Meierskappel

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Meierskappel
Wappen von Meierskappel
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1064i1f3f4
Postleitzahl: 6344
Koordinaten: 676317 / 219915Koordinaten: 47° 7′ 33″ N, 8° 26′ 40″ O; CH1903: 676317 / 219915
Höhe: 494 m ü. M.
Fläche: 9,23 km²
Einwohner: 1371 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 149 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
14,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.meierskappel.ch
Karte
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Meierskappel (schweizerdeutsch: Chappu) ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meierskappel liegt auf dem Ausläufer des Rooterbergs und grenzt als einzige Luzerner Gemeinde an den Zugersee. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 923 ha. Davon sind 69 ha Siedlungsfläche, 425 ha Landwirtschaftsfläche und 180 ha Wald (Stand 2009). Meierskappel umfasst die Gemeindeteile Dörfli, Oberbuonas, Dietisberg, Böschenrot, Ländiswil, Brünnismatt, Laubbach und Robmatt.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Rooterberg auf 795 m ü. M., der tiefste am Zugersee auf 413 m ü. M.

Nachbargemeinden sind im Kanton Luzern die Gemeinden Root und Udligenswil, im Kanton Zug die Gemeinde Risch und im Kanton Schwyz die Gemeinde Küssnacht.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungszahl stieg von 1798 bis 1837 deutlich an (1798–1837:+44,9%). Danach sank sie während der nächsten 23 Jahren leicht (1837–1860:−6,4%), ehe eine zweite Wachstumsphase einsetzte (1860–1880:+21,8%). Danach kam es zu einem auf und ab in der Bevölkerungsentwicklung. Erst zwischen 1970 und 2013 folgte dann ein langandauernder Wachstumsschub. Grund dafür war der Siedlungsdruck in den nahegelegenen Gemeinden des Kantons Zug – und deshalb stark steigenden Wohnungsmieten – und die zunehmende Anzahl von pendelnden Arbeitnehmenden bei zunehmender Mobilität (Auto). Derzeit ist das Wachstum gestoppt, die Bevölkerung stagniert seit 2013.

Quellen: 1798–1837: Helvetische und kantonale Volkszählungen[3]; Bundesamt für Statistik; 1850 bis 2000 Volkszählungsergebnisse, 2010 ESPOP, seit 2011 STATPOP

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Einwohnenden geben Deutsch als Muttersprache an, gesprochen wird hochalemannische Mundart.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der Römisch-Katholischen Kirche an. Religiöse Minderheiten sind die evangelisch-reformierten Christen, Muslime und Angehörige christlicher Freikirchen.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2016 waren von den 1371 Einwohnern 1159 Schweizer und 212 (= 15,46 %) Ausländer.[4] Ende 2016 stammten die wichtigsten Migrationsgruppen aus Deutschland (75 Menschen; 5,47 %), Kosovo (18 Menschen; 1,31 %), Italien (14 Menschen; 1,02 %), Grossbritannien (13 Menschen; 0,95 %), Portugal (12 Menschen; 0,88 %), Eritrea (10 Menschen; 0,73 %), Österreich (7 Menschen; 0,51 %) sowie den Niederlanden und Ungarn (je 6 Menschen; je 0,44 %). Ende 2015 waren insgesamt 11,6 % der Zugewanderten aussereuropäischer Herkunft.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick auf Meierskappel

Der fünfköpfige Gemeinderat setzt sich folgendermassen zusammen:

  • Konrad Langenegger (SVP) Gemeindepräsident
  • Monika Dilger (CVP), Gemeindeamtfrau, Finanzvorsteherin, Stellvertreterin des Gemeindepräsidenten
  • René Dähler Gemeindeschreiber
  • Alexandra Iten Bürgi (parteilos) Schulvorsteherin
  • Ina Serafini (parteilos), Sozialvorsteherin
  • Marco Siegrist (parteilos), Bauvorsteher

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Meierskappel: SVP 46,5 %, FDP 18,0 %, CVP 16,2 %, glp 7,2 %, SP 5,4 %, GPS 4,4 %.[6]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Meierskappel: SVP 42,3 %, FDP 19,0 %, CVP 12,3 %, SP 11,9 %, glp 6,5 %, GPS 3,9 %, BDP 3,1 %.[7]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl nicht mehr dominant, stellt die Landwirtschaft doch noch einen bedeutenden Anteil an den Erwerbstätigen, nämlich 27,6 %. Gewerbe und Industrie sind mit 41,3 % der Erwerbstätigen vertreten, der Dienstleistungsbereich mit 31,3 % (Stand 2008).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meierskappel ist durch die Postautolinie Luzern–Rotkreuz ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. Der nächstgelegene Bahnhof ist derjenige in der Zuger Nachbargemeinde Risch-Rotkreuz. Der nächstgelegene Autobahnanschluss in Küssnacht ist etwa 2 km entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein fränkischer Meier aus Cham soll im 7. Jahrhundert den Auftrag zum Bau einer Kapelle gegeben haben. Daher der Name „Meierskappel“. Gesichert ist die Unterstellung einer Kapelle unter das Stift Regula und Felix in Zürich im Jahre 858. Meierskappel fiel 1244 an den Bischof von Konstanz, 1271 an das Chorherrenstift Zürich und 1306 an das Haus Habsburg. Schliesslich erwarb die Stadt Luzern im Jahr 1406 die Ortschaft. In Meierskappel fanden Gefechte statt: im Jahr 1798 beim Einmarsch der Franzosen in der Schweiz und 1847 während des Sonderbundskriegs.

In den letzten Jahren entwickelt sich Meierskappel immer mehr zu einem Wohnort für Arbeitnehmende aus den Nachbargemeinden Risch und Küssnacht. Die enge Verbindung nach Risch-Rotkreuz führte im Jahre 2005 zur Abstimmung über eine interkantonale Fusion, die jedoch am Nein der Rischer Bevölkerung scheiterte.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindezentrum „Höfli“ sind die Primarschule und der Kindergarten untergebracht. Die Oberstufe befindet sich in Risch-Rotkreuz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hügelige, bewaldete Landzunge Chiemen, die in den Zugersee ragt, und die Gegend um das Michaelskreuz (795 m ü. M.) sind die grössten Naturschönheiten. Ebenfalls sehenswert ist die katholische Dorfkirche „Zu unserer Lieben Frau“, deren Turm im Jahre 1440 errichtet wurde. Das Kirchenschiff wurde 1684 erbaut und 1878 verlängert. 2011 wurde die Kirche renoviert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Dorfbrunnen, der dem Meierskappeler Heimatdichter Ignaz Kronenberg gewidmet ist, und das barocke Bauernhofensemble im Weiler "Hinterspichten", das unter Denkmalschutz steht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116). ISBN 978-3-906131-90-0 S. 399–419.
  • Die Gemeinden des Kantons Luzern Hochdorf, Luzern, Basel, 1949.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meierskappel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Quelle:Robert Gubler, Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Wandlungen im Kanton Luzern.Schluss Tabelle 1
  4. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen und Staatsangehörigkeit (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Meierskappel
  6. LUSTAT: Gemeindeprofil Honau
  7. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.