Landkreis Rastatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Rastatt Deutschlandkarte, Position des Landkreises Rastatt hervorgehoben48.8608333333338.2130555555556Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Region: Mittlerer Oberrhein
Verwaltungssitz: Rastatt
Fläche: 738,83 km²
Einwohner: 223.311 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 302 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Kreisschlüssel: 08 2 16
Kreisgliederung: 23 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Am Schlossplatz 5
76437 Rastatt
Webpräsenz: www.landkreis-rastatt.de
Landrat: Jürgen Bäuerle (CDU)
Lage des Landkreises Rastatt in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Rastatt ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Mittlerer Oberrhein im Regierungsbezirk Karlsruhe. Verwaltungssitz ist Rastatt.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Blick vom Hohloh über das Murgtal zur Oberrheinischen Tiefebene

Der Landkreis Rastatt hat Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene im Westen, am Nordschwarzwald im Osten sowie an der Vorbergzone an deren Übergang. Die stark bewaldete Mittelgebirgslandschaft des mittleren und unteren Murgtals bildet den östlichen Teil des Kreises. Die höchste Erhebung des Landkreises Rastatt ist der Hohe Ochsenkopf, dessen Gipfel 1054 m über dem Meer aufragt. Die höchste Erhebung des Nordschwarzwalds, die Hornisgrinde, liegt nur wenige Kilometer südlich der Kreisgrenze. Bei Au am Rhein verlässt der Rhein das Kreisgebiet auf einer Höhe von etwa 105 m über dem Meer.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis Rastatt grenzt, im Uhrzeigersinn im Norden beginnend, an die Landkreise Germersheim (in Rheinland-Pfalz), Karlsruhe, Calw, Freudenstadt und Ortenaukreis sowie an Frankreich mit den dortigen Arrondissements Haguenau und Wissembourg innerhalb des Départements Bas-Rhin, wobei der Rhein im Westen die natürliche Grenze zu Frankreich und zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Stadtkreis Baden-Baden bildet mit einer Fläche von 140,2 km² eine große und drei kleine Enklaven, die vollständig innerhalb des Kreisgebiets liegen. Andererseits hat der Landkreis drei kleine Exklaven im Stadtkreis Baden-Baden. Die größte von diesen beherbergt den Waldenecksee, die kleinste das ehemalige Kloster Fremersberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Rastatt geht zurück auf das alte Oberamt bzw. Bezirksamt Rastatt, das zunächst als Stadtamt sowie Erstes Landamt, später als Stadt- und Erstes Landamt sowie Zweites Landamt bestand, 1815 jedoch zum Oberamt Rastatt vereinigt wurde. Im Laufe der Geschichte wurde das spätere Bezirksamt Rastatt mehrmals verändert. So nahm es 1872 die Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Gernsbach sowie 1924 einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Baden auf. 1939 wurde das Bezirksamt Rastatt in Landkreis Rastatt umbenannt. Die Gemeinden des heutigen Kreisgebiets gehörten jedoch seit dem 19. Jahrhundert neben den bereits genannten Bezirksämtern Baden und Gernsbach auch zu den Bezirksämtern Achern und Bühl. Nach 1939 gab es im heutigen Kreisgebiet jedoch nur noch die beiden Landkreise Rastatt und Bühl. Gleichzeitig wurde der Stadtkreis Baden-Baden errichtet.

Bei der Kreisreform wurde der (alte) Landkreis Rastatt am 1. Januar 1973 mit den meisten Gemeinden des Landkreises Bühl, drei Gemeinden des Landkreises Kehl und der ehemals württembergische Gemeinde Loffenau des Landkreises Calw zum neuen Landkreis Rastatt vereinigt.[2] Der Stadtkreis Baden-Baden blieb erhalten, wenngleich bereits in den 1950er Jahren versucht wurde, diesen wieder in den Landkreis zu integrieren. Baden-Baden blieb jedoch kreisfrei und ist somit heute der kleinste Stadtkreis in Baden-Württemberg.

Bereits am 1. Januar 1972 wurde Ebersteinburg an den Stadtkreis Baden-Baden abgetreten. Am 1. April 1972 kam Waldprechtsweier zum Landkreis Karlsruhe. Am selben Tag wurde die Trennung Moosbronns aufgehoben. Der bis dahin zur Gemeinde Bernbach im Landkreis Calw gehörende Anteil des Ortes wurde in die Stadt Gaggenau und damit den Landkreis Rastatt eingegliedert (siehe auch: Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810).

