Wülfingen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Elzer Stadtteil Wülfingen. Für die Wüstung Wülfingen in Forchtenberg siehe Wülfingen (Forchtenberg), für das Adelsgeschlecht siehe Bock von Wülfingen.
Wülfingen und Schloss Marienburg um 1990.

52.15199.744578Koordinaten: 52° 9′ 7″ N, 9° 44′ 40″ O

Wülfingen
Stadt Elze
Wappen von Wülfingen
Höhe: 73–80 m
Einwohner: 782 (31. Dez. 2015)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31008
Vorwahl: 05068

Wülfingen (Betonung auf der ersten Silbe), früher: Wluinge, ist ein Stadtteil der Stadt Elze im Westen des Landkreises Hildesheim inmitten der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen in Südniedersachsen und liegt an der Landesstraße 461 und an der B3.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wülfingen liegt westlich von Hildesheim am Rande der Region Hannover an der Bundesstraße 3 im Calenberger Land. Rings um Wülfingen liegen:

Springe Wisentgehege Springe Pattensen Schulenburg Burg Calenberg
Eldagsen Hallerburg Adensen Schloss Marienburg Nordstemmen
Kloster Wülfinghausen Alferde Windrose klein.svg Poppenburg Hildesheim
Wittenburg Sorsum Elze Betheln Beusterburg
Hameln Mehle Gronau Barfelde Bad Salzdetfurth
Blick von der Aussichtsplattform auf dem Bergfried des Schlosses Marienburg nach Südwesten in das Leinetal. Man sieht von links nach rechts auf Nordstemmen, Burgstemmen, Poppenburg, Elze, Wülfingen und Sorsum. Wülfingen liegt hinter den rechten Kiesteichen. Die Vergrößerung des Bildes wird empfohlen.

Geologie[Bearbeiten]

Ein Salzstock des Zechsteins[1] in der Tiefe von -200 bis -900 m unter NN mit dem Namen Leinetal–Achse[2] erstreckt sich vom Adenser Berg über Wülfingen, Sorsum, Mehle, Saale-Mühle, Sehlde, Eime, Banteln und von da an unter der Leine bis Freden. Durch Salzablaugung des Salzstockes in dieser Leinetal–Achse entstand eine Senke, durch die die Leine im Quartär nach der Elsterkaltzeit vor allem im frühen Drenthe-Stadium der Saalekaltzeit von Freden über Banteln, Eime, Sehlde, Saale-Mühle, Mehle, Sorsum und Wülfingen in das Hallertal floss. Dieser ehemalige Flusslauf der Leine lässt sich an mehreren Stellen durch Mittelterrassenkies der Leine nachweisen, den G. Lüttig auch in Wülfingen aufgefunden hat. Im breiten Nordtal der Leine östlich von Elze bildete sich in der Holstein-Warmzeit ein See. Dort entstand ein Durchbruchstal der Leine zwischen dem Teufelsberg und dem Großen Rammelsberg, in dem sich die Leine jetzt befindet.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Funde, die im Landesmuseum aufbewahrt werden, zeigen Äxte und Spinnwirtel aus der Steinzeit, Schwert und Lanzenspitze aus der Eisenzeit. Archäologische Funde[4] in der Wülfinger Feldmark lassen darauf schließen, dass das Gebiet um Wülfingen spätestens seit der Bronzezeit besiedelt war.

Es gab Funde von Hausgrundrissen und Keramik[5] aus der römischen Kaiserzeit (circa 1 bis 375 n. Chr.) 200 Meter nördlich von Wülfingen im Kiesabbaugebiet am Moorweg und Münzfunde[6] aus der römischen Kaiserzeit; ferner Funde von Knochen und Mooreichen im Kiesabbaugebiet.

1931 befanden sich noch auf dem Weißen Brink westlich von Wülfingen zwei Grabhügel aus dem Neolithikum, die zerstört sind; dort wurde um 1931 das Nackenfragment einer Steinaxt gefunden.[7]

Blick von der Finie über Wülfingen in das Leinetal. Man sieht über Wülfingen in Richtung Osten zum Osterberg. Das Bild zeigt in der Staffelung von vorn nach hinten Wülfingen, die Eisenbahnbrücke über die Leine, Nordstemmen (links) und Mahlerten (rechts), hinten Heyersum, ganz hinten den Osterberg.

