Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

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Kaiser Wilhelm II. auf dem Weg zur Einweihung der ersten Kaiser-Wilhelm-Institute am 23. Oktober 1912. Die Herren mit Zylinder hinter dem Kaiser sind (von rechts): KWG-Präsident Adolf Harnack, Emil Fischer, Fritz Haber.
Die KWI für Chemie sowie für physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem, Oktober 1912

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V., kurz Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (Eigenschreibweise bei der Gründung teilweise auch Kaiser Wilhelm-Gesellschaft) oder KWG, war bis Ende des Zweiten Weltkriegs die Trägerin der Kaiser-Wilhelm-Institute (KWI), führender Forschungsinstitute, die vor allem der Grundlagenforschung in Deutschland dienten. Die KWG hatte ihren Sitz in Berlin-Dahlem, verlegte diesen aber in der Endphase des Zweiten Weltkriegs nach Göttingen.

An der Spitze der KWG standen der Präsident und ein Generalsekretär. Die Organe der Gesellschaft waren laut Satzung der Senat der KWG als Aufsichtsgremium sowie der Verwaltungsausschuss und die Hauptversammlung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Streit zwischen Robert Havemann und Max Planck über die Frage, ob Berlin oder Göttingen für die Leitung der KWG zuständig sei. Am 26. Februar 1948 wurde die Max-Planck-Gesellschaft gegründet, die nach und nach die westdeutschen Kaiser-Wilhelm-Institute als Max-Planck-Institute übernahm. Die ostdeutschen Institute gingen in der Akademie der Wissenschaften der DDR auf. Am 21. Juni 1960 wurde die KWG aufgelöst. Die Max-Planck-Gesellschaft gilt als Nachfolger der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Harnack
„Beim Friedensfürsten“ (anonyme Karikatur, 1914): Eduard Arnhold, Leopold Koppel und James Simon als Stifter von Kaiser-Wilhelm-Instituten

Den entscheidenden Anstoß zur Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gab der Berliner Theologieprofessor Adolf Harnack, der auch Direktor der Königlichen Bibliothek war und als Berater Kontakt zu Kaiser Wilhelm II. hatte. Im Jahr 1909 beschrieb er in einer an den Kaiser gerichteten Denkschrift die Notwendigkeit einer Reform des Wissenschaftssystems. Er schlug vor, vor allem für die Naturwissenschaften unabhängige Forschungsinstitute einzurichten, die sich auf Grundlagenforschung spezialisieren und die Forschung an den Universitäten ergänzen sollten. Dies sei nötig, um die mit der fortschreitenden Industrialisierung verbundenen technischen Probleme lösen zu können, insbesondere mit Grundlagenwissen in den Fächern Physik und Chemie. Harnack schlug vor, zu diesem Zweck eine Forschungsgesellschaft zur Förderung der Wissenschaft zu gründen. Sein wegweisender Appell an den Kaiser skizzierte Strukturen, die den heutigen Wissenschaftsbetrieb mit hochspezialisierter Forschung und großen Forschungsprojekten kennzeichnen.[1]

Am 11. Oktober 1910 fand in der Neuen Aula der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin ein Festakt zur 100-Jahr-Feier der Universität statt. Bei diesem Anlass kündigte der Kaiser die Gründung der Gesellschaft an. Er übernahm dabei Harnacks Begründung und rief dazu auf, das Projekt zu unterstützen.[2]

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wurde am 11. Januar 1911 gegründet. An diesem Tag fand die konstituierende Sitzung im Großen Sitzungssaal der Königlichen Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.[3] Der Nobelpreisträger Emil Fischer hielt den Festvortrag über „Neuere Erfolge und Probleme der Chemie und Biologie“.[4] 83 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend:[1] Prominenz aus Forschung und Industrie[3] sowie Bankiers, hohe Beamte, Adelige und andere Honoratioren. Die Mitgliedschaft wurde vom Kaiser genehmigt, Mitglieder hatten einen Aufnahmebetrag von mindestens 20.000 Mark zu zahlen.[3] Das Gründungskapital der Gesellschaft betrug fast zehn Millionen Mark.[5]

Adolf Harnack wurde am 23. Januar 1911 vom Senat zum Präsidenten gewählt,[4] seine Stellvertreter waren der Unternehmer Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und der Bankier Ludwig Delbrück.[5] Kaiser Wilhelm II. war Schirmherr der Gesellschaft.[1] Paragraph 1 der Satzung lautete: „Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft steht unter dem Protektorat Seiner Majestät des Deutschen Kaisers, König von Preußen.“[3]

