Pascal Kober

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Pascal Kober (2009)

Pascal Kober (* 3. Juli 1971 in Sindelfingen) ist ein deutscher evangelischer Theologe. Er war von 2009 bis 2013 Abgeordneter für die FDP im Deutschen Bundestag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pascal Kober wuchs in Böblingen auf und studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Kiel und Neuendettelsau. Er wurde am 5. Januar 2015 in Stuttgart zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg gewählt. Er ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und war von 2009 bis 2013 Mitglied des 17. Deutschen Bundestages. 2007 bis 2009 war er Religionslehrer an der Hermann-Gundert Schule in Calw-Wimberg.

Mit der Bundestagswahl 2013 schied Kober aus der Politik aus und ist seit März 2014 als Militärseelsorger der Standorte Stetten und Pfullendorf tätig.[1][2] In den Jahren 2015 und 2016 ging Kober zweimal in den Auslandseinsatz nach Mali. Von Dezember 2015 bis März 2016 war Kober im Rahmen der Europäischen Ausbildungsmission EUTM Mali in Bamako als Militärseelsorger eingesetzt. Von April bis Juli 2016 war er im Rahmen der UN-Mission MINUSMA im nördlichen Gao eingesetzt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kober auf dem Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg 2015

Pascal Kober trat 1998 den Jungen Liberalen bei und wurde zugleich Mitglied der FDP. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender des FDP Bezirksverbandes Neckar-Alb. Seit 2001 ist er Mitglied im Landesvorstand der FDP/DVP Baden-Württemberg. Er ist Initiator des neuen Grundsatzprogramms der FDP/DVP Baden-Württemberg, Gründungsmitglied und theologischer Berater der Christlichen Liberalen und seit 2010 Mitglied der Kommission zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms der FDP-Bundespartei. Seit Mai 2015 ist er Beisitzer im FDP-Bundesvorstand.[4]

Bundestagsabgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2009 zog Pascal Kober über die Landesliste Baden-Württemberg für die FDP in den Deutschen Bundestag ein. In der 17. Wahlperiode war er als Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales zuständig für alle Themen im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs II, umgangssprachlich bekannt als Hartz IV. Darüber hinaus war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, wo er sich für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte sowie für die Menschenrechte von Frauen, Kindern und Minderheiten einsetzte. Zudem war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Weitere Ämter und Funktionen im Bundestag hatte Pascal Kober als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Französischsprachige Staaten West- und Zentralafrikas, als Mitglied der Parlamentariergruppe SADC-Staaten, der Parlamentariergruppe USA und der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe sowie als stellvertretender Sprecher der Gruppe Christen in der FDP-Bundestagsfraktion inne. Wegen des Scheiterns seiner Partei bei der Bundestagswahl 2013 schied Kober aus dem Parlament aus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pascal Kober – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Steinle: Pascal Kober geht in die Militärseelsorge. Evangelische Landeskirche in Württemberg vom 26. Februar 2014
  2. Matthias Kamann: Dieser Pfarrer ist die Antwort der FDP auf Käßmann. In: Die Welt vom 13. September 2014.
  3. Regine Lotterer: Haltung zeigen. In: Südwest Presse. 19. April 2016, abgerufen am 7. Juli 2016.
  4. http://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2015/05/16/22-buvo2-2-wg-sammelwahl-berlin.pdf