Rathen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rathen
Rathen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rathen hervorgehoben
50.95727448305614.079848527778112Koordinaten: 50° 57′ N, 14° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Königstein/Sächs. Schweiz
Höhe: 112 m ü. NN
Fläche: 3,58 km²
Einwohner:

396 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01824
Vorwahl: 035024
Kfz-Kennzeichen: PIR
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 310
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Goethestraße 7
01824 Königstein
Webpräsenz: www.kurort-rathen.de
Bürgermeister: Thomas Richter
Lage der Gemeinde Rathen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Altenberg (Erzgebirge) Bad Gottleuba-Berggießhübel Bad Schandau Bahretal Bannewitz Dippoldiswalde Dohma Dohna Dorfhain Dürrröhrsdorf-Dittersbach Freital Glashütte Gohrisch Hartmannsdorf-Reichenau Heidenau Hermsdorf Höckendorf Hohnstein Kirnitzschtal Königstein/Sächsische Schweiz Kreischa Liebstadt Lohmen Müglitztal Neustadt in Sachsen Pirna Pretzschendorf Rabenau Rathen Rathmannsdorf Reinhardtsdorf-Schöna Rosenthal-Bielatal Schmiedeberg Sebnitz Sebnitz Stadt Wehlen Struppen Stolpen Tharandt Wilsdruff Sachsen Tschechien Landkreis Bautzen Dresden Landkreis Meißen Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Rathen ist ein Kurort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Freistaat Sachsen. Er liegt unterhalb der Felskulisse des Elbsandsteingebirges in der Sächsischen Schweiz ca. 35 Kilometer von Dresden entfernt. Der Ort gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Königstein/Sächs. Schweiz. Rathen ist die einwohner- und flächenkleinste Gemeinde in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ortsgliederung

Oberrathen und Niederrathen von der Bastei aus gesehen
Oberrathen von Niederrathen aus gesehen
Niederrathen

Zu Rathen gehören die Ortsteile Oberrathen, das linkselbisch auf einem Gleithang liegt, und Niederrathen.

[Bearbeiten] Tourismus

Blick auf Rathen von der Bastei

Vom staatlich anerkannten Luftkurort Rathen, dem Ausgangspunkt für Touren in den westlichen Teil der Sächsischen Schweiz, gelangt man zur Bastei. Durch den Amselgrund gelangt man zum Amselsee und zur Felsenbühne Rathen. Es gibt insgesamt gut 400 Einwohner auf beiden Elbseiten, verbunden durch eine historische Gierseilfähre, die unter Denkmalschutz steht. Neben der Alten Mühle von 1567, welche nach dem Jahrhunderthochwasser kurz vor dem Abriss steht, blieben eine Reihe weiterer Fachwerkhäuser erhalten. Östlich des Ortes erhebt sich der Gamrig.

Aufgrund der Nachbarschaft zur Stadt Wehlen entwickelte sich gegenüber Besuchern der Ausspruch: „Sie können Rathen wählen, ich würde Ihnen auch zu Wehlen raten.“

Siehe auch: Felsklettern in der Sächsischen Schweiz.

[Bearbeiten] Geschichte

Innenhof der Burg Altrathen
Rathen kurz nach dem Hochwasser 2006

Rathens Ursprung ist sagenumwoben. Der Ort entstand wohl gleichzeitig mit den Burgen Altrathen und Neurathen. 1261 gibt es Zeugnis von einem Theodericus de Raten. Burg Altrathen, erstmals 1289 als Steinburg erwähnt, liegt auf einem Felssporn über dem Elbtal und der heutigen Siedlung Niederrathen. Beide Burgen wurden als Raubritterburgen 1469 geschleift. Ursprünglich verdienten die Einwohner mit der Elbschifffahrt, Waldarbeit und dem Steinbrechen ihren Lebensunterhalt.

In Rathen wurde das Sächsische Gemeinschafts-Diakonissenhaus "Zion" gegründet. 1924 zog es aus den zu klein gewordenen Räumen aus und nahm seinen Hauptsitz in Aue. Es ist Teil der Gemeinschaftsbewegung. In Rathen blieb ein Bibel- und Rüstzeit-Heim bestehen, das seit 1937 den Namen „Friedensburg“ trägt (statt Zion).[2]

Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Rathen ein Außenlager des KZ Flossenbürg mit dem Tarnnamen Schwalbe II. Es wurde im Sandstein ein Projekt zur Benzinherstellung der BRABAG Magdeburg begonnen. Schwalbe II ist unvollendet geblieben; errichtet wurden 8 m breite Räume und 14 Stolleneingänge. Geplant war eine Grundfläche von 80.000 m². Das Mundloch ist mit einer starken Trockenmauer verwahrt.

Heute ist der Tourismus der Haupterwerbszweig.

[Bearbeiten] Entwicklung der Einwohnerzahl

  • 1548/51: 16 besessene Mann, 15 Inwohner
  • 1764: 12 besessene Mann, 16 Häusler
  • 1834: 310 Einwohner, davon 225 in Niederrathen und 85 in Oberrathen
  • 1871: 431 Einwohner, davon 325 in Niederrathen und 106 in Oberrathen
  • 1890: 419 Einwohner, davon 308 in Niederrathen und 111 in Oberrathen
  • 1910: 455 Einwohner
  • 1925: 724 Einwohner
  • 1939: 888 Einwohner
  • 1946: 1026 Einwohner
  • 1950: 1013 Einwohner
  • 1964: 924 Einwohner
  • 1990: 572 Einwohner
  • 2000: 500 Einwohner
  • 2006: 415 Einwohner
  • 2007: 411 Einwohner
  • 2008: 406 Einwohner
  • 2009: 394 Einwohner
  • 2010: 396 Einwohner

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Rathen. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 8. Band, Zwickau 1821, S. 776–780.
  • Hans Brenner: Eiserne "Schwalben" für das Elbsandsteingebirge. KZ-Häftlingseinsatz zum Aufbau von Treibstoffanlagen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, in: Sächsische Heimatblätter, 1 / 1999, S. 9 - 16

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Rathen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Homepage des „Sächsischen Diakonissenhauses“
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