The Black Keys

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The Black Keys
The Black Keys (2011)
The Black Keys (2011)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Bluesrock, Low Fidelity, Garage Rock, Indie-Rock
Website www.theblackkeys.com
Aktuelle Besetzung
Dan Auerbach
Patrick Carney

The Black Keys sind ein 2001 gegründetes US-amerikanisches Bluesrock-Duo und mehrfache Grammy-Preisträger.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Black Keys bestehen aus dem Sänger und Gitarristen Dan Auerbach und dem Schlagzeuger Patrick Carney. Das Duo stammt aus Akron im Bundesstaat Ohio. Der Name stammt von einem Freund der Band, der Personen, die ihm nicht gefielen oder von denen er meinte, man könne ihnen nicht trauen, als „Black Keys“ bezeichnete. Eine Konnotation des Namens „Black Keys“ besteht in der englischen Bezeichnung für die schwarzen Tasten des Klaviers.

Die Black Keys werden oft mit den White Stripes verglichen, da diese in ähnlicher Weise ein Duo sind, das LoFi-Musik macht und kurze Zeit vor den Black Keys seinen Durchbruch feierte.

Bei den Aufnahmen wird auf große Aufnahmetechnik verzichtet. Bisher wurden große Studios gemieden. Aufnahme, Produktion und Mix wurden von den beiden Musikern selbst übernommen. Zum Beispiel wurde ihr zweites Album Thickfreakness innerhalb von 14 Stunden im Keller von Carneys Haus auf einem Tascam 388 8-Trackrecorder aus den 1980er Jahren eingespielt. Die Black Keys haben daher einen ausgesprochen derben und ruppigen Sound. Regelmäßig finden sich auch Hintergrundgeräusche auf ihren Platten wieder. Das Duo bekennt sich ostentativ zu dieser schlichten Produktionstechnik. So sind im Beiheft der CD Magic Potion Fotos ihres Übungsraumes, einer Waschküche, abgebildet.

Die Band wird regelmäßig von der Kritik für ihr Werk gelobt; unter anderem auch für ihr Album Brothers aus dem Jahre 2010. Es erreichte u. a. Platz 3 der Billboard Charts. Bei den Grammy Awards 2011 wurde es als Best Alternative Music Album des Jahres sowie als Bestes Aufnahme-Paket ausgezeichnet. Einen dritten Grammy gewannen sie mit dem Song Tighten Up für die Beste Rock-Performance mit Gesang einer Gruppe. Insgesamt waren sie fünf Mal nominiert.

Am 6. Dezember 2011 wurde das Album El Camino veröffentlicht. Die erste Single-Auskopplung war Lonely Boy. Das Album stieg sofort auf Platz 2 der US-Charts ein. Die Black Keys hatten den Durchbruch geschafft und ihre Show im Madison Square Garden in New York City war innerhalb von 15 Minuten ausverkauft.

Anfang 2012 gab die Band bekannt, dass sie sich im Februar desselben Jahres an die Arbeiten zu einem neuen Album machen wollten. Dieses sollte bis Ende März fertig eingespielt sein. Jedoch wollten sich Auerbach und Carney nach einer langen Tour den Sommer freinehmen. Das neue Album Turn Blue erschien im Mai 2014.

