Sabine Spitz

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Sabine Spitz Straßenradsport
Sabine Spitz (März 2018)
Zur Person
Spitzname Bee
Geburtsdatum 27. Dezember 1971 (47 Jahre)
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Mountainbike
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Gold Cross Country 2008
Silber Cross Country 2012
Bronze Cross Country 2004
Weltmeisterschaften
Regenbogentrikot Cross Country 2003
Regenbogentrikot Marathon 2009
Europäische Meisterschaften
Europameister Cross-Country 2007, 2008
Europameister Marathon 2007, 2015
Letzte Aktualisierung: 30. November 2018

Sabine Spitz (* 27. Dezember 1971 in Bad Säckingen) ist eine deutsche Radrennfahrerin. Sie ist Olympiasiegerin, zweifache Weltmeisterin, vierfache Europameisterin und 20fache Deutsche Meisterin im Mountainbikesport.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 22 Jahren fuhr Sabine Spitz 1994 das erste Mal ein Mountainbikerennen.[1] Bereits ein Jahr später startete sie für Deutschland bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Kirchzarten und belegte den 45. Platz im Cross Country.

Im Jahr 2001 wurde sie erstmals Deutsche Meisterin im Cross Country und konnte sich diesen Titel bis zuletzt 2017 noch weitere 13 Mal sichern. Hinzu kamen vier Titel im Mountainbike-Marathon und einer im Eliminator-Sprint.

Ihren größten Karriereerfolg feierte Spitz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, wo sie Olympiasiegerin im Cross Country wurde, nachdem sie bereits 2004 in Athen die Bronzemedaille gewann. Bei ihrer dritten Teilnahme 2012 in London gewann sie Silber.

Bei Mountainbike-Welt- und Europameisterschaften gelangen Spitz zahlreiche Podiumsplatzierungen, darunter die Weltmeistertitel im Cross Country 2003 und im Marathon 2008 sowie vier Europameistertitel im Cross Country (2007, 2008) und im Marathon (2007, 2015). Außerdem gewann sie zwei Läufe im Cross-Country-Weltcup.

Spitz bestritt auch erfolgreich Cyclocrossrennen. Im Jahr 2005 gewann sie bei den Deutschen Meisterschaften und den Weltmeisterschaften jeweils die Silbermedaille.

Im August 2018 sagte Spitz nach einem Sturz beim Weltcup-Rennen in Val di Sole ihre Teilnahme an den Europameisterschaften in Glasgow und den Weltmeisterschaften in Lenzerheide ab.[2][3] Kurz darauf erklärte sie ihren Rücktritt von der Disziplin Cross Country und bestritt am 26. August 2018 ihr letztes Cross-Country-Weltcuprennen.[4] Sie erklärte, weiterhin Marathon-Wettbewerbe bestreiten zu wollen.[2]

Engagement und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Spitz engagiert sich für benachteiligte Jugendliche. Als Botschafterin für IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg e. V. stiftete sie den Stiftungsfonds Sabine Spitz – für die Zukunft junger Menschen.[5] 2013 wurde sie UN-Dekade-Botschafterin für die Biologische Vielfalt.[6]

Im Dezember 2009 wurde sie vom IOC für ihre konsequente Anti-Doping-Haltung mit der IOC-Trophy, die in diesem Jahr unter dem Motto “Sport and the Fight against Doping” (deutsch: „Sport und der Kampf gegen Doping“) stand, geehrt. Dabei plädierte sie auch für eine strafrechtliche Verfolgung von Doping.[7]

Sabine Spitz wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt. In den Jahren 2003 und 2008 wurde sie zur Radsportlerin des Jahres gewählt.

Erfolge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele
Weltmeisterschaften
Europameisterschaften
  • Europameister Cross-Country 2007, Göreme
  • Europameister Marathon 2007, St. Wendel
  • Europameister Cross-Country 2008, St. Wendel
  • Europameister Marathon 2015, Singen
  • Silber Cross-Country 2001, St. Wendel
  • Bronze Cross-Country 2002, Zürich
  • Bronze Cross-Country 2004, Waldenbuch
  • Bronze Cross-Country 2006, Belluno
  • Bronze Cross-Country 2009, Zoetermeer
  • Bronze Cross-Country 2012, Moskau
  • Bronze Marathon 2013, Singen
  • Bronze Cross-Country 2016, Jönköping
Deutsche Meisterschaften
  • MaillotAlemania.PNG Cross-Country 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2016, 2017
  • MaillotAlemania.PNG Marathon 2004, 2005, 2010, 2015,2018
  • MaillotAlemania.PNG Eliminator-Sprint 2014
Weltcuprennen
Weltrangliste

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sabine Spitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Spitz – Portrait. In: sabine-spitz.com. Abgerufen am 30. November 2018.
  2. a b dpa: Sabine Spitz „spürt das Alter“. In: FAZ.net. 6. September 2018, abgerufen am 30. November 2018.
  3. dpa: Olympiasiegerin Sabine Spitz sagt für Mountainbike-EM ab. In: handelsblatt.com. 4. August 2018, abgerufen am 26. August 2018.
  4. Sabine Spitz: Karriereende im World Cup. In: mountainbike-magazin.de. 22. August 2018, abgerufen am 26. August 2018.
  5. Stiftungsfonds unterstützt die Arbeit von IN VIA. (PDF; 32 kB) Presseinfo. 22. September 2010, abgerufen am 12. August 2012.
  6. Prominente Botschafter(innen). un-dekade-biologische-vielfalt.de, abgerufen am 19. Februar 2015.
  7. Anno Hecker: Couragierter Gegenkurs einer Radfahrerin. In: FAZ. 6. Dezember 2009, abgerufen am 12. August 2012.