Ortsname[Bearbeiten]

Von Wülfingen führt der „Holzweg“ auf die Finie
Teich in der Wülfinger Seenplatte mit Blick auf Schloss Marienburg
Feuchtbiotop in der Wülfinger Seenplatte.

Gemäß der Ortsnamenforschung wurde Wülfingen wegen der Endung -ingen (Familiensiedlung) im Ortsnamen während der Landnahmezeit zwischen 300 und 500 n. Chr. gegründet.[8]

Alte Schreibweisen von Wülfingen sind Wulvingen (1175)[9] und Wolffing (1645). Jürgen Huck leitet den Ortsnamen Wülfingen unter Verweis auf Förstemann ab von „Siedlung eines Wulfs“.[10] In der plattdeutschen Sprache heißt Wolf im Singular: Wulf, im Plural 1: Wülf, im Plural 2: Wülv.[11]

Ortsentstehung[Bearbeiten]

Auf leichten Anhöhen oberhalb der Haller und Leine entstanden die Ortschaften Hardingsen und Wülfingen in der Nähe der „Alten Heerstraße“. Die Zuwegung zur „Alten Heerstraße“ erfolgte von Wülfingen über den „Holzweg“ zum Hohlweg an der „Helle“, durch den die „Alte Heerstraße“ verlief, und von Hardingsen über die „Hardingser Straße“. Die Ortschaften waren umgeben von Waldgebieten (Flurnamen „Eichenkammer“, „Finie-Holz“, „Wiedholz“) und Feuchtgebieten (Flurnamen „Bruch“, „Meerfeld“, „Meerwiese“, „Moorweg“, „Oheweg“, „Wellkamp“).

Familie Bock von Wülfingen[Bearbeiten]

Neben dem Kirchturm von Wülfingen stand der Barchfried, der Stammsitz der Familie Bock von Wülfingen. Die Adelsfamilie war im Lehns- und Dienstverhältnis zu den Bischöfen von Hildesheim. Bischof Athelog erwähnt erstmals 1175 einen „Hermann miles de Wlvingi“ = Hermann, Ritter von Wülfingen, und Bischof Conrad erwähnt im Jahre 1241 einen Hermann Bock von Wülfingen. Die Ortschaft Wülfingen wird erst 1290 urkundlich als eine Gründung des Ritters Albert Bock genannt. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts blieb der Wülfinger Barchfried der Stammsitz der Familie Bock von Wülfingen. Danach wurden die Stammsitze nach Elze und Bockerode verlegt. Die Familie Bock von Wülfingen besitzt noch in der Gegenwart das Patronat der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wülfingen.[12]

Wasserwerk Poppenburg[Bearbeiten]

Das Wasserwerk Poppenburg befindet sich in der Gemarkung Poppenburg an der nördlichen Seite der Wülfinger Straße (L 461) an der Gemarkungsgrenze von Wülfingen und Poppenburg. Das Wasserwerk ist umgeben von einem Wasserschutzgebiet[13], in dem sich auch der Ort Wülfingen befindet.[14]

Weil die Stadt Hildesheim an Wassermangel litt und sich in der näheren Umgebung der Stadt kein Wasservorkommen fand, ließ sie im Jahr 1907 umfangreiche geologische und hydrologische Untersuchungen in der weiteren Umgebung von Hildesheim vornehmen. Im Frühjahr 1909 fand man bei Bohrungen in der Gemarkung Wülfingen in etwa 20 Meter Tiefe ausreichendes und qualitativ gutes Wasser. Die Stadt Hildesheim wollte deshalb an dieser Fundstelle eine große Fläche Ackerland kaufen und Wülfingen zusätzlich eine Wasserleitung mit kostenlosem Trinkwasser für das ganze Dorf zur Verfügung stellen. Der Gemeindeausschuss der Gemeinde Wülfingen fürchtete aber, dass Wülfingen durch den Bau eines Wasserwerkes das Wasser abgegraben und der Wasserspiegel abgesenkt würde; deshalb nahm der Gemeindeausschuss das Angebot nicht an, verweigerte den Hildesheimern das Befahren der Wülfinger Feldwege und hoffte, dass das Projekt dadurch scheitern würde.[15]

