. 1944 San Marco ≈ 150 Der kleine italienische Passagier- und Küstendampfer San Marco (276 BRT) fällt in der nördlichen Adria zwischen Savudrija (Kroatien) und Piran (Slowenien) einem deutschen Fliegerangriff zum Opfer. Etwa 150 zivile Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter viele Frauen und Kinder, kommen ums Leben.
12. Sep. 1944 Rakuyo Maru 1.018 Das japanische Fracht- und Passagierschiff Rakuyo Maru (9.500 BRT) soll 1.318 überwiegend britische und australische Kriegsgefangene, die den Bau des Death Railway zwischen Burma und Thailand überlebt haben, von Singapur nach Japan bringen. Der Konvoi wird jedoch südlich von Taiwan von amerikanischen U-Booten angegriffen. Hierbei versenkt die USS Sealion die Rakuyo Maru. Fast alle Gefangenen können sich aus dem Schiff retten, doch die japanischen Eskortschiffe nehmen lediglich 157 Schiffbrüchige an Bord und überlassen den Rest seinem Schicksal. 159 Männer, von denen sieben nach ihrer Rettung sterben, werden von amerikanischen U-Booten gerettet, 1.009 Kriegsgefangene und 9 japanischer Besatzungsmitglieder sterben.
17. Sep. 1944 Unyō ≈ 240 Der japanische Geleitflugzeugträger Unyō (17.830 ts), auf dem Weg von Singapur nach Fukuoka und Teil der Eskorte des Konvois HI-74, wird in den Nachtstunden südöstlich von Hongkong von zwei Torpedos des amerikanischen U-Bootes USS Barb getroffen und schwer beschädigt. An Bord befinden sich rund 800 Crewangehörige und etwa 200 Werftarbeiter und Passagiere. Sieben Stunden lang kämpft die Crew gegen die Wassereinbrüche, dann sinkt das Schiff in den Morgenstunden über den Bug. Mit dem Träger gehen rund 240 Seeleute und Passagiere unter, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kimura Ikuzo. 761 Mann werden von Geleitschiffen gerettet.
18. Sep. 1944 Junyo Maru ≈ 5.620 Der japanische Frachter Junyo Maru (5.065 BRT), mit 4.200 indonesischen Zwangsarbeitern und 1.449 alliierten Kriegsgefangenen (darunter 1.377 Holländer) sowie rund 700 japanischen Soldaten und Seeleuten an Bord und auf dem Weg von Batavia (Java) nach Padang (Sumatra), wird kurz vor seiner Ankunft durch das britische U-Boot HMS Tradewind torpediert. Das völlig überladene Schiff erhält einen Torpedotreffer und sinkt etwa 18 Seemeilen südwestlich von Mukomuko (Sumatra). Beim Untergang des Schiffs sterben etwa 5.620 Menschen. 723 Überlebende werden von zwei japanischen Begleitschiffen gerettet. Es ist dies die schlimmste und opferreichste Schiffsversenkung während des gesamten Pazifikkrieges.
22. Sep. 1944 Hofuku Maru 1.047 Der japanische Transporter Hofuku Maru (5.825 BRT) mit 1.289 britischen und holländischen Kriegsgefangenen an Bord ist Teil des Konvois MATA-27, der von Manila nach Japan fahren soll, aber vor der Küste von Luzon von amerikanischen Kampfflugzeugen angegriffen wird. 40 Maschinen attackieren die Hofuku Maru und versenken das Schiff, wobei 1.047 der Gefangenen sterben.
22. Sep. 1944 Moero 655 Während der Räumung von Reval durch die Wehrmacht wird der mit 1.273 Flüchtlingen, Soldaten und Verwundeten beladene deutsche Frachter Moero (5.272 BRT) nahe Windau von sowjetischen Douglas A-20-Bombern angegriffen und durch einen Lufttorpedo versenkt. 655 Menschen gehen mit dem Schiff unter. 618 Überlebende werden von Minensuchbooten gerettet.
23./24. Sep. 1944 Brillant 64 In der Karasee, nahe den Mohn-Inseln, versenkt das deutsche U-Boot U 957 die sowjetische Korvette Brilliant (550 ts). Das Schiff, eingesetzt zur Sicherung des von der Laptewsee in Richtung Port Dikson laufenden sowjetischen Konvois VD-1, wird gegen Mitternacht torpediert und sinkt innerhalb weniger Minuten. Von den 64 Besatzungsangehörigen kann niemand gerettet werden.
25. Sep. 1944 USS Miantonomah 58 Der amerikanische Minenleger USS Miantonomah (3.110 ts), eingesetzt zur Unterstützung der alliierten Minenräumkräfte vor den kurz zuvor von den Alliierten befreiten Häfen in Nordwestfrankreich, gerät vor dem Hafen von Le Havre auf eine deutsche Grundmine. Die Explosion der Mine zertrümmert den Kiel und lässt auch die Kessel des Schiffes platzen, welches daraufhin kentert und innerhalb von 20 Minuten sinkt. 58 von 202 Crewangehörigen finden dabei den Tod.
27. Sep. 1944 Ural Maru ≈ 2.000 Der japanische Frachter Ural Maru (6.374 BRT), Teil des von Miri (Borneo) nach Manila laufenden Konvois MIMA-11 und mit (geschätzt) 6.000 Menschen an Bord (darunter japanische Verwundete, Krankenschwestern und sogenannte Trostfrauen), wird westlich von Luzon von dem amerikanischen U-Boot USS Flasher durch zwei Torpedoschüsse versenkt. Das Schiff ist nicht als Verwundetentransporter gekennzeichnet. Die Anzahl der Todesopfer ist nicht ganz gesichert, es wird aber geschätzt, dass rund 2.000 Menschen beim Untergang ums Leben gekommen sind. Etwa 4.000 Überlebende sollen von japanischen Eskortschiffen gerettet worden sein.
23. Okt. 1944 Atago 359 In der Palawanstraße (Philippinen) versenkt das amerikanische U-Boot Darter den japanischen Schweren Kreuzer Atago (13.140 ts) durch vier Torpedotreffer. Das Schiff, Teil der an der Leyte-Schlacht teilnehmenden japanischen Seestreitkräfte, sinkt innerhalb von 20 Minuten. 359 Seeleute kommen ums Leben, 529 Mann werden von japanischen Zerstörern gerettet, darunter auch der Kommandant.
23. Okt. 1944 Maya 336 In der Palawanstraße (Philippinen) versenkt das amerikanische U-Boot USS Dace aus einem japanischen Flottenverband den Schweren Kreuzer Maya (13.140 ts) durch vier Torpedotreffer. Das Schiff kentert und sinkt in nur acht Minuten. Die Amerikaner hatten zuvor durch ihre Funkaufklärung von der Route des Verbandes, der Teil der an der Leyte-Schlacht teilnehmenden japanischen Seestreitkräfte ist, erfahren. Mit dem Schiff gehen 336 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Ooe Ranji, unter. Etwa 770 Mann werden vom Zerstörer Akishimo gerettet.
24. Okt. 1944 Arisan Maru ≈ 1.890 Der japanische Transporter Arisan Maru (6.886 BRT), auf dem Weg von Manila nach Japan, hat knapp 1.800 amerikanische Kriegsgefangene sowie rund 100 philippinische Zivilinternierte an Bord, als er etwa 200 Seemeilen nordwestlich von Luzon durch das amerikanische U-Boot USS Snook dreimal torpediert und versenkt wird. Da die Geleitschiffe nur die japanische Besatzung retten, überleben nur acht (oder neun?) Kriegsgefangene. Schätzungsweise 1.890 Menschen sterben, darunter 1.782 amerikanische Kriegsgefangene. Es ist dies die höchste Zahl an amerikanischen Todesopfern bei einer einzigen Schiffsversenkung bis heute (2010).
24. Okt. 1944 Musashi 1.023 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte wird das japanische Schlachtschiff Musashi (69.646 ts) in der Sibuyan-See von über 250 amerikanischen Trägerflugzeugen der Task Force 38 in mehreren Wellen angegriffen und versenkt. Die Attacken ziehen sich über einen Zeitraum von fast sechs Stunden hin. Nach mindestens 19 Lufttorpedo- und 17 Bombentreffern kentert das Schiff in den Abendstunden und sinkt. Von 2.399 Besatzungsangehörigen kommen 1.023 ums Leben, darunter auch der Kommandant, Konteradmiral Inoguchi Toshihira. Die Überlebenden werden von japanischen Zerstörern gerettet.
24. Okt. 1944 Princeton 193 Der amerikanische Flugzeugträger Princeton (11.000 ts) wird während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte etwa 100 Seemeilen nordöstlich von Luzon von einem japanischen Flugzeug mit einer 250-Kilogramm-Bombe getroffen und gerät in Brand. Knapp sechs Stunden später verwüstet eine verheerende Folgeexplosion der Munition und des Treibstoffs das Schiff, das kurz darauf sinkt. Die schwere Explosion verursacht auch starke Schäden an Bord des zu Hilfeleistungen längsseits liegenden amerikanischen Leichten Kreuzers USS Birmingham. Insgesamt sterben 108 Seeleute an Bord der USS Princeton und 85 an Bord des Kreuzers. 1.361 Mann der Crew des Trägers können gerettet werden.
25. Okt. 1944 USS Gambier Bay 130 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte versenken japanische Schlachtschiffe und Kreuzer vor Samar den amerikanischen Geleitträger USS Gambier Bay (7.800 ts). Das Schiff wird von zahlreichen 20,3-cm- und 40,6-cm-Granaten getroffen und sinkt etwa 90 Minuten nach Beginn des Gefechts. Mit dem Schiff gehen 130 Seeleute unter, etwa 800 Mann werden gerettet.
