Rastatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rastatt
Rastatt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rastatt hervorgehoben
48.8569444444448.2027777777778123Koordinaten: 48° 51′ N, 8° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rastatt
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 59,02 km²
Einwohner: 47.110 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 798 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76437
Vorwahlen: 07222, 07229
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Gemeindeschlüssel: 08 2 16 043
Stadtgliederung: Kernstadt und 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
76437 Rastatt
Webpräsenz: www.rastatt.de
Oberbürgermeister: Hans Jürgen Pütsch (CDU)
Lage der Stadt Rastatt im Landkreis Rastatt
Rhein Frankreich Rheinland-Pfalz Enzkreis Sinzheim Sinzheim Sinzheim Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Baden-Baden Karlsruhe Landkreis Calw Landkreis Freudenstadt Landkreis Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Ortenaukreis Ortenaukreis Ortenaukreis Au am Rhein Bietigheim Bischweier Bühlertal Bühlertal Bühlertal Bühl (Baden) Durmersheim Elchesheim-Illingen Forbach (Baden) Gaggenau Gernsbach Hügelsheim Iffezheim Kuppenheim Lichtenau (Baden) Loffenau Muggensturm Muggensturm Ötigheim Ottersweier Ottersweier Rastatt Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Rheinmünster Sinzheim Steinmauern Weisenbach RheinKarte
Über dieses Bild

Rastatt [ˈʁaʃtat] ist eine Barock- und Residenzstadt in Baden-Württemberg, etwa 22 Kilometer südwestlich von Karlsruhe und etwa 12 Kilometer nördlich von Baden-Baden. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Landkreises Rastatt und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Seit 1. April 1956 ist Rastatt Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Iffezheim, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern ist die Stadt Rastatt eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. Die Rastatter Bürger werden in den Nachbargemeinden Staffelschnatzer genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Rastatt 1910 vom Zeppelin „Schwaben“ aus fotografiert
Rastatt im Jahr 2008

Rastatt liegt in der 30 Kilometer breiten Oberrheinischen Tiefebene, die im Osten vom Schwarzwald und im Westen von den französischen Vogesen begrenzt wird. Der höchste Punkt im Stadtgebiet liegt bei 130,0 m, der tiefste Punkt 110,5 m ü. NN. Im Westen bildet der Rhein die Stadtgrenze sowie die Grenze zu Frankreich. Die Murg fließt von Südosten nach Nordwesten durch das Stadtgebiet und mündet an dessen nördlichstem Punkt in den Rhein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Rastatt. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt.
Steinmauern, Ötigheim, Muggensturm, Bischweier und Kuppenheim (alle Landkreis Rastatt), Baden-Baden (Stadtkreis), Iffezheim (Landkreis Rastatt) sowie jenseits des Rheins, im elsässischen Département Bas-Rhin, die Gemeinden Munchhausen, Beinheim und Seltz.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Rastatts besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Niederbühl, Ottersdorf, Plittersdorf, Rauental und Wintersdorf, die erst im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingemeindet wurden. Die westlichen, rheinnahen Stadtteile Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf bilden das sogenannte Ried. Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg. In jeder Ortschaft gibt es einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die Stadtteile und die Kernstadt bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[2]

Zum Stadtteil Niederbühl gehören die Dörfer Niederbühl und Förch, Schloss Favorite, das Gehöft Murgerstal und die Häuser An der Rauentaler Straße und Kolonie Grenzstraße. Zu den Stadtteilen Ottersdorf, Rauental und Wintersdorf gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Stadtteil Plittersdorf gehören das Dorf Plittersdorf, die Häuser Rheinwärterhaus und Im Binsenfeld. Zur Kernstadt Rastatt gehören die Stadt Rastatt, der Ort Rheinau, das Gehöft Versuchs- und Lehrgut und das Haus Fohlenweide.
Im Stadtteil Niederbühl liegen der abgegangene Hof Krienbach, im Stadtteil Ottersdorf die Wüstung Muffenheim, in der Kernstadt Rastatt die Wüstungen Bodemshusen und Breitenholz und im Stadtteil Wintersdorf die Wüstung Dunhausen.[3]

Die Kernstadt wird weiter unterteilt in die Stadtviertel Mitte, Zay, Nord (mit Röttererberg und Biblis), Industrie, Süd („Siedlung“), Münchfeld, West und Rheinau.