Am 1. Januar 1974 wurde Haueneberstein der Stadt Baden-Baden überlassen. Am 1. Januar 1975 folgte Sandweier. Am 1. Januar 1977 wurde der Ort Schönmünzach von Forbach nach Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) umgemeindet.

Der Landkreis Rastatt umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 23 Gemeinden, darunter 6 Städte und hiervon wiederum 3 Große Kreisstädte (Bühl, Gaggenau und Rastatt). Größte Stadt ist Rastatt, kleinste Gemeinde ist derzeit Weisenbach.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohner
31. Dezember 1973 189.637
31. Dezember 1975 188.535
31. Dezember 1980 189.114
31. Dezember 1985 190.062
27. Mai 1987 ¹ 194.603
Datum Einwohner
31. Dezember 1990 204.571
31. Dezember 1995 218.982
31. Dezember 2000 223.328
31. Dezember 2005 228.408
31. Dezember 2010 226.789

Politik[Bearbeiten]

Das Landratsamt in Rastatt

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Sitzverteilung im Kreistag
12
7
1
15
2
24
3
12 15 24 
Von 64 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
[3]
Sitze
2014
%
2009
[4]
Sitze
2009
%
2004
[5]
Sitze
2004
[6]
%
1999
Sitze
1999
%
1994
Sitze
1994
%
1989
Sitze
1989
Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 51,54 %
 %
40
30
20
10
0
37,8 %
22,5 %
18,9 %
10,5 %
4,3 %
3,60 %
2,0 %
0,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,3 %p
+2,7 %p
-2,2 %p
+0,7 %p
+4,3 %p
-3,60 %p
+0,1 %p
+0,4 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,8 24 40,1 28 46,6 32 48,0 32 41,5 29 41,6 29
FW Freie Wähler 22,5 15 19,8 14 - - - - - - - -
WG Wählervereinigungen - - - - 19,3 13 15,6 10 16,0 11 16,6 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,9 12 19,8 14 20,9 14 26,3 16 27,5 18 25,9 16
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,5 7 9,8 6 7,8 5 4,7 3 7,9 5 7,8 5
AfD Alternative für Deutschland 4,3 3 - - - - - - - -
FDP Freie Demokratische Partei 3,6 2 7,2 4 4,9 3 4,1 2 4,6 2 4,2 2
FuR Für unser Rastatt 2,0 1 1,9 1 - - - - - - - -
Piraten Piratenpartei 0,4 - - - - - - - - -
REP Die Republikaner - - - - 1,3 - 2,5 1 3,9 2
Sonst. Sonstige - - 0,6 - - - - - - -
gesamt 100,0 64 100,0 67 100,0 67 100,0 63 100,0 66 100,0 64
Wahlbeteiligung 46,9 % 48,7 % 49,4 % 53,1 % 66,6 % 63,9 %
  • WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen.

Landrat[Bearbeiten]

Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Bühl seit 1945:

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Bezirksamts bzw. Landkreises Rastatt seit 1803:

  • 1803–1815: Josef Bendikt Spinner (1810–1815 beim Stadt- und Ersten Landamt)
  • 1810–1815: Johann Baptist Schafheitlin (beim Zweiten Landamt)
  • 1815–1816: Josef Odenwald
  • 1816–1819: Emmerich Wilhelm Kirn
  • 1819–1832: Karl Müller
  • 1832–1844: Friedrich Theodor Schaaff
  • 1844–1850: Gottlieb Friedrich Lang
  • 1850:–1850 Adolf Schütt
  • 1850–1855: Rudolf Graf von Hennin
  • 1856–1871: Ludwig Schaible
  • 1872–1874: Eduard Engelhorn
  • 1874–1886: Karl Richard
  • 1886–1889: Max Föhrenbach
  • 1889–1891: Otto Beck
  • 1891–1899: Albert Muth
  • 1899–1908: Oskar Frech
  • 1908–1919: Karl Hoerst
  • 1919–1924: Julius Guth-Bender
  • 1924–1934: Alfred Tritscheler
  • 1935–1938: Karl Müller
  • 1938–1945: Paul Baer
  • 1945–1947: Pius Uhrig
  • 1947–1956: Cuno Wilderich
  • 1956–1972: Erwin Burkard, CDU
  • 1973–1989: Erich Würfel
  • 1989–2005: Werner Hudelmaier, CDU
  • seit 2005: Jürgen Bäuerle, CDU

Wappen[Bearbeiten]

Früheres Wappen des Landkreises Rastatt

Das Wappen des Landkreises Rastatt zeigt in geviertem Schild: 1 in Gold eine rote Weinleiter, 2 in Blau eine goldene Traube, 3 in Blau eine blau besamte, gefüllte goldene Rose mit grünen Kelchblättern, 4 in Gold ein roter Schrägbalken. Das Wappen wurde am 24. Mai 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.