Diese Erwartungen erfüllten sich nicht. Die Stadt Hildesheim kaufte im Jahr 1909 in der Gemarkung Poppenburg zu einem günstigen Preis ein an die Fundstelle grenzendes 125 000 m³ großes Feld. Nach zweijähriger Bauzeit wurde dort am 11. Juli 1911 das Wasserwerk Poppenburg in Betrieb genommen. Zum Wasserwerk gehören 9 Filterbrunnen, 1 Sammelbrunnen mit 20 Meter Tiefe und die etwa 15 km lange Wasserleitung nach Hildesheim sowie die auf dem Grundstück erbauten Gebäude: das Maschinenhaus mit Dampfmaschinen, das an das Maschinenhaus angrenzende Kesselhaus, der 45 Meter hohe Schornstein und das Wohnhaus.

Bei der Anlage eines Saugkanals fanden die Arbeiter Anfang März 1911 ziemlich gut erhaltene Teile vom Schädels eines Mammut mit zwei erhaltenen Backenzähnen. Man nahm an, dass der ganze Mammut an der gleichen Stelle lagerte und ebenso gut erhalten war wie der Schädel. Da der Fundort aber acht Meter unter der Erdoberfläche im Grundwasser lag, wurden seinerzeit keine Arbeiten zur Freilegung unternommen.[16]

Im Jahr 1935 wurden die bisher mit Dampfmaschinen angetriebenen Pumpanlagen auf Stromantrieb umgestellt. Zwei Kreiselpumpen mit 150 m³/h wurden eingebaut und am 6. April 1935 in Betrieb genommen.[17] Das im Jugendstil gebaute Haus steht unter Denkmalschutz. Das Technische Hilfswerk vom Ortsverband Hildesheim sprengte im Juni 1959 den 45 Meter hohen Schornstein vom Wasserwerk.[18] Der Maschinenraum im Maschinenhaus ist leergeräumt. Im Jahr 1955 erhielt Wülfingen eine Wasserleitung; das Trinkwasser muss nun bezahlt werden.[19] Das Wasserwerk wird seit 1976 über eine im Hochbehälter Rotsberg installierte Fernwirkanlage ferngesteuert und überwacht. Die Stadtwerke Hildesheim besitzen das Recht, bis zum 31. Dezember 2026 jedes Jahr im Wasserwerk Poppenburg bis zu 1,64 Millionen m³ Grundwasser zu fördern.

Judenverfolgung[Bearbeiten]

Laut Schreiben der Geheimen Staatspolizei (Staatspolizeileitstelle Hannover) vom 8. Februar 1945 war Helene Brockmann geb. Großmann aus Wülfingen am 19. Februar 1945 zum Abtransport in das Konzentrationslager Theresienstadt vorgesehen.[20] Die geborene Jüdin, die aus Anlass ihrer Eheschließung zum ev.-luth. Glauben konvertiert war, hatte Wülfingen ohne Wissen ihres Mannes und Sohnes vor ihrer Verhaftung verlassen, war unter dem falschen Namen Dr. Buchinger als Krankenschwester untergetaucht und kehrte als Totgeglaubte erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach Wülfingen zurück. Ihr Ehemann Harald Brockmann starb am 13. Juni 1945 noch vor ihrer Rückkehr.[21]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde Wülfingen, das bis dahin dem Landkreis Springe angehörte, in die Stadt Elze eingegliedert.[22]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Wülfingen
1812 bis 2011[23]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1812 483 1858 476
1871 465 1888 431
1925 500 1933 468
1939 483 1946 ca. 1200
1961 792 1970 720
2008 828 2009 808
2011 795 2014 804

Religion[Bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Das Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wülfingen befindet sich im angekauften Gebäude der ehemaligen Grundschule, das 1935 erbaut wurde. Rechts vom Eingang sieht man ein Relief mit dem Erbauungsdatum und dem Wappen von Wülfingen, das zugleich das Wappen der Familie Bock von Wülfingen ist.

Bis zur Trennung von Kirche und Staat war die Kirchengemeinde zuständig für die Aufgaben des Standesamtes und der Schule. Nachdem sich die Reformation in Wülfingen am 16. April 1543 durchgesetzt hatte und die Kirchengemeinde Wülfingen evangelisch-lutherisch geworden war, wurde 1543 in Wülfingen ihre Schule gegründet. Das Lehreramt war mit dem Organistenamt und dem Küsteramt verbunden. Noch heute nimmt sie die Aufgaben der Friedhofsverwaltung wahr.

