Marcus Faber

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Marcus Faber (2015)

Marcus Faber (* 4. Februar 1984 in Stendal) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Politiker (FDP). Er ist amtierender Landesvorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt, Kreisvorsitzender seiner Partei im Landkreis Stendal und Mitglied im FDP-Bundesvorstand. Seit dessen Konstituierung am 24. Oktober 2017 ist Faber Mitglied des 19. Deutschen Bundestags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faber besuchte das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium in Stendal, wo er im März 2003 sein Abitur ablegte. Anschließend leistete er seinen Grundwehrdienst als Panzerpionier in der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg. Von 2003 bis 2008 absolvierte er ein Studium der Politikwissenschaften an den Universitäten in Potsdam und Sydney, das er mit dem akademischen Grad eines Diplom-Politikwissenschaftlers abschloss. Im Anschluss nahm er ein Promotionsstudium an der Universität Potsdam auf, wo er 2013 mit einer Arbeit zum Thema „Direkte Demokratie auf Länderebene“ an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zum Dr. rer. pol. promoviert wurde.

Nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung war Faber 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag tätig. Von 2013 bis 2014 arbeitete er als Referent für Grundsatzfragen im Brandenburgischen Landtag. Seit 2015 war er als Referent für Handel, Kommunales, Hotel, Logistik und Bürgerbeteiligung beim Zentralen Immobilien Ausschuss angestellt.

Bei der Bundestagswahl 2017 trat Faber im Bundestagswahlkreis Altmark an[1] und wurde über die FDP-Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt.[2] Als Bundestagsabgeordneter ist er ordentliches Mitglied des Verteidigungsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft und des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen.

Nachdem Frank Sitta als Landesvorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt zurückgetreten ist[3], leiten Marcus Faber und Lydia Hüskens seit Ende September 2020 als amtierende Landesvorsitzende den Landesverband.[4]

Bei der Bundestagswahl 2021 tritt Marcus Faber als Spitzenkandidat der Freidemokraten in Sachsen-Anhalt an.[5]

Faber engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen. Unter anderem gehört er seit 2013 dem Präsidium des Ambassador Clubs Deutschland an. Im Oktober 2019 wurde er zum Vizepräsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gewählt.[6]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei der Aufstellung für die Stendaler Stadtratswahl 2015 wurden Faber Unregelmäßigkeiten vorgeworfen. Unter seiner Aufsicht soll eine falsche Liste an den Wahlleiter übermittelt worden sein.[7]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Direkte Demokratie auf Länderebene. Eine fallbezogene Vergleichsstudie. Tectum, Marburg 2013, ISBN 978-3-8288-3237-4 (zugleich: Dissertation, Potsdam 2013).

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Präsidiumsmitglied Ambassadors Club e.V.
  • Referent für Handel, Kommunales, Hotel, Logistik und Bürgerbeteiligung beim Zentralen Immobilien Ausschuss e.V.
  • Ehrenvorsitzender der Jungen Liberalen von Sachsen-Anhalt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marcus Faber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Faber tritt für FDP in der Altmark an. In: Volksstimme. 5. April 2017, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  2. Vier Vertreter mehr – Sachsen-Anhalt mit 23 Abgeordneten im neuen Bundestag. In: Mitteldeutsche Zeitung. 25. September 2017, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  3. WELT: FDP-Chef Sitta zieht sich aus Politik zurück. In: DIE WELT. 8. Juli 2020 (welt.de [abgerufen am 5. Dezember 2020]).
  4. Volksstimme Magdeburg: Faber ist FDP-Spitzenkandidat für Bundestag. Abgerufen am 5. Dezember 2020.
  5. Volksstimme Magdeburg: Faber ist FDP-Spitzenkandidat für Bundestag. Abgerufen am 5. Dezember 2020.
  6. Faber zum Vize-Präsidenten der deutsch-israelischen Gesellschaft gewählt. In: fdp-lsa.de. 27. Oktober 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  7. Heyy wie kommt's das die Nr. 18 geändert wurde? 5. Mai 2015, abgerufen am 20. November 2020.