Die Wappenbilder symbolisieren zum einen die ehemaligen Herrschaften im Kreisgebiet, die Grafen von Eberstein („Ebersteinische Rose“) und die Markgrafen von Baden (roter Schrägbalken), zum anderen handelt es sich um wirtschaftliche Symbole (Traube und Weinleiter), die für den Obst- und Weinbau im Landkreis stehen. Die Weinleiter ist auch im Wappen der Kreisstadt Rastatt enthalten.

Der alte Landkreis Rastatt hatte vor 1973 ein anderes Wappen. Dieses zeigte in Gold einen roten Schrägbalken, begleitet oben von einer roten Weinleiter und unten von einer roten heraldischen Rose mit blauem Butzen und grünen Kelchblättern. Dieses Wappen, das vom Innenministerium Baden-Württemberg am 23. März 1964 verliehen worden war, führte somit zum Großteil bereits die Symbole des heutigen Wappens, lediglich die Weintraube wurde im neuen Wappen beigefügt.

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Rastatt

Kreispartnerschaften[Bearbeiten]

Der Landkreis Rastatt unterhält seit 1968 eine Partnerschaft mit der Stadt Vantaa in Finnland und seit 1996 mit der Provinz Pesaro und Urbino in Italien.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Anflug auf den Baden Airpark im September 2009. Rechts im Hintergrund das Werk Rastatt der Daimler AG.

Von den 79.653 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Arbeitnehmern im Landkreis waren im Jahr 2007 40.754 im verarbeitenden Gewerbe tätig. Größter Arbeitgeber ist die Daimler AG mit großen Werken in Rastatt und Gaggenau, die zusammen etwa 13.000 Beschäftigte haben. Der Landkreis Rastatt ist Mitglied im Verband Technologieregion Karlsruhe.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 5 BaselKarlsruhe, mehrere Bundesstraßen, darunter die B 3 Basel–Karlsruhe, die B 36, die B 500 (beginnend an der Rheinstaustufe Iffezheim, von der Bühlerhöhe bis zum Kurhaus Sand als Schwarzwaldhochstraße) und die B 462 (Schwarzwald-Tälerstraße). Zahlreiche Landes- und Kreisstraßen erschließen ferner das Kreisgebiet. Ein wichtiger Bahnknotenpunkt ist Rastatt (Rheinbahn, Rheintalbahn und Murgtalbahn in Richtung Freudenstadt). Das Kreisgebiet ist auch erschlossen durch das Netz der Stadtbahn Karlsruhe. Drei Linien führen von Karlsruhe kommend über Bühl nach Achern, Baden-Baden und Forbach. Ferner liegt auf dem Kreisgebiet (Gemeinde Rheinmünster, Ortsteil Söllingen) der Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden (Baden-Airpark), der mit mehr als einer Million Fluggästen im Jahre 2009 der zweitgrößte Verkehrsflughafen Baden-Württembergs und einer der größten Regionalflughäfen Deutschlands ist.

Kreiseinrichtungen[Bearbeiten]

Der Landkreis Rastatt ist Schulträger des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums Durmersheim, folgender Beruflichen Schulen: Gewerbeschule Bühl, Gewerbeschule Gaggenau – Carl-Benz-Schule –, Gewerbeschule Rastatt – Josef-Durler-Schule –, Gewerbeschule Gernsbach – Papiermacherschule – mit Papiermacherzentrum, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Bühl, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Gernsbach, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Rastatt, Elly-Heuss-Knapp-Schule (Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule) Bühl und Anne-Frank-Schule (Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule) Rastatt ferner folgender Sonderschulen: Rheintalschule (Förderschule) Bühl, Hildaschule (Förderschule) Durmersheim, Erich-Kästner-Schule (Förderschule) Gaggenau, Augusta-Sibylla-Schule (Förderschule) Rastatt, Pestalozzi-Schule für Körper- und Geistigbehinderte Rastatt und Astrid-Lindgren-Schule für Sprachbehinderte Iffezheim mit Schulkindergarten. Außerdem unterhält der Landkreis Rastatt ein Kreismedienzentrum, das Medienzentrum Mittelbaden, das im gesetzlichen Auftrag Dienstleistungen für die Schulen im Stadtkreis Baden-Baden und Landkreis Rastatt wahrnimmt.

