Osterbruch

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Osterbruch
Osterbruch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osterbruch hervorgehoben
Koordinaten: 53° 47′ N, 8° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 10,21 km2
Einwohner: 520 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21762
Vorwahl: 04751
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 045
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 25[2]
21762 Osterbruch
Webpräsenz: www.osterbruch.de
Bürgermeister: Peter von Spreckelsen (SPD)
Lage der Gemeinde Osterbruch im Landkreis Cuxhaven
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Über dieses Bild

Osterbruch (gesprochen: Oster mit langem o wie Ostern, bruch mit langem u wie in Buch; plattdeutsch Osterbrook) ist eine niedersächsische Gemeinde im Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,50 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf. Bei den hier angenommenen Voraussetzungen käme Osterbruch zwar wahrscheinlich glimpflich davon, zu befürchten ist jedoch, dass schlechtere Voraussetzungen auch zu Überschwemmungen in der Gemeinde führen.

Osterbruch liegt im Niederelbegebiet.

Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 2 m über NN liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet werden könnte. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osterbruch besteht aus den Ortsteilen Norderende (plattdeutsch Noorderenn), Nubhusen (plattdt. Ophusen) und Süderende (plattdt. Süderenn) mit Schweinskopf (plattdt. Swienskopp).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Osterbruch 1207 unter dem Namen „Osterbrok“, als die Kirche von Erzbischof Hartwig II. von Bremen dem Bremischen Domkapitel geschenkt wurde. Diese Kirche ist St. Petrus geweiht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 17. Mai 1939: 497 Einwohner
  • 23. September 1950: 893 Einwohner
  • 6. Juni 1961: 619 Einwohner
  • 27. Mai 1970: 537 Einwohner
Jahr 1987 1992 1995 1997 2000 2002 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2015
Einwohner 515 497 519 546 564 561 578 568 576 565 555 563 566 520

(jeweils zum 31. Dezember)[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Osterbruch besteht aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl bis zu 500 Einwohnern.[4] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
SPD 61,02 % 4
CDU 38,97 % 3

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 69,28 %[5] deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Peter von Spreckelsen (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Im oberen Teil auf Silber drei stahlblaue Spaten. Im unteren roten Teil einen silbernen Pferdekopf.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie-Holländermühle am Schweinskopf
„Deister“ Denkmal

In der Liste der Baudenkmale in Osterbruch stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Das Mühlenmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil „Schweinskopf“ steht eine intakte Galerie-Holländerwindmühle aus dem Jahre 1871. Sie wurde in den 1980er Jahren mit großem Aufwand von zwei Privatpersonen instand gesetzt und beherbergt seit 1988 eine umfassende Mühlenausstellung. In dieser detailgenau restaurierten Mühle befinden sich zwei Ferienwohnungen, die in die Mühle integriert sind (z. B. sind das Mahlwerk oder das hölzerne Getriebe Bestandteile der Gemeinschaftsräume).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit Osterbruch in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der berühmtesten Pferde Deutschlands stammt aus Osterbruch, das Springpferd Deister wurde unter Paul Schockemöhle ein Begriff für die gute Pferdezucht im Land Hadeln und erhielt in der Dorfmitte ein kleines Denkmal des Bildhauers Frijo Müller-Belecke.

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Spukhof in Osterbruch

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiko Völker: Osterbruch. Beiträge zur Geschichte eines Hadler Kirchspiels. 2. überarbeitete Auflage. Gemeinde Osterbruch, Osterbruch 2007, ISBN 978-3-9808377-2-9.
  • Eberhard Michael Iba: Hake Betken siene Duven. Das grosse Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung (= Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männern vom Morgenstern. NR Bd. 16). 3. Auflage. Männer vom Morgenstern – Heimatbund an Elb- und Wesermündung, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Osterbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. http://osterbruch.de/
  3. LSKN-Online
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 12. Februar 2017.
  5. a b Gemeinde Osterbruch – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 12. Februar 2017.
  6. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 12. Februar 2017.
  7. Gemeinde Osterbruch: Gemeinderat, abgerufen am 12. Februar 2017.