Orlando Bloom

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Orlando Bloom bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes (2013)

Orlando Jonathan Blanchard Copeland Bloom[1] (* 13. Januar 1977 in Canterbury, England) ist ein britischer Schauspieler.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orlando Bloom ist der Sohn der Kinderbuchautorin Sonia Copeland-Bloom.[2] Sein rechtlicher Vater ist der südafrikanische Journalist und Bürgerrechtler Harry Bloom. Erst im Erwachsenenalter erfuhr er, dass sein biologischer Vater sein Taufpate Colin Stone, ein Schuldirektor und enger Freund der Familie, ist.[3] Bloom besuchte verschiedene Schulen in seiner Geburtsstadt Canterbury und litt in seiner Jugend unter Legasthenie.[4] Seine Familie war sehr religiös und überzeugtes Mitglied der anglikanischen Kirche.[5]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ersten Kontakt mit der Schauspielerei und dem Rezitieren von Text bekam Bloom durch die christliche Erziehung, die ihm und seiner Schwester Samantha durch ihre Mutter zuteilwurde – nach eigenen Angaben mussten die Kinder jeden Sonntag Bibelverse auswendig lernen. Mit 16 Jahren zog Bloom nach London und schrieb sich an der Schauspielschule National Youth Theatre für Jugendliche und junge Erwachsene ein. Er verdiente sich in dieser Zeit auch erste Sporen als Komparse und Nebendarsteller. In der Produktion Wilde über Oscar Wilde von 1997 hatte er seinen ersten, kurzen Auftritt in einem Kinofilm. Bloom spielte einen Strichjungen; sein Dialog beschränkte sich auf einen einzigen Satz. Diese Szene bildet jedoch eine Schlüsselszene des Films: Oscar Wilde erkennt durch die Präsenz des Strichjungen erstmals seine eigene Homosexualität. Bloom bekam daraufhin einige Angebote für Film und Fernsehen, welche er ablehnte, um seine Ausbildung an der Guildhall School of Music and Drama zu beenden.

Zwei Tage vor seinem Abschluss an der Guildhall School wurde Bloom mitgeteilt, dass er die Rolle des Elben Legolas in der Herr-der-Ringe-Verfilmung spielen durfte. Er hatte beim Casting zwar für die Rolle des Faramir vorgesprochen, dennoch war Peter Jackson überzeugt, in ihm den perfekten Legolas gefunden zu haben. Bloom verkörperte den Elb Legolas in allen drei Teilen der Trilogie und wurde dadurch weltweit bekannt. In der Drehpause zwischen dem ersten und zweiten Film der Herr-der-Ringe-Trilogie blieb Bloom zudem genug Zeit, um in Ridley Scotts Kriegsfilm Black Hawk Down eine kleine Nebenrolle zu übernehmen.

Ab dem Jahr 2003 verkörperte Bloom fortlaufend die Rolle des Will Turner in der Reihe Pirates of the Caribbean. In Wolfgang Petersens Troja (2004) agierte Bloom an der Seite von Brad Pitt und Diane Kruger in der Rolle des Paris. Bei der Independent-Produktion Haven (2004) beteiligte er sich erstmals als Co-Produzent und trat an der Seite von Bill Paxton auf.

In seiner ersten großen Hauptrolle in Ridley Scotts Historienepos Königreich der Himmel konnte er 2005 weder Kinobesucher noch Kritiker überzeugen. Für diesen Film erhielt er den Publikumspreis Jameson People’s Choice Awards. Im Herbst 2005 zeigte Bloom sich mit dem Film Elizabethtown, in dem er an der Seite von Kirsten Dunst und Susan Sarandon spielte, erstmals in einer neuzeitlichen Komödie. Dabei konnte er die Kritiker mit einer soliden Leistung überzeugen, doch an den Kinokassen blieb der Film hinter seinen Erwartungen zurück. Die Produktionskosten wurden erst mit der DVD-Veröffentlichung wieder eingespielt.

