Manny Malhotra

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KanadaKanada Manny Malhotra Eishockeyspieler
Manny Malhotra
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 18. Mai 1980
Geburtsort Mississauga, Ontario, Kanada
Größe 188 cm
Gewicht 98 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1998, 1. Runde, 7. Position
New York Rangers
Spielerkarriere
1996–1998 Guelph Storm
1998–2002 New York Rangers
2002–2003 Dallas Stars
2004 HDD Olimpija Ljubljana
2004–2005 HV71 Jönköping
2003–2009 Columbus Blue Jackets
2009–2010 San Jose Sharks
2010–2013 Vancouver Canucks
2013–2014 Carolina Hurricanes
2014–2015 Canadiens de Montréal
2015–2016 Lake Erie Monsters

Emmanuel Noveen „Manny“ Malhotra (* 18. Mai 1980 in Mississauga, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, der während seiner aktiven Karriere zwischen 1998 und 2016 unter anderem 1024 Spiele für die New York Rangers, Dallas Stars, Columbus Blue Jackets, San Jose Sharks, Vancouver Canucks, Carolina Hurricanes und Canadiens de Montréal in der National Hockey League auf der Position des Centers bestritten hat. Nach Robin Bawa war er der zweite Spieler indischer Abstammung in der NHL. Sein Schwager ist der kanadische Basketballspieler Steve Nash.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malhotra, der Sohn eines Inders und einer Franko-Kanadierin, begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei den Guelph Storm in der Ontario Hockey League, wo er von 1996 bis 1998 spielte. Der defensiv ausgerichtete Stürmer sammelte in den zwei Spielzeiten bei den Storm 95 Scorerpunkte in 118 Partien. Der Höhepunkt in dieser Zeit war dabei der Gewinn des J. Ross Robertson Cup am Ende der Spielzeit 1997/98, sowie die Auszeichnung mit der Bobby Smith Trophy. Im anschließenden Memorial Cup verlor die Mannschaft erst im Finale gegen die Portland Winter Hawks. Dennoch wurde Malhotra mit der George Parsons Trophy als sportlich fairster Spieler ausgezeichnet und ins All-Star-Team gewählt. Im Sommer wählten ihn dann die New York Rangers im NHL Entry Draft 1998 in der ersten Runde als insgesamt siebten Spieler aus.

Nach dem Trainingscamp der Rangers im September 1998 schaffte der Stürmer auf Anhieb einen Platz im Stammkader des NHL-Franchises zu erhalten. In 73 Einsätzen in der Saison 1998/99 kam er auf 16 Scorerpunkte. Das folgende Spieljahr verlief weniger erfolgreich. Zwar bestritt er 27 Spiele für die Rangers in der NHL, kam aber auch wieder bei den Guelph Storm in der OHL und auch dem Hartford Wolf Pack in der American Hockey League zum Einsatz. Mit dem Farmteam der Rangers gewann er am Saisonende den Calder Cup. Auch die Spielzeit 2000/01 verbrachte Malhotra sowohl bei den Rangers als auch dem Wolf Pack, da das Management der Rangers sich mit der Entwicklung ihres einstigen Erstrunden-Picks nicht zufrieden zeigte. Nachdem er dann die Saison 2001/02 wieder komplett in New York verbracht hatte, wurde er am 12. März 2002 zusammen mit Barrett Heisten im Tausch für Martin Ručínský und Roman Ljaschenko an die Dallas Stars abgegeben. Für die Texaner lief der Center nur eineinhalb Jahre auf, da er am 21. November 2003 von den Columbus Blue Jackets von der Waiver-Liste ausgewählt worden war, nachdem die Stars keine Verwendung mehr für ihn fanden. In Columbus spielte Malhotra die Saison 2003/04 zu Ende. Mit 25 Punkten aus 65 Begegnungen spielte er seine bis dahin beste NHL-Saison.

Malhotra im Trikot der San Jose Sharks

Aufgrund des Lockouts in der NHL-Saison 2004/05 verbrachte der Kanadier die Spielzeit in Europa. Dort spielte er zunächst von Anfang Oktober bis Ende Dezember für den HDD Olimpija Ljubljana in der slowenischen Slohokej Liga und supranationalen Interliga. Am 20. Dezember 2004 wechselte er schließlich zum HV71 Jönköping in die schwedische Elitserien, wo er die Saison auch beendete.

Zu Beginn der Spielzeit 2005/06 kehrte Malhotra zu den Columbus Blue Jackets in die NHL zurück. Erneut konnte er am Saisonende mit 31 Punkten eine persönliche Bestmarke aufstellen. Auch die folgenden drei Spielzeiten verliefen für den Stürmer überaus erfolgreich, da er stets etwa 25 bis 30 Punkte erzielen konnte. Die Saison 2008/09 stellte er mit 35 Punkten abermals einen persönlichen Rekord auf und hatte damit maßgeblichen Anteil am erstmaligen Erreichen der Playoffs in der Franchise-Geschichte der Blue Jackets. Dennoch wurde sein auslaufender Vertrag in der Sommerpause nicht verlängert, woraufhin ihn die San Jose Sharks im September 2009 ins Trainingscamp einluden. Am 23. September nahmen sie ihn schließlich für ein Jahr unter Vertrag.

