Players Tour Championship 2011/12 – Grand Finals

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Players Tour Championship 2011/12 – Grand Finals
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Turnierart: Weltranglistenturnier
Austragungsort: Bailey Allen Hall, NUI, Galway
Eröffnung: 14. März 2012
Endspiel: 18. März 2012
Sieger: EnglandEngland Stephen Lee
Höchstes Break: 131 (EnglandEngland Walden,
AustralienAustralien Robertson)
2011
 
2013

Die Grand Finals der Players Tour Championship 2011/12 waren ein Snookerturnier, das zwischen dem 14. und 18. März 2012 auf dem Campus der National University of Ireland (NUI) in der westirischen Hafenstadt Galway ausgetragen wurde.

Preisgeld und Weltranglistenpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]

Preisgeld Weltranglistenpunkte
Sieger 70.000 £ 3.000
Finalist 35.000 £ 2.400
Halbfinalist 20.000 £ 1.920
Viertelfinalist 10.000 £ 1.500
Achtelfinalist 5.000 £ 1.140
Letzte 24 2.750 £ 840
Höchstes Break 3.000 £
Insgesamt 250.000 £

Endrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmeberechtigt waren die 24 Spieler, die bei den zwölf vorangegangenen Turnieren der PTC-Serie das meiste Preisgeld gewonnen hatten. Bedingung war zudem die Teilnahme an mindestens der Hälfte der Turniere, drei im Vereinigten Königreich und drei in Europa. Die acht Spieler mit dem meisten Preisgeld erhielten zunächst ein Freilos und gingen erst im Achtelfinale an den Start. Gespielt wurde im K.-o.-Modus Best of 7.

Titelverteidiger Shaun Murphy verpasste als 37. der Preisgeldrangliste die Qualifikation.

In der ersten Runde sorgten die Nr. 51 der Weltrangliste, Xiao Guodong aus China, und der Waliser Jamie Jones für Überraschungen. Der mit einer gebrochenen linken Hand spielende Chinese bezwang Dominic Dale mit 4:2. Jamie Jones lag im Erstrundenmatch gegen den amtierenden Weltmeister John Higgins mit 1:3 hinten, als er zur Aufholjagd ansetzte, die folgenden drei Frames gewann und ins Achtelfinale einzog. In seinem Spiel gegen Andrew Higginson sah es beim Spielstand von 2:3 und 1:59 Punkten nach einem Matchball für den Engländer aus; dieser verschoss jedoch und Jones sicherte sich mit der Schwarzen den Gewinn des Frames. Im entscheidenden Frame hatte der Waliser Pech, als ihm beim Sicherheitsspiel die Schwarze ablief. Higginson konnte nun an einem offenen Tisch den Frame und das Match für sich entscheiden.

Xiao setzte sich in einem grandiosen Spiel gegen die Nr. 1 der Setzliste, Judd Trump, mit 4:2 durch und zog damit zum vierten Mal in seiner Karriere in ein Viertelfinale auf der Main Tour ein. Der Weltranglistenerste Mark Selby setzte sich nach einer 1:0-Führung von Ding Junhui mit 4:1 gegen den Chinesen durch.

Der an Platz 2 gesetzte Ronnie O’Sullivan musste sein Erstrundenspiel wegen Krankheit absagen und gab damit das Ticket für das Viertelfinale an Ricky Walden.[2]

In einem Interview vor seinem Viertelfinalspiel gegen Stephen Lee wurde Mark Selby gefragt, wie er seinen Gegner einschätze. Selby sagte, dass Lee nach schwächeren Jahren in der laufenden Saison wieder sehr stark geworden und nicht zu unterschätzen sei. Seine Einschätzung sollte sich bewahrheiten. Lee fegte Selby mit 4:0 vom Tisch und zog damit als zweiter Spieler nach Stephen Maguire ins Halbfinale ein. In einem von Fehlern geprägten Viertelfinale setzte sich Andrew Higginson mit 4:1 gegen Xiao Guodong durch und zog als Gegner von Stephen Lee ins Halbfinale ein. Das zweite Halbfinale komplettierte Neil Robertson mit seinem 4:1-Sieg gegen Joe Perry.

Im ersten Halbfinalspiel des letzten Turniertages konnte sich Andrew Higginson trotz eines Century Breaks von 104 nicht gegen den weiterhin stark aufspielenden Stephen Lee (2:4) durchsetzen, der selbst ein Century von 102 beisteuerte und als erster Finalist feststand.[3] Im zweiten Halbfinalspiel musste der Sieger des vorangegangenen PTC Turniers von Fürstenfeldbruck und Finalteilnehmer des German Masters, Stephen Maguire, eine derbe Niederlage (0:4) gegen den Gewinner der PTC-Events 6 & 8, Neil Robertson, einstecken. Robertson erzielte dabei mit 110 Punkten sein zweites Century Break in diesem Turnier. Seine starke Form stellte Stephen Lee auch im Finale unter Beweis. Er dominierte in einem einseitigen Endspiel Neil Robertson nach Belieben und gewann das Endspiel glatt mit 4:0.

[4][5][6]

  Erste Runde Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Finale
                                               
18  China VolksrepublikVolksrepublik China Xiao Guodong 4     1  EnglandEngland Judd Trump 2  
20  WalesWales Dominic Dale 2     18  China VolksrepublikVolksrepublik China Xiao Guodong 4  
  18  China VolksrepublikVolksrepublik China Xiao Guodong 1  
  7  EnglandEngland Andrew Higginson 4  
13  SchottlandSchottland John Higgins 3 7  EnglandEngland Andrew Higginson 4
23  WalesWales Jamie Jones 4     23  WalesWales Jamie Jones 3  
  7  EnglandEngland Andrew Higginson 2  
  14  EnglandEngland Stephen Lee 4  
9  EnglandEngland Ben Woollaston 2     5  EnglandEngland Mark Selby 4  
22  China VolksrepublikVolksrepublik China Ding Junhui 4     22  China VolksrepublikVolksrepublik China Ding Junhui 1  
  5  EnglandEngland Mark Selby 0
  14  EnglandEngland Stephen Lee 4  
10  EnglandEngland Martin Gould 1 4  EnglandEngland Michael Holt 1
14  EnglandEngland Stephen Lee 4     14  EnglandEngland Stephen Lee 4  
  14  EnglandEngland Stephen Lee 4
  3  AustralienAustralien Neil Robertson 0
21  EnglandEngland Barry Hawkins 3     3  AustralienAustralien Neil Robertson 4  
24  EnglandEngland Jack Lisowski 4     24  EnglandEngland Jack Lisowski 1  
  3  AustralienAustralien Neil Robertson 4
  11  EnglandEngland Joe Perry 1  
19  IrlandIrland Fergal O’Brien 0 6  SchottlandSchottland Graeme Dott 2
11  EnglandEngland Joe Perry 4     11  EnglandEngland Joe Perry 4  
  3  AustralienAustralien Neil Robertson 4
  8  SchottlandSchottland Stephen Maguire 0  
16  EnglandEngland Mark Davis 4     8  SchottlandSchottland Stephen Maguire 4  
12  EnglandEngland Tom Ford 1     16  EnglandEngland Mark Davis 2  
  8  SchottlandSchottland Stephen Maguire 4
  15  EnglandEngland Ricky Walden 3  
15  EnglandEngland Ricky Walden 4 2  EnglandEngland Ronnie O’Sullivan
17  WalesWales Matthew Stevens 0     15  EnglandEngland Ricky Walden kl.  

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finale: Best of 7 Frames
Schiedsrichter: Paul Collier
Bailey Allen Hall, Galway, Irland, 18. März 2012[6]
EnglandEngland Stephen Lee (14) 4:0 AustralienAustralien Neil Robertson (3)
65:48, 62:25 (52), 63:25, 73:66 (Lee 66)
66 Höchstes Break 35
0 Century Breaks 0
2 50+ Breaks 0

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation erfolgte über die Preisgeldrangliste der vorigen 12 PTC-Turniere.

Century Breaks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[3]

EnglandEngland Ricky Walden 131, 130, 104
AustralienAustralien Neil Robertson 131, 110
China VolksrepublikVolksrepublik China Ding Junhui 123, 105
SchottlandSchottland John Higgins 123
EnglandEngland Andrew Higginson 120, 104
EnglandEngland Stephen Lee 114, 102
China VolksrepublikVolksrepublik China Xiao Guodong 100
EnglandEngland Joe Perry 100

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PTC11 & 12 Entry Pack (PDF; 251 kB) In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. Abgerufen am 31. Januar 2012.
  2. O'Sullivan nicht in Galway. Eurosport. Abgerufen am 16. März 2012.
  3. a b Century Breaks. In: worldsnookerdata.com. World Professional Billiards and Snooker Association. Archiviert vom Original am 18. März 2012. Abgerufen am 15. März 2012.
  4. 2012 PTC Grand Finals Draw. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. Abgerufen am 13. März 2012.
  5. Results. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. Abgerufen am 22. März 2012.
  6. a b Betfair Players Tour Championship Grand Finals (2012). WWW Snooker. Abgerufen am 31. Januar 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]