Am 23. Dezember 1911 schlossen die KWG und der Verein „Chemische Reichsanstalt“ einen Vertrag, zwei Forschungsinstitute in Berlin-Dahlem zu errichten: das Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie und das Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie. Der Verein „Chemische Reichsanstalt“ war im Jahr 1908 nach dem Vorbild der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt gegründet worden.[4]

Der erste Direktor eines Kaiser-Wilhelm-Instituts war Fritz Haber, der 1911 zum Direktor des KWI für physikalische Chemie und Elektrochemie berufen wurde. Der zweite war Ernst Beckmann, der im Januar 1912 Leiter des KWI für Chemie wurde. Diese beiden ersten Kaiser-Wilhelm-Institute wurden nach nur elf Monaten Bauzeit am 23. Oktober 1912 im Beisein des Kaisers eingeweiht.[4]

Die Kaiser-Wilhelm-Institute sollten der Grundlagenforschung durch eine Wissenschaftselite dienen. Dafür wurden die Wissenschaftler von jeglicher Lehrverpflichtung freigestellt, erhielten die jeweils modernsten Apparaturen und einen großen Mitarbeiterstab. Unter diesen komfortablen Voraussetzungen wurden bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen gemacht. Die Gründung von Instituten erfolgte nach dem – später so genannten – „Harnack-Prinzip“, das nicht von einem Thema, sondern von einem außergewöhnlichen Wissenschaftler ausging. Um diese Person herum wurde anschließend ein Institut gegründet.

Die Bildung einer außeruniversitären Forschungseinrichtung, die nur der Grundlagenforschung verpflichtet sein sollte, führt der Wissenschaftshistoriker Dieter Hoffmann zurück als Reaktion auf die damals schnell anwachsende Anzahl der Studierenden, auf den außerordentlich angestiegenen Aufwand für die naturwissenschaftliche Spitzenforschung und auf die zunehmende amerikanische Konkurrenz.[6] Die Institute wurden wegen der staatlichen Finanzknappheit zu einem erheblichen Teil privat finanziert. Die Mäzene waren hauptsächlich das „technische und industrielle Großbürgertum sowie das jüdische Bankkapital“.[6] Auch Mäzeninnen spielten eine wichtige Rolle, beispielsweise Elise Koenigs.[7] Der Staat hingegen übernahm meist die Gehälter der Forscher und Angestellten.[6]

Die Kaiser-Wilhelm-Institute waren unterschiedlich groß und hatten unterschiedlich viele Mitarbeiter in den Anstellungspositionen Stipendiaten, Doktoranden, Gastwissenschaftler (aus dem In- und Ausland), Assistenten, Laborleiter und Abteilungsleiter.

Kaiser-Wilhelm-Institute im Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (heute Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin)
Versuchsapparaturen, mit denen Otto Hahn und Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 die Kernspaltung entdeckt haben

Das 1927 gegründete KWI für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik unterstützte die nationalsozialistischen Ideologie der Rassen, es lieferte die „wissenschaftliche“ Legitimitätsgrundlage für die Erbgesundheits- und Rassenpolitik des NS-Staates.[8] Institutsdirektor Eugen Fischer und seine Institutskollegen verteidigten die Grundsätze der NS-Rassenpolitik auf internationalen Konferenzen und trugen damit dazu bei, den außenpolitischen Druck auf das NS-Regime zu vermindern.

Die Kernspaltung des Uranatoms wurde im Berliner KWI für Chemie am 17. Dezember 1938 durch die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann entdeckt. Umstritten ist die Rolle der weiteren Kernforschungsprogramme des Instituts für die Atomwaffenforschung im Nationalsozialismus.

Im Rahmen der Aktion T4 (1940/41) bekam u. a. Professor Julius Hallervorden vom KWI für Hirnforschung Gehirne in Mengen von 150 bis 250 Stück von der Gekrat geliefert.[9]

Am KWI für physikalische Chemie und Elektrochemie wurde die Giftgasforschung, die Fritz Haber im Ersten Weltkrieg begonnen hatte, unter Peter Adolf Thiessen fortgesetzt. Am KWI für medizinische Forschung synthetisierten Richard Kuhn und Konrad Henkel im Jahr 1944 das Nervengift Soman.

