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Ringgenberg BE

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Ringgenberg zu vermeiden.
Ringgenberg
Wappen von Ringgenberg
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Interlaken-Oberhasliw
BFS-Nr.: 0590i1f3f4
Postleitzahl: 3805 Goldswil
3852 Ringgenberg
Koordinaten: 635130 / 172746Koordinaten: 46° 42′ 18″ N,  53′ 53″ O; CH1903: 635130 / 172746
Höhe: 602 m ü. M.
Höhenbereich: 564–1848 m ü. M.[1]
Fläche: 8,88 km²[2]
Einwohner: 2655 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 299 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
16,7 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Adrian Weinekötter
Website: www.ringgenberg.ch
Ringgenberg
Ringgenberg
Lage der Gemeinde
Karte von RinggenbergBrienzerseeEngstlenseeGelmerseeGöscheneralpseeGrimselseeLago del SabbioneLungererseeOberaarseeOeschinenseeRäterichsbodenseeSarnerseeThunerseeItalienKanton LuzernKanton NidwaldenKanton ObwaldenKanton ObwaldenKanton TessinKanton UriKanton WallisVerwaltungskreis EmmentalVerwaltungskreis Frutigen-NiedersimmentalVerwaltungskreis Bern-MittellandVerwaltungskreis ThunBeatenbergBönigenBrienz BEBrienzwilerBrienzwilerDärligenGrindelwaldGsteigwilerGündlischwandGuttannenHabkernHaslibergHofstetten bei BrienzInnertkirchenInterlakenIseltwaldLauterbrunnenLeissigenLütschentalMatten bei InterlakenMeiringenNiederried bei InterlakenOberried am BrienzerseeRinggenberg BESaxetenSchattenhalbSchwanden bei BrienzUnterseenWilderswil
Karte von Ringgenberg
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Ringgenberg ([ˈrɪŋkənˌbɛrɡ]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.

Die Gemeinde liegt am nördlichen Ufer des Brienzersees am Südhang des Harder. Sie besteht aus den beiden Dörfern Ringgenberg und Goldswil bei Interlaken. Zwischen den beiden Ortsteilen liegt das Burgseeli. Ringgenberg grenzt an die Gemeinden Niederried, Interlaken und Habkern.

Von der Gemeindefläche sind etwa 64,1 % bewaldet und werden 19,5 % landwirtschaftlich genutzt, 11,7 % sind überbaut und 4,8 % unproduktive Flächen.[5]

Der ursprüngliche Name von Ringgenberg war Ringgenwil. Dieser Name besteht aus dem althochdeutschen Personennamen Rinco, Rincho und der Ortsnamenendung wilari («kleines Dorf»). Der heutige Name beruht auf einer Übertragung von Ringgenwil auf die Burg, die im Hochmittelalter gebaut wurde.

Luftbild von Werner Friedli (1956)

Als im Jahre 1230 der Ritter Kuno von Brienz vom deutschen Kaiser Friedrich II. (HRR) zum Reichsvogt des Brienzerseegebietes ernannt wurde, liess er die Burg Ringgenberg erbauen. Die Adelsfamilie nannte sich fortan von Ringgenberg. Johann von Ringgenberg war deren bedeutendstes Glied. Als Spruchdichter wurde er als «Ritter, der Schwert und Leier gleich gut führt» bezeichnet. Seine Lieder sind um 1300 in Zürich in die Manessische Liedersammlung aufgenommen worden.

In der Zeit von Philipp von Ringgenberg (1351–1374) begann der Ruin des Herrschaftshauses. 1351 mussten Teile der Herrschaft an das Kloster Interlaken verpfändet werden. 1380 wurde die Burg Ringgenberg angezündet und geplündert, der Burgherr Freiherr Petermann gefangen genommen.

Mit dem Bau der Burgkirche von Ringgenberg wurde im Jahre 1670 unter dem Architekten Abraham Dünz angefangen. Sie steht auf einem Hügel zwischen Dorf und See.

1853 fusionierte die bis dahin selbstständige Gemeinde Goldswil mit Ringgenberg.

Der Bahnhof Ringgenberg liegt an der Bahnstrecke Luzern–Interlaken Ost (Brünigbahn) und wird im Stundentakt von Regionalzügen der Zentralbahn bedient. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich sechs Bushaltestellen, welche von Postautos bedient werden. An Wochenenden halten Busse der Moonliner-Linie M42 in Goldswil und Ringgenberg. Im Sommer wird Ringgenberg von Kursschiffen der BLS Schifffahrt bedient.

Von der Autobahn A8 gelangt man über die Abfahrt 26 Interlaken-Ost auf die Hauptstrasse 6, welche durch die Gemeinde führt.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr18501880190019301950196019701980199020002010201520192023
Einwohner10051423132014501763178018242001246725542588265825742651

Sehenswürdigkeiten

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Persönlichkeiten

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  • Stephan Siegrist (* 1972), Extrembergsteiger, lebt in Ringgenberg.
  • Ueli Steck (1976–2017), Extrembergsteiger, lebte in Ringgenberg.
  • Manfred Tripps (1925–2010), deutscher Kunsthistoriker, Kommunalpolitiker und Hochschullehrer, wohnte unter anderem in Ringgenberg
  • Friederich Frutschi (1892–1981), Bildhauer und Künstler, lebte in Ringgenberg
  • G. Ritschard: Heimatbuch Ringgenberg-Goldswil.
Commons: Ringgenberg BE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. Regionalporträts 2021: Gemeinden. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 30. Januar 2023.