Honau LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Honauf zu vermeiden.
Honau
Wappen von Honau
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1057i1f3f4
Postleitzahl: 6038
UN/LOCODE: CH HNU
Koordinaten: 673399 / 220712Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 8° 24′ 22″ O; CH1903: 673399 / 220712
Höhe: 445 m ü. M.
Fläche: 1,25 km²
Einwohner: 363 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 290 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
6,1 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.honau.ch
Karte
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Honau ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Reuss und Rooterberg zwischen Luzern und Zug. Von der Fläche von nur 124,86 ha sind 68,6 % landwirtschaftliche Nutzfläche, 19,2 % Wald und Gehölz und bloss 9,6 % werden als Siedlungsfläche genutzt.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Rooterberg auf 652 m ü. M., der tiefste an der Reuss auf 403 m ü. M.

Nachbargemeinden sind Gisikon und Root im Kanton Luzern, Risch im Kanton Zug und Dietwil im Kanton Aargau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1798 hatte Honau lediglich 81 Bewohner. Diese Zahl wuchs bis 1880 auf 155 Personen an. Danach sank die Zahl der Einwohnerschaft bis 1900 auf 127. Zwischen 1930 und 1970 kam es zu einem starken Bevölkerungsrückgang (1930–1970: -42,9 %) auf nur noch 84 Einwohner. Seit der Eröffnung des Autobahnanschlusses Gisikon im Jahr 1986 ist eine markante Bevölkerungszunahme zu verzeichnen. Mittlerweile leben 380 Menschen in Honau (Stand: 31. Dezember 2015)[3], darunter 192 Männer und 188 Frauen.

Quellen: 1798–1837: Helvetische und kantonale Volkszählungen[4]; Bundesamt für Statistik; 1850 bis 2000 Volkszählungsergebnisse, 2010 ESPOP, seit 2011 STATPOP

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast die gesamte Einwohnerschaft gibt (Stand 2000) Deutsch als Hauptsprache an, nämlich 94,06 % der Bewohner. Kleinere Sprachminderheiten bilden mit 3,75 % die Albanischsprachigen und die 0,94 % der Bevölkerung, welche sich hauptsächlich auf Portugiesisch verständigen.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung war ursprünglich rein katholisch. Durch Migration kamen religiöse Minderheiten dazu. Im Jahre 2000 war nur noch eine knappe Mehrheit von 60,31 % der Bevölkerung römisch-katholisch; 20,63 % waren protestantisch. Nichtchristliche Minderheiten waren die 10 % Konfessionslosen und 5,31 % Muslime.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2015 waren von den 380 Einwohnern 357 Schweizer und 23 (6,1 %) Ausländer.[5] Die Einwohnerschaft bestand aus 93,9 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2015 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (26,1 %), Italien (21,7 %), Österreich (13,0 %), Finnland und Kosovo (je 8,7 %) und Portugal (4,3 %). 13,1 % stammten aus dem übrigen Europa und 4,3 % waren aussereuropäischer Herkunft (Vereinigte Staaten von Amerika).[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nebenamtlich arbeitende Gemeinderat setzt sich in der Legislaturperiode 2017–20 wie folgt zusammen:

  • Amadé Koller: Gemeindepräsident
  • Samuel Wicki: Finanzen
  • Sandra Linguanti-Hurter: Soziales

Gemeindeschreiber ist Thomas Bucher.

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Honau: CVP 31,7 %, SVP 28,9 %, FDP 15,3 %, glp 11,3 %, SP 7,2 %, GPS 5,6 %.[7]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Honau: SVP 40,5 %, CVP 20,5 %, SP 12,9 %, FDP 10,5 %, GPS 6,4 %, glp 5,6 %, SD 1,7 %.[8]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch vor dreissig Jahren verdiente sich die Bevölkerung ihr Geld fast ausschliesslich in der Landwirtschaft. Heute (Stand 2001) arbeiten zwar noch 23,6 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Industrie und Gewerbe sind kaum präsent (1,1 % der Beschäftigten), während 75,3 % Arbeit in Dienstleistungsberufen finden. Immerhin 51 Zupendlern stehen 134 Wegpendler (v. a. Richtung Zug, Luzern, Root und Zürich) gegenüber. Eine Verpackungsfirma und ein Betrieb aus der Autobranche sind die grössten Arbeitgeber. Weitere Arbeitgeber sind GlasOne AG und die 2010 erbaute Aldi-Filiale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autobahnanschluss Gisikon ist bloss 1 km entfernt. Anschluss an den Öffentlichen Verkehr besteht ab den SBB-Stationen Gisikon-Root und Rotkreuz oder mit der Buslinie 110 ab «Honau Hirschen» nach Hochdorf oder Rotkreuz.

Ab Fahrplanwechsel 2015/2016 erhielt Honau zusätzliche Buskurse nach Gisikon-Root und Rotkreuz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird Honau indirekt im Jahr 1344 in einer Urkunde erwähnt, wo ein «Ulrico de Honowa» als Zeuge erscheint. Zusammen mit Gisikon teilte Honau das Schicksal des Nachbarn. Verschiedene Herrschaften als Lehnsherren der Habsburger und im Jahr 1422 die Übernahme durch Luzern als Teil der Landvogtei Habsburg. Im Sonderbundskrieg von 1847 erlitt Honau durch die Gefechte zwischen den Truppen des Sonderbunds und der eidgenössischen Soldaten beträchtlichen Schaden.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1747 erhielt Honau ein Schulhaus. Im Schuljahr 2015/2016 gehörten 24 Schüler aus Honau zur Gesamtschule Gisikon-Honau, während 7 Sekundarschüler in Root zur Schule gingen. Delegierter von Honau in der Schulpflege Gisikon-Honau ist Peter Meier.

Lernende mit Schulort Honau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuljahr
(2016/2017)
Kindergarten Primarschule Sekundarstufe,
alle Niveaus
Gesamthaft
Abteilungen 0 0 0 0
Lernende 0 0 0 0

aus der Gemeinde und Nachbargemeinden; Quelle LUSTAT[9]

Lernende mit Wohnort Honau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuljahr
(2015/2016)
Kindergarten Basisstufe Primarschule Sekundarstufe,
Niveau A/B
Sekundarstufe,
Niveau C
Integrierte
Sekundarschule
Gesamthaft
Lernende 1 11 12 6 1 0 31

in der Gemeinde wohnhaft; Quelle LUSTAT[10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1647 erbaute St.-Eligius-Kapelle besitzt Spätrenaissance-Altäre aus der Werkstatt von N. Geissler. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Gasthof Zum Hirschen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116). ISBN 978-3-906131-90-0. S. 144–151.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Honau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]