Wolfgang Kubicki

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Wolfgang Kubicki (2013)

Wolfgang Kubicki [kuˈbɪki] (* 3. März 1952 in Braunschweig) ist ein deutscher Volkswirt, Rechtsanwalt und Politiker der FDP. Am 24. Oktober 2017 wurde er zum Bundestagsvizepräsidenten gewählt.

Herkunft, Studium, Berufstätigkeit und Privates (1952 bis 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Kubicki mit Ehefrau Annette Marberth-Kubicki (2016)

Kubicki wurde 1952 als jüngstes von drei Kindern eines Angestellten und einer Verkäuferin[1] in einer evangelisch geprägten Mittelschichtfamilie in Braunschweig geboren. Nach dem Abitur 1970 an der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule in Braunschweig studierte Kubicki Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), wo Peer Steinbrück zu seinen Kommilitonen gehörte.[2] Das Studium schloss er 1975 mit dem Diplom als Volkswirt ab. Anschließend war er zuerst für eine Unternehmensberatung und dann bis 1980 für ein Steuerberatungsbüro tätig. Von 1981 bis 1983 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag. Neben seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte Kubicki ab 1975 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Kiel, das er 1985 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Seitdem ist er als Rechtsanwalt zugelassen und übt diesen Beruf als Steuerstrafverteidiger neben seinem Abgeordnetenmandat weiter aus.[3] Wolfgang Kubicki ist in einer Sozietät mit Hendrik Schöler tätig.[4] Zeitweilig betrieb Kubicki auch zusammen mit dem ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Trutz Graf Kerssenbrock eine Kanzlei.[5]

Kubicki ist in dritter Ehe mit der Strafrechtlerin Annette Marberth-Kubicki[6][7] verheiratet und ein Cousin zweiten Grades von Klaus Wowereits Lebenspartner Jörn Kubicki.[8] Er ist Vater von Zwillingen und wohnt in Strande bei Kiel und hat laut WeltN24 einen Zweitwohnsitz in Santa Ponça auf der Baleareninsel Mallorca.[9][10][11]

FDP-Politiker (seit 1971)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubicki trat 1971 als 19-jähriger VWL-Student in die FDP ein. 1972/73 war er stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes und 1975/76 Landesvorsitzender der Jungdemokraten in Schleswig-Holstein. Anschließend wurde Kubicki erstmals 1976 in den Landesvorstand der FDP Schleswig-Holstein gewählt, dem er bis 1988 angehörte, zuletzt als stellvertretender Landesvorsitzender.

Von 1987 bis 1989 war er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde. Dieses Amt gab er nach seiner Wahl zum Landesvorsitzenden im September 1989 auf. Im September 1993 trat Kubicki im Zuge den der Affäre um die Deponie Schönberg als Landesvorsitzender zurück. Als Landesvorsitzender war Kubicki auch im Bundesvorstand der Liberalen. Seit 1997 tut er dies erneut. Zudem war er Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1992, 2000, 2005, 2009 und 2012. Er galt nach der langjährigen Ministerpräsidentin Heide Simonis als der bekannteste Politiker des nördlichsten Bundeslandes. Kubicki war ein öffentlich bekennender Freund Jürgen W. Möllemanns, der 2003 bei einem Fallschirmsprung verstarb. Beide waren auch die geistigen Urheber der damaligen Strategie der FDP, der Strategie Projekt 18.[5][12]

Kubicki setzte sich seit dem Jahre 2000 dafür ein, dass Guido Westerwelle von der FDP zum Bundesvorsitzenden der FDP gewählt und Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion wurde.[13][14][15] Westerwelle drängte seinerzeit damit Wolfgang Gerhardt aus beiden Positionen. Mitte Dezember 2010 sprach sich Kubicki öffentlich für die Ablösung Westerwelles als Parteivorsitzender der FDP im Mai 2011 aus. Er verglich die Situation der FDP mit der Spätphase der DDR und gab der Parteispitze die Schuld an den Umfrageergebnissen unter 5 %.[16]