Der Landkreis Rastatt ist zusammen mit der Stadt Baden-Baden Gesellschafter der Klinikum Mittelbaden gGmbH mit Sitz in Baden-Baden. Diese führt die Stadtklinik Baden-Baden sowie die Kliniken und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Rastatt und zwar die Kreiskrankenhäuser Bühl, Forbach und Rastatt, die Klinik für Geriatrische Rehabilitation Gernsbach, das Alters- und Pflegeheim Kuppenheim, das Erich-Burger-Heim Bühl, das Kreispflegeheim Hub und die beiden Pflegeheime Schafberg in Lichtental und Theresienheim Baden-Baden.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2013[7])

Städte

  1. Bühl, Große Kreisstadt (28.566)
  2. Gaggenau, Große Kreisstadt (28.546)
  3. Gernsbach (13.842)
  4. Kuppenheim (8092)
  5. Lichtenau (4893)
  6. Rastatt, Große Kreisstadt (47.110)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband Nachbarschaftsverband Bischweier-Kuppenheim mit Sitz in Kuppenheim; Mitgliedsgemeinden: Stadt Kuppenheim und Gemeinde Bischweier
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bühl mit der Gemeinde Ottersweier
  3. Gemeindeverwaltungsverband Durmersheim mit Sitz in Durmersheim; Mitgliedsgemeinden: Au am Rhein, Bietigheim, Durmersheim und Elchesheim-Illingen
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Gernsbach mit den Gemeinden Loffenau und Weisenbach
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rastatt mit den Gemeinden Iffezheim, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern
  6. Gemeindeverwaltungsverband Rheinmünster-Lichtenau mit Sitz in Rheinmünster; Mitgliedsgemeinden: Stadt Lichtenau und Gemeinde Rheinmünster
  7. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Sinzheim mit der Gemeinde Hügelsheim

Gemeinden

  1. Au am Rhein (3258)
  2. Bietigheim (6208)
  3. Bischweier (2999)
  4. Bühlertal (7863)
  5. Durmersheim (11.803)
  6. Elchesheim-Illingen (3223)
  7. Forbach (4794)
  8. Hügelsheim (4969)
  9. Iffezheim (4746)
  10. Loffenau (2494)
  11. Muggensturm (6174)
  12. Ötigheim (4533)
  13. Ottersweier (6057)
  14. Rheinmünster (6680)
  15. Sinzheim (10.953)
  16. Steinmauern (3043)
  17. Weisenbach (2465)
Rhein Frankreich Rheinland-Pfalz Enzkreis Sinzheim Sinzheim Sinzheim Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Karlsruhe Landkreis Calw Landkreis Freudenstadt Landkreis Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Ortenaukreis Ortenaukreis Ortenaukreis Au am Rhein Bietigheim Bischweier Bühlertal Bühlertal Bühlertal Bühl (Baden) Durmersheim Elchesheim-Illingen Forbach (Baden) Gaggenau Gernsbach Hügelsheim Iffezheim Kuppenheim Lichtenau (Baden) Loffenau Muggensturm Muggensturm Ötigheim Ottersweier Ottersweier Rastatt Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Sinzheim Steinmauern Weisenbach RheinMunicipalities in RA.svg
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform[Bearbeiten]

Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 und der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Rastatt seit 1938 insgesamt 45 Gemeinden, darunter die vier Städte Gaggenau, Gernsbach, Kuppenheim und die Kreisstadt Rastatt, die seit 1956 Große Kreisstadt war.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Rastatt machte die Gemeinde Rotenfels, die sich am 1. Januar 1970 mit der Stadt Gaggenau vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1972 wurde Ebersteinburg in den Stadtkreis Baden-Baden und am 1. April 1972 Waldprechtsweier in die Gemeinde Malsch (Landkreis Karlsruhe) eingegliedert. Beide Gemeinden verließen somit den Landkreis Rastatt. Die noch verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Rastatt gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Rastatt auf, doch gab dieser am 1. Januar 1974 noch die Gemeinde Haueneberstein und am 1. Januar 1975 die Gemeinde Sandweier, die beide zum alten Landkreis Rastatt gehörten, an den Stadtkreis Baden-Baden ab.