25. Okt. 1944 USS St. Lo 126 Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte versenkt ein japanischer Kamikaze-Bomber vor Samar den amerikanischen Geleitträger USS St. Lo (7.800 ts). Das Flugzeug trifft das Achterschiff, worauf dort ein starker Brand ausbricht, welcher nicht mehr gelöscht werden kann. Eine schwere Folgeexplosion des Treibstoffs und der eigenen Munition verwüstet den Träger kurze Zeit später. Etwa 30 Minuten nach dem Treffer sinkt die USS St. Lo. 126 Mann der Crew kommen ums Leben. Etwa 800 Seeleute werden von Begleitschiffen abgeborgen.
25. Okt. 1944 USS Hoel 253 Der amerikanische Zerstörer USS Hoel (2.050 ts) wird während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte von einer aus Schlachtschiffen und Kreuzern bestehenden japanischen Kampfgruppe vor Samar durch Artilleriefeuer schwer getroffen und sinkt nach etwa 40 Treffern gegen 8.55 Uhr. 253 Mann gehen mit dem Schiff unter. Nur 86 Seeleute überleben.
25. Okt. 1944 Chiyoda ≈ 800 Der japanische Flugzeugträger Chiyoda (11.200 ts) wird während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen attackiert und von vier 454-Kilogramm-Bomben getroffen. Das Schiff bleibt manövrierunfähig liegen und wird, da die übrigen japanischen Schiffe sich nach erfolglosen Schleppversuchen zurückziehen und die Crew nicht abbergen, von einer aus vier Kreuzern und neun Zerstörern bestehenden US-Kampfgruppe gesichtet und durch Artilleriefeuer versenkt. Da zuvor niemand abgeborgen wurde, geht die gesamte Besatzung mit dem Träger unter; schätzungsweise 800 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Jyo Eiichiro, finden den Tod.
25. Okt. 1944 Zuikaku 843 Der japanische Flugzeugträger Zuikaku (25.675 ts) wird während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen gegen 13.45 Uhr attackiert und von sieben Lufttorpedos und neun Bomben getroffen. Das Schiff sinkt daraufhin innerhalb von etwa 30 Minuten. 843 Crewangehörige, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaizuka Takeo, gehen mit dem Träger unter. 862 Mann werden von japanischen Zerstörern gerettet.
25. Okt. 1944 Chitose 904 Der japanische Flugzeugträger Chitose (11.200 ts) wird während der Luft- und Seeschlacht bei Kap Engano von US-Trägerflugzeugen angegriffen und von drei Lufttorpedos getroffen. Etwa eine Stunde nach dem Angriff kentert der Träger und sinkt. Mit der Chitose gehen der Kommandant, Kaigun-Taisa Kishi Yoshiyuki, und 903 Besatzungsmitglieder unter. 601 Überlebende werden vom Leichten Kreuzer Isuzu und einem Zerstörer geborgen.
25. Okt. 1944 Fusō ≈ 1.400 Während der Seeschlacht in der Straße von Surigao versenken amerikanische Schnellboote und Zerstörer im Nachtangriff mit drei oder vier Torpedotreffern (?) das japanische Schlachtschiff Fusō (34.700 ts). Das Schiff kentert in den frühen Morgenstunden, etwa gegen 3.45 Uhr, und geht mit der gesamten Crew von rund 1.400 Mann unter. Es ist nicht bekannt, ob Besatzungsangehörige überlebt haben. Die Fusō ist damit mutmaßlich das größte Kriegsschiff, welches im Zweiten Weltkrieg mit der gesamten Besatzung in Verlust geriet.
25. Okt. 1944 Yamashiro 1.636 Während der Seeschlacht in der Straße von Surigao wird das japanische Schlachtschiff Yamashiro (34.700 ts) von weit überlegenen amerikanischen Seestreitkräften, darunter sechs Schlachtschiffe, im Nachtgefecht zusammengeschossen. Das Schiff sinkt gegen 4.10 Uhr nach zahlreichen schweren 35,6-cm- und 40,6-cm-Artillerie- und mindestens zwei Torpedotreffern. Mit der Yamashiro gehen 1.636 Seeleute unter, darunter auch der Befehlshaber der japanischen Kampfgruppe, Vizeadmiral Shōji Nishimura. Nur zehn Mann der Crew überleben.
31. Okt. 1944 Bremerhaven 376 Das deutsche Lazarettschiff Bremerhaven (5.355 BRT), mit 1.671 Verwundeten, 680 Flüchtlingen, 711 Soldaten und Arbeitskräften und 109 Crewangehörigen (darunter 42 Angehörige des medizinischen Personals) an Bord auf dem Weg von Windau nach Gotenhafen, wird in der Danziger Bucht von fünf sowjetischen Flugzeugen attackiert. Das Schiff wird von einem Lufttorpedo und zwei Bomben getroffen und gerät in Brand. Knapp zehn Stunden nach dem Angriff kentert das Schiff und sinkt. Von den 3.171 Menschen an Bord können 2.795 von heraneilenden Schleppern und Hafenbooten gerettet werden, aber 376 Verwundete kommen in den Flammen um.
05. Nov. 1944 Nachi 881 In der Manilabucht, südlich von Corregidor, versenken rund 70 Flugzeuge der amerikanischen Flugzeugträger Lexington und Ticonderoga den japanischen Schweren Kreuzer Nachi (10.000 ts). Das Schiff wird von sieben oder acht Lufttorpedos, 20 Bomben und zahlreichen Raketen getroffen und wird von mehreren schweren Folgeexplosionen in mehrere Teile zerrissen. 881 Crewmitglieder, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Enpei Kanooka, und Stabsangehörige der japanischen 5. Flotte, gehen mit dem Kreuzer unter. Nur etwa 220 Mann überleben.
12. Nov. 1944 Tirpitz 1.204 Das deutsche Schlachtschiff Tirpitz (45.474 ts), das letzte einsatzbereite Schlachtschiff der Kriegsmarine, sinkt nach einem britischen Bomberangriff etwa drei Seemeilen vor Tromsø an der norwegischen Küste. Das Schiff wird von Avro Lancaster-Bombern mit rund 5.400 Kilogramm schweren Tallboy-Bomben angegriffen und erhält mindestens zwei direkte Treffer und zwei Nahtreffer, welche die Tirpitz zum Kentern bringen. 1.204 Mann der Besatzung kommen dabei ums Leben, 890 Mann können gerettet werden, einige werden in tagelanger Arbeit aus dem Rumpf des gekenterten Wracks mit Schweißgeräten herausgeschnitten.
18. Nov. 1944 Tübingen 9 Das deutsche Lazarettschiff Tübingen (3.509 BRT) wird vor Pola, nahe Kap Promontore, trotz sichtbarer Rot-Kreuz-Markierungen von britischen Bristol Beaufighter-Jagdbombern attackiert, mit Raketen und Bordwaffen in Brand geschossen und schließlich versenkt. Neun Besatzungsangehörige werden dabei getötet. Die zuständigen britischen Dienststellen waren zuvor vorschriftsmäßig von der deutschen Seite über die Fahrtroute der Tübingen, die verwundete Soldaten aus Jugoslawien hätte abholen sollen, informiert worden. Das Kriegsverbrechen bleibt ungesühnt.[4]
20. Nov. 1944 USS Mississinewa 63 Der amerikanische Flottentanker USS Mississinewa (11.316 BRT) wird, während das Schiff im Ulithi-Atoll vor Anker liegt, von einem neu entwickelten bemannten japanischen Selbstmord-Torpedo vom Typ Kaiten getroffen, welcher zuvor außerhalb des Atolls von dem großen Träger-U-Boot I 47 abgesetzt worden war. Der Tanker explodiert sofort und sinkt innerhalb von drei Stunden. 63 Seeleute kommen in dem Inferno um, etwa 180 Mann können sich retten.
21. Nov. 1944 Kongō 1.250 In der Formosastraße versenkt das amerikanische U-Boot Sealion aus einem japanischen Flottenverband das Schlachtschiff Kongō (32.600 ts). Das Schlachtschiff erhält zwei Torpedotreffer und kentert etwa vier Stunden nach den Treffern, vermutlich infolge von fehlerhaft ausgeführten Lecksicherungsmaßnahmen. Mit dem Schiff gehen 1.250 Seeleute unter, nur 237 Mann überleben. Die Rettungsmaßnahmen der Begleitschiffe werden dabei durch dichten Nebel stark erschwert. Es ist dies die einzige Versenkung eines japanischen Schlachtschiffes auf offener See durch ein U-Boot.
24. Nov. 1944 Hansa 84 Das unbewaffnete kleine schwedische Passagierschiff Hansa (563 BRT) wird vor der Insel Gotland ohne Vorwarnung von dem sowjetischen U-Boot L-21 angegriffen und versenkt. Die Detonation des Torpedos ist so heftig, dass sie den Bug vom Rest des Schiffs reißt und die Hansa innerhalb weniger Minuten zum Sinken bringt. Nur zwei Menschen überleben das Unglück.
27. Nov. 1944 Rigel 2.571 Der unter deutscher Flagge fahrende ehemalige norwegische Frachter Rigel (3.828 BRT), im Konvoi fahrend und auf dem Weg von Bodø nach Trondheim, wird nördlich von Namsos, nahe Mosjøen, von Fairey Barracuda-Bombern des britischen Flugzeugträgers HMS Implacable attackiert. An Bord des völlig überladenen Schiffes befinden sich 2.248 sowjetische Kriegsgefangene, 103 norwegische und deutsche Gefangene (desertierte Wehrmachtssoldaten), 29 Crewmitglieder und 458 Angehörige der Wehrmacht. Nach mehreren Bombentreffern gerät der Frachter in Brand und strandet an der Felsenküste. Zahlreiche Schiffbrüchige werden im Wasser treibend von den Flugzeugen mit Bordwaffen beschossen, wodurch sich die Zahl der Opfer noch erhöht. Von insgesamt 2.838 Menschen an Bord kommen letztlich 2.571 ums Leben. Nur 267 Überlebende erreichen später das Ufer. Das halb versunkene Wrack der Rigel wird erst 1969 verschrottet.
