Nordmazedonische Streitkräfte

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Flag of North Macedonia.svg Nordmazedonische Streitkräfte
Армија на Република Северна Македонија
Armija na Republika Severna Makedonija
MacedonianArmyLogo.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Präsident Gjorge Ivanov
Verteidigungsminister: Radmila Šekerinska
Militärischer Befehlshaber: Generalstabschef General Metodija Velichkovski
Militärische Führung: Generalstab
Sitz des Hauptquartiers: Skopje
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 10.800[1]
Reservisten: 48.000
Wehrpflicht: Freiwilligenarmee
Wehrtaugliche Bevölkerung: Männer im Alter von 16 bis 49: 532.856

Frauen im Alter von 16 bis 49: 513.684 (Stand 2010)[2]

Wehrtauglichkeitsalter: Vollendetes 18. Lebensjahr
Haushalt
Militärbudget: 134 Mio. $ (2012)
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 1,38 % (2012)
Geschichte
Gründung: 15. Februar 1992
Mazedonische Soldaten

Den Nordmazedonischen Streitkräften gehören 10.800 Soldaten an.[3] Nordmazedonien unterhält eine kleine Streitkraft, die die Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe umfasst.

Aufgrund der Binnenlage des Landes besteht keine eigenständige Marine. Das Land ist Teilnehmer in der Partnerschaft für den Frieden mit dem Ziel einer Mitgliedschaft in der NATO. Ferner ist eine Mitgliedschaft in der OSZE gegeben und eine Mitgliedschaft in der EU angestrebt. Am 6. Februar 2019 unterzeichneten Außenminister Dimitrow und Vertreter der NATO-Staaten das Beitrittsabkommen. Sobald es ratifiziert ist, wird Nordmazedonien das 30. NATO-Mitglied.[4]

Militäretat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Militäretat betrug für das Jahr 2000 139,0 Millionen US-Dollar, zusätzlich stand noch eine Militärhilfe über 3,9 Millionen US-Dollar der USA zur Verfügung.

Wehrpflicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht keine allgemeine Wehrpflicht. Die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes beträgt sechs Monate.[5]

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sollstärke des nordmazedonischen Heeres beträgt 12.800 Soldaten, tatsächlich hat es im Augenblick 9.700 Angehörige.

Dem Heereskommando unterstehen zwei Brigaden Mechanisierte Infanterie, ein Panzerbataillon und verschiedene Unterstützungsverbände (ein Artilleriebataillon, ein Flugabwehrbataillon, ein Logistikbataillon, ein Fernmeldeverband, ein Pionierbataillon, eine Militärpolizeikompanie, eine ABC-Abwehrkompanie und eine Aufklärungskompanie) zur Verfügung.

Das dem Heer zugehörige Spezialeinheits-Regiment (bestehend aus dem Rangerbataillon und einem SOF-Wölfe-Bataillon) untersteht direkt dem Generalstab.

Im Falle einer Mobilmachung können zusätzlich 21.000 Soldaten aus der Reserve dem Heer zugefügt werden. Diese gliedern sich in zwei Reservebrigaden (1. Welle) und sechs territoriale Reservebrigaden (2. Welle).

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ausrüstung verfügt das Heer über 31 T-72-Kampfpanzer, 30 T-55A-Kampfpanzer, 10 BRDM-2-Spähpanzer, 11 BMP-2/BMP-2K-Schützenpanzer, 8 Leonidas-Mannschaftstransportpanzer (vom griechischen Heer), 30 M-113-Mannschaftstransportpanzer (vom Heer der Bundeswehr), 10 MT-LB-Mannschaftstransportpanzer, 58 BTR-70-Mannschaftstransportpanzer, 12 BTR-80-Mannschaftstransportpanzer, 89 TM-170 Hermelin, 55 76-mm-M-48-Geschütze, 10 76 mm ZIS-3 M-1942-Geschütze, 18 105-mm M-2A1-Geschütze, 18 105-mm-M-56-Geschütze, 108 122-mm-M-30-Geschütze, 6 122-mm-BM-21-Mehrfachraketenwerfer, 12 128-mm-Mehrfachraketenwerfer, 234 60-mm-Granatwerfer, 340 82-mm-Granatwerfer und 143 120-mm-Granatwerfer.

Des Weiteren werden 57-mm-Panzerfäuste, 82-mm-M60A-Panzerfäuste, 9K11-Maljutka-Panzerabwehrlenkwaffen, MILAN-Panzerabwehrlenkwaffen, 20-mm-M75-Flugabwehrkanonen, 30-mm-RH-20-Flugabwehrkanonen, 9K32-Strela-2 und 9K310-Igla-1-Flugabwehrraketen eingesetzt.

Zur Überwachung des Ohridsees werden 6 BOTICA (Typ 16) PBR-Wachboote verwendet.

Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mazedonische Su-25

Die nordmazedonischen Luftstreitkräfte mit 1100 Angehörigen sind in einem Geschwader (eine Kampfhubschrauberstaffel, eine Schulungsstaffel und eine Transportstaffel) zusammengefasst. Sämtliches Fluggerät ist auf dem militärischen Teil des Flughafens Skopje stationiert. In Skopje befinden sich auch das zugehörige Instandhaltungszentrum und eine Flugschule.

Luftfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Luftwaffe verfügt über folgende Fluggeräte:

Die noch vorhandenen vier Su-25-Erdkampfflugzeuge (drei Su-25A, eine Su-25UBK)[7] sind eingelagert und stehen zum Verkauf. Zwei UH-1H-Hubschrauber, die 2001 als Geschenk aus Griechenland kamen, sind inzwischen außer Dienst gestellt worden. Zwei Mi-8T wurden 2001 und 2008 bei Unfällen zerstört.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mazedonische Streitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/milint/td_milint-laenderinfo.php?id_c=100&table_id=2
  2. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mk.html
  3. Länderinformation des österreichischen Verteidigungsministeriums
  4. https://www.tagesschau.de/ausland/nato-mazedonien-105.html
  5. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mk.html
  6. R.-J. Gort, R. Blok, J. van Veendedaal: Mazedoniens Helikopter. In: Fliegerrevue. Nr. 08/2018, S. 30/31.
  7. Vlatko Ilievski: Die mazedonische Militärluftfahrt. In: Fliegerrevue Extra. Nr. 12. Möller, Berlin 2006, S. 110.