Teufenbach

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Teufenbach (Dorf)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Teufenbach
Teufenbach (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Murau (MU), Steiermark
Gerichtsbezirk Murau
Pol. Gemeinde Teufenbach-Katsch
Koordinaten 47° 7′ 42″ N, 14° 21′ 37″ OKoordinaten: 47° 7′ 42″ N, 14° 21′ 37″ Of1
Höhe 760 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 697 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 201 (2001) f2
Fläche d. KG 3,43 km²
Postleitzahl 8833f1f0
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16051
Katastralgemeinde-Nummer 65321
Zählsprengel/ -bezirk Teufenbach (61446 000)
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Teufenbach war eine Gemeinde mit 697 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau, in der Steiermark in Österreich. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie ab 2015 mit der Gemeinde Frojach-Katsch zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Teufenbach-Katsch. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3] Eine Anfechtung der Zusammenlegung, welche von der Gemeinde Teufenbach beim Verfassungsgerichtshof eingebracht worden war, war nicht erfolgreich.[4]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im oberen Murtal auf einer Seehöhe von 760 m ü. A.. Die ehemalige Gemeinde grenzte an Sankt Lorenzen bei Scheifling, Niederwölz, Frojach-Katsch, Mariahof und Sankt Blasen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde vor etwa 1000 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Die Herren von Teuffenbach gehörten seit dem 13. Jahrhundert dem steirischen Ritterstand an. Der in Teufenbach verbliebene Zweig der Familie starb im 17. Jahrhundert aus. „Burg Teuffenbach“ wurde 1689 vom Fürsten Schwarzenberg angekauft. Im ab 1549 von Balthasar von Teufenbach erbauten Schloss „Neu-Teuffenbach“ im Ort befindet sich heute ein Seniorenwohnheim.

Die politische Gemeinde Teufenbach wurde 1849/50 errichtet.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter Bürgermeister der Gemeinde Teufenbach war Johann Gruber (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Mai 1985.
Wappenbeschreibung: In silbernem Schild mit zwei schwarzen Balken ein Drache in verwechselten Farben.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teufenbach ist unter anderem Wirtschaftsstandort für die Firma IBS (Maschinenbauer für die Papierherstellung), den Ziegelhersteller Pexider, den Fahrzeugbauer Gsodam, die Tischlerei Petautschnig und den Elektrohandel Ofner. Des Weiteren hat die Raiffeisenbank Teufenbach-Oberwölz-St. Peter a. Kammersberg ihren Hauptsitz in Teufenbach. Weitere Betriebe in Teufenbach sind die Zimmerei Galler, das Lüftungsunternehmen Wilfried Pachlinger, Kaufhaus-Catering Karl Krenn, Bilanzbuchhalterin Mag. Ursula Holzer-Krenn, Sägewerk Lercher, die Schlosserei Mohr Patrick, die Schnapsbrennerei Seifter und das Forstunternehmen Brunner.

Die medizinische Versorgung unterliegt Dr. Horst Geigl, er betreut auch das renovierte und ausgebaute Altenheim.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Teufenbach

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Teufenbach (gegründet 1894)
  • Trachtenverein
  • Sportverein (gegründet 1974)
Die Sektion Tennis unter Sektionsleiter Markus Kaplans zählt mit ihren 80 Mitgliedern zu einem der aktivsten Tennisvereine im Bezirk Murau. Jugendleiter Mag. Stefan Zechner trainiert zurzeit mit mehr als 40 Kindern und Jugendlichen. Letzter großer Erfolg des Tennisclub Teufenbach war der Aufstieg in die 1. Gruppe der Murtalliga im Sommer 2006, sowie der Sieg im Winterhallencup 2006/07.
  • Musikverein; gegründet 1964 unter Michael Leitner, zählt derzeit 36 aktive Mitglieder.
  • Sängerrunde

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gasthaus Dorfwirt, Fam. Nemeth

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Mell: Regesten zur Geschichte der Familien von Teufenbach in Steiermark. 1. Bd., 1074 - 1547 (Veröffentlichungen der Historischen Landes-Kommission für Steiermark; 20). Selbstverl. d. Hist. Landes-Komm., Graz 1905 Digitalisat
  • Walter Brunner: Teufenbach. Ein Ort stellt seine Geschichte vor. Teufenbach 1996

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teufenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 7 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Erkenntnis des VfGH vom 24. November 2014, G 61/2014, über die Anträge der Gemeinde Teufenbach.
  5. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  6. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 35/36, 1985/86, S. 69.