29. Nov. 1944 Shinano 1.435 Der japanische Flugzeugträger Shinano (64.800 ts), zum damaligen Zeitpunkt der größte Flugzeugträger der Welt, wird etwa 180 Seemeilen südöstlich von Kap Muroto von dem amerikanischen U-Boot Archerfish gesichtet und viermal torpediert. Das große Schiff, das sich noch in der Ausrüstungsphase befindet und gerade eine Probefahrt absolviert, sinkt schließlich sieben Stunden nach der Torpedierung, da es der noch unerfahrenen Crew nicht gelingt, die Wassereinbrüche einzudämmen. Beim Untergang sterben 1.435 Seeleute, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Toshio Abe. 1.080 Mann (darunter 32 zivile Werftarbeiter) werden von japanischen Zerstörern gerettet. Die Shinano ist das größte Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem U-Boot versenkt wird.
03. Dez. 1944 USS Cooper 191 Der amerikanische Zerstörer USS Cooper (2.610 ts) wird während eines Gefechts in der Bucht von Ormoc vom japanischen Zerstörer Kuwa torpediert und sinkt nach einer heftigen Folgeexplosion der eigenen Munition. 191 Mann gehen mit dem Schiff unter, etwa 140 Seeleute können gerettet werden.
12. Dez. 1944 Z 35 und Z 36 550 Während eines offensiven Minenvorstoßes in den Finnischen Meerbusen (Operation Nil), geraten die beiden deutschen Zerstörer Z 35 und Z 36 (je 2.519 ts) nordöstlich von Reval versehentlich auf die eigene Nashorn-Minensperre und sinken nach mehreren Minentreffern sowie nach Folgeexplosionen der eigenen Minenladung. Im eiskalten Wasser sterben die meisten Überlebenden innerhalb weniger Minuten. Nur 67 Seeleute von Z 35 können später von deutschen Schiffen oder sowjetischen U-Booten geborgen werden. 550 Mann, darunter die gesamte Crew des Zerstörers Z 36, finden den Tod.
15./16. Dez. 1944 Oryoku Maru ≈ 330 Der japanische Passagierdampfer Oryoku Maru (7.363 BRT), beladen mit 1.619 amerikanischen Kriegsgefangenen und auf dem Weg von Manila nach Japan, wird vor Olongapo von Flugzeugen des amerikanischen Flugzeugträgers USS Hornet angegriffen und nach Bombenschäden an der Küste auf Grund gesetzt, um ein Sinken zu vermeiden. Der gestrandete Transporter wird zwei Tage lang von Flugzeugen attackiert und mit Bordwaffen beschossen, ehe die halb verdursteten Gefangenen von den Japanern an den Strand gelassen werden. Insgesamt kommen 286 Kriegsgefangene und etwa 45 japanische Soldaten und Seeleute ums Leben.
19. Dez. 1944 Unryū 1.241 Der japanische Flugzeugträger Unryū (17.150 ts), eingesetzt als Nachschub- und Flugzeugtransporter und auf der Fahrt von Kure nach Manila, wird in den Nachmittagsstunden des 19. Dezember im Ostchinesischen Meer von dem amerikanischen U-Boot USS Redfish zweimal torpediert. Einer der Torpedos trifft dabei eine Sektion im Vorschiff, in welcher 30 Ohka-Kamikaze-Flugbomben zuvor für den Transport eingelagert worden waren. Die daraus resultierende Folgeexplosion verwüstet den Träger völlig und bringt das Schiff in nur sieben Minuten zum Sinken. 1.241 Mann der Crew, darunter auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kaname Konishi, gehen mit der Unryū unter, nur 147 Seeleute können von dem sichernden Zerstörer Shigure geborgen werden. Die Unryū ist der letzte japanische Flugzeugträger, der im Zweiten Weltkrieg auf offener See versenkt wird.
24. Dez. 1944 Robert J. Walker 2 Das amerikanische Liberty-Schiff Robert J. Walker (7.180 BRT) wird im Südwestpazifik, etwa 170 Seemeilen östlich von Sydney, von dem deutschen U-Boot U 862 zweimal torpediert und versenkt. Zwei Mann der Crew kommen dabei ums Leben, 67 Seeleute retten sich in die Beiboote und werden einen Tag später von dem australischen Zerstörer HMAS Quickmatch geborgen. Die Robert J. Walker ist das einzige jemals von einem deutschen U-Boot im Pazifik versenkte Schiff.
24. Dez. 1944 Léopoldville 819 Vor dem Hafen von Cherbourg torpediert am Weihnachtsabend das deutsche U-Boot U 486 den in britischen Diensten stehenden belgischen Truppentransporter Léopoldville (11.509 BRT). Das Schiff, beladen mit über 2.200 amerikanischen Soldaten, wird kurz vor 18.00 Uhr getroffen und sinkt knapp drei Stunden nach dem Torpedotreffer. Da die aus Belgiern und Kongolesen bestehende Crew in den ersten Minuten nach der Torpedierung überhastet die Beiboote stürmt und die GI's ferner sowohl vom belgischen Kapitän als auch von ihren Vorgesetzten keine genaueren Befehle erhalten und zudem nicht über den drohenden Untergang informiert werden, verbleiben viele Soldaten bis zum Zeitpunkt des Sinkens an Bord und gehen mit dem Schiff unter. In der Dunkelheit können aus Cherbourg ausgelaufene Rettungskräfte nur langsam die zahlreichen im Wasser treibenden Schiffbrüchigen aufnehmen. Insgesamt sterben bei der Tragödie 802 amerikanische Soldaten und 17 Crewmitglieder, darunter auch der Kommandant der Léopoldville, Captain Charles Limbor.
28. Dez. 1944 John Burke 68 Der zur Task Group TG 77.11 gehörende amerikanische Frachter John Burke (7.180 BRT), beladen mit Munition und Bomben, wird vor Mindoro von japanischen Kamikaze-Flugzeugen angegriffen und fliegt nach einem Volltreffer sofort in die Luft. Von den 68 Menschen an Bord (40 Crewangehörige und 28 Kanoniere und Wachsoldaten) überlebt niemand. Durch die Explosion werden auch zwei weitere Schiffe stark beschädigt.

1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
04. Jan. 1945 USS Ommaney Bay 95 In der Sulusee wird der amerikanische Geleitträger USS Ommaney Bay (7.800 ts) bei einem japanischen Luftangriff von einem Kamikaze-Flugzeug und von einer 250-Kilogramm-Bombe getroffen, was starke Folgeexplosionen des Flugbenzins auslöst. Der brennende Träger muss alsbald aufgegeben werden und wird in den Abendstunden durch einen Torpedoschuss des US-Zerstörers USS Burns versenkt. Insgesamt sterben 93 Seeleute an Bord des Trägers und zwei Crewangehörige an Bord eines zeitweilig längsseits des Trägers liegenden Geleitzerstörers, die von herumfliegenden Trümmern getroffen worden waren.
09. Jan. 1945 Hisagawa Maru ≈ 2300 Der japanische Konvoi Mo-Ta-30 von Moji (Kyūshū) nach Takao (Formosa) wird am 8. Januar in der Formosastraße von USS Barb, USS Picuda und USS Queenfish angegriffen und erleidet schwere Verluste. Der Großteil der verbliebenen Schiffe wird am nächsten Tag von Flugzeugen der Task Force 38 versenkt. Allein beim Untergang des Truppentransporters Hisagawa Maru sterben um die 2300 Mann.
16. Jan. 1945 Dejatelnyj 117 In der Karasee, etwa 40 Seemeilen östlich von Kap Tereberski, versenkt das deutsche U-Boot U 956 den zum Konvoi KB-1 gehörenden sowjetischen Zerstörer Dejatelnyj (1.215 ts) durch einen neuartigen sogenannten Flächen-Absuch-Torpedo (FAT). Der Zerstörer bricht auseinander und sinkt mit 117 Mann an Bord. Nur sieben Seeleute überleben und können vom sowjetischen Zerstörer Derzkij gerettet werden.
30. Jan. 1945 Wilhelm Gustloff ≈ 9.300 Das deutsche ehemalige KdF-Passagierschiff Wilhelm Gustloff (25.484 BRT), beladen mit (vermutlich) weit über 10.580 Menschen, darunter 8.800 Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und 1.500 Soldaten, wird von dem sowjetischen U-Boot S-13 in der Ostsee, nahe Stolpmünde, mit drei Torpedotreffern versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von knapp einer Stunde. Herbeieilende kleinere deutsche Kriegsschiffe können nur rund 1.240 Menschen in der Finsternis bergen. Schätzungsweise 9.340 Menschen kommen ums Leben. Der Untergang der Wilhelm Gustloff ist bis heute (2015) der verlustreichste Schiffsuntergang der Weltgeschichte bezogen auf ein einzelnes Schiff.
09. Feb. 1945 U 864 73 Vor der norwegischen Südküste, etwa fünf Seemeilen westlich von Fedje, versenkt das britische U-Boot HMS Venturer das deutsche U-Boot U 864 durch einen Torpedotreffer. Mit dem deutschen U-Boot gehen 70 Crewangehörige und drei mitreisende Wissenschaftler unter. Zudem hatte U 864 Baupläne des Düsenjägers Messerschmitt Me 262 und rund 61 Tonnen Quecksilber an Bord, die nach Japan hätten verbracht werden sollen. Bemerkenswert an dieser Versenkung ist, dass beide U-Boote zum Zeitpunkt des Angriffs getaucht waren; bis heute ist dies der einzige Fall in der Seekriegsgeschichte, dass ein getauchtes U-Boot ein anderes getauchtes U-Boot versenken konnte. Die Quecksilber-Ladung von U 864 stellt heute eine ernstzunehmende Umweltbedrohung dar, weswegen die norwegische Regierung Pläne dahingehend verfolgt, das Wrack entweder heben oder unter einer Stein- und Betonschicht versiegeln zu lassen.