Bei der Landtagswahl 2012 erhielt die FDP mit Kubicki als Spitzenkandidat ein Ergebnis von 8,2 Prozent der Zweitstimmen.[17] Dies war zwar ein deutlicher Verlust gegenüber der Landtagswahl 2009, als 14,9 Prozent erreicht wurden, aber dennoch das zweitbeste in Schleswig-Holstein erzielte Wahlergebnis. Zuvor war die FDP aus sechs Landesparlamenten ausgeschieden. Daher galt das Ergebnis als außerordentlicher Erfolg, den vor allem Kubicki zuschrieb („Kubicki-Effekt“).[18] In Umfragen erreichte er 54 Prozent Zuspruch der Wahlbevölkerung Schleswig-Holsteins (im Vergleich zu 18 Prozent für Philipp Rösler) und 63 Prozent sahen große Unterschiede zwischen Landes- und Bundes-FDP.[19] Obwohl Kubicki nie mit Kritik an der Bundespolitik seiner eigenen Partei gespart hatte, betonte er bereits in der Wahlsendung des ZDF, dass dieses als Wahlsieg empfundene Ergebnis gerade auch ein Erfolg für die Bundespartei sei. Damit trat er zuvor öffentlich aufgekommenen Putschgerüchten gegen den Vorsitzenden der Bundes-FDP Philipp Rösler noch vor Ablauf des Wahlabends klar entgegen. Im August 2012 kündigte Kubicki an, bei den Bundestagswahlen 2013 als Spitzenkandidat der FDP Schleswig-Holstein antreten zu wollen.[20]

Auf dem FDP-Bundesparteitag 2013 wurde Kubicki als Beisitzer im Bundespräsidium Nachfolger Dirk Niebels, der als Entwicklungsminister bereits im ersten Wahlgang ausschied. Kubicki gewann dann in einer Kampfabstimmung gegen Gesundheitsminister Daniel Bahr.[21] Der Außerordentliche Parteitag der FDP im Dezember 2013 wählte Kubicki mit 89,87 % der Stimmen zum 1. Stellvertreter des neuen Parteichefs Christian Lindner.[22] Der FDP-Bundesparteitag 2015 bestätigte Kubicki in diesem Amt mit 94,2 % der Stimmen[23] und der FDP-Bundesparteitag 2017 erneut mit 92,29 %.[24]

Landtagsabgeordneter (1992–2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1992 bis 2017 war Kubicki Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein. Dabei zog er stets über die Landesliste in den Landtag ein. Er wurde 1992 sogleich Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. 1993 legte er das Amt während der Affäre um die „Deponie Schönberg“ nieder. Nach der Landtagswahl 1996 löste er seinen Nachfolger Ekkehard Klug wieder ab und wurde erneut Fraktionsvorsitzender. Nach Bildung der großen Koalition unter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen am 27. April 2005 wurde Kubicki Oppositionsführer in Schleswig-Holstein. Mit dem Bruch der großen Koalition und der Entlassung der SPD-Minister aus dem Kabinett Carstensen I am 21. Juli 2009 ging diese Funktion an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner über. Zwischen 2004 und 2009 war Kubicki als Vertreter des Schleswig-Holsteinischen Landtags Mitglied im Beirat der HSH Nordbank. Nach dem Bruch der großen Koalition von CDU-Ministerpräsident Carstensen im Juli 2009 sprach sich Kubicki für eine schwarz-gelbe Koalition nach der für den 27. September 2009 anvisierten Neuwahl des Landtages aus. Nach der Landtagswahl Schleswig-Holstein 2009 im Jahre 2009 wurde Kubicki nicht Mitglied der bis 2012 CDU-FDP-geführten Landesregierung, sondern blieb Fraktionsvorsitzender. Als Mitglied der Regierung hätte er seinen Beruf als Anwalt ruhen lassen müssen.[25] In einem Interview mit der Zeitung Die Welt äußerte Kubicki im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen Christian Wulff, dass ein Prozess in einer Blamage für die Justiz enden werde,[26] und bezeichnete das Angebot der Staatsanwaltschaft an Wulff, das Verfahren gegen eine Zahlung von 20.000 Euro einzustellen, als „Verzweiflungstat“.[27]

