Liste der Max-Planck-Institute und -Einrichtungen
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Die Liste der Max-Planck-Institute und -Einrichtungen (Stand April 2024) gibt eine Übersicht über heutige und ehemalige Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft, jeweils unterteilt in Max-Planck-Institute (MPI) und weitere Einrichtungen.
Die Spalte „Name seit“ bzw. „Zeitraum“ gibt an, in welchem Zeitraum die Einrichtung unter diesem Namen besteht bzw. existiert hat. Dies lässt sich eindeutig bestimmen, während die Angabe eines Gründungsjahrs teilweise mit Willkür verbunden wäre. Viele ältere Institute wurden ursprünglich als Kaiser-Wilhelm-Institut gegründet und im Zeitraum 1948 bis 1953 als Max-Planck-Institut neu gegründet – oder nur umbenannt, je nach Sichtweise. Einige Einrichtungen haben sich beispielsweise durch Erweiterung, Aufteilung oder Neuausrichtung erheblich verändert, aber unter Umständen ihren Namen beibehalten. Ein neuer Name kann auf einer Neugründung beruhen oder mit erheblichen Änderungen zusammenhängen; eine Einrichtung kann aber auch umbenannt werden, ohne dass sich sonst etwas ändert. In der Spalte „Hinweise“ werden einige Angaben zur Vorgeschichte oder zu wesentlichen Änderungen gemacht. Zu weiteren Details siehe die einzelnen Artikel.
Heutige Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Max-Planck-Institute
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weitere Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Ort | Name seit |
Hinweise |
|---|---|---|---|
| Friedrich-Miescher-Laboratorium der MPG | Tübingen | 1969 | |
| Max-Planck-Forschungsstelle für Neurogenetik | Frankfurt am Main | 2012 | zuvor Abteilung Molekulare Neurogenetik am MPI für Biophysik |
| Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene | Berlin | 2018 | zuvor eine Abteilung am MPI für Infektionsbiologie |
| Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften | Berlin |
Das Ernst Strüngmann Institut ist keine Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft, es wird als assoziierte Einrichtung geführt.[1]
Ehemalige Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehemalige Max-Planck-Institute
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Ort | Zeitraum | Hinweise |
|---|---|---|---|
| MPI für Aeronomie | Lindau (Eichsfeld) | 1958–2004 | umbenannt in MPI für Sonnensystemforschung |
| MPI für Arbeitsphysiologie | Dortmund | 1948–1973 | umbenannt in MPI für Systemphysiologie 1973–1992, heute MPI für molekulare Physiologie |
| MPI für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht | München | 1966–2002 | dann umbenannt in MPI für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht |
| MPI für Bastfaserforschung | Bielefeld, später Köln-Vogelsang | 1948–1957 | aufgelöst |
| MPI für Biologie | Tübingen | 1949–2004 | geschlossen |
| Max-Planck-Institut für Eisenforschung | Düsseldorf | 1948–2024 | umbenannt in MPI für Nachhaltige Materialien, vor 1948 KWI |
| MPI für Eiweiß- und Lederforschung | Regensburg und München | 1954–1973 | ging im MPI für Biochemie auf |
| MPI zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt | Starnberg | 1970–1980 | umbenannt in MPI für Sozialwissenschaften, 1981 geschlossen |
| MPI zur Erforschung von Wirtschaftssystemen | Jena | 1993–2005 | danach MPI für Ökonomik, ab 2014 MPI für Menschheitsgeschichte, seit 2022 MPI für Geoanthropologie |
| MPI für Ernährungsphysiologie | Dortmund | 1983–1992 | mit MPI für Systemphysiologie zusammengelegt zum MPI für molekulare Physiologie |
| MPI für experimentelle Endokrinologie | Hannover | 1979 ausgegliedert aus dem MPI für Zellbiologie, 2006 im MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen aufgegangen | |
