Prager Operation

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Prager Operation
Datum 6. bis 11. Mai 1945
Ort Prag, Protektorat Böhmen und Mähren
Ausgang Sieg der Sowjetunion und ihrer Verbündeten
Konfliktparteien
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Rumänien KonigreichRumänien Rumänien
PolenPolen Polen
TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakischer Widerstand
Befehlshaber
Ferdinand Schörner
Lothar Rendulic
Iwan Konew
Michael I.
Karel Klapálek
Truppenstärke
900.000 Soldaten
9.700 Geschütze
1.900 Panzer
1.000 Flugzeuge
2.028.000 Soldaten
30.500 Geschütze
2.000 Panzer
3.000 Flugzeuge
Verluste
860.000 gefangengenommen[1] 11.997 getötet oder vermisst,
40.501 verletzt oder erkrankt[2]

Die Prager Operation (russisch Пражская операция) war die letzte große Offensive der Roten Armee in Europa im Zweiten Weltkrieg, die vom 6. bis zum 11. Mai 1945 durchgeführt wurde.

WWII Southern Central Europe 1944-1945.svg

Truppenstärke[Bearbeiten]

Die 1., 2. und 4. Ukrainische Front unter Konew, Malinowski und Jerjomenko hatten zusammen 2.028.000 Soldaten, 30.500 Geschütze, 2.000 Panzer und 3.000 Flugzeuge. Die deutsche Heeresgruppe Mitte unter Schörner sowie zwei Armeen der Heeresgruppe Ostmark unter Rendulic konnten diesen 860.000 bis 900.000 Soldaten, 9.700 Geschütze, 1.900 Panzer und 1.000 Flugzeuge entgegenstellen.

Verlauf[Bearbeiten]

Nachdem Berlin am 2. Mai 1945 gefallen war, kam es am 5. Mai zum Prager Aufstand gegen die Deutschen. In der Nacht zum 6. Mai baten die Aufständischen die Alliierten um Unterstützung. Die rechte Flanke der 1. Ukrainischen Front begann den Angriff einen Tag früher als die übrigen Truppenteile, sie erreichte gegen Abend des 7. Mai das nördliche Erzgebirge und griff in die Kämpfe um Dresden ein, das am 8. Mai vollständig besetzt wurde.

Am Morgen des 7. Mai begannen die anderen beiden Fronten ihre Angriffe. Um einer drohenden Einkesselung zu entgehen, zog sich die 1. Panzerarmee östlich von Olmütz zurück.

Die 3. und 4. Gardearmee der 1. Ukrainischen Front rückten in der Nacht zum 9. Mai 80 Kilometer vor, besetzten morgens zusammen mit Partisanen die tschechoslowakische Hauptstadt und kesselten damit die Hauptkräfte der deutschen Gruppierung nördlich von Prag ein. Die eingeschlossenen Wehrmachtsverbände ergaben sich am 10. und 11. Mai und gingen in Kriegsgefangenschaft.

Am 10. Mai traf die Rote Armee bei Chemnitz und am 11. Mai bei Budweis auf die Amerikaner.

Verluste und Folgen[Bearbeiten]

Die Rote Armee stieß auf der 1.200 Kilometer breiten Front 160 bis 200 Kilometer nach Westen vor, machte nach eigenen Angaben 860.000 Gefangene, erbeutete 9.500 Geschütze, 1.800 Panzer und 1.100 Flugzeuge[3] und hatte (gleichfalls nach eigenen Angaben) Verluste in Höhe von 11.165 Toten und 38.083 Verwundeten, zusammen 49.348 Soldaten. 390.000 Teilnehmer der Operation (40.000 davon Bürger der Tschechoslowakei) bekamen die Medaille „Für die Befreiung Prags“.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tomáš Staněk: Verfolgung 1945: die Stellung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-205-99065-X. (auszugsweise online)
  2. David M. Glantz, Jonathan House: When Titans Clashed: How the Red Army Stopped Hitler. University Press of Kansas, Lawrence, Kansas 1995, ISBN 0-7006-0899-0.
  3. Пражская операция (6.05-11.05.1945). auf: wwii-soldat.narod.ru