Ötigheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ötigheim
Ötigheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ötigheim hervorgehoben
48.8911111111118.2363888888889124Koordinaten: 48° 53′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rastatt
Höhe: 124 m ü. NHN
Fläche: 10,97 km²
Einwohner: 4533 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 413 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76470
Vorwahl: 07222
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Gemeindeschlüssel: 08 2 16 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 3
76470 Ötigheim
Webpräsenz: www.oetigheim.de
Bürgermeister: Frank Kiefer (CDU, angetreten als unabhängiger Kandidat)
Lage der Gemeinde Ötigheim im Landkreis Rastatt
Rhein Frankreich Rheinland-Pfalz Enzkreis Sinzheim Sinzheim Sinzheim Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Karlsruhe Landkreis Calw Landkreis Freudenstadt Landkreis Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Ortenaukreis Ortenaukreis Ortenaukreis Au am Rhein Bietigheim Bischweier Bühlertal Bühlertal Bühlertal Bühl (Baden) Durmersheim Elchesheim-Illingen Forbach (Baden) Gaggenau Gernsbach Hügelsheim Iffezheim Kuppenheim Lichtenau (Baden) Loffenau Muggensturm Muggensturm Ötigheim Ottersweier Ottersweier Rastatt Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Sinzheim Steinmauern Weisenbach RheinKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme

Ötigheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Rastatt. Zur Gemeinde Ötigheim gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten]

Ötigheim liegt rund fünf Kilometer nordöstlich von Rastatt in der Oberrheinischen Tiefebene. Der Ort liegt am Federbach.

Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind Bietigheim und Steinmauern.

Geschichte[Bearbeiten]

Das „Telldorf“ oder auch Etje, wie es im Volksmund genannt wird, wurde im Jahre 788 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und ist somit über 1200 Jahre alt. Ötigheim ist besonders durch sein 100 Jahre altes Freilichttheater über die Grenzen Badens bekannt. Das Theater heißt Tellplatz, nach „Wilhelm Tell“ benannt, einem der ersten aufgeführten Stücke. Ein Teil der Gemeinde wirkt noch immer als Laienschauspieler mit.

Religionen[Bearbeiten]

Kapelle
  • römisch-katholisch: 2.953
  • evangelisch: 647

Da die Reformation an Ötigheim vorbeiging, ist die Gemeinde auch heute noch vorwiegend römisch-katholisch geprägt. Die heutige katholische St.-Michael-Kirche wurde nach Plänen von Friedrich Weinbrenner erbaut und 1831 geweiht. Die wenigen evangelischen Gläubigen hingegen werden von Bietigheim aus geistlich versorgt.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rastatt.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten drei Kommunalwahlen am 7. Juni 2009, am 13. Juni 2004 und am 24. Oktober 1999 führten zu folgenden Ergebnissen:[2][3]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
Gemeinderatswahl 2009
 %
50
40
30
20
10
0
43,86 %
39,64 %
16,50 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,86 %p
+2,72 %p
-0,86 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,9 6 45,7 7 42,5 6
FWG Freie Wähler Gemeinschaft 39,6 6 36,9 5 35,5 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,5 2 17,4 2 22,0 3
gesamt 100,0 14 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung in % 56,6 58,6 63,8

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1945−1955: Eugen Reuter (CDU)
  • 1976−2013: Werner Happold (CDU)
  • seit 1. Juli 2013: Frank Kiefer (CDU, angetreten als unabhängiger Kandidat[4])[5]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein aufrechter goldener Doppelhaken.“

Der erste Abdruck (1495) erscheint in einer vom Schultheiß und Ortsgericht ausgestellten Beglaubigung. Seitdem blieb das unveränderte Siegelbild der Doppelhaken (auch „Wolfseisen“ oder „Wolfsangel“ genannt), den man auf ein altes Fleckenzeichen zurückführen darf. Nach Einführung der Gemeindeverfassung wurde die gleiche Figur in den Gemeindesiegeln benutzt und seit etwa 1825 wappenmäßig in einem ovalen Schild gezeigt, der dem Zeitgeschmack entsprechend mit Blätterkranz und Palmblättern dekoriert ist. 1901 wurden die auf das badische Schrägbalkenwappen anspielenden Farben amtlich für das jetzige Gemeindewappen gebilligt.[6]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ötigheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Volksschauspiele

Seit 1906 besteht die große Freilichtbühne Ötigheim mit 4.000 überdachten Sitzplätzen. Die Freilichtbühne feierte 2006 ihr 100-jähriges Bestehen. Betrieben wird die Bühne als Laienspiel vom Verein Volksschauspiele Ötigheim e. V. Die vom Gründer der Freilichtbühne, Geistlicher Rat Monsignore Josef Saier, entwickelte künstlerische und kulturpolitisch-christliche Linie gilt als verbindliches Vermächtnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ötigheim ist durch die Bundesstraße 36 (MannheimLahr/Schwarzwald) an das überregionale Straßennetz angebunden. Auf der Bahnstrecke Karlsruhe–Durmersheim–Rastatt verkehren die Linien S 4 und S 41 der Stadtbahn Karlsruhe. Die Bundesstraße 3 passiert ebenfalls die Gemeindegemarkung.

Bildung[Bearbeiten]

Die Brüchelwaldschule ist eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem bestehen in Ötigheim zwei Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Adolf Kühn (* 31. Mai 1886; † 23. April 1968), deutscher Politiker (ZENTRUM, CDU), MdL (Baden, Württemberg-Baden, Baden-Württemberg)

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Josef Saier (* 1874 in Kirchzarten; † 1955 in Ötigheim) war der Begründer und langjährige Leiter der Volksschauspiele Ötigheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ötigheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2009/GTabelle.asp?G=GE216039
  3. http://www.oetigheim.de/pb/site/Oetigheim/get/documents/oetigheim/PB5Documents/html/GR-Wahl%202009%20tigheim.html
  4. http://www.frankkiefer.de/index.php/ueber-mich
  5. http://www.oetigheim.de/pb/,Lde/464825.html
  6. Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 83. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Walter: 100 Jahre Volksschauspiele Ötigheim. „Volk spielt fürs Volk“. Ubstadt-Weiher: verlag regionalkultur, 2006. ISBN 978-3-89735-432-6.
  • Kurt Wagner: Ötigheim im Wandel der Zeiten (Bildband). Herausgeber: Gemeinde Ötigheim, 1987.