Die größte Gemeinde des alten Landkreises Rastatt war die Große Kreisstadt Rastatt. Die kleinste Gemeinde war Freiolsheim.

Der alte Landkreis Rastatt umfasste zuletzt eine Fläche von 545 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 143.150 Einwohner.

In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Rastatt bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Datum Einwohner
17. Mai 1939 92.210
13. September 1950 93.027
Datum Einwohner
6. Juni 1961 119.131
27. Mai 1970 143.150

In der Tabelle stehen die Gemeinden des alten Landkreises Rastatt vor der Gemeindereform. Bis auf Waldprechtsweier, das infolge der Eingliederung nach Malsch zum Landkreis Karlsruhe kam, sowie die drei in den Stadtkreis Baden-Baden eingegliederten Gemeinden ¹) gehören alle Gemeinden auch heute noch zum Landkreis Rastatt.[2]

Landkreis Rastatt vor der Kreisreform
frühere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohner
am 6. Juni 1961
Au am Rhein Au am Rhein 2.301
Au im Murgtal Weisenbach 716
Bermersbach Forbach 1.020
Bietigheim Bietigheim 4.596
Bischweier Bischweier 1.274
Durmersheim Durmersheim 6.351
Ebersteinburg ¹ Baden-Baden 950
Elchesheim Elchesheim-Illingen 1.140
Forbach Forbach 3.223
Freiolsheim Gaggenau 372
Gaggenau, Stadt Gaggenau 17.111
Gausbach Forbach 1.120
Gernsbach, Stadt Gernsbach 6.446
Haueneberstein ¹ Baden-Baden 2.305
Hilpertsau Gernsbach 1.076
Hörden Gaggenau 2.198
Hügelsheim Hügelsheim 1.195
Iffezheim Iffezheim 3.067
Illingen Elchesheim-Illingen 1.010
Kuppenheim, Stadt Kuppenheim 4.391
Langenbrand Forbach 1.032
Lautenbach Gernsbach 612
Michelbach Gaggenau 1.830
Muggensturm Muggensturm 4.052
Niederbühl Rastatt 1.911
Oberndorf Kuppenheim 635
Obertsrot Gernsbach 1.438
Oberweier Gaggenau 985
Ötigheim Ötigheim 3.147
Ottersdorf Rastatt 1.615
Plittersdorf Rastatt 1.906
Rastatt, Große Kreisstadt Rastatt 24.067
Rauental Rastatt 912
Reichental Gernsbach 1.089
Rotenfels Gaggenau 3.523
Sandweier ¹ Baden-Baden 2.368
Selbach Gaggenau 1.051
Söllingen Rheinmünster 708
Staufenberg Gernsbach 1.268
Steinmauern Steinmauern 1.820
Sulzbach Gaggenau 985
Waldprechtsweier Malsch 1.025
Weisenbach Weisenbach 1.789
Wintersdorf Rastatt 1.229
Würmersheim Durmersheim 846

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen RA zugewiesen.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Bühl Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren LA bis ZZ und den Zahlen von 100 bis 999.

Seit dem 9. Dezember 2013 ist zusätzlich das Unterscheidungszeichen BH des Altkreises Bühl erhältlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Rastatt und Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (Hrsg.): Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg – Der Landkreis Rastatt. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. 2 Bände, 1192 Seiten, ISBN 3-7995-1364-7
  • Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden, herausgegeben vom Landkreis Rastatt und der Stadt Baden-Baden, erschienen im Konrad-Theiss Verlag GmbH, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1599-5
  • Ulrich Coenen: Die Baukunst der nördlichen Ortenau. Denkmäler in Bühl, Bühlertal, Ottersweier, Lichtenau, Rheinmünster und Sinzheim, Karlsruhe 1993, ISBN 3-927725-14-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Rastatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 483 und 500f.
  3. [1] Ergebnis der Kreistagswahl 2014
  4. [2] Ergebnis der Kreistagswahl 2009
  5. [3] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  6. [4] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989-2009
  7. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)