Der Wasserturm gilt als eines der Wahrzeichen von Rastatt

Raumplanung[Bearbeiten]

Rastatt bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein, in der die Stadt Karlsruhe als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Rastatt gehören neben der Stadt Rastatt noch die Städte und Gemeinden Au am Rhein, Bietigheim, Bischweier, Durmersheim, Elchesheim-Illingen, Iffezheim, Kuppenheim, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern des Landkreises Rastatt. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem Nord-Elsass, unter anderem auf touristischer, kultureller und raumplanerischer Ebene über die „Pamina“-Organisation (Regio Pamina).

Geschichte[Bearbeiten]

Rastatt wurde um 1084 als Rasteten in einer Handschrift des Klosters Hirsau erstmals urkundlich erwähnt. Am 16. Oktober 1404 wurde der Ort von König Ruprecht zum Marktflecken erhoben.

In Rastatt wurden 1580–1631 Hexenverfolgungen durchgeführt: 34 Personen wurden in Hexenprozessen angeklagt, 26 Verfahren endeten mit einer Hinrichtung.[4]

Am 24. August 1689 wurde Rastatt im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen fast vollständig vernichtet. Mit dem Wiederaufbau der Siedlung entstand ab 1697 ein Jagdschloss des Markgrafen Ludwig Wilhelm, der 1699 den Umbau des Jagdschlosses in eine Residenz, das Schloss Rastatt, anordnete. Um 1700 erhielt Rastatt dann die Stadtrechte.

Schloss Rastatt, Residenzschloss der Markgrafen von Baden
Gedenkstein an den Rastatter Gesandtenmord

Im Rastatter Frieden wurde 1714 der Spanische Erbfolgekrieg beendet. Aus Dank für den Frieden ließ die Markgräfin Franziska Sibylla Augusta 1715 von ihrem Hofbaumeister Johann Michael Ludwig Rohrer einen Nachbau der Einsiedelner Kapelle von Einsiedeln in Rastatt errichten.

Die Schlossanlage Rastatt wurde weiter ausgebaut und blieb bis 1771 Residenzschloss der Markgrafschaft Baden-Baden. Dann fiel das Territorium durch Erbschaft an die Markgrafschaft Baden-Durlach. Rastatt war nun also keine Residenzstadt mehr, doch blieb es lange Zeit noch eine badische Garnisonsstadt. Frühe Industrialisierungsversuche scheiterten. Beinahe wäre Rastatt 1776 Universitätsstadt geworden, doch aus Geldmangel wurden die Pläne für eine Rastatter Universität verworfen.

1797 bis 1799 fanden hier Friedensverhandlungen mit insgesamt 97 Tagungen zwischen Frankreich und Preußen unter Beteiligung von Österreich statt, französisch Congrès de Rastatt. Sie endeten mit dem Rastatter Gesandtenmord.

Rastatt war auch nach dem Übergang an Baden-Durlach Sitz eines Amtes bzw. Oberamtes/Bezirksamtes, das zum Murgkreis gehörte, dessen Sitz sich ebenfalls in Rastatt befand. Ab 1832 gehörte das Bezirksamt Rastatt zum Mittelrheinkreis, dessen Sitz sich bis 1847 ebenfalls in Rastatt befand.

Am 11. Mai 1849 leitete der Aufstand in der Bundesfestung Rastatt den dritten Aufstand der Badischen Revolution ein, der am 23. Juli 1849 mit der Kapitulation der Revolutionäre in der Festung endete.

1863 kam das Bezirksamt Rastatt zum Kreis Baden-Baden, der erst 1939 aufgelöst wurde. Seither ist Rastatt Sitz des damals gegründeten gleichnamigen Landkreises, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 seine heutige Ausdehnung erreichte.

Seit langem waren jüdische Familien in der Stadt ansässig, die sich am Leopoldring 2 die zweite Synagoge errichteten. Dieses Gotteshaus der Jüdischen Gemeinde wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern geschändet und niedergebrannt. Am erhalten gebliebenen Rabbinatsgebäude nebenan erinnert eine Gedenktafel an dieses Geschehen. Seit 1972 wird mit einem Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof an der Karlsruher Straße/Ecke Gerwigstraße der mindestens 52 in der Shoa ermordeten jüdischen Frauen, Kinder und Männer gedacht.[5]

Poststraße in Rastatt

Zwischen 1946 und 1954 fanden vor dem Tribunal Général der französischen Militärverwaltung auf der Grundlage des Kontrollratsgesetzes Nr. 10 etwa zwanzig große Strafverfahren (die sog. Rastatter Prozesse) wegen Verbrechen an Fremdarbeitern und Gefangenen in kleineren Lager des nationalsozialistischen Lagersystems in Südwestdeutschland statt, mit zusammen mehr als 2000 Angeklagten.

Die Einwohnerzahl der Stadt Rastatt überschritt 1953 die 20.000-Grenze. Daher wurde Rastatt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.

Religionen[Bearbeiten]

Bernharduskirche

Rastatt gehörte anfangs zum Bistum Speyer und war dem Archidiakonat Stift St. German und Moritz in Speyer unterstellt. Im 16. Jahrhundert konnte die Reformation vorübergehend Einfluss nehmen. Auch unter baden-durlachischer Verwaltung 1594 bis 1622 war der Protestantismus gegenwärtig, doch blieb der Ort überwiegend katholisch. Die Pfarrgemeinde der späteren Stadt gehörte zunächst noch zum Bistum Speyer, ab 1810 zum Landkapitel Kuppenheim und dann zum Generalvikariat Bruchsal bevor sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg wurde. Rastatt wurde Sitz eines Dekanats, das am 1. Januar 2008 von Dekanat Murgtal in Dekanat Rastatt umbenannt wurde und dem insgesamt 37 Pfarreien angehören. Die katholische Hauptpfarrkirche Rastatts ist die 1756 erbaute St. Alexanderkirche am Marktplatz. 1930 wurde die Herz-Jesu-Kirche im ehemaligen Offizierskasino des Füsilier-Regiments Nr. 40 im Stadtteil „Dörfel“ südlich der Murg eingerichtet. 1973 entstand die Zwölf-Apostel-Kirche auf dem Röttererberg und 1986 die Heilig-Kreuz-Kirche im Stadtteil Rheinau, wo sich an der alten Plittersdorfer Landstraße auch noch die aus dem späten 18. Jahrhundert stammende Rheinau-Kapelle findet. Auch in den Stadtteilen Rastatts gibt es jeweils eine katholische Kirche: St. Laurentius Niederbühl (erbaut 1853) und neue Pfarrkirche von 1974, St. Ägidius Ottersdorf (umgebaut 1833), neuromanische Kirche St. Jakobus Plittersdorf, St.-Anna-Kapelle Rauental (erbaut 1721) und Kirche von 1931 sowie St. Michael Wintersdorf (erbaut 1756 mit älteren Bauteilen).

Evangelische Stadtkirche Rastatt

Ab 1773 gab es in Rastatt wieder evangelische Gottesdienste. Ab 1777 diente der Bibliothekssaal des Schlosses als Versammlungsort. 1807 erhielt die Gemeinde die Kirche des zwei Jahre zuvor aufgelösten Franziskanerklosters in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die durch Flüchtlinge stark angewachsene Gemeinde in Michaels- und Johannesgemeinde aufgeteilt. 1962 kam in der Siedlung die Thomasgemeinde mit eigenem Gemeindezentrum hinzu. Die Johannesgemeinde erhielt 1965 am Stadtrand auf dem Röttererberg eine neue Kirche und wurde 1979 getrennt: Das Neubaugebiet Rheinau und Rheinau-Nord wird seither von der Petrusgemeinde pastoriert, die 1982 eine neue Kirche mit Gemeindezentrum im Gewann Oberwald bezog. Die Michaelsgemeinde als Muttergemeinde der Rastatter Protestanten umfasst die Innenstadt mit Industriegebiet und das Wohngebiet westlich der Murg. Die Kirchengemeinde Rastatt gehört zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden. In den Stadtteilen Rastatts gibt es Filialkirchengemeinden, die teilweise (Ottersdorf und Wintersdorf) von der selbstständigen Gemeinde Iffezheim pastoriert werden.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Rastatt auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und eine Adventisten-Gemeinde.

Außerdem lebt in Rastatt eine große muslimische Gemeinde, für die drei Moscheen zur Verfügung stehen: die Haci Bayram Cammi der DITIB, die Moschee der IGMG und die Süleymaniye-Moschee. Ein Großteil der Muslime in Rastatt sind Einwanderer: Seit der Gastarbeiterzeit kamen v.a. türkische Zuwanderer in die Stadt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden wurden nach Rastatt eingegliedert:

  • Wintersdorf 31. März 1974: Wintersdorf

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1650 1.700
1800 3.040
1834 5.634
1852 7.424
1. Dezember 1871 11.560
1. Dezember 1880 ¹ 12.356
1. Dezember 1890 ¹ 11.557
1. Dezember 1900 ¹ 13.941
1. Dezember 1910 ¹ 15.196
8. Oktober 1919 ¹ 12.310
16. Juni 1925 ¹ 14.003
16. Juni 1933 ¹ 14.208
17. Mai 1939 ¹ 17.415
Jahr Einwohnerzahlen
1946 13.526
13. September 1950 ¹ 16.390
6. Juni 1961 ¹ 24.067
27. Mai 1970 ¹ 29.850
31. Dezember 1975 38.030
31. Dezember 1980 37.297
27. Mai 1987 ¹ 39.660
31. Dezember 1990 42.376
31. Dezember 1995 46.857
31. Dezember 2000 45.655
31. Dezember 2005 47.688
30. Juni 2007 47.553

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der Stadt Rastatt hat seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 insgesamt 47 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Die Wahl brachte bei einer Wahlbeteiligung von 35,2 % folgendes Ergebnis:

Gemeinderat seit 2014
12
7
5
4
2
17
12 17 
Von 47 Sitzen entfallen auf:
Partei / Liste Stimmenanteil +/− Sitze +/−
CDU 36,7 % − 2,2 17 − 2
SPD 24,6 % + 1,0 12 + 1
FWG 15,8 % + 3,7 7 + 2
Die Grünen 10,0 % + 2,1 5 + 2
Für unser Rastatt (FuR) 9,0 % + 1,9 4 + 1
FDP 4,0 % - 4,4 2 - 2

Bürgermeister[Bearbeiten]

An der Spitze des Dorfes Rastatt stand anfangs der vom Landesherrn eingesetzte Schultheiß. Die Verwaltung oblag einem Bürgermeister und 12 Räten. Der Schultheiß amtierte lebenslang, der Bürgermeister ein Jahr. Im 16. Jahrhundert wurde der Schultheiß durch einen Untervogt bzw. Unteramtmann ersetzt. Der zuständige Obervogt saß in Kuppenheim. Nach Einführung der Städteordnung 1831 leitete ein Oberbürgermeister und 10 Ratsmitglieder die Stadtverwaltung.

Am 30. September 2007 wurde Hans Jürgen Pütsch mit 51,07 % der Stimmen zum neuen Oberbürgermeister von Rastatt gewählt. Allerdings wurde am 16. Oktober 2007 bekannt, dass ein Einspruch gegen die Wahl eingegangen war. Die Amtszeit von Klaus-Eckhard Walker ist am 30. November 2007 abgelaufen. Das Regierungspräsidium in Karlsruhe wies den Einspruch gegen die Wahl am 6. Dezember 2007 ab. Es sah keine Anhaltspunkte für eine Wahlbeeinflussung.[6] Hans Jürgen Pütsch wurde vom Gemeinderat am 17. Dezember zum Amtsverweser gewählt. In dieser Funktion durfte er den Titel des Oberbürgermeisters tragen und alle Amtsgeschäfte führen, hatte aber kein Stimmrecht im Gemeinderat. Am 7. Januar 2008 lief die Einspruchsfrist gegen die Entscheidung ab, so dass Hans Jürgen Pütsch als ordnungsgemäß gewählter Oberbürgermeister sein Amt antreten konnte.[7]

Bürgermeister und Oberbürgermeister

  • 1715–1746: Johann Nagel
  • 1746–1752: Nikolaus Klee
  • 1752–1756: Friedrich Kahe
  • 1757–1766: Johan Klehe
  • 1767–1769: Johann Höllmann
  • 1770–1775: Johann Anton
  • 1170–1782: Johann Merck
  • 1782–1786: Josef Klee
  • 1786–1793: Johann Merck
  • 1793–1801: Johannes Franz
  • 1801–1806: Simon Meyer
  • 1806–1819: Johann Wolff
  • 1819–1827: Johann Feyler
  • 1827–1833: Ignaz Höllmann
  • 1833–1849: Josef Müller
  • 1849: Ludwig Sallinger
  • 1849–1859: Heinrich Hammer
  • 1859–1863: Gustav Wagner
  • 1863–1880: Ludwig Sallinger
  • 1880: Otto Armbruster
  • 1881–1887: Albert Hirtler
  • 1887–1897: Albert Stigler
  • 1897–1898: Otto Hardung
  • 1898–1913: Alfred Bräunig
  • 1913–1933: August Renner
  • 1933–1934: Dr. Karl Fees
  • 1934–1945: Dr. Ernst Hein
  • 1945: Franz Roth
  • 1946–1948: Franz Maier
  • 1949–1955: Max Jäger
  • 1955–1975: Dr. Richard Kunze
  • 1975–1991: Dr. h. c. Franz J. Rothenbiller
  • 1991 bis 30. November 2007: Klaus-Eckhard Walker
  • 1. Dezember 2007 bis 17. Dezember 2007: Wolfgang Hartweg (kommissarisch in seiner Funktion als Stellvertreter des Oberbürgermeisters)
  • seit 17. Dezember 2007: Hans Jürgen Pütsch (bis 7. Januar 2008 als vom Gemeinderat bestellter Amtsverweser)

Wappen[Bearbeiten]

Das bis 1995 benutzte Wappen

Das Wappen der Stadt Rastatt zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold einen roten Schrägbalken, hinten in Rot eine goldene Weinleiter. Die Stadtflagge ist gelb-rot.

Das Wappen gilt als „redendes Wappen“, weil die Weinleiter in der Mundart „Raste“ genannt wird. Diese wird bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Siegeln abgebildet. Später wurde der badische Schrägbalken ins Wappen aufgenommen. Im 19. Jahrhundert setzte sich allmählich die Weinleiter alleine durch. Das Badische Innenministerium genehmigte dann am 6. März 1895 das Wappen in gespaltenem Schild mit beiden Symbolen. Dennoch wurde in der Folgezeit die einfache Form der Weinleiter als Wappen geführt, bis der Gemeinderat am 18. Dezember 1995 endgültig die amtlich verliehene Form des Wappens, den gespaltenen Schild mit Schrägbalken und Weinleiter, festlegte.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Rastatt unterhält zu folgenden Städten Städtepartnerschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rastatter Schloss, Hofansicht
Schloss Favorite, Vorderansicht

Bauwerke[Bearbeiten]

Das stattliche Residenzschloss der Markgrafen von Baden-Baden ist das Wahrzeichen der Stadt. 1698 ließ Markgraf Ludwig Wilhelm (1655–1707), der gefeierte Türkenlouis, in Rastatt den Grundstein zum Bau eines Jagdschlosses legen. Ab 1700 wurde es zur repräsentativen Residenz ausgebaut.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

Ferner der Jüdische Friedhof, der Aalschokker Heini in den Rheinauen und die Rheinfähre Plittersdorf – Seltz.

Brunnen[Bearbeiten]

Alexiusbrunnen

Theater[Bearbeiten]

Die 1990 eingeweihte BadnerHalle ist das kulturelle Veranstaltungszentrum der Stadt, unter anderem für Theaterdarbietungen. Darüber hinaus existieren noch das Kellertheater im Kulturforum und das Theater in der Reithalle. Des Weiteren findet alle zwei Jahre im Frühling das größte internationale Straßentheaterfestival Deutschlands statt, das tête-à-tête. In den dazwischenliegenden Jahren findet im Herbst das Rendezvous tête-à-tête statt.

Museen[Bearbeiten]

Die Begegnung von Giuliano Vangi vor dem Stadtmuseum

Das Stadtmuseum widmet sich der Rastatter Stadtgeschichte. Ferner gibt es ein original eingerichtetes altes Wohnhaus Am Kirchplatz 6 sowie das Riedmuseum in Ottersdorf.

Die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte des Bundesarchivs befindet sich im Schloss. Dieses beherbergt auch das 1934 eingerichtete Wehrgeschichtliche Museum. In der Fruchthalle ist die Städtische Galerie untergebracht.

Des Weiteren können, auf Anfrage, die Kasematten besichtigt werden. Seit 2009 befindet sich im ehemaligen Westwallbunker ein Museum.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Gefallenendenkmal der II. Abt. Art.-Reg. 35 1939–1945

Auf dem Alten Friedhof "An der Ludwigsfeste" in der Nähe des Schlossparks wird mit einem Findling an die standrechtlich erschossenen Revolutionäre von 1848 erinnert. Daneben befinden sich zwei weitere Gedenksteine, mit denen zweier Hitler-Gegner gedacht wird, die beide im KZ Dachau ermordet wurden: Hugo Levi und Karl Geiges. An den ersten, der Rastatter Stadtrat war, erinnert auch ein Gedenkstein im Patientengarten des Kreiskrankenhauses.[5] An der Murg im Stadtteil Zay befindet sich der Gesandtenmord-Stein, der an das entsprechende historische Ereignis erinnert. Von nationaler Bedeutung ist die von Bundespräsident Gustav Heinemann initiierte "Erinnerungsstätte deutscher Freiheitsbewegungen" im Schlossgebäude, die einen Überblick über die Ereignisse während der gesamtdeutschen Revolution 1848/49 und die lokalen Ereignisse der badischen Revolution gibt (siehe Museen).

Musik[Bearbeiten]

Das 1988 gegründete Vocalensemble Rastatt wurde unter der Leitung seines Dirigenten Holger Speck durch Erfolge bei Wettbewerben zu einem international bekannten Kammerchor, mit eigenen CDs sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen in Deutschland und Frankreich. Das Barockorchester Les Favorites tritt seit 2003 als Begleiter oder selbstständig auf.

Das 1937 gegründete und 1950 wiedergegründete Kammermusikensemble Quantz-Collegium spielt Festliche Serenaden Schloss Favorite mit Musik der Barockzeit und der Klassik in der Sala terrena von Schloss Favorite.

Sport[Bearbeiten]

Rastatt ist vor allem unter Tanzsportfreunden ein bekannter Begriff, denn die mehrfachen Tanz-Weltmeister Ralf Müller und Olga Müller-Omeltchenko kommen aus Rastatt. Sie dominierten in den 1990er Jahren das internationale Parkett und wurden mehrfach Welt- und Europameister in den lateinamerikanischen Tänzen.

Der größte und älteste Rastatter Sportverein ist der Rastatter Turnverein 1846 (RTV) mit den Abteilungen Turnen, Schwimmen, Handball, Volleyball, Leichtathletik, Fechten, Karate, Aikido und Clogging. Der zweitgrößte Sportverein in Rastatt mit fast 1000 Mitgliedern ist der 2013 gegründete Rastatter SC/DJK e.V., der durch die Fusion aus Rastatter SC 1922 e.V. und DJK Rastatt entstanden ist.

Ein weiterer bedeutender Verein ist der Turnverein Rastatt-Rheinau 1919 der folgende Sparten anbietet: Basketball, Turnen, Leichtathletik und Tanz & Aerobic. Hierbei ist die Basketball-Abteilung Rastatt Pioneers hervorzuheben, deren erste Herrenmannschaft im Sommer 2006 in die 2. Bundesliga aufstieg.

Der FC Rastatt 04, ein reiner Fußballverein, ist mit derzeit etwa 600 Mitgliedern der größte Fußballverein in Rastatt. In den 1930er und 1940er Jahren gehörte er zu den führenden Clubs in Süddeutschland, in den Jahren 1978 bis 1986 spielte der Verein in der Oberliga Baden-Württemberg. Der BouleClub Rastatt widmet sich seit 1981 dem Pétanque-Spiel und kann auf zahlreiche nationale und internationale Erfolge zurückblicken. Im Jahr 2003 fand in der Boule-Halle des Vereins die Europameisterschaft der Damen im Pétanque statt. Im Folgejahr wurde an gleicher Stätte der europäische Vereinsmeister der Landessieger ermittelt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Heute ist der wichtigste Arbeitgeber das ortsansässige Mercedes-Benz-Werk der Daimler AG. 1992 wurde das Mercedes-Benz Werk Rastatt eröffnet, in dem als erstes Modell bis 1996 die E-Klasse gefertigt wurde. Das Werk Rastatt ist das Kompetenzzentrum für Kompaktfahrzeuge von Mercedes-Benz. 1997 ging die A-Klasse in Serie, von der 1,1 Millionen Fahrzeuge bis 2004 verkauft wurden. Dann folgte die zweite Generation, von der inzwischen über eine Million Fahrzeuge produziert worden sind. 2005 kam als weiteres Modell die B-Klasse hinzu, deren neueste Version seit September 2011 gebaut wird. Drei der fünf Modelle der beiden Klassen werden in Rastatt produziert. Am 16. November 2012 verließ das dreimillionste Kompaktfahrzeug das Werk.[8]

Am Wirtschaftsstandort Rastatt sind auch verschiedene Zulieferbetriebe der Automobilbranche angesiedelt.

Ebenfalls in Rastatt ist ein Entwicklungs- und Produktionsstandort von Siemens beheimatet. Dort sind etwa 750 Mitarbeiter beschäftigt.[9]

Des Weiteren befindet sich der Unternehmenssitz der Firma Maquet, Tochtergesellschaft des schwedischen Konzerns Getinge AB und eines der weltweit führenden Unternehmen für Medizintechnik, in Rastatt.[10]

Verkehr[Bearbeiten]

Rastatt hat zwei direkte Anschlüsse an die Bundesautobahn 5 Basel–Karlsruhe. Ferner führen die Bundesstraßen 3 und 36 durch die Stadt. Der Bahnhof Rastatt ist ein Bahnknotenpunkt, IC-Haltepunkt (Linie Konstanz–Offenburg–Karlsruhe–Stralsund) an der Strecke Karlsruhe–Basel, sowie der IRE-Linie Karlsruhe–Rastatt–Offenburg–Konstanz (Schwarzwaldbahn). Hier beginnt die Murgtalbahn nach Freudenstadt im Schwarzwald, die auch von der Stadtbahn von Karlsruhe über Freudenstadt nach Eutingen im Gäu (S31/S41) befahren wird. Die wichtigste Stadtbahnlinie führt von Karlsruhe über Rastatt und Baden-Baden nach Achern (S4). Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus zahlreiche Buslinien.

Im Stadtteil Plittersdorf gibt es am Rhein eine Schiffsanlegestelle. Ebenfalls von diesem Ufer führt die Rheinfähre Plittersdorf – Seltz über den Rhein zu der französischen Kleinstadt Seltz. Seit 27. August 2005 war die Fähre aufgrund eines Schiffsunfalls außer Betrieb. Die Wiederindienststellung fand am 11. September 2010 statt.

Die Rheinbrücke Wintersdorf ist nach dem nahe gelegenen Rastatter Stadtteil benannt, liegt jedoch auf dem Gebiet von Iffezheim. Über diese heute für Kraftfahrzeuge bis 7,5 t, Fußgänger und Radfahrer benutzbare alte Eisenbahnbrücke besteht eine Anbindung an den französischen Ort Beinheim.

Medien[Bearbeiten]

In Rastatt erscheinen als Tageszeitungen eine Lokalausgabe der in Karlsruhe ansässigen Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) und eine Lokalausgabe des in Baden-Baden erscheinenden Badischen Tagblatts (BT). Wöchentlich kommen die Anzeigenblätter WO und WO am Sonntag. Jeden Donnerstag erscheint zudem das Wochenmagazin RAZ – Rastatt A–Z. In Rastatt hat die Inter Publish GmbH ihren Sitz. Sie und der Verlag VPM verlegen mehrere Erotikmagazine und Kinderzeitschriften, welche auch in Rastatt gedruckt werden.

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Aufgrund des nahe gelegenen Südwestrundfunks in Baden-Baden wird Rastatt oft als Kulisse für SWR-Filmproduktionen genutzt. So werden Elemente der Fernsehfilmreihe Tatort in Rastatt gedreht. Bereits mehrfach wurden beispielsweise das am südlichen Ortsausgang gelegene Münchfeldstadion, die Rheinbrücke bei Rastatt-Wintersdorf, die Waggonfabrik Rastatt und das Kreiskrankenhaus Rastatt als Film-Kulisse genutzt.

Außerdem zeichnete das ZDF von 1994 bis 2008 jährlich das SWR3-New Pop Festival im Mercedes-Benz-Werk in Rastatt auf.

Gerichte, Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten]

Das neue Landratsamt am Schlossplatz

Rastatt ist Sitz des Landratsamts Rastatt. Ferner hat die Stadt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Baden-Baden gehört, ein Notariat, ein Finanzamt und eine Agentur für Arbeit. Die Stadt ist Sitz des Dekanats Murgtal des Erzbistums Freiburg. Das europäische WWF-Auen-Institut der Universität Karlsruhe (TH) hat seinen Sitz in Rastatt. Im Zentrum des Stadtgebiets liegt das Kreiskrankenhaus Rastatt, ein Tochterunternehmen des Klinikum Mittelbaden gGmbH. Träger des Klinikums Mittelbaden sind der Landkreis Rastatt und der Stadtkreis Baden-Baden. Als Hauptabteilungen des Kreiskrankenhauses Rastatt werden die Abteilungen für Chirurgie, für Innere Medizin, Gynäkologie und für Anästhesie und Intensivmedizin sowie das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin geführt. Zudem verfügt das Haus über einen Linksherzkatheter-Messplatz, und eine Zentrale Notaufnahme. Die Apotheke und das medizinische Lager versorgen zentral alle Einrichtungen des Klinikums Mittelbaden.

Bildung[Bearbeiten]

Rastatt hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Ludwig-Wilhelm-Gymnasium und Tulla-Gymnasium), eine Realschule (August-Renner-Realschule) und eine Förderschule (Augusta-Sibylla-Schule), ferner sieben Grundschulen (Carl-Schurz-Schule mit Montessori-Zug, Hans-Thoma-Schule, Hansjakobschule, Johann-Peter-Hebel-Schule sowie je eine Grundschule in den Stadtteilen Ottersdorf, Plittersdorf und Rauental) und vier Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule bzw. Hauptschulen mit Werkrealschule (Gustav-Heinemann-Schule, Karlschule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Niederbühl und Hauptschule mit Werkrealschule im Ried Wintersdorf). Eine weitere Hauptschule mit Werkrealschule, die Max-Jäger-Schule, wurde 2009 wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen.

Weiterhin ist der Landkreis Rastatt Träger der drei Beruflichen Schulen (Anne-Frank-Schule – Hauswirtschaftliche Schule, Josef-Durler-Schule – Gewerbeschule Rastatt und Handelslehranstalt Rastatt), an denen auch jeweils ein Berufliches Gymnasium (Fachgymnasium) für Ernährungswissenschaft, Biotechnologie und Sozialwissenschaft, Technik, bzw. Wirtschaft ansässig ist, sowie der Pestalozzi-Schule für Geistigbehinderte.

Die Privatschulen Abendgymnasium Rastatt, Abendrealschule Landkreis Rastatt, Freie Waldorfschule Rastatt und Salomo-Schule als Bekenntnisschule der Siebenten-Tags-Adventisten runden das schulische Angebot in Rastatt ab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Rastatt verzeichnet 28 Ehrenbürger seit dem Jahr 1810. Zwei Persönlichkeiten tragen die Ehrenbürgerwürde derzeit:[11]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ludwig Wilhelm von Baden (Türkenlouis, 1655–1707), Markgraf von Baden, starb in Rastatt
  • Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656–1746), Komponist und Musiker
  • Franz Karl Grieshaber (1798–1866), Germanist und Handschriftensammler (Lehrer am Lyzeum in Rastatt)
  • Gustav Tiedemann (1808–1849), letzter Gouverneur der Bundesfestung Rastatt während der Badischen Revolution, im August 1849 in Rastatt füsiliert
  • Lucian Reich der Jüngere (1817–1900), Maler und Schriftsteller sowie Zeichenlehrer am Lyzeum in Rastatt
  • Carl Schurz (1829–1906), Freiheitskämpfer (inhaftiert in Rastatt), Innenminister der USA
  • Frank Elstner (* 1942), deutscher TV-Moderator (besuchte das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt)
  • Axel Ullrich (* 1943), deutscher Biochemiker (absolvierte das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium und ist seit dem 12. Dezember 2001 Ehrenbürger von Rastatt)[12]
  • Anselm Kiefer (* 1945), Maler und Bildhauer, verbrachte seine Schulzeit in Rastatt, Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2008
  • Ralf (* 1967) und Olga Müller (* 1972), mehrfache Tanz-Weltmeister in den lateinamerikanischen Tänzen
  • Alex Mizurov (* 1988), Profi-Skateboarder

Literatur[Bearbeiten]

  •  Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch. In: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Band IV 2, Stuttgart 1959.
  •  Max Lüscher, Pavel Krbálek (Ill.), Stadt Rastatt (Hrsg.): Freundschaft mit dem Stadtbild: Pavel Krbálek und seine Kunst in Rastatt. Rastatt 1991.
  •  Marco Müller, Stadt Rastatt (Hrsg.): Die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Rastatt 1815–1890. verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2005, ISBN 978-3-89735-285-8 (Stadtgeschichtliche Reihe, Bd. 8).
  •  Martin Walter, Marco Müller: Rastatt in alten Ansichten. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-119-6 (Reihe Archivbilder).

Film[Bearbeiten]

  • Bilderbuch Deutschland: Am Oberrhein bei Rastatt. Dokumentarfilm, 45 Min., ein Film von Christina Brecht-Benze, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 17. Dezember 2006,

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Großen Kreisstadt Rastatt (PDF, 40 KB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 175–179
  4. Martin Burkart: Hexen und Hexenprozesse in Baden, Durmersheim 2009, S. 308-389
  5. a b Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 70, ISBN 3-89331-208-0
  6. ka-news.de, „Keine Anhaltspunkte für Wahlbeeinflussung“, 6. Dezember 2007 OB-Wahl für gültig erklärt
  7. Badisches Tagblatt, „Anfechter der OB-Wahl verzichten auf Klage“, 7. Januar 2008
  8. Badisches Tagblatt, „Drei Millionen Kompaktfahrzeuge aus Rastatter Mercedes-Werk“, 17. November 2012
  9. http://www.siemens.de/standorte/Seiten/home.aspx
  10. http://www.maquet.com/sectionPage.aspx?m1=112599795743&m2=112600853386&wsectionID=112600853386&languageID=2
  11. Stadt Rastatt: Ehrenbürger, abgerufen am 8. September 2013
  12. Rede des Oberbürgermeisters anl. des Empfangs zum 66. Geburtstag von Ehrenbürger Prof. Dr. Axel Ullrich ([1])

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Rastatt – Quellen und Volltexte
 Commons: Rastatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Rastatt – Reiseführer