Osmanlıspor FK

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Osmanlıspor FK
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Basisdaten
Name Osmanlıspor Futbol Kulübü
Sitz Ankara
Gründung 1978
Farben lila-gelb
Präsident Sadik Dik
Website osmanlispor.org
Erste Mannschaft
Cheftrainer Osman Özköylü
Spielstätte Osmanlı Stadı
Plätze 19.626
Liga TFF 1. Lig
2018/19 4. Platz
Vereinswappen welches bis zur Namensänderung in Osmanlıspor FK zum Saisonstart 2014/15 verwendet wurde

Osmanlıspor Futbol Kulübü, kurz Osmanlıspor bzw. Osmanlıspor FK (bis August 2014 noch Ankara Spor Kulübü), ist ein türkischer Sportverein. Er wurde im Jahre 1978 in Ankara gegründet und war lange Zeit der Betriebssportverein der Stadtverwaltung Ankaras. Seine Heimspiele bestreitet der Klub im Osmanlı Stadyumu, das eine Kapazität von 19.626 Zuschauern hat. Der Verein hat zurzeit 96.000 Mitglieder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ankara Belediyespor wurde der Verein 1978 gegründet. Nach sechs Jahren hieß er Ankara Büyükşehir Belediyespor. 1998 gab es einen erneuten Namenswechsel, dieses Mal lautete der Name Büyükşehir Belediye Ankaraspor, und seit 2005 tritt der Verein als Ankaraspor auf. Mit dem letzten Namenswechsel ging eine Konzentration auf den Fußball einher. Die bisherigen Abteilungen Badminton, Basketball, Boxen, Eishockey, Gewichtheben, Handball, Judo, Rudern, Taekwondo, Tennis und Tischtennis wurden in einen Verein ausgegliedert, der den alten Namen Büyükşehir Belediye Ankaraspor Kulübü fortführt.

Zwangsabstieg in die 2. Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ankaraspor musste 2009 aufgrund einer Strafe des türkischen Fußballverbands (TFF) in die Bank Asya 1. Lig, die zweite türkische Liga, absteigen, da man gegen einige Verbandsregeln verstoßen hatte. Vor Beginn der Spielzeit 2009/10 wollte Ankaraspor mit dem Stadtrivalen MKE Ankaragücü eine Fusion eingehen; diese wurde vom türkischen Fußballverband mit einer Eilentscheidung verhindert. In der Folge wurde der bisherige Sportchef von Ankaraspor und Sohn von Oberbürgermeister Melih Gökçek, Ahmet Gökçek, zum Präsidenten von MKE Ankaragücü gewählt und fünf Spieler wechselten in kurzer Zeit zu MKE Ankaragücü.[1] Zur Vermeidung einer Wettbewerbsverzerrung zwischen den beiden Klubs entschied der Verband, Ankaraspor für die Saison 2009/10 auszuschließen. Die Lizenz des Vereins wurde am 4. August 2010 durch den türkischen Fußballverband (TFF) entzogen. Somit konnte der Verein keine sportlichen Aktivitäten mehr betreiben. Alle verbliebenen Spiele wurden mit einer 0:3-Niederlage gewertet.

Wiederaufnahme des Ligabetriebs und Rückkehr in die TFF 1. Lig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein erwirkte nach dem Ligaausschluss per Gerichtsbeschluss eine Teilnahme an der Süper Lig bzw. an der TFF 1. Lig. Da nach dem Ausschluss aus der Liga alle Profis freigestellt worden waren und man für die Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 keine ausreichende Mannschaft zur Verfügung hatte, verzichtete man trotz Ankündigung an einer späteren Spielteilnahme. Die Reservemannschaft von Ankaraspor, die Ankaraspor A2, beendete die A2 Ligi 2012/13 mit der Meisterschaft der Liga. Dabei setzte man sich im Finale gegen die Reservemannschaft des Stadtrivalen Gençlerbirliği Ankara durch.[2] Bei der Rückfahrt nach der entscheidenden Meisterschaftbegegnung geriet der Mannschaftsbus in einen Unfall, bei dem es 17 Verletzte und einen Toten gab.[3]

Für die Spielzeit 2013/14 kündigte Ankaraspor wieder eine Teilnahme am Spielbetrieb der Süper Lig, der höchsten türkischen Fußballliga, an. Diese Teilnahmeanfrage wurde vom türkischen Fußballverband verweigert und der Verein zu einer Teilnahme an der 2. Liga genötigt.[4] In den nachfolgenden Verhandlungen dieser Verweigerung einigten sich beide Seiten auf eine Teilnahme am Spielbetrieb der TFF 1. Lig, der 2. türkischen Fußballliga.[5] Nach dieser Teilnahmebestätigung stellte man mit Osman Özköylü den Meistertrainer der vergangenen Zweitligaspielzeit an.[6] Entsprechend den Vorstellungen wurde mit dem größten Budget aller Zweitligavereine eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt, größtenteils durch den Zukauf von neuen Spielern und teilweise aus Spielern der Reserve- bzw. Jugendmannschaft.

Mit Özköylü spielte der Klub von Saisonbeginn an um die Meisterschaft und den Aufstieg mit. Am 15. Spieltag übernahm die Mannschaft die Tabellenführung, verlor sie nach einigen Wochen und erkämpfte sie sich in der Rückrunde erneut. Gegen Saisonende rutschte der Verein aber wieder ab und sicherte sich mit dem 4. Tabellenplatz die Teilnahme an den Play-offs. Im Playoff-Halbfinale scheiterte der Verein an Samsunspor und verpasste somit den Aufstieg.

Namensänderung in Osmanlıspor FK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende der Saison 2013/14 verkündete die Klubführung, den Vereinsnamen ändern zu wollen, und nannte als möglichen neuen Namen 1299 Osmanlıspor FK bzw. Osmanlıspor FK.[7] Schließlich entschied man sich für Osmanlıspor FK und beantragte beim türkische Fußballverband die Namensänderung.[8] Mitte August 2014 bewilligte der Verband die Namensänderung und die Teilnahme mit dem neuen Namen an der Zweitligasaison 2014/15.[9] Neben dem Vereinsnamen wurden auch die Vereinsfarben von blau-weiß auf lila-gelb geändert und das Logo neu gestaltet.

Rückkehr in die Süper Lig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des verfehlten Aufstiegs hielt der Verein auch zum Start der TFF 1. Lig 2014/15 am Trainer Osman Özköylü fest. Wieder startete die Mannschaft gut in die Saison und schien gegen Ende der Hinrunde den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Hinzu kamen vereinsinterne Unruhen zwischen Özköylü und einigen Spielern und vereinsexterne Kontroversen zwischen Özköylü und der Presse. So löste dieser sich nach gegensätzlichen Einvernehmen mit der Vereinsführung am 22. Dezember 2014 seinen Vertrag auf und verließ den Klub.[10] Wenige Tage nach Özköylüs Abschied stellte der Verein Yılmaz Vural als neuen Chefcoach vor. Dieser blieb nur zwei Wochen im Amt und verließ ohne Angabe von Gründen den Verein.[11] Auf Vural folgte der Deutsch-Türke Uğur Tütüneker.[12] Unter dem neuen Trainer baute die Mannschaft die Punktedifferenz zum Zweitplatzierten Adana Demirspor sukzessive ab. Durch den 2:0-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten Demirspor übernahm der Klub den 2. Tabellenplatz und baute die Punktedifferenz in den nächsten zwei Wochen aus. So sicherte sich der Klub durch einen 4:3-Auswärtssieg bei Antalyaspor die Vizemeisterschaft der Liga und den direkten Aufstieg in die Süper Lig.[13] Damit kehrte der Klub nach sechsjähriger Abstinenz und neuem Namen in die höchste türkische Spielklasse zurück und wurde hier nach Gençlerbirliği Ankara der zweite Hauptstadtverein.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2009 bis 2013 wurde dem Verein die Teilnahme am Ligabetrieb verwehrt.

Aktueller Kader 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Letzte Aktualisierung: 3. April 2019
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
1 TürkeTürke Abdulaziz Demircan 05. Feb. 1991 2018 2021
13 TürkeTürke Ahmet Eyüp Türkaslan 11. Sep. 1994 2016 2018
97 UruguayUruguay Santiago Mele 06. Sep. 1997 2017 2022
99 LitauerLitauer Žydrūnas Karčemarskas 24. Mai 1983 2010 2019
Abwehr
2 TürkeTürke Caner Arıcı 07. Nov. 1986 2014 2019
3 TürkeTürke Ali Eren İyican 26. Juni 1999 2017 2022
5 TürkeTürke Tugay Kaçar 01. Jan. 1994 2018 2020
22 TürkeTürke Ali Ülgen 10. Nov. 1999 2018 2023
29 SenegalSenegal FrankreichFrankreich Ousmane N’Diaye 19. Aug. 1991 2018 2019
33 TürkeTürke Muhammed Bayır 05. Feb. 1989 2013 2021
40 TürkeTürke Mehmet Yiğit 24. Juni 1991 2018 2020
61 TürkeTürke Numan Çürüksu 02. Dez. 1984 2014 2018
79 TürkeTürke Anıl Karaer 04. Juli 1988 2017 2020
Mittelfeld
28 TürkeTürke NiederlandeNiederlande Hasan Kılıç 27. Juli 1992 2017 2021
81 TürkeTürke Barış Zeren 08. Mär. 1999 2018 2023
67 BelgienBelgien Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Tortol Lumanza 13. Apr. 1994 2018 2022
8 TürkeTürke DeutschlandDeutschland Sinan Kurt 02. Aug. 1995 2016 2019
14 KamerunKamerun Eric Ayuk 17. Feb. 1997 2018 2020
17 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Ognjen Todorović 24. Mär. 1989 2019 2020
21 TürkeTürke Burhan Eşer 10. Jan. 1985 2018 2019
23 TürkeTürke Beykan Şimşek 01. Jan. 1997 2018 2021
24 SerbienSerbien Jovan Blagojević 15. Mär. 1988 2019 2019
25 TürkeTürke Galip Güzel 10. Jan. 1997 2019 2019
44 NigeriaNigeria Ifeanyi Mathew 29. Jan. 1997 2019 2019
45 TürkeTürke Atakan Çankaya 25. Juni 1998 2019 2023
54 TürkeTürke Burak Ağaoğlu 23. Mär. 1999 2017 2021
Sturm
39 Franzosisch-GuayanaFranzösisch-Guayana FrankreichFrankreich Sloan Privat 24. Juli 1989 2019 2020
48 TürkeTürke Mertan Öztürk 02. Nov. 1992 2018 2021
77 TürkeTürke Okan Deniz 20. Mai 1994 2019 2021
93 TürkeTürke Magaye Gueye 06. Juli 1990 2018 2020