Bis zum Jahr 1924 verfügte die Kirchengemeinde Wülfingen allein über einen eigenen Pastor. Dann wurden die Kirchengemeinden Adensen und Wülfingen als selbständige Kirchengemeinden unter einem gemeinsamen Pfarramt zusammengeschlossen. Der rechtliche Sitz des Pfarramtes war Wülfingen. Der Wohnsitz des Pastors befand sich zunächst in Wülfingen und seit 1947 in Adensen. Mit Wirkung vom 1. Juli 2010 wurde die pfarramtliche Verbindung der Kirchengemeinden Adensen und Wülfingen von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers aufgehoben.[24] Die Ev. Kirchengemeinde Wülfingen gehört seitdem zu dem Pfarramt I Mehle in Elze. Die Pfarrstelle Mehle versorgt die Ev.-luth. Kirchengemeinden Mehle-Sehlde, Esbeck und Wülfingen. Die Kirchengemeinde Wülfingen wird weiterhin von einem eigenen Kirchenvorstand geleitet, der auch die Trägerschaft der Friedhofsverwaltung von Wülfingen wahrnimmt.

Seit dem 1. Januar 2012 gehört die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wülfingen zum Ev.-luth. Kirchengemeindeverband Elze-Eime, der aus den neun Ev.-luth. Kirchengemeinden Deilmissen, Deinsen, Dunsen, Elze, Eime, Esbeck, Mehle-Sehlde und Wülfingen mit insgesamt rund 7380 Mitgliedern besteht.[25] Ziel und Zweck des Gemeindeverbandes ist die enge inhaltliche, personelle und finanzielle Zusammenarbeit der beteiligten Kirchengemeinden und Pfarrämter bei der Erfüllung ihrer gemeindlichen Aufgaben. Organ des Gemeindeverbandes ist der Verbandsvorstand, der aus zwölf Mitgliedern besteht.[26]

Marienkirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marienkirche (Wülfingen)
Die Marienkirche steht inmitten des Friedhofes. Rechts vom Kirchturm stand bis zum Ende des 16. Jahrhunderts der Barchfried, der Stammsitz der Familie Bock von Wülfingen.

Die evangelisch-lutherische Marienkirche von Wülfingen steht inmitten des Friedhofes. Die erste Kirche war die romanische Kirche von 1290, die als Eigenkirche der Patronatsfamilie Bock von Wülfingen erbaut wurde. Die zweite Kirche wurde im Jahr 1501 als Renaissance-Kirche an gleicher Stelle errichtet; sie hatte eine Länge von 60 Fuß (17,526 Meter) und eine Breite von 20 Fuß (5,842 Meter); der gleichzeitig erbaute Turm besaß eine Breite von 18 Fuß (5,2578 Meter) und nach dem Aufsatz der Turmspitze im Jahr 1585 eine Höhe von 80 Fuß (23,368 Meter). An die Kirche angebaut war die Sakristei (1501) und ein Leichhaus (1649). Die dritte Kirche wurde in den Jahren 1769 bis 1773 als Rokoko-Kirche an den vorhandenen Turm angebaut. Sie ist nahezu unverändert erhalten. Der Kirchturm wurde im Lutherjahr 1883 vom Bandgesimse an um ein Glockengeschoss erhöht und mit einem Turmhelm versehen. In der Glockenstube befinden sich neben der Glocke von 1510 drei Glocken von 1952 in der melodischen Tonfolge b-des-es-f und die Schlagglocke von 1592.

Politik[Bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Wülfingen heißt Hartwig Othmer (Stand 2014).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten des ersten Weltkrieges an der südlichen Wand des Kirchturms in Wülfingen.

An der Südseite des Kirchturmes liegt die Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Die Gedenktafel zum ersten Weltkrieg befindet sich an der Wand des Kirchturms, davor liegt der Gedenkstein zum Zweiten Weltkrieg. Daneben steht eine Bank für die Hinterbliebenen.

