Oy-Mittelberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oy-Mittelberg
Oy-Mittelberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oy-Mittelberg hervorgehoben
Koordinaten: 47° 38′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 929 m ü. NHN
Fläche: 60,17 km2
Einwohner: 4500 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87466
Vorwahlen: 08366, 08376, 08361
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 128
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 28
87466 Oy-Mittelberg
Webpräsenz: www.oy-mittelberg.de
Bürgermeister: Theo Haslach (CSU)
Lage der Gemeinde Oy-Mittelberg im Landkreis Oberallgäu
Österreich Baden-Württemberg Landkreis Lindau (Bodensee) Kempten (Allgäu) Landkreis Unterallgäu Landkreis Ostallgäu Kempter Wald Wildpoldsried Wiggensbach Wertach Weitnau Waltenhofen Sulzberg (Oberallgäu) Sonthofen Rettenberg Ofterschwang Oberstdorf Oberstaufen Obermaiselstein Oy-Mittelberg Missen-Wilhams Lauben (Oberallgäu) Immenstadt im Allgäu Bad Hindelang Haldenwang (Allgäu) Fischen im Allgäu Durach Dietmannsried Burgberg im Allgäu Buchenberg Bolsterlang Blaichach Betzigau Balderschwang AltusriedKarte
Über dieses Bild
Kirche von Mittelberg, 1035 m ü NN

Oy-Mittelberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu in Bayern in Deutschland.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Mittelberg und Petersthal.

Zu Oy-Mittelberg gehören unter anderem die Orte Bachtel, Burgkranzegg, Faistenoy, Guggemoos, Haag, Haslach, Hinterschwarzenberg, Kressen, Maria-Rain, Mittelberg, Oberschwarzenberg, Oberzollhaus (I und II), Oy, Petersthal, Riedis, Stich und Unterschwarzenberg. Mit einer Höhe von 1035 m ü. NHN ist Mittelberg der höchstgelegene Ortsteil der Gemeinde und einer der höchsten Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelberg wird erstmals urkundlich um das Jahr 800 als Ort der Zehnte Wertach genannt. Das Gebiet von Oy-Mittelberg gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisation von 1803 zum Hochstift Augsburg, seither gehört der Ort zu Bayern. 1822 fiel Mittelberg bis auf Kirche und Pfarrhof einem Großbrand zum Opfer.

Oy gehört seit dem 19. Jahrhundert zur Gemeinde Mittelberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die ehemalige Gemeinde Petersthal fast vollständig in die Gemeinde Mittelberg eingemeindet. Am 1. Mai 1978 gab es einen Gebietsaustausch zwischen der Gemeinde Mittelberg und dem Markt Sulzberg. Seit dem 1. Januar 1980 führt die Gemeinde den Namen Oy-Mittelberg.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970
Einwohner 2738 2642 2571 2992 2768 4324 2543 2765
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3243 3439 3516 4290 4293 4372 4496 4433 4500

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat / Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den Kommunalwahlen vom 2. März 2008 (Wahlbeteiligung 58,6 %) und 16. März 2014 setzt/e sich der Gemeinderat von Oy-Mittelberg wie folgt zusammen:[4]

Partei /Liste 2008-2014 seit 2014
CSU 7 5
Bürgerblock Petersthal 4 3
Gemeinschaftsblock Mittelberg / Freie Wähler 4 6
Liste Haslach 1 2

Bürgermeister ist Theo Haslach (CSU). Bei der Bürgermeisterwahl am 27. November 2005 erhielt er fast 62 % der Stimmen, 2011 ohne einen Gegenkandidaten sogar 93,9 %. Sein Vorgänger war Wolfgang Hützler (Freie Wähler), der 18 Jahre im Amt war. Die nächsten Bürgermeisterwahlen finden 2017 statt.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.674.000 €, davon waren 339.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In von Rot und Silber gespaltenem Schild eine gespaltene Kugel in verwechselten Farben, die von einem mit fünf heraldischen Rosen belegten Kranz in verwechselten Farben umfangen wird.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1983 besteht zwischen Oy-Mittelberg und der französischen Gemeinde Bais eine Partnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochaltar der Pfarrkirche Maria Immaculata, Schwarzenberg

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen:

  • Wallfahrtskirche Hl. Kreuz, Maria Rain. – Zur Ausstattung gehören ein gotischer Hochaltar, eine frühbarocke Kanzel und das Gnadenbild von etwa 1490.
  • Pfarrkirche St. Michael, Mittelberg. Mit 1036 m ü. NHN ist sie eine der höchstgelegenen Pfarrkirchen im Allgäu. Die Ursprünge gehen aufs 8. Jahrhundert zurück. Nach einem Um- und Erweiterungsbau 1769 zeigt sie sich in barocker Gestalt. Mit dem größten Freskenzyklus des Allgäuer Künstlers Franz Anton Weiß, spätgotischer Pieta, barockem Michael und barocker Kanzel. Michaelsglocke von 1522. Turm aus dem 12. Jahrhundert. Spätgotischer Pfarrhof mit Übergang zur Kirche. Filialkirchen: Faistenoy, Haag, Haslach, Multen, Oberzollhaus
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul, Petersthal. – Zur Ausstattung der spätbarocken Dorfkirche gehören ein Palmesel und eine Madonnenfigur der Syrlin-Schule (um 1510).
  • Pfarrkirche Maria Immaculata, Schwarzenberg.

Kapellen:

  • St.-Magnus-Kapelle, Haag – erbaut 1875
  • Weihnachtskapelle, Bachtel – erbaut ab 1664, mit barocker Ausstattung
  • Pfarrkapelle St. Anna, Oy – erbaut 1677
  • Wendelinskapelle, Faistenoy – erbaut 1754
  • St.-Martins-Kapelle, Guggemoos – erbaut 1858
  • St.-Wolfgang-Kapelle, Haslach
  • St.-Magnus-Kapelle, Oberzollhaus – erbaut 1742
  • Kapelle, Riedis – enthält wertvolle spätmittelalterliche Skulpturen
  • Dreifaltigkeitskapelle, Stich – erbaut ab 1792, Altar von 1850

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2009 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 303 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 144 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 345 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1477. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2009 zwei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Im Jahr 2007 bestanden zudem 141 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich nutzbaren Fläche von mehr als zwei Hektar, die insgesamt 3253 Hektar bewirtschafteten.[3]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tourismus trug wesentlich zur Entwicklung der Gemeinde in ihrer heutigen Form bei. Wichtige Voraussetzungen für den Tourismus sind die zahlreichen Seen wie Rottachsee und Grüntensee sowie die vielen in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Ortsteile wie etwa Mittelberg. Im Ortsteil Haslach befindet sich seit 2007 der Hochseilgarten „Kletterwald Grüntensee“.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 2010 wurden in zwei kirchlichen und einem kommunalen Kindergärten mit insgesamt 175 Plätzen 131 Kinder betreut.
  • In der Volksschule wurden im Schuljahr 2009 in 15 Klassen 299 Kinder von 22 Lehrern unterrichtet.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(chronologisch geordnet)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oy-Mittelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 795.
  3. a b c d Statistik kommunal 2010 – Oy-Mittelberg (PDF; 1,3 MB)
  4. Homepage des Gemeinderats, abgerufen am 22. Januar 2017