Nothberg

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Dieser Artikel behandelt die Ortschaft Nothberg; für die gleichlautende Erhebung in Österreich siehe Notberg.
Nothberg
Wappen von Nothberg
Koordinaten: 50° 48′ 34″ N, 6° 17′ 37″ O
Höhe: 143 m
Eingemeindung: 1. Oktober 1932
Postleitzahl: 52249
Vorwahl: 02403
Nothberger Burg

Nothberg ist ein Wallfahrtsort in Nordrhein-Westfalen und seit 1932 ein südöstlicher Stadtteil der Stadt Eschweiler in der nordrhein-westfälischen Städteregion Aachen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1800 bis 1815 gehörten Nothberg und Hastenrath mit zusammen 1.400 Seelen zum französischen Kanton Eschweiler und zum Friedensgericht Eschweiler. 1815 kam das Rheinland und somit Nothberg an Preußen. Nothberg gehörte seitdem zum Kreis Düren im Regierungsbezirk Aachen. 1833 wurde Christine Englerth die Konzession auf die Steinkohlelager unter anderem in der Gemeinde Nothberg erteilt. Ab 1856 wurden diese Vorkommen in der bei Nothberg errichteten Grube Reserve zutage gefördert.

Am 1. Oktober 1932 wurde das Amt Nothberg mit den Orten Nothberg, Bohl und Volkenrath sowie die Gemeinde Hastenrath nebst Scherpenseel ein Stadtteil der Stadt Eschweiler im Landkreis Aachen. Bis dahin gehörten diese Ortschaften zum Kreis Düren. Zur Zeit der Eingemeindung hatte Nothberg 2934 Einwohner; der letzte Bürgermeister hieß Dr. Heinrich Kreuzer. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Grube Reserve schwer beschädigt und lief aufgrund ausgefallener Pumpen voll Wasser. Der Eschweiler Bergwerksverein als Betreiber verzichtete angesichts nur noch geringer Vorräte darauf, die Grube zu sümpfen. Nothberg verlor damit seinen bis dahin größten Arbeitgeber.

Am 23. Oktober 1979 wurde Nothberg ans Gasnetz angeschlossen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Nothberg fließen die Bäche Otterbach und Omerbach, die beide in die Inde münden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1923 zugelassene Nothberger Wappen zeigt einen Löwen, die Burg und Jahreszahl 1544. Es basiert auf den alten Ratssiegeln Nothbergs von 1463 und 1544.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Nothberger Bushaltestellen Knippmühle, Nothberg Kreis, Nothberg Kreuz, Nothberger Kirche, Nothberger Platz und Nothberg Siedlung werden von der Linie 26 (Eschweiler Bushof–Bergrath–Nothberg–HeisternHamichGressenich) und von den Stadtbuslinien EW1, EW2 und EW3 bedient.

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Eschweiler-Ost auf der A 4.

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1898 bis 1954 war Nothberg an das Netz der Aachener Straßenbahn angeschlossen. Zuletzt bediente die Linie 18 (Dürwiß-Eschweiler-Nothberg-Gressenich-Vicht Dreieck) die Strecke.

Am 15. März 1909 (andere Quelle: 1897) wurde der Haltepunkt Nothberg an der Eisenbahnstrecke Köln–Aachen und am 11. September 2004 der euregiobahn-Haltepunkt Eschweiler-Nothberg an der Talbahnlinie zwischen Eschweiler-Talbahnhof/Raiffeisenplatz und Eschweiler-Weisweiler eröffnet.

Am Haltepunkt Nothberg steht am Gleis 1 Richtung Köln ein kleines, eingeschossiges Gebäude, welches bis in die 1970er Jahre dem Fahrkartenverkauf diente. Von 1865 bis 1944 zweigte eine Stichstrecke zur Steinkohlengrube Reserve ab. Bis zum 12. Dezember 2009 hielt der Rhein-Sieg-Express in Nothberg, seitdem wird der Haltepunkt im planmäßigen Betrieb nicht mehr angefahren.[1]

Heute halten nur noch die Züge der Euregiobahn am weiter nördlich gelegenen Haltepunkt Eschweiler-Nothberg und verbinden den Ort seit dem 11. September 2004 mit Aachen und Alsdorf; seit dem 14. Juni 2009 besteht die Möglichkeit der Fahrt in Richtung Düren.

Linie Linienverlauf Takt
RB 20 euregiobahn:
Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler-St. Jöris – Alsdorf-Poststraße – Alsdorf-Mariadorf – Alsdorf-Kellersberg – Alsdorf-Annapark – Alsdorf-Busch – Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Herzogenrath-Alt-Merkstein – Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf – Stolberg (Rheinl) Hbf hier Flügelung; Zugteil 1:Eschweiler-West – Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz – Eschweiler-Nothberg – Eschweiler-Weisweiler – Langerwehe – Düren
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2016
60 min (Stolberg – Alsdorf-Annapark)
30 min (Herzogenrath – Langerwehe)
60 min (Langerwehe – Düren)

Siehe auch: Liste der Bahnstationen in der Region Aachen.

Alte Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Nothberger Kirche wurde 1970 zusammen mit der benachbarten Gaststätte Otten abgerissen. Das Gebäude wurde durch Bergschäden der Grube Reserve derart beschädigt, dass sie schon ab 1906 nicht mehr genutzt wurde und weiter zerfiel. In einer Grundstücksmauer sind alte Grabsteine der Kirche eingemauert worden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karnevalsgesellschaft Nothberger Burgwache e.V. am 20. Februar 1938 gegründet, das Männer-Quartett Harmonie Eschweiler-Nothberg e.V. Mitte 1930.

Der ansässige Fußballverein ist der Sportverein 1912 Nothberg.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haltepunkt Nothberg: Stadt will kämpfen. AZ-Web.de, 17. September 2009
  2. Sportverein 1912 Nothberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]