Die Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten des ersten Weltkrieges wurde im Februar 1921 beschlossen. Sie wurde vom Bildhauer Küsthardt aus Hannover geschaffen und am Reformationstag, den 31. Oktober 1921, eingeweiht. Sie zeigt den Cherub mit dem flammenden blitzenden Schwert am Eingang des Paradieses, der den Zugang zu dem Baum des Lebens bewacht. (Gen 3,24 EU)

Im Jahr 2001 wurde die Gedenktafel vom Steinmetzmeister Willi Lohse aus Elze restauriert und vom Dachdeckermeister Heinrich Diehe aus Wülfingen mit einer Abdeckung versehen. Ebenfalls im Jahre 2001 wurde der Gedenkstein für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges gereinigt und vor der Gedenktafel aufgestellt. Die Einweihung der renovierten Gedenkstätte geschah in einer Gedenkstunde am 19. Mai 2001.[27]

Ortswüstung Hardingsen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hardingsen

Hardingsen ist eine wüst gefallene Siedlung in einer Größe von etwa 3 ha. Sie lag nordwestlich von Wülfingen und südlich von der Haller[28] im Südosten des Flurstücks Hoeben am Westrand des Flurstücks Rothenbleek und am Nordostrand des Flurstücks Strengenfeld in der Nähe der Alten Heerstraße von Hannover nach Kassel.[29] Die Ortswüstung wird heute durch die B3 und den Feldweg Hardingser Weg durchschnitten. Die Lage der Ortswüstung kann durch die Flurnamen Hoeben, In den Höfen, Hardingser Anger und Hardingser Kirchhof eingegrenzt werden. Südlich der Rosenmühle liegen die Flurteile Hardingser Bruch und Bei der Hardingser Straße.[30] Nach den bisherigen Forschungsergebnissen wurde Hardingsen im späten 8. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts gegründet. Wenige prähistorische Keramikfunde im nördlichen Randbereich der Siedlungsfläche lassen die noch nicht gesicherte Annahme zu, dass hier bereits in der Spätlatènezeit oder der römischen Kaiserzeit eine Siedlung bestanden hat. Funde mittelalterlicher Keramik zeigen, dass Hardingsen danach kontinuierlich bis in das 15. Jahrhundert hinein bewohnt und frühestens um die Mitte des 15. Jahrhunderts verlassen wurde. Ehemalige Bewohner von Hardingsen siedelten sich in Wülfingen an und erbauten dort ihre neuen Hofgebäude. Nach mittelalterliche Urkunden sind bereits 1460 in Hardingsen gelegene Höfe von Wülfingen aus bewirtschaftet worden. Da aber auch Scherben einer besonderen Keramik in Hardingsen gefunden wurden, die zwischen 1450 und 1530/40 hergestellt und verwendet wurde, könnten auch noch nach dem Jahr 1460 Bauern in Hardingsen auf ihren Höfen gewohnt haben.

Hardingser Fest[Bearbeiten]

In Erinnerung an die Landwirte aus Hardingsen, die Hardingsen verließen und nach Wülfingen übersiedelten, feierten die Wülfinger Landwirte in Wülfingen das sogenannte Hardingser Fest, das bis zum Jahre 1846 alljährlich in der Fastnachtszeit begangen wurde. Es wurde am 12. Februar 1941 erstmals wieder gefeiert. Dabei sprach der Bauer Alfred Warnecke über den Sinn des Festes und Geschichtliches über Hardingsen und die Höfe der ehemaligen Hardingser in Wülfingen.[8] Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts feierten die Wülfinger Landwirte als gesellschaftliches Ereignis erneut das Hardingser Fest.

Vereine[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus in Wülfingen

In Wülfingen gibt es die folgenden örtlichen Vereine[31] (Stand 1. Januar 2016):

