Oliena

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Oliena
Wappen
Oliena (Italien)
Oliena
Staat Italien
Region Sardinien
Provinz Nuoro (NU)
Lokale Bezeichnung Ulìana
Koordinaten 40° 16′ N, 9° 24′ OKoordinaten: 40° 16′ 0″ N, 9° 24′ 0″ O
Höhe 379 m s.l.m.
Fläche 165,37 km²
Einwohner 7.018 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 08025
Vorwahl 0784
ISTAT-Nummer 091055
Volksbezeichnung Olianesi
Schutzpatron Ignazio di Loyola
Website Oliena

Oliena (sardisch Uliana) ist eine italienische Gemeinde mit 7018 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) im östlichen zentralen Sardinien.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Supramonte auf Oliena (vorne), oben die Provinzhauptstadt Nuoro

Der Ort liegt auf 379 m am Nordosthang des überwiegend aus weißen Kalkstein bestehenden Supramonte-Gebirges. Dessen höchste Erhebung, der Monte Corrasi mit 1463 m s.l.m., ist der Hausberg Olienas.

Die Nachbargemeinden sind Dorgali, Nuoro und Orgosolo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinbau in der Region wurde von Franziskanern und Jesuiten begründet.

Bei der Grotte "Su Gologone Sorgente Carsica"

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt ca. 10 Kirchen, die alle architektonisch recht einfach gehalten sind. Die Pfarrkirche des St. Ignatius von 1734 ist, wie die meisten Jesuitenkirchen Sardiniens mit je drei Seitenkapellen jedoch ohne profiliertes Querschiff gebaut. Im Innern steht eine Holzstatue des Begründers des Jesuitenordens des Hl. Ignatius von Loyola, der das Buch der „Constitutiones Societatis Jesu“ in den Händen hält. Ihm ist die Kirche geweiht. In der Sakristei hängt der "Retablo di San Cristoforo", der Einflüsse der Quattrocentomalerei Umbriens aufweist und ein Beispiel der populären Strömung unter den katalanischen Retabelmalern des späten 15. Jahrhunderts ist. Das Doppeltriptychon zeigt zwischen der Hl. Appolonia und dem Hl. Rochus den Hl. Christophorus, darunter die thronende Maria zwischen den Hll. Julius und Fabian. In der Predella sind Johannes der Täufer, der sardischen Hl. Georg von Suelli, Christus (Pietà), Nikolaus von Bari und der Hl. Gavinus von Torres (ebenfalls ein sardischer Heiliger) dargestellt.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in vielen sardischen Dörfern werden auch in Oliena zu vielen Anlässen Canti Sardi gesungen – traditionelle sardische Chorgesänge, bei denen 4 Tenores a cappella einen ergreifenden Klang produzieren. Dazu tanzt man teilweise traditionelle Rundtänze, diese können aber auch von Akkordeon-Musik begleitet sein.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trachten
  • Die Prozession zum Ostersonntag (S'Incontru) ist vermutlich die bekannteste in der Gegend.
  • Zu Cortes Apertas werden in den alten Höfen traditionelle Handwerke etc. vorgestellt.
  • Darüber hinaus gibt es Feste zu Ehren von San Lussurio (18.–24. August), S.Antonio (ein großes Lagerfeuer wird im Ort angezündet) und S.Giovanni (24. Juni).

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt keine nennenswerte Industrie in Oliena, im nahen Nuoro ist aber ein neues Gewerbegebiet entstanden.

Von Oliena sind es nur 10 Kilometer bis in die Provinzhauptstadt Nuoro und 12 Kilometer bis zur Schnellstraße SS131dir.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kristine Jaath, Peter Höh: Sardinien. Reise Know-How Verlag, Rump 2006, ISBN 3-8317-1285-9, S. 537f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oliena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.