Anfang 1943 arbeitete Josef Mengele am KWI für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik mit. Während seiner Tätigkeit als Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz schickte er Blutproben und Leichenteile zur Untersuchung nach Dahlem[10], darunter auch Augen von Opfern der KZ-Menschenversuche für die Biologin Karin Magnussen. Sie war Mitarbeiterin von Hans Nachtsheim und Otmar Freiherr von Verschuer, bei dem Mengele promoviert hatte.

Heinrich Kraut, Abteilungsleiter am 1913 gegründeten[11] Kaiser Wilhelm-Institut für Arbeitsphysiologie, führte 1944 in den Gauen Westfalen-Nord und Westfalen-Süd die „Krautaktion“ durch – einen Großversuch zur Ernährung an Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.[12] Dabei sollte ermittelt werden, welchen Energiebedarf (in „Kalorien“) Menschen abhängig von ihrer Arbeitsleistung haben.

1997 rief die Max-Planck-Gesellschaft auf Initiative ihres damaligen Präsidenten Hubert Markl das als „überfällig“ empfundene Programm Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus ins Leben, um ihre Geschichte selbstkritisch zu erforschen. Leiter der Kommission waren die Historiker Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder. Das Forschungsprogramm wurde Ende 2005 abgeschlossen. 17 Bände zu verschiedenen Forschungsfeldern wurden erarbeitet, darunter die Korrumpierung durch die NS-Politik, die Ausrichtung auf die Rüstungsforschung und die Kooperation bei den verbrecherischen Menschenversuchen in Konzentrationslagern.[13] Band 14 ist ein Gedenkbuch für die aus dem Kreise der KWG vertriebenen Wissenschaftler.[14]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zunächst eine Zweiteilung. Die Zentralverwaltung saß weiterhin in Göttingen, in Berlin aber wurde Robert Havemann vom Magistrat zum Leiter der in Berlin verbliebenen Institute und Abteilungen der KWG bestellt. Er beanspruchte die Führung für die gesamte KWG, also auch für die süd- und westdeutschen Institute, und sprach der Göttinger Generalverwaltung unter Ernst Telschow jegliche Legitimität ab. Den gleichen Vorwurf erhob dann umgekehrt Max Planck, der kommissarischer Präsident der „Göttinger“ KWG war.

Angestoßen von Havemann entwickelte Fritz Karsen für die Berliner KWG-Institute ein neues Modell für ihre künftige Arbeit. Dieses wurde am 3. Juni 1947 durch das zwischen den Ländern Bayern, Württemberg-Baden und Hessen geschlossene Staatsabkommen über die Errichtung einer deutschen Forschungshochschule in Berlin-Dahlem und die Finanzierung deutscher Forschungsinstitute festgeschrieben. Entgegen den ursprünglichen Intentionen wurde die Deutsche Forschungshochschule faktisch „eine Übergangsgesellschaft zur Rettung der Dahlemer Institute“.[15]

Im Jahr 1948 wurde der Verein (auf Weisung der amerikanischen Besatzungsmacht) in „Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“ umbenannt.[16] Die westdeutschen KWG-Institute wurden nach und nach von der Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Im Jahr 1953 übernahm die Max-Planck-Gesellschaft auch die Institute in Berlin-Dahlem von der Deutschen Forschungshochschule.[15] Die ostdeutschen Institute gingen in der Akademie der Wissenschaften der DDR auf. Die endgültige Auflösung der KWG erfolgte am 21. Juni 1960.

Die Max-Planck-Gesellschaft versteht sich als Nachfolger und Erbe der KWG. Die Akten der KWG sowie zahlreiche Nachlässe herausragender Wissenschaftler befinden sich im 1975 gegründeten Archiv der Max-Planck-Gesellschaft am Gründungsort der KWG in Berlin-Dahlem.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generalsekretäre bzw. Generaldirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nobelpreisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max von Laue
Richard Willstätter

Die Max-Planck-Gesellschaft rechnet 14 Nobelpreise ihrer Vorgängerin KWG zu: 6 Nobelpreise für Chemie, 5 für Physik und 3 für Medizin. Mehrere Preisträger erhielten einen geteilten Nobelpreis.