10. Feb. 1945 Steuben ≈ 3.500 Der als Flüchtlings- und Verwundetentransporter eingesetzte deutsche Passagierdampfer Steuben (13.325 BRT), beladen mit rund 2.800 Verwundeten, 900 Flüchtlingen und etwa 400 Besatzungsangehörigen und Lazarettpersonal, wird nahe Stolpmünde von dem sowjetischen U-Boot S-13 mit zwei Torpedoschüssen versenkt. Von den rund 4.200 Menschen an Bord können in der Dunkelheit nur 661 von einem kleinen Begleitschiff gerettet werden. Schätzungsweise 3.500 Menschen kommen ums Leben.
21. Feb. 1945 USS Bismarck Sea 318 Während der Schlacht um Iwo Jima greifen japanische Kamikaze-Flugzeuge die nahe der Ogasawara-Inseln aufgestellten amerikanischen Deckungsstreitkräfte an. Dabei treffen zwei Maschinen den Geleitflugzeugträger USS Bismarck Sea (7.800 ts), der darauf in Brand gerät. Da die Feuer nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden können und sich zudem mehrere Folgeexplosionen der Munition ereignen, wird das Schiff aufgegeben. Der Träger sinkt etwa 45 Minuten nach den Treffern. 318 Mann gehen mit der USS Bismarck Sea unter.
06. Mär. 1945 Robert Möhring 353 Das deutsche Lazarettschiff Robert Möhring (3.344 BRT) wird auf der Reede vor Sassnitz (Rügen) von sowjetischen Bombern angegriffen und sinkt nach einem Volltreffer durch eine 250-Kilogramm-Bombe innerhalb von elf Minuten. An Bord befinden sich 737 Verwundete, 20 Flüchtlinge und 59 Crewangehörige. Beim Untergang sterben 353 Menschen, zumeist Verwundete. 463 Menschen werden von Küstenfahrzeugen gerettet.
12. Mär. 1945 Andros ≈ 570 Der mit etwa 2.000 Flüchtlingen beladene und aus Pillau kommende deutsche Frachter Andros (2.995 BRT) gerät im Hafen von Swinemünde in einen schweren Luftangriff von 671 amerikanischen Bombern. Dabei treffen zwei 454-Kilogramm-Bomben das Schiff und bringen es innerhalb von sieben Minuten zum Sinken. Rund 570 Menschen kommen durch die Bombentreffer ums Leben oder ertrinken. Etwa 1.450 Menschen können sich ans Ufer retten.
20. Mär. 1945 HMS Lapwing 168 Vor der Halbinsel Kola versenkt das deutsche U-Boot U 968 die zum alliierten Nordmeergeleitzug JW-65 gehörende britische Sloop HMS Lapwing (1.350 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten. 168 Seeleute finden dabei den Tod, 61 Überlebende werden später vom britischen Zerstörer HMS Savage gerettet.
26. Mär. 1945 USS Halligan 162 Der amerikanische Zerstörer USS Halligan (2.325 ts) läuft während der Schlacht um Okinawa, etwa auf halbem Weg zwischen Okinawa und Kerama Retto, auf eine japanische Mine auf. Die Explosion zerstört das komplette Vorschiff und tötet 162 Crewangehörige, darunter 19 von 21 Offizieren an Bord. Das noch schwimmfähige Wrack strandet später nahe der Insel Tokashiki und wird zum Totalverlust. Etwa 130 Seeleute können von amerikanischen Wach- und Landungsbooten gerettet werden.
28. Mär. 1945 Oklahoma 50 Im Mittelatlantik, etwa 700 Seemeilen nordöstlich von Brasilien, wird der einzeln fahrende amerikanische Tanker Oklahoma (9.298 BRT) von dem deutschen U-Boot U 532 torpediert. Das mit über 100.000 Barrel Kerosin beladene Schiff explodiert sofort und sinkt mit 50 Crewangehörigen an Bord. 22 Überlebende werden erst am 14. April von dem US-Tanker Delaware gerettet.
01. Apr. 1945 Awa Maru 2.002 In der Formosastraße versenkt das amerikanische U-Boot USS Queenfish in stürmischem Wetter das japanische Repatriierungsschiff Awa Maru (11.249 BRT) mit vier Torpedotreffern. Von den 2.003 Menschen an Bord, zumeist japanische Zivilisten, kann nur ein einziger Überlebender gerettet werden. Die Versenkung verursacht eine starke Kontroverse, da nach einer Vereinbarung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten solchen Schiffen, die auch Güter des Roten Kreuzes für Kriegsgefangene transportierten, gegenseitig freies Geleit eingeräumt worden war. Der Kommandant der USS Queenfish, Commander Charles E. Loughlin, wird später wegen dieser Versenkung vor ein Kriegsgericht gestellt und abgemahnt. Zugleich entschuldigen sich die USA bei Japan auch für diese Torpedierung. Nachdem allerdings später bekannt wird, dass die Awa Maru auch kriegswichtige Güter, unter anderem Zinn und Gummi, an Bord gehabt hatte, ziehen die Vereinigten Staaten die Entschuldigung wieder zurück.
06. Apr. 1945 USS Colhoun und USS Emmons und USS Bush 182 Vor Okinawa greifen japanische Kamikaze-Flugzeuge die amerikanischen Radar- und Vorpostenzerstörer an und versenken dabei aus einer US-Kampfgruppe die drei Zerstörer USS Colhoun (2.325 ts), USS Emmons (1.839 ts) und USS Bush (2.325 ts). Die Kamikaze versenken zunächst die USS Bush durch drei Treffer und dann auch die zu Hilfe herankommende USS Colhoun sowie den etwas abseits stehenden Minensuch-Zerstörer USS Emmons. Insgesamt sterben 182 amerikanische Seeleute, davon alleine 87 an Bord der USS Bush. Rund 680 Mann von allen drei Schiffen werden gerettet.
07. Apr. 1945 Yamato 2.510 Während des letzten operativen Vorstoßes der japanischen Flotte in Richtung Okinawa, wird das Schlachtschiff Yamato (69.646 ts) von etwa 390 amerikanischen Trägerflugzeugen in mehreren Wellen attackiert und von mindestens 13 Torpedos und acht bis 15 Bomben getroffen. Nach knapp zwei Stunden pausenlosen Angriffen sinkt das Schiff. Mit der Yamato gehen 2.510 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant. Nur 269 Überlebende können geborgen werden.
07. Apr. 1945 Yahagi 446 Während des letzten operativen Vorstoßes der japanischen Flotte in Richtung Okinawa, wird der japanische Leichte Kreuzer Yahagi (6.652 ts), eines der Begleitschiffe der Yamato, von zahlreichen amerikanischen Trägerflugzeugen attackiert und sinkt nach mindestens sieben Torpedotreffern sowie zehn Bombentreffern. 446 Seeleute gehen mit dem Schiff unter.
09./10. Apr. 1945 Admiral Scheer 32 Bei einem nächtlichen britischen Luftangriff auf den Hafen von Kiel wird der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Scheer (13.600 ts) von fünf Bomben getroffen und kentert an seinem Liegeplatz. Da der Großteil der Besatzung sich während des Angriffs in einem Bunker an Land aufhält, kommen nur 32 Mann ums Leben.
11. Apr. 1945 Moltkefels ≈ 500 Auf der Reede vor Hela wird der mit schätzungsweise 2.700 Flüchtlingen, 1.000 Verwundeten und 300 Soldaten beladene deutsche Frachter Moltkefels (7.863 BRT) bei sowjetischen Luftangriffen von vier Bomben getroffen und gerät in Brand. Obwohl viele Menschen an Bord von herbeieilenden Schiffen abgeborgen werden können und der Dampfer schließlich an der Küste auf Grund gesetzt werden kann, kommen etwa 500 Menschen in den Flammen um.
11. Apr. 1945 Posen ≈ 300 Auf der Reede vor Hela wird das deutsche Lazarettschiff Posen (1.069 BRT) von sowjetischen Flugzeugen attackiert und mit Bomben in Brand geworfen. An Bord befinden sich 540 Verwundete, 100 Flüchtlinge und rund 80 Crewangehörige. Das brennende Schiff wird an der Küste auf Grund gesetzt. Insgesamt kommen etwa 300 Menschen ums Leben, zumeist Verwundete.
12. Apr. 1945 USS Mannert L. Abele 73 Während der Schlacht um Okinawa wird der auf Radarvorposten stehende amerikanische Zerstörer USS Mannert L. Abele (2.200 ts) von zwei neuartigen japanischen Ohka-Flugbomben getroffen und sinkt. 73 Mann der Crew finden dabei den Tod. Es ist die erste und einzige Versenkung eines Schiffes durch die Okha-Kamikaze-Flugbombe.
13. Apr. 1945 Karlsruhe ≈ 970 Vor der Küste Pommerns wird der kleine deutsche Frachter Karlsruhe (897 BRT), mit rund 1.080 Flüchtlingen und Crewangehörigen an Bord und auf dem Weg von Pillau nach Kopenhagen, von sowjetischen Torpedobombern angegriffen und durch zwei Lufttorpedotreffer versenkt. Das Schiff sinkt in nur drei Minuten. Nur 113 Überlebende werden von zwei Sicherungsschiffen gerettet. Schätzungsweise 970 Menschen finden den Tod.