  • Die Akkordeongruppe Wülfingen wurde im Jahr 1981 von Ulla Nettelrodt gegründet. Sie arbeitete von 1981 bis 2013 mit der Chorgemeinschaft Marienberg zusammen.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Wülfingen wurde im Jahr 1876 gegründet. Der Ortsbrandmeister ist Lothar Behne.
  • Der Heimatbund Wülfingen wurde 1933 auf Initiative von Alfred Warnecke gegründet. Der 1. Vorsitzende ist Walter Heuer.
  • Der Landfrauenverband Wülfingen hat Mitglieder in den Orten Adensen, Alferde, Boitzum, Hallerburg, Sorsum, Wittenburg und Wülfingen. Die Vorsitzenden sind: Karen Storre, Ilsemarie Lendzian und Monika Köhsel.
  • Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes wurde am 20. Februar 1927 gegründet. Zum Ortsverein gehören eine Senioren-Gymnastikgruppe und eine Volkstanzgruppe. Die 1. Vorsitzende ist Petra Lübon.
  • Der Ortsverein des Sozialverbandes Deutschlands besteht seit 1955. Der 1. Vorsitzende ist Werner Rieche.
  • Der SV Wülfingen wurde im Jahr 1923 gegründet. Im Herren-Fußballbereich besteht seit 1988 eine Spielgemeinschaft mit dem VfL Adensen-Hallerburg. 1. Vorsitzender des SV Wülfingen ist Jörg Fasold.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Michael Dißmer erhielt 2015 den vom Landkreis Hildesheim verliehenen "Preis für Zivilcourage" und den vom ZDF und von der Produktionsfirma der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" verliehenen XY-Preis "Gemeinsam gegen das Verbrechen". Michael Dißmer hatte mit seinem umsichtigen Eingreifen dafür gesorgt, dass drei Einbrecher in Wülfingen von der Polizei auf der Flucht festgenommen werden konnten.
  • Hartwig Othmer (* 11. September 1963 in Gronau), Richter am Bundessozialgericht und Ortsvorsteher von Wülfingen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • von Castell: Gegend zwischen dem Osterwald und der Leine um Holtensen und Wülfingen. 1857 in der Schriftenreihe: Gegenden im Königreich Hannover. 1857–1865 ohne Ortsangabe.
  • Fr. Brinckmann: Das Lager bei Nordstemmen während der Concentrirung des 10. Bundes-Armee-Corps im Jahre 1858. Bilder und Humoresken aus dem Lagerleben. Schlüter’sche Hofbuchdruckerei, Hannover 1858.
  • G. Lutter: Beschreibung der Gemeinde Wülfingen im Landwirtschaftlichen Kreisverein Nordstemmen. Gerstenberg, Hildesheim 1890.
  • Georg Wulbrand Bock von Wülfingen: Geschichte der Bock von Wülfingen. Hannover 1896.
  • Karl Seifart: Sagen aus Stadt und Stift Hildesheim. Hildesheimer Heimatbücher 1. Heft, herausgegeben von H. Blume. Hildesheim 1913. – Wülfinger Sagen auf Seite 38.
  • Heiner Jürgens, Arnold Nöldeke, Joachim von Welck: Die Kunstdenkmale des Kreises Springe. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Hannover, 1941. Reihe: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover I, 3, Bd. 29. Seite 218–223. Abb. 109d + 120a.
  • Alfred Warnecke: Von den Orgeln in der Sankt-Marien-Kirche zu Wülfingen. Hrsg.: Ev.-luth. Kirchenvorstand Wülfingen. Wülfingen 1968.
  • Alfred Warnecke: Aus der Geschichte der St.-Marien-Kirche in Wülfingen. Hrsg.: Ev.-luth. Kirchenvorstand Wülfingen. Wülfingen ca. 1969.
  • Alfred Warnecke: Der „Barchfried“ zu Wülfingen. In der Zeitschrift „Alt-Hildesheim“ Nr. 45 Seite 51–56, Hildesheim 1974.
  • Birgit Wöbbeking: Finie, Strothebrink, Hallerburger Steinbruch, Innerstetal/Am Roten Steine, Weinberg bei Rühle: vegetationskundliche Untersuchungen. Braunschweig 1984.
  • Klaus Michael Gäbler: Kirchengemeinde Wülfingen. In: 450 Jahre Reformation im Calenberger Land. Festschrift zum Jubiläum im Jahr 1992. Herausgegeben vom Ev.luth Kirchenkreis Laatzen-Pattensen. Selbstverlag, Laatzen 1992. Seite 117–118.
  • Ernst Wilhelms (Hrsg.): Aus der Geschichte des Dorfes Wülfingen. Wülfingen 1995. Ein Auszug aus diesem Buch wurde hier veröffentlicht: Egon Wieckhorst: Wülfingen – ein Dorf im Hildesheimer Land. In: Springer Jahrbuch 2011 für die Stadt und den Altkreis Springe. Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2011, S. 26–29 : Ill., Farbtaf. auf S. 214.
  • Werner Müller: Denkmale in der Einheitsgemeinde Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg und Wülfingen. Schriftenreihe des Heimatmuseums Elze Nr. 5. Elze 2000.
  • Jürgen Huck: Das adelige Gericht Wülfingen: ein ehemaliges Niedergericht im calenbergisch-hildesheimischen Grenzgebiet. In: Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart: Jahrbuch des Vereins für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim. Jg. 68 (2000) S. 37–117. Bernward-Verlag Hildesheim. ISSN 0341-9975
  • Jürgen Huck: Vom Dorf Wülfingen und seinen Herrendiensten. Aufbegehrende Bauern zwischen Reformation und 30-jährigem Krieg. In: Hildesheimer Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim im Auftrag der Stadt Hildesheim herausgegeben. Bd. 72/73 (2000/2001) S. 95–138. Stadtarchiv Hildesheim 2003. ISSN 0944-3045
  • Werner Müller: Ausgewählte Daten zur Geschichte der Stadt Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg, Wülfingen. Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Elze Heft 4. Elze, 2. Aufl. 2004.
  • Wolfram Bock von Wülfingen: Nachrichten über den Wülfinger Thurmbau. In: Springer Jahrbuch 2010 für die Stadt und den Altkreis Springe. Hrsg.: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2010, S. 129–141 : Ill., Farbtaf. auf S. 218.
Bibliographie bis 2001