8 der Nobelpreisträger waren zum Zeitpunkt der Preisvergabe Wissenschaftliche Mitglieder der KWG,[17] auf 6 trifft das nicht zu.[18] Die 14 Preisträger waren:

Carl Bosch erhielt 1931 den Nobelpreis für Chemie und war 1937–1940 Präsident der KWG. Sein Nobelpreis bezog sich aber auf technische Entwicklungsarbeit, die er in der Industrie (BASF) geleistet hatte; im Zeitraum seiner KWG-Präsidentschaft war er vor allem als Aufsichtsratsvorsitzender des Konzerns I.G. Farben tätig.

im engeren Sinn betrachtet die Max-Planck-Gesellschaft nur jene Nobelpreisträger als Nobelpreisträger der KWG, die zum Zeitpunkt der Preisvergabe Wissenschaftliche Mitglieder der KWG waren.[17] Nach diesem Kriterium war Richard Willstätter der erste Nobelpreisträger der KWG.[20]

Abteilungsleiterinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Direktoren einiger Kaiser-Wilhelm-Institute waren weniger frauenfeindlich als zu ihrer Zeit üblich, sodass es in zehn Instituten insgesamt 14 Abteilungsleiterinnen gab; drei davon waren nur inoffiziell. Drei der 14 Abteilungsleiterinnen waren zum Wissenschaftlichen Mitglied ernannt worden. Fünf von ihnen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus aus ihren Positionen vertrieben, darunter die beiden Wissenschaftlichen Mitglieder Lise Meitner und Cécile Vogt.

Kaiser-Wilhelm-Institute und Forschungsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie
(heute Hahn-Meitner-Bau der Freien Universität Berlin)
Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie
(heute Freie Universität Berlin)
Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung
(heute Max-Planck-Institut für Kohlenforschung)

Die verschiedenen Kaiser-Wilhelm-Institute (KWI) und Forschungsstellen sind in der Folge ihres Gründungsjahres bzw. des Jahres der Übernahme durch die KWG aufgelistet:

