Welterbe in Dänemark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Welterbestätten in Dänemark

Zum Welterbe in Dänemark gehören (Stand 2018) zehn UNESCO-Welterbestätten, darunter sieben Stätten des Weltkulturerbes und drei Stätten des Weltnaturerbes. Dänemark hat die Welterbekonvention 1979 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1994 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte wurde 2017 eingetragen. [1]

Welterbestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Dänemark[2] in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Grabhügel, Runen und Kirche von Jelling
Grabhügel, Runen und Kirche von Jelling 1994 K 697 Die Welterbestätte umfasst die Dorfkirche von Jelling, zwei in der Nähe liegende Grabhügel und die zwei Runensteine von Jelling. Die Runensteine sind dänischen Königen gewidmet und thematisieren deren Taten. Sie entstanden Mitte bis Ende des 10. Jahrhunderts.
Kathedrale von Roskilde
Kathedrale von Roskilde 1995 K 695 Die 1280 fertiggestellte Kathedrale zu Roskilde ist der erste gotische Dom aus Backstein und trug maßgeblich zur Verbreitung der Backsteingotik bei.
Schloss Kronborg bei Helsingør
Schloss Kronborg bei Helsingør 2000 K 696 Das Schloss Kronborg ist eine Festung in Helsingør auf einer Landzunge am äußersten nordöstlichen Ende der dänischen Insel Seeland.
Ilulissat-Eisfjord (Grönland)
Ilulissat-Eisfjord (Grönland) 2004 N 1149 Ilulissat-Eisfjord hat auf Grund seiner gewaltigen Ausmaße und seiner guten Erreichbarkeit viel zur Erforschung des Aufbaus des grönländischen Eisschildes, des Klimawandels und verwandter geomorphologischer Prozesse beigetragen.
Wattenmeer
Wattenmeer 2014 N 1314 2014 wurde das Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer, das bis dato nur deutsche und niederländische Gebiete umfasst hat, um große Teile des dänischen Wattenmeers (Nationalpark Vadehavet) erweitert.
Stevns Klint
Stevns Klint 2014 N 1416 Diese geologische Stätte umfasst eine 15 Kilometer lange, fossilienreiche Steilküste. Die Stätte bietet außergewöhnliche Beweise für den Einschlag des Chicxulub-Meteoriten am Ende der Kreidezeit.
Herrnhuter-Siedlung Christiansfeld
Herrnhuter-Siedlung Christiansfeld 2015 K 1468 Im Zentrum der Stadt Christiansfeld befindet sich eine gut erhaltene Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine.
Parforcejagdlandschaft in Nordseeland
Parforcejagdlandschaft in Nordseeland 2015 K 1469 Die historischen Jagdlandschaften der dänischen Könige umfassen Store Dyrehave, das Waldgebiet Gribskov und Jægersborg Dyrehave. Die barocke Kulturlandschaft im Norden der Insel Seeland zeigt das Zusammenwirken von Mensch und Natur.
Kujataa auf Grönland: eine nordische und Inuit-Agrarlandschaft am Rand der Eisdecke
Igaliku
Kujataa auf Grönland: eine nordische und Inuit-Agrarlandschaft am Rand der Eisdecke 2017 K 1536 Umfasst die fünf Regionen Qassiarsuk, Igaliku, Sissarluttoq, Tasikuluulik (Vatnahverfi) und Qaqortukulooq (Hvalsey). Die Kulturlandschaft wurde von zwei historischen Jagd- und Bauernkulturen geschaffen: einer altnordischen Kultur aus dem späten 10. bis zum 15. Jahrhundert und einer europäisch beeinflussten Inuit-Kultur ab dem 18. Jahrhundert.
Aasivissuit – Nipisat. Jagdgründe der Inuit zwischen Eis und Meer 2018 K 1557 Die im zentralen Westgrönland gelegene Kulturlandschaft umfasst große Winterresidenzen, Spuren der Karibu-Jagd und archäologische Fundorte der Paleo-Inuit- und Inuit-Kulturen aus über 4.200 Jahren menschlicher Geschichte. Zur Welterbestätte gehören sieben Orte von Nipisat im Westen bis Aasivissuit im Osten.

Tentativliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit (2018) sind vier Stätten in der Tentativliste von Dänemark eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2011. Eine dieser Stätten ist für eine transnationale Nominierung bestimmt. [3] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Schloss Amalienborg und Umgebung
Schloss Amalienborg und Umgebung 1993 K 179
Molerlandschaft des Limfjord
Molerlandschaft des Limfjord 2010 N 5474
Ringsiedlungen des Wikingerzeitalters
Ringsiedlungen des Wikingerzeitalters 2018 K 6284 umfasst die Wikingerburgen Aggersborg, Fyrkat und Trelleborg (bereits seit 2010 auf der Tentativliste), sowie

Nonnebakken und Borgring

Wikingerdenkmäler und -stätten
Wikingerdenkmäler und -stätten 2011 K Zu der geplanten transnationalen Nominierung gehören in Dänemark:
  • Grabhügel, Runensteine, Palisadenbereich und Kirche von Jelling (Ref. 5581, s. a. Welterbestätte Ref. 697)
  • Festungen von Trelleborg (Ref. 5582)

Ehemalige Welterbekandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[4]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Schloss Liselund, Park und Pavillons
Schloss Liselund, Park und Pavillons
(Lage)
1993–1996 K
Møgeltønder, Schlossstraße
Møgeltønder, Schlossstraße
(Lage)
1993–1996 K 1680 angelegte, zum Schloss Schackenborg führende Straße in dem Dorf Møgeltønder
Altstadt von Ribe
Altstadt von Ribe
(Lage)
1993–1996 K Historisches Zentrum der Stadt Ribe
Schloss Rosenborg
Schloss Rosenborg
(Lage)
1993–1996 K
Vor Frelsers Kirke in Kopenhagen
Vor Frelsers Kirke in Kopenhagen
(Lage)
1993–1996 K

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Welterbestätten in Dänemark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dänemark auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dänemark. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 19. Juli 2017 (englisch).
  2. Deutsche Bezeichnungen entsprechend Welterbeliste. In: www.unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission, abgerufen am 13. Januar 2018.
  3. Tentativliste von Dänemark. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 19. Juli 2017 (englisch).
  4. Former Tentative Sites of Denmark. In: World Heritage Site. Abgerufen am 19. Juli 2017 (englisch).