Spahnharrenstätte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spahnharrenstätte
Spahnharrenstätte
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spahnharrenstätte hervorgehoben
Koordinaten: 52° 52′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Sögel
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 36,07 km2
Einwohner: 1541 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49751
Vorwahlen: 05951, 05952
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 048
Webpräsenz: www.vereine-spahnharrenstaette.de
Bürgermeister: Reinhard Timpker[2] (CDU)
Lage der Gemeinde Spahnharrenstätte im Landkreis Emsland
NiederlandeLandkreis CloppenburgLandkreis Grafschaft BentheimLandkreis LeerLandkreis OsnabrückAndervenneBawinkelBeestenBockhorstBörgerBreddenbergDersumDörpenDohren (Emsland)EmsbürenEsterwegenFrerenFresenburgGeesteGerstenGroß BerßenHandrupHaren (Ems)HaselünneHeede (Emsland)HerzlakeHilkenbrookHüvenKlein BerßenKluse (Emsland)LähdenLahn (Hümmling)Langen (Emsland)LathenLehe (Emsland)Lengerich (Emsland)Lingen (Ems)LorupLünneLünneMeppenMessingenNeubörgerNeuleheNiederlangenOberlangenPapenburgRastdorfRenkenbergeRhede (Ems)SalzbergenSchapenSögelSpahnharrenstätteSpelleStavernSurwoldSustrumThuineTwist (Emsland)VreesWalchumWerlteWerpelohWettrupWippingenKarte
Über dieses Bild

Spahnharrenstätte ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Sögel im Landkreis Emsland in Niedersachsen (Deutschland).

Die Gemeinde, die sich auf 36,07 km² Fläche erstreckt, hat etwa 1.600 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Spahnharrenstätte liegt im östlichen Teil des Hümmlings, eines waldreichen Geestrückens im Emsland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Gemeinde Börger, im Norden die Gemeinde Lorup in der Samtgemeinde Werlte, im Osten die Gemeinden Rastdorf und Werlte (Samtgemeinde Werlte), im Süden die Gemeinde Sögel und im Westen die Gemeinde Werpeloh.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Spahnharrenstätte ist entstanden aus den schon im ersten Jahrtausend erwähnten Orten Spahn und Harrenstätte. Viele prähistorische Funde und Reste von Megalithanlagen (Poldenhünensteine) oder Gräberfeldern (Männige Berge) sind Zeugen der Vor- und Frühgeschichte im Bereich der beiden Hümmlinggemeinden. Der gemeinsame Kirchbau im Jahre 1866 auf der heutigen „Neustadt“ bildete den Ausgangspunkt für den 1966 besiegelten Zusammenschluss beider Gemeinden.

In Spahnharrenstätte wurde kurz darauf eine gemeinsame Schule gebaut, in der noch heute die Kinder der Klassen 1 bis 4 unterrichtet werden. Eine Sportanlage und eine Turnhalle tragen zum Freizeitangebot bei.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 11 gewählte Mitglieder. Ihm gehören seit der Kommunalwahl am 11. September 2016 zwei Parteien bzw. Wählergemeinschaften an:[3]

  • CDU – 6 Sitze
  • UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) – 5 Sitze

Die nächsten Kommunalwahlen werden 2021 stattfinden.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vom Heraldiker Ulf-Dietrich Korn entworfene Wappen sowie die Flagge der Gemeinde wurden 1984 vom Landkreis Emsland genehmigt.

Blasonierung:„Von Blau über Gold geteilt, belegt mit zwei Ähren in verwechselten Farben mit nach außen gebogenen Halmen, diese mit je einem äußeren gebogenen Blatt, im oberen Schildteil vorn ein silbernes Pestkreuz, hinten ein schwebendes silbernes Steingrab über einem silbernen Findling, im erhöhten Schildfuß ein linksschräges blaues Eichenblatt mit einer Eichel.“

Begründung: Die zwei Ähren bringen den ländlichen Charakter Spahnharrenstättes zum Ausdruck. Gleichzeitig symbolisieren die beiden aufeinander zulaufenden Getreidehalme das Zusammenwachsen der beiden ehemaligen Bauernsiedlungen Spahn und Harrenstätte. Das Eichenblatt weist auf die mit Eichen bestandenen Brinke hin, die seit jeher gestaltende Elemente der Ortsbilder von Spahn und Harrenstätte waren. Das Pestkreuz erinnert als Mahnmal an eine schwere Zeit im 17. Jahrhundert, als die Bevölkerung von der Pest heimgesucht wurde und schwer zu leiden hatte. Das Steingrab zeigt das Vorhandensein urgeschichtlicher Bestattungsfelder auf Spahnharrenstätter Boden und weist auf die frühe Besiedlung des Gebietes in prähistorischer Zeit hin.

Die Flagge ist im Verhältnis 1:3:1 Blau-Gelb-Blau waagerecht geteilt belegt mit dem Wappen in der Mitte.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl viele Bürger im gewerblich-industriellen Bereich beschäftigt sind, wird das Ortsbild überwiegend von der traditionsreichen Landwirtschaft geprägt. Die Gemeinde ist auch in Zukunft bestrebt, diese dörfliche Struktur zu erhalten. Dies geschieht vor allem in Form der Einschränkung des Baurechts. So muss man erst sieben Jahre in Spahnharrenstätte gewohnt haben, bevor ein Haus gebaut werden darf. Für den Gast bieten sich in und um Spahnharrenstätte große Wald- und Moorflächen zur Erholung an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück – Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück. Heft I. Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905.
  • Werner Kaemling – Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3.
  • Hermann Abels – Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929.
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft – Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953.
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) – Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spahnharrenstätte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Timpker neuer Bürgermeister in Spahnharrenstätte auf noz.de
  3. Kommunalpolitik in Spahnharrenstätte. Samtgemeinde Sögel, archiviert vom Original am 31. Mai 2008; abgerufen am 30. Juli 2012.
  4. Wappen der Gemeinde Spahnharrenstätte. Abgerufen am 3. Dezember 2017.