  1. KWI für Chemie: 1911 gegründet in Berlin-Dahlem. Heute: Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, Umzug 1944 (nach teilweiser Zerbombung im Februar und März 1944) zunächst nach Tailfingen, dann nach Mainz 1949. Das ursprüngliche Gebäude gehört heute als „Hahn-Meitner-Bau“ zum Institut für Biochemie der FU Berlin.
  2. KWI für physikalische Chemie und Elektrochemie: 1911 gegründet in Berlin-Dahlem. Heute: Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft.
  3. Zoologische Station Rovigno (Istrien): 1911 angekauft, 1918 von Italien beschlagnahmt, ab 1930 Deutsch-Italienisches Institut für Meeresbiologie. 1943 kriegsbedingte Verlagerung des Deutschen Institutsteils in das Institut für Seenforschung und Seenbewirtschaftung der KWG in Langenargen am Bodensee. 1946 Weiterführung als Abteilung Hämmerling des KWI für Biologie. Der italienische Institutsteil fällt 1945 an Jugoslawien. Neugründung 1947 als KWI für Meeresbiologie in Wilhelmshaven, das 1948 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen wurde.
  4. KWI für Biologie: 1912 gegründet in Berlin-Dahlem. Gebäude heute: Institut für Biologie der FU Berlin. Gebäudenutzung 1948–1994: Hauptgebäude der FU Berlin, seitdem Nutzung durch rechtswissenschaftliche Institute. Später Max-Planck-Institut für Biologie, Tübingen (geschlossen).
  5. KWI für Kohlenforschung: 1912 gegründet in Mülheim an der Ruhr. Heute Max-Planck-Institut für Kohlenforschung.
  6. KWI für Arbeitsphysiologie: 1912 gegründet in Berlin, 1929 verlagert nach Dortmund (heutiges Gebäude der B1st Software-Factory) und aufgegangen in dem heutigen Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie mit Standort im TechnologieZentrumDortmund.
  7. KWI für experimentelle Therapie: 1912 gegründet in Berlin-Dahlem, 1922 erweitert (KWI für experimentelle Therapie und Biochemie), 1925 Trennung der beiden Teilinstitute zum KWI für experimentelle Therapie und KWI für Biochemie.
  8. Bibliotheca Hertziana in Rom (KWI für Kunst- und Kulturwissenschaft): 1913 in die KWG aufgenommen.
  9. KWI für Hirnforschung: 1914 gegründet in Berlin-Buch von Oskar Vogt.
  10. KWI für Physiologie: 1914 mit Standort Berlin-Dahlem gegründet, aber nicht verwirklicht. Lediglich finanzielle Unterstützung der Forschungen von Emil Abderhalden in Halle/Saale bis 1944.
  11. Aerodynamische Versuchsanstalt: 1915 in Göttingen gegründet als Modellversuchsanstalt für Aerodynamik unter Beteiligung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die sie 1919 als Aerodynamische Versuchsanstalt der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (AVA) in alleinige Trägerschaft übernimmt, 1924 Umwandlung in ein Kaiser-Wilhelm-Institut für Strömungsforschung, verbunden mit der Aerodynamischen Versuchsanstalt bzw. seit 1936 Kaiser-Wilhelm-Institut für Strömungsforschung und Aerodynamische Versuchsanstalt, 1937 Trennung der Anstalt vom Institut und Umbenennung in Aerodynamische Versuchsanstalt Göttingen e. V. in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, 1945 Beschlagnahme durch die US-amerikanische Besatzungsmacht, 1946 geht aus der AVA das Institut für Instrumentenkunde in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft hervor, 1947 die Zentralwerkstatt Göttingen, 1953 Wiedereröffnung als Aerodynamische Versuchsanstalt Göttingen e. V. in der Max-Planck-Gesellschaft (erst 1956 voll integriert), 1969 auf eigenen Antrag ausgegliedert und von der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt e. V. übernommen.
  12. KWI für Psychiatrie: 1917 gegründet durch Ludwig III. von Bayern in München, Gründungsdirektor und Initiator war Emil Kraepelin; angegliedert an die KWG 1924. Heute: Max-Planck-Institut für Psychiatrie.
  13. KWI für Physik: 1917 gegründet in Berlin-Dahlem. Heute: Max-Planck-Institut für Physik in München. 1943–44 Umzug nach Bisingen bei Hechingen, 1946 nach Göttingen und 1958 nach München. Nutzung des ursprünglichen Gebäudes: 1948–1982: Institut für Physik der FU Berlin, seit 1982: Universitätsarchiv.
  14. Hydrobiologische Anstalt der KWG: 1917 Übernahme der 1891 gegründeten Biologischen Station in Plön als Hydrobiologische Anstalt der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
  15. KWI für Eisenforschung: 1917 gegründet in Aachen. 1921 Umzug nach Düsseldorf. Seit 1948 dort ansässig als Max-Planck-Institut für Eisenforschung.
  16. KWI für Deutsche Geschichte: 1917 in Berlin-Mitte gegründet als Kaiser-Wilhelm-Institut für Deutsche Geschichte, 1944 stillgelegt, 1955 in Göttingen wiederbegründet als Max-Planck-Institut für Geschichte.
  17. Schlesisches Kohlenforschungsinstitut der KWG: 1918 gegründet als Fritz v. Friedlaender-Fuld’sches Institut für Kohlenforschung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
  18. KWI für Faserstoffchemie: 1920 gegründet von Reginald Oliver Herzog, bis 1934 in Berlin-Dahlem. Ausgliederung der seit 1919 bestehenden Textilabteilung des KWI für physikalische Chemie und Elektrochemie. 1934 geschlossen.
  19. KWI für Metallforschung: 1921 gegründet in Neubabelsberg. 1933 Schließung aufgrund Geldmangels. 1934 Neugründung in Stuttgart. Heute: Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart.
  20. KWI für Lederforschung: 1921 gegründet in Dresden von Max Bergmann.
  21. Deutsches Entomologisches Museum/Institut der KWG: 1922 Übernahme der bisherigen Stiftung von der Stadt Berlin.
  22. Vogelwarte Rossitten der KWG: 1923 Übernahme der 1901 in Rossitten auf der Kurischen Nehrung gegründeten Vogelwarte in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Heute: Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen mit der Vogelwarte Radolfzell.
  23. KWI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht: 1924 gegründet in Berlin. Heute: Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg.
  24. KWI für Strömungsforschung: 1924 gegründet in Göttingen von Ludwig Prandtl.
  25. Biologische Station Lunz der KWG: gegründet 1906 durch Carl Kuppelwieser, Übernahme 1924 durch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und die Akademie der Wissenschaften in Wien.
  26. KWI für Biochemie: 1925 hervorgegangen aus der Trennung des KWI für experimentelle Therapie und Biochemie.
  27. Forschungsinstitut für Wasserbau und Wasserkraft der KWG: 1925/26 gegründet in München mit Versuchsanstalt in Obernach/Oberbayern.
  28. Meteorologische Observatorien des Sonnblick-Vereins: Vereinsgründung 1925/26 unter Beteiligung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, mit Observatorien auf dem Obir bei Klagenfurt und dem Hohen Sonnblick bei Bad Gastein. 1939 teilweise vom Reichswetterdienst übernommen, 1945 Beteiligung aufgegeben.
  29. KWI für Silikatforschung: 1926 gegründet in Berlin-Dahlem von Wilhelm Eitel.
  30. KWI für ausländisches und internationales Privatrecht: 1926 gegründet in Berlin von Ernst Rabel. Heute: Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht.
