Pascal Kober

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Pascal Kober (2020)

Pascal Felix Ernst Kober[1] (* 3. Juli 1971 in Sindelfingen) ist ein deutscher evangelischer Theologe und Politiker. Seit 2017 sitzt er wieder für die FDP im Deutschen Bundestag, dem er bereits von 2009 bis 2013 angehörte. Seit Januar 2022 ist er zudem Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von terroristischen Straftaten im Inland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pascal Kober wuchs in Böblingen auf und ist evangelisch-lutherischer Konfession.[2] Er studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Kiel und Neuendettelsau. Er wurde 2015 in Stuttgart zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg gewählt. Er ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. 2007 bis 2009 war er Religionslehrer an der Hermann-Gundert-Schule in Calw-Wimberg.

Ab 2014 war er Militärseelsorger der Bundeswehr an den Standorten Stetten am kalten Markt und Pfullendorf.[3][4] In den Jahren 2015 und 2016 ging Kober zweimal in den Auslandseinsatz nach Mali. Von Dezember 2015 bis März 2016 war Kober im Rahmen der Europäischen Ausbildungsmission EUTM Mali in Bamako als Militärseelsorger eingesetzt. Von April bis Juli 2016 war er im Rahmen der UN-Mission MINUSMA im nördlichen Gao eingesetzt.[5]

Kober ist einer der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes. Er ist seit Februar 2022 Oberleutnant der Reserve.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kober auf dem Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg 2015

Pascal Kober trat 1998 den Jungen Liberalen bei und wurde zugleich Mitglied der FDP. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Neckar-Alb. Seit 2001 ist er Mitglied im Landesvorstand der FDP/DVP Baden-Württemberg. Er ist Initiator des neuen Grundsatzprogramms der FDP/DVP Baden-Württemberg, Gründungsmitglied und theologischer Berater der Christlichen Liberalen und seit 2010 Mitglied der Kommission zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms der FDP-Bundespartei. Seit Mai 2015 ist er Beisitzer im FDP-Bundesvorstand.[7]

Bundestagsabgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2009 zog Pascal Kober über die Landesliste der FDP Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag ein. In der 17. Wahlperiode war er als Obmann der FDP-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales zuständig für alle Themen im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs II, umgangssprachlich bekannt als Hartz IV. Darüber hinaus war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, wo er sich für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte sowie für die Menschenrechte von Frauen, Kindern und Minderheiten einsetzte. Zudem war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Weitere Ämter und Funktionen im Bundestag hatte Pascal Kober als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Französischsprachige Staaten West- und Zentralafrikas, als Mitglied der Parlamentariergruppe SADC-Staaten, der Parlamentariergruppe USA und der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe sowie als stellvertretender Sprecher der Gruppe Christen in der FDP-Bundestagsfraktion inne. Wegen des Scheiterns seiner Partei bei der Bundestagswahl 2013 schied Kober aus dem Parlament aus.

Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte Kober im Bundestagswahlkreis Reutlingen und auf dem vierten Platz der baden-württembergischen Landesliste. Er zog über die Landesliste in den 19. Deutschen Bundestag ein. Seit Januar 2018 ist Kober Sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion und Mitglied sowie Obmann seiner Partei im Ausschuss für Arbeit und Soziales.[8][9] Er ist zudem stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Gesundheit und Verteidigung, sowie im 1. Untersuchungsausschuss des Verteidigungsausschusses.[10][2] Von seiner Partei zur Bundestagswahl 2021 auf Platz 4 der Landesliste aufgestellt, wurde er zum dritten Mal ins Bundesparlament gewählt.

Am 12. Januar 2022 wurde er auf Vorschlag von Bundesjustizminister Marco Buschmann zum Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen der Opfer und Hinterbliebenen terroristischer Straftaten im Inland ernannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pascal Kober – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landeslisten der Parteien in Baden-Württemberg - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 17. September 2021.
  2. a b Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 7. August 2020.
  3. Peter Steinle: Pascal Kober geht in die Militärseelsorge (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive). Evangelische Landeskirche in Württemberg vom 26. Februar 2014
  4. Matthias Kamann: Dieser Pfarrer ist die Antwort der FDP auf Käßmann. In: Die Welt vom 13. September 2014.
  5. Regine Lotterer: Haltung zeigen. In: Südwest Presse. 19. April 2016, abgerufen am 7. Juli 2016.
  6. Neuer Dienstgrad und neue Aufgabe für Pascal Kober. Abgerufen am 19. Juni 2022 (deutsch).
  7. Archivlink (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)
  8. FDP-Fraktion: Besetzung Sprecher. Abgerufen am 1. Februar 2018.
  9. FDP-Fraktion: Besetzung Bundestagsausschüsse. Abgerufen am 1. Februar 2018.
  10. Neue Ämter für Pascal Kober. Südwestpresse online, abgerufen am 20. Juni 2018.