Schöder

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Schöder
Wappen von Schöder
Schöder (Österreich)
Schöder
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 74,93 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 14° 6′ OKoordinaten: 47° 11′ 0″ N, 14° 6′ 0″ O
Höhe: 901 m ü. A.
Einwohner: 981 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8844
Vorwahl: 03536
Gemeindekennziffer: 6 14 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schöder 12
8844 Schöder
Website: www.schoeder.
steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Mürzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
5
2
2
Von 9 Sitzen entfallen auf:
  • ÖVP: 5
  • SPÖ: 2
  • Liste Buntstift für Schöder: 2
Lage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau
Krakau Mühlen Murau Neumarkt in der Steiermark Niederwölz Oberwölz Ranten Sankt Georgen am Kreischberg Sankt Lambrecht St. Peter am Kammersberg Scheifling Schöder Stadl-Predlitz Teufenbach-Katsch SteiermarkLage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schöder ist eine Gemeinde mit 981 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark, Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schöder liegt am Fuße des Sölkpasses, der eine Verkehrsverbindung über die Niederen Tauern vom Murtal ins Ennstal herstellt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl und Fläche Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Baierdorf (310 Ew., 1.695,27 ha)
  • Schöder (458 Ew., 573,42 ha)
  • Schöderberg (222 Ew., 5.216,17 ha)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Schöder wurde 1849/50 errichtet.[2]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schöder befindet sich eine Polizeiinspektion. Die Freiwillige Feuerwehr Schöder sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe insbesondere im Gemeindegebiet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turn- und Sportunion Schöder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TuS Schöder ist der größte Sportverein in der Gemeinde Schöder und gliedert sich in mehrere Sektionen. Die Schwerpunkte liegen im Winter bei Ski alpin und im Sommer bei Fußball. Die Kampfmannschaft des TuS Schöder spielt aktuell in der Gebietsliga Murtal.

TC Schöder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem TuS Schöder gibt es als zweiten Sportverein noch den Tennisclub Schöder, der auf seiner Anlage regelmäßig Sportveranstaltungen abhält und auch immer wieder über die Gemeindegrenzen hinaus erfolgreiche Spieler hervorbringt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennzeichnend für das Dorf sind seine vielen Vereine. So zählt die Gemeinde folgende Vereine:

  • Stammtisch FC - Neuwirt
  • Landjugend Schöder
  • Musikverein „Edelweiß“ Schöder
  • Chorgemeinschaft (Verein)
  • Freiwillige Feuerwehr Schöder
  • Turn- und Sportunion Schöder
  • SC Schöderberg
  • Tennisverein
  • Pferdezuchtgenossenschaft Murau-Oberwölz, Sitz Schöder
  • Reitergruppe Schöder
  • Hutclub
  • Junggesellenverein
  • Modellflugverein Schöder-Ranten

Das Vereinsleben spielt in Schöder wie auch in anderen ähnlich kleinen Gemeinden und Ortschaften eine große Rolle. Die Vereine sollen einen gewissen Zusammenhalt, Freundschaft und gutes Auskommen zwischen den Einwohnern Schöders symbolisieren.

Es werden jährlich viele Feste und Bälle von den verschiedenen kooperierenden Vereinen veranstaltet. Besonders bekannt ist der mehr als 100 Mal durchgeführte Schöderer Pferdemarkt. Bei dem jährlich im August stattfindenden traditionellen Markt werden über 100 Haflinger, Noriker und Ponys vorgestellt oder zum Verkauf angeboten. Dadurch kommen tausende Pferdeliebhaber und Kaufinteressierte in das Katschtal.

Weitere Beispiele sind das Dorffest (alle zwei Jahre durchgeführt), das Osterkränzchen, der Sportlerball, das Vereinefußballturnier, der Verkehrtenball, der Feuerwehrball zu nennen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schöder
  • Bedeutend für die Kultur der Gemeinde ist die Schöderer Marienkirche, die vor kurzem aufwändig restauriert wurde. Hierbei wurden auch neue Fresken freigelegt. Die Wallfahrtskirche Maria Schöder wurde im 12. Jahrhundert erbaut und brannte schon einmal fast zur Gänze nieder.