| MPI für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht | München | 2002–2011 | dann Aufteilung in MPI für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht (heute MPI für Innovation und Wettbewerb) und MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, München |
| MPI für Geschichte | Göttingen | 1956–2007 | umgewandelt in MPI zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften |
| MPI für Immunbiologie | Freiburg | im Dezember 2010 durch Etablierung der Epigenetikforschung umbenannt in MPI für Immunbiologie und Epigenetik | |
| MPI für Kulturpflanzenzüchtung | 1957–1968 | 1948 „Forschungsstelle von Sengbusch“ in Göttingen, 1951 Umzug in einen Neubau in Hamburg-Volksdorf, dort als Abteilung des MPI für Züchtungsforschung; ab 1969 Bundesforschungsanstalt[2] | |
| MPI für Landarbeit und Landtechnik | Imbshausen und Bad Kreuznach | 1948–1976 | |
| MPI für Limnologie | Plön | 1966–2007 | zuvor Hydrobiologische Anstalt in Plön, heute MPI für Evolutionsbiologie |
| MPI Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law | Luxemburg-Stadt (Luxemburg) | 2012–2023 | in die Universität Luxemburg überführt |
| MPI für Meeresbiologie | Wilhelmshaven | 1948–1968 | danach bis 2003 MPI für Zellbiologie |
| MPI für Neurobiologie | Martinsried bei München | 1998–2022 | aufgegangen im MPI für biologische Intelligenz |
| MPI für neuropsychologische Forschung | Leipzig | 1994–2004 | nach Fusion mit dem MPI für psychologische Forschung umbenannt in MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften |
| MPI für Ökonomik | Jena | 2005–2014 | danach umgewidmet in MPI für Menschheitsgeschichte |
| MPI für Ornithologie | Seewiesen, Andechs und Radolfzell am Bodensee | 2004–2022 | 1997 als selbständige Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie gegründet, 2004 in MPI für Ornithologie umbenannt; der Standort Radolfzell ging 2019 im MPI für Verhaltensbiologie auf |
| MPI für Pflanzengenetik | Rosenhof bei Ladenburg | 1960–1978 | vorübergehende Ausgliederung aus dem MPI für Züchtungsforschung |
| MPI für Physik der Stratosphäre | Weißenau (Ravensburg) | 1952–1956 | ging im MPI für Physik der Stratosphäre und der Ionosphäre auf |
| MPI für Physik der Stratosphäre und der Ionosphäre | Weißenau (Ravensburg) | 1956–1958 | entstanden aus Zusammenlegung, ging im MPI für Aeronomie auf, heute MPI für Sonnensystemforschung |
| MPI für Physik und Astrophysik | München | 1948–1991 | Aufspaltung in MPI für Physik, MPI für Astrophysik und MPI für extraterrestrische Physik |
| MPI für physiologische und klinische Forschung | Bad Nauheim | 1951–2005 | heute MPI für Herz- und Lungenforschung |
| MPI für psychologische Forschung | München | 1981–2004 | mit dem MPI für neuropsychologische Forschung fusioniert zum MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig |
| MPI für Silikatforschung | Würzburg | 1948–1970 | aus der MPG ausgegliedert und als Fraunhofer-Institut für Silicatforschung weitergeführt |
| MPI für Spektroskopie | Göttingen | 1965–1971 | 1950 als „Forschungsstelle für Spektroskopie in der MPG“ gegründet; 1971 im MPI für biophysikalische Chemie aufgegangen |
| MPI für Strahlenchemie | Mülheim an der Ruhr | 1981–2003 | später MPI für bioanorganische Chemie, heute MPI für Chemische Energiekonversion |
| MPI für Strömungsforschung | Göttingen | 1948–2004 | heute MPI für Dynamik und Selbstorganisation |
| MPI für Tierzucht und Tierernährung | Mariensee (Neustadt am Rübenberge) | 1948–1974 | später bis 2007 Institut für Tierzucht der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft.[3] |
| MPI für vergleichende Erbbiologie und Erbpathologie | Berlin-Dahlem | 1953–1964 | umbenannt in MPI für molekulare Genetik |