Kartenwerke[Bearbeiten]

  • Karte: „Infanterie-Läger“, Lithografische Anstalt des Königlichen Generalstabes 1858.
  • Flurnamenkarten 1:10.000 Blatt 5/2 Alferde des Landkreises Hannover und Flurnamenlexikon Alferde, Bearbeiter: Heinz Weber, Hannover 1986.

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Wülfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wülfingen auf der Webseite der Stadt Elze

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adolf Hoffmann: Erläuterungen zur Geologischen Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern, Lieferung 265 Blatt Elze Nr. 2089. Geologische Landesanstalt Berlin 1927. Seite 7–10.
  2. Geologische Wanderkarte Landkreis Hannover 1:100 000, Hannover 1977 und Geologische Wanderkarte Leinebergland 1:100 000, Hannover (2. Aufl.) 1989.
  3. Gerd Lüttig: Neue Ergebnisse quartärgeologischer Forschung im Raume Alfeld-Hameln-Elze. In: Geologisches Jahrbuch Band 77, Seite 337–390. Hannover, Juni 1960. Siehe Seite 378–382.
  4. Detailangaben bei Thomas Lessig: Die archäologischen Fundstellen im Landkreis Hildesheim. Ein Katalog der archäologischen Bodendenkmale und Funde bis 2000. Hildesheim 2001. Seite 80–81 Nr. 703–714, Fundkarte und Tafel 17 Nr. 705.
  5. Roland Webersinn: Eine Siedlungsstelle der römischen Kaiserzeit bei Wülfingen an der mittleren Leine. In: Die Kunde N.F. 34/35, 1983/84, Seite 237–245.
  6. F. Berger: Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland, Abt. VII. Niedersachsen und Bremen. Bd. 4–9, 86,4076.1. Berlin 1988.
  7. Thomas Lessig a.a.O. Seite 80 Nr. 704.
  8. Quelle: Gerhard Meier-Hilbert: Geographische Strukturen: Das natürliche Potential. Seite 33 (pdf Seite 27; 1,1 MB).
  9. K. Janicke: Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner Bischöfe I, 370. Leipzig 1896. Zitiert nach: Förstemann: Altdt. Namenbuch, 2 Bd, Band 2,2 L-Z., Nachdruck der 3. Aufl. von 1913 im Jahr 1983, Sp. 1433 unter Vulfinga (Nr. 3 Wülfingen Krs. Springe).
  10. Jürgen Huck: Die Bock von Wülfingen. 1. Teil: Allgemeines sowie Wachsen des Geschlechts 1175–1583. (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens Bd. 122). Verlag Hahnsche Buchhandlung Hannover 2000. Seite 9f und 99 mit Verweis auf: Förstemann: Altdt. Namenbuch, 2 Bd, Band 2,2 L-Z., Nachdruck der 3. Aufl. von 1913, Sp. 1433.
  11. wiktionary: „Wulf“.
  12. Jürgen Huck: Die Bock von Wülfingen. 1. Teil: Allgemeines sowie Wachsen des Geschlechts: 1175–1583. (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens Bd. 122). Verlag Hahnsche Buchhandlung Hannover 2000. ISBN 3-7752-5809-4. – Jürgen Huck: Die Bock von Wülfingen. 2. Teil, 1. Halbband: Allgemeines sowie Linie Bockerode. dgl. 2010. – Jürgen Huck: Die Bock von Wülfingen. 2. Teil, 2. Halbband: Linie Elze, Quellen und Stammtafeln. dgl. 2010.
  13. Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets zugunsten der Wassergewinnungsanlage Poppenburg der Stadtwerke Hildesheim AG vom 6. Dezember 2006