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. TurkeiTürkei Hürriyet Gücer 146 2004–2010
02. TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland Özer Hurmacı 100 2006–2018
03. BrasilienBrasilien TurkeiTürkei Tita 93 2004–2010
04. TurkeiTürkei Adem Koçak 92 2006–2010
05. BrasilienBrasilien TurkeiTürkei Gökçek Vederson 86 2004–2007
06. TurkeiTürkei Numan Çürüksu 84 2015–2018
NigeriaNigeria Aminu Umar 2015–2018
08. TurkeiTürkei Bilal Kısa 83 2006–2010
MontenegroMontenegro Radoslav Batak 2005–2009
10. BrasilienBrasilien Jaba 82 2004–2007
Stand: 10. Mär. 2019[14]
Die meisten Erstligatore
Rang Name Tore Einsätze Tore/Spiel
01. BrasilienBrasilien Jaba 37 82 0,45
02. BrasilienBrasilien TurkeiTürkei Gökçek Vederson 20 86 0,23
03. NigeriaNigeria Aminu Umar 18 84 0,21
04. TurkeiTürkei Musa Çağıran 17 81 0,21
SenegalSenegal Badou Ndiaye 59 0,29
06. BrasilienBrasilien TurkeiTürkei Tita 15 93 0,16
KamerunKamerun Pierre Webó 49 0,29
08. TurkeiTürkei FrankreichFrankreich Serdar Gürler 12 29 0,41
TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland Murat Tosun 69 0,17
10. RumänienRumänien Raul Rusescu 10 46 0,22
Stand: 10. Mär. 2019[14]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Erster türkischer A-Nationalspieler der Vereinsgeschichte
2 Spielte während seiner Zeit bei Osmanlıspor FK für die Türkische Nationalmannschaft bzw. wurde während dieser Zeit zum ersten Mal für diese nominiert.

Trainer (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Präsidenten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TurkeiTürkei Ruhi Kurnaz
  • TurkeiTürkei Sadik Dik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. faz.net: "Zwangsabstieg nach Manager-Wechsel" (abgerufen am 20. Mai 2015)
  2. trtspor.com.tr: "A2'de şampiyon Ankaraspor" (Memento vom 18. Juli 2013 im Internet Archive) (abgerufen am 21. Juni 2013)
  3. cnnturk.com: "A2 Şampiyonu Ankaraspor kaza geçirdi: 1 ölü" (abgerufen am 21. Juni 2013)
  4. sporx.com: "TFF'den Ankaraspor'a bir ŞOK daha" (abgerufen am 21. Juni 2013)
  5. tff.org: 2013/14 SEZONU PTT 1. LİG MÜSABAKALARI STATÜSÜ (abgerufen am 20. Juni 2013; PDF; 219 kB)
  6. hurriyet.com.tr: "Ankaraspor Osman Özköylü'ye emanet" (abgerufen am 21. Juni 2013)
  7. tr.eurosport.com: "Ankaraspor adını 1299 Osmanlıspor yapmak istiyor" (abgerufen am 19. August 2014)
  8. trtspor.com.tr: "trtspor.com.tr" (abgerufen am 19. August 2014)
  9. trtspor.com.tr: "Ankaraspor isim değiştirdi" (abgerufen am 19. August 2014)
  10. ntvspor.net: "Osmanlıspor'da Özköylü dönemi kapandı!" (abgerufen am 23. Dezember 2014)
  11. ntvspor.net: "Vural dönemi kısa sürdü!" (abgerufen am 10. Januar 2015)
  12. milliyet.com.tr: "Yılmaz Vural'ın yerine Uğur Tütüneker! İmza atıldı" (abgerufen am 25. Januar 2015)
  13. mtrtspor.com.tr: "Adım adım Süper Lig'e" (abgerufen am 20. Mai 2015)
  14. a b Mackolik.com: Statistikdatenbank, abgerufen am 10. Mär. 2019