Soundtrackbeiträge und Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Girl Is on My Mind wird von Sony Ericsson in einem Werbespot mit den Tennisspielerinnen Ana Ivanović und Daniela Hantuchová zur Bewerbung eines Mobiltelefons genutzt. Der Titel ist ebenfalls im Kinofilm Cashback als Untermalung eines Striptease zu hören.
  • Set You Free wird im Film School of Rock angespielt.
  • Gold On The Ceiling wird in der Serie Heroes of the Internet gespielt.
  • Strange Times ist Teil der Playlist des Radiosenders Radio Broker im Computerspiel GTA IV.
  • Your Touch ist im Soundtrack zum Film Zombieland enthalten und kommt auch im Soundtrack zum Computerspiel Driver San Francisco vor.
  • Just Got to Be ist Teil des Soundtracks des Konsolenspiels NHL 08.[1]
  • I’ll Be Your Man aus dem Album The Big Come Up ist der Titelsong der Fernsehserie Hung – Um Längen besser.
  • I Got Mine aus dem Album Attack & Release kommt im Kinofilm Das A-Team – Der Film vor (als das A-Team sich im Irak auf einen Einsatz vorbereitet).[2]
  • Tighten Up gehört zu den Soundtracks der Fußballsimulation FIFA 11. Des Weiteren ist der Song auch zu Beginn des Films Springbreakers vertreten.
  • Howlin' for You ist einer der Songs aus Limitless (Ohne Limit).
  • Chop and Change wird in Eclipse – Biss zum Abendrot gespielt.
  • Hard Row wird in der Pilotepisode der Serie Sons of Anarchy gespielt.
  • Next Girl ist auf dem Gitarren-Videospiel Rocksmith zum Lernen hinterlegt.
  • Lonely Boy aus dem Album El Camino dient im Trailer für das Computerspiel Need for Speed zur Unterlegung von The Run. Außerdem ist er im Trailer des 2013 erschienenen Film Warm Bodies, in Forza Horizon zu hören und auch A1 Telekom Austria verwendete den Song für Werbezwecke.
  • The Black Keys sind mit ihrer Coverversion von Bob Dylans The Wicked Messenger auf dem Soundtrack der fiktiven Dylan-Filmbiographie I’m Not There (2007) von Todd Haynes vertreten.
  • Im Film Die Qual der Wahl ist der Black-Keys-Song Gold on the Ceiling am Anfang zu hören.
  • Das Intro von Howlin' for You ist in dem Werbespot von Netflix zu hören.
  • Everlasting Light ist Teil des Soundtracks des Computerspiels NBA 2K15 und Howlin' for You war im Vorgängerspiel NBA 2K14 zu hören.
  • Lies ist in der dritten Episode der Krimiserie Lie to Me zu hören

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[3][4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2004 Rubber Factory 62
(1 Wo.)
131
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. September 2004
2006 Magic Potion 79
(1 Wo.)
95
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2006
2008 Attack & Release 34
(3 Wo.)
14
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 2008
2010 Brothers 95
(1 Wo.)
48
(4 Wo.)
29
(25 Wo.)
3 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2010
2011 El Camino 27
(13 Wo.)
52
(15 Wo.)
18
(32 Wo.)
6
(81 Wo.)
2 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2011
2014 Turn Blue 6
(7 Wo.)
5
(6 Wo.)
4
(12 Wo.)
2
(18 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2014

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[3] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2006 Chulahoma: The Songs of
Junior Kimbrough
199
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2006
2009 Blakroc 176
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. November 2009
2010 iTunes Session 79
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. November 2010
2012 The Tour Rehearsal Tapes 156
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2012

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2004 Thickfreakness in Austin Erstveröffentlichung: 7. September 2004
2005 Live Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2005
2006 Austin City Limits Music Festival 2005 Erstveröffentlichung: 20. Juni 2006
2008 Live at the Crystal Ballroom Erstveröffentlichung: 18. November 2008

Weitere Veröffentlichungen:

  • 2002: The Big Come Up
  • 2003: Thickfreakness
  • 2004: The Moan
  • 2006: Live in Austin, TX

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[3][4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2003 Hard Row
Thickfreakness
86
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2003
Have Love Will Travel
Thickfreakness
77
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2003
2004 10 A.M. Automatic
Rubber Factory
66
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. August 2004
Till I Get My Way / Girl Is on My Mind
Rubber Factory
62
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. November 2004
2010 Tighten Up
Brothers
87 Gold
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2010
2011 Lonely Boy
El Camino
80
(8 Wo.)
64 Platin
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2011
2012 Gold on the Ceiling
El Camino
57
(6 Wo.)
94 Gold
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2012
2014 Fever
Turn Blue
57
(4 Wo.)
77
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. März 2014

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MTV Video Music Award 2010 für „Best Breakthrough Video“
  • Grammy Award 2011 für „Best Alternative Music Album“ (Brothers)
  • Grammy Award 2011 für „Best Recording Package“ (Brothers)
  • Grammy Award 2011 für „Best Rock Performance by a Duo or Group with Vocals“ (Tighten Up)
  • Grammy Award 2013 für „Best Rock Song“ (Lonely Boy)
  • Grammy Award 2013 für „Best Rock Performance“ (Lonely Boy)
  • Grammy Award 2013 für „Best Rock Album“ (El Camino)
  • BRIT Award 2013 für „International Group“

Dan Auerbach:

  • Grammy Award 2013 für Producer of the Year, Non-Classical

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EA Trax Game Music (Memento vom 5. Dezember 2010 im Internet Archive)
  2. http://www.imdb.com/title/tt0429493/soundtrack
  3. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  4. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]