„Dem Volksschriftsteller Fridolin von Freytal Geistl. Rat, Dechant und Pfarrer von Schöder 1877 – 1898 geboren zu Pusterwald am 12.7.1832, gestorben zu Schöder 12.2.1903 zum 30. Todestag von seinen Verehrern am 26.2.1933 gewidmet.“

Inschrift Gedenktafel Kirchenmauer
  • Ein weiteres bedeutendes Bauwerk steht in Baierdorf, einer Katastralgemeinde von Schöder. Der so genannte Baierdorfer Wehrturm wurde im 11. Jahrhundert unter Erzbischof Gebhart erbaut. Die Wehranlage wurde im Zuge des Aufstandes des steirischen Adels im Landsberger Bund gegen Herzog Albrecht I. im Jahr 1292 belagert, zerstört und 1296 wieder aufgebaut.[3]
Der Wehrturm ist 29 m hoch und birgt sechs Stockwerke. Im sechsten Geschoß wohnten bis 1641 die Turmwächter von Baierdorf. Der Turm diente vor allem als Kornspeicher für das Getreide das vom Salzburger Erzbischof als Zehent eingehoben wurde. Dieser zehnte Teil der Ernte war die Steuer der Bauern an das Erzbistum. Das Fresko des Hl. Christopherus wurde im 16. Jahrhundert aufgemalt und ist das zweitälteste und flächengrößte Fresko der Steiermark.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine Sehenswürdigkeit ist der Günster Wasserfall, der höchste Wasserfall der Steiermark.

Traditionspflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Zweijahresrhythmus wird die Tradition des Faschingrennens gepflegt. Dabei laufen am Faschingsmontag, angeführt vom Wegauskehrer, die Schell- und die Glockfasching, gefolgt von den Fettln (Darstellungen von verschiedenen Charakteren) von Haus zu Haus durch das gesamte Gemeindegebiet. Den krönenden Abschluss bildet am Faschingsdienstag die Faschinghochzeit am Dorfplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Schöder gibt es kaum industrielle Betriebe. Darum sind auch Arbeitsplätze rar.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Schöder ist bekannt für seinen Pferdemarkt, der alljährlich am letzten Wochenende im August stattfindet. Zudem war Schöder Schauplatz des Spielfilms Die Leute von St. Benedikt und des Spielfilms „Jakob, der Letzte“. Weiters gibt es einen Schilift, sowie diverse Sportplätze (Tennisplatz, Fußballplatz, Reithalle).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Ponholzer (* 2. Februar 1908 in Baierdorf; † 1. Jänner 1991[4]), Architekt, Bürgermeister-Stellvertreter (1953–1956) und Stadtrat (1949–1953) der Stadt Salzburg
  • Ina Duscha (* 10. Dezember 1935), Schauspielerin
  • Manfred Wolff-Plottegg (* 16. Juli 1946), Architekt und Designer
  • Willi Pürstl (* 10. Jänner 1955), Skispringer, Sieger der 23. Vierschanzentournee (1974/75), danach Trainer von Skisprungnationalteams, wie z. B.: Spanien und Kanada, 1988 wanderte er nach Kanada aus
  • Klement Tockner (* 1. November 1962), Biologe, Gewässerökologe und Hochschullehrer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Brunner: Schöder. Festschrift zur 800-Jahr-Feier. Schöder 1981

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schöder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 07.10.1850, Nr. 378.
  3. Walter Kleindel: Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur. Dortmund. Chronik Verlag (Lizenzausgabe Carl Ueberreuter Verlag Wien 1978). S. 66.
  4. Stadt Salzburg, Suche nach einem Grab (Suche: Ponholzer 1991), abgerufen am 23. Mai 2015