Ötigheim
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Rastatt | |
| Höhe: | 124 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,97 km² | |
| Einwohner: | 4463 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 407 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76470 | |
| Vorwahl: | 07222 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RA | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 16 039 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schulstraße 3 76470 Ötigheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Happold (CDU) | |
Ötigheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Rastatt. Zur Gemeinde Ötigheim gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Ötigheim liegt rund fünf Kilometer nordöstlich von Rastatt in der Oberrheinischen Tiefebene. Der Ort liegt am Federbach.
Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind Bietigheim und Steinmauern.
[Bearbeiten] Geschichte
Das „Telldorf“ oder auch Etje, wie es im Volksmund genannt wird, wurde im Jahre 788 nach Chr. zum ersten Mal urkundlich erwähnt und ist somit über 1200 Jahre alt. Ötigheim ist besonders durch sein 100 Jahre altes Freilichttheater über die Grenzen Badens bekannt. Das Theater heißt Tellplatz, nach „Wilhelm Tell“ benannt, einem der ersten aufgeführten Stücke. Ein Teil der Gemeinde wirkt noch immer als Laienschauspieler mit.
[Bearbeiten] Religionen
Da die Reformation an Ötigheim vorbeiging, ist die Gemeinde auch heute noch vorwiegend römisch-katholisch geprägt. Die heutige katholische St.-Michael-Kirche wurde nach Plänen von Friedrich Weinbrenner erbaut und 1831 geweiht. Die wenigen evangelischen Gläubigen hingegen werden von Bietigheim aus geistlich versorgt.
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rastatt.
[Bearbeiten] Bürgermeister
- seit 1976: Werner Happold (CDU)
[Bearbeiten] Gemeinderat
Dem Gemeinderat gehören neben dem Vorsitzenden und Bürgermeister 14 Mitglieder an. Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Rot ein aufrechter goldener Doppelhaken.“
Der erste Abdruck (1495) erscheint in einer vom Schultheiß und Ortsgericht ausgestellten Beglaubigung. Seitdem blieb das unveränderte Siegelbild der Doppelhaken (auch „Wolfseisen“ oder „Wolfsangel“ genannt), den man auf ein altes Fleckenzeichen zurückführen darf. Nach Einführung der Gemeindeverfassung wurde die gleiche Figur in den Gemeindesiegeln benutzt und seit etwa 1825 wappenmäßig in einem ovalen Schild gezeigt, der dem Zeitgeschmack entsprechend mit Blätterkranz und Palmblättern dekoriert ist. 1901 wurden die auf das badische Schrägbalkenwappen anspielenden Farben amtlich für das jetzige Gemeindewappen gebilligt. [2]
[Bearbeiten] Partnerschaften
Die Gemeinde Ötigheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Gabicce Mare in Italien seit 1998 und
- Kurort Rathen in Sachsen seit 1990.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Theater
Seit 1906 besteht die große Freilichtbühne Ötigheim mit 4.000 überdachten Sitzplätzen. Die Freilichtbühne feierte 2006 ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum 2006 wurde wieder einmal der Klassiker „Wilhelm Tell“ gespielt. 1910 gelang dem Pfarrer Josef Saier, dem Begründer der Volksschauspiele, der Durchbruch mit eben diesem Stück. 2008 steht neben William Shakespeares „Romeo und Julia“ die Uraufführung von Felix Mitterers Schauspiel „Franz von Assisi“. Für Kinder wird abermals das Märchen „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ geboten. Das „Festliche Konzert“ steht unter dem Motto „Nessun dorma – Eine italienische Opernnacht“. Gastspiele des Pop-Duos „Marshall & Alexander“, die Irish-Dance-Show „Magic of the Dance“, ein „Herr-der-Ringe-Konzert“ und die „Galanacht des Musicals“ mit Anna Maria Kaufmann ergänzen den Spielplan der Volksschauspiele. Betrieben wird die Bühne als Laienspiel vom Verein Volksschauspiele Ötigheim e. V. Die vom Gründer der Freilichtbühne, Geistlicher Rat Monsignore Josef Saier, entwickelte künstlerische und kulturpolitisch-christliche Linie gilt als verbindliches Vermächtnis.
[Bearbeiten] Vereine und Organisationen
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Ötigheim ist durch die Bundesstraße 36 (Mannheim–Lahr/Schwarzwald) an das überregionale Straßennetz angebunden. Auf der Bahnstrecke Karlsruhe–Durmersheim–Rastatt verkehren die Linien S 4 und S 41 der Stadtbahn Karlsruhe.
[Bearbeiten] Bildung
Die Brüchelwaldschule ist eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem bestehen in Ötigheim zwei römisch-katholische Kindergärten.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Adolf Kühn (* 31. Mai 1886, † 23. April 1968), deutscher Politiker (ZENTRUM, CDU), MdL (Baden, Württemberg-Baden, Baden-Württemberg)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Josef Saier (*1874 in Kirchzarten, †1955 in Ötigheim) war der Begründer und langjährige Leiter der Volksschauspiele Ötigheim
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 83. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.
[Bearbeiten] Literatur
- Martin Walter: 100 Jahre Volksschauspiele Ötigheim. „Volk spielt fürs Volk“. Ubstadt-Weiher: verlag regionalkultur, 2006. ISBN 978-3-89735-432-6
- Kurt Wagner: Ötigheim im Wandel der Zeiten (Bildband). Herausgeber: Gemeinde Ötigheim, 1987
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