16. Apr. 1945 Goya ≈ 7.000 Der deutsche Frachter Goya (5.230 BRT) wird auf der Ostsee, westlich von Hela, von dem sowjetischen U-Boot L-3 in der Nacht zweimal torpediert und versenkt. Das Schiff, beladen mit vermutlich über 7.200 Soldaten, Flüchtlingen und Verwundeten, sinkt innerhalb von nur sieben Minuten. Nur etwa 170 Überlebende können von einem Minensuchboot gerettet werden. Schätzungsweise 7.000 Menschen finden den Tod.
16. Apr. 1945 USS Pringle 62 Vor Okinawa versenken japanische Kamikaze-Bomber den auf Vorposten stehenden amerikanischen Zerstörer USS Pringle (2.325 ts). Der Zerstörer wird nacheinander von drei Kamikaze getroffen, von denen einer zudem noch eine 800-Kilogramm-Bombe trägt, und bricht auseinander. 62 Seeleute gehen mit dem Schiff unter, etwa 250 Mann überleben.
24. Apr. 1945 USS Frederick C. Davis 126 Im Nordatlantik, etwa 570 Seemeilen östlich von Neufundland, versenkt das deutsche U-Boot U 546 den amerikanischen Geleitzerstörer USS Frederick C. Davis (1.253 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. Das Schiff, Teil der Operation Teardrop, bricht auseinander und geht mit 126 Mann an Bord unter, nur 66 Crewmitglieder überleben. Die USS Frederick C. Davis ist das letzte amerikanische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg durch einen deutschen U-Boot-Angriff in Verlust gerät.
27. Apr. 1945 Canada Victory 43 + 39 Vor Okinawa treffen japanische Kamikaze-Flugzeuge den amerikanischen Munitionstransporter Canada Victory (7.608 BRT), der daraufhin nahe der Küste, vor Yomitan, sinkt. 43 US-Seeleute finden dabei den Tod. Das in seichtem Wasser liegende Wrack des Schiffes wird fast 13 Jahre später, im April 1958, von japanischen Bergetauchern untersucht. Diese versuchen mit kleineren Sprengladungen Stahlteile aus dem Rumpf zu lösen, um diese an Abwrackunternehmen verkaufen zu können. Dabei explodiert jedoch ein Teil der noch im Rumpf lagernden Munition. Die schwere Folgeexplosion tötet 39 Taucher und Angehörige einer Crew eines Tauchschiffes.
29. Apr. 1945 HMS Goodall 112 Vor der Halbinsel Kola, etwa sieben Seemeilen vor dem Hafen von Murmansk, versenkt das deutsche U-Boot U 286 die zum alliierten Nordmeergeleitzug RA-66 gehörende britische Fregatte HMS Goodall (1.150 ts) durch einen akustisch gesteuerten Zaunkönig-Torpedo. 112 Mann gehen mit dem Schiff unter, 44 Überlebende werden von anderen britischen Schiffen gerettet. Es ist dies das letzte britische Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wird.
03. Mai 1945 Cap Arcona ≈ 4.500 Der in der Lübecker Bucht ankernde deutsche ehemalige Passagierdampfer Cap Arcona (27.561 BRT) wird von Hawker Typhoon-Jagdbombern der Royal Air Force mit Raketen und Bordwaffen in Brand geschossen, brennt aus und kentert. An Bord befinden sich rund 4.600 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme. Fast alle Häftlinge an Bord der Cap Arcona verbrennen, kommen in der kalten Ostsee ums Leben oder werden von Wachmannschaften, die die Lukendeckel verschlossen halten, erschossen. Mindestens 4.500 Menschen sterben.
03. Mai 1945 Thielbek ≈ 2.700 Der in der Lübecker Bucht ankernde deutsche Frachter Thielbeck (2.815 BRT), wie die Cap Arcona mit Häftlingen aus dem KZ Neuengamme beladen, wird von Hawker Typhoon-Jagdbombern der Royal Air Force mit Raketen und Bordwaffen in Brand geschossen, brennt aus und kentert. Schätzungsweise 2.700 Menschen (von etwa 2.800 an Bord befindlichen Personen) finden bei dem Angriff den Tod. Das Wrack wird 1949 gehoben.
03. Mai 1945 Emden 0 Der deutsche Leichte Kreuzer Emden (6.056 ts) wird in der Heikendorfer Bucht von der eigenen Besatzung gesprengt. Zuvor war das Schiff in der Nacht des 9./10. April bei einem britischen Luftangriff auf den Hafen von Kiel durch Bombentreffer schwer beschädigt worden. Das Wrack wird 1948 abgebrochen.
03. Mai 1945 USS Luce 150 Während der Schlacht um Okinawa wird der nahe der Ryūkyū-Inseln auf Radarvorposten stehende amerikanische Zerstörer USS Luce (2.325 ts) von japanischen Kamikaze-Flugzeugen angegriffen und mindestens zwei Mal getroffen. Das Schiff kentert und sinkt mit 150 Mann an Bord, etwa 130 Seeleute werden gerettet.
04. Mai 1945 Orion ≈ 150 Der deutsche Frachter Orion (15.700 BRT), beladen mit rund 4.000 Flüchtlingen und unterwegs nach Kopenhagen, wird auf der Reede vor Swinemünde von sowjetischen Bombern versenkt. Etwa 150 Menschen kommen ums Leben, die übrigen werden von in der Nähe befindlichen Schiffen gerettet. Das Wrack wird 1952 verschrottet.
04. Mai 1945 USS Morrison 152 Vor Okinawa versenken japanische Kamikaze-Bomber den amerikanischen Zerstörer USS Morrison (2.325 ts). Das Schiff wird von rund 25 Flugzeugen angegriffen und mindestens vier Mal getroffen. Eine daraus resultierende heftige Folgeexplosion der eigenen Torpedos versenkt den Zerstörer innerhalb von zwei Minuten. Insgesamt sterben 152 Seeleute, etwa 140 Mann werden gerettet.
07. Mai 1945 NYMS 382 22 Nördlich von Cherbourg versenkt das deutsche U-Boot U 1023 das kleine norwegische Minensuchboot NYMS 382 (335 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gehen 22 Seeleute unter, darunter auch der Kommandant, Lieutenant Trygve Sjøvold. Nur zehn Mann überleben. Es ist dies die letzte Versenkung eines alliierten Kriegsschiffes durch ein deutsches U-Boot im Zweiten Weltkrieg. Nur rund drei Stunden nach dem Torpedoangriff tritt die deutsche Kapitulation in Kraft und endet der Krieg in Europa.
07. Mai 1945 Avondale Park 2 Nahe der Isle of May versenkt das deutsche U-Boot U 2336 das zum alliierten Konvoi EN-591 gehörende kanadische Frachtschiff Avondale Park (2.878 BRT) durch einen Torpedotreffer. Zwei Mann von dessen Crew finden dabei den Tod, 36 Überlebende werden von britischen Schiffen gerettet. Der Torpedoangriff findet exakt 54 Minuten vor Mitternacht und somit vor dem Inkrafttreten der deutschen Kapitulation statt. Die Avondale Park ist das letzte alliierte Handelsschiff, das im Zweiten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt wird.
15./16. Mai 1945 Haguro ≈ 900 In der Malakkastraße, etwa 55 Seemeilen vor Penang, versenkt die aus fünf Schiffen bestehende britische 26. Zerstörer-Flottille in einem überraschenden Torpedo-Nachtangriff den japanischen Schweren Kreuzer Haguro (10.000 ts). Das Schiff, das zuvor von den Alliierten beinahe eine Woche lang gezielt gejagt wurde (Operation Dukedom), wird von vier oder fünf Torpedos getroffen (?) und sinkt innerhalb von etwa 40 Minuten. Mit dem Kreuzer gehen rund 900 Crewangehörige unter, darunter auch der Kommandant, Konteradmiral Kaju Sugiura. 320 Mann können von dem Zerstörer Kamikaze gerettet werden.
28. Mai 1945 USS Drexler 158 Der amerikanische Zerstörer USS Drexler (2.220 ts) wird auf seinem Radarvorposten vor Okinawa von Kamikazefliegern angegriffen und sinkt schließlich nach drei Treffern und einer schweren Explosion an Bord. 158 Mann gehen mit dem Schiff unter, 177 Crewangehörige überleben.
08. Juni 1945 Ashigara ≈ 1.200 Der japanische Schwere Kreuzer Ashigara (10.000 ts), beladen mit etwa 1.600 Heeressoldaten und auf dem Weg nach Singapur, wird in der Bangkastraße, östlich von Sumatra, von dem britischen U-Boot HMS Trenchant gesichtet und mit insgesamt fünf Torpedoschüssen versenkt. Das Schiff sinkt innerhalb von 20 Minuten. Ein Begleitzerstörer kann zwar etwa 1.250 Crewangehörige und Soldaten retten, aber dennoch gehen schätzungsweise 1.200 Soldaten und Seeleute mit dem Schiff unter.
24. Juli 1945 Hyūga ≈ 200 Etwa 15 Seemeilen südlich von Kure, nahe Nasake Jima, versenken über 200 amerikanische Trägerflugzeuge der Task Force 38 in mehreren Angriffswellen das ankernde japanische Schlachtschiff Hyūga (35.350 ts). Das wegen Treibstoffmangels kaum mehr einsatzbereite Schiff wird von mindestens zehn Bomben getroffen und beginnt langsam zu sinken, weswegen die Crew die Hyūga am Ufer der naheliegenden Insel Nasake Jima auf Grund setzt. Etwa 200 Crewangehörige, darunter auch der Kommandant, Konteradmiral Kusakawa Kiyoshi, kommen bei den Luftangriffen ums Leben. Das halb versunkene Wrack wird 1946 gehoben und verschrottet.
