Rixfeld

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Rixfeld
Stadt Herbstein
Koordinaten: 50° 34′ 44″ N, 9° 22′ 53″ O
Höhe: 398 m
Fläche: 7,99 km²
Einwohner: 373 (30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36358
Vorwahl: 06643
Karte
Evangelische Kirche

Rixfeld ist ein Stadtteil von Herbstein im Vogelsbergkreis, Hessen.

Ortsvorsteher ist Hans-Jürgen Eiffert (Stand Juni 2016).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rixfeld wurde als Ruohgisesfelt in einem Tauschvertrag, der zwischen 927 und 956 datiert, erstmals urkundlich erwähnt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Rixfeld am 1. August 1972 ein Stadtteil von Herbstein.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vulkanradweg auf der Trasse der ehemaligen Vogelsbergbahn
  • Edelweißhütte des Gesangvereins Edelweiß Rixfeld auf der Rixfelder Höhe (Hermann-Keitzer-Platz)

Ehemaliger Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Rixfeld an der Vogelsbergbahn

Die frühere Rixfelder Bahnstation der Vogelsbergbahn (heute nachträglich oft Oberwaldbahn genannt) liegt dicht an der B 275, aber 1,6 km vom Ort entfernt am heutigen Vulkanradweg. Das Stationsgebäude wirkt äußerlich sehr gepflegt. Es handelt sich um einen imposanten, mit Holzschindeln verkleideten Bau. Als die Eisenbahn noch Hauptverkehrsträger in der Vogelsberg-Region war, beherbergte es einen Warteraum, die Fahrkartenausgabe und die Wohnung des Bahnhofsvorstehers. Ein bis zum Bahnkörper reichender Vorbau nahm die technischen Einrichtungen für Signalgebung und Weichenstellung auf. Ein Güterschuppen in Fachwerkbauweise, die Gefache sind mit roten Backsteinen ausgemauert, ist ebenfalls vorhanden.

Zur Zeit des Bahnbetriebes (Einstellung Personenverkehr 1975 und Güterverkehr 1994) gab es recht umfangreich ausgelegte Gleisanlagen, ein Hauptgleis, ein Umfahrgleis und ein Ladegleis mit Laderampe und Prellbock. Zur Verladung kamen hauptsächlich Holz und Brennstoffe. Heute befindet sich das gesamte Grundstück im Besitz der Katholischen Pfadfinderschaft Europas, die Übernachtungen im Haupthaus und einem weiteren Nebengebäude anbietet. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich heute ein Fachgeschäft für Baustoffe. Der Parkplatz am Bahnhof eignet sich gut als Einstieg in den Vulkanradweg. Zwischen Bahnhof und Bundesstraße ist ein Fahrradrastplatz mit Tisch, zwei Bänken und einer Informationsplakatwand eingerichtet.

Windpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weithin sichtbare Landmarke stellt der Windpark auf der 456 m hohen Rixfelder Höhe nördlich des Ortes dar. Im Jahr 1996 wurden durch die LuV Windenergie GmbH aus Oldenburg zunächst fünf Windkraftanlagen des Typs AN Bonus 600/41 mit einer Nabenhöhe von 68 m und einer Nennleistung von je 600 kw errichtet.[3] Nach vierzehnjährigem Betrieb erfolgte ab 2010 ein vollständiges Repowering des Windparks. Die alten Anlagen wurden abgebaut und an ihrer Stelle drei neue Windkraftanlagen des Typs Enercon E-82 E2 mit einer Nabenhöhe von 138 m und einer Nennleistung von je 2,3 MW aufgestellt und im Juli 2011 in Betrieb genommen. Diese Anlagen waren, zusammen mit mehreren später errichteten des gleichen Typs auf dem Gebiet der Gemeinden Feldatal, Mücke und Ulrichstein mit einer Gesamthöhe von 179 m bis zur Fertigstellung des Windparks Ruhlkirchen im Herbst 2013 die höchsten Bauwerke im Vogelsbergkreis. Nach dem Verkauf und Rückbau der Altanlagen wurde der erneuerte Windpark am 15. Juli 2012 eingeweiht. Er kann bis zu 15.000 Haushalte mit Strom versorgen.[4]

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rixfeld existieren folgende Vereine (Gründungsjahr in Klammern):

  • Gesangverein Edelweiß Rixfeld (27. Oktober 1923) mit Jugend-Chor Sound of Edelweiß (2003)
  • Obst- und Gartenbauverein Rixfeld (November 1927)
  • Posaunenchor Rixfeld (1929)
  • Freiwillige Feuerwehr Rixfeld (4. April 1934)
  • SV 1949 Rixfeld (20. April 1949)
  • Frauengemeinschaft Rixfeld-Schadges (12. Januar 1982)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten der Stadt Herbstein
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 368.
  3. Windpark-Referenzen LUV Windenergie GmbH
  4. Lauterbacher Anzeiger vom 16. Juli 2012