Loffenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Loffenau
Loffenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Loffenau hervorgehoben
48.77258.3855555555556319Koordinaten: 48° 46′ N, 8° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rastatt
Höhe: 319 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km²
Einwohner: 2494 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76597,
76332 (Plotzsägemühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07083
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Gemeindeschlüssel: 08 2 16 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 1
76597 Loffenau
Webpräsenz: www.loffenau.de
Bürgermeister: Erich Steigerwald
Lage der Gemeinde Loffenau im Landkreis Rastatt
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Über dieses Bild
Blick von der Teufelsmühle über Loffenau ins vordere Murgtal auf Gaggenau und weiterführend auf die Rheinebene bei Rastatt

Loffenau ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Der Ort gehörte lange Zeit zum württembergischen Landkreis Calw und kam mit der Kreisreform 1973 zum badischen Landkreis Rastatt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Loffenau liegt am Westhang des nördlichen Schwarzwaldes in einem Seitental des Murgtals unterhalb des Bergs Teufelsmühle. Die Höhenlage reicht von 215 bis 940 m ü. NN.

Nachbarkommunen[Bearbeiten]

Loffenau grenzt im Osten an die Stadt Bad Herrenalb (Landkreis Calw), im Norden an die große Kreisstadt Gaggenau sowie im Süden und Westen an die Stadt Gernsbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Loffenau gehören das Dorf Loffenau und die Häuser Albtaljagdhaus, Auf der Miß, Plotzsägmühle und Teufelsmühle. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Ortschaft Neusägmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Loffenau schaut auf eine über 700 Jahre währende Geschichte zurück. Zwischen Loffenau und der Nachbargemeinde Gernsbach verläuft die historische Grenze zwischen Baden und Württemberg. Zunächst aber unterstand das Dorf den Herren von Eberstein, die es 1297 an das Kloster Herrenalb verkauften, wodurch es 1338 zu Württemberg kam. Zum Klosteramt Herrenalb gehörte Loffenau bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Neugliederung nach den Gebietszuwächsen aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde die Gemeinde dem Oberamt Neuenbürg zugeordnet, das 1938 im Landkreis Calw aufging. Im Rahmen der Kreisreform von 1973 kam der Ort als einzige Gemeinde dieses Kreises zum Landkreis Rastatt.

Religionen[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation in Württemberg ist auch Loffenau evangelisch geprägt. So waren 1860 nur zwei der gut 1.200 Einwohner römisch-katholischer Konfession. Auch heute gibt es nur wenige Katholiken, diese sind nach Bad Herrenalb eingepfarrt. Hingegen gibt es mit der evangelisch-methodistischen Kirche und der neuapostolischen Kirche inzwischen zwei weitere protestantische Gemeinschaften im Ort.

Blick vom Bockstein auf Loffenau

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1400: 150
  • 1662: 180
  • 1760: 600
  • 1830: 810
  • 1871: 1.265
  • 1910: 1.481
  • 1946: 1.650
  • 1970: 2.370
  • 1990: 2.625
  • 2005: 2.703

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Loffenau erhielt 1977 das Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“.

Bei der Teilnahme am Bundeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden/ Unser Dorf hat Zukunft hat Loffenau 1983, 1985, 1989 und 2007 eine Goldmedaille gewonnen.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist neben Weisenbach Mitglied einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Gernsbach.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

Freie Wählergemeinschaft 36,5 % + 2,2 % 4 Sitze ±0
CDU 33,0 % - 4,3 % 4 Sitze – 1
SPD/Aktive Loffenauer Bürger 30,5 % + 2,1 % 4 Sitze + 1

Der Gemeinderat besteht aus den zwölf gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Loffenau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aussichtsturm auf dem Loffenauer Hausberg Teufelsmühle

Eine besondere Sehenswürdigkeit Loffenaus befindet sich in der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche[3]. In diesem – im 19. Jahrhundert – neu errichteten Gotteshaus blieb der mittelalterliche Turmchor mit 550 Jahre alten Fresken erhalten. Neben den zahlreichen Abbildungen von Aposteln und Heiligen ist die „Hostienmühle“ an der Nordwand der Kirche, als eine der wenigen erhaltenen Darstellungen der spätmittelalterlichen Legende über die „mystische Mühle“, besonders bemerkenswert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Loffenau verfügt über eine Grundschule und zwei Kindergärten. Weiterführende Schulen befinden sich in den Nachbargemeinden.

Blick von der Teufelsmühle auf Loffenau

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Meryl Streep (* 22. Juni 1949), US-amerikanische Schauspielerin, Oscar-Preisträgerin, ihre Ururgroßeltern stammten aus Loffenau

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 171–172
  3. Artikelserie von Veronika Gareus-Kugel im Badischen Tagblatt vom 20. bis 25. August 2004 (Version vom 12. März 2007 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loffenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien