Simone Laudehr

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Simone Laudehr

im Trikot der Nationalmannschaft (2011)

Informationen über die Spielerin
Voller Name Simone Melanie Laudehr
Geburtstag 12. Juli 1986
Geburtsort RegensburgDeutschland
Größe 174 cm
Position Mittelfeld / Sturm
Vereine in der Jugend
1989–1996
1996–2003
FC Tegernheim
SC Regensburg
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003–2004
2004–2012
2012–2016
2013
2016–
FC Bayern München
FCR 2001 Duisburg
1. FFC Frankfurt
1. FFC Frankfurt II
FC Bayern München
18 0(4)
155 (69)
67 0(9)
1 0(0)
0 0(0)
Nationalmannschaft2
2001–2003
2003–2005
2006
2006
2007–
Deutschland U-17
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland U-21
Deutschland
21 0(3)
35 (16)
4 0(2)
5 0(2)
97 (26)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 16. Mai 2016

2 Stand: 26. November 2015

Simone Melanie Laudehr [lauˈdeɐ][1] (* 12. Juli 1986 in Regensburg) ist eine deutsche Fußballspielerin. Sie spielt für den Bundesligisten FC Bayern München und die A-Nationalmannschaft. Laudehr gilt als Allrounderin,[2] wird zumeist jedoch als Mittelfeldspielerin eingesetzt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laudehr, die einer deutsch-rumänischen Ehe entstammt,[3] begann im Alter von drei Jahren beim FC Tegernheim in der gleichnamigen Gemeinde im oberpfälzischen Landkreis Regensburg mit dem Fußballspielen. 1996 wechselte sie zum SC Regensburg, bevor sie 2003 vom Bundesligisten FC Bayern München verpflichtet wurde. Nach nur einer Saison wurde sie vom Ligakonkurrenten FCR 2001 Duisburg verpflichtet. Von den Trainern der Bundesliga wurde sie laut Kicker Sportmagazin zur drittbesten Spielerin der Saison 2006/07 hinter Birgit Prinz und Ursula Holl gewählt.

Am 26. Januar 2012 wurde bekannt gegeben, dass Laudehr einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015 beim 1. FFC Frankfurt unterschrieben hat. Sie wechselte zur Saison 2012/13 an den Main.[4]

Zur Saison 2016/17 wurde sie vom FC Bayern München verpflichtet und mit einem bis zum 30. Juni 2019 gültigen Vertrag ausgestattet.[5][6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sie von 2001 bis 2003 21 Länderspiele für die U-17-Nationalmannschaft bestritten hatte, rückte sie 2004 in die U-19-Nationalmannschaft auf, mit der sie im selben Jahr an der vom 10. bis 27. November in Thailand ausgetragenen Weltmeisterschaft teilnahm und mit dem 2:0-Erfolg im Finale gegen die Auswahl Chinas den Weltmeistertitel gewann.

Im Juni 2007 wurde sie zum Lehrgang der A-Nationalmannschaft in die Sporthochschule Köln eingeladen und war seinerzeit die einzige Spielerin im Lehrgangskader, die zuvor noch kein Spiel für die A-Nationalmannschaft bestritten hatte. Bundestrainerin Silvia Neid über Simone Laudehr: „Ich kenne Simone schon sehr lange. Sie war bereits in der U-19-Nationalmannschaft eine Schlüsselspielerin und hat jetzt eine gute Saison gespielt. Auf Grund von Prüfungen und Verletzungen stand sie bisher nur noch nicht zur Verfügung. Sie kann uns verstärken!“

Am 29. Juli 2007 gab sie in Magdeburg beim 4:0-Sieg im Test-Länderspiel gegen die Auswahl Dänemarks ihr Debüt im A-Nationalteam. In ihrem zweiten Länderspiel, vier Tage später in Gera, erzielte sie beim 5:0-Sieg im Testspiel gegen die Auswahl der Tschechischen Republik mit dem Treffer zum 2:0 in der 25. Minute ihr erstes Länderspieltor.

Mit der A-Nationalmannschaft nahm sie an der vom 10. bis 30. September 2007 in China ausgetragenen Weltmeisterschaft teil, bestritt die ersten beiden Gruppenspiele, das mit 3:0 gegen die Auswahl Nordkoreas gewonnene Viertelfinale, das mit 3:0 gegen die Auswahl Norwegens gewonnene Halbfinale und das mit 2:0 gegen die Auswahl Brasiliens gewonnene Endspiel; mit dem einzigen von ihr im Turnier erzielten Tor, dem Treffer zum 2:0-Endstand in der 86. Minute, der auch zum Tor des Monats gewählt wurde, sorgte sie für die vorzeitige Entscheidung im Kampf um den Weltmeistertitel. Das vom 6. bis 21. August 2008 in Peking ausgetragene Olympische Fußballturnier beendete sie mit der Nationalelf auf dem dritten Platz.

Bei der vom 23. August bis 10. September 2009 in Finnland ausgetragenen Europameisterschaft wurde sie mit der A-Nationalmannschaft Europameister. In der vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 im eigenen Land ausgetragenen Weltmeisterschaft kam sie in vier Turnierspielen zum Einsatz und erzielte ein Tor; das spielentscheidende 1:0 im zweiten Gruppenspiel gegen die Auswahl Nigerias.

An der vom 6. Juni bis 5. Juli 2015 in Kanada ausgetragenen Weltmeisterschaft nahm sie ebenfalls teil, bestritt sechs Spiele und erzielte im mit 10:0 gewonnenenem ersten Gruppenspiel gegen die Auswahl des Turnierneulings Elfenbeinküste, ihr einziges Tor im Turnier.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Mutter Doina, eine gebürtige Rumänin aus Bukarest, nahm für ihr Heimatland Rumänien an diversen internationalen Leichtathletik-Wettbewerben teil.[10] Wegen ihrer kurz vor dem Abschluss stehenden Ausbildung zur Bürokauffrau an ihrem Wohnort Straelen sagte Laudehr eine erste Einladung zur Nationalelf 2006 noch ab. 2007 ging sie zur Sportfördergruppe der Bundeswehr nach Warendorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Simone Laudehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. My Story: Simone Laudehr. In: Youtube / ARD. Abgerufen am 26. Juni 2015.
  2. Die Flügelflitzerin. In: Focus, 10. Mai 2011. Abgerufen am 13. September 2014.
  3. Laudehr zeigt ihr WM-Tattoo – Warum ist es auf Rumänisch? bild.de, 23. Juni 2011
  4. DFB: Laudehr wechselt im Sommer nach Frankfurt. In: DFB-Newsmeldung. 27. Januar 2012, abgerufen am 27. Januar 2011.
  5. Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München
  6. Pressemitteilung auf dfb.de
  7. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verleiht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 22 Bürgerinnen und Bürger. In: nrw.de. 7. November 2011, abgerufen am 14. Juni 2014.
  8. nrw-sportlerdesjahres.de
  9. Tor des Monats auf sportschau.de
  10. AS: Simone Laudehr: Auf Heimat-Besuch vor der WM. dfb.de, 20. Mai 2011, abgerufen am 22. Oktober 2011.