| MPI für Verhaltensphysiologie | Seewiesen | 1958–1999 | geschlossen, Teile umgegründet zum MPI für Ornithologie, heute MPI für biologische Intelligenz |
| MPI für Virusforschung | Tübingen | 1954–1984 | heute MPI für Biologie Tübingen |
| MPI für Zellbiologie | Wilhelmshaven, später Ladenburg | 1968–2003 | geschlossen |
| MPI für Zellchemie | München | 1956–1972 | ging im MPI für Biochemie auf |
| MPI für Zellphysiologie | Berlin-Dahlem | 1953–1972 | geschlossen (Direktor: Otto Warburg) |
Weitere ehemalige Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Ort | Zeitraum | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Aerodynamische Versuchsanstalt in der Max-Planck-Gesellschaft | Göttingen | 1953–1969 | 1953 Wiedereröffnung nach Aufhebung der Beschlagnahme durch die britische Besatzungsmacht, ab 1956 volle Integration in die MPG; 1969 auf eigenen Antrag ausgegliedert und von der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt e. V. übernommen[4] |
| Arbeitsgruppe Afheldt in der Max-Planck-Gesellschaft | Starnberg | 1984–1989 | |
| Forschungsstelle Vennesland in der Max-Planck-Gesellschaft | Berlin-Dahlem | 1970–1981 | nach der Emeritierung von Birgit Vennesland geschlossen |
| Gmelin-Institut für anorganische Chemie und Grenzgebiete | Clausthal-Zellerfeld, später Frankfurt am Main | 1948–1997 | geschlossen |
| Institut für Instrumentenkunde in der Max-Planck-Gesellschaft | Göttingen | 1946–1957 | hervorgegangen aus der Aerodynamischen Versuchsanstalt; 1957 wieder ausgegliedert und von der Gesellschaft zur Förderung der kernphysikalischen Forschung (dem späteren Forschungszentrum Jülich) in Düsseldorf übernommen[5] |
| Max-Planck-Arbeitsgruppen für strukturelle Molekularbiologie am DESY | Hamburg | 1985–2011 | geschlossen |
| Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung | Halle (Saale) | 1996–2012 |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- International Max Planck Research Schools (Doktorandenschulen, die Max-Planck-Institute gemeinsam mit Universitäten betreiben)
- Liste der Kaiser-Wilhelm-Institute und Forschungsstellen (viele dieser Einrichtungen waren Vorläufer von Max-Planck-Einrichtungen)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eckart Henning, Marion Kazemi: 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.[6]
- Teil I: Chronik der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1911–2011. Daten und Quellen. Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13623-0.
- Teil II: Handbuch zur Institutsgeschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1911–2011. Daten und Quellen. Max-Planck-Gesellschaft, Berlin 2016. 2 Teilbände. Teilband II-1: Institute und Forschungsstellen A–L (PDF; 74 MB). Teilband II-2: Institute und Forschungsstellen M-Z (PDF; 74 MB).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Institute und Experten mpg.de, Seite mit Suchfunktion
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Assoziierte Einrichtung - Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience mpg.de
- ↑ Reinhold von Sengbusch: Vita sengbusch.blogs.mpdl.mpg.de
- ↑ Angaben zum MPI für Tierzucht und Tierernährung im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.
- ↑ Eckart Henning, Marion Kazemi: Handbuch zur Institutsgeschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1911–2011. Daten und Quellen. Berlin 2016, 2 Teilbände. Teilband 1: Institute und Forschungsstellen A–L (PDF; 75 MB), S. 27–45: Aerodynamische Versuchsanstalt Göttingen e.V. in der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft (CPTS).
- ↑ Angaben zum Institut für Instrumentenkunde in der Max-Planck-Gesellschaft im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft.
- ↑ Veröffentlichungen aus dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft archiv-berlin.mpg.de