Dierikon

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Dierikon
Wappen von Dierikon
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1053i1f3f4
Postleitzahl: 6036
UN/LOCODE: CH DKN
Koordinaten: 670841 / 216687Koordinaten: 47° 5′ 51″ N, 8° 22′ 18″ O; CH1903: 670841 / 216687
Höhe: 429 m ü. M.
Fläche: 2,78 km²
Einwohner: 1438 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 517 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
17,3 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.dierikon.ch
Karte
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Dierikon (schweizerdeutsch: Dierike) ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Rontal auf der Strecke Luzern-Zug zwischen Ebikon und Root LU nördlich des Dottenbergs und des östlich davon liegenden Rooter Bergs. Die Gemeinde ist an den beiden Berghängen teilweise bewaldet. Dottenberg und Rooter Berg sind durch das Götzental, in welchem sich auch ein historischer Landsitz befindet, voneinander getrennt. Durch dieses fliesst der Götzentalbach in nordwestlicher Richtung bis zur Einmündung in die Ron. Von der Gemeindefläche von 282 ha werden 59,2 % landwirtschaftlich genutzt. Weitere 22,3 % sind von Wald und Gehölz bedeckt und 17,4 % Siedlungsfläche (davon sind 60,1 % Einfamilienhäuser, 12.3 Zweifamilienhäuser und 27,5 % Mehrfamilienhäuser).

Dierikon grenzt an Adligenswil, Buchrain, Ebikon, Root und Udligenswil. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Rooterberg auf 786 m ü. M., der tiefste an der Ron auf 414 m ü. M.

Den inoffiziellen Dorfkern bildet der Bereich der Rigistrasse von der Kreuzung Zentralstrasse bis und mit der Bäckerei. In diesem Gebiet befinden sich, die Kirche mit Kirchturm, das Gemeindehaus, die Bäckerei, die Primarschule, der Kindergarten, das historische Dörfli und bis 2012 auch die Post.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 194
1816 366
1850 304
1880 266
1890 331
1970 387
1980 742
1990 1'027
2000 1'279
2010 1'446
2015 1'460

Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1798 und 1816 stark an(1798-1816:+88,7 %). Bis 1850 sank sie dann durch Abwanderung deutlich(1816-1850:-16,9 %). Nach einem kleinen Anstieg bis 1870 fiel sie bis 1880 massiv - um im folgenden Jahrzehnt ebenso stark wieder anzusteigen. Bis 1910 sank die Bevölkerung, danach stieg sie wieder an. Ein beständiges Bevölkerungswachstum setzte ab 1970, als Dierikon zur Agglomerationsgemeinde der Stadt Luzern wurde. In den letzten Jahren steigt sie wieder leicht an

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 90,77 % Deutsch, 2,66 % Serbokroatisch und 1,33 % Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher gehörte die ganze Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Landschaft so aus: Es gibt 70,37 % römisch-katholische-, 13,14 % evangelisch-reformierte- und 1,95 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 7,11 % Konfessionslose und 4,22 % Muslime. Die Orthodoxen sind der Herkunft nach Serben und Montenegriner. Die Muslime sind herkunftsmässig meist Albaner; daneben Bosnier sowie wenige Türken und Kurden.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 1'440 Einwohnern 1'196 Schweizer und 244 (= 16,9 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 83,1 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (26,2 %), Serbien inklusive Kosovo (13,9 %), Italien (12,3 %), Spanien (5,7 %), Portugal (4,9 %) und der Türkei (2,5 %). 23,0 % stammten aus dem übrigen Europa und 11,5 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Dorfleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dierikon besitzt einen Freizeitpark mit Tennishalle, Aussenanlagen, Squashhalle und Badmintonhalle. Die in der Deutschschweiz verbreiteten Guggenmusigen sind in Dierikon mit den "Schlitzaeuglern" vertreten. Weiter sind in Dierikon diverse Sport- und Freizeitklubs zu finden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dierikon ist durch die Buslinie 23 Luzern-Ebikon-Root erschlossen. Eine weitere Erschliessung durch den Öffentlichen Verkehr ist durch den Bau der Haltestelle Buchrain(-Dierikon) an der Bahnstrecke Zug–Luzern geschehen. Ab 2019 wird die Linie 1 bis zur Mall of Switzerland geführt.