Im August 2010 begannen unter der Regie von Paul W. S. Anderson die Dreharbeiten in Bamberg und Würzburg zur Neuauflage von Die drei Musketiere (2011) in 3D, worin Bloom an der Seite von Christoph Waltz den Herzog von Buckingham spielt. Seit März 2011 ist Bloom das neue Werbegesicht von Hugo Boss Orange.[6]

In der dreiteiligen Verfilmung des Tolkien-Romans und Herr-der-Ringe-Prequels Der Hobbit übernahm er erneut die Rolle des Legolas.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orlando Bloom ist ein aktiver Unterstützer der Organisation UNICEF

Bloom kommt aus einer kreativen Familie. Seine Schwester Samantha Bloom ist ebenfalls Schauspielerin. Sein Cousin ist der Dokumentarfilmer und Fotograf Sebastian Copeland, sein Onkel der französische Dirigent Jean-Claude Casadesus.[7] Der als Anglikaner aufgewachsene Bloom ist Buddhist und Anhänger der neuen religiösen Bewegung Sōka Gakkai.[8] Er ist zudem ein aktiver Unterstützer der Organisation UNICEF.

Von 2002 bis September 2006 führte er eine On-Off-Beziehung mit der Schauspielerin Kate Bosworth. Seit dem 21. Januar 2007 war er mit dem Model Miranda Kerr liiert.[9] Am 21. Juni 2010 wurde bekanntgegeben, dass das Paar sich verlobt hatte, die Heirat erfolgte am 22. Juli 2010. Am 19. August 2010 gab Kerr bekannt, dass sie und Bloom ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Am 6. Januar 2011 wurden sie Eltern eines Jungen.

Am 25. Oktober 2013 wurde bekannt, dass sie sich getrennt haben.[10] Von Anfang 2016 bis März 2017 war er mit der US-amerikanischen Sängerin Katy Perry liiert. Nach einer Beziehungspause kamen Orlando Bloom und Katy Perry im April 2018 wieder zusammen.[11] Am 14. Februar 2019 haben sich die beiden verlobt.[12] Seit August 2020 sind die beiden Eltern einer Tochter.

Im Juli 2010 wurde Bloom von der University of Kent in der Kathedrale von Canterbury mit einem Ehrengrad ausgezeichnet.[13] Im April 2014 wurde Bloom ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (Nr. 2521) gewidmet.[14]

Engagement für die Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blooms Cousin Sebastian Copeland ist ein Umweltschutzaktivist und Fotograf. Orlando Bloom begleitete ihn 2007 auf einer Forschungsexpedition, auf einem alten norwegischen Eisbrecher, um Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen. Bloom schlief dabei in einer Koje und teilte Bad und Toilette mit 27 anderen Männern. Ihre Erfahrungen publizierte Sebastian Copeland in dem Buch Antarctica - The Global Warning. Bloom schrieb die Einführung für dieses Buch und das Vorwort für das, 2008 erschienene, und ebenfalls von Copeland geschriebene Buch Antarctica – A call to action.[15][16]

Orlando Bloom ist Mitglied der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd[17][18] und Botschafter für das Internationale Grüne Kreuz. Bloom hat sein Haus energieeffizient eingerichtet. So hat er Solarpanele installiert, recycelte Materialien verwendet und auf Energiesparlampen umgestellt.[19] Darüber hinaus nimmt Bloom an Konferenzen[20] und anderen umweltschutzbezogenen Veranstaltungen teil[21] und ernährt sich vegetarisch.[22]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bloom bei den Dreh­ar­bei­ten zu Die drei Musketiere in Würzburg (2010)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orlando Bloom on Katy Perry, never saying 'no' and being open | Being | The Sunday Times Style. YouTube.com, 13. März 2020, abgerufen am 28. September 2020 (englisch).
  2. http://www.soniacopelandbloom.com/ – abgerufen am 5. März 2013
  3. http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-1294408/Miranda-Kerr-plays-supporting-role-chuffed-fianc-Orlando-Bloom-collects-honorary-degree.html – abgerufen am 5. März 2013
  4. https://web.archive.org/web/20070603094801/http://www.theorlandobloomfiles.com/articles/j1404march.html Learning Disability], J-14. 3/04. Archiviert vom Original am 3. Juni 2007. 
  5. Independent Film Quarterly – IFQ Magazine Interview with Orlando Bloom (Memento vom 19. November 2009 im Internet Archive)
  6. Star-Trio für Hugo Boss: Schweighöfer, Bloom und Hamilton werben für Männerdüfte in Horizont vom 31. Mai 2011
  7. http://sebastiancopelandadventures.com/about – abgerufen am 3. März 2013
  8. Orlando Bloom ‘converts to Buddhism’, Female First. 
  9. Miranda Kerr und Orlando Bloom haben einen Sohn in Zeit Online vom 9. Januar 2011.
  10. Trennung von Bloom und Kerr: Herr ohne Ring, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  11. Hilary Hughes: Katy Perry & Orlando Bloom Met the Pope On Their Roman Holiday. In: billboard.com. 29. April 2018, abgerufen am 9. August 2018.
  12. Katy Perry und Orlando Bloom haben sich verlobt. Abgerufen am 18. Februar 2019.
  13. Posted about 14 hours ago: University of Kent Honorary Degrees 2010. Kent.ac.uk. 16. Juli 2010. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2010. Abgerufen am 3. September 2014.
  14. Orlando Bloom gets Hollywood Walk of Fame star. Abgerufen am 3. September 2014.
  15. Jim Dobson: How An Adventure In Antarctica Changed Actor Orlando Bloom Forever. Abgerufen am 1. Juni 2020 (englisch).
  16. Books. In: Sebastian Copeland Adventures. Abgerufen am 1. Juni 2020 (amerikanisches Englisch).
  17. Paul Watson: Paul Watson: I'm proud to be a an anti-whaling pirate. In: The Guardian. 23. Januar 2008, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 1. Juni 2020]).
  18. Sea Shepherd Conservation Society. Abgerufen am 17. November 2020 (amerikanisches Englisch).
  19. Orlando Bloom Eco. In: Eluxe Magazine. 26. August 2013, abgerufen am 1. Juni 2020 (amerikanisches Englisch).
  20. Maeve Campbell: From jets to yachts: Is Google's climate change camp hypocritical? 1. August 2019, abgerufen am 1. Juni 2020 (englisch).
  21. Fürst Albert II. empfängt Hollywood-Stars bei der Monte-Carlo-Gala. 27. September 2018, abgerufen am 1. Juni 2020 (deutsch).
  22. Bhutatma Dasa (Austin Gordon), Drutakarma Dasa (Michael A. Cremo), Mukunda Goswami, Kurma Dasa: The Higher Taste: A Guide to Gourmet Vegetarian Cooking and a Karma-Free Diet. The Bhaktivedanta Book Trust International, Inc., ISBN 978-91-7149-846-5 (google.at [abgerufen am 1. Juni 2020]).
  23. a b c d e f g h i j k l m Orlando Bloom – Awards auf imdb.com
  24. European Film Academy: European Film Awards 2005 (The Winners) (Memento vom 8. Mai 2012 im Internet Archive) auf europeanfilmacademy.org, abgerufen am 19. Juli 2013.
  25. Jolie 06/2007: Interview: Orlando Bloom – Warten auf die große Liebe (Memento vom 15. September 2011 im Internet Archive) auf oblonline.de, abgerufen am 19. Juli 2013.
  26. Joy 05/2005: Interview (Memento vom 26. November 2010 im Internet Archive) auf oblonline.de, abgerufen am 19. Juli 2013.
  27. Parodie-Video von Orlando Bloom: „The Hobbits, the Hobbits, the Hobbits“. In: Spiegel Online. 1. Juli 2013 (spiegel.de [abgerufen am 12. Dezember 2015]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Orlando Bloom – Sammlung von Bildern