  14. Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets zugunsten der Wassergewinnungsanlage Poppenburg der Stadtwerke Hildesheim AG vom 6. Dezember 2006
  15. Heimatbund Wülfingen: Wasserwerk Poppenburg.
  16. Niedersächsische Post vom Sonntag, den 5. März 1911. Siehe hier.
  17. Heinz Röhl: Wasserversorgung Hildesheim ab 1880. Seiten 58-84, 134-142. Privatverlag Hildesheim o.J.
  18. Technische Hilfswerk vom Ortsverband Hildesheim Chronik 1952 bis 1960.
  19. Heimatbund Wülfingen: Wasserwerk Poppenburg.
  20. Literatur: Landkreis Hannover: Gestern und heute – Juden im Landkreis Hannover, Seite 189–192, Hannover 1984.
  21. Elly Brockmann: Brief aus Lugano vom 11. September 1988 (im Pfarrarchiv von Wülfingen).
  22.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205.
  23. Quellenangaben: 1925 bis 1939 siehe Link Abgerufen am 8. Februar 2011; 1961 und 1970:  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205.
  24. Quelle: Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Nr. 4/2010 vom 2. August 2010, Nr.45 in den Seiten 80 bis 81.
  25. Quelle: Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Nr. 7/2011 Seite 290. Der Kirchengemeindeverband wurde früher als Gemeindeverband Leinetal Elze-Eime bezeichnet: Gemeindebrief Ostern 2011 (pdf; 3,0 MB) Seite 6: Gemeindeverband Leinetal Elze-Eime.
  26. Quelle: Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Nr. 7/2011.
  27. Egon Wieckhorst: Wiedereinweihung des restaurierten Ehrenmals am 19. Mai 2001 für die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten aus Wülfingen. In: Springer Jahrbuch 2014 für die Stadt und den Altkreis Springe. Hrsg.: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2014, Seite 138–139.
  28. Zur ungefähren Lage siehe die Flurnamenkarte 1:10.000 Blatt 5/2 Alferde des Landkreises Hannover, Hannover 1986 und die Karte in der Veröffentlichung Die Siedlungskammer Eldagsen. Ein Forschungsprojekt zur kaiserzeitlichen und mittelalterlichen Besiedlungsgeschichte der Calenberger Börde von Tobias Gärtner und Kirsten Casemir, EAZ, Ethnogr.-Archäol.Z. 48, 2007, Karte 7, Seite 523.
  29. Siehe dazu Heinz Weber: Flurnamenlexikon zur Flurnamenkarte Alferde a.a.O. Seite 119–123.
  30. Weitergehende Informationen: Egon Wieckhorst: Hardingsen. Ein wüst gewordener Ort. In: Springer Jahrbuch 2010 für die Stadt und den Altkreis Springe. Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2010. Seiten 62–66.
  31. 1924 begann der Gemischte Chor Wülfingen als Männergesangverein. 1958 gab es daneben einen Frauenchor, der sich 1964 mit dem Männergesangverein zum Gemischten Chor Wülfingen zusammenschloss. Der Gemischte Chor Wülfingen bildete mit den Chören aus Groß Escherde (ab 1979), Betheln (ab 1984) und Nordstemmen (ab 1989) die Chorgemeinschaft Marienberg, die bis zum 1. Dezember 2013 bestand (Quelle). Das Abschiedskonzert des Gemischten Chores Wülfingen fand am 1. Dezember 2013 in der Marienkirche Wülfingen statt. Der Gemischte Chor Wülfingen wurde 2014 wegen des Alters der Mitglieder aufgelöst.