Honau LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Honauf zu vermeiden.
Honau
Wappen von Honau
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1057i1f3f4
Postleitzahl: 6038
UN/LOCODE: CH HNU
Koordinaten: 673399 / 22071247.1333268.406117445Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 8° 24′ 22″ O; CH1903: 673399 / 220712
Höhe: 445 m ü. M.
Fläche: 1.25 km²
Einwohner: 376 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 301 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 8,5 % (31. Dezember 2013)[2]
Website: www.honau.ch
Karte
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Honau ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Reuss und Rooterberg zwischen Luzern und Zug. Von der Fläche von nur 124,86 ha sind 68,6 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 19,2 % Wald und Gehölz und bloss 9,6 % werden als Siedlungsfläche genutzt.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Rooterberg auf 652 m ü. M., der tiefste an der Reuss auf 403 m ü. M.

Nachbargemeinden sind Gisikon und Root im Kanton Luzern, Risch im Kanton Zug und Dietwil im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1798 hatte Honau lediglich 81 Bewohner. Diese Zahl wuchs bis 1880 auf 155 Personen an, stagnierte lange und fiel dann 1970 auf 84 Einwohner. Seit der Eröffnung des Autobahnanschlusses Gisikon im Jahr 1986 ist eine markante Bevölkerungszunahme zu verzeichnen.

Sprachen[Bearbeiten]

Fast die gesamte Einwohnerschaft gibt (Stand 2000) Deutsch als Hauptsprache an, nämlich 94,06 % der Bewohner. Kleinere Sprachminderheiten bilden mit 3,75 % die Albanischsprachigen und die 0,94 % der Bevölkerung, welche sich hauptsächlich auf Portugiesisch verständigen.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung war ursprünglich rein katholisch. Durch Migration kamen religiöse Minderheiten dazu. Heute (Stand 2000) ist nur noch eine knappe Mehrheit von 60,31 % der Bevölkerung römisch-katholisch; 20,63 % sind protestantisch. Nichtchristliche Minderheiten sind die 10 % Konfessionslosen und 5,31 % Muslime.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 besassen 91,25 % der Bevölkerung die Schweizer Staatsbürgerschaft (davon 88,44 % nur den Schweizer Pass). Einwandererminderheiten bilden die 4,06 % Personen (inklusive Doppelbürger 4,06 %) aus Serbien und Montenegro; 1,56 % (1,56 %) stammen aus Mazedonien. Daneben findet man Deutsche, Portugiesen und Österreicher. Ende 2003 betrug der Ausländeranteil 10,9 %.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Im Gemeinderat sitzen (Stand: Gemeindewahlen 2012 vom 6. Mai 2012) drei nebenamtliche Mitglieder. Diese sind:

  • Amadé Koller, Gemeindepräsident sowie Ressorts Bauwesen / Entsorgung / Wasserversorgung
  • Peter Meier, Ressort Finanzen sowie Bildung / Verkehr / Oeffentliche Sicherheit
  • Sandra Linguanti-Hurter, Ressort Soziales sowie Soziale Wohlfahrt, Gesundheit, Vormundschafts[3]- und Bürgerrechtswesen

sowie

Thomas Bucher, Gemeindeschreiber und Leitung Gemeindeverwaltung

Wahlen[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zum Kantonsparlament im Jahr 2003 verteilten sich die Stimmen wie folgt: Die vor einem Jahrzehnt noch kaum präsente SVP errang 43,09 % der Stimmen, die CVP 23,50 %, die FDP 15,72 %. Die Sozialdemokraten erhielten 11,39 %, das Grüne Bündnis 5,46 %.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Noch vor dreissig Jahren verdiente sich die Bevölkerung ihr Geld fast ausschliesslich in der Landwirtschaft. Heute (Stand 2001) arbeiten zwar noch 23,6 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Industrie und Gewerbe sind kaum präsent (1,1 % der Beschäftigten), während 75,3 % Arbeit in Dienstleistungsberufen finden. Immerhin 51 Zupendlern stehen 134 Wegpendler (v. a. Richtung Zug, Luzern, Root und Zürich) gegenüber. Eine Verpackungsfirma und ein Betrieb aus der Autobranche sind die grössten Arbeitgeber. Weitere Arbeitgeber sind GlasOne AG und die 2010 erbaute Aldi Filiale.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Autobahnanschluss Gisikon ist bloss 1 km entfernt. Anschluss an den Öffentlichen Verkehr besteht ab den SBB-Stationen Gisikon-Root und Rotkreuz oder mit der Buslinie 110 ab "Honau Hirschen" nach Hochdorf oder Rotkreuz.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird Honau indirekt im Jahr 1344 in einer Urkunde erwähnt, wo ein "Ulrico de Honowa" als Zeuge erscheint. Zusammen mit Gisikon teilte Honau das Schicksal des Nachbarn. Verschiedene Herrschaften als Lehnsherren der Habsburger und im Jahr 1422 die Übernahme durch Luzern als Teil der Landvogtei Habsburg. Im Sonderbundskrieg von 1847 erlitt Honau durch die Gefechte zwischen den Truppen des Sonderbunds und der eidgenössischen Soldaten beträchtlichen Schaden.

Schulen[Bearbeiten]

1747 erhielt Honau ein Schulhaus. Heute (Schuljahr 2003/2004) gehören die 36 Schüler zur Gesamtschule Gisikon-Honau, während die 19 Sekundarschüler in Root zur Schule gehen. Präsident der Schulpflege ist Otto Noger (Gisikon).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die 1647 erbaute St.-Eligius-Kapelle besitzt Spätrenaissance-Altäre aus der Werkstatt von N. Geissler. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Gasthof Zum Hirschen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116). ISBN 978-3-906131-90-0. S. 144–151.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Honau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www2.lustat.ch/download/lustat_new/gd/1057/w012_010t_gd1057_zz_d_0000_002_008.html
  3. entfällt ab dem 1. Januar 2013 aufgrund neuem Kinder- und Erwachsenenschutzgesetz. Dort Teil der KESB Luzern-Land