Nordleda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordleda
Nordleda
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordleda hervorgehoben

Koordinaten: 53° 46′ N, 8° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 21,29 km2
Einwohner: 1053 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21765
Vorwahl: 04758
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 041
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Otterndorfer Straße 11
21765 Nordleda
Website: www.nordleda.de
Bürgermeister: Eugen Böhm (CDU)
Lage der Gemeinde Nordleda im Landkreis Cuxhaven
NordseeSchleswig-HolsteinBremerhavenLandkreis OsterholzLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis StadeLandkreis WesermarschArmstorfArmstorfBelumBeverstedtBülkauCadenbergeCuxhavenGeestlandHagen im BremischenHechthausenHemmoorHollnsethIhlienworthLamstedtLoxstedtMittelstenaheNeuenkirchen (Land Hadeln)Neuhaus (Oste)NordledaOberndorf (Oste)OdisheimOsten (Oste)OsterbruchOtterndorfSchiffdorfSteinau (Niedersachsen)StinstedtStinstedtWannaWingstWurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild

Nordleda (niederdeutsch De Lee) ist eine Gemeinde im Land Hadeln im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Sie ist Gründungsmitglied der Samtgemeinde Land Hadeln.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernhäuser in Nordleda

Nordleda liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal m ü. NHN liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet sein wird. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer-Stack beschrieben.

Die Wilster hat ihre Quelle in Nordleda, die bis zu ihrer Mündung in die Medem zahlreiche Wetterungen aufnimmt. Der Ort besitzt zudem ausgedehnte Agrarflächen und das Naturschutzgebiet Aßbütteler Moor.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordleda besteht aus den folgenden Ortsteilen:

  1. Fresenhörne
  2. Heringskoop
  3. Kampen
  4. Mittelteil
  5. Neuer Weg
  6. Oberwettern
  7. Osterende
  8. Westerende

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lüdingworth
(Stadt Cuxhaven)
Lüdingworth
(Stadt Cuxhaven)
Nachbargemeinden Neuenkirchen
Wanna Ihlienworth

(Quelle:[2])

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu verschiedenen Zeiten erneuerte Fenster der Nicolaikirche

Ersterwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordleda wurde erstmals 1312 urkundlich erwähnt, ist aber älter, denn die dem Heiligen Nikolaus geweihte Kirche wurde bereits um 1200 errichtet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1910 1104 [3]
1925 1020 [4]
1933 1011 [4]
1939 0938 [4]
1950 1687 [5]
1956 1345 [5]
1961 01270 ¹ [6]
1968 01235 ³
1970 01226 ² [6]
1973 1214 [7]
Jahr Einwohner Quelle
1975 1225 ³ [8]
1980 1183 ³ [8]
1985 1193 ³ [8]
1990 1176 ³ [8]
1995 1143 ³ [8]
2000 1211 ³ [8]
2005 1175 ³ [8]
2010 1138 ³ [8]
2015 1084 ³ [8]
2019 1053 ³ [8]

¹ Volkszählung vom 6. Juni
² Volkszählung vom 27. Mai
³ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Nordleda besteht aus zehn Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[9] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und sitzberechtigt im Rat ist außerdem der ehrenamtliche Bürgermeister.

Die letzten Kommunalwahlen ergaben direkt nach der Wahl die folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl CDU SPD Grüne FDP Gesamt
11. September 2016[10] 7
(58,97 %)
3
(28,67 %)
1
(9,51 %)
0
(2,83 %)
11 Sitze
11. September 2011[11] 6
(56,22 %)
4
(36,31 %)
1
(7,45 %)
11 Sitze

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 57,14 %[10] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[12] Im Jahr 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 53,69 %.[11]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Eugen Böhm (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode. Seine Stellvertreter sind Uwe Blohm (CDU) und Uwe Haase (SPD).[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommunalwappen wurde im Jahre 1938 von dem Rat der Gemeinde Nordleda beschlossen.[14]

Wappen von Nordleda
Blasonierung: „In Rot über grünem, mit einem silbernen Wellenbalken belegten Schildfuß ein silberner Sparren, von drei silbernen Sternen begleitet (2 : 1).“[15][16]
Wappenbegründung: Der im grünen Schildfuß sichtbare Fluss, soll einen Hinweis auf die Entstehung der Gemeinde Nordleda geben. Die dortigen ersten Siedlungen entstanden an dem natürlichen Wasserweg der alten Lee (Leh). Der Sparren mit den drei Sternen im oberen Wappenteil ist das Lappesche Wappen. In alten Chroniken werden die Lappes als erste und angesehenste Sippe Nordledas erwähnt, die bei der Ansiedelung hervorragend beteiligt waren. Ein Ritter Konrad Lappe hatte 1342 das Patronat über die St.-Nicolai-Kirche in Nordleda. Ein Wölke Lappe fiel vor Nordleda nach dem Fall Ritzebüttels im Jahre 1395.[14]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr

Nordleda hat keine große verkehrstechnische Bedeutung. Es führt keine Fernverkehrsstraße durch die Gemeinde. Die Landesstraße 118 durchquert den Ort und verbindet Langen mit Wanna, Neuenkirchen und Otterndorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geistermesse in Nordleda
  • Das Zauberbuch
  • Der schwarze Rock
  • Die weiße Jungfrau in Campen
  • Der Hexenhof in Nordleda
  • Latten Tamm
  • Fresenhörn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Th. A. Schröter: Das Imsumer und das Nordledaer Taufbecken und ihre Schicksale. In: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 20/21. Nordsee-Zeitung, Bremerhaven 1951, S. 1–2 (Digitalisat [PDF; 4,2 MB; abgerufen am 8. August 2020]).
  • Heiko Völker, Fritz Hörmann u. a.: Chronik der Gemeinde Nordleda. Hrsg.: Volksbank Cuxhaven-Hadeln eG. Nordleda Dezember 1995 (242 S., Sonderdruck).
  • Eberhard Michael Iba, Heide Gräfing-Refinger: Hake Betken siene Duven. Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung. Hrsg.: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern. Band 16). 3. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nordleda – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, abgerufen am 22. Januar 2020.
  3. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hadeln. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 22. Januar 2020.
  4. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Land Hadeln (Siehe unter: Nr. 40). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 188 (Digitalisat).
  6. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 243.
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 44 (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 22. Januar 2020] Land Hadeln).
  8. a b c d e f g h i j Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 22. Januar 2020.
  9. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 1. März 2018.
  10. a b Gesamtergebnis Gemeinderatswahl Nordleda 2016. In: Webseite Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO). 16. September 2016, abgerufen am 1. März 2018.
  11. a b Gesamtergebnis Gemeinderatswahl Nordleda 2011. In: Webseite Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO). 11. September 2011, abgerufen am 22. Januar 2020.
  12. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Webseite Norddeutscher Rundfunk. 12. September 2016, abgerufen am 13. Februar 2017.
  13. Gemeinderat und Bürgermeister von Nordleda. In: Ratsinfosystem der Samtgemeinde Land Hadeln. Abgerufen am 1. März 2018.
  14. a b Heiko Völker, Fritz Hörmann u. a.: Chronik der Gemeinde Nordleda. Hrsg.: Volksbank Cuxhaven-Hadeln eG. Nordleda Dezember 1995, S. 45 (242 S., Sonderdruck).
  15. Rudolf Lembcke: Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Kreis Land Hadeln. Buchdruckerei Günter Hottendorff, Otterndorf 1976, S. 52 (Wappenteil).
  16. Das Wappen von Nordleda. In: Webseite Samtgemeinde Land Hadeln. Abgerufen am 10. November 2017.