  31. KWI für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik: 1926 gegründet in Berlin-Dahlem. 1927 eröffnet. Gebäudenutzung: Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.
  32. Forschungsstelle für Mikrobiologie: 1923 Einrichtung einer Abteilung für Mikrobiologie des KWI für experimentelle Therapie und Biochemie in São Paulo/Brasilien, 1927 Ausgliederung als selbständige Forschungsstelle für Mikrobiologie der KWG, 1950 geschlossen.
  33. KWI für Züchtungsforschung: 1929 gegründet in Müncheberg von Erwin Baur.
  34. KWI für medizinische Forschung: 1929 gegründet in Heidelberg von Ludolf von Krehl. Heute: Max-Planck-Institut für medizinische Forschung.
  35. KWI für Zellphysiologie: 1930 gegründet in Berlin-Dahlem von Otto Warburg und der Rockefeller-Stiftung. Gebäudenutzung seit 1975: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft.
  36. Meteorologisches Institut der KWG: gegründet 1933 in Danzig-Langfuhr, 1936 geschlossen.
  37. Institut für Seenforschung und Seenbewirtschaftung (der KWG): 1936 Übernahme des 1920 gegründeten und bis dato von einem eingetragenen Verein geführten Instituts in Langenargen am Bodensee in die Verwaltung der KWG. Nicht in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  38. KWI für Biophysik: 1937 gegründet in Frankfurt am Main durch Umwandlung des Universitätsinstituts für physikalische Grundlagen der Medizin. 1938–1945: Außenstelle im Radiumbad Oberschlema. Heute: Max-Planck-Institut für Biophysik.
  39. KWI für Tierzuchtforschung: 1937 gegründet als KWI für tierische Ernährungsforschung und Tierzüchtung unter der Leitung von Gustav Frölich. 1939 Arbeitsaufnahme als KWI für Tierzuchtforschung in Rostock und auf dem Versuchsgut Dummerstorf.
  40. Limnologische Station der KWG: 1937 Übernahme der 1928 gegründeten Limnologischen Station Niederrhein in Krefeld-Hülserberg in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
  41. KWI für Bastfaserforschung: 1938 Übernahme des Deutschen Forschungsinstituts für Bastfasern e. V. in Sorau in der Niederlausitz (heute: Żary/Polen) vom Verband Deutscher Leinenindustrieller e. V. mit Versuchsröste in Christianstadt/Bober, unter der Leitung von Ernst Schilling, mehrfach verlagert, zuletzt 1955 bereits als Max-Planck-Institut nach Köln-Vogelsang, 1957 geschlossen.
  42. Forschungsstelle für Physik der Stratosphäre in der KWG: 1938 Übernahme einer privaten Einrichtung in Friedrichshafen am Bodensee als Forschungsstelle für Physik der Stratosphäre in der KWG. 1944 kriegsbedingte Zerstörung und Verlagerung nach Weissenau/Württemberg, 1949 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  43. Institut für landwirtschaftliche Arbeitswissenschaft (und Landtechnik) in der KWG: 1940 gegründet in Breslau unter der Leitung von Gerhardt Preuschen, 1945 verlegt nach Gut Imbshausen als Institut für landwirtschaftliche Arbeitswissenschaft und Landtechnik, 1948 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  44. Deutsch-Bulgarisches Institut für landwirtschaftliche Forschungen: 1941 gegründet, 1944 noch vor der Arbeitsaufnahme aufgegeben, 1948 Gründung der Forschungsstelle für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung in der Max-Planck-Gesellschaft auf Gut Neuhof bei Gießen als Folgeeinrichtung.
  45. KWI für Phonometrie (Deutsches Spracharchiv): 1941 Übernahme des aus der Phonometrischen Abteilung des KWI für Hirnforschung hervorgegangenen Deutschen Spracharchivs in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
  46. Arbeitsstätte für Virusforschung der Kaiser-Wilhelm-Institute für Biochemie und Biologie: 1941 Zusammenschluss der seit 1937 in Berlin-Dahlem tätigen Arbeitsgruppen für Virusforschung zu einer Arbeitsstätte für Virusforschung der Kaiser-Wilhelm-Institute für Biochemie und für Biologie mit Entomologischer Zweigstelle in Oppau / Ludwigshafen.
  47. KWI für Rebenzüchtungsforschung: 1942 gegründet, Direktor Bernhard Husfeld, Inventar 1945 verlegt nach Würzburg, bis 1949, nicht in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  48. Deutsch-Griechisches Institut für Biologie in der KWG: Gründung und Arbeitsaufnahme 1942 in Piräus, 1944 kriegsbedingt aufgegeben.
  49. KWI für Kulturpflanzenforschung: 1943 gegründet in Tuttenhof bei Wien Heute: Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben.
  50. Forschungsstelle „D“ in der KWG: 1943 in Bisingen/Hohenzollern eingerichtet, 1945 besetzt und demontiert, nicht weitergeführt.
  51. Institut für Instrumentenkunde in der KWG: 1946 in Göttingen gegründet, hervorgegangen aus der Aerodynamischen Versuchsanstalt, 1948 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  52. Gmelin-Institut für anorganische Chemie und Grenzgebiete in der KWG: 1946 Übernahme des 1940 gegründeten Instituts in Clausthal-Zellerfeld in die KWG, 1948 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  53. Fraunhofer-(Radio-)Institut in der KWG: 1946 Übernahme des von Ried/Österreich nach Lindau/Harz verlagerten Fraunhofer-Instituts in die KWG, 1947 umbenannt in Fraunhofer-Radio-Institut in der KWG, 1949 in die MPG übernommen als Institut für Ionosphärenforschung in der MPG.
  54. Medizinische Forschungsanstalt der KWG: gegründet 1947 in Göttingen, 1948 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.
  55. Forschungsstelle (Dr.) von Sengbusch in der KWG: 1948 in Göttingen errichtet und im selben Jahr in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Hartung: Erfindertätigkeit von Autoren aus Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1924 bis 1943. Patentstatistiken in der historischen Analyse von Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Bernhard vom Brocke, Hubert Laitko (Hrsg.): Die Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft und ihre Institute. Gruyter, Berlin, New York 1996, S. 521–542 (PDF).
  • Günther Luxbacher: Roh- und Werkstoffe für die Autarkie. Textilforschung in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. 2004 (PDF).
  • Kurt Nowak: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Hagen Schulze, Etienne Francois (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte. Band III. Beck, München 2001 (teilzugänglich über Google Bücher).
  • Annette Vogt: Vom Hintereingang zum Hauptportal? Lise Meitner und ihre Kolleginnen an der Berliner Universität und in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-515-08881-7 (Pallas Athene 17).
  • Annette Vogt: Wissenschaftlerinnen in Kaiser-Wilhelm-Instituten. A–Z. 2. erweiterte Auflage. Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin 2008, ISBN 978-3-927579-12-5 (Veröffentlichungen aus dem Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft. 12).
  • Günter Wendel: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1911–1914. Zur Anatomie einer imperialistischen Forschungsgesellschaft. Akademie, Berlin 1975.