Für Leute, die am Dottenberg (v.a. auf der oberen Spechtenstrasse oder der Oberdierikonerstrasse) in der Nähe der Grenze zu Ebikon leben, empfiehlt sich auch die Nr. 26, der Verkehrsbetriebe Luzern Ottigenbühl-Unterlöchli-Brüelstrasse.

Der Ort liegt an der Hauptverbindung von Luzern nach Zug. Der am 25. September 2005 vom Volk in einer Abstimmung angenommene Anschluss Rontal, welcher am 22. Juni 2011 eröffnet wurde, soll dem Dorf eine Verkehrsentlastung bringen. Er hat den Autobahnanschluss Gisikon an der A14 als nächstgelegen ersetzt, auch wenn dieser weiter besteht.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergarten und Primarschule können die Kinder an ihrem Wohnort besuchen, dazu stehen das Rigi- und Pilatusschulhaus zur Verfügung. Der Sekundarschulunterricht erfolgt in der Nachbargemeinde Root. Lernende des Gymnasiums müssen nach Luzern zur Kantonsschule (ugs. Kanti).

Schuljahr
(2005/2006)
Kindergarten Primarschule
(Regelklasse)
Primarschule
(Kleinklasse)
Sekundarstufe
(Niveau A+B)
Sekundarstufe
(Niveau C)
Sekundarstufe
(Niveau D)
Abteilungen 1 6 0 0 0 0
Lernende 21 100 0 0 0 0

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird erstmals in einem Zinsrodel des Zisterzienserklosters Rathausen unter dem Namen Dierinkon im späten 13. Jahrhundert erwähnt. Es gehörte bald darauf zum Herrschaftsbereich der Habsburger. Zuerst zum Amt Meienberg, später zum Amt Rothenburg. Im Jahr 1394 fiel die Gemeinde faktisch, 1406 dann auch offiziell an die Stadt Luzern und gehörte bis 1798 zur Landvogtei Rothenburg. Danach war es fünf Jahre Teil des Distrikts Luzern, ehe es 1803 zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf kam. Bereits 1814 wurde es umgeteilt ins Amt Luzern, dem es bis heute angehört. Seit 2008 gehört die Gemeinde zum Wahlkreis Luzern-Land, welcher die Ämter ersetzte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Dierikon setzt sich wie folgt zusammen:

  • Max Hess: Gemeindepräsident
  • Alexandra Lang: Gemeindeamtfrau
  • Carmen Ciotto: Schulpflege
  • Daniel Schnider: Gemeinderat
  • Sandra Gerber: Sozialvorsteherin

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Dierikon: CVP 29,5 %, SVP 26,4 %, FDP 21,0 %, SP 9,2 %, GPS 7,2 %, glp 4,8 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Dierikon: SVP 38,1 %, CVP 19,9 %, FDP 14,9 %, SP 10,4 %, GPS 6,0 %, glp 4,9 %, BDP 4,4 %.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nennenswerte Unternehmen mit Sitz in Dierikon sind die Komax, der Migros Genossenschafts Bund Luzern, Aldi, Mc Donalds, Avia, Thermomix, Gabriel Rebsamen, Aregger Elektro, Bucher Reisen, Reno, Mc Baby, World of Party, Gärtnerei Widler, Bäckerei Brunner, Möbel Märki. Im Herbst 2017 wird die Mall of Switzerland, das grösste Einkaufs und Freizeitcenter der Schweiz eröffnet. Teile der Mall stehen auf dem Gebiet der Gemeinde Dierikon.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Meggen, Schenkon, Eich, Weggis, Eschenbach, Ballwil und Horw besitzt die Gemeinde einen der tiefsten Steuersätze im Kanton Luzern (von 87 Gemeinden insgesamt) und damit den tiefsten im Rontal.

Seit 2009 findet jedes Jahr im August, auf dem Parkplatz der Migros, das US Car Meeting statt. Bei diesem Anlass treffen sich Freunde US-amerikanischer Fahrzeuge, mit ihren Fahrzeugen, aus der ganzen Schweiz in Dierikon.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116). ISBN 978-3-906131-90-0. S. 65–80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dierikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Dierikon
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Dierikon
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.