Bundestagsabgeordneter (1990–1992, ab 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubicki war von Dezember 1990 bis zur Niederlegung seines Mandates im August 1992 und kurzzeitig im Herbst 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er zog stets über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag ein. 2017 wurde Wolfgang Kubicki zum Spitzenkandidaten auf der schleswig-holsteinischen Landesliste der FDP zur Bundestagswahl 2017 gewählt. Im September 2017 zog er in den 19. Deutschen Bundestag ein.

2010 äußerte sich Kubicki in der Zeit über das Politiker-Leben in Berlin-Mitte:

„Ich würde in Berlin zum Trinker werden, vielleicht auch zum Hurenbock. Ich bin inzwischen zum dritten Mal verheiratet, und ich will auf keinen Fall auch diese Ehe ruinieren. Das politische Leben in Berlin sieht doch so aus: Sie sind den ganzen Tag unter Druck, abends wartet Ihr Apartment auf Sie, sonst niemand. Es gibt einen enormen Frauenüberschuss, denn wenn Sie den gesamten Politikbetrieb nehmen, kommen Sie auf schätzungsweise 100.000 Leute, (…) davon 60 Prozent Frauen. (…) Da sind dann diese Abende, an denen Sie nur abschalten wollen, Stressabbau. Da sitzt Ihnen plötzlich eine Frau gegenüber, die Ihnen einfach nur zuhört. Und dann geht die Geschichte irgendwann im Bett weiter. Dazu der Alkohol: Sie könnten, weil Sie ständig in Terminen sind, den ganzen Tag trinken. Eine Flasche Wein ist da gar nichts, leicht zu verteilen auf fünf Termine. Und abends geht es richtig los. (…) Ich bin jetzt 58, ich will meine politische Karriere überleben.“[28]

2016 relativierte Kubicki gegenüber der Tageszeitung seine Berlin-Ansichten, Zitat: „Mittlerweile bin ich sittlich und moralisch gefestigt.“[29]

Nach der Bundestagswahl 2017 sorgten ein angedeuteter Handkuss sowie darauf bezogene Äußerungen Kubickis über Katrin Göring-Eckardt für ein Medienecho: „Wer es übrigens zuverlässig schafft mich innerhalb von 30 Sekunden rasend zu machen, ist Katrin Göring-Eckardt. Die notorische moralische Attitüde der Grünen-Politikerin treibe seinen Blutdruck in die Höhe.“ Grünen-Politiker warfen Kubicki danach Frauendiskriminierung vor und Anne Will griff das Thema in ihrer Talkshow auf, in der beide als Gäste auftraten, nachdem das Wahlergebnis zu Sondierungsgesprächen über eine Jamaika-Koalition geführt hatte.[30]

Die FDP meldet nach Worten von Wolfgang Kubicki Anspruch auf das Amt des Finanzministers in einer möglichen Jamaika-Koalition an. Kubicki sagte dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel auf die Frage, wie FDP-Chef Christian Lindner und er die Posten des Finanzministers und des Fraktionsvorsitzenden untereinander aufteilen: „Die Entscheidung liegt bei Christian Lindner. Wenn er sagt, er will das eine werden, dann erfüllt er mein Herz mit Freude. Ich mache dann das, was übrig bleibt.“ Kubicki deutete zugleich an, dass er selbst den Fraktionsvorsitz bevorzuge. „Minister zu sein ist eine unglaubliche Belastung“, sagte er. „Sie haben keine Freizeit mehr, Sie stehen dauernd im Rampenlicht, Sie haben dauernd Personenschützer um sich herum. Als Fraktionsvorsitzender ist das wesentlich einfacher.“[31] Der frühere Finanzminister und ehemalige VWL-Kommilitone von Wolfgang Kubicki, Peer Steinbrück spricht Kubicki im Nachrichtenmagazin Die Zeit die Kompetenz für das Amt als möglicher neuer Finanzminister ab: „Das wäre Realsatire.“[32][33][34]

