Oedelsheim

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51.5911111111119.5947222222222114Koordinaten: 51° 35′ 28″ N, 9° 35′ 41″ O

Oedelsheim
Gemeinde Oberweser
Höhe: 114 m
Fläche: 23,32 km²
Einwohner: 1037
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34399

Oedelsheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Oberweser im Landkreis Kassel, Hessen (Deutschland).

Lage[Bearbeiten]

Fachwerkhäuser an der Kampstraße
Fachwerkhäuser an der Oberdorfstraße

Oedelsheim liegt in Nordhessen im Südteil des Weserberglands an der bewaldeten Südabdachung des Höhenzugs Kiffing bzw. an den bewaldeten nördlichen Ausläufern des Bramwalds im Tal der Oberweser. Der Ort befindet sich direkt am rechten bzw. östlichen Weserufer, jenseits des Flusses erhebt sich der waldreiche Reinhardswald und nördlich von diesem der Solling.

Oedelsheim befindet sich etwa 3 km östlich von Gieselwerder (Hauptort der Gemeinde Oberweser), 8 km südwestlich der Kleinstadt Uslar, 22 km westlich von Göttingen und 30 km nördlich von Kassel (alle Angaben Luftlinie).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Oedelsheim wurde erstmals 1084 urkundlich erwähnt, dürfte aber schon deutlich älter sein. Es wird vermutet, dass ein Vorgängerbau der Martinskirche in Oedelsheim schon um das Jahr 1000 erbaut wurde. Bis zur Reformation war sie Sedeskirche im Archidiakonat Nörten.

Am 1. Februar 1971 hat sich die bis dahin selbständige Gemeinde Oedelsheim mit einigen umliegenden Gemeinden zur neu gegründeten Großgemeinde Oberweser zusammengeschlossen.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Oedelsheim selbst ist nur über Kreisstraßen zu erreichen. Am gegenüberliegenden linken Weserufer verläuft die Bundesstraße 80, mit der Oedelsheim durch eine Gierseilfähre direkt am Ort oder eine Brücke einige Kilometer weiter nordwestlich bei Gieselwerder verbunden ist. Bei Hann. Münden, Göttingen und Warburg befinden sich die nächsten Autobahnanschlussstellen an der A 7 bzw. A 44.

Die nächsten Regionalbahnhöfe gibt es in Hann. Münden, Hofgeismar und Bodenfelde; ICE/IC- Züge halten in Kassel, Göttingen und Warburg, überregional bedeutende Flughäfen bei Hannover und Paderborn.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten]

Weseradweg zwischen Oedelsheim und Gieselwerder

Der Erholungsort[2] Oedelsheim besitzt eine Fabrik. Bis 2011 war der Ort staatlich anerkannter Luftkurort. Daneben sind nur kleinere Handwerksunternehmen und Geschäfte des täglichen Bedarfs vorhanden. Die Land- und Forstwirtschaft spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Heutzutage ist der Tourismus ein nicht mehr zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor. Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in drei Hotels, mehreren Pensionen, Ferienwohnungen und einem Campingplatz.

Im Ort befinden sich unter anderem etliche Fachwerkhäuser, ein Dorfmuseum, ein Hallenbad, eine Grillhütte und ein Kneippbecken. Die umliegende Gegend lädt zum Radfahren und Wandern ein. In der näheren Umgebung befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Burgen bzw. Burgruinen Saba-, Trendel-, Bram- und Krukenburg und die Städte Hann. Münden, Uslar und Kassel.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  2.  77. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 17. November 2011. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2012, ISSN 0724-7885, S. 221.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikivoyage: Oedelsheim – Reiseführer