Nach drei Jahren verließ er Vancouver im Sommer 2013 und wurde dadurch zu einem Free Agent. Nachdem er direkt kein neues Team finden konnte, schloss er sich mit einem Try-out-Vertrag den Charlotte Checkers an, ehe ihn die Carolina Hurricanes als Kooperationspartner der Checkers fest für ein Jahr unter Vertrag nahmen.[1] Diesen verlängerten die Hurricanes nicht, sodass sich Malhotra im August 2014 den Canadiens de Montréal anschloss. Dort blieb er ebenfalls ein Jahr, sodass er sich ab Mai 2015 als Free Agent auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber befand. In den Lake Erie Monsters aus der American Hockey League fand er im Dezember 2015 schließlich ein neues Team, dem er bis zu seiner Entlassung im März 2016 treu blieb. Anschließend beendete er seine aktive Karriere und wechselte im September 2016 in den Trainerstab der Vancouver Canucks.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf internationaler Ebene nahm Malhotra mit der kanadischen Nationalmannschaft an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2000 in Schweden teil. Dabei steuerte er zum Gewinn der Bronzemedaille zwei Assists in sieben Turnierspielen bei. Des Weiteren vertrat der Defensivspezialist sein Heimatland bei der Weltmeisterschaft 2002 in Schweden. Dort kam die Mannschaft aber nicht über einen sechsten Platz hinaus. Malhotra blieb in sieben Spielen punktlos. Im Dezember 2015 war er ein Teil des Team Canada welcher in der Schweiz am Spengler Cup teilnahm und diesen gewann.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1996/97 Guelph Storm OHL 61 16 28 44 26 18 7 7 14 11
1997/98 Guelph Storm OHL 57 16 35 51 29 12 7 6 13 8
1998/99 New York Rangers NHL 73 8 8 16 33
1999/00 Guelph Storm OHL 5 2 2 4 4 6 0 2 2 4
1999/00 Hartford Wolf Pack AHL 12 1 5 6 2 23 1 2 3 10
1999/00 New York Rangers NHL 27 0 0 0 4
2000/01 Hartford Wolf Pack AHL 28 5 6 11 69 5 0 0 0 0
2000/01 New York Rangers NHL 50 4 8 12 31
2001/02 New York Rangers NHL 56 7 6 13 42
2001/02 Dallas Stars NHL 16 1 0 1 5
2002/03 Dallas Stars NHL 59 3 7 10 42 5 1 0 1 0
2003/04 Dallas Stars NHL 9 0 0 0 4
2003/04 Columbus Blue Jackets NHL 56 12 13 25 24
2004/05 HDD Olimpija Ljubljana Slohokej Liga 13 6 7 13 20
2004/05 HDD Olimpija Ljubljana Interliga 13 7 7 14 16
2004/05 HV71 Jönköping Elitserien 20 5 2 7 16
2005/06 Columbus Blue Jackets NHL 58 10 21 31 41
2006/07 Columbus Blue Jackets NHL 82 9 16 25 76
2007/08 Columbus Blue Jackets NHL 71 11 18 29 34
2008/09 Columbus Blue Jackets NHL 77 11 24 35 28 4 0 0 0 0
2009/10 San Jose Sharks NHL 71 14 19 33 41 15 1 0 1 0
2010/11 Vancouver Canucks NHL 72 11 19 30 22 6 0 0 0 0
2011/12 Vancouver Canucks NHL 78 7 11 18 14 5 0 0 0 0
2012/13 Vancouver Canucks NHL 9 0 0 0 0
2013/14 Charlotte Checkers AHL 8 0 0 0 17
2013/14 Carolina Hurricanes NHL 69 7 6 13 18
2014/15 Canadiens de Montréal NHL 58 1 3 4 12
2015/16 Lake Erie Monsters AHL 23 4 2 6 6
OHL gesamt 123 34 65 99 59 36 14 15 29 23
AHL gesamt 71 10 13 23 94 28 1 2 3 10
NHL gesamt 991 116 179 295 451 35 2 0 2 0

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2000 Kanada U20-WM 3. Platz, Bronze 7 0 2 2 8
2002 Kanada WM 6. Platz 7 0 0 0 4
Junioren gesamt 7 0 2 2 8
Herren gesamt 7 0 0 0 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manny Malhotra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. nhl.com: „Hurricanes Agree to Terms with Manny Malhotra“ (englisch, 31. Oktober 2013, abgerufen am 5. Dezember 2013)