Bundestagsvizepräsident (seit dem 24. Oktober 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Oktober 2017 wurde Wolfgang Kubicki zum neuen Bundestagsvizepräsidenten gewählt. Als einer von vier Stellvertretern von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wurde Kubicki mit 489 Ja-Stimmen im ersten Wahlgang gewählt.[35]

Rechtsanwaltliche Tätigkeit (ab 1985)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubicki ist neben seiner Tätigkeit als Politiker als Rechtsanwalt respektive Strafverteidiger aktiv. In der medialen Öffentlichkeit wurde er unter anderem mit folgenden Mandaten bekannt:

  • Er war der Strafverteidiger von Klaus-Joachim Gebauer in der sogenannten VW-Korruptionsaffäre.[36]
  • Im Zusammenhang mit dem Steuerflucht-Streit der Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten soll Kubicki die Regierung des Fürstentums Liechtenstein über neue Wege beim Umgang mit dem deutschen Steuerrecht beraten haben.[37] Hierzu soll er unter anderem eine „gutachterliche Stellungnahme“ dazu vorgelegt haben, wie verhindert werden kann, dass Treuhänder oder Bankmitarbeiter Liechtensteins in deutschen Steuerstrafverfahren als Gehilfen behandelt werden. In diesem Zusammenhang soll er auch für seine gutachterlichen Schlussfolgerungen bei der Bundesregierung geworben haben.[37] Darüber hinaus soll Kubicki laut einigen Presseveröffentlichungen auch Mandate in Liechtenstein übernommen haben, u. a. Banken und Unternehmen.[37]
  • Ende der 1990er Jahre wurde gegen den Hamburger Dirigenten und Pianisten Justus Frantz wegen des Verdachts auf Untreue und Insolvenzverschleppung ermittelt.[38] Der Hauptvorwurf lautete Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt: Sein inzwischen verkauftes Unternehmen Philharmonie der Nationen Konzert-Management GmbH habe keine Sozialversicherungsbeiträge für engagierte Musiker abgeführt. Kubicki verteidigte Frantz'.
  • 1997 verteidigte er Hans-Peter Daimler im Fall Lucona am Landgericht Kiel. Hinweise auf etwaige Verstrickungen verschiedener Geheimdienste wurden vom Gericht nicht weiter verfolgt.

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affäre um die Mülldeponie Schönberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mülldeponie Schönberg (heute Deponie Ihlenberg) in Mecklenburg-Vorpommern entstand aus dem ehemaligen „VEB Deponie Schönberg“. Seit 1991 beriet Kubicki das Land Mecklenburg-Vorpommern bei deren Privatisierung für ein Honorar von 850.000 DM. Bald warf man ihm vor, er habe das Land schlecht beraten und überhöhte Honorare abgerechnet. Vor allem sei die landeseigene Betreibergesellschaft auf den Risiken und Umweltauflagen sitzen geblieben und nahezu in die Insolvenz getrieben worden, während ein Geschäftspartner Kubickis, der Lübecker Müllunternehmer Adolf Hilmer, als Pächter „allein in den ersten drei Jahren 52 Millionen Mark Gewinn abgeschöpft“ habe.[39]

Den Kontakt zu Hilmer soll Kubicki jedoch verschwiegen haben.[40] Der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern monierte Anfang 1993 eine „miserabele Verhandlungsführung“ des mecklenburgischen Umweltministeriums und bezifferte einen dem Land durch „Knebelverträge“ entstandenen Schaden von 100 Millionen Mark.[41] Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern berief zur Klärung der Vorwürfe einen Untersuchungsausschuss ein und verklagte Kubicki später auf Schadensersatz. Dieser trat noch 1993 vom Landesvorsitz der FDP sowie dem Fraktionsvorsitz im Kieler Landtag zurück. Den jahrelangen Rechtsstreit entschied der Bundesgerichtshof jedoch zu seinen Gunsten.[42]

