Donnersdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Donnersdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Donnersdorf
Donnersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Donnersdorf hervorgehoben
49.96666666666710.416666666667251Koordinaten: 49° 58′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gerolzhofen
Höhe: 251 m ü. NHN
Fläche: 26,97 km²
Einwohner: 1975 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97499
Vorwahl: 09528
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 124
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.donnersdorf.de
Bürgermeister: Klaus Schenk (Christliche Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Donnersdorf im Landkreis Schweinfurt
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Über dieses Bild

Donnersdorf ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Donnersdorf liegt in der Region Main-Rhön.

Im Gemeindegebiet liegt der Zabelstein, mit 489 Metern die höchste Erhebung des nördlichen Steigerwalds.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Donnersdorf gliedert sich in neun Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen[2])[3]:

Es gibt die Gemarkungen Donnersdorf, Falkenstein, Kleinrheinfeld, Pusselsheim, Traustadt und Tugendorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Theres, Wonfurt, Knetzgau, Michelau im Steigerwald, Dingolshausen, Sulzheim und Grettstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg gehörte Donnersdorf zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert und fiel im Frieden von Preßburg 1805 an Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg, mit dem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Berühmtester Sohn des Dorfes war der Bildhauer Johann von Halbig, Professor in München, unter anderem Schöpfer des Hafenlöwen von Lindau. Auch sein älterer Bruder Andreas, der u. a. in Würzburg, München und Wien arbeitete, war ein bekannter Bildhauer.

Donnersdorf am Fuße des Zabelsteins, des nordwestlichen Eckpfeilers des Steigerwaldes, und auf halber Strecke zwischen Gerolzhofen und Haßfurt gelegen, kontrollierte, mit Mauern und Toren bewehrt, als frühmittelalterlicher Königshof und späterer Hochgerichtssitz im Alten Reich das gesamte Verkehrsaufkommen der Strecke Würzburg–Bamberg (über Volkach, Gerolzhofen und Haßfurt). 1861 um den Ort Tugendorf, 1972 um die Orte Falkenstein und Pusselsheim und 1978 um die Orte Traustadt, Kleinrheinfeld erweitert, gab Donnersdorf der neu gebildeten Gemeinde Namen und Sitz und gehört seit dieser Zeit zur Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen. In einer Urkunde des Klosters Fulda von 779 tauchte der Ort Damphesdorf (Damphahesdorf) erstmals auf.

Althochdeutsch damph= Dampf, Dunst, Rauch; aha= Wasser, Flut, Fluss; Dorf= Hof, Landgut, Siedlung: Donnersdorf= Siedlung am dunstigen Wasser

Donnersdorf war seit 1000 Sitz einer eigenen Pfarrei und eines Hochgerichts (13. Würzburgische Landcent) des Fürstbistums Würzburg im Oberamt Zabelstein. Eine Stadtmauer mit drei Stadttoren, von denen zwei bewohnt waren, umgab den Ort.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Falkenstein und Pusselsheim eingegliedert.[4] Traustadt kam am 1. Mai 1978 hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1617[5]
  • 1970: 1638[5]
  • 1987: 1699
  • 2000: 1901
  • 2011: 1978

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2010 Klaus Schenk (Christliche Wählergemeinschaft Donnersdorf). Sein Vorgänger war von 1990 bis 2009 Gerhard Eck (CSU), der als Staatssekretär ins Bayerische Staatsministerium des Innern wechselte.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen:

2002 2008
CSU/Freie Wählerschaft 6 5
SPD* 1 1
Wählergemeinschaft Traustadt 3 4
Wählergemeinschaft Pusselsheim 1 1
Wählergemeinschaft Kleinrheinfeld 1 1
Gesamt 12 12
  • * Die SPD trat 2002 als SPD/Freie Bürger an

Steuern[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 707.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 114.000 Euro.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johannes Baptistae mit teilweise erhaltenem Befestigungsring und Wassergraben umschlossen
  • Barockes Rathaus von 1740
  • Rokokokreuzweg auf dem Friedhof
  • Mariensäule aus dem Jahr 1871

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 163 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 34 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 650. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 75 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1786 Hektar, davon waren 1519 Hektar Ackerfläche und 235 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 100 Kindergartenplätze mit 72 Kindern
  • Eine Volksschule mit 14 Lehrern und 340 Schülern (in Traustadt)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Sonstige bekannte Personen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Donnersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einwohnerzahlen
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/203206&attr=OBJ&val=1754
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 471.
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.
  6. 100. Geburtstag Bernhard Grzimeks: Forscher verbrachte Ruhestand im Steigerwald