24. Juli 1945 USS Underhill 112 Der amerikanische Geleitzerstörer USS Underhill (1.400 ts) wird, während sich das Schiff auf einer Geleitschutz- und U-Jagd-Mission etwa 250 Seemeilen nordöstlich von Luzon befindet, von einem bemannten japanischen Selbstmord-Torpedo vom Typ Kaiten getroffen, der zuvor von dem Träger-U-Boot I 53 abgesetzt worden war. Die USS Underhill zerbricht in zwei Teile und sinkt mit 112 Mann an Bord. 122 Seeleute werden von anderen US-Schiffen gerettet.
28. Juli 1945 Haruna 65 Im Hafen von Kure versenken amerikanischen Trägerflugzeuge und landgestützte Bomber vom Typ Consolidated B-24 das japanische Schlachtschiff Haruna (32.670 ts). Das vor Anker liegende Schiff, das wegen Treibstoffmangels nicht mehr eingesetzt werden kann, wird in mehreren Wellen angegriffen und dabei von neun 454-Kilogramm-Bomben direkt getroffen und durch zehn oder 13 Nahtreffer (?) beschädigt. Schließlich sinkt die Haruna mit dem Heck im seichten Wasser auf Grund und wird aufgegeben. 65 Crewangehörige finden dabei den Tod.
28. Juli 1945 Ōyodo ≈ 300 Der japanische Leichte Kreuzer Ōyodo (8.164 ts) wird in der Bucht von Hiroshima, nahe Eta Jima, von zahlreichen US-Trägerflugzeugen der Task Force 38 angegriffen und erhält mindestens sechs Bombentreffer. Der Kreuzer, der bereits am 24. Juli durch vier Bombentreffer beschädigt worden war, kentert daraufhin und bleibt umgekippt im seichten Wasser liegen. Rund 300 Mann kommen bei den Luftangriffen ums Leben. Etwa 600 Mann überleben und erreichen die nur etwa 150 Meter entfernte Küste.
28. Juli 1945 Ise ≈ 50 Das japanische Schlachtschiff Ise (35.350 ts), das wegen Treibstoffmangels nicht mehr einsatzbereit ist, wird in der Straße von Ondo Seto, etwa auf halbem Weg zwischen Kure und Kurahashi Jima, von Flugzeugen der Task Force 38 mehrfach angegriffen und erhält mindestens 16 Bombentreffer. Das Schiff, das bereits am 24. Juli bei Luftangriffen beschädigt worden war, sinkt schließlich im flachen Wasser langsam auf Grund und wird etwa vier Stunden nach den Attacken, etwa gegen 18.00 Uhr, aufgegeben. Etwa 50 Seeleute kommen bei diesen Angriffen ums Leben. Unter den Toten ist auch der Kommandant, Kaigun-Taisa Kakuro Mutaguchi.
28. Juli 1945 USS Callaghan 47 Der auf Radarvorposten stehende amerikanische Zerstörer USS Callaghan (2.325 ts) sinkt nahe der Ryūkyū-Inseln nach einem Kamikaze-Treffer. 47 Crewangehörige finden dabei den Tod, etwa 250 Mann können gerettet werden. Es ist dies der letzte amerikanische Zerstörerverlust im Zweiten Weltkrieg.
30. Juli 1945 USS Indianapolis 880 Der amerikanische Schwere Kreuzer USS Indianapolis (10.100 ts) wird im westlichen Pazifik, etwa auf halber Strecke zwischen Guam und den Philippinen, von dem japanischen U-Boot I-58 mit zwei Torpedotreffern versenkt. Der Kreuzer hatte zuvor Teile der Atombombe Little Boy nach den Marianen-Inseln gebracht und fuhr unter strenger Geheimhaltung, weswegen das Schiff nicht sofort vermisst und gesucht wurde. Erst nach vier Tagen werden erste Überlebende geborgen. Insgesamt sterben 880 von 1.196 Crewmitgliedern.

Seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Name Opfer Beschreibung
24. Februar 1946 Lichtwark 101 In Höhe der Ostebank läuft die der Hamburger HADAG gehörende Motorbarkasse Lichtwark im Sturm auf eine Seemine und sinkt. Von den 110 an Bord befindlichen Personen, deutsche Marinesoldaten, die sich zum Minenräumdienst auf der Elbe gemeldet hatten, sterben 101. Das Schiff hatte auf Befehl der damaligen britischen Militärregierung die Fahrt angetreten, obwohl der Kapitän zuvor wegen des schlechten Wetters um eine Verschiebung der Fahrt gebeten hatte. Das Schiff wurde später wieder gehoben und als Castello bis 1977 in Fahrt gehalten.
20. Juli 1946 Leipzig 0 Der ehemalige deutsche Leichte Kreuzer Leipzig (7.385 ts), der 1945 bei der deutschen Kapitulation in Dänemark gelegen hatte und an die Alliierten gefallen war, wird in der Nordsee, südwestlich von Farsund (Norwegen), von einem alliierten Sprengkommando versenkt. Vermutlich war das Schiff bei der Versenkung mit Munitionsresten der Wehrmacht beladen, unklar ist hierbei allerdings, ob es sich dabei um Giftgasmunition gehandelt hat (wie verschiedentlich dargelegt wird).
22. Dez. 1946 Prinz Eugen 0 Der ehemalige deutsche Schwere Kreuzer Prinz Eugen (14.680 ts), der bei Kriegsende 1945 in Dänemark gelegen hatte und als Kriegsbeute an die Amerikaner gefallen war, sinkt im Kwajalein-Atoll infolge von zahlreichen kleineren Lecks. Zuvor war der Kreuzer als Zielschiff bei den US-Atomwaffentests auf dem Bikini-Atoll im Juli 1946 (Operation Crossroads) eingesetzt und erheblich beschädigt sowie verstrahlt worden.
19. Jan. 1947 Heimara 378 Der griechische Küstendampfer Heimara (1.427 BRT), auf der Fahrt von Thessaloniki nach Piräus und mit 524 Passagieren und 80 Crewmitgliedern an Bord, erleidet nahe der Gavrionisia-Inselgruppe einen Minentreffer und sinkt innerhalb weniger Minuten. 378 Menschen finden bei der Katastrophe den Tod. Die Herkunft der mutmaßlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Mine ist nicht geklärt, es ist jedoch einer der schlimmsten und opferreichsten Schiffsverluste in Friedenszeiten in griechischen Gewässern.
03. Mär. 1947 Luana 12 Der italienische Frachtsegler Luana (1.020 BRT), mit einer Ladung Bauxit auf dem Weg von Manfredonia nach Venedig, läuft etwa 20 Seemeilen südlich von Kap Kamenjak auf eine aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Seemine unbekannter Herkunft auf und sinkt. Zwölf Seeleute kommen dabei ums Leben.
07. Okt. 1947 Betty Hindley 1 Südlich von Scarborough läuft der britische Frachter Betty Hindley (1.771 BRT) auf eine deutsche Mine auf und sinkt, zweieinhalb Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Dabei kommt ein Crewmitglied ums Leben und werden zwei weitere Seeleute verletzt. Die Betty Hindley ist vermutlich das letzte alliierte Handelsschiff, das nachweislich durch eine aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Mine versenkt wird.
11. Juni 1948 Kjøbenhavn 48 – >150 Vor Aalborg läuft das aus Kopenhagen kommende dänische Passagierschiff Kjøbenhavn (1.670 BRT) auf eine vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Treibmine und sinkt binnen zehn Minuten. Von den an Bord befindlichen Passagieren und Besatzungsmitgliedern können 260–310 gerettet werden, 48 bis >150 finden den Tod.[5]
20. Juni 1948 Altalena 16 Das von der jüdischen Untergrundgruppe Irgun gecharterte Landungsschiff Altalena (1.625 ts), ein ehemaliges US-Panzerlandungsschiff, mit welchem die Irgun unter anderem 940 Kämpfer, 5.000 Gewehre sowie Munition von Frankreich nach Israel bringen wollte, wird nahe Tel Aviv von den regulären israelischen Streitkräften (IDF) unter David Ben-Gurion, die die illegalen Aktivitäten der Irgun beenden wollen, zur Übergabe aufgefordert. Nach dem Scheitern der Verhandlungen wird das Schiff mit Artillerie in Brand geschossen und strandet an der Küste. 16 Irgun-Kämpfer kommen auf dem Schiff und bei Gefechten an Land ums Leben, weitere etwa 200 Mann werden von der IDF gefangen genommen.
04. Dez. 1948 Kiang Ya ≈ 3.100[6] Der mit (vermutlich) knapp 4.000 nationalchinesischen Flüchtlingen, die auf der Flucht vor rotchinesischen Truppen sind, beladene chinesische Passagierdampfer Kiang Ya (3.731 BRT) fährt in der Mündung des Huangpu, etwa 15 Seemeilen vor Wusong (Shanghai), auf eine Mine, die vermutlich von den Japanern noch während des Zweiten Weltkrieges gelegt worden war, und sinkt nach einer schweren Folgeexplosion in den Maschinenräumen. An Bord des Schiffes, das im flachen Wasser auf Grund sinkt, aber dessen Aufbauten noch zeitweilig aus dem Wasser ragen, sterben schätzungsweise 3.100 Menschen. Zwischen 700 und 1.000 Überlebende sollen gerettet worden sein.
15. Sep. 1950 Laplace 51 Westlich von St. Malo, nahe der Baie de la Fresnaye, läuft die zum Wetterbeobachtungsschiff umgebaute französische Fregatte Laplace (1.430 ts) auf eine Mine aus dem Zweiten Weltkrieg und sinkt. 51 Soldaten finden den Tod.[7]
01. Nov. 1956 Domiat 56 Während der Sueskrise trifft im Roten Meer, südlich von Sues, der britische Leichte Kreuzer HMS Newfoundland auf die ägyptische Fregatte Domiat (1.370 ts) und versenkt sie durch Artilleriefeuer. Mit dem Schiff gehen 56 Seeleute unter, 69 Überlebende werden von dem britischen Kreuzer gerettet. Auf britischer Seite gibt es einen Toten und fünf Verwundete. Es ist das letzte Artilleriegefecht zwischen Kriegsschiffen bis heute.