Tätigkeiten für Mobilcom und Gerhard Schmid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 2005 erhielt Kubicki von Sibylle Schmid-Sindram, der Ehefrau des Mobilcom-Gründers und langjährigen Unternehmenschefs Gerhard Schmid, ein Paket von 800.000 Mobilcom-Aktien.[39] Diese lagerten in einem Wertpapierdepot der bei der VP Bank in Liechtenstein und hatten einen Wert von rund 13 Millionen Euro.[43] Nach Kubicki dienten sie dem Zweck, alle künftigen Anwaltshonorare und Prozesskosten seiner Mandantin abzusichern. Über die Stimmrechte verfüge jedoch Schmid-Sindram.[39] Gerhard Schmids Insolvenzverwalter klagte gegen die France Télécom auf Schadenersatz. Da Schmid jedoch zahlungsunfähig war, trug Sibylle Schmid-Sindram die Prozesskosten. Bei der Zahlungsabwicklung half ihr Kubicki: Schmid-Sindram soll rund 90.000 Euro auf ein Liechtensteiner Konto Kubickis überwiesen haben, woraufhin Kubicki sodann zumindest einen Teil des Geldes an den Insolvenzverwalter weitergeleitet haben soll.[43]

Später wurde öffentlich, dass Kubicki kurzzeitig an der „Waterkant Immobilien GmbH“ beteiligt war. Zusammen mit der „Waterkant Immobilien GmbH & Co KG“, deren Geschäftsführerin Sibylle Schmid-Sindram war, wurde der begonnene Bau fertiggestellt. Anfang 2005 erhielt jene Gesellschaft den Zuschlag in Höhe von 13 Millionen Euro bei der Zwangsversteigerung des Gebäudes.[44]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Kubicki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.munzinger.de/search/portrait/Wolfgang+Kubicki/0/21779.html
  2. Kubicki will mit Steinbrück regieren. n-tv, 24. September 2012, abgerufen am 24. September 2012.
  3. https://www.fdp.de/finanzen_kubicki-ueber-sondierungen-entlastung-und-die-paradise-papers
  4. Kubicki & Schöler Rechtsanwälte. In: ks-recht.com. Abgerufen am 15. März 2012.
  5. a b Ulf B. Christen: Schleswig-Holsteins heimlicher Ministerpräsident. Kostenpflichitg. Hamburger Abendblatt, 2. November 2009, abgerufen am 14. November 2017.
  6. http://www.strafverteidigerin.de/strafverteidigerin
  7. https://www.shz.de/lokales/eckernfoerder-zeitung/marberth-kubicki-uebernimmt-fdp-vorsitz-id263005.html
  8. Wowereit-Autobiografie: „Wir wollten an die Körper“. In: stern.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  9. https://www.welt.de/politik/deutschland/article122426231/Kubicki-Deutschlands-letzter-Luxuspolitiker.html
  10. Christian Hiersemenzel: Alles, nur nicht langweilig. Kieler Nachrichten, 15. April 2017, abgerufen am 14. November 2017.
  11. Wolfgang Kubicki. „Fragebogen“. Focus, 23. Juni 2003, abgerufen am 14. November 2017.
  12. Rede Jürgen W. Möllemann auf dem 51. ord. Bundesparteitag. In: liberale.org. Abgerufen am 15. März 2012.
  13. Interview: Kubicki startet Frontalangriff gegen Parteichef Gerhardt. In: spiegel.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  14. FDP: Gerhardt will im Amt bleiben. In: spiegel.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  15. FDP: Strategie 18 fortführen. In: Der Spiegel. Nr. 2, 2003 (online6. Januar 2003).
  16. P. Kuhn und D. F. Sturm: FDP: Liberale Träume vom Ende der Ära Westerwelle. In: welt.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  17. Landtagswahl 2012 in Schleswig-Holstein – Endgültiges Ergebnis. wahlrecht.de, abgerufen am 14. November 2017.