Nationalsozialismus

  • Rüdiger Hachtmann: Wissenschaftsmanagement im „Dritten Reich“. Geschichte der Generalverwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. 2 Bände. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0108-5.
  • Ulrike Kohl: Die Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Max Planck, Carl Bosch und Albert Vögler zwischen Wissenschaft und Macht. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08049-X.
  • Helmut Maier (Hrsg.): Gemeinschaftsforschung, Bevollmächtigte und der Wissenstransfer. Die Rolle der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im System kriegsrelevanter Forschung des Nationalsozialismus. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0182-5.
  • Helmut Maier: Forschung als Waffe. Rüstungsforschung in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und das Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung 1900–1945/48 (= Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Band 16). 2 Bände. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0109-2.
  • Reinhard Rürup: Schicksale und Karrieren. Gedenkbuch für die von den Nationalsozialisten aus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft vertriebenen Forscherinnen und Forscher. (= Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus. Band 14) Wallstein, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89244-797-9.
  • Wolfgang Schieder: Der militärisch-industriell-wissenschaftliche Komplex im „Dritten Reich“. Das Beispiel der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Noyan Dinckal, Christof Dipper, Detlev Mares (Hrsg.): Selbstmobilisierung der Wissenschaft. Technische Hochschulen im „Dritten Reich“. Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-23285-7, S. 47–62.
  • Florian Schmaltz: Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus. Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-880-9.
  • Rudolf Vierhaus: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als ein Beispiel für die außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen im Dritten Reich. In: Christoph J. Scriba (Hrsg.): Die Elite der Nation im Dritten Reich. Das Verhältnis von Akademien und ihrem wissenschaftlichen Umfeld zum Nationalsozialismus (= Acta historica Leopoldina. 22). Halle (Saale) 1995, S. 57–73.

Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und Max-Planck-Gesellschaft

  • Bernhard vom Brocke, Hubert Laitko (Hrsg.): Die Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft und ihre Institute. Studien zu ihrer Geschichte: Das Harnack-Prinzip. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1996, ISBN 3-11-015483-8.
  • Eckart Henning, Marion Kazemi: Chronik der Kaiser-Wilhelm-, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften: 1911–2011. Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13623-0 (100 Jahre Kaiser-Wilhelm-,Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Teil 1).
  • Eckart Henning, Marion Kazemi: Handbuch zur Institutsgeschichte der Kaiser-Wilhelm-/ Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1911–2011 – Daten und Quellen, Berlin 2016, 2 Teilbände, Teilband 1: Institute und Forschungsstellen A–L (online, PDF, 75 MB), Teilband 2: Institute und Forschungsstellen M–Z (online, PDF, 75 MB) (Gesamtitel: 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Teil 2)[21]
  • Rudolf Vierhaus, Bernhard vom Brocke (Hrsg.): Forschung im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft. Geschichte und Struktur der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. DVA, Stuttgart 1990, ISBN 3-421-02744-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chronik der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft auf der Website der Max-Planck-Gesellschaft.
  2. Kurt Nowak: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Hagen Schulze, Etienne Francois (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte. Band III. Beck, München 2001 (teilzugänglich über Google Bücher), S. 55.
  3. a b c d Kurt Nowak: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Hagen Schulze, Etienne Francois (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte. Band III. Beck, München 2001, S. 58.
  4. a b c d Chronik des Kaiser-Wilhelm- / Max-Planck-Instituts für Chemie (PDF; 3,4 MB)
  5. a b Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft bei LeMO
  6. a b c Dieter Hoffmann: Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Der Einstein-Verein. In: Der Tagesspiegel, 9. Januar 2011.
  7. Annette Vogt: Von der Ausnahme zur Normalität? Wissenschaftlerinnen in Akademien und in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. In: Theresa Robbe (Hg.): Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne. Bielefeld 2003, S. 159–190, hier S. 164 f.
  8. Hans-Walter Schmuhl: Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-799-3, S. 531.
  9. Ernst Klee: Euthanasie im NS-Staat.
  10. Hans-Walter Schmuhl: Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-799-3, S. 405.
  11. Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.
  12. Peter Hertel: Vor unserer Haustür. Eine Kindheit im NS-Staat – früh erlebt, spät erkundet. agenda Verlag Münster 2018, ISBN 978-3-89688-596-8, S. 132 ff.
  13. Siehe Publikationen der Kommission.
  14. Rezension zu Band 14 auf hsozkult.de
  15. a b Inga Meiser: Die Deutsche Forschungshochschule (1947–1953). Veröffentlichungen aus dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Band 23, Berlin, 2013, ISBN 978-3-927579-27-9, S. 77.
  16. Gundolf Keil: Robert Koch (1843–1910). Ein Essai. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73–109, hier: S. 83.
  17. a b Max-Planck-Gesellschaft: Nobelpreise (Personen, die zum Zeitpunkt der Preisvergabe Wissenschaftliche Mitglieder der KWG oder der MPG waren).
  18. Max-Planck-Gesellschaft: Weitere Nobelpreisträger (Personen, die zum Zeitpunkt der Nobelpreis-Vergabe nicht Wissenschaftliche Mitglieder der KWG oder der MPG waren, aber als Forscher oder in der Administration eine wichtige Rolle spielten).
  19. a b c d e f War zum Zeitpunkt der Preisvergabe nicht Wissenschaftliches Mitglied der KWG, spielte aber eine wichtige Rolle in der KWG. Siehe Webseite der Max-Planck-Gesellschaft.
  20. Max-Planck-Gesellschaft: Der erste Nobelpreis für die KWG (Richard Willstätter).
  21. siehe Seite des Archivs der MPG mit einer Übersicht über die Publikationen des Archivs