01. Feb. 1960 Berta Kienass 12 Vor Texel sinkt das auf der Reise von Amsterdam nach Kopenhagen befindliche Rendsburger Küstenmotorschiff Berta Kienass so plötzlich, dass kein Notruf abgesetzt werden konnte. Alle zwölf an Bord befindlichen Personen kommen beim Untergang ums Leben. Als Unglücksursache wird eine Minenexplosion angenommen.
13. Jan. 1961 Münsterland 8 Auf der Reise von Esbjerg nach Heröja sinkt das Barßeler Küstenmotorschiff Münsterland (427 BRT) plötzlich im Seegebiet des Skagerraks südlich der norwegischen Hafenstadt Larvik. Alle acht Besatzungsmitglieder finden bei dem Untergang, der vermutlich von der Explosion einer Mine ausgelöst wird, den Tod.
08. Apr. 1961 Dara 238 Vor Dubai kommt es an Bord des mit 819 Passagieren und Besatzungsmitgliedern besetzten britischen Fracht- und Passagierschiff Dara (5.030 BRT) zu einer Explosion und einem anschließenden Großbrand, der schließlich zum Sinken des Schiffes führt. Hierbei finden 238 Passagiere, Besatzungsmitglieder und Feuerwehrleute den Tod. Ursache der Explosion ist vermutlich ein Terroranschlag omanischer Separatisten.
18. Dez. 1961 Afonso de Albuquerque 5 Während der Rückeroberung der portugiesischen Kolonien in Indien durch indische Truppen (Operation Vijay) wird die portugiesische Fregatte Afonso de Albuquerque (1.811 ts) vor dem Hafen von Goa von zahlenmäßig stark überlegenen indischen Seestreitkräften, darunter die Fregatte Betwa, in einem rund einstündigen Gefecht zusammengeschossen und auf den Strand gejagt. Dabei sterben fünf Crewmitglieder, 13 werden verwundet.
15. Jan. 1962 KRI Matjan Tutul ≈ 20 Während des Konfliktes zwischen Indonesien und den Niederlanden über die Zugehörigkeit der niederländischen Kolonie Westneuguinea, werden drei indonesische Torpedoschnellboote, mit Waffen und Insurgenten für den Untergrundkampf an Bord, in der Arafurasee, etwa zehn Seemeilen von Vlakke Hoek entfernt, von dem holländischen Zerstörer Hr. Ms. Evertsen und der Fregatte Hr. Ms. Kortenaer gestellt. Im nachfolgenden Gefecht sinkt das indonesische Torpedoschnellboot KRI Matjan Tutul (183 ts), mit rund 70 Kämpfern und Seeleuten an Bord, nach Artillerietreffern. 52 Überlebende werden danach von den Holländern gerettet. Etwa 20 Menschen kommen ums Leben.
02. Mai 1964 USNS Card 5 Der amerikanische Flugzeugtransporter USNS Card (7.800 ts), es handelt sich um den umgebauten und seit 1958 vom Military Sealift Command eingesetzten ehemaligen Geleitflugzeugträger USS Card, wird während des Vietnamkriegs im Hafen von Saigon von einem nordvietnamesischen Kampfschwimmer mit einer Haftmine versenkt. Fünf Seeleute kommen dabei ums Leben. Das Schiff wird später wieder gehoben und im Dezember 1964 erneut in Dienst genommen. Nach dem Zwischenfall werden die Sicherheitsmaßnahmen in den südvietnamesischen Häfen massiv verstärkt.
21. Okt. 1967 INS Eilat 47 Während einer Patrouillenfahrt nahe Port Said wird der israelische Zerstörer INS Eilat (1.710 ts) in den Nachmittagsstunden des 21. Oktober von mehreren ägyptischen Raketen-Schnellbooten mit Flugkörpern vom Typ SS-N-2 Styx angegriffen. Etwa 15 Seemeilen vor der Küste erhält der Zerstörer mindestens vier Treffer. Die INS Eilat gerät in Brand und sinkt etwa gegen 18.45 Uhr, eine Stunde nach dem ersten Einschlag. Mit dem Schiff gehen 47 Seeleute unter, rund 90 werden verwundet. Es ist die erste Versenkung eines Kriegsschiffes mit schiffsgestützten Marschflugkörpern.
16. Mai 1970 Al Qahar 52 Im Roten Meer, nahe Ras Banas (Südägypten), versenken im Rahmen des sogenannten Abnutzungskriegs israelische Dassault Mirage III-Kampfjets den ägyptischen Zerstörer Al Qahar (1.830 ts) durch Bordwaffen- und Raketenbeschuss. Das brennende Schiff sinkt schließlich mit dem Heck auf Grund und wird aufgegeben. 52 Crewangehörige finden dabei den Tod. Das Wrack liegt noch heute (2010) am Untergangsort, wobei das Vorschiff noch aus dem Wasser ragt.
04. Dez. 1971 PNS Ghazi 93 Während des 3. Krieges zwischen Indien und Pakistan (Bangladesch-Krieg) gerät das pakistanische U-Boot PNS Ghazi (1.570 ts) vor dem Hafen Visakhapatnam (wo das U-Boot Minen hätte legen sollen) mit der gesamten Crew von 93 Mann in Verlust. Möglicherweise fiel das U-Boot einem Wasserbombenangriff des indischen Zerstörers INS Rajput zum Opfer (und wäre damit das erste seit dem Zweiten Weltkrieg versenkte U-Boot). Die pakistanische Seite indessen schreibt den Untergang einer versehentlichen Explosion einer eigenen Mine zu.
04./05. Dez. 1971 PNS Khaibar und PNS Muhafiz 255 Während des 3. Krieges zwischen Indien und Pakistan (Bangladesch-Krieg) versenken drei indische Flugkörper-Schnellboote in einem Nachtgefecht vor Karatschi den pakistanischen Zerstörer PNS Khaibar (2.315 ts) und das Minensuchboot PNS Muhafiz durch je zwei Seezielflugkörper vom Typ SS-N-2 Styx. Mit den beiden Schiffen gehen 255 Seeleute unter. Die Inder erleiden keine Verluste.
09. Dez. 1971 INS Khukri 194 Während des 3. Krieges zwischen Indien und Pakistan versenkt das pakistanische U-Boot PNS Hangor vor der Küste des westindischen Bundesstaates Gujarat aus einer U-Jagdgruppe die indische Fregatte INS Khukri (1.456 ts). Die Fregatte explodiert nach einem Torpedotreffer und sinkt mit 194 Besatzungsangehörigen an Bord. Es ist die erste Versenkung eines Kriegsschiffes durch ein U-Boot seit Ende des Zweiten Weltkrieges.
19. Jan. 1974 Nhật Tảo ≈ 50 Gegen Ende des Vietnamkrieges kommt es Anfang 1974 bei den umstrittenen Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer zu einem Gefecht zwischen chinesischen und südvietnamesischen Schiffen. Die Brücke der südvietnamesischen Korvette Nhật Tảo (ehemals amerikanischer Minensucher USS Serene) wird von einer Antischiffsrakete getroffen, das steuerlose Schiff anschließend versenkt, während sich die restlichen südvietnamesischen Einheiten zurückziehen können. Etwa 50 Besatzungsmitglieder sterben.
22. Juli 1974 TCG Kocatepe 80 Während der türkischen Invasion auf Zypern greifen türkische North American F-100-Kampfjets irrtümlich den als griechisches Schiff identifizierten türkischen Zerstörer TCG Kocatepe (3.460 ts) an und treffen das Schiff mit zwei 454-Kilogramm-Bomben und mehreren Raketen. Der Zerstörer gerät in Brand und sinkt später nahe Akrotiri, wobei 80 Seeleute getötet werden. Rund 270 Mann überleben und werden von türkischen und britischen Schiffen geborgen.
23. Jan. 1977 Lucona 6 In der Nähe der Malediven sinkt der vorgeblich mit einer Uranerzaufbereitungsanlage beladene Frachter Lucona (1.211 BRT) nach einer schweren Explosion an Bord bei ruhiger See an einer besonders tiefen Meeresstelle. Dabei finden sechs Besatzungsmitglieder den Tod. Schon bald nach dem Untergang werden jedoch Zweifel laut, ob es sich bei dem Untergang tatsächlich um einen Unfall gehandelt hat. Nach umfangreichen Nachforschungen wird im Jahr 1992 der österreichische Geschäftsmann Udo Proksch als Urheber der absichtlichen Versenkung des Schiffes, höchstwahrscheinlich ausgeführt mit Hilfe einer Zeitbombe, ermittelt und des Versicherungsbetruges überführt.
17. Feb. 1980 Salem 0 Der unter liberianischer Flagge laufende Tanker Salem (96.228 BRT) wird am 17. Februar 1980 vor der senegalesischen Küste versenkt, um die Unterschlagung von etwa 180.000 Tonnen Rohöls zu decken und um den Schiffsversicherer Lloyd’s of London um weitere 56 Millionen US-Dollar zu betrügen. Gerettete Besatzungsmitglieder der Salem verraten sich später jedoch selbst, weswegen der Betrug schnell aufgedeckt wird.
30. Apr. 1982 General Belgrano 321, 2 Zivilisten Während des Falklandkrieges wird der argentinische Kreuzer General Belgrano (9.575 ts) etwa 200 Seemeilen südlich der Inselgruppe vom britischen Atom-U-Boot Conqueror zweimal torpediert und sinkt. Bei dieser Explosion und dem Untergang des Kreuzers kommen 323 Menschen ums Leben. 770 Besatzungsangehörige werden gerettet.
04. Mai 1982 HMS Sheffield 20 Während des Falklandkrieges gelingt es argentinischen Jagdbombern den britischen Zerstörer HMS Sheffield (4.100 ts) mit einem Seezielflugkörper vom Typ Exocet zu treffen und schwer zu beschädigen. Die Rakete explodiert zwar nicht, aber der Treibstoff des Flugkörpers verursacht einen folgenschweren Brand, der nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden kann. Die HMS Sheffield brennt völlig aus und sinkt fünf Tage später. 20 Seeleute finden bei dem Angriff den Tod.
11. Mai 1982 ARA Isla de los Estados 22 In den Abendstunden des 11. Mai überrascht die britische Fregatte HMS Alacrity im Falklandsund das argentinische Versorgungsschiff ARA Isla de los Estados (3.950 ts) und versenkt es durch Artilleriefeuer. Der Versorger, beladen mit Flugbenzin und Munition, fliegt nach wenigen Treffern in die Luft und sinkt mit 22 Mann an Bord. Nur zwei Überlebende werden später von den Briten gerettet.
22. Mai 1982 HMS Ardent 22 Während des Falklandkrieges wird die im Falklandsund liegende britische Fregatte HMS Ardent (3.250 ts) von argentinischen Jagdbombern mit insgesamt sieben Bomben getroffen und sinkt. 22 Mann der Besatzung kommen dabei ums Leben.
24./25. Mai 1982 HMS Antelope 2 Im Falklandsund treffen während des Falklandkrieges argentinische Douglas A-4-Jagdbomber die britische Fregatte HMS Antelope (3.250 ts) am 24. Mai mit zwei 454-Kilogramm-Bomben, die allerdings nicht explodieren. Am nächsten Tag explodiert eine der Bomben, die mit einem Zeitzünder versehen ist, während eines Entschärfungsversuchs und verursacht schwere Folgexplosionen der Munition, die das Schiff völlig verwüsten und letztlich versenken. Da die Fregatte vor dem Entschärfungsversuch weitgehend evakuiert worden war, kommen insgesamt nur zwei Mann, darunter ein Mitglied des Bombenräumtrupps, ums Leben.
25. Mai 1982 HMS Coventry 19 Während des Falklandkrieges fliegt die argentinische Luftwaffe schwere Angriffe gegen die nordwestlich der Inselgruppe stehenden britischen Trägerverbände. Dabei treffen Jagdbomber den britischen Zerstörer HMS Coventry (4.100 ts) mit drei 227-Kilogramm-Bomben so schwer, dass das Schiff nach nur zwanzig Minuten sinkt. 19 Mann der Crew finden dabei den Tod.
25. Mai 1982 Atlantic Conveyor 12 Nordwestlich der Falklandinseln versenken argentinische Dassault Super Étendard-Jagdbomber mit zwei Raketen vom Typ Exocet das britische Frachtschiff Atlantic Conveyor (14.950 ts), welches von der Royal Navy zuvor für Transportaufgaben requiriert worden war. Insgesamt kommen dabei zwölf Seeleute ums Leben. Es ist dies der erste Schiffsverlust der britischen Handelsmarine seit Ende des Zweiten Weltkrieges, welcher durch Feindeinwirkung verursacht wird.
08. Juni 1982 RFA Sir Galahad 48 In der Fitzroy Bucht wird während des Falklandkrieges das britische Landungsschiff RFA Sir Galahad (3.270 ts) bei einem Luftangriff argentinischer Douglas A-4-Jagdbomber von drei Bomben getroffen. Das Schiff, gerade beim Ausladen von Truppen, wird daraufhin von mehreren Folgexplosionen erschüttert und brennt völlig aus. Insgesamt sterben 48 Seeleute und Soldaten, über 150 werden verletzt; viele der Verwundeten erleiden teils schwerste Brandverletzungen. Es ist der schwerwiegendste und opferreichste Einzelverlust der Royal Navy während des gesamten Falklandkrieges.
09. Juli 1985 M. Vatan 0 Im Persischen Golf, vor der Küste Bahrains, versenken irakische Kampfjets während des Ersten Golfkrieges mit Raketen vom Typ Exocet den türkischen Supertanker M. Vatan (188.688 BRT). Die Crew von 33 Mann kann sich vollständig retten, aber rund 100.000 Tonnen Öl fließen ins Meer und verursachen eine schwere Umweltkatastrophe.
25. Mär. 1986 Ean Zaquit ≈ 25 Während einer Serie von Zusammenstößen im Golf von Sidra zwischen libyschen Streitkräften und der United States Navy (Operation Attain Document) wird die libysche Raketen-Korvette Ean Zaquit (560 ts) von amerikanischen Grumman A-6-Kampfjets durch Beschuss mit AGM-84 Harpoon-Seezielflugkörpen versenkt. Vermutlich etwa 25 Seeleute finden dabei den Tod.
16. Apr. 1987 Musson 39 Während eines Manövers der sowjetischen Pazifikflotte vor der Küste bei Wladiwostok wird die sowjetische Raketen-Korvette Musson (570 ts) während eines Übungsschießens versehentlich von einem P-15M-Seezielflugkörper, der zuvor von einer Korvette der Tarantul-Klasse abgefeuert worden war, getroffen. Die Musson gerät in Brand und sinkt nach knapp fünf Stunden nach einer Folgeexplosion der eigenen Raketen. 39 Seeleute kommen dabei ums Leben, 37 Mann überleben.
19. Apr. 1988 IS Sahand 45 Im Rahmen der Operation Praying Mantis versenken Luft- und Seestreitkräfte der US-Navy im Persischen Golf, nahe der Insel Larak, die iranische Fregatte IS Sahand (1.100 ts), die zuvor einen Angriffsversuch gegen die amerikanischen Streitkräfte unternommen hatte, durch AGM-84 Harpoon und lasergelenkte Bomben. Beim Untergang starben 45 iranische Seeleute.
14. Mai 1988 Burmah Endeavour und Seawise Giant 16 Während des Ersten Golfkrieges bombardieren irakische Kampfflugzeuge den iranischen Ölverladehafen auf der Insel Larak. Dabei versenken sie den britischen Supertanker Burmah Endeavour (231.629 BRT) und schießen den liberianischen Riesentanker Seawise Giant (260.941 BRT), zum damaligen Zeitpunkt der größte Tanker der Welt, in Brand. 16 Seeleute, 14 auf der Seawise Giant und zwei auf der Burmah Endeavour, finden dabei den Tod. Die Seawise Giant wird später wieder gehoben und unter dem Namen Happy Giant wieder in Dienst genommen.
27. Feb. 2004 SuperFerry 14 116 Die philippinische Fähre SuperFerry 14 (10.192 BRT), mit rund 900 Passagieren an Bord und auf dem Weg von Manila nach Cagayan de Oro, sinkt in der Manilabucht nach einer heftigen Explosion an Bord. Die Fähre brennt aus und kentert in Küstennähe. 116 Menschen kommen dabei ums Leben. Später stellt sich heraus, dass die islamistische Separatisten- und Terrorgruppe Abu Sajaf eine Bombe an Bord platziert hatte. Es ist der schlimmste Terroranschlag radikaler Islamisten auf ein Schiff bis heute (2010).
15. Mai 2005 USS America 0 Der amerikanische Flugzeugträger USS America (81.000 ts) wird etwa 400 Seemeilen östlich von Cape Hatteras während eines Manövers als Zielschiff von der United States Navy versenkt, wobei unter anderem Seezielflugkörper und IED-Sprengboote (um die Wirkung von Terrorakten zu testen) zum Einsatz gelangen. Die America ist das größte bislang bei einem Manöver als Zielschiff versenkte Kriegsschiff.
07. Okt. 2007 Matsushima 12 Im Indischen Ozean, etwa 650 Seemeilen südöstlich von Dondra, versenkt die Marine Sri Lankas den bewaffneten Frachter Matsushima (3.000 BRT) der paramilitärischen Separatisten- und Terrororganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). Das mit Waffen, Munition und Jet-Skiern beladene Schiff sinkt schließlich nach einer schweren Explosion an Bord, wobei zwölf Menschen ums Leben kommen. Die Matsushima war das letzte große und hochseefähige Transportschiff der LTTE gewesen.
26. Mär. 2010 Cheonan 46 Im Gelben Meer, nahe der Insel Baengnyeongdo, sinkt die südkoreanische Korvette Cheonan (1.200 ts) nach einer starken Explosion, wobei 46 Seeleute den Tod finden. 58 Crewmitglieder können gerettet werden. Untersuchungen ergaben später, dass das Schiff höchstwahrscheinlich durch einen nordkoreanischen U-Boot-Torpedo versenkt wurde, was durch aufgefundene Bruchstücke und Sprengstoffreste nachgewiesen werden konnte, aber bislang von Nordkorea bestritten wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Laird Clowes: The Royal Navy. A History from the Earliest Times to 1900. 7 Bände. London 1996. (Nachdruck der Ausg. 1897–1903).
  • Gregory F. Michno: Death on the Hellships. Prisoners at sea in the Pacific war. Annapolis 2002, ISBN 1-55750-482-2.
  • I. M. Korotkin: Seeunfälle und Katastrophen von Kriegsschiffen. 3., unveränd. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1986, DNB 870091956.
  • Geoffrey Bennett: Die Seeschlachten im Zweiten Weltkrieg. Heyne Buch, 1975, ISBN 3-453-01998-9.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/42-11.htm
  2. Quelle: www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/kriegsrecht/transporte.htm
  3. Stephen Harper: Kampf um Enigma. Die Jagd auf U-559. Hamburg 2001, ISBN 3-8132-0737-4, S. 110 ff.
  4. Lazarettschiff Tübingen auf TÜpedia
  5. Info bei wrecksite.eu
  6. James Donahue: Over 3,000 Chinese Die In Kiangya Disaster. auf: perdurabo10.tripod.com
  7. Info bei histomar.net