  18. Jasper von Altenbockum: Der Kubicki-Coup. Kommentar. 6. Mai 2012, abgerufen am 14. November 2017.
  19. Die Infrastest dimap-Zahlen sind unter tagesschau.de online abrufbar.
  20. FDP-Querulant will nach Berlin. n-tv, 12. August 2012, abgerufen am 14. November 2017.
  21. Niebel aus FDP-Führung abgewählt. Frankfurter Rundschau, 9. März 2013, abgerufen am 14. November 2017.
  22. fdp.de Abgerufen am 31. März 2014
  23. 92,4 Prozent für Lindner. Tagesschau (ARD), 15. Mai 2015, archiviert vom Original, abgerufen am 14. November 2017.
  24. Bericht der FDP zu den Wahlgängen beim 68. Bundesparteitag
  25. FDP-Landesparteitag: Kubicki will Ministerposten. In: Schleswig-Holstein am Sonntag. Abgerufen am 19. März 2012.
  26. Wolfgang Kubicki: Strafverfahren gegen Wulff ist Blamage für die Justiz. In: focus.de, 26. März 2013. Abgerufen am 30. März 2013
  27. Wulff erwartet vollständige Rehabilitierung. In: welt.de, 25. März 2013. Abgerufen am 30. März 2013
  28. Stephan Lebert und Stefan Willeke: „Hauen, bis die Schwarte kracht“. Interview. Die Zeit, 18. März 2017, abgerufen am 4. November 2017.
  29. Martin Reeh und Christina schmidt: „Ich bin moralisch gefestigt“. Interview. Die Tageszeitung, 21. April 2016, abgerufen am 14. November 2017.
  30. Martin Zips: Eine männliche Geste der Unterdrückung oder seelische Hingabe? Süddeutsche Zeitung, 16. Oktober 2017, abgerufen am 14. November 2017.
  31. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wolfgang-kubkici-und-christian-lindner-verteilen-die-fdp-posten-15245882.html
  32. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/peer-steinbrueck-kritisiert-wolfgang-kubicki-realsatire-a-1177112.html
  33. https://www.merkur.de/politik/wolfgang-kubicki-als-finanzminister-steinbrueck-waere-realsatire-zr-9235136.html
  34. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/peer-steinbrueck-nennt-kubicki-als-finanzminister-realsatire-15283694.html
  35. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/wahl-bundestagsvizepraesident-albrecht-glaser-afd
  36. VW-Skandal: Prozess um VW-Lustreisen wackelt. In: stern.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  37. a b c Hans Leyendecker: Wolfgang Kubicki – Steuerberater für Vaduz. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  38. Matthias Iken: Kriminalamt durchsucht Häuser von Justus Frantz. In: welt.de. Abgerufen am 15. März 2012.
  39. a b c Kubicki erhielt Aktienpaket für künftige Anwaltshonorare. In: Spiegel Online. 20. April 2005, abgerufen am 14. November 2017.
  40. Unkündbar bis '94. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1993, S. 47–49 (online7. Juni 1993, Der Kieler FDP-Politiker Wolfgang Kubicki ist mit dem Müllunternehmer Adolf Hilmer weit stärker verfilzt, als er bislang zugegeben hat).
  41. marco Carini: Millionengrab in Schönberg. Die Tageszeitung, 3. April 1993, abgerufen am 14. November 2017.
  42. 1979: Der Ihlenberg wird zur Deponie. Norddeutscher Rundfunk (ndr.de), 30. Januar 2014, abgerufen am 14. November 2017.
  43. a b Wolfgang Kubicki maßgeblich an Mobilkom beteiligt. Stern (Zeitschrift), 20. April 2005, archiviert vom Original am 5. März 2012, abgerufen am 14. November 2017.
  44. Schmid-Bau bleibt in der Familie. In: abendblatt.de