Maria-Lanzendorf

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Maria-Lanzendorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Maria-Lanzendorf
Maria-Lanzendorf (Österreich)
Maria-Lanzendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL (seit 2017; alt: WU)
Fläche: 1,69 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 16° 25′ OKoordinaten: 48° 5′ 59″ N, 16° 25′ 16″ O
Höhe: 171 m ü. A.
Einwohner: 2.117 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 1253 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2326
Vorwahl: 02235
Gemeindekennziffer: 3 07 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 14
2326 Maria-Lanzendorf
Website: www.maria-lanzendorf.gv.at
Politik
Bürgermeister Peter Wolf (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
8
8
3
2
Insgesamt 21 Sitze
Lage der Gemeinde Maria-Lanzendorf im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Maria-Lanzendorf im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Maria-Lanzendorf (mit Bindestrich gemäß Landesgesetz[1]) ist eine Gemeinde mit 2117 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Der Ort ist ein Marienwallfahrtsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Lanzendorf, (Mitter) Ober Lanzendorf und Unter Lanzendorf um das Jahr 1873, die alten Gemeindegrenzen sind noch verzeichnet (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Maria-Lanzendorf liegt südlich von Wien im Industrieviertel an der Schwechat. Der Ort grenzt unmittelbar an die Gemeinde Lanzendorf. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Maria-Lanzendorf. Nachbargemeinden sind Lanzendorf, Himberg, Achau und Leopoldsdorf.

Die Fläche der Gemeinde umfasst nur 1,69 Quadratkilometer. 0,69 Prozent der Fläche sind bewaldet. Durch das Gemeindegebiet verläuft der Wiener Neustädter Kanal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien.

1871 spaltete sich Maria-Lanzendorf von Oberlanzendorf ab und bildete mit einem Teil von Leopoldsdorf eine neue Gemeinde.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich im Jahre 1938 wurde der Ort als Teil des neugeschaffenen 23. Bezirks Schwechat nach Groß-Wien eingegliedert. Die Gemeinde wurde 1954 durch Abtrennung von Groß-Wien wieder selbständig.

Die von einem großen Teil der Bevölkerung zumal aus wirtschaftlichen Gründen angestrebte Wiedervereinigung mit der Schwestergemeinde Lanzendorf scheiterte am Widerstand einer der drei im provisorischen Gemeinderat vertretenen Parteien.

Maria-Lanzendorf sollte nach der Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung ab 1. Jänner 2017 ursprünglich Teil des Bezirks Mödling werden.[2] Nach Einsprüchen von Bürgern wurde Maria-Lanzendorf jedoch dem Bezirk Bruck an der Leitha zugeordnet,[3][4] dem es seit 1. Jänner 2017 angehört.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
50
40
30
20
10
0
38,56 %
(+1,44 %p)
36,48 %
(-9,54 %p)
13,17 %
(+6,79 %p)
11,79 %
(+1,31 %p)
2010

2015


Bürgermeister der Gemeinde ist Rechtsanwalt Mag. Peter M. Wolf, Amtsleiter Thomas Pokernus. Vizebürgermeister sind Dagmar Madl (ÖVP) und Michael Lippl (SPÖ).

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: SPÖ 8, Liste ÖVP 8, FPÖ 3, Liste Grüne 2, andere Parteien haben keine Sitze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell (Stand: 30. November 2015) hat die Gemeinde nur 2.104 Einwohner und 428 Nebenwohnsitze. Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1.894 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1.487 Einwohner, 1981 1.107 und im Jahr 1971 1.147 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtskirche von Maria-Lanzendorf ist auf dem Wappen der Gemeinde abgebildet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalvarienberg (um 1700 errichtet)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Maria-Lanzendorf
  • Pfarr- und Wallfahrtskirche: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche von Maria-Lanzendorf ist außerordentlich reich an Kunstschätzen, u. a. befinden sich hier Bilder des Barockmalers Johann Michael Rottmayr.
  • Kalvarienberg: Der Kalvarienberg von Maria-Lanzendorf ist ein einzigartiges Dokument barocker Frömmigkeit – ein künstlich aufgebrachter Hügel, in dessen Nischen und Grotten der Leidensweg, der Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi figural und bildlich nachvollzogen wird.

Die beiden Bauwerke – die Wallfahrtskirche und der Kalvarienberg – sind die Wahrzeichen Maria-Lanzendorfs.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportclub Maria-Lanzendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 86, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 4. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 967. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 52 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Hasenöhrl (1885–1970), Komponist (Pseudonym Franz Höhrl)
  • Gerhard Melzer, Hauptschuldirektor und verdienter Heimatforscher, Herausgeber der Bildchronik „Das alte Maria-Lanzendorf“ (2005)
  • Julius Nell (1855–1917), Architekt
  • Sissy Roth-Halvax (1946–2009), Bürgermeisterin von 2000 bis 2009, Präsidentin des Bundesrates vom 1. Jänner 2006 bis 30. Juni 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maria-Lanzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Niederösterreich: Übersicht der Gemeinden
  2. NÖN: Bezirk Wien-Umgebung wird aufgelöst. Artikel vom 10. September 2015, abgerufen am 10. September 2015.
  3. WU-Gemeinden werden neu geordnet Artikel vom 24. September 2015, abgerufen am 27. September 2015.
  4. diepresse.com: Niederösterreich: Gemeinden neu zugeteilt. Artikel vom 